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Vorurteile ignorieren oder sich anpassen?

16. Oktober 2016 um 16:50

Hallo,
die Frage stelle ich mir selber seit einiger Zeit und würde sie euch nun gerne einmal stellen um etwas gedankliche Inspiration zu erhalten.

Ich bin 26 und habe schon immer sehr auf mein äußeres Erscheinungsbild geachtet. Leider habe ich, seit ich verheiratet bin und Mutter geworden bin, oft die Erfahrung gemacht, dass ich auf Vorurteile deswegen treffe. Oft habe ich das Gefühl, dass ich erst beweisen muss, dass ich nicht dumm oder oberflächlich bin. Es scheint mir, als müsse ich mich mehr anstrengen als andere, dass ich ernst genommen werde.
Aufgrund der Vielzahl an Erfahrungen bin ich mir mittlerweile sicher, dass es daran liegt, dass ich trotz meiner Mutterrolle noch immer sehr auf mein Äußeres achte.

Ich möchte mich eigentlich nicht verändern aber auf der anderen Seite machen mich diese Vorurteile traurig, es ist manchmal sehr lästig und dann frage ich mich doch, ob ich mich nicht anpassen sollte um dem aus dem Weg zu gehen.

Das Thema beschäftigt mich auch in anderen Bereichen meines Lebens. Mein Mann und ich sind beide nicht deutsch und es gab auch da immer mal wieder Situationen sowohl bei ihm als auch bei mir wo ich das Gefühl hatte, dass wir als "fremd" wahrgenommen werden. Ich habe nur in ganz seltenen Fällen wirkliche Ablehnung erfahren aber bei manchen und meist den ersten Begegnungen hatte ich doch hin und wieder das Gefühl dass ich als "anders" wahrgenommen werde.

Dadurch kam es zu Situationen, wo ich vielleicht selber distanzierter auftrat. Vor meinen zwei Kindern war mir das alles nicht so bewusst wie es das heute ist, da ich wenig näheren Kontakt zu Deutschen hatte. Nun hatten mein Mann und ich zwei Grundschulen zur Auswahl wegen unserer älteren Tochter. Wir waren uns einig, dass die eine sicherlich besser ist als Schule und unsere Tochter dort mehr Förderung und Forderung finden würde. Allerdings hatte ich Anfangs Bedenken, weil im Gegensatz zu der anderen Grundschule fast nur deutsche Kinder auf der Schule sind. Ich will keine Grenzen ziehen aber ich hatte die Befürchtung, dass meine Tochter sich so fühlen könnte, wie ich mich manchmal fühle. Mein Mann hat sich dann aber durchgesetzt und so haben wir sie an der Schule angemeldet.

Mein Mann ist da ganz anders als ich. Er ist strikt dagegen sich zu distanzieren und den näheren Kontakt zu vermeiden genauso wie er gegen Anpassung ist. Er sagt immer, dass ich so bleiben soll wie ich bin und mich nicht anpassen soll. Er erinnert mich immer daran, dass nach der ersten Hürde des Kennenlernens die meisten immer ganz begeistert von mir sind. Ich weiß auch dass er recht hat. Aber für mich sind die Vorurteile, die ich zu Beginn spüre und wahrnehme manchmal  wirklich eine Last und so ist die Frage, ob ich mich nicht doch anpassen sollte oft in meinem Kopf.

Es tut mir leid, dass es so lang geworden ist.
 

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16. Oktober 2016 um 18:59

Was heißt hier noch mehr? Wo sind sie denn abgekapselt? Und nein, ich möchte sie auch nicht abkapseln.
Ich habe doch nur von meinen Befürchtungen geschrieben als wir beispielsweise die Wahl mit der Schule hatten. Mehr nicht. Eigentlich geht es auch weniger um meine Kinder, denn da hat mein Mann schon genug ein Auge drauf und setzt sich meist sowieso durch, wenn es sein muss.
 

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16. Oktober 2016 um 19:41

Ich kann nur von meinen Erfahrungen sprechen aber ich erkenne schon einen Unterschied zwischen mir und den anderen Müttern im Kindergarten oder in der Schule. Damit meine ich doch überhaupt nicht, dass diese Frauen nicht auf ihr Äußeres achten. Jede Frau tut dies. Aber die wenigsten von ihnen sind geschminkt und wenn dann nur ganz dezent, die meisten tragen praktische Kleidung ...
Ich weiß, dass viele Menschen von mir vom ersten Eindruck her denken, dass ich tussig sei und nur Schminke und Mode im Kopf hätte. Es hat nichts damit zu tun, dass ich mich selber für zu wichtig nehme. Ich wäre froh, wenn ich auch das Gefühl hätte, dass es niemanden kümmert oder mir das zumindest egal wäre.

Ich sprach von näherem und engem Kontakt zu Deutschen. Natürlich hatte ich Kontakt zu Deutschen. Ich lebe in Deutschland. Aber meine Eltern hatten keine deutschen Freunde und in meiner Schule hatte ich natürlich Kontakt aber befreundet war ich überwiegend mit Mädchen anderer Nationalitäten. Dann sage mir bitte, wie werde ich denn als Teil wahrgenommen?

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16. Oktober 2016 um 21:59
In Antwort auf fazila19

Hallo,
die Frage stelle ich mir selber seit einiger Zeit und würde sie euch nun gerne einmal stellen um etwas gedankliche Inspiration zu erhalten.

