Home / Forum / Liebe & Beziehung / Vor 10 Monaten Eltern geworden-jetzt Trennung

Vor 10 Monaten Eltern geworden-jetzt Trennung

19. September 2005 um 22:43

Besonders über Beiträge "junger Väter" würde ich mich freuen, die ihre Gefühle und Erfahrungen mit dem Vatersein in den ersten Monaten nach der Geburt des Kindes schildern.

Mein Mann und ich haben vor 1,5 Jahren geheiratet, nach 12 Jahren Beziehung. Im November letzten Jahres wurde unsere Tochter, ein absolutes Wunschkind, geboren.

In den vergangenen Monaten war es eine turbulente Zeit, wie wahrscheinlich bei allen Paaren, die plötzlich zu dritt sind. Leider war mein Mann selten in der Lage, mit mir über seine Gefühle, Ängste oder Probleme zu reden oder sie sich selbst einzugestehen.

Vor 3 Wochen hatten wir einen größeren Streit, in dem wir uns beide gegenseitig sehr verletzende Dinge gesagt haben.

Mein Mann hat sich dann 2 Wochen lang vollständig zurückgezogen und hat sich weder mit dem Kind noch mit mir beschäftigt. In der Zeit hatte er mindestens einen One-Night-Stand (ist kein Problem für mich, darum geht es nicht!). Dann hat er die Beziehung beendet und wohnt jetzt bei einer "guten Freundin", mit der angeblich nichts läuft - ich habe weder Namen noch Anschrift oder Telefonnummer bekommen.

Angeblich hat er die Trennung ausgesprochen, weil er keine Perspektive mehr für uns sieht, er nie richtig glücklich mit mir war und auch nie so geliebt hat, "wie es sein sollte". Wir hätten keine Gemeinsamkeiten usw. Das fällt ihm jetzt ein?

Ähnliches Verhalten kenne ich aus anderen Situationen, mit denen er nicht umgehen konnte. Meiner Meinung nach ist das eine Flucht. Er fühlt sich mit der jetzigen Situation überfordert, eingeengt und hilflos. Zu seinem "Schutz" verbannt er jedes Gefühl für mich, jede schöne Erinnerung, alle Gemeinsamkeiten. "Augen zu und durch".

Wir hatten eine manchmal schwierige aber schöne Beziehung - und auch nach der langen Zeit noch Gefühle füreinander, um die uns andere Paare hätten beneiden können - behaupte ich jetzt einfach mal!

Wir haben beide Fehler gemacht in der letzten Zeit, doch alles Dinge, über die man reden kann, für die es Lösungen gibt.

Wir sehen uns zwar fast täglich kurz, doch spricht er nicht mit mir über uns. Er möchte von mir in Ruhe gelassen werden und dass ich die Trennung einfach so akzeptiere. Er "mauert" total und erträgt es auch nicht, wenn ich ihm zu nahe komme.
Ich kann doch diese Trennung nicht einfach so akzeptieren, ich möchte für unsere Familie kämpfen und dass er wenigstens versucht, sich zu öffnen, damit wir vernünftig miteinander reden können.

Wie bringe ich ihn zum Nachdenken? Was haben andere Männer in dieser Situation erlebt/gefühlt?

Vielen Dank für die Hilfe!

Mehr lesen

20. September 2005 um 11:54

Kämpfen heißt auch geduld haben ...
Es tut mir total leid zu lesen, was dir/euch passiert ist.
Meine Frau ist auch gegangen, obwohl es keine unüberbrückbaren Differenzen gab und wir in Beratungsgesprächen auch Fortschritte gemacht haben. Ich würde auch so gerne mit ihr zusammen die Probleme lösen und für unsere Ehe kämpfen. Aber sie kann/will nicht mehr (im Moment?).
Ich glaube jetzt, dass stark sein und kämpfen für die Beziehung auch heißen kann, den anderen zu akzeptieren und Freiraum zu lassen. Vielleicht brauchen meine Frau und Dein Mann einfach mal Zeit für sich, um zur Ruhe und Besinnung kommen zu können. Ganz abbrechen wird der Kontakt ja wahrscheinlich nicht, wenn doch die Tochter da ist - vielleicht könnt ihr in 3,4 Wochen wieder einmal reden. Vielleicht kannst Du ihm auch gaaaaanz vorsichtig sagen, dass Du dich freuen würdest, wenn er sich mal bei ProFamilia oder einem Psychologen beraten ließe - aber ohne dass du mitkommst, damit der Druck nicht so stark ist.
Vielleicht findest Du/Ihr/Er auch unter http://www.selbsthilfenetz.de/ eine Selbsthilfegruppe.
Meine Schwester und ihr Freund konnten vor zwei Jahren auch nicht mehr, haben sich getrennt, obwohl noch was da war, es hat einige Monate gedauert, aber dann hat's wieder gefunkt und sie sagen, dass ihre Beziehung jetzt viel schöner und intensiver ist als vorher.
Ich würde auch am liebsten kämpfen und das Problem in 3,4 Wochen gelöst haben, aber ich fürchte zum Kämpfen gehört auch einfach Geduld. So hart das auch für mich ist, mit der Trennung, ist es ja auch nicht ohne Grund so, dass man sich frühestens nach einem Trennungsjahr scheiden lassen kann.
Tut mir auch super weh, aber die Zeit ist auch die Chance. Ich fürchte mit deinem Mann ist es im Moment so, wie mit meiner Frau - jeden Schritt, den wir näher kommen, müssen sie erstmal zurückweichen, um zu sich kommen zu können.



