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Voreiliger Entschluss oder Traumpartner gefunden?

16. März um 13:54

Hallo miteinander,

ich habe im September einen Mann in der Reha kennengelernt, 6 Jahre älter, mit der gleichen Behinderung wie ich und mit sehr ähnlichen Vorstellungen für die Zukunft. Bin normalerweise sehr rational veranlagt und hätte mir jemand gesagt, dass ich im November bei ihm lebe, 500 km von meinem Wohnort entfernt, hätte ich gesagt: Du spinnst.

In der Reha  bewies er mir höchstes Vertrauen, indem er mich einlud, mit seinem Motorrad zu fahren. Es wurde ein wunderschöner Tag, er fuhr mit dem Auto geschickt und schnell voraus und ich, die ich mein Motorrad schmerzlich vermisste, fuhr völlig glücklich hinterher. Da hat es bei mir gefunkt. Bei ihm vom ersten Tag des Kennenlernens an. In der Reha sprachen wir viel miteinander auch über sehr persönliche Dinge und Probleme, hatten jedoch Angst, uns näher zu kommen. Dann kam sein Abreisetag und wir verabredeten uns, da ich spürte, es müsse so sein.

Wir trafen uns zum Essen und sprachen, ohne über eine wunderschöne und intensive Knutscherei auf dem Parkplatz hinaus gekommen zu sein, über unsere Vorstellungen.  Er wollte weniger Stress und Aufregung in seinem Leben als vorher, eine verlässliche Partnerschaft und gegenseitiges Vertrauen, was sich mit meinen Vorstellungen deckte. Und ich suchte Freiraum für kulturelle und künstlerische Aktivitäten sowie für Freundesbesuche. Wir stellten fest, wir könnten es versuchen.

Nach einer gemeinsamen Nacht bei ihm war klar, dass ich im November nach Klärung aller persönlichen Angelegenheiten zu ihm komme. Vorher trafen wir uns bei einem Konzert in meiner alten Heimat, wo ich zwei Soloauftritte mit einem komplizierten Musikstück hatte und wiederholten unsere Begegnung im Hotel.

Seitdem bin ich nun hier bei ihm, fahre regelmäßig in die alte Heimat und besuche weiterhin meine Freunde, singe und trete auf. Ich vermisse ihn schon nach wenigen Stunden und er mich auch. Die Beziehung wird immer fester und inniger, wir sind uns so nah und spüren, wie gut wir uns tun. Jeder Tag ist ein Geschenk. Wir sind füreinander da und lösen unsere Probleme gemeinsam, haben Freunde, mit denen wir uns treffen und gehen unseren gemeinsamen Hobbys, dem Auto- und Motorradschrauben nach. Wir haben beide zum ersten Mal in unserem Leben Freude und Lust an körperlicher Nähe, ergänzen uns hervorragend und sind dabei immer offen für die Wünsche des Anderen.

Er war von Anfang an offen und ehrlich, direkt und absolut unverstellt, was mich sehr anzog und am meisten am ihm schätze. Er durchschaute mich in kleinen Dingen und sprach das klar und deutlich an. Zum ersten Mal fühle ich mich mit meinen Schwächen erkannt und gleichzeitig angenommen.

Mich irritiert, wie perfekt das alles läuft, kann den Gefühlen nicht so recht trauen, denn all das Beschriebene habe ich vorher nie erlebt. Alles war immer kompliziert. Hat jemand so was erlebt, ist das Blindheit oder Fügung? Ich möchte nicht wieder in eine Falle tappen und habe Angst, dass es nur ein kurzer Traum ist.

Inga

 