Ich bin 26 und habe schon immer sehr auf mein äußeres Erscheinungsbild geachtet. Leider habe ich, seit ich verheiratet bin und Mutter geworden bin, oft die Erfahrung gemacht, dass ich auf Vorurteile deswegen treffe. Oft habe ich das Gefühl, dass ich erst beweisen muss, dass ich nicht dumm oder oberflächlich bin. Es scheint mir, als müsse ich mich mehr anstrengen als andere, dass ich ernst genommen werde.
Aufgrund der Vielzahl an Erfahrungen bin ich mir mittlerweile sicher, dass es daran liegt, dass ich trotz meiner Mutterrolle noch immer sehr auf mein Äußeres achte.

Ich möchte mich eigentlich nicht verändern aber auf der anderen Seite machen mich diese Vorurteile traurig, es ist manchmal sehr lästig und dann frage ich mich doch, ob ich mich nicht anpassen sollte um dem aus dem Weg zu gehen.

Das Thema beschäftigt mich auch in anderen Bereichen meines Lebens. Mein Mann und ich sind beide nicht deutsch und es gab auch da immer mal wieder Situationen sowohl bei ihm als auch bei mir wo ich das Gefühl hatte, dass wir als "fremd" wahrgenommen werden. Ich habe nur in ganz seltenen Fällen wirkliche Ablehnung erfahren aber bei manchen und meist den ersten Begegnungen hatte ich doch hin und wieder das Gefühl dass ich als "anders" wahrgenommen werde.

Dadurch kam es zu Situationen, wo ich vielleicht selber distanzierter auftrat. Vor meinen zwei Kindern war mir das alles nicht so bewusst wie es das heute ist, da ich wenig näheren Kontakt zu Deutschen hatte. Nun hatten mein Mann und ich zwei Grundschulen zur Auswahl wegen unserer älteren Tochter. Wir waren uns einig, dass die eine sicherlich besser ist als Schule und unsere Tochter dort mehr Förderung und Forderung finden würde. Allerdings hatte ich Anfangs Bedenken, weil im Gegensatz zu der anderen Grundschule fast nur deutsche Kinder auf der Schule sind. Ich will keine Grenzen ziehen aber ich hatte die Befürchtung, dass meine Tochter sich so fühlen könnte, wie ich mich manchmal fühle. Mein Mann hat sich dann aber durchgesetzt und so haben wir sie an der Schule angemeldet.

Mein Mann ist da ganz anders als ich. Er ist strikt dagegen sich zu distanzieren und den näheren Kontakt zu vermeiden genauso wie er gegen Anpassung ist. Er sagt immer, dass ich so bleiben soll wie ich bin und mich nicht anpassen soll. Er erinnert mich immer daran, dass nach der ersten Hürde des Kennenlernens die meisten immer ganz begeistert von mir sind. Ich weiß auch dass er recht hat. Aber für mich sind die Vorurteile, die ich zu Beginn spüre und wahrnehme manchmal  wirklich eine Last und so ist die Frage, ob ich mich nicht doch anpassen sollte oft in meinem Kopf.

Es tut mir leid, dass es so lang geworden ist.
 

Ich würde es einfach ignorieren!

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17. Oktober 2016 um 10:02

Ich weiß nicht, ob ich hier mißverstanden werde, aber ich habe nicht den Eindruck, dass ich mich irgendwem gegenüber respektlos verhalte und auch nicht dem Land gegenüber in dem ich lebe. Aber Freundinnen und mit wem näher in Kontakt kommt und sich versteht und anfreundet sucht man sich ja auch nicht aus. Das ergibt sich ja einfach. Natürlich muss sich nicht meine Umwelt ändern. Ich sage doch nur, dass es für mich schwierig ist.

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17. Oktober 2016 um 10:23

Ich würde meinen Töchtern nie vorschreiben mit wem sie befreundet sind.
Würde ich nie machen! Meine ältere Tochter hat auch deutsche Freundinnen, alleine durch die Schule. Sie ist auch viel offener als ich und macht sich da überhaupt keine Gedanken und ich wünsche mir auch, dass sie diese Offenheit behält und nicht beginnt sich im negativen Sinne anders als andere zu fühlen. Trotzdem gab es dann Situationen, wo Mitschüler ihr erzählt haben, dass deren Eltern, dass und das über uns gesagt hätten. Es waren keine so schlimmen Dinge aber es hat mir verdeutlicht, dass wir als anders angesehen werden. Mein Mann begegnet jedem Vorurteil mit Humor, Geduld und teilweise auch mit Gleichgültigkeit. Er sieht es überhaupt nicht gerne, wenn ich mich dann wieder zurück ziehe, weil ich mich unwohl fühle.

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17. Oktober 2016 um 10:46

Ja ich finde es eigentlich traurig so zu denken, denn eigentlich sagt das Äußere nichts über das Ausmaß der Intelligenz einer Frau aus.
Ja die Erfahrung habe ich bisher auch wirklich gemacht, dass jegliche Vorurteile verschwanden, sobald mich Menschen näher kennen lernten. Aber mir fällt es dennoch schwer zu mir zu stehen, wenn ich das Gefühl habe, dass ich beim ersten Blick direkt abgestempelt werde.

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17. Oktober 2016 um 11:45

Das stimmt, dass es mir in diesem Bereich an Selbstvertrauen mangelt. Vollkommen glücklich und zufrieden bin ich im Moment auch nicht. Das stimmt auch. Das alles was mich so beschäftigt belastet auch zusätzlich ein wenig meine Ehe.

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17. Oktober 2016 um 11:58

Nein, nein du hast mich falsch verstanden oder ich dich anfangs. Mit meiner Ehe und mit meinem Leben stimmt alles. Aber das ich mir so viele Gedanken um diese Dinge mache, die ich oben beschrieben habe, dass belastet auch ein klein wenig meine Ehe. Nicht viel aber es ist schon ein Streitpunkt zwischen mir und meinem Mann.