mike

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. September 2005 um 14:31
In Antwort auf barra_12475730

Kämpfen heißt auch geduld haben ...
Es tut mir total leid zu lesen, was dir/euch passiert ist.
Meine Frau ist auch gegangen, obwohl es keine unüberbrückbaren Differenzen gab und wir in Beratungsgesprächen auch Fortschritte gemacht haben. Ich würde auch so gerne mit ihr zusammen die Probleme lösen und für unsere Ehe kämpfen. Aber sie kann/will nicht mehr (im Moment?).
Ich glaube jetzt, dass stark sein und kämpfen für die Beziehung auch heißen kann, den anderen zu akzeptieren und Freiraum zu lassen. Vielleicht brauchen meine Frau und Dein Mann einfach mal Zeit für sich, um zur Ruhe und Besinnung kommen zu können. Ganz abbrechen wird der Kontakt ja wahrscheinlich nicht, wenn doch die Tochter da ist - vielleicht könnt ihr in 3,4 Wochen wieder einmal reden. Vielleicht kannst Du ihm auch gaaaaanz vorsichtig sagen, dass Du dich freuen würdest, wenn er sich mal bei ProFamilia oder einem Psychologen beraten ließe - aber ohne dass du mitkommst, damit der Druck nicht so stark ist.
Vielleicht findest Du/Ihr/Er auch unter http://www.selbsthilfenetz.de/ eine Selbsthilfegruppe.
Meine Schwester und ihr Freund konnten vor zwei Jahren auch nicht mehr, haben sich getrennt, obwohl noch was da war, es hat einige Monate gedauert, aber dann hat's wieder gefunkt und sie sagen, dass ihre Beziehung jetzt viel schöner und intensiver ist als vorher.
Ich würde auch am liebsten kämpfen und das Problem in 3,4 Wochen gelöst haben, aber ich fürchte zum Kämpfen gehört auch einfach Geduld. So hart das auch für mich ist, mit der Trennung, ist es ja auch nicht ohne Grund so, dass man sich frühestens nach einem Trennungsjahr scheiden lassen kann.
Tut mir auch super weh, aber die Zeit ist auch die Chance. Ich fürchte mit deinem Mann ist es im Moment so, wie mit meiner Frau - jeden Schritt, den wir näher kommen, müssen sie erstmal zurückweichen, um zu sich kommen zu können.



mike

Well, ich denke, dass
die Sache nicht einfach ist.
Auszeit sagt nicht umsonst auch Aus-Zeit. Vielleicht ist danach alles aus, oder eben doch nicht.
Ob Du es so oder anders machst, es gibt kein Allgemeinrezept hierzu. Du hast auch nicht geschrieben, warum Dein Mann weg ist. Stress hat jeder immer und auch immer wieder. Das alleine ist sicher kein Grund. Wie siehts aus mit Sex?? Hast Du verweigert, wollte er mehr?
Es wird nie mehr so wie vorher, da jetzt Euer Kind da ist. Er kann sich arrangieren damit, heute, morgen oder nie. Wie Du siehst, es gibt kein Patentrezept.
Nur, Hinterherlaufen ist sicher auch nicht das Wahre, denn es frustriert nur, wenn es nicht fruchtet.
Kann er lesen? Wenn ja, schreib ihm vorurteilsfrei einen Brief (jedoch nicht über 5 Seiten, da zu lang!!!). Stelle Einiges klar, ebenso mögliche Fehler und mögliche Verbesserungen. Stelle auch Deine Erwartungen klar und mache ihm deutlich, dass er auch Pflichten ggüber Dich und dem Kind hat, ideelle wie auch gesetzlich rechtliche.
Lass ihm Zeit, darüber nachzudenken. Entweder er kommt dann irgendwann auf Euch zu, oder nicht. Nur. letzteren Falles würde ich Dir raten, mit einer Beratungsstelle zu sprechen, da, wie gesagt, ja auch gesetzliche Pflichten vorliegen ud Dein Mann sich nicht einfach aus dem Staub machen kann. Zumindest müsst Ihr genug zum Leben haben.
Viel mehr, glaube ich, kannst DU im Moment nicht tun, da sich ansosnten alles eher nocjh verkomplizieren würde.

Machs gut!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. September 2005 um 14:52
In Antwort auf hennie_12466962

Well, ich denke, dass
die Sache nicht einfach ist.
Auszeit sagt nicht umsonst auch Aus-Zeit. Vielleicht ist danach alles aus, oder eben doch nicht.
Ob Du es so oder anders machst, es gibt kein Allgemeinrezept hierzu. Du hast auch nicht geschrieben, warum Dein Mann weg ist. Stress hat jeder immer und auch immer wieder. Das alleine ist sicher kein Grund. Wie siehts aus mit Sex?? Hast Du verweigert, wollte er mehr?
Es wird nie mehr so wie vorher, da jetzt Euer Kind da ist. Er kann sich arrangieren damit, heute, morgen oder nie. Wie Du siehst, es gibt kein Patentrezept.
Nur, Hinterherlaufen ist sicher auch nicht das Wahre, denn es frustriert nur, wenn es nicht fruchtet.
Kann er lesen? Wenn ja, schreib ihm vorurteilsfrei einen Brief (jedoch nicht über 5 Seiten, da zu lang!!!). Stelle Einiges klar, ebenso mögliche Fehler und mögliche Verbesserungen. Stelle auch Deine Erwartungen klar und mache ihm deutlich, dass er auch Pflichten ggüber Dich und dem Kind hat, ideelle wie auch gesetzlich rechtliche.
Lass ihm Zeit, darüber nachzudenken. Entweder er kommt dann irgendwann auf Euch zu, oder nicht. Nur. letzteren Falles würde ich Dir raten, mit einer Beratungsstelle zu sprechen, da, wie gesagt, ja auch gesetzliche Pflichten vorliegen ud Dein Mann sich nicht einfach aus dem Staub machen kann. Zumindest müsst Ihr genug zum Leben haben.
Viel mehr, glaube ich, kannst DU im Moment nicht tun, da sich ansosnten alles eher nocjh verkomplizieren würde.

