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Von jetzt auf gleich

28. März 2005 um 13:42 Letzte Antwort: 29. März 2005 um 18:21

Hallo,
ich brauche Feedback, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß.
Vor 2 1/2 Jahren habe ich eine Frau kennengelernt und mich in sie verliebt. Wir hatten uns über die Arbeit kennengelernt und waren schnell voneinander fasziniert. Allerdings war sie in einer Fernbeziehung und ich eigentlich grad dabei, mich mit meiner Ex wieder anzunähern. Wir waren beide nicht wirklich auf der Suche.
Als das Projekt, an dem wir arbeiteten, sich dem Ende neigte, nahm sie den Kontakt zu mir auf. Ich hätte das nicht getan, weil ich wusste, dass sie vergeben war. Anschließend sind wir einige Male zusammen aus gewesen - haben uns kennengelernt. Und so noch enger zusammengekommen - ohne dass wir dabei Sex gehabt hätten. Wir haben uns über Wochen eigentlich jeden Tag gesehen und haben gemerkt, dass wir uns ineinander verliebt haben. Es war für uns beide, als hätten wir einander wirklich "gefunden". Es war einfach so viel "Verstehen" da. Irgendwann merkte ich, dass mich diese Frau völlig gefangen nahm, und beendete den Versuch mit meiner Ex-Freundin. Ich wusste ganz genau, dass ich diese Frau wollte. Und weil ich spürte, dass es ihr genauso ging, beschloss ich um sie zu kämpfen.
Doch sie konnte/wollte sich nicht aus ihrer damaligen Beziehung lösen. Sie wollte sowohl das Eine als auch das Andere. So nach zwei Monaten beschloss ich zum ersten Mal, dass es so nicht weitergehen könnte. Sie sagte mir klar, dass ich das was ich mir wünschte, nicht bekommen würde, weil sie einen Freund hätte, den sie auch lieben würde - nur dass ihr Verhalten dagegen sprach. Ich zog mich zurück bis ich es nicht mehr aushielt. Dann rief ich sie an - einfach weil sie mir fehlte.
Doch die Situation blieb die Gleiche. Kaum ein Tag an dem wir nicht zusammen waren. Solange bis das gegenseitige Verlangen (in jeder Beziehung) so sehr weh tat, dass einer von beiden sgte: "Es hat keinen Sinn. Es ist besser wir sehen uns einfach nicht mehr."
Ich weiß nicht mehr wie oft das passiert ist. Einmal haben wir es fast vierzehn Tage geschafft. jeder einzelne war die Hölle. Unzähliege SMS und Telefonate. Mal hatte ich einen Brief im Kasten, mal stand sie völlig benommen vor meiner Tür, mal kahm sie in Tränen aufgelöst und sagte, sie hätte sich entschieden. Ich war am Ende. Weil das was sie sagte, nicht das war was sie tat.
Unterm Strich ging das 1 1/2 jahre so, in denen ich ihr mehrmals die Pistole auf die Brust gesetzt habe. Doch jedes Mal hat sie es geschafft zurückzukommen.
Das Verlangen war wahnsinnig. Manchmal hatten wir Sex - allerdings ohne miteinander zu schlafen. Ständig sind wir übereinander hergefallen, nur um dann wieder voneinander abzulassen.
Als sie das letzte Mal wieder zu ihrem Freund fahren wollte - nur um die Familie zu besuchen - war dann doch feierabend. Ich wollte nicht mehr.
Dann schien Sie endlich verstanden zu haben. Sie war endlich bei mir. Sie sprach davon "es wieder gut machen zu wollen", dass ich "das beste" sei "was ihr je passiert" sei, dass ich "der Mann" wäre, den sie "heiraten" wollte ... Das hatte sie vorher auch schon gesagt - das war nicht neu. Aber es hat mir endlich ein Gefühl von Sicherheit gegeben.
Endlich blieb sie über nacht bei mir. Ganz langsam fasste ich Vertrauen in die neue Situation.
Es schien auch alles gut zu werden. Nur ihr Verlangen nach mir war nicht wirklich zu spüren. Ich dachte, sie bräuchte noch etwas um sich nach dieser Odysee wieder selbst zu finden. Aber es tat sich nicht wirklich was. Wenn wir dann doch Sex hatten, hat es sich funktional und sachlich angefühlt - als sei sie nicht wirklich da. Irgendwann begann sie Schmerzen dabei zu haben. Sie meinte, "er" sei zu groß (soll kein Kokketieren sein und so gross ist er auch nicht). Irgendwas stimmte auch nicht. Sie hatte Schmerzen und manchmal leichte Blutungen. Sie sagte, es läge vielleicht auch an der Spirale. (Hat jemand Erfahrungen damit?Sowohl mit der "Größe" als auch mit der Spirale?)Jedenfalls war Sex sehr schnell kein Thema mehr mit dem sie sich mit mir beschäftigen wollte. Aber ich war immer noch der, den sie "heiraten" wollte. Und ich dachte, das mit dem Sex kriegen wir dann auch hin. Sie ging zu einer Psychologin um es in den Griff zu bekommen. Die hat ihr bestätigt, dass sie ein Problem mit Intimität hätte.
Ein jahr lang ging das so. Ich habe sie nicht bedrängt, aber ihr das Gefühl gegeben, dass ich sie Begehre. Ich wollte ihr zeigen, dass sie sicher ist, keine Angst haben muss - dass ich bei ihr bin.
Ich liebe sie einfach - auch wenn mir das Körperliche fehlt und sie nicht in der Lage war zu Streicheln.
Abgesehen davon hatte ich den Eindruck, dass wir das Gleiche wollten.
Bis jetzt. Sie war wegen der Arbeit verreist. Ich war traurig, dass ich sie so lange nicht sehen würde. Darauf hin sagte sie, sie würde ja auch Geld für uns beide verdienen. Das würden wir doch auch brauchen, weil bei mir grad ein kleinerer beruflicher Neustart passiert. Das zu hören hat mich gefreut. Sie denkt also an uns beide ...
Dort hat sie dann aber jemanden kennengelernt. Sie sagte, es sei zwar nicht wirklich was gewesen. Aber sie hätte Verlangen nach diesem Mann gespürt. Deshalb sei sie nicht der Meinung, dass sie mich Lieben würde. Wir seien zu jung um eine Beziehung ohne Sex zu leben.
Ich könnte noch endlos weiter schreiben, weil ich immer denke, es fehlt noch etwas um sich ein Bild machen zu können. Aber dann finde ich kein Ende.