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17. Oktober 2016 um 12:09

Darf ich fragen wo du im Ausland gelebt hast und ob du keinerlei Probleme mit dieser Anpassung hattest? Ich stelle es mir schwierig vor, da man es ja nicht anders kennt also wie man es immer gemacht hat. Und du bist Deutsche oder? Kannst du mir sagen, warum das hier so negativ behaftet ist?
 

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17. Oktober 2016 um 18:44

Nein ins Solarium gehe ich nicht (zu gesundheitsschädlich!) und meine Haare sind auch nicht gebleicht. Finde sowas nicht schön. Bin ein dunklerer Typ. Aber Schminke, Nägel und Haare müssen immer perfekt bei mir sein. Bei Kleidung ist mir vor allem wichtig, dass es modisch und sehr feminin ist. Es geht mir da nicht darum, dass es sehr eng sein muss.

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17. Oktober 2016 um 18:45
In Antwort auf fazila19

Hallo,
die Frage stelle ich mir selber seit einiger Zeit und würde sie euch nun gerne einmal stellen um etwas gedankliche Inspiration zu erhalten.

Ich bin 26 und habe schon immer sehr auf mein äußeres Erscheinungsbild geachtet. Leider habe ich, seit ich verheiratet bin und Mutter geworden bin, oft die Erfahrung gemacht, dass ich auf Vorurteile deswegen treffe. Oft habe ich das Gefühl, dass ich erst beweisen muss, dass ich nicht dumm oder oberflächlich bin. Es scheint mir, als müsse ich mich mehr anstrengen als andere, dass ich ernst genommen werde.
Aufgrund der Vielzahl an Erfahrungen bin ich mir mittlerweile sicher, dass es daran liegt, dass ich trotz meiner Mutterrolle noch immer sehr auf mein Äußeres achte.

Ich möchte mich eigentlich nicht verändern aber auf der anderen Seite machen mich diese Vorurteile traurig, es ist manchmal sehr lästig und dann frage ich mich doch, ob ich mich nicht anpassen sollte um dem aus dem Weg zu gehen.

Das Thema beschäftigt mich auch in anderen Bereichen meines Lebens. Mein Mann und ich sind beide nicht deutsch und es gab auch da immer mal wieder Situationen sowohl bei ihm als auch bei mir wo ich das Gefühl hatte, dass wir als "fremd" wahrgenommen werden. Ich habe nur in ganz seltenen Fällen wirkliche Ablehnung erfahren aber bei manchen und meist den ersten Begegnungen hatte ich doch hin und wieder das Gefühl dass ich als "anders" wahrgenommen werde.

Dadurch kam es zu Situationen, wo ich vielleicht selber distanzierter auftrat. Vor meinen zwei Kindern war mir das alles nicht so bewusst wie es das heute ist, da ich wenig näheren Kontakt zu Deutschen hatte. Nun hatten mein Mann und ich zwei Grundschulen zur Auswahl wegen unserer älteren Tochter. Wir waren uns einig, dass die eine sicherlich besser ist als Schule und unsere Tochter dort mehr Förderung und Forderung finden würde. Allerdings hatte ich Anfangs Bedenken, weil im Gegensatz zu der anderen Grundschule fast nur deutsche Kinder auf der Schule sind. Ich will keine Grenzen ziehen aber ich hatte die Befürchtung, dass meine Tochter sich so fühlen könnte, wie ich mich manchmal fühle. Mein Mann hat sich dann aber durchgesetzt und so haben wir sie an der Schule angemeldet.

Mein Mann ist da ganz anders als ich. Er ist strikt dagegen sich zu distanzieren und den näheren Kontakt zu vermeiden genauso wie er gegen Anpassung ist. Er sagt immer, dass ich so bleiben soll wie ich bin und mich nicht anpassen soll. Er erinnert mich immer daran, dass nach der ersten Hürde des Kennenlernens die meisten immer ganz begeistert von mir sind. Ich weiß auch dass er recht hat. Aber für mich sind die Vorurteile, die ich zu Beginn spüre und wahrnehme manchmal  wirklich eine Last und so ist die Frage, ob ich mich nicht doch anpassen sollte oft in meinem Kopf.

Es tut mir leid, dass es so lang geworden ist.
 

Liebe faszila!

Auch ich habe mich schon dabei ertappt, dass ich Vorurteile habe. Vorurteile gegenüber Ausländern, bis mir wieder einfiel, dass ja das auch Menschen sind. Was mich jetzt interessieren würde: WESHALB glaubst Du, dass Du, aufgrund Deiner äußeren Erscheinung, auf Vorurteile triffst?


LG.,

lib

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17. Oktober 2016 um 18:54

Ich glaub mir würde es wirklich so schwer fallen. Für mich ist es so normal und für mich bedeutet es auch Weiblichkeit und Feminin sein. Ich bin mir nur unsicher, weil es so sehr zu mir gehört und ich weiß nicht, ob es mein Problem wirklich löst, wenn ich mich anpasse. Vielleicht hat mein Mann auch recht, dass ich lernen sollte mit Unterschieden zurecht zu kommen und drüber zu stehen wenn andere komische Sachen von mir denken. Aber ich weiß nicht, ob ich dazu stark genug bin. Ich verstehe auf jeden Fall was du meinst. Vielleicht fange ich klein an und mache kleines bisschen weniger und gucke wie ich mich dann fühle.
Aber sage mal, hast du nicht ein Stück weit das Gefühl gehabt, als verleugnest du einen Teil von dir, als du dich so stark angepasst hast?

