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Völliges Desinteresse?

9. März 2012 um 15:23

Ich frage mich ob es diesen Zustand wirklich gibt. Wenn ein Mann in einer Beziehung lebt und glücklich ist, dass er sich dann für keine andere Frau interessiert..!? Bleibt da nicht trotzdem ein Restzweifel, die Frage ob eine andere Frau nicht besser zu ihm passen würde.. Ich will das nicht nur auf Männer beschränken, aber sind wir nicht alle scharf auf dieses Frisch-Verliebt Gefühl, diesen Rauschzustand? Früher oder später kenn man seinen Partner und es gibt nichts bis wenig Neues zu entdecken, sehnt man sich dann nicht wieder nach was Neuem? Kann man wirklich absolut zufrieden und glücklich sein?
Für mich ist dieses Optimum nicht erreichbar, der Eine kommt näher hin als der Andere, aber ganz erreichen wirds niemand.

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9. März 2012 um 16:41

Ein Partner...
oder eine Partnerin hat nicht die Aufgabe den anderen "glücklich zu machen". Eine Partnerschaft soll eine gegenseitige Ergänzung sein, kein Glücksmacher. Das Glücksgefühl muss man in sich selber spüren, sprich mit sich selbst u mit seinem Leben glücklich sein...

Viele Menschen denken, der oder die ist dafür verantworlich mir das große Glück auf Erden zu bescheren - das ist auch der Grund, warum die meisten Beziehungen unglücklich sind u beendet werden.

Erst wenn man in sich selbst ruhend und glücklich ist und zwar ALLEINE , kann man in einer Beziehung glücklich sein. Einflüsse von außen sind vergänglich.

Ein Optimum an Partnerschaft ist nicht der permanente sehr wankelmutige Glückstaumel, sondern gegenseitiges Verständnis und Harmonie.

Es gibt viele Menschen, zu denen du allem Anschein nach auch gehörst, die in eine neue Beziehung gehen, mit der meist unausgesprochenen Erwartungshaltung: "Und du musst mich nun glücklich machen!" -----------> das funktioniert NIE!

Es gibt sogar Leute, die süchtig sind, nach diesem Verliebtheitsgefühl, welches an Anfang spürbar ist. Und wenn diese Anfangseuphorie abgeflaut ist, wird die Beziehung beendet u der nächste kommt dran... Das sind meist sehr oberflächliche Menschen, die sich noch nie mit sich selbst und ihrem Seelenheil auseinandergesetzt haben.
Sobald ein Mensch SICH SELBST liebt u glücklich mit seinem Leben ist, wird er diesen Rausch nicht mehr brauchen u eine Beziehung als ein schönes EXTRA betrachten, aber nicht als "Funktionsknopf" um glücklich zu sein...

(Les mal Arthur Schopenhauer)

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13. März 2012 um 7:47

Was weißt ausgerechnet DU
von MEINEN Wünschen?!

Wer sagt, dass Geilheit wegmeditiert wird?!

Ich habe auch Sehnsucht nach Sex und Leidenschaft und lebe dies aus. Nach Abwechslung nicht, das habe ich schon hinter mich gebracht.

Du hast meine Antwort scheinbar nicht verstanden - es geht um sie Sucht nach dem Verliebtheitsgefühl, nach nie erreichten Wunschvorstellungen und Erwartungshaltungen an einen anderen Menschen.

Und es ist eine Tatsache, dass ein Mensch, der mit SICH SELBST nicht zufrieden ist, auch niemals mit einem anderen Menschen zufrieden sein wird und immer nach dem Glück von außen streben wird...

Und ja, WESTFAL, ich lese, studiere GERNE und bilde mich auch gerne weiter - der STILLSTAND des Geistes ist das Schlimmste

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13. März 2012 um 14:37

Es geht nicht...
um die höhere oder bessere Lebensphilosophie, da es da kein "höher" und/oder "besser" gibt; ich fahre mit meiner jedoch gut, da es mir deutlich mehr bringt alleine zu leben, als mir den Zwang aufzuerlegen, einen Lebenspartner finden zu müssen, auf welchen ich den "Anspruch" erhebe, mich zu bebaupauchpinseln u mich glücklich zu machen....