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15. Juli um 21:24

Nun sind einige Monate vergangen und unsere gemeinsame Reise hat Fahrt aufgenommen.
Wir lieben uns innig und vermissen uns oft, weul ich sehr viel Zeit im Krankenhaus verbringen muss um die Progression meiner MS zu stoppen.
Nach einem Hormontest meiner Frauenärztin der mir Unfruchtbarkeit bescheinigte und der Aussage des Onkologen meines Freundes, er durch 3 Chrmotherapien plus Bestrahlung ebenfalls infertil, brauchen wir uns keine Gedanken um Verhütung machen.
Jetzt bin ich schwanger im 5. Monat. Ein kleines Wunder, es sollte wohl so sein.
Wir sind sehr glücklich darüber auch wenn ich eigentlich viel zu alt zum Kinderkriegen bin und sehen es als Fügung, als Geschenk des Himmels.
Unsere Partnerschaft ist stetig vertrauter und inniger geworden, die Liebe wächst mit jeder neuen Herausforderung.
Nie hätte ich mir vorstellen können ein Kind zu bekommen. Mich verletzlich zu zeigen, meinen Partner bei der Geburt im Raum zu akzeptieren. Jetzt bin ich froh dass er dabei sein möchte, um mich zu unterstützen in der Umsetzung einer selbstbestimmten interventionsarmen Geburt. Kein Gedanke mehr an Scham und Hilflosigkeit. Ich bin dankbar und freue mich auf dieses gemeinsame Erlebnis.

Und er auf seine Vaterrolle. Und wie! Sein Nestbautrieb ist ungebremst.Am liebsten wären ihm gleich Zwillinge gewesen und heute plante er schon ein Geschwisterchen. Da hab ich aber erst mal gebremst. Erstgeburt mit über 40 ist sicher kein Osterspaziergang.
Eines ist jedenfalls sicher: ich hab den Richtigen gefunden und den geb ich nicht mehr her. Das hat er heute in etwa auch zu mir gesagt.
Liebe Grüße von einer sehr glücklichen Frau

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16. März um 15:02

Da muss man ja direkt gratulieren. Manchmal weiß man es einfach, dass es passt. 

Meine Eltern sind nach 4 Monaten zusammengezogen und nach 6 Monaten waren sie verheiratet. Seit 15 Jahren sind sie glücklich zusammen. 

Ich würde dir empfehlen, dich fallen zu lassen und zu schauen, wohin die Reise geht. Ein Risiko besteht immer, unabhängig davon wie gut oder schlecht es läuft. Solange du dich wohl fühlst und du weiterhin deine gewünschten Freiheiten hast (wie Freunde und Familie besuchen), ist doch alles super. Breche nicht blindlings alle Kontakte ab sondern führe dein Leben einfach gemeinsam mit ihm weiter. 

Wünsche dir gaaaanz viel Glück, genieße es!

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16. März um 15:02

Da muss man ja direkt gratulieren. Manchmal weiß man es einfach, dass es passt. 

Meine Eltern sind nach 4 Monaten zusammengezogen und nach 6 Monaten waren sie verheiratet. Seit 15 Jahren sind sie glücklich zusammen. 

Ich würde dir empfehlen, dich fallen zu lassen und zu schauen, wohin die Reise geht. Ein Risiko besteht immer, unabhängig davon wie gut oder schlecht es läuft. Solange du dich wohl fühlst und du weiterhin deine gewünschten Freiheiten hast (wie Freunde und Familie besuchen), ist doch alles super. Breche nicht blindlings alle Kontakte ab sondern führe dein Leben einfach gemeinsam mit ihm weiter. 

Wünsche dir gaaaanz viel Glück, genieße es!

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16. März um 19:19
In Antwort auf alteisenlady

Hallo miteinander,

ich habe im September einen Mann in der Reha kennengelernt, 6 Jahre älter, mit der gleichen Behinderung wie ich und mit sehr ähnlichen Vorstellungen für die Zukunft. Bin normalerweise sehr rational veranlagt und hätte mir jemand gesagt, dass ich im November bei ihm lebe, 500 km von meinem Wohnort entfernt, hätte ich gesagt: Du spinnst.

In der Reha  bewies er mir höchstes Vertrauen, indem er mich einlud, mit seinem Motorrad zu fahren. Es wurde ein wunderschöner Tag, er fuhr mit dem Auto geschickt und schnell voraus und ich, die ich mein Motorrad schmerzlich vermisste, fuhr völlig glücklich hinterher. Da hat es bei mir gefunkt. Bei ihm vom ersten Tag des Kennenlernens an. In der Reha sprachen wir viel miteinander auch über sehr persönliche Dinge und Probleme, hatten jedoch Angst, uns näher zu kommen. Dann kam sein Abreisetag und wir verabredeten uns, da ich spürte, es müsse so sein.

