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Wahnsinn, Vertrauensbruch, Verrückt...

5. Dezember 2003 um 11:02

Heute mal ein Wort an alle. Ich habe einen Vortag besucht, es ging um die heutige Zeit in der wir leben. Unter anderem wurde erwähnt das wir in der heutigen Zeit empfindlicher und sensibler reagieren als noch vor 30, 20 oder vor 10 Jahren.

Ein Grund ist sicherlich die Umwelt, und die moderne Nahrung die wir aufnehmen. Es ist sogar eine Studie im Gange warum unsere Kinder heutzutage so frühreif werden. Ein Faktor liegt mit an der Ernährung der Kinder. Unsere heutige Ernährung spielt sicherlich eine Rolle auf die frühzeitige Entwicklung unserer Kinder, aber auch auf die zu zeitige hormonelle Veränderung der Mädchen.

Stichwort Depressionen, vor noch 30-20 Jahren konnte man mit diesem Wort in der Öffentlichkeit nichts anfangen. Eine behandeltnte Ärztin in den neuen Bundesländern bestätigte das seit der Wende die Zahl der Patienten mit Depressionen auf bis zu 50-60% in die Höhe gegangen ist. Wen wundert es, Arbeitslosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Probleme mit den Lebensunterhaltungskosten. Ein Indikator für die wachsenden Zahlen der Depressiven in den westlichen Ländern, sind aber auch zwischenmenschliche Beziehungen. Worauf ich einmal näher eingehen möchte.
Wer hat das nicht schon einmal gehört: Wen kann man heute noch vertrauen? Und da haben einige recht. Georg in alter Mann in London, vertraute seinen Hausarzt voll und ganz. Er war mit ihm sehr zufrieden und konnte sich auf ihn stehts verlassen. Georg lebt nicht mehr, er ist an einer tötlichen Injektion gestorben die ihn sein vertrauter Hausarzt verabreicht hat.
Nach der Fall der Berliner Mauer, konnte jeder Bürger der DDR seine Stasiakten einholen. Das tat auch eine Frau, nennen wir sie Milla (die Namen wurden geändert). Aus reiner Neugierte holte sie ihre Akten ein, aber was für ein Schock, der Mann der sie Jahrelang überwachte und Akten über sie an die Stasi weiterleitete war ihr eigener Mann.
Georg und Milla sind kein Einzelfall. In verschiedenen bereichen wird unser Vertrauen missbraucht. Aber auch schon in Sachen Beziehungen zwischen Mann und Frau. Wer nimmt heute noch eine Beziehung ernst. Nur sehr wenige. Viele gehen eine Beziehung ohne Ziel ein, weil sie meinen Unabhängig zu sein, wenn sie ohne Verpflichtungen eine Bekanntschaft mit dem anderen Geschlecht eingehen. In dieser Sache sind aber Männer sowohl als auch Frauen gleich. Sie sind ihr eigener Sklave geworden. Alles hat Konsiquenzen, meisst auf den Partner der die Partnerschaft ernst nimmt und verlassen wird, weil sein Gegenüber plötzlich einfällt das er keine Verpflichtungen eingehen kann. Mal alle ehrlich, warum sucht man sich einen Partner? Die Sache ist ganz einfach, um zu heiraten und eines Tages sofern der Wunsch vorhanden ist Kinder zu bekommen. Aber viele gehen nur nach ihren eigenen Begierten und denken nicht an die Folgen. Unsere Welt ist zwar tolleranter und offener geworden, aber auch sehr herzlos und ohne die natürliche Zuneigung der Menschen, führt es zu solchen Problemen, das sich ein Großteil der Menschen, wegen gescheiterten Beziehungen das Leben nehmen.
Es liegt in unserer Natur einen Partner zu suchen der einen von Herzen liebt. Daran kann man nichts ändern. Wenn ein Mensch dieses nicht bekommt entseht ein Mangel, man nennt das emotionale Leere. So wie wir jeden Tag essen, trinken, und schlafen müssen, benötigen wir auch ein Maß an Sicherheit, das heißt Familie, Partner und Liebe. Die ersten drei erwähnten Dinge sind lebenswichtig, und wenn wir diese nicht tun können werden wir sicher sterben. Das letztere ist zwar nicht zum überleben wichtig, jedoch trägt es zur Lebensfreude bei. Wenn man Liebe bekommt kann man diese auch wiedergeben es ist ein ständiges Nehmen und Geben. Geben macht jedoch glücklicher