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17. Oktober 2016 um 22:33

Es war nicht meine Absicht deutsche Frauen als graue Maus hinzustellen. Ich habe nur gesagt, dass ich ein anderes Verständnis von Styling habe. Es bedeutet nicht, dass das eine Besser oder Schlechter für mich ist. Ich weiß nicht wovon du dich nun so angegriffen fühlst. Ich spreche nur von mir. Und für mich hat es überhaupt nichts mit Tussi zu tun, wenn eine Frau sich jeden Tag schminkt, die Haare stylt und stets perfekt lackierte Nägel hat, ständig zum Friseur  geht und und und. Für mich ist das Normalität. Ich denke venusfinsternis hat recht, dass es einfach unterschiedliche Maßstäbe sind. Was für mich normal ist, ist für andere hier sehr übertrieben und dann scheinbar tussig.

Du schreibst von Geschmäckern. Ja Geschmäcker sind verschieden. Aber das hat nicht viel mit meinem Problem zu tun. Es geht nicht um einzelne Dinge, es geht um den Gesamteindruck.

Ja da stimme ich dir zu. Aber ich finde mich auch ungeschminkt hübsch. Aber geschminkt finde ich mich noch hübscher.

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18. Oktober 2016 um 11:12
In Antwort auf fazila19

Hallo,
die Frage stelle ich mir selber seit einiger Zeit und würde sie euch nun gerne einmal stellen um etwas gedankliche Inspiration zu erhalten.

Ich bin 26 und habe schon immer sehr auf mein äußeres Erscheinungsbild geachtet. Leider habe ich, seit ich verheiratet bin und Mutter geworden bin, oft die Erfahrung gemacht, dass ich auf Vorurteile deswegen treffe. Oft habe ich das Gefühl, dass ich erst beweisen muss, dass ich nicht dumm oder oberflächlich bin. Es scheint mir, als müsse ich mich mehr anstrengen als andere, dass ich ernst genommen werde.
Aufgrund der Vielzahl an Erfahrungen bin ich mir mittlerweile sicher, dass es daran liegt, dass ich trotz meiner Mutterrolle noch immer sehr auf mein Äußeres achte.

Ich möchte mich eigentlich nicht verändern aber auf der anderen Seite machen mich diese Vorurteile traurig, es ist manchmal sehr lästig und dann frage ich mich doch, ob ich mich nicht anpassen sollte um dem aus dem Weg zu gehen.

Das Thema beschäftigt mich auch in anderen Bereichen meines Lebens. Mein Mann und ich sind beide nicht deutsch und es gab auch da immer mal wieder Situationen sowohl bei ihm als auch bei mir wo ich das Gefühl hatte, dass wir als "fremd" wahrgenommen werden. Ich habe nur in ganz seltenen Fällen wirkliche Ablehnung erfahren aber bei manchen und meist den ersten Begegnungen hatte ich doch hin und wieder das Gefühl dass ich als "anders" wahrgenommen werde.

Dadurch kam es zu Situationen, wo ich vielleicht selber distanzierter auftrat. Vor meinen zwei Kindern war mir das alles nicht so bewusst wie es das heute ist, da ich wenig näheren Kontakt zu Deutschen hatte. Nun hatten mein Mann und ich zwei Grundschulen zur Auswahl wegen unserer älteren Tochter. Wir waren uns einig, dass die eine sicherlich besser ist als Schule und unsere Tochter dort mehr Förderung und Forderung finden würde. Allerdings hatte ich Anfangs Bedenken, weil im Gegensatz zu der anderen Grundschule fast nur deutsche Kinder auf der Schule sind. Ich will keine Grenzen ziehen aber ich hatte die Befürchtung, dass meine Tochter sich so fühlen könnte, wie ich mich manchmal fühle. Mein Mann hat sich dann aber durchgesetzt und so haben wir sie an der Schule angemeldet.

Mein Mann ist da ganz anders als ich. Er ist strikt dagegen sich zu distanzieren und den näheren Kontakt zu vermeiden genauso wie er gegen Anpassung ist. Er sagt immer, dass ich so bleiben soll wie ich bin und mich nicht anpassen soll. Er erinnert mich immer daran, dass nach der ersten Hürde des Kennenlernens die meisten immer ganz begeistert von mir sind. Ich weiß auch dass er recht hat. Aber für mich sind die Vorurteile, die ich zu Beginn spüre und wahrnehme manchmal  wirklich eine Last und so ist die Frage, ob ich mich nicht doch anpassen sollte oft in meinem Kopf.

Es tut mir leid, dass es so lang geworden ist.
 

Huhu  
Dass muss gar nichts mit deinem äußeren zu tun haben. Willst du überhaupt mit deutschen Kontakt knüpfen? Du schiebst dein Aussehen vor, dabei klingt es für mich als ob es an deiner zurückhaltenden art liegt. Du wolltest nicht einmal dein kind an einer Schule schicken wo es mehr deutsche Kinder gibt, dabei kann sich deine tochter gerade an so einer Schule am besten in die deutsche Gesellschaft integrieren. 

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18. Oktober 2016 um 13:10

Ja das trifft schon auf mich zu.
Wobei ich auch nicht alles immer gleichzeitig gleich stark betone. Wenn ich meine Augen sehr stark betone, dann nehme ich schon einen dezenteren Lippenstift.
Ich weiß nicht wie ich wirklich wirke. Eine Freundin die ich schon sehr lange habe hat mir nach unserem Kennenlernen gesagt, dass als sie mich nur in der Schule sitzen gesehen hat, dachte dass ich arrogant und eingebildet sei. Bin ich beides aber überhaupt nicht. Ich weiß nicht wieso aber wenn ich nichts sage und nichts mache, dann wirke ich scheinbar so. Aber ich bin eigentlich überhaupt nicht distanziert. Wenn ich meine Töchter abhole, dann lächel ich auch die anderen Eltern an oder manchmal ergibt sich auch ein kurzes Gespräch. Aber ich spüre immer eine Barriere. Es geht mir ja auch nicht darum, dass ich keine Kontakte habe, denn die habe ich. Meine Familie und meine Freundinnen und mittlerweile auch eine Frau mit deren Tochter meine eine Tochter befreundet ist. Aber wenn es um den Erstkontakt geht, ist mir das sehr deutlich aufgefallen.

