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Von der grossen Liebe verlassen - aber ich gebe nicht auf

15. Oktober 2008 um 10:06

Meine Geschichte - ich versuche mich kurz zu fassen:

Mein Freund und ich waren knapp 2 Jahre zusammen. Ich hab mich in eine Krise gestürzt, wenn nicht sogar eine Depression, wie ich im Nachhinein befürchte. Ich konnte meinem Freund über die letzten Monate nicht mehr die Liebe und Zuneigung geben, die er brauchte. Ja, ich hab ihn manchmal richtig kalt behandelt. Er hat mir immer beigestanden und mir gesagt, wie froh er sei, dass ich ihn nicht aufgebe. Er liebte mich sehr. Ich kämpfte, weil ich wusste, der wahre Grund für meine Unruhe ist nicht er. Leider war unsere gemeinsamer Urlaub der Tiefpunkt. Wir lebten wie Bruder und Schwester. Wir hatten innerlich beide die Beziehung aufgegeben. Wir trennten uns. Mir ging es zunächst gut, ihm auch. Aber schon nach einer Woche kamen die Gefühle zurück. Ich hatte unglaublichen Liebeskummer und merkte erst, wie wichtig mir dieser Mensch ist und wie sehr ich ihn liebe. Ich schrieb ihm einen Liebesbrief und klebte Fotos dazu. Er meldete sich gleich nachdem er ihn gelesen hatte und schrieb, wie ihm die Tränen runterflossen, er aber gerade nicht wisse was sagen. Am nächsten Tag fragte er mich, ob wir nochmals reden können. Wir haben vieles besprochen und wurden 2 Wochen nach unserer Trennung wieder ein Paar. Wir waren so glücklich, 2 Wochen lang haben wir wieder gelacht, gute Gespräche geführt, viele Zärtlichkeiten ausgetauscht und ich war einfach so überglücklich. Dann distanzierte er sich von mir....2 Wochen später hat er sich getrennt. Die Gfühle reichen nicht mehr aus, sagte er mir. Für mich brach die Welt zusammen. Ich bin in einem tiefen schwarzen Loch gefangen und fühle mich so alleine, obwohl mir liebe Menschen beistehen.

Wie konnte er die Beziehung nochmals eingehen, so schnell, wenn er mich einen Monat später mangels Gefühle verlässt??? Ich hab ihm noch gesagt, ich will nicht, dass er dies aus Mitleid tut...er sagte mir, das tue er nicht, er wolle das!

Jetzt sind mir gut einen Monat getrennt und es wird immer schlimmer mit meinen Gefühlen. Wir hatten die letzten 2 Wochen absolute Funkstille (dies muss ich einfach durchziehen), habe ihn aber die letzten Tag im Ausgang 2x gesehen. Einmal ging es mir super, ich war feiern. Er wunderte sich. Das andere Mal ging es mir beschissen, da ich nicht rechnete ihn zu sehen.

Jetzt das Eigentliche: Wir haben geredet, ihm geht es sehr schlecht. Hat diverse Probleme die ihn sehr belasten und er nicht mehr weiter weiss. Alles hat ihn richtig mitgenommen. Er hat geweint, ich habe geweint. Er sagte mir, er erzähle dies alles nur mir und seinem verstorbenen Vater. Mir liefen die Tränen - ich weiss, ich sollte stark bleiben. Er sagte mir, dass ich mich erschrecken würde, wenn ich in sein Zimmer gehen würde - die Fotos, unser Ring, alles sei noch da, wie vorher! Es schreiben ihm Frauen, die mit ihm was trinken wollen, er sagt: Nein, er wolle nicht. Er hat beide Male als ich ihn sah den Pullover getragen, den ich ihm geschenkt habe (bestimmt Zufall, Männer achten da wohl nicht drauf).
Ich sagte ihm, dass ich nicht mehr kann und er einen anderen Gesprächspartner suchen muss. Er hat mich verlassen und erzählt mir all diese Dinge...warum?? WARUM TUT ER DAS???