als nehmen. Fehlt einen Menschen diese natürliche Liebe, sagt ihm das sein Körper, indem er diese emotionale Leere verspürt. Das kann man auch verspüren wenn man mit dem falschen Partner zusammen ist. Der Mensch braucht das Chi Lebensfreude. Wie schon erwähnt, ist das zum überleben nicht wichtig, jedoch merkt man das der Körper abbaut und Veränderungen der Haut, Haare, Magen-Darm-Trakt und allgemein der Aura zu spüren sind. Im Volksmund sagt man auch: Man hängt in den Seilen. Das heißt nichts anderes als das man eine Hilfestellung benötigt, der Körper kann im gewissen Sinne nicht mehr alleine stehen. Menschen die streng und ohne Liebe erzogen wurden sind meißt unnahbar und mit ihnen ist ein schlechtes Auskommen. Ihre Aura strahlt sozusagen negative Energien ab.
Im großen und ganzen kann es einen Menschen verschönern wenn er einen Partner an seiner Seite hat mit dem er gut auskommt und gegenseitige Liebe vorhanden ist. Eine Art Ausgeglichenheit strahlt so ein Mensch aus. Nur wenige Menschen benötigen keinen Partner an seiner Seite und kommen ohne jemanden gut aus. Jedoch ist immer zu beachten das die Mehrheit der Menschen einen Partner braucht, und das ist auch ganz normal da es ein ganz natürlicher Wunsch eines Mannes oder Frau ist, und zum Leben mit dazu gehört wie das Essen, Trinken und Schlafen. Liebe & Partnerschaft rundet die ganze Sache der menschlichen Bedürfnisse ab.
In der heutigen Zeit jedoch ist es sehr frustrierend zu sehen, wie man mit Beziehungen umgeht. Es kann einen Menschen den Boden unter den Füßen wegziehen, oder gar das Herz gebrochen werden. Man wundert sich was ein Mensch aushalten kann, aber da wir in einer Welt ohne natürliche Zuneigung sind, brauchen wir uns nicht zu wundern warum wir empfindlicher und sensibler geworden sind. Schon ein unüberlegter Satz zum Gegenüber, kann fatale Folgen haben. Wie z.Bsp. Wie siehst du denn heute wieder aus, oder: Hast du zugenommen? Eine Person die sich im ledigen Zustand, also Singel ist befindet oder auch eine Person die mit einen Partner zusammen ist der einen nicht liebt können solche Worte härter treffen als Menschen die in einer mit Liebe gefüllten Partnerschaft oder Familie leben. Ich sage da nur, ein Zündhölzchen zerbricht eher als ein Paar. Hier wäre wieder zu sagen, nicht alle Menschen auf der Erde haben dieses natürliche Bedürfnis nach Nähe und Partnerschaft und kommen auch alleine gut zurecht. Wer sagt das man das lernen muss, meint es vielleicht gut, ist aber nicht in die Tat umzusetzen. Zumindest kann man sich zusammenreisen aber die Leere kann nur ein Bedürfnis wieder ausfüllen was die Leere verursacht hat. Hier sind jedoch nur die Natürlichen Bedürfnisse gemeint.
Fragen wir uns doch einmal warum der Staat Ehen unterstützt, das fängt schon damit an das man als Singel mehr Steuern und Abgaben hat als Verheiratete. Warum macht das der Staat? Weil eine Studie bewiesen hat das die Singels mehr Hilfe benötigen und den Staat stressen als Ehepaare. Warum bekommen Ehepaare so viel Unterstützungen vom Staat? Weil der Staat will das die Menschen in Familien leben und sich um sich kümmern. Der Staat möchte weniger Singels, und daher bekommen diese wenig Unterstützung. Eigentlich etwas ungerecht denn der Großteil ist unfreiwillig in der Situation als Singel. Näher möchte ich darauf nicht eingehen, da ich zu wenig darüber weiß und nur oberflächlich etwas darüber gehört habe.
Jedenfalls möchte ich dazu sagen das der Mensch viel aushalten kann, aber die Lebensfreude deutlich schwächt das Chi nicht mehr fließen kann, Plokaten im Körper entstehen und somit der Mensch an sich eine Veränderung durchmachen kann die mitunter zu Depressionen führen kann. Zu beobachten ist auf jedenfall das die Zahl der Depressionen und leicht deprimierten zu steigen scheint und das auf die heutige Lebensweise zurückzuführen ist.