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18. Oktober 2016 um 15:12

Ich erkenne mich etwas wieder Ich würde auch keine ganz kurzen Shorts oder Röcke anziehen außer ich bin am Strand.
Ich werde es einmal versuchen mit der Balance vielleicht finde ich sie ja.
 

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18. Oktober 2016 um 15:14

Geht es in Deutschland nur um sexy? Also dass das alleine anstößt? Ich trage beispielsweise gar keinen ultrakurzen Miniröcke. Diesem Typ von sexy entspreche ich sowieso nicht.

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18. Oktober 2016 um 15:40

Und warum ist zu weiblich nicht gern gesehen? Entschuldigt, wenn ich blöde Fragen stelle aber ich möchte es gerne verstehen. Und was meinst du mit jugendlich? Ich verstehe, dass eine Frau sich nicht wie ein kleines Mädchen anzieht. Tue ich auch nicht. Aber Farbe ist doch schön?!
 

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18. Oktober 2016 um 18:08
In Antwort auf fazila19

Und warum ist zu weiblich nicht gern gesehen? Entschuldigt, wenn ich blöde Fragen stelle aber ich möchte es gerne verstehen. Und was meinst du mit jugendlich? Ich verstehe, dass eine Frau sich nicht wie ein kleines Mädchen anzieht. Tue ich auch nicht. Aber Farbe ist doch schön?!
 

Hallo, ich habe fast alles durchgelesen. Ich bin Deutsche und habe viele Bekannte und Freundinnen aus anderen Ländern. Ich finde, jenseits der Diskussion, wie man durch Kleidung und Styling wirkt, kann man immer versuchen, einen Schritt auf andere zu zu machen. Über die Kinder, Schule und Kindergarten, Sportverein etc. trifft man immer wieder auf andere Mütter. Ein Lächeln, ein hallo, oder eine Frage " war deine Tochter auch letzte Woche krank" oder ein paar Worte an Elternabend. Es ist nicht so schwer. So habe ich eine türkische Mama mit Kopftuch kennengelernt und auch eine aus Russland, die immer sehr hohe Absätze trägt und wie für die Disco gestylt ist. Ich bin mehr der lässige Typ, aber natürlich geduscht und gepflegt. Aber wir alle haben Kinder und oft ähnliche Sorgen, das verbindet uns. Egal wie alt oder wie gekleidet. Wenn man sich dann näher kennt, kann man doch auch mal einen Tee zusammen trinken oder das Kind der anderen zum Spielen einladen. Versuche, etwas aktiver auf andere zuzugehen
egal, wenn sie vorher dachten, so eine Tussi, dann denken sie danach, sie ist doch nett.

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18. Oktober 2016 um 18:54
In Antwort auf toffifee111

Hallo, ich habe fast alles durchgelesen. Ich bin Deutsche und habe viele Bekannte und Freundinnen aus anderen Ländern. Ich finde, jenseits der Diskussion, wie man durch Kleidung und Styling wirkt, kann man immer versuchen, einen Schritt auf andere zu zu machen. Über die Kinder, Schule und Kindergarten, Sportverein etc. trifft man immer wieder auf andere Mütter. Ein Lächeln, ein hallo, oder eine Frage " war deine Tochter auch letzte Woche krank" oder ein paar Worte an Elternabend. Es ist nicht so schwer. So habe ich eine türkische Mama mit Kopftuch kennengelernt und auch eine aus Russland, die immer sehr hohe Absätze trägt und wie für die Disco gestylt ist. Ich bin mehr der lässige Typ, aber natürlich geduscht und gepflegt. Aber wir alle haben Kinder und oft ähnliche Sorgen, das verbindet uns. Egal wie alt oder wie gekleidet. Wenn man sich dann näher kennt, kann man doch auch mal einen Tee zusammen trinken oder das Kind der anderen zum Spielen einladen. Versuche, etwas aktiver auf andere zuzugehen
egal, wenn sie vorher dachten, so eine Tussi, dann denken sie danach, sie ist doch nett.

PS ... Und dann kann man doch sich anziehen wie man will und sich trotzdem gegenseitig so akzeptieren wie man ist. 
Ich habe mal zu einer Bekannten gesagt, du bist immer so chic. Sogar morgens um sieben. Da hat sie gelacht und gesagt, dass sie absichtlich in Deutschland jetzt Jeans anzieht um sich anzupassen und keines ihrer eleganten Kleider und doch sagen alle immer noch, sie wäre so gut angezogen.

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18. Oktober 2016 um 21:14

Aber was ist denn an Weiblichkeit billig? Versteh ich nicht.

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18. Oktober 2016 um 21:25
In Antwort auf toffifee111

Hallo, ich habe fast alles durchgelesen. Ich bin Deutsche und habe viele Bekannte und Freundinnen aus anderen Ländern. Ich finde, jenseits der Diskussion, wie man durch Kleidung und Styling wirkt, kann man immer versuchen, einen Schritt auf andere zu zu machen. Über die Kinder, Schule und Kindergarten, Sportverein etc. trifft man immer wieder auf andere Mütter. Ein Lächeln, ein hallo, oder eine Frage " war deine Tochter auch letzte Woche krank" oder ein paar Worte an Elternabend. Es ist nicht so schwer. So habe ich eine türkische Mama mit Kopftuch kennengelernt und auch eine aus Russland, die immer sehr hohe Absätze trägt und wie für die Disco gestylt ist. Ich bin mehr der lässige Typ, aber natürlich geduscht und gepflegt. Aber wir alle haben Kinder und oft ähnliche Sorgen, das verbindet uns. Egal wie alt oder wie gekleidet. Wenn man sich dann näher kennt, kann man doch auch mal einen Tee zusammen trinken oder das Kind der anderen zum Spielen einladen. Versuche, etwas aktiver auf andere zuzugehen
egal, wenn sie vorher dachten, so eine Tussi, dann denken sie danach, sie ist doch nett.