Machs gut!

Lesen
Ich würde wenn es geht viel lesen, um zu versuchen, zu verstehen, was in ihm vorgeht.
"Die Prinzenrolle" von Dieter Schnack, Rainer Neutzling dreht sich um männliche Sexualität, darin gibt's auch einen Abschnitt, was für ein Schock das für einen Mann sein kann, nur noch "drittes Rad am Wagen" zu sein.
Wahrscheinlich gibt's auch noch anderes Gutes in der Stadtbibliothek oder so.

Alles Gute

mike

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. September 2005 um 18:13
In Antwort auf hennie_12466962

Well, ich denke, dass
die Sache nicht einfach ist.
Auszeit sagt nicht umsonst auch Aus-Zeit. Vielleicht ist danach alles aus, oder eben doch nicht.
Ob Du es so oder anders machst, es gibt kein Allgemeinrezept hierzu. Du hast auch nicht geschrieben, warum Dein Mann weg ist. Stress hat jeder immer und auch immer wieder. Das alleine ist sicher kein Grund. Wie siehts aus mit Sex?? Hast Du verweigert, wollte er mehr?
Es wird nie mehr so wie vorher, da jetzt Euer Kind da ist. Er kann sich arrangieren damit, heute, morgen oder nie. Wie Du siehst, es gibt kein Patentrezept.
Nur, Hinterherlaufen ist sicher auch nicht das Wahre, denn es frustriert nur, wenn es nicht fruchtet.
Kann er lesen? Wenn ja, schreib ihm vorurteilsfrei einen Brief (jedoch nicht über 5 Seiten, da zu lang!!!). Stelle Einiges klar, ebenso mögliche Fehler und mögliche Verbesserungen. Stelle auch Deine Erwartungen klar und mache ihm deutlich, dass er auch Pflichten ggüber Dich und dem Kind hat, ideelle wie auch gesetzlich rechtliche.
Lass ihm Zeit, darüber nachzudenken. Entweder er kommt dann irgendwann auf Euch zu, oder nicht. Nur. letzteren Falles würde ich Dir raten, mit einer Beratungsstelle zu sprechen, da, wie gesagt, ja auch gesetzliche Pflichten vorliegen ud Dein Mann sich nicht einfach aus dem Staub machen kann. Zumindest müsst Ihr genug zum Leben haben.
Viel mehr, glaube ich, kannst DU im Moment nicht tun, da sich ansosnten alles eher nocjh verkomplizieren würde.

Machs gut!

Danke für die ersten Antworten....
...leider hat mein Mann mir keine andere Begründung gegeben als die, die ich im Beitrag nannte: Er meint, es sei nie "das Wahre" mit uns gewesen, seine Gefühle wären eigentlich nie so gewesen, wie sie hätten sein sollen, er könne mit jemand anderem glücklicher werde und ich auch. Trotzdem wollte er das Kind!!!!

Was den Sex angeht: Den hatten wir die gesamte Schwangerschaft über. Seit das Kind da ist, ist es leider weniger (trotzdem noch mehr als bei anderen Paaren ohne Kind, die ich kenne). Ich bin diejenige, die in der Beziehung aktiver ist.

Keinen Brief, doch nach der Trennung habe ich soetwas wie ein Tagebuch begonnen, in das ich jeden Tag meine Gedanken, Einsichten, Lösungsvorschläge schreibe. Immer wenn er bei uns ist (er betreut das Kind manchmal, da ich einige Stunden arbeiten gehe), liegt es auf dem Tisch und er hat die Wahl, darin zu lesen oder nicht. Er hat es gelesen, nie etwas dazu gesagt.

Für das Kind möchte er in Zukunft da sein.

Zu einer Beratung würde er nie gehen, wir haben darüber gesprochen. Weder gemeinsam noch allein. Aber ich werde das für mich in Angriff nehmen.

Wahrscheinlich muß ich wirklich etwas mehr Geduld haben. Wenn ich mich vollkommen zurückziehe, nutzt er die Zeit, alles beiseite zu schieben, was mit uns, mit mir zu tun hat. Er ist sowas wie ein "Meister im Verdrängen". Er wird nicht von sich aus beginnen, nachzudenken, da ihm das weh täte. Also lieber ausblenden.

Im Moment lasse ich ihn trotzdem vollständig in Ruhe, nachdem ich in den ersten Tagen geredet habe wie gegen eine Wand.

Erfahrungsgemäß kommt er zur Besinnung. Diesmal ist nur alles etwas härter und komplizierter - besonders weil meine Tochter darunter leidet.