Wir trafen uns zum Essen und sprachen, ohne über eine wunderschöne und intensive Knutscherei auf dem Parkplatz hinaus gekommen zu sein, über unsere Vorstellungen.  Er wollte weniger Stress und Aufregung in seinem Leben als vorher, eine verlässliche Partnerschaft und gegenseitiges Vertrauen, was sich mit meinen Vorstellungen deckte. Und ich suchte Freiraum für kulturelle und künstlerische Aktivitäten sowie für Freundesbesuche. Wir stellten fest, wir könnten es versuchen.

Nach einer gemeinsamen Nacht bei ihm war klar, dass ich im November nach Klärung aller persönlichen Angelegenheiten zu ihm komme. Vorher trafen wir uns bei einem Konzert in meiner alten Heimat, wo ich zwei Soloauftritte mit einem komplizierten Musikstück hatte und wiederholten unsere Begegnung im Hotel.

Seitdem bin ich nun hier bei ihm, fahre regelmäßig in die alte Heimat und besuche weiterhin meine Freunde, singe und trete auf. Ich vermisse ihn schon nach wenigen Stunden und er mich auch. Die Beziehung wird immer fester und inniger, wir sind uns so nah und spüren, wie gut wir uns tun. Jeder Tag ist ein Geschenk. Wir sind füreinander da und lösen unsere Probleme gemeinsam, haben Freunde, mit denen wir uns treffen und gehen unseren gemeinsamen Hobbys, dem Auto- und Motorradschrauben nach. Wir haben beide zum ersten Mal in unserem Leben Freude und Lust an körperlicher Nähe, ergänzen uns hervorragend und sind dabei immer offen für die Wünsche des Anderen.

Er war von Anfang an offen und ehrlich, direkt und absolut unverstellt, was mich sehr anzog und am meisten am ihm schätze. Er durchschaute mich in kleinen Dingen und sprach das klar und deutlich an. Zum ersten Mal fühle ich mich mit meinen Schwächen erkannt und gleichzeitig angenommen.

Mich irritiert, wie perfekt das alles läuft, kann den Gefühlen nicht so recht trauen, denn all das Beschriebene habe ich vorher nie erlebt. Alles war immer kompliziert. Hat jemand so was erlebt, ist das Blindheit oder Fügung? Ich möchte nicht wieder in eine Falle tappen und habe Angst, dass es nur ein kurzer Traum ist.

Inga

 

"Ich möchte nicht wieder in eine Falle tappen"

ist dir das denn schon öfter passiert? und wenn ja, warum?

ich denke, auf der einen seite sollte man schon genießen können, wenn mal was super läuft. auf der anderen seite sollte man sich aber davon nicht zu sehr abhängig machen. denn irgendwann wird sicher ein problem auftauchen. dann ist es gut, wenn man 1) nicht komplett vom anderen abhängig ist und 2) auch weiß, dass man strategien zur lösung von problemen kennt und anwenden kann!

bis dahin: genieß die schöne zeit!!!

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18. März um 8:23

Das habe ich auch gedacht 😂🤣!
Gerade viele  Frauen haben ein Talent, sich selbst das Leben schwerzumachen und überall nach dem Haar in der Suppe zu suchen, anstatt einfach mal zu genießen!
Klingt doch total vielversprechend und ob es wirklich auf Dauer ist, kann niemand vorhersagen. Das ist bei jedem sich verlieben und jeder Beziehung so. Wer sich deshalb davon abhalten lässt, sich locker und entspannt mit Genuss drauf einzulassen, braucht sich nicht zu beschweren, dass er/sie immer Pech mit der Liebe hat!

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15. Juli um 21:24

Nun sind einige Monate vergangen und unsere gemeinsame Reise hat Fahrt aufgenommen.
Wir lieben uns innig und vermissen uns oft, weul ich sehr viel Zeit im Krankenhaus verbringen muss um die Progression meiner MS zu stoppen.
Nach einem Hormontest meiner Frauenärztin der mir Unfruchtbarkeit bescheinigte und der Aussage des Onkologen meines Freundes, er durch 3 Chrmotherapien plus Bestrahlung ebenfalls infertil, brauchen wir uns keine Gedanken um Verhütung machen.
Jetzt bin ich schwanger im 5. Monat. Ein kleines Wunder, es sollte wohl so sein.
Wir sind sehr glücklich darüber auch wenn ich eigentlich viel zu alt zum Kinderkriegen bin und sehen es als Fügung, als Geschenk des Himmels.
Unsere Partnerschaft ist stetig vertrauter und inniger geworden, die Liebe wächst mit jeder neuen Herausforderung.
Nie hätte ich mir vorstellen können ein Kind zu bekommen. Mich verletzlich zu zeigen, meinen Partner bei der Geburt im Raum zu akzeptieren. Jetzt bin ich froh dass er dabei sein möchte, um mich zu unterstützen in der Umsetzung einer selbstbestimmten interventionsarmen Geburt. Kein Gedanke mehr an Scham und Hilflosigkeit. Ich bin dankbar und freue mich auf dieses gemeinsame Erlebnis.