Es ist doch kaum zu verleugnen, dass es eine bestimmte Couleur Mensch gibt (kenne ich aus eigenem Bekanntenkreis), die nach Glückseligkeit hecheln, in der ersten Phase der Verliebtheit glauben jene gefunden zu haben, um dann doch letztendlich festzustellen, dass der Himmel nach so und so langer Zeit, nunmal nicht mehr voller Geigen hängt. Dann wird das mittlerweile langweilig oder gar lästig gewordene Subjekt, was nichts anderes als eine leere Projektionfläche für subjektive Wünsche u Sehnsüchte darstellte, ausrangiert und ein neues Opfer zum Beheben persönlicher Insuffizienzen ausgemacht...

Und dies halte ich für eine große charakterliche und seelische Schwäche - es geht also mir NICHT um das Ausleben des Triebes u der Leidenschaften, welches vollkommen legitim ist, sondern um das Benutzen eines anderen die individuelle geistige u seelische Leere zu füllen.

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16. März 2012 um 14:45

...
Die Unterscheidung in unterschiedliche Liebesformen ist ja schön und gut, aber ich denke das Eine schließt das Andere nicht aus. Und das ist der Punkt, man lebt in einer Partnerschaft und man spricht nach einiger Zeit von partnerschaftlicher Liebe (siehe westfal), trotzdem bleibt die leidenschaftliche Liebe immer ein Thema und kann nicht völlig ausgeblendet werden.
Jeder Mensch und vorallem jeder Mann sucht Bestätigung und so zivilisiert wir auch sind, die natürlichen Triebe und Instinkte können wir nicht abschalten wie das Licht im Badezimmer.

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17. März 2012 um 7:54

Ich finde es
immer wieder amüsant wie überheblich und anmaßend manche Menschen sind, sich quasi für überlegen und ach so intelligent halten.

Ich lebe seit 5 Jahren in einer Partnerschaft, die alles andere als "der leichte Weg" ist. Meine Freundin leidet unter Depressionen und verhält sich sehr asexuell aus den verschiedensten Gründen. Trotzdem halte ich zu ihr und bin für sie da. Mir und auch ihr ist schon seit Längerem klar, das ich in der Beziehung mehr gebe als nehme, aber das stört mich nicht, da sie einfach mehr Hilfe und Unterstützung braucht.
Und wenn du von "gerade soweit modernisieren" sprichst, ich war schon mit 14 Jahren in einem Schülerheim (war zwangsläufig so, da meine damalige Schule zuweit vom Elternhaus entfernt war) und hab schon damals gelernt selbstständig zu sein, sprich mir selbst die Wäsche zu waschen, zu bügeln, Knöpfe einzunähen und Ähnliches. Auch in der jetzigen Beziehung mache ich alles von Fenster putzen über Geschirr abwaschen bis hin zur Reinigung des WCs.

Mit den Instinkten und Trieben meine ich keine primitiven Verhaltensweisen, jeder Mensch wird bis zu einem gewissen Grad ob bewusst oder unbewusst von seinen Instinkten gesteuert, da sind Frauen keine Ausnahme.

Ach ja da du auch die Intelligenz angesprochen hast, ich schreibe gerade an meiner Doktorarbeit für den Doktor der technischen Wissenschaften.

Soviel dazu.

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19. März 2012 um 16:32

Ich merke
gerade das wir völlig aneinander vorbei reden bzw. geredet haben und ich gebe zu einige deiner Aussagen falsch aufgefasst zu haben.
Wenn man sein Gegenüber und dessen Hintergrund nicht kennt kann man gedanklich leicht in die falsche Richtung laufen.