Danke

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. September 2005 um 9:32

Lebe dein Leben!
Ich glaube das ich weis wie du dich fühlst. Ich habe eine ähnliche Situation schon durch gemacht. Allerdings ist das schon 11 jahre her! Mein Mann hat damals durch die Geburt unseres Wunschkindes einen totalen Schock gehabt und hat sich davon nie mehr erholt. Ich glaube das die Männer nicht damit umgehen können wenn ihre geliebte Frau sich nicht mehr nur ausschließlich um ihn kümmert. Sie sind nicht mehr nummer eins. Ich kann dir nur raten lass ihn gehen! Zeige ihm und dir das du es alleine schaffen kannst und du wirst sehen wenn der Schmerz nach lässt geht es wieder Berg auf. Ich habe mich damals getrennt. Habe nach der Trennung erfahren das er schon längst eine Affäre hatte und bin heute sehr froh das ich es gemacht habe. Ich habe es nie bereut! Und meiner Tochter hat die heute schon 12 Jahre ist hat es auch nicht geschadet das ich mich von ihrem Zeuger getrennt habe. Nur noch einen guten Rat zum Schluss. Bleibe eine weile alleine, genisse die Zeit mit deinem Kind, denn was du jetzt versäumst kannst du nie wieder aufholen. Der Partner ist immer ersetzbar, aber die Kinder werden immer unsere Kinder sein.
Ich wünsche dir viel Kraft und Glück!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. September 2005 um 11:01
In Antwort auf liese_12167068

Danke für die ersten Antworten....
...leider hat mein Mann mir keine andere Begründung gegeben als die, die ich im Beitrag nannte: Er meint, es sei nie "das Wahre" mit uns gewesen, seine Gefühle wären eigentlich nie so gewesen, wie sie hätten sein sollen, er könne mit jemand anderem glücklicher werde und ich auch. Trotzdem wollte er das Kind!!!!

Was den Sex angeht: Den hatten wir die gesamte Schwangerschaft über. Seit das Kind da ist, ist es leider weniger (trotzdem noch mehr als bei anderen Paaren ohne Kind, die ich kenne). Ich bin diejenige, die in der Beziehung aktiver ist.

Keinen Brief, doch nach der Trennung habe ich soetwas wie ein Tagebuch begonnen, in das ich jeden Tag meine Gedanken, Einsichten, Lösungsvorschläge schreibe. Immer wenn er bei uns ist (er betreut das Kind manchmal, da ich einige Stunden arbeiten gehe), liegt es auf dem Tisch und er hat die Wahl, darin zu lesen oder nicht. Er hat es gelesen, nie etwas dazu gesagt.

Für das Kind möchte er in Zukunft da sein.

Zu einer Beratung würde er nie gehen, wir haben darüber gesprochen. Weder gemeinsam noch allein. Aber ich werde das für mich in Angriff nehmen.

Wahrscheinlich muß ich wirklich etwas mehr Geduld haben. Wenn ich mich vollkommen zurückziehe, nutzt er die Zeit, alles beiseite zu schieben, was mit uns, mit mir zu tun hat. Er ist sowas wie ein "Meister im Verdrängen". Er wird nicht von sich aus beginnen, nachzudenken, da ihm das weh täte. Also lieber ausblenden.

Im Moment lasse ich ihn trotzdem vollständig in Ruhe, nachdem ich in den ersten Tagen geredet habe wie gegen eine Wand.

Erfahrungsgemäß kommt er zur Besinnung. Diesmal ist nur alles etwas härter und komplizierter - besonders weil meine Tochter darunter leidet.

Danke

Habt vertrauen
Ich finde die Einsichten, die Du in Deinem Text hast, schon toll.

"Er wird nicht von sich aus beginnen, nachzudenken, da ihm das weh täte"
und
"Erfahrungsgemäß kommt er zur Besinnung"

Stark von Dir, dass Du es schaffst, ihm erstmal Ruhe zu geben. Manchmal muss erstmal Ruhe sein, und das Alte wirklich völlig im Eimer/vorbei sein, bis sich was Neues entwickeln kann.

"Für das Kind möchte er in Zukunft da sein."
das hört sich gut an

"Zu einer Beratung würde er nie gehen"
die Angst ist wohl zu groß - wenn er sich doch so sicher wäre, dass es nicht "das Wahre" war, würde mit zu einer Beratung gehen, in der sicheren Erwartung, dass da auch nur rauskommen kann,dass es eben nicht "das Wahre" war, dass es Dir dann aber vielleicht leichter fällt, dass auch zu sehen.
Versuche den kleinen Jungen in ihm zu sehen, der Angst hat: "oh nein, ich werde nicht mehr so geliebt, da ist ein anderer (kleiner) Mensch der ist wichtiger als ich, uääää, was will ich eigentlich, ich hab so ne Angst"

Ihn bedrängen bringt nix, jeden Schritt den du näher kommst, muss er erstmal weiter zurück

"Aber ich werde das für mich in Angriff nehmen."
super - versuch auch viel zu lesen, ihn als Mensch zu sehen, aber dann auch nicht gleich mit Büchern bedrängen, "Du bist genauso wie es im Buch steht".
Informier dich mal, ob es eine Selbsthilfegruppe oder vielleicht auch internetforum gibt.