Und er auf seine Vaterrolle. Und wie! Sein Nestbautrieb ist ungebremst.Am liebsten wären ihm gleich Zwillinge gewesen und heute plante er schon ein Geschwisterchen. Da hab ich aber erst mal gebremst. Erstgeburt mit über 40 ist sicher kein Osterspaziergang.
Eines ist jedenfalls sicher: ich hab den Richtigen gefunden und den geb ich nicht mehr her. Das hat er heute in etwa auch zu mir gesagt.
Liebe Grüße von einer sehr glücklichen Frau

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16. Juli um 7:02

Es ist sehr schön hier was positives zu lesen und ich wünsche euch ganz viel Glück. 

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16. Juli um 10:01

Wir leben schon zusammen. Bin schon im November zu ihm gezogen. Die Reise ist symbolisch für den gemeinsamen Lebensweg zu sehen

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19. Juli um 19:02
In Antwort auf alteisenlady

Nun sind einige Monate vergangen und unsere gemeinsame Reise hat Fahrt aufgenommen.
Wir lieben uns innig und vermissen uns oft, weul ich sehr viel Zeit im Krankenhaus verbringen muss um die Progression meiner MS zu stoppen.
Nach einem Hormontest meiner Frauenärztin der mir Unfruchtbarkeit bescheinigte und der Aussage des Onkologen meines Freundes, er durch 3 Chrmotherapien plus Bestrahlung ebenfalls infertil, brauchen wir uns keine Gedanken um Verhütung machen.
Jetzt bin ich schwanger im 5. Monat. Ein kleines Wunder, es sollte wohl so sein.
Wir sind sehr glücklich darüber auch wenn ich eigentlich viel zu alt zum Kinderkriegen bin und sehen es als Fügung, als Geschenk des Himmels.
Unsere Partnerschaft ist stetig vertrauter und inniger geworden, die Liebe wächst mit jeder neuen Herausforderung.
Nie hätte ich mir vorstellen können ein Kind zu bekommen. Mich verletzlich zu zeigen, meinen Partner bei der Geburt im Raum zu akzeptieren. Jetzt bin ich froh dass er dabei sein möchte, um mich zu unterstützen in der Umsetzung einer selbstbestimmten interventionsarmen Geburt. Kein Gedanke mehr an Scham und Hilflosigkeit. Ich bin dankbar und freue mich auf dieses gemeinsame Erlebnis.

Und er auf seine Vaterrolle. Und wie! Sein Nestbautrieb ist ungebremst.Am liebsten wären ihm gleich Zwillinge gewesen und heute plante er schon ein Geschwisterchen. Da hab ich aber erst mal gebremst. Erstgeburt mit über 40 ist sicher kein Osterspaziergang.
Eines ist jedenfalls sicher: ich hab den Richtigen gefunden und den geb ich nicht mehr her. Das hat er heute in etwa auch zu mir gesagt.
Liebe Grüße von einer sehr glücklichen Frau

Ach du meine Güte. Ganz herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft! 

Freue mich sehr, dass es so gut bei euch klappt. Wünsche eich alles Liebe zu dritt

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19. Juli um 22:03
In Antwort auf alteisenlady