"Aber wir alle haben Kinder und oft ähnliche Sorgen, das verbindet uns."
Das hast du schön gesagt!
Ich versuche es. Aber ich habe das Gefühl vieles was ich mache kommt schräg an, obwohl ich es nur nett meine. Z.b. ich habe meine Tochter von einer ihrer Freundinnen abgeholt und hatte für die Mutter Gebäck dabei. Ich hatte vorher gebacken und es ist einfach so viel geworden und ich dachte einfach sie freut sich. Sie hat auch Danke gesagt aber irgendwie hatte ich das Gefühl sie war irritiert und fand es komisch. Als wenn ich ihr etwas aufdrängen will. Hab ich nicht verstanden.
 

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18. Oktober 2016 um 21:29

Mir sieht man es total an.
Ich habe da wie gesagt nie drüber nachgedacht aber durch meine Kinder ist mir einfach der Unterschied aufgefallen und dass ich mit Frauen anderer Nationalitäten keine Probleme habe. Natürlich mag ich nicht jede und mich mag auch nicht jede. Aber es gibt diese Barriere nicht. Ich denke auch, dass die Schuld viel bei mir liegt. Also ich möchte niemand anderes dafür die Schuld geben aber ich weiß auch nicht was ich falsch mache. Ich finde nicht, dass ich billig wirke. Aber ich kann es nicht beurteilen wie es aus Sicht anderer ist.
Ja ich arbeite. Aber nur drei Tage die Woche.

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18. Oktober 2016 um 22:41
In Antwort auf fazila19

Hallo,
die Frage stelle ich mir selber seit einiger Zeit und würde sie euch nun gerne einmal stellen um etwas gedankliche Inspiration zu erhalten.

Ich bin 26 und habe schon immer sehr auf mein äußeres Erscheinungsbild geachtet. Leider habe ich, seit ich verheiratet bin und Mutter geworden bin, oft die Erfahrung gemacht, dass ich auf Vorurteile deswegen treffe. Oft habe ich das Gefühl, dass ich erst beweisen muss, dass ich nicht dumm oder oberflächlich bin. Es scheint mir, als müsse ich mich mehr anstrengen als andere, dass ich ernst genommen werde.
Aufgrund der Vielzahl an Erfahrungen bin ich mir mittlerweile sicher, dass es daran liegt, dass ich trotz meiner Mutterrolle noch immer sehr auf mein Äußeres achte.

Ich möchte mich eigentlich nicht verändern aber auf der anderen Seite machen mich diese Vorurteile traurig, es ist manchmal sehr lästig und dann frage ich mich doch, ob ich mich nicht anpassen sollte um dem aus dem Weg zu gehen.

Das Thema beschäftigt mich auch in anderen Bereichen meines Lebens. Mein Mann und ich sind beide nicht deutsch und es gab auch da immer mal wieder Situationen sowohl bei ihm als auch bei mir wo ich das Gefühl hatte, dass wir als "fremd" wahrgenommen werden. Ich habe nur in ganz seltenen Fällen wirkliche Ablehnung erfahren aber bei manchen und meist den ersten Begegnungen hatte ich doch hin und wieder das Gefühl dass ich als "anders" wahrgenommen werde.

Dadurch kam es zu Situationen, wo ich vielleicht selber distanzierter auftrat. Vor meinen zwei Kindern war mir das alles nicht so bewusst wie es das heute ist, da ich wenig näheren Kontakt zu Deutschen hatte. Nun hatten mein Mann und ich zwei Grundschulen zur Auswahl wegen unserer älteren Tochter. Wir waren uns einig, dass die eine sicherlich besser ist als Schule und unsere Tochter dort mehr Förderung und Forderung finden würde. Allerdings hatte ich Anfangs Bedenken, weil im Gegensatz zu der anderen Grundschule fast nur deutsche Kinder auf der Schule sind. Ich will keine Grenzen ziehen aber ich hatte die Befürchtung, dass meine Tochter sich so fühlen könnte, wie ich mich manchmal fühle. Mein Mann hat sich dann aber durchgesetzt und so haben wir sie an der Schule angemeldet.

Mein Mann ist da ganz anders als ich. Er ist strikt dagegen sich zu distanzieren und den näheren Kontakt zu vermeiden genauso wie er gegen Anpassung ist. Er sagt immer, dass ich so bleiben soll wie ich bin und mich nicht anpassen soll. Er erinnert mich immer daran, dass nach der ersten Hürde des Kennenlernens die meisten immer ganz begeistert von mir sind. Ich weiß auch dass er recht hat. Aber für mich sind die Vorurteile, die ich zu Beginn spüre und wahrnehme manchmal  wirklich eine Last und so ist die Frage, ob ich mich nicht doch anpassen sollte oft in meinem Kopf.

Es tut mir leid, dass es so lang geworden ist.
 

Hallo!
Also du machst dir erstens Sorgen, das du durch dein gepflegtes Äußeres oberflächlich wirkst
und zweitens glaubst du, das du wegen deinem ausländischem Aussehen ausgegrenzt bzw. nicht für ganz dazugehörig angesehen wirst. So verstehe ich das. 