Eine so lange Beziehung gibt man nicht einfach auf und zudem noch mit wunschkind - ich bin selbst ein Meisterverdränger, das braucht zeit, wahrscheinlich viel zeit, du weißt nicht, was nächstes Jahr sein wird, kannst du dir nicht vorstellen
eine Psychologin hat mir zu meiner Trennung gesagt:"Das ist dann ja jetzt eine aufregende Zeit für Sie" - in so einem Tonfall, dass ich total lachen musste, denn es stimmt, neben trauer, schmerz und verzweiflung gibt es auch luft, lichtblicke, chancen für was neues. Versuche das auch zuzulassen.
Sei stark, einfach nur zum alten zurück wird nicht gehen oder auf Dauer funktionieren, ich wünsche euch, dass ich das schmerzliche aushaltet, euch entwickelt und in einiger zeit runderneuert in bisher unbekannter intensität und menschlichkeit wieder zueinander findet.
(wünsch ich mir für mich und meine Frau auch!)

habt vertrauen!

magic mike

P.S.
Nicht leicht zu lesendes, aber unheimlich gutes Buch: Dechmann & Ryffel. Vom Ende zum Anfang der Liebe. das was wie das Ende aussieht, kann der Anfang von etwas völlig Neuem, Schönem werden - muss aber nicht.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. September 2005 um 11:50

Könnte es sein das Eure
Probleme woanders liegen ?
Wieso ist ein ONS Deines Mannes kein Problem .
Ist Dir der Sex zuviel ?
Normal nach einem Baby - wobei sich das ja inzwischen wieder eingespielt haben sollte.
Wenn ihr solange als Paar alleine gewesen seid, dann braucht es doch Zeit bis sich alles eingespielt hat.

Da er nicht hellsehen kann würde ich sagen sage ihm klar was Du denkst und dir wünscht

Allles Gute

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. September 2005 um 12:42
In Antwort auf kirsty_12575986

Könnte es sein das Eure
Probleme woanders liegen ?
Wieso ist ein ONS Deines Mannes kein Problem .
Ist Dir der Sex zuviel ?
Normal nach einem Baby - wobei sich das ja inzwischen wieder eingespielt haben sollte.
Wenn ihr solange als Paar alleine gewesen seid, dann braucht es doch Zeit bis sich alles eingespielt hat.

Da er nicht hellsehen kann würde ich sagen sage ihm klar was Du denkst und dir wünscht

Allles Gute

@sonne199...
...wie wahrscheinlich jedes Paar haben wir immer mal wieder kleine Differenzen, doch von meiner Seite keine unüberbrückbaren Probleme. SEIN Problem liegt erstmal da, mit den eigenen Emotionen überfordert zu sein und schwer darüber reden zu können.

Zu seinem One-Night-stand: Ich war schon immer der Meinung, dass Untreue kein zwingender Trennungsgrund ist (solange es nicht regelmäßig passiert, ich auf nichts verzichten muss, es nicht gerade mit einer meiner Freundinnen passiert).
Es gibt eine wichtigere Form der Treue.

Sich einer anderen zuzuwenden ist Teil seiner "Flucht". Es hilft ihm, Abstand zu gewinnen, mich wegzustoßen, um sich nicht mit seinem aufgewirbelten Gefühlsleben auseinandersetzen zu müssen.
Toll finde ich es natürlich auch nicht, aber wenn es ihm hilft....er ist schließlich nicht mein Besitz.

Und ich weiß, dass unser Liebesleben nun wirklich keinen Grund für einen Seitensprung gibt. Wie bereits erwähnt: Unser Liebesleben ist immer noch toll, nach dem Kind noch intensiver. Sollte ich mich irren, wäre mein Mann ein klasse Schauspieler Es ist mir nicht zuviel, im Gegenteil.

Mit dem Reden ist das so eine Sache: Eine Woche lang habe ich geredet, ihm aufgeschrieben, was ich denke. Wenn er nur abblockt, ist das wenig fruchtbar. 2 Wochen lang hat er sich zurückgezogen, einen Schlußstrich gezogen und anschließend sich selbst sowas wie einer "Gehirnwäsche" unterzogen: "Es ist aus, ich bleibe dabei, egal was passiert. Reden? Nein, denn die Sache ist für mich vorbei." Selbstschutz, ignorant.

Inzwischen bin ich alles los geworden bei ihm, Freunde habe mit ihm gesprochen. Ich lasse ihn erstmal in Ruhe, damit das "sacken" kann. Habe im Moment auch keine Lust mehr, mich mit ihm auseinanderzusetzen.

So, wie ich ihn kenne und nach meiner Erfahrung mit uns bin ich -eigentlich- sicher, dass wir das packen. Ich traue mich diesmal nur nicht, mich darauf zu verlassen. So abweisend war er noch nie.

Danke!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. September 2005 um 13:53
In Antwort auf barra_12475730

Habt vertrauen
Ich finde die Einsichten, die Du in Deinem Text hast, schon toll.

"Er wird nicht von sich aus beginnen, nachzudenken, da ihm das weh täte"
und
"Erfahrungsgemäß kommt er zur Besinnung"

Stark von Dir, dass Du es schaffst, ihm erstmal Ruhe zu geben. Manchmal muss erstmal Ruhe sein, und das Alte wirklich völlig im Eimer/vorbei sein, bis sich was Neues entwickeln kann.