Und doch denke ich, da ich sehr viel kaputt gemacht habe, sollte ich meine Gefühle für den Moment vielleicht zurückstecken und ihm so gut es für mich erträglich ist beistehen, damit er merkt, dass er mir wichtig ist. Das er Halt bei mir hat. Das er mir wieder vertrauen kann. Vielleicht kommen so seine versteckten Gefühle wieder zum Vorschein.

Was meint ihr??
Auf Stur schalten, da er mich verlassen hat (wo ich sehr mitschuldig bin - es tut mir so weh und leid) oder all meine Kraft sammeln und das Gespräch mit ihm suchen, wo es lediglich um seine Probleme geht und ihm beistehe???

Es ist echt eine verflixte Situation. Ich liebe diesen Mann über alles. Ich würde ihm so gerne zeigen, was ich durch die Trennung alles gelernt habe, geändert habe, wieder zu mir gefunden habe. Aber leider trotzdem extrem stark leide ohne ihn

Vielen Dank für eure Meinungen!


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15. Oktober 2008 um 10:20

Nachtrag:
Ich hab im letzten Monat meine Gedanken, Gefühle aufgeschrieben und ergänze fortlaufend. Was mir die Augen geöffnet hat. Meine Krise während der Beziehung beschrieben, wie ich rausfand und was ich durch meine Krise kaputt gemacht habe. Und natürlich, dass ich ihn liebe und sehr vermisse.

Es ist kein Bettel- oder Anflehbrief, aber mir ist es ein grossen Bedürfnis, dass ich ihm all das noch mitteile und er sich Gedanken darüber macht. Es ist kein kurzer Brief, aber er muss länger sein.

Diesen will ich ihm in den nächsten Wochen schicken. Ich weiss leider nicht, welcher Zeitpunkt "ideal" wäre. Vor einem Treffen, nach einem Treffen.
übrigens: er fragte mich auch noch, ob ich mit ihm eins trinken komme. Ich hab es abgelehnt. Ich war noch nicht bereit dazu. Wusste nicht, warum er das will. Ob er schon ne Freundschaft will. Ich hab ihn später gefragt, er sagt, er wisse nicht warum er gefragt hat. Ihr seht, dieser Mann ist im Moment mit allem überfordert und weiss nicht mehr wo ihm der Kopf steht.

Ich würde ihm so gerne helfen, aber ich habe keinen Anspruch mehr.

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15. Oktober 2008 um 10:21

Er hat sich getrennt,
er kam zurück, weil er wohl dachte in seiner Vorstellung es geht weiter. Da scheinen
sich Vernunft/ Verstand und Gefühl nicht einig zu sein. Er kam zurück und hat dann festgestellt, dass es wirklich nicht mehr geht und hat entschieden. Du solltest ihn loslassen. Du solltest deinen WEg für dich finden und dir nicht überlegen, wie du ihm das Leben leichter machen kannst. Bleib mal ganz bei dir. Es geht garnicht darum auf stur zu schalten, sondern es geht darum , dich zu finden, deine Bedürfnisse zu leben und dann das ändern, von dem du!!!!! glaubst, dass du es ändern mußt, aber bitte für dich und nicht für ihn. Das geht sonst nicht gut. Viele Leute behaupten kurz nach der Trennung "ich habe was gelernt, ich habe es geändert" das hat nur im Kopf stattgefunden und diente dazu den anderen wieder zurück zu bekommen, das kann nicht funktionieren. deine Aussagen "so gut es für mich erträglich ist beistehen" oder "dass er Halt bei mir hat" du bist nicht seine Mutter und auch nicht seine Krankenschwester. Dir geht es nicht gut , aber dennoch möchtest du deine letzten Kräfte für ihn aufbieten, das kann niemals gut gehen.
Gruß Melike

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15. Oktober 2008 um 10:26
In Antwort auf melike13