Ich finde, es ist normal, das man sich über dies und jenes Gedanken macht, aber ich finde du musst dich aus keinem einzigen Grund nicht dazugehörig fühlen.

Es ist nicht richtig, dich in deinem Leben, das du nunmal hier führst, fremd zu fühlen.
Wer sind diese Personen, den du so viel Macht über deine eigenen Gefühle gibst. 
Du bist du, mit allem, was dich ausmacht und allem, an was du glaubst und du hast genauso viel Platz in dieser Gesellschaft wie jeder andere. Wenn du Raum für deine Persönlichkeit lässt und dich nicht distanzierst, weil du glaubst, anders zu sein, dann wird sich die Gesellschaft oder die Schule mit einer weiteren Farbe bereichert sein!
das bedeutet nicht, so zu sein wie jeder andere. Nein zum Glück, bist du nicht wie jeder Andere.

Das du Wert auf dein Äußeres legst, daran gibt's nichts zu meckern

Das du deine Tochter an die Schule schickst, wo du glaubst, das sie die beste Förderung erfährt, ist dein Geschenk für deine Tochter, die ihr zusteht. 👍🏻 
 

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18. Oktober 2016 um 22:56
In Antwort auf fazila19

Was heißt hier noch mehr? Wo sind sie denn abgekapselt? Und nein, ich möchte sie auch nicht abkapseln.
Ich habe doch nur von meinen Befürchtungen geschrieben als wir beispielsweise die Wahl mit der Schule hatten. Mehr nicht. Eigentlich geht es auch weniger um meine Kinder, denn da hat mein Mann schon genug ein Auge drauf und setzt sich meist sowieso durch, wenn es sein muss.
 

Was deine Tochter betrifft, natürlich sollte man später auch die Schulempfehlung mitberücksichtigen, aber deine Gründe, sie nicht an eine bestimmte Schule zu schicken, finde ich ungerecht deiner Tochter gegenüber. Ihr steht die selbe Förderung zu, wie allen anderen Kindern hier in Deutschland. Wenn sie dort eine gute Förderung bekommt, dann steht ihr das zu.
Es gibt kein Kind das mehr würdig dazu wäre. 
Ein Tipp noch: Ja, Erwachsene können Vorurteile haben, aber Kinder sind da noch unschuldig, sie können ihr Herz für alle Menschen öffnen; da könnten wir Erwachene von Ihnen lernen.....

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18. Oktober 2016 um 23:02
In Antwort auf meeresflut

Was deine Tochter betrifft, natürlich sollte man später auch die Schulempfehlung mitberücksichtigen, aber deine Gründe, sie nicht an eine bestimmte Schule zu schicken, finde ich ungerecht deiner Tochter gegenüber. Ihr steht die selbe Förderung zu, wie allen anderen Kindern hier in Deutschland. Wenn sie dort eine gute Förderung bekommt, dann steht ihr das zu.
Es gibt kein Kind das mehr würdig dazu wäre. 
Ein Tipp noch: Ja, Erwachsene können Vorurteile haben, aber Kinder sind da noch unschuldig, sie können ihr Herz für alle Menschen öffnen; da könnten wir Erwachene von Ihnen lernen.....

Es geht doch nicht darum, dass ich meine Tochter nicht als würdig dafür ansehe
Die eine Schule hat einen besseren Ruf, die andere weniger. Ich wollte nur nicht, dass sie sich ähnlich fühlen muss, wie ich mich jetzt manchmal fühle. Aber sie ist anders als ich. Und ich weiß auch, dass es nicht richtig von mir war. Ich habe es eingesehen. Aber es ist ja sowieso egal, weil mein Mann sich da ja sowieso durchgesetzt hat.
Ja es stimmt, Kinder sind da unbefangener.

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18. Oktober 2016 um 23:17
In Antwort auf fazila19

"Aber wir alle haben Kinder und oft ähnliche Sorgen, das verbindet uns."
Das hast du schön gesagt!
Ich versuche es. Aber ich habe das Gefühl vieles was ich mache kommt schräg an, obwohl ich es nur nett meine. Z.b. ich habe meine Tochter von einer ihrer Freundinnen abgeholt und hatte für die Mutter Gebäck dabei. Ich hatte vorher gebacken und es ist einfach so viel geworden und ich dachte einfach sie freut sich. Sie hat auch Danke gesagt aber irgendwie hatte ich das Gefühl sie war irritiert und fand es komisch. Als wenn ich ihr etwas aufdrängen will. Hab ich nicht verstanden.
 

Vielleicht war sie nur überrascht, weil sie das noch nie erlebt hat? Viele Deutsche denken zu viel und überlegen vielleicht ob sie das nächste Mal auch Gebäck mitbringen sollten oder sind am Anfang etwas steif oder kompliziert. Aber wenn man sich länger kennt, dann wird es einfacher. Aber klar, es gibt auch komische Leute. 
Mir ist noch eingefallen: vielleicht sind manche ein wenig eingeschüchtert von dir, weil du auf sie so perfekt wirkst? Immer gut angezogen, harmonische Familie, gute Hausfrau, gutes Deutsch und arbeitet noch dazu. Das bekommen nicht alle so hin und fühlen sich dann wie ein "Versager" sozusagen.

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18. Oktober 2016 um 23:30
In Antwort auf fazila19

Es geht doch nicht darum, dass ich meine Tochter nicht als würdig dafür ansehe
Die eine Schule hat einen besseren Ruf, die andere weniger. Ich wollte nur nicht, dass sie sich ähnlich fühlen muss, wie ich mich jetzt manchmal fühle. Aber sie ist anders als ich. Und ich weiß auch, dass es nicht richtig von mir war. Ich habe es eingesehen. Aber es ist ja sowieso egal, weil mein Mann sich da ja sowieso durchgesetzt hat.
Ja es stimmt, Kinder sind da unbefangener.