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20. März 2012 um 16:56

Rauschzustand!
Ich bin zur Zeit auch frisch verliebt und wir sind beide meine Freundin und ich in einem Rauschzustand, wir sind beide für einander wie Kokain. Aber weshalb soll sich ein Mann der glücklich ist, bzw. guten Sex hat eine andere Partnerin suchen. Kann ich nicht nachvollziehen. Das gleiche gilt für die Frauen. Weshalb sollte eine Frau die mehrere Orgasmen am Tag hat, wie es gerade bei meiner Freundin der Fall ist, sich einen anderen Typen suchen, um nicht 3 sondern 6 mal am Tag zu kommen. Das ist sicherlich nicht der Fall. Es gibt eine alte Weisheit: Wenn es im Bett stimmt, dann stimmt es auch in der Beziehung und das sind beide Partner bereit für den anderen durchs Feuer zu gehen, sollte zumindest so sein. Warum gehen Männer oder Frauen fremd? Weil Sie eben nicht das vom Partner bekommen, was Sie sich vorstellen, dass liegt aber auch daran, dass man nicht miteinander spricht. Wenn man nicht miteinander spricht, hat man sich auch nichts zu sagen, bzw. leidet darunter auch das Vertrauen. Desweiteren fehlt in vielen Beziehungen der Kick wenn dieser Rauschzustand vorbei ist, man muss sich halt auch mal was einfallen lassen. Wir treiben es wo immer wir Lust haben, auch schon mal in der Küche, oder im Freien oder im Auto etc. Das hält eine Beziehung auf Trab und bringt Abwechslung.

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21. März 2012 um 6:48
In Antwort auf haldor_12261541

Rauschzustand!
Ich bin zur Zeit auch frisch verliebt und wir sind beide meine Freundin und ich in einem Rauschzustand, wir sind beide für einander wie Kokain. Aber weshalb soll sich ein Mann der glücklich ist, bzw. guten Sex hat eine andere Partnerin suchen. Kann ich nicht nachvollziehen. Das gleiche gilt für die Frauen. Weshalb sollte eine Frau die mehrere Orgasmen am Tag hat, wie es gerade bei meiner Freundin der Fall ist, sich einen anderen Typen suchen, um nicht 3 sondern 6 mal am Tag zu kommen. Das ist sicherlich nicht der Fall. Es gibt eine alte Weisheit: Wenn es im Bett stimmt, dann stimmt es auch in der Beziehung und das sind beide Partner bereit für den anderen durchs Feuer zu gehen, sollte zumindest so sein. Warum gehen Männer oder Frauen fremd? Weil Sie eben nicht das vom Partner bekommen, was Sie sich vorstellen, dass liegt aber auch daran, dass man nicht miteinander spricht. Wenn man nicht miteinander spricht, hat man sich auch nichts zu sagen, bzw. leidet darunter auch das Vertrauen. Desweiteren fehlt in vielen Beziehungen der Kick wenn dieser Rauschzustand vorbei ist, man muss sich halt auch mal was einfallen lassen. Wir treiben es wo immer wir Lust haben, auch schon mal in der Küche, oder im Freien oder im Auto etc. Das hält eine Beziehung auf Trab und bringt Abwechslung.

So ist es
natürlich kann man sich auseinanderleben wie es so schön heisst, aber wie kommt es eigentlich dazu? ich war 15 jahre verheiratet und stehe jetzt kurz vor der scheidung. meine frau hat mich mit einer anderen frau betrogen und lebt jetzt auch mit dieser zusammen. es hat einfach nicht gepasst und genau das ist eben das problem. es war die falsche frau, das merkt man leider erst immer hinterher. in der ehe, war vieles eine einbahnstrasse, soll heissen der eine hat gegeben (ich) meine frau hat fast nur genommen. mit meiner freundin ist das anders, wir harmonieren auch so sehr gut. reden viel miteinander. in dieser beziehung ist es so, dass es ein geben und ein nehmen ist von beiden seiten. nur so kann eine beziehung langfristig funktionieren, es müssen aber auch beide wollen. ich habe mit meiner freundin am anfang beim sex gleich die weichen gestellt und weiss was sie möchte und was nicht, dass habe ich über meine vorlieben auch gemacht. wenn wir dann sex haben, täglich mind. einmal dann kommt sie fast immer zum orgasmus. für mich ist es sehr wichtig das sie kommt. wenn sie dann gekommen ist, werde ich verwöhnt und wir haben gv. aber wir haben kein schema f, wann und wie wir es machen, dass ist eben der reiz an der sache. ich freue mich jeden tag darauf mit ihr zu schlafen und das hält eben auch die spannung sehr hoch.

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21. März 2012 um 7:20
In Antwort auf haldor_12261541

Rauschzustand!
Ich bin zur Zeit auch frisch verliebt und wir sind beide meine Freundin und ich in einem Rauschzustand, wir sind beide für einander wie Kokain. Aber weshalb soll sich ein Mann der glücklich ist, bzw. guten Sex hat eine andere Partnerin suchen. Kann ich nicht nachvollziehen. Das gleiche gilt für die Frauen. Weshalb sollte eine Frau die mehrere Orgasmen am Tag hat, wie es gerade bei meiner Freundin der Fall ist, sich einen anderen Typen suchen, um nicht 3 sondern 6 mal am Tag zu kommen. Das ist sicherlich nicht der Fall. Es gibt eine alte Weisheit: Wenn es im Bett stimmt, dann stimmt es auch in der Beziehung und das sind beide Partner bereit für den anderen durchs Feuer zu gehen, sollte zumindest so sein. Warum gehen Männer oder Frauen fremd? Weil Sie eben nicht das vom Partner bekommen, was Sie sich vorstellen, dass liegt aber auch daran, dass man nicht miteinander spricht. Wenn man nicht miteinander spricht, hat man sich auch nichts zu sagen, bzw. leidet darunter auch das Vertrauen. Desweiteren fehlt in vielen Beziehungen der Kick wenn dieser Rauschzustand vorbei ist, man muss sich halt auch mal was einfallen lassen. Wir treiben es wo immer wir Lust haben, auch schon mal in der Küche, oder im Freien oder im Auto etc. Das hält eine Beziehung auf Trab und bringt Abwechslung.

Ich stimme
dir voll und ganz zu. Was ich mit dem Titel "Völliges Desinteresse" anfangs meinte war die Frage ob es einen Zeitpunkt.. Zustand was auch immer gibt wo man völlig in seiner Beziehung aufgeht und bspw. ein andere hübscher Mensch der einem auf der Straße entgegen kommt völlig kalt lässt. Das heisst jetzt nicht, dass man fremd geht bzw. irgendeine Aktion folgen lässt, sondern einfach nur Gedanken wie zb.."Die/Der ist aber hübsch"..etc. nochmal das heisst nicht das man jetzt zu dieser Person hingeht, sondern einfach nur solche Gedankenspiele. Versteht ihr was ich meine?
Ich denke in der Frisch-Verliebt Phase kommt diesem Zustand sehr nahe, da ist die Partnerin/der Partner das Ein und Alles, danach kommt es stark drauf an wie die Beziehung läuft und wieviel Mühe man sich gibt die Liebe am Leben zu erhalten.

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21. März 2012 um 8:32
In Antwort auf arthur_12183205

Ich finde es
immer wieder amüsant wie überheblich und anmaßend manche Menschen sind, sich quasi für überlegen und ach so intelligent halten.

Ich lebe seit 5 Jahren in einer Partnerschaft, die alles andere als "der leichte Weg" ist. Meine Freundin leidet unter Depressionen und verhält sich sehr asexuell aus den verschiedensten Gründen. Trotzdem halte ich zu ihr und bin für sie da. Mir und auch ihr ist schon seit Längerem klar, das ich in der Beziehung mehr gebe als nehme, aber das stört mich nicht, da sie einfach mehr Hilfe und Unterstützung braucht.
Und wenn du von "gerade soweit modernisieren" sprichst, ich war schon mit 14 Jahren in einem Schülerheim (war zwangsläufig so, da meine damalige Schule zuweit vom Elternhaus entfernt war) und hab schon damals gelernt selbstständig zu sein, sprich mir selbst die Wäsche zu waschen, zu bügeln, Knöpfe einzunähen und Ähnliches. Auch in der jetzigen Beziehung mache ich alles von Fenster putzen über Geschirr abwaschen bis hin zur Reinigung des WCs.

Mit den Instinkten und Trieben meine ich keine primitiven Verhaltensweisen, jeder Mensch wird bis zu einem gewissen Grad ob bewusst oder unbewusst von seinen Instinkten gesteuert, da sind Frauen keine Ausnahme.

Ach ja da du auch die Intelligenz angesprochen hast, ich schreibe gerade an meiner Doktorarbeit für den Doktor der technischen Wissenschaften.

Soviel dazu.

"Primitiv"
bedeutet aber schlichtweg "einfach". Man hat ja auch bis vor nicht allzu langer Zeit, noch von "primitiven Völkern" gesprochen...

Deine Lebensgeschichte finde ich aber in diesem Zusammenhang äußerst interessant - du warst in einem Schülerheim, MUSSTEST selbstständig sein, da deine Eltern, insbesondere die Mutter, nicht für dich da war, sich nicht um dich gekümmert hat...
Man könnte nun also mutmaßen, du bist auf der dauernden unbewußten Suche nach Sicherheit, die du aber, wenn du sie hast, erneut mit beiden Händen von dir stößt, weil du damit nicht umgehen kannst.

...ob du nun andere Menschen auf der Straße als schön, oder unschön empfindest, spielt da aber keine Rolle; ich selbst bin mit meiner Beziehung zufrieden, aber kann nach wie vor einen schönen von einem häßlichen Menschen unterscheiden - nur ist mir "Schönheit" bei einem Mann lange nicht mehr so wichtig, wie sie es mir noch vor 10 Jahren war... Jedoch wird man in einer Beziehung nicht blind für "Schönes", was sich außerhalb selbiger abspielt.

Es macht zwar oft den Anschein, dass Jugendliche ach so eigenständig durch ihr Leben gehen können, aber werden sie zu früh ins kalte Wasser geschmissen, entstehen dadurch Bindungängste und selbstverständlich verschiedene Bindungstypen. Man bekommt sein Bindungsverhalten also nicht in die Wiege gelegt, sondern es ist anerzogen. Von Fritz Riemann gibt es da das fantastische Buch "Grundformen der Angst", in welchem er genau 4 Beziehungsstrukturen und Typen beschreibt.

Ich bin sowieso der Meinung, dass man nicht zwangsläufig ein ewiges Opfer seiner Kindheit ist bzw sein sollte, da auch die eigenen Eltern Opfer ihrer Kindheit waren/sind und so zieht sich das unendlich in die hintersten Generationen.
Sich ohne Wut von seinen Eltern lösen (in gewisser Weise), ihnen verzeihen, sie auch als "Produkte" ihrer eigenen Kindheit sehen, wirkt oftmals Wunder im eigenen Leben...

Es spielt auch keine Rolle, ob du nun eine Doktorarbeit schreibst, oder am Aldi an der Kasse sitzt. Partnerschaftsverhalten ist "erlernt" und meist aus dem unmittelbaren Umfeld abgeschaut.

Es sind sogar meist die etwas "helleren Geister", die mit Beziehungen ihre Probleme haben, weil sie mehr hinterfragen; das hat natürlich nichts mit der Frage der Treue zu tun, sondern sie hinterfragen zwangsläufig immer etwas intensiver ihr Umfeld, als trübe Geister.





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21. März 2012 um 9:33

Ich gebe dir Recht!
@lea 7752

natürlich ist nur Sex keine Basis für eine Beziehung. Da gebe ich dir absolut Recht. Wir machen ja auch viel miteinander, haben Spass zusammen, und Lieben uns wie die Verrückten, bzw. sind wir verrückt aufeinander. Wenn bei dem ganzen auch noch der Sex stimmt und ich lege grossen Wert darauf, dass meine Freundin Spass am Sex hat, denn sonst bringt die ganze Sache nicht. Natürlich gehört auch der Respekt und Achtung dazu, sonst kannst Du das ganze knicken.

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22. März 2012 um 13:53

Mooooment.....
Gaanz so einfach ist es dann ja nicht....

Auch Frauen folgen Trieben und Instinkten.
Insbesondere bei der Partnerwahl.
Nur geraten diese Instinkte nicht in Konflikt mit gesellschaftlichen Normen.Sie stammen aber
genauso wie unser Sexualinstinkt aus Urzeiten.
Das bedeutet:
Kinder haben wollen,partnerschaftlich zusammenleben wollen,einen Mann an sich binden wollen,Nestbau, etc.
ist genauso steinzeitlich,primitiv und unterentwickelt und
unintelligent wie der Sexualtrieb.

Eine verheiratete Mutter wird IMMER für ein partnerschaftliches Modell der Beziehung plädieren
Ist ja in ihrem eigenen Interesse.Einen dementsprechenden Mann bindet man als Frau ja auch an sich...

Das Leben hat aber mehr Phasen als diese...
Es gibt aber nicht nur Frauen,die gerade Mütter werden
wollen oder solche sind und sich durchaus etwas anderes
vorstellen können.Du kannst hier also nicht mal eben für alle Frauen sprechen.Und sooo groß ist die Solidarität unter Frauen ja bekanntermaßen nicht,daß sich jede an die Spielregeln hält....








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22. März 2012 um 15:02

Rauschzustand!
@lea 7752

sorry, hilf mir mal aufs pferd, was heisst bei dir kein guter sex, da ist doch dein partner dafür zuständig oder nicht, wie gut oder nicht gut er es dir macht. gerade wenn man gestritten hat, sollte man dann nicht zur versöhnung sex haben? finde ich zumindest. nach jedem streit kommt auch wieder eine versöhnung. ich mache es mit meiner freundin als auch mal kurz in der mittagspause. wie aus dem nichts fange ich an sie zu streicheln und schwupp die wupp machen wir es miteinander. solange man heiss aufeinander ist, langweilt man sich auch nicht, finde ich zumindest.

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22. März 2012 um 15:31
In Antwort auf juno_11954632

"Primitiv"
bedeutet aber schlichtweg "einfach". Man hat ja auch bis vor nicht allzu langer Zeit, noch von "primitiven Völkern" gesprochen...

Deine Lebensgeschichte finde ich aber in diesem Zusammenhang äußerst interessant - du warst in einem Schülerheim, MUSSTEST selbstständig sein, da deine Eltern, insbesondere die Mutter, nicht für dich da war, sich nicht um dich gekümmert hat...
Man könnte nun also mutmaßen, du bist auf der dauernden unbewußten Suche nach Sicherheit, die du aber, wenn du sie hast, erneut mit beiden Händen von dir stößt, weil du damit nicht umgehen kannst.

...ob du nun andere Menschen auf der Straße als schön, oder unschön empfindest, spielt da aber keine Rolle; ich selbst bin mit meiner Beziehung zufrieden, aber kann nach wie vor einen schönen von einem häßlichen Menschen unterscheiden - nur ist mir "Schönheit" bei einem Mann lange nicht mehr so wichtig, wie sie es mir noch vor 10 Jahren war... Jedoch wird man in einer Beziehung nicht blind für "Schönes", was sich außerhalb selbiger abspielt.

Es macht zwar oft den Anschein, dass Jugendliche ach so eigenständig durch ihr Leben gehen können, aber werden sie zu früh ins kalte Wasser geschmissen, entstehen dadurch Bindungängste und selbstverständlich verschiedene Bindungstypen. Man bekommt sein Bindungsverhalten also nicht in die Wiege gelegt, sondern es ist anerzogen. Von Fritz Riemann gibt es da das fantastische Buch "Grundformen der Angst", in welchem er genau 4 Beziehungsstrukturen und Typen beschreibt.

Ich bin sowieso der Meinung, dass man nicht zwangsläufig ein ewiges Opfer seiner Kindheit ist bzw sein sollte, da auch die eigenen Eltern Opfer ihrer Kindheit waren/sind und so zieht sich das unendlich in die hintersten Generationen.
Sich ohne Wut von seinen Eltern lösen (in gewisser Weise), ihnen verzeihen, sie auch als "Produkte" ihrer eigenen Kindheit sehen, wirkt oftmals Wunder im eigenen Leben...

Es spielt auch keine Rolle, ob du nun eine Doktorarbeit schreibst, oder am Aldi an der Kasse sitzt. Partnerschaftsverhalten ist "erlernt" und meist aus dem unmittelbaren Umfeld abgeschaut.

Es sind sogar meist die etwas "helleren Geister", die mit Beziehungen ihre Probleme haben, weil sie mehr hinterfragen; das hat natürlich nichts mit der Frage der Treue zu tun, sondern sie hinterfragen zwangsläufig immer etwas intensiver ihr Umfeld, als trübe Geister.





Ich muss sagen
du hast mit dem was du im Bezug auf mich vermutest nicht wirklich unrecht. Die Tatsache schon sehr früh selbtsständig sein zu müssen hat mich mit Sicherheit geprägt bzw. lässt mich gewisse Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen. Diese Beziehungsstrukturen und -typen finde ich interessant, werd mir dazu mal Literatur besorgen. Danke für den Tipp.

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22. März 2012 um 16:56

Ich habe nie so genau formulieren können....
.... warum ich die das Modell "serielle Monogamie"
schon immer als "Krücke" oder faulen Kompromiß
empfunden habe.
Natürlich kann man so leben,daß man sich trennt,sobald
die Verliebheitsphase aufhört.
Aber habt ihr schon mal jemanden getroffen,der dann auch
offen sagt,daß er das Gefühl zum leben braucht ?
Jemanden,der es zumindest sich selbst eingesteht ?

Da kommen dann diese komischen Begründungen und Rationalisierungen für eine Trennung zutage wie:
hat nie die Zahnpastatube zugedreht,war nicht romantisch genug etc.

Genauso wie viele behaupten,daß unsere Zeit übersexualisiert
ist,könnte man doch auch behaupten,daß sie überromantisiert ist.Möchte wirklich jeder ständig verliebt durch die Gegend rennen ? Als Gefühlsjunkies ?

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22. März 2012 um 17:32

Schlechter
@lea7752

egoistischer sex gibt es bei uns nicht. genau das möchte ich vermeiden. meine freundin hat es gerne etwas lääääääääännngggger. aber für mich ist es sehr wichtig in unserer beziehung das beide spass am sex haben. ich mag das auch nicht, wenn ich meine partnerin verwöhne und hinterher darf ich ihn nur "reinstecken" und los geht es. da stehe ich gar nicht drauf. das ist gott sei dank bei meiner jetzigen flamme nicht so.

ja mit dem streiten ist das so eine sache. es kommt ja immer auf die ursache an. weshalb streitet man sich denn, wenn man z.b unterschiedlicher meinung ist, oder wenn man nicht miteinander redet und man dann von dem partner vor den kopf gestossen bekommt. da kann ich richtig zur "wildsau" werden.

also wir sind schon ein bisschen länger zusammen. was mir gefällt ist die spontanität. stell dir vor du bist ein mann und wirst mit sahne verwöhnt, oder hast du dir nicht mal vorgestellt es in der küche oder wo anders mal zu machen, als immer nur im bett. wir probieren immer was neues aus, dass hält die beziehung unter strom. wir sind glaube ich auch beide ein bisschen verrückt, aber so ist das halt mit der liebe. ich hoffe mal das du nicht mehr so pessimistisch bist und das deine prophezeihungen nicht eintreffen

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24. März 2012 um 10:16

Schau mer mal
@lea7752

Glückhormone werden bei jedem Sex ausgeschüttet, habe ich mal gelesen. Die Realität tritt meiner Meinung dann ein, wenn man nicht mehr heiss auf einander ist, bzw. Langeweile eintritt, glaube jetzt weniger das es mit Hormonen oder sonst was zu tun hat. Ich wohne mit meiner Freundin auch zusammen, da ist ja nichts einzuwenden. Das mit der Brille gebe ich Dir Recht, dass habe ich bei meiner "Noch Frau" bald geschieden zu spät gemerkt, bzw. wollte es nicht merken, man hat sich vieles schöngeredet. So wie Du es schilderst ist auch bei uns eingetreten, dass hatte aber mit was anderem zu tun. Sie war einfach falsch gepolt!

Sie mir nicht böse, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass wenn eine Frau dauergeil bzw. jeden Tag Sex möchte sich dann irgendwann ändern sollte, dass muss Ursachen haben. Das passiert doch dann wenn der Partner sich nicht mehr für Sie interessiert oder wenn es eben langweilig wird, geplanter Sex oder der obligatorische "Ehefi..." wie man so gerne sagt.

Ich mag auch keinen gestellten oder geplanten Sex. Das ist eben gerade das schöne in meiner jetzigen Beziehung das ich nie weiss wann wir es miteinander machen und wo. Das ist der Kick an der Sache. Wenn wir geil sind, dann machen wir es auch mal auf der Küchentheke oder im Auto auf einem Parkplatz oder auf der Waschmaschine. Auch wie wir es machen ist nicht geplant, ob ich dabei Sextoys, oder andere Sachen einsetze, das kommt auf die Situation drauf an.

Wir haben zwar täglich Sex, aber weil wir uns sehr lieben und verrückt aufeinander sind und nicht weil wir auf Rekordjagd sind oder sonst was. Uns macht es Spass und das ist die Hauptsache

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24. März 2012 um 11:26

Ich glaube,wir reden hier von verschiedenen Dingen....
ich habe in meinem ganzen Leben noch nie jemanden gesehen,oder getroffen,der stets verliebt durch die
Gegend gelaufen ist.

Ich meine die Verliebtheitsphase ganz am Anfang,
wo man praktisch nur den anderen/die andere sieht
mit Aufregung,Herzklopfen,Aufmerks amkeit für jedes noch so kleine Detail am andern usw.
Den Rauschzustand eben...,die Tuteltäubchenphase

Nein,so möchte ich wirklich nicht immer sein.
Dann hätte ich ja kaum Zeit und Aufmerksamkeit für anderes,
z.B.Freunde usw.

Und mit überromantisiert meine ich auch:
Sieh dir mal unser Fernsehprogram an.
Entweder es läuft eine Soap in der es auch nur um Beziehungskram geht,oder um entsprechende Talkshows,
oder um diese gestellten Psychogespräche von dieser
"wie heisst sie doch gleich"
Wer ist dafür wohl Zielgruppe ?

Aber ich denke,da sind Frauen und Männer tendentiell
auch verschieden.....

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10. April 2012 um 1:26
In Antwort auf haldor_12261541

Rauschzustand!
Ich bin zur Zeit auch frisch verliebt und wir sind beide meine Freundin und ich in einem Rauschzustand, wir sind beide für einander wie Kokain. Aber weshalb soll sich ein Mann der glücklich ist, bzw. guten Sex hat eine andere Partnerin suchen. Kann ich nicht nachvollziehen. Das gleiche gilt für die Frauen. Weshalb sollte eine Frau die mehrere Orgasmen am Tag hat, wie es gerade bei meiner Freundin der Fall ist, sich einen anderen Typen suchen, um nicht 3 sondern 6 mal am Tag zu kommen. Das ist sicherlich nicht der Fall. Es gibt eine alte Weisheit: Wenn es im Bett stimmt, dann stimmt es auch in der Beziehung und das sind beide Partner bereit für den anderen durchs Feuer zu gehen, sollte zumindest so sein. Warum gehen Männer oder Frauen fremd? Weil Sie eben nicht das vom Partner bekommen, was Sie sich vorstellen, dass liegt aber auch daran, dass man nicht miteinander spricht. Wenn man nicht miteinander spricht, hat man sich auch nichts zu sagen, bzw. leidet darunter auch das Vertrauen. Desweiteren fehlt in vielen Beziehungen der Kick wenn dieser Rauschzustand vorbei ist, man muss sich halt auch mal was einfallen lassen. Wir treiben es wo immer wir Lust haben, auch schon mal in der Küche, oder im Freien oder im Auto etc. Das hält eine Beziehung auf Trab und bringt Abwechslung.

.??
das ist so nicht ganz richtig! sex ist in einer beziehung zwar wichtigaber es gibt auch noch interesse am partner selbst und nicht nur an seinen geschlechtsorganen...

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