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28. März 2005 um 16:54

Von jetzt auf gleich
deine geschichte kommt mir bekannt vor.meine freundin hatte auch ein verhältnis mit einem mann über zwei jahre..sie redeten auch über liebe,heiraten und kinder..aber sie liebte ihn nicht wirklich,er hat ihr geborgenheit,vertrauen geschenkt und sie hat es dankend angenommen...er hat ihr täglich gesagt das er sie liebt,sms geschrieben,angerufen ..sie glaubte er sei der richtig aber sie spürte keine erregung in seinen armen..sie hatte sex mit ihm weil sie sich dankbar zeigen wollte ...ich könnte noch soviel schreiben,aber ich muß leider gleich los
Kerstin (du bist sehr offen)

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29. März 2005 um 0:39

Verstand vs. Gefühl
hallo,

ich bin wenn auch völlig anders in einer ähnlich chaotischen Situation. Bloss bei aller Liebe beginnt auch irgendwann der Selbstschutz zu greifen??? Ganz wichtig, bei allem was passiert, sich selbst auch ein wenig behalten und nicht völlig aufgeben, sonst ist irgendwann vielleicht die Liebe weg und man selbst fehlt auch, saudoof...

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29. März 2005 um 18:21
In Antwort auf remus_12935737

Verstand vs. Gefühl
hallo,

ich bin wenn auch völlig anders in einer ähnlich chaotischen Situation. Bloss bei aller Liebe beginnt auch irgendwann der Selbstschutz zu greifen??? Ganz wichtig, bei allem was passiert, sich selbst auch ein wenig behalten und nicht völlig aufgeben, sonst ist irgendwann vielleicht die Liebe weg und man selbst fehlt auch, saudoof...

Das stimmt.
... irgendwann beginnt man wieder seine Mauern aufzubauen. Das ist auch gut so. Sonst geht man zugrunde. Ich will das halt nicht. Weil das auch immer bedeutet, auch von meiner Seite aus abzuschließen. Und das fühlt sich an, als wäre eine Chance auf die Zukunft weg, ohne dass man vielleicht alles getan hat um es zu schaffen.

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