Ich will dir damit doch nur sagen, wie absurd dieser Gedanken sind, wenn man bedenkt, wie lange du wohl hier in Deutschland zu leben scheinst mit einwandfreiem Deutsch. 
Das Kind wird in der Schule mit anderen Kindern aufwachsen und sie kennen lernen mit Ihnen spielen mit Ihnen lernen. Dann wird sie ein Teil von allem. 

Wenn du möchtest, das deine Tochter auch mit Kindern aus deinem Kulturkreis zusammen wächst, kannst du ja die auch zusammen führen, wenn du einige Familien kennst. Das ist sogar sehr wünschenswert

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19. Oktober 2016 um 18:51
In Antwort auf toffifee111

Vielleicht war sie nur überrascht, weil sie das noch nie erlebt hat? Viele Deutsche denken zu viel und überlegen vielleicht ob sie das nächste Mal auch Gebäck mitbringen sollten oder sind am Anfang etwas steif oder kompliziert. Aber wenn man sich länger kennt, dann wird es einfacher. Aber klar, es gibt auch komische Leute. 
Mir ist noch eingefallen: vielleicht sind manche ein wenig eingeschüchtert von dir, weil du auf sie so perfekt wirkst? Immer gut angezogen, harmonische Familie, gute Hausfrau, gutes Deutsch und arbeitet noch dazu. Das bekommen nicht alle so hin und fühlen sich dann wie ein "Versager" sozusagen.

Ich glaube nicht, dass ich perfekt wirke. Ich habe wie gesagt eher das Gefühl, als wenn ich mich da nie richtig verhalte also sehr weit von einem perfekten Eindruck entfernt. Außerdem arbeiten manche Mütter von denen viel mehr als ich.

Aber ich werde mir das merken was du gesagt hast und dann darüber hinweg sehen. Und hoffen, dass es wirklich daran liegt und ich nicht zu aufdringlich bin oder so.
 

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19. Oktober 2016 um 18:58
In Antwort auf meeresflut

Ich will dir damit doch nur sagen, wie absurd dieser Gedanken sind, wenn man bedenkt, wie lange du wohl hier in Deutschland zu leben scheinst mit einwandfreiem Deutsch. 
Das Kind wird in der Schule mit anderen Kindern aufwachsen und sie kennen lernen mit Ihnen spielen mit Ihnen lernen. Dann wird sie ein Teil von allem. 

Wenn du möchtest, das deine Tochter auch mit Kindern aus deinem Kulturkreis zusammen wächst, kannst du ja die auch zusammen führen, wenn du einige Familien kennst. Das ist sogar sehr wünschenswert

Ja, mein deutsch ist gut aber da wurde auch drauf geachtet. Auf deutsche Freundinnen nicht. Durch meine Freundinnen, meine Familie und die Familie von meinem Mann haben unsere Töchter Kontakt zu Menschen verschiedener Nationalitäten. Aber es ist nicht so, dass ich da einen besonderen Wert darauf lege. Es geht ja nur darum sich mit Menschen zu umgeben mit denen man sich wohlfühlt.

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19. Oktober 2016 um 21:31

Ja das versuche ich ja beides.

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19. Oktober 2016 um 21:37

Ich finde es toll mit welcher Freude und Neugier du an die Sache gehst und neue Dinge ausprobieren willst. Aber du bist ein paar Monate dort, das Land so anders als Deutschland und natürlich ist man da offen und neugierig, weil es so viele neue Dinge gibt. Aber ich lebe ja hier und ich habe meinen Stil eigentlich gefunden.

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20. Oktober 2016 um 16:03

Aber ich sprach davon, dass es mir gefällt Weiblichkeit zu betonen (für mich ist feminine Kleidung und Styling nichts anderes) und habe es dann so verstanden, dass dies mit Billig gleich gesetzt wird. Aber vielleicht habe ich das auch falsch gelesen. Kann sein. Ich spreche nicht von der Kombination knalleng und super kurz. Ich bin wie gesagt verheiratet und mein Mann sähe sowas nicht gern. Deswegen bin ich mir auch sicher, dass ich nicht den Eindruck billig hervorrufe. Billig nach meiner Definition.

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20. Oktober 2016 um 16:08

Ich lackiere sie immer. Egal ob Winter oder Sommer. Auch wenn es im Winter sonst niemand sieht. Ich sehe es und mein Mann. Und das reicht schon aus. Ich fühl mich sonst einfach ungepflegt. Obwohl ich es an anderen nie verurteilen würde, wenn sie es nicht machen.

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20. Oktober 2016 um 16:11

Ja ich finde es auch einfach allgemein interessant die Erfahrungen und Sichtweisen von anderen zu hören, auch wenn ich geschrieben habe, dass ich finde, dass da ein Unterschied ist. Ja hast recht, ich fühle mich nicht als deutsche und nicht wirklich dazu gehörig.

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20. Oktober 2016 um 20:15

Ach so. Danke, für deine Erklärung. Ich hatte hier manches so verstanden als wenn eine Betonung der Weiblichkeit an sich als negativ gesehen wird hier. Ich war schon leicht irritiert. Aber war dann mein Fehler. Habe einfach etwas falsch verstanden.

Aber es erscheint mir alles so kompliziert. Letztendlich kann man wohl nur eine dickere Haut sich zulegen dass es einem egal wird was andere denken. Mein Mann war auch stinkig als ich ihm erzählt habe, dass ich überlege mich optisch mehr anzupassen.

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