"Für das Kind möchte er in Zukunft da sein."
das hört sich gut an

"Zu einer Beratung würde er nie gehen"
die Angst ist wohl zu groß - wenn er sich doch so sicher wäre, dass es nicht "das Wahre" war, würde mit zu einer Beratung gehen, in der sicheren Erwartung, dass da auch nur rauskommen kann,dass es eben nicht "das Wahre" war, dass es Dir dann aber vielleicht leichter fällt, dass auch zu sehen.
Versuche den kleinen Jungen in ihm zu sehen, der Angst hat: "oh nein, ich werde nicht mehr so geliebt, da ist ein anderer (kleiner) Mensch der ist wichtiger als ich, uääää, was will ich eigentlich, ich hab so ne Angst"

Ihn bedrängen bringt nix, jeden Schritt den du näher kommst, muss er erstmal weiter zurück

"Aber ich werde das für mich in Angriff nehmen."
super - versuch auch viel zu lesen, ihn als Mensch zu sehen, aber dann auch nicht gleich mit Büchern bedrängen, "Du bist genauso wie es im Buch steht".
Informier dich mal, ob es eine Selbsthilfegruppe oder vielleicht auch internetforum gibt.

Eine so lange Beziehung gibt man nicht einfach auf und zudem noch mit wunschkind - ich bin selbst ein Meisterverdränger, das braucht zeit, wahrscheinlich viel zeit, du weißt nicht, was nächstes Jahr sein wird, kannst du dir nicht vorstellen
eine Psychologin hat mir zu meiner Trennung gesagt:"Das ist dann ja jetzt eine aufregende Zeit für Sie" - in so einem Tonfall, dass ich total lachen musste, denn es stimmt, neben trauer, schmerz und verzweiflung gibt es auch luft, lichtblicke, chancen für was neues. Versuche das auch zuzulassen.
Sei stark, einfach nur zum alten zurück wird nicht gehen oder auf Dauer funktionieren, ich wünsche euch, dass ich das schmerzliche aushaltet, euch entwickelt und in einiger zeit runderneuert in bisher unbekannter intensität und menschlichkeit wieder zueinander findet.
(wünsch ich mir für mich und meine Frau auch!)

habt vertrauen!

magic mike

P.S.
Nicht leicht zu lesendes, aber unheimlich gutes Buch: Dechmann & Ryffel. Vom Ende zum Anfang der Liebe. das was wie das Ende aussieht, kann der Anfang von etwas völlig Neuem, Schönem werden - muss aber nicht.

@magicmike ...
...danke dir für den Zuspruch.

du hast recht, ich sehe auch positive Seiten, egal, wie die Sache ausgeht. Ich kann ihn nur jetzt noch nicht frei geben und seine Entscheidung kampflos akzeptieren. Dafür ist das, was wir mit der Ehe und Familie aufgeben würden, mir zu wichtig. Und auch da hast du wohl recht, "Kampf" heißt manchmal, Loslassen und Geduld haben.

Mein Vertrauen in uns ist fast grenzenlos. Das war das schöne: Egal, was wir für Mist gemacht haben, wir gehörten eben zusammen. Dieses Mal haben mich seine Entschlossenheit und Kälte mir gegenüber erschreckt. Ich habe Angst, dass mein Vertrauen enttäuscht wird. Er ist noch nie ausgezogen oder hat bei einer anderen Frau gewohnt.

In ein paar Monaten sieht alles ganz anders aus, das stimmt. Dann haben meine süße Maus und ich eine eigene Wohnung und ich schimpfe mich "alleinerziehend".

Ich würde (fast) alles tun, um meinem Kind das zu ersparen. Sie ist jetzt manchmal so ernst und abwesen, das kenne ich nicht von ihr. Ist schwer zu ertragen.

Du sagst, du verdrängst auch oft....bist du dir dann in der aktuellen Situation im klaren darüber oder siehst du das auch erst hinterher?

Habt ihr Kinder? Ich wünsche dir und deiner Frau alles Gute.

"Love rescue me
Come forth and speak to me
Raise me up and don't let me fall
No man is my enemy
My own hands imprison me
Love rescue me"

In diesem Sinne...lg

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

22. September 2005 um 11:25
In Antwort auf liese_12167068

@magicmike ...
...danke dir für den Zuspruch.

du hast recht, ich sehe auch positive Seiten, egal, wie die Sache ausgeht. Ich kann ihn nur jetzt noch nicht frei geben und seine Entscheidung kampflos akzeptieren. Dafür ist das, was wir mit der Ehe und Familie aufgeben würden, mir zu wichtig. Und auch da hast du wohl recht, "Kampf" heißt manchmal, Loslassen und Geduld haben.

Mein Vertrauen in uns ist fast grenzenlos. Das war das schöne: Egal, was wir für Mist gemacht haben, wir gehörten eben zusammen. Dieses Mal haben mich seine Entschlossenheit und Kälte mir gegenüber erschreckt. Ich habe Angst, dass mein Vertrauen enttäuscht wird. Er ist noch nie ausgezogen oder hat bei einer anderen Frau gewohnt.

In ein paar Monaten sieht alles ganz anders aus, das stimmt. Dann haben meine süße Maus und ich eine eigene Wohnung und ich schimpfe mich "alleinerziehend".

Ich würde (fast) alles tun, um meinem Kind das zu ersparen. Sie ist jetzt manchmal so ernst und abwesen, das kenne ich nicht von ihr. Ist schwer zu ertragen.

Du sagst, du verdrängst auch oft....bist du dir dann in der aktuellen Situation im klaren darüber oder siehst du das auch erst hinterher?