Er hat sich getrennt,
er kam zurück, weil er wohl dachte in seiner Vorstellung es geht weiter. Da scheinen
sich Vernunft/ Verstand und Gefühl nicht einig zu sein. Er kam zurück und hat dann festgestellt, dass es wirklich nicht mehr geht und hat entschieden. Du solltest ihn loslassen. Du solltest deinen WEg für dich finden und dir nicht überlegen, wie du ihm das Leben leichter machen kannst. Bleib mal ganz bei dir. Es geht garnicht darum auf stur zu schalten, sondern es geht darum , dich zu finden, deine Bedürfnisse zu leben und dann das ändern, von dem du!!!!! glaubst, dass du es ändern mußt, aber bitte für dich und nicht für ihn. Das geht sonst nicht gut. Viele Leute behaupten kurz nach der Trennung "ich habe was gelernt, ich habe es geändert" das hat nur im Kopf stattgefunden und diente dazu den anderen wieder zurück zu bekommen, das kann nicht funktionieren. deine Aussagen "so gut es für mich erträglich ist beistehen" oder "dass er Halt bei mir hat" du bist nicht seine Mutter und auch nicht seine Krankenschwester. Dir geht es nicht gut , aber dennoch möchtest du deine letzten Kräfte für ihn aufbieten, das kann niemals gut gehen.
Gruß Melike

Danke...
...für deine schnelle und ehrliche Antwort. Auf die eine Seite hast du bestimmt recht. Ich muss für mich schauen, die Kraft für mich wieder erhalten. Auf der anderen Seite, hab ich zu oft für mich geschaut die letzten Monate. Nicht mit Absicht, aber es war so. Mir tut einfach alles unendlich leid. Er ist so ein sensilber Mensch und ich hab ihn die letzte Zeit so falsch behandelt. Ach es ist alles so traurig

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15. Oktober 2008 um 17:34
In Antwort auf kalyn_12072667

Nachtrag:
Ich hab im letzten Monat meine Gedanken, Gefühle aufgeschrieben und ergänze fortlaufend. Was mir die Augen geöffnet hat. Meine Krise während der Beziehung beschrieben, wie ich rausfand und was ich durch meine Krise kaputt gemacht habe. Und natürlich, dass ich ihn liebe und sehr vermisse.

Es ist kein Bettel- oder Anflehbrief, aber mir ist es ein grossen Bedürfnis, dass ich ihm all das noch mitteile und er sich Gedanken darüber macht. Es ist kein kurzer Brief, aber er muss länger sein.

Diesen will ich ihm in den nächsten Wochen schicken. Ich weiss leider nicht, welcher Zeitpunkt "ideal" wäre. Vor einem Treffen, nach einem Treffen.
übrigens: er fragte mich auch noch, ob ich mit ihm eins trinken komme. Ich hab es abgelehnt. Ich war noch nicht bereit dazu. Wusste nicht, warum er das will. Ob er schon ne Freundschaft will. Ich hab ihn später gefragt, er sagt, er wisse nicht warum er gefragt hat. Ihr seht, dieser Mann ist im Moment mit allem überfordert und weiss nicht mehr wo ihm der Kopf steht.

Ich würde ihm so gerne helfen, aber ich habe keinen Anspruch mehr.

Jeder von euch muß sich zunächst selbst helfen,
was ist denn daran verkehrt, wenn man nach sich schaut. Ich habe aus allem was du
schreibst so ein wenig das Gefühl, bzw. ich höre heraus. "er ist ohne mich verloren,
der sensible Mann braucht mich" das sind nicht die Voraussetzungen für eine Liebes-
beziehung. Lass mal ein wenig Ruhe einkehren und dann setzt euch mal zusammen
und erzählt euch, was ihr denn braucht und wie ihr euch gefühlt habt und ob es noch
Möglichkeiten gibt und unter welchen Voraussetzungen. Ihr solltet euch auf einer Augen-
höhe begegnen können. Es ist gut wenn du die Dinge aufschreibst, aber schick es mal
im Moment nicht ab. Vielleicht dient dir das Geschriebene auch nur als Anhaltspunkt um nachher drüber zu sprechen.
Lieben Gruß