Nun sind einige Monate vergangen und unsere gemeinsame Reise hat Fahrt aufgenommen.
Wir lieben uns innig und vermissen uns oft, weul ich sehr viel Zeit im Krankenhaus verbringen muss um die Progression meiner MS zu stoppen.
Nach einem Hormontest meiner Frauenärztin der mir Unfruchtbarkeit bescheinigte und der Aussage des Onkologen meines Freundes, er durch 3 Chrmotherapien plus Bestrahlung ebenfalls infertil, brauchen wir uns keine Gedanken um Verhütung machen.
Jetzt bin ich schwanger im 5. Monat. Ein kleines Wunder, es sollte wohl so sein.
Wir sind sehr glücklich darüber auch wenn ich eigentlich viel zu alt zum Kinderkriegen bin und sehen es als Fügung, als Geschenk des Himmels.
Unsere Partnerschaft ist stetig vertrauter und inniger geworden, die Liebe wächst mit jeder neuen Herausforderung.
Nie hätte ich mir vorstellen können ein Kind zu bekommen. Mich verletzlich zu zeigen, meinen Partner bei der Geburt im Raum zu akzeptieren. Jetzt bin ich froh dass er dabei sein möchte, um mich zu unterstützen in der Umsetzung einer selbstbestimmten interventionsarmen Geburt. Kein Gedanke mehr an Scham und Hilflosigkeit. Ich bin dankbar und freue mich auf dieses gemeinsame Erlebnis.

Und er auf seine Vaterrolle. Und wie! Sein Nestbautrieb ist ungebremst.Am liebsten wären ihm gleich Zwillinge gewesen und heute plante er schon ein Geschwisterchen. Da hab ich aber erst mal gebremst. Erstgeburt mit über 40 ist sicher kein Osterspaziergang.
Eines ist jedenfalls sicher: ich hab den Richtigen gefunden und den geb ich nicht mehr her. Das hat er heute in etwa auch zu mir gesagt.
Liebe Grüße von einer sehr glücklichen Frau

Das ist doch mal schön zu hören! Sich einfach mal aufs Verlieben einlassen und entspannt den Rest auf sich zukommen lassen ist meist doch das Beste.
Und jetzt ganz unerwartet bald eine kleine Familie haben  und dem voll Freude entgegensehen- schöner geht's wohl nicht! Euch alles Gute😊😊!

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20. Juli um 22:55
In Antwort auf alteisenlady

Hallo miteinander,

ich habe im September einen Mann in der Reha kennengelernt, 6 Jahre älter, mit der gleichen Behinderung wie ich und mit sehr ähnlichen Vorstellungen für die Zukunft. Bin normalerweise sehr rational veranlagt und hätte mir jemand gesagt, dass ich im November bei ihm lebe, 500 km von meinem Wohnort entfernt, hätte ich gesagt: Du spinnst.

In der Reha  bewies er mir höchstes Vertrauen, indem er mich einlud, mit seinem Motorrad zu fahren. Es wurde ein wunderschöner Tag, er fuhr mit dem Auto geschickt und schnell voraus und ich, die ich mein Motorrad schmerzlich vermisste, fuhr völlig glücklich hinterher. Da hat es bei mir gefunkt. Bei ihm vom ersten Tag des Kennenlernens an. In der Reha sprachen wir viel miteinander auch über sehr persönliche Dinge und Probleme, hatten jedoch Angst, uns näher zu kommen. Dann kam sein Abreisetag und wir verabredeten uns, da ich spürte, es müsse so sein.

Wir trafen uns zum Essen und sprachen, ohne über eine wunderschöne und intensive Knutscherei auf dem Parkplatz hinaus gekommen zu sein, über unsere Vorstellungen.  Er wollte weniger Stress und Aufregung in seinem Leben als vorher, eine verlässliche Partnerschaft und gegenseitiges Vertrauen, was sich mit meinen Vorstellungen deckte. Und ich suchte Freiraum für kulturelle und künstlerische Aktivitäten sowie für Freundesbesuche. Wir stellten fest, wir könnten es versuchen.

Nach einer gemeinsamen Nacht bei ihm war klar, dass ich im November nach Klärung aller persönlichen Angelegenheiten zu ihm komme. Vorher trafen wir uns bei einem Konzert in meiner alten Heimat, wo ich zwei Soloauftritte mit einem komplizierten Musikstück hatte und wiederholten unsere Begegnung im Hotel.

Seitdem bin ich nun hier bei ihm, fahre regelmäßig in die alte Heimat und besuche weiterhin meine Freunde, singe und trete auf. Ich vermisse ihn schon nach wenigen Stunden und er mich auch. Die Beziehung wird immer fester und inniger, wir sind uns so nah und spüren, wie gut wir uns tun. Jeder Tag ist ein Geschenk. Wir sind füreinander da und lösen unsere Probleme gemeinsam, haben Freunde, mit denen wir uns treffen und gehen unseren gemeinsamen Hobbys, dem Auto- und Motorradschrauben nach. Wir haben beide zum ersten Mal in unserem Leben Freude und Lust an körperlicher Nähe, ergänzen uns hervorragend und sind dabei immer offen für die Wünsche des Anderen.