Habt ihr Kinder? Ich wünsche dir und deiner Frau alles Gute.

"Love rescue me
Come forth and speak to me
Raise me up and don't let me fall
No man is my enemy
My own hands imprison me
Love rescue me"

In diesem Sinne...lg

Verdrängen
Ich habe Probleme kurzzeitig klar gesehen und empfunden, dann aber vor der Wucht wohl Angst gekriegt und mich nicht voll darauf einlassen können.
Wir haben keine Kinder - aber, ob wir welche wollen ist auch eine wichtige Frage.
Vor ungefähr 1 1/2 Jahren blieb die Periode bei meiner Frau mal ziemlich lange aus - wobei das bei ihr nie so super regelmäßig ist.
Ich habe aber schon "Schiß" gehabt und auch gedacht: "oh mann, am Wochenende haben wir mit Freunden mehr als eine Flasche Wein geleert - wenn jetzt ....".
Ich habe sie mehr oder weniger überredet, mal einen Test zu machen und dachte mehr oder weniger:
"Oh, Gott bitte nicht" (traurig - aber jetzt bin ich wohl schon etwas reifer geworden).
Als der Test dann negativ war, sagte sie :"Schade".
Das ging mir erstmal sehr nahe, aber da ich selbst erstmal so froh war, dass meine Panik vorbei sein konnte, habe ich's dann erstmal verdrängt (sie vielleicht auch) und wir haben uns wieder auf die schönen Seiten unserer Beziehung konzentriert.
Optimal wär der Zeitpunkt auch nicht gewesen - aber wann ist er das schon...
So ganz langsam konnte ich das Thema überhaupt nur wieder an mich ranlassen - erstmal lange Vorträge gehalten, was für eine Belastung und Verantwortung Kinder sind und dass mich andere Ziele mehr reizen - aber ich würde auch mal was lesen, von Männern, die vielleicht auch erst super skeptisch waren, aber heute begeisterte Väter oder so. tja
Das sie irgendwie Probleme mit ihrer Doktorarbeit hat und auch irgendwas nicht ganz stimmt mit der Beziehung habe ich vereinzelt auch mal gemerkt, aber wenn mir dann ein Gedanke kam wie: "Da muss sich in den nächsten 2,3 Jahren mal was klären, sonst gibt's irgendwann einen fetten Knall" - habe ich mir ganz schnell wieder eingeredet:"Ach was" und "das wird schon" und wieder nur das Schöne sehen, Scheuklappen. Ich wollte/konnte mich gefühlsmäßig nicht darauf einlassen, dass es wohl mindestens ein Problem zu lösen gibt -"ist doch alles schön so".
Erst jetzt wo meine Frau völlig fertig ist mit ihrer Arbeit und so, sich in einen anderen verliebt hat, das aber selbst absurd findet/fand und sich trotz liebevollem Bemühen von mir und vielen Gesprächen, auch bei Beratungsstellen von mir getrennt hat. scheiße - vielleicht findet es sich noch wieder, aber man weiß es nicht.
Irgendwo habe ich auch mal gelesen :"Jedes Paar kriegt die Krise, die es braucht" - super hart, aber ich darf das schreiben, denn mir geht's super scheiße, wir haben beide, aus welchem Grund auch immer, die Kurve nicht gekriegt, es besser zu lösen. Vielleicht brauchen wir so einen schmerzhaften Einschnitt, um wirklich uns selbst, und dann vielleicht auch wieder einander zu finden.
So schwer es ist, und so leid es mir auch für eure Tochter tut, ist das beste, was du machen kannst, dich auf dich selbst zu konzentrieren, dir das Leben schön einzurichten, Kontakt zu anderen Müttern/Familien (vielleicht auch in einer Selbsthilfegruppe) zu suchen. Die schwere Zeit ist auch eine Chance für uns, sich zu entwickeln, was wir nie gemacht hätten, wenn der schmerz uns nicht in diese Situation getrieben hätte.
ich versuche auch dankbar zu sein, für das schöne, das war, das schöne, was auch ist, (du hast eine liebe kleine Tochter - ich könnte dich beneiden), und das schöne, was noch kommen wird.

Uns alles Gute

mike

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. September 2005 um 10:45
In Antwort auf liese_12167068

Danke für die ersten Antworten....
...leider hat mein Mann mir keine andere Begründung gegeben als die, die ich im Beitrag nannte: Er meint, es sei nie "das Wahre" mit uns gewesen, seine Gefühle wären eigentlich nie so gewesen, wie sie hätten sein sollen, er könne mit jemand anderem glücklicher werde und ich auch. Trotzdem wollte er das Kind!!!!

Was den Sex angeht: Den hatten wir die gesamte Schwangerschaft über. Seit das Kind da ist, ist es leider weniger (trotzdem noch mehr als bei anderen Paaren ohne Kind, die ich kenne). Ich bin diejenige, die in der Beziehung aktiver ist.

Keinen Brief, doch nach der Trennung habe ich soetwas wie ein Tagebuch begonnen, in das ich jeden Tag meine Gedanken, Einsichten, Lösungsvorschläge schreibe. Immer wenn er bei uns ist (er betreut das Kind manchmal, da ich einige Stunden arbeiten gehe), liegt es auf dem Tisch und er hat die Wahl, darin zu lesen oder nicht. Er hat es gelesen, nie etwas dazu gesagt.

Für das Kind möchte er in Zukunft da sein.