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16. Oktober 2008 um 8:48
In Antwort auf melike13

Jeder von euch muß sich zunächst selbst helfen,
was ist denn daran verkehrt, wenn man nach sich schaut. Ich habe aus allem was du
schreibst so ein wenig das Gefühl, bzw. ich höre heraus. "er ist ohne mich verloren,
der sensible Mann braucht mich" das sind nicht die Voraussetzungen für eine Liebes-
beziehung. Lass mal ein wenig Ruhe einkehren und dann setzt euch mal zusammen
und erzählt euch, was ihr denn braucht und wie ihr euch gefühlt habt und ob es noch
Möglichkeiten gibt und unter welchen Voraussetzungen. Ihr solltet euch auf einer Augen-
höhe begegnen können. Es ist gut wenn du die Dinge aufschreibst, aber schick es mal
im Moment nicht ab. Vielleicht dient dir das Geschriebene auch nur als Anhaltspunkt um nachher drüber zu sprechen.
Lieben Gruß

Wie wahr
Du hast recht. Jeder muss sich zuerst wieder finden. Vorallem er, ihn haben seine Probleme komplett aus der Bahn gehauen. Manchmal denk ich, es wurde ihm alles zuviel und er hat das aufgegeben, was er aufgeben konnte. Also mich. Er erzählte mir, dass er im Moment mit seinen besten Freunden "Zoff" hat. Also, er lehnt auch diese wichtigen Menschen ab.

Ich glaube auch, es muss so sein. Ruhe muss einkehren. Doch, wann ist wohl der Zeitpunkt wo ich ihn mal anrufe und frage wie es ihm geht? Ob wir uns mal treffen können.
Wann soll ich denn Brief abschicken?? ich will ihn abschicken, weiss nur nicht wann. Dort steht soviel wichtiges drin, was ich ihm nicht sagen kann, bzw. nur ein Bruchteil davon richtig rüber bringen könnte. in knapp 2 Wochen hat er Geburtstag. in gut 2 Wochen wäre unser Jahrestag
Mir grauts enorm vor diesem Tag....ich will ihn nicht erleben. Ich weiss, es wird mir sehr schlecht gehen - noch schlechter als jetzt.

Ich hab mir schon überleg und mit Menschen besprochen, ob es sinnvoll wäre, wenn ich mich einem Psychologen anvertraue. Was haltet ihr davon? ich bin wirklich enorm eingeschränkt in einem Alltag. Arbeiten fällt mir sehr schwer, essen, abschalten kenn ich nicht mehr, ich kann nicht mehr alleine Zuhause sein, muss immer jemand um mich rum haben. Diese Gefühle hatte ich vorher noch NIE. Wir hockten nie aufeinander, sodass wir alles gemeinsam machten. Mir war mein Freiraum immer wichtig, ihm auch. Und doch fühl ich mich jetzt soooo alleine, obwohl ich Menschen um mich rum habe. Ich glaube, ich gehe noch kaputt daran.

Ich liebe diesen Mann so sehr. Kann ihn nicht einfach aufgeben. Ich kann nicht glauben, dass seine tiefe Liebe, wie er mir immer gesagt hat, in ein paar Monaten restlos verschwunden sein kann. Ich hab viel kaputt gemacht, hab ihm in meiner Krise die Liebe und Zuneigung nicht mehr geben können. Aber gehen dann innerhalb eines halben Jahres alle Gefühle weg?? Ich kanns nicht verstehen.
Ich werde ihm Zeit geben sein Leben zu ordnen, seine Gefühle und Gedanken. Aber ich werde noch einen letzten Versuch starten, mit einem Treffen, mit dem Brief, um in ihm vielleicht noch was zu bewirken.
Aber ich weiss auch, wenn er mich ablehnt, dann beginnt leider die ganze Leidensgeschichte nochmals von vorne und vielleicht noch viel stärker - einfach ohne Hoffnung.

Ich habe Angst.

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