Er war von Anfang an offen und ehrlich, direkt und absolut unverstellt, was mich sehr anzog und am meisten am ihm schätze. Er durchschaute mich in kleinen Dingen und sprach das klar und deutlich an. Zum ersten Mal fühle ich mich mit meinen Schwächen erkannt und gleichzeitig angenommen.

Mich irritiert, wie perfekt das alles läuft, kann den Gefühlen nicht so recht trauen, denn all das Beschriebene habe ich vorher nie erlebt. Alles war immer kompliziert. Hat jemand so was erlebt, ist das Blindheit oder Fügung? Ich möchte nicht wieder in eine Falle tappen und habe Angst, dass es nur ein kurzer Traum ist.

Inga

 

Hallo liebe Inga,

Ich würde mal sagen wir sind Gleichgesinnte. Ich bin für meinen jetzigen Partner auch weit weg gezogen, vor kurzem sogar, und das nach 3 Monaten beziehung, mir war alles egal. Beziehungsweise ist es mir auch in der Sekunde nur wichtig in seiner Nähe zu sein und keinen Tag ohne Ihn zu verbringen. Ich finde nicht, dass das alles einen Haken haben muss, warum auch? Es ist doch etwas wunderschönes endlich den Partner für das restliche Leben gefunden zu haben. Natürlich werden dir viele sagen es sei' zu früh und überstürzt gewesen, aber es ist dein Leben und solange du glücklich bist solltest du jede Sekunde genießen statt dir Sorgen zu machen.

Aber eine Frage, wenn es für dich das perfekte ist warum gibt es Zweifel? Zweifel zu schnell gehandelt zu haben oder wie?

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14. August um 9:37
In Antwort auf canellacanella3

Hallo liebe Inga,

Ich würde mal sagen wir sind Gleichgesinnte. Ich bin für meinen jetzigen Partner auch weit weg gezogen, vor kurzem sogar, und das nach 3 Monaten beziehung, mir war alles egal. Beziehungsweise ist es mir auch in der Sekunde nur wichtig in seiner Nähe zu sein und keinen Tag ohne Ihn zu verbringen. Ich finde nicht, dass das alles einen Haken haben muss, warum auch? Es ist doch etwas wunderschönes endlich den Partner für das restliche Leben gefunden zu haben. Natürlich werden dir viele sagen es sei' zu früh und überstürzt gewesen, aber es ist dein Leben und solange du glücklich bist solltest du jede Sekunde genießen statt dir Sorgen zu machen.

Aber eine Frage, wenn es für dich das perfekte ist warum gibt es Zweifel? Zweifel zu schnell gehandelt zu haben oder wie?

Hallo liebe canellacanella,

ja die Fragen und Zweifel bezogen sich auf die Geschwindigkeit des Entschlusses und der damit verbundenen Unwägbarkeiten.

In der Tat ist es so, dass ich mich sehr schnell auf jemanden eingelassen habe, den ich im Grunde gar nicht richtig kannte. Alles muss sich im Lauf der Zeit herausstellen und finden und verlangt von beiden ein hohes Maß an Anpassunsgfähigkeit. Es ist auch nicht so, dass alles immer harmonisch und friedlich ist. Wir haben wie andere auch unsere Diskrepanzen.
Das wichtigste sind Vertrauen in sich selbst und den Partner. Und was das betrifft habe ich doch eine Menge aufzuholen. Und er auch. Manchmal missverstehen wir uns gründlich.
Er ist sehr facettenreich, manchmal aus unerfindlichen Gründen sehr hart und oft echt rücksichtslos, und dann wieder, und das ist meistens so, sanft und liebevoll.

Jedenfalls bin ich mit der Gesamtsituation glücklich und kann mir das Leben ohne ihn auch nicht mehr vorstellen. Wir hatten übrigens vorher gar keine Beziehung, keinen Sex und kannten uns lediglich aus der Reha.

Ich wünsche Dir für Deine frische Liebe nur das Beste und dass sie dauerhaft halten möge. Liebe Grüße

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Sie redet nicht mehr mit mir!
Von: armin_21
neu
13. August um 15:48

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