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5. Dezember 2003 um 12:20

Mal nicht so negativ....
Wenn man Deinen Beitrag so liest, kriegt man ja Depressionen! Nein, nicht böse gemeint, aber doch irgendwie wahr. Es spricht ein trauriger, niedergeschlagener Mensch oder täusch ich mich da????

Ein bischen anders sehe ich das schon, obwohl Du sicherlich teilweise recht hast. Also weiß grad nicht, was die Ernährung mit frühreifer Entwicklung zu tun hat.. aber gut. Was mich eher stört, ist, dass alles immer negativer wird... das ist doch nur teilweise so. Das ist ein riesengroßes Thema und man könnte da sehr viel drüber sagen, aber ich beschränke mich mal auf folgendes: Der Mensch an sich hat sich nicht soooo stark verändert, er hat sich schon immer stark entwickelt - deswegen sind heute unsere Probleme ob Leggins wieder in sind oder welche Farbe unser neues Auto haben soll oder wer die Fußballweltmeisterschaft gewinnt... und nicht mehr woher wir essen kriegen! Der Mensch hat soviel geschaffen, dass er sich irgendwann damit selbst zerstören wird. Davon bin ich echt überzeugt. Aber wenn ich MICH sehe, dann sehe ich eine Person, die nur EIN Leben hat, glücklich sein will und es optimal nutzen will. Und ich sage Dir - ich finde das Leben schön! Trotz Arbeitslosigkeit usw. bin ich glücklich - vielleicht durch meinen Mann, aber ich war es auch vorher. Ich halte mein Leben für kostbar. Und Du solltest nicht alles hinterfragen - Du findest sowieso nicht auf alles eine Antwort und ändern kannst Du die Welt auch nicht. Aber es ist nicht wahr, dass niemand mehr liebt und nur noch materielle Dinge wichtig sind - Du sagst ja auch, dass die Menschen immer sensibler und liebebedürftiger werden. Und nicht nur eine Partnerschaft bereichert durch Liebe - auch die Familie und Freunde können einem das Gefühl vermitteln, wichtig zu sein. Klar gibt es auch Menschen, die sehr einsam und allein sind - aber eigentlich muß das niemand sein. Und auch wenn man streng und lieblos erzogen wird, muß man das doch nicht so übernehmen... es gibt nun mal ganz verschiedene Menschen. Und es gab auch früher schon unglückliche Menschen.. da bin ich mir sicher.

Und was die Depressionen angeht, gabs die auch schon früher - bloß dass da niemand drüber geredet hat, weil es andere Probleme gab. Das ist meine Meinung

Alles Liebe und einen schönen und fröhlichen Advent!

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5. Dezember 2003 um 12:52

Hallo Blossom2
Hallo Blossom,

Deine Zusammenfassung von dem Vortrag war ganz interesant! Einige Sachen habe ich vorher schon gewusst - teilweise aus dem BWL-Unterricht. Andere waren mir neu und wieder andere waren mir unverständlich....
Was hat das zunehmend negative partnerschatliche Verhalten mit der verbesserten bzw. modernen Nahrung zu tun?? *grübel*

Zu den Depressionen muss ich sagen, dass diese bestimmt auch schon vor 30 Jahren existierten.
(sollen die Depris auch von der Nahrung her kommen?)
Nur ist damals keiner zum Doc gegangen und hat sich daraufhin behandeln lassen. Die meisten Leute damals hatten "wichtigere" Probleme: Nachkriegszeit, gefallene / in Gefangenschaft befindliche Männer, jede Menge Kinder, wenig Geld....

Zu der Werf-Weg-Gesellschaft in Sachen Partnerschaft habe ich auch eine andere Meinung.
Ich denke, dass früher (die Generation unserer Eltern) Partnerschaften geschlossen wurden, die mit Sicherheit auch ihre Probleme hatten. Nur war damals die finanzielle Lage eine ganz andere. Man hat kaum / wenig Wert auf die (schulische) Ausbildung der Mädchen gelegt, da diese eh die Hausfrauenrolle übernommen haben. Eine Scheidung war nicht möglich, weil "es sich nicht gehörte" und weil die Frau nicht wusste wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten sollte.
Man ist damals von eine Abhängigkeit (Elternhaus) in die nächste gegangen (verdienerder Ehemann). Wie gesagt, eine Frau konnte alleine sich gar nicht über Wasser halten....
Heute ist die schulische Ausbildung gerecht, jeder kann seinen Lebensunterhalt alleine bestreiten... Die Männer wurden in dem Sinne erzogen wie ihre Mütter damals großgeworden sind... die Frau hat sich unterzuordnen....
Probleme, die damals nicht gelöst werden konnten (man bliebt zusammen), werden heute mit einer Trennung gelöst....

Ich weiß, das ist alles ziemlich pauschal dargestellt und trifft nicht auf die Allgemeinheit zu..... aber ich denke doch schon, dass daran was Wahres dran ist.....


Pluster


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5. Dezember 2003 um 21:37

Der Mensch hat heute sicher mehr/andere Belastungen
z.B. durch die Schnelligkeit des Lebens, durch den vermehrten Lärm. Durch die Belastung der Ernährung: zu süß, zuviele Farb - und Aromastoffe, Hormone und Antibiotika im Fleisch ect. Zuwenig Bewegung, Dazu dann Reizüberflutung und so einige mehr.

Die Frage ob es heute mehr Depressionen gibt, oder ob sie eher erkannt werden,eher zugegeben werden, kann ich nicht beantworten.
(Wie ich hörte "gab" es manche Erkrankungen und Problem in einigen Staaten offiziell nicht.)
Interessanterweise stand in einer Zeitung einer Krankenkasse dass die Anzahl der Erkrankungen an sich im Vergleich zu vor ca. 100 Jahren gleich bliebe. Trotz der ganzen Medizin. Ja, das sollte einen schon nachdenklich stimmen.

Die Trennunszahlen haben sicher auch verschieden Ursachen. Die heutigen Menschen sind weniger bereit, in einer nicht zufriedenstellenden Beziehung zu leben. Vielleicht haben einige auch zu hohe Erwartungen? Außerdem leben die Menschen länger.

Wie auch immer, was, sagten sie denn im Vortrag, könne man als Einzelner tun, um sein Leben zu verbessern?
Dies, wäre doch auch mal interessant: einen Lösungsansatz zu hören.

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