Zu einer Beratung würde er nie gehen, wir haben darüber gesprochen. Weder gemeinsam noch allein. Aber ich werde das für mich in Angriff nehmen.

Wahrscheinlich muß ich wirklich etwas mehr Geduld haben. Wenn ich mich vollkommen zurückziehe, nutzt er die Zeit, alles beiseite zu schieben, was mit uns, mit mir zu tun hat. Er ist sowas wie ein "Meister im Verdrängen". Er wird nicht von sich aus beginnen, nachzudenken, da ihm das weh täte. Also lieber ausblenden.

Im Moment lasse ich ihn trotzdem vollständig in Ruhe, nachdem ich in den ersten Tagen geredet habe wie gegen eine Wand.

Erfahrungsgemäß kommt er zur Besinnung. Diesmal ist nur alles etwas härter und komplizierter - besonders weil meine Tochter darunter leidet.

Danke

Leider
ist es oft so, dass Mann erst merkt, wenn ein Kind da ist, das die Frau nicht das Wahre, resp. nicht die Richtige ist. Ist hart für die Frau, kämpfen nützt nichts, weil er ja die richtige Frau für sein Leben noch nicht gefunden hat, aber zu feige war, es sich und dir einzugestehen in Eurer Beziehung. Jetzt wo er Verantwortung übernehmen soll, kann er dies natürlich nicht, unter den gegebenen Umständen.
Aktzeptiere, dass du nicht sine seine Traumfrau bist. so weh es auch tut. schau für dich und dein Kind und sorge dafür, dass er wenigstens finanziell für euch sorgt.
Ist es denn so schwer zu verstehen, dass ne Traumfrau oder ein Traumann nicht nur zum Reden da sein soll sondern auch fürs Sexuelle? Wenn Mann oder Frau, alles beim Partner findet, was er braucht, dann ist es der oder die Richtige!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

23. September 2005 um 13:19
In Antwort auf ebilady

Leider
ist es oft so, dass Mann erst merkt, wenn ein Kind da ist, das die Frau nicht das Wahre, resp. nicht die Richtige ist. Ist hart für die Frau, kämpfen nützt nichts, weil er ja die richtige Frau für sein Leben noch nicht gefunden hat, aber zu feige war, es sich und dir einzugestehen in Eurer Beziehung. Jetzt wo er Verantwortung übernehmen soll, kann er dies natürlich nicht, unter den gegebenen Umständen.
Aktzeptiere, dass du nicht sine seine Traumfrau bist. so weh es auch tut. schau für dich und dein Kind und sorge dafür, dass er wenigstens finanziell für euch sorgt.
Ist es denn so schwer zu verstehen, dass ne Traumfrau oder ein Traumann nicht nur zum Reden da sein soll sondern auch fürs Sexuelle? Wenn Mann oder Frau, alles beim Partner findet, was er braucht, dann ist es der oder die Richtige!

Leider - so nicht
Das finde ich überhaupt nicht richtig.
Der/Die Richtige, dahinter steckt so der Traum vom romantischen Ideal, ich muss nur den richten Partner finden, dann läuft die Liebe wie von alleine. Klar, die Grundchemie muss stimmen, aber dann gehört auch viel lernen dazu.
Mal Erich Fromm Die Kunst des Liebens lesen!!
Zu sagen: "Ich muss nur den richtigen finden, dann wird alles wunderbar in der Liebe" ist so ähnlich, als ob man sagt:"Ich muss nur das richtige Modell finden, dann bin ich ein super-portraitzeichner"
nee, nee, man muss auch lernen und üben, und gerade in schwierigen situationen kann man viel lernen.
wenn man die Kurve kriegt kann eine Beziehung noch viel schöner und intensiver werden als vorher

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. September 2005 um 7:52
In Antwort auf ebilady

Leider
ist es oft so, dass Mann erst merkt, wenn ein Kind da ist, das die Frau nicht das Wahre, resp. nicht die Richtige ist. Ist hart für die Frau, kämpfen nützt nichts, weil er ja die richtige Frau für sein Leben noch nicht gefunden hat, aber zu feige war, es sich und dir einzugestehen in Eurer Beziehung. Jetzt wo er Verantwortung übernehmen soll, kann er dies natürlich nicht, unter den gegebenen Umständen.
Aktzeptiere, dass du nicht sine seine Traumfrau bist. so weh es auch tut. schau für dich und dein Kind und sorge dafür, dass er wenigstens finanziell für euch sorgt.
Ist es denn so schwer zu verstehen, dass ne Traumfrau oder ein Traumann nicht nur zum Reden da sein soll sondern auch fürs Sexuelle? Wenn Mann oder Frau, alles beim Partner findet, was er braucht, dann ist es der oder die Richtige!

Traumfrau/Traummann???
"Traum"-was auch immer gibt es meiner Meinung nach nicht. Mein Mann hat aber auch die Vorstellung, er wolle jetzt eine Beziehung, die "von allein läuft", nachdem er gemerkt hat, dass mit einem Kind nicht mehr alles so einfach ist. Wobei seine Probleme auf der emotionalen Ebene liegen, da bin ich sicher.

Hast Du in deiner Beziehung ähnliche Erfahrungen gemacht? Wenn ihr nur geredet habt, wars wohl wirklich nicht das wahre .

Danke dir, doch seine/unsere Probleme liegen - glaube ich - woanders.

Alles Liebe!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen