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Vier Monate vor der Hochzeit ist alles vorbei

25. April 2017 um 11:08

Hallo ihr Lieben! Ich bin neu hier und mir geht es unglaublich schlecht. Mein Verlobter hat mich jetzt 4 Monate vor der Hochzeit verlassen. Kurz zu der ganzen Geschichte. Wir sind seit 2014 zusammen und sind auch recht schnell zusammengezogen. Vor gut anderthalb Jahren sind wir in unsere neue Wohnung, die 30km von unserem ursprünglichen Wohnort ist, gezogen, da er hier einen Job nach seinem Studium angetreten ist. Nach wenigen Monaten haben sich bei ihm die ersten Anzeichen von Depressionen und Panikattacken breit gemacht. Das wurde irgendwann so schlimm, dass er nur noch weinend auf dem Sofa gelegen hat. Ich habe ihn in dieser schlimmen Zeit unterstützt wo es nur ging. Er ist natürlich sowohl in psychiatrischer als auch in psychologischer Behandlung und seit dem geht es nur noch bergauf mit seiner Gesundheit. Vor einem halben Jahr hat er mir einen Heiratsantrag gemacht. Die Hochzeitsplanung ist so gut wie fertig und die Einladungen natürlich raus. So und jetzt kommt es: seit etwa zwei Monaten verbringt er lieber Zeit mit seinem PC als mit mir abends zu kuscheln, obwohl er das zwar auch vorher getan hat, aber nicht so extrem. Er redet nur noch über die Arbeit, wie kacke alles ist. Im Bett ist jetzt auch nicht jede Woche was los. Dazu kommt noch, dass ich meine Bachelor Arbeit schreibe und eh schon genervt bin. Da hab ich ihn auch mal blöd angemacht. Am Sonntag kam dann der Schlag ins Gesicht, er kann nicht mehr, die Beziehung ist nicht gut und blablabla. Durch mehrfaches Reden ist mir klar geworden, dass er ein Problem mit der Bindung hat und er die Zeit lieber mit sich verbringt. Es ist sooo unfair, ich hab seine ganze Krankheit mitgemacht und das soll der Dank dafür sein?
Tut mir leid für den langen Text, aber ich kann noch mit keinem darüber reden, es tut einfach weh ...

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25. April 2017 um 11:18

Ich kann dir leider nicht viel Trost spenden befürchte ich, aber ich kann dir sagen dass es mir ähnlich ging.
2015 hat mein damaliger Verlobter die Beziehung 7 Wochen vor unserer Hochzeit beendet. Für mich ein richtiger Schlag ins Gesicht, Demütigung usw. Für mich war es, als hätte mir jemand mein Leben gestohlen: Lebenspartner, Hund, Wohnung, Zukunftspläne - alles weg. Kam für mich sozusagen aus dem nichts, es war nach einem recht heftigen Streit. Genauere Gründe konnte er mir nie nennen.

Ich habe 6 Monate Therapie gebraucht um wieder auf die Beine zu kommen und bin heute froh, dass ich mir erstens die Therapie gegönnt habe und zweitens dass es so gekommen ist. Ich gebe zu dass es manchmal immer noch schmerzt, aber der Verstand weiß mittlerweile, dass es so für mich das Allerbeste war.

Tatsache ist, dass man niemandem zu etwas zwingen kann (glücklicherweise). Wenn jemand also keine Beziehung (mit mir) will, dann nutzt alles nix. Nicht was ich für den Menschen getan habe, nicht was für Pläne es gibt, keine Hochzeitseinladungen. Mir hat das einen unheimlichen Knacks in punkto Sicherheit gegeben - worauf soll man sich dann schließlich noch verlassen?
Aber Sicherheit ist eben trügerisch, in Wahrheit existiert die nicht. Man hat eben kein Recht auf einen anderen Menschen, egal was in der Vergangenheit passiert ist...

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25. April 2017 um 11:28
In Antwort auf melonchen1

Ich kann dir leider nicht viel Trost spenden befürchte ich, aber ich kann dir sagen dass es mir ähnlich ging.
2015 hat mein damaliger Verlobter die Beziehung 7 Wochen vor unserer Hochzeit beendet. Für mich ein richtiger Schlag ins Gesicht, Demütigung usw. Für mich war es, als hätte mir jemand mein Leben gestohlen: Lebenspartner, Hund, Wohnung, Zukunftspläne - alles weg. Kam für mich sozusagen aus dem nichts, es war nach einem recht heftigen Streit. Genauere Gründe konnte er mir nie nennen.

Ich habe 6 Monate Therapie gebraucht um wieder auf die Beine zu kommen und bin heute froh, dass ich mir erstens die Therapie gegönnt habe und zweitens dass es so gekommen ist. Ich gebe zu dass es manchmal immer noch schmerzt, aber der Verstand weiß mittlerweile, dass es so für mich das Allerbeste war.

Tatsache ist, dass man niemandem zu etwas zwingen kann (glücklicherweise). Wenn jemand also keine Beziehung (mit mir) will, dann nutzt alles nix. Nicht was ich für den Menschen getan habe, nicht was für Pläne es gibt, keine Hochzeitseinladungen. Mir hat das einen unheimlichen Knacks in punkto Sicherheit gegeben - worauf soll man sich dann schließlich noch verlassen?
Aber Sicherheit ist eben trügerisch, in Wahrheit existiert die nicht. Man hat eben kein Recht auf einen anderen Menschen, egal was in der Vergangenheit passiert ist...

Da hast du allerdings recht. Es ist so traurig, dass ich erneut von vorne anfangen muss. Ich habe vor ihm eine 8 jährige Beziehung zu einem absoluten a****loch gehabt. Der hat mir wirklich das Leben zur Hölle gemacht und mir alles, wirklich alles weggenommen, sodass ich zu meiner Schwester ziehen musste. Als ich dann aber meinen jetzigen getroffen habe, war ich so froh, endlich den Richtigen zu haben. Tja, schon wieder ein Griff ins Klo

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25. April 2017 um 11:38

Das ist eine gute Frage! Er hat zumindest zugegeben, dass er eine Art Beziehungsangst hat. Und er möchte mich damit nicht unglücklich machen, dass er mir aus dem Weg gehen möchte um sich um seinen PC zu kümmern. Also Zickereien sind auch normal in einer Beziehung, es gab aber nie einen so heftigen Streit, dass man sich trennen hätte wollen.

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25. April 2017 um 11:57

Ja das tut weh und ich hatte einen ähnlichen Fall in meiner Vergangenheit ( ohne Verlobung) Mein Ex war ebenfalls depressiv und ich hab knapp 2 Jahre mein Leben hintenangestellt um ihm zu helfen. Nun ja, sobald es ihm besser ging, hat er sich von mir getrennt. Das hat im ersten Moment sehr weh getan, im Nachhinein war es aber gut, sonst wären viele Dinge in meinem weiteren Leben nicht so gelaufen wie es sie es sind und mittlerweile bin ich froh, das diese Beziehung nicht gehalten hat. Ich glaube diese Trennung, wenn es einem besser geht, kommt bei depressiven Menschen häufig vor und ich denke, das hat etwas mit der wiedererlangten Freiheit zu tun. Natürlich ist das gegenüber dem Menschen, der sich die ganze Zeit gekümmert hat nicht nett, ich hab die Theorie, dass das auch mit abschließen der Dperessionen zu tun hat, man will ein neues Leben, ohne das Ganze, was einen noch an die Depressionen erinnert. Kann sein, das ich damit komplett falsch liege, für mich wars damals aber eine Erklärung. Ich hoffe, dir gehts in weiterer Zukunft wie mir und das du irgendwann auch siehst, das es besser für dich war.

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25. April 2017 um 12:03
In Antwort auf hawedere

Ja das tut weh und ich hatte einen ähnlichen Fall in meiner Vergangenheit ( ohne Verlobung) Mein Ex war ebenfalls depressiv und ich hab knapp 2 Jahre mein Leben hintenangestellt um ihm zu helfen. Nun ja, sobald es ihm besser ging, hat er sich von mir getrennt. Das hat im ersten Moment sehr weh getan, im Nachhinein war es aber gut, sonst wären viele Dinge in meinem weiteren Leben nicht so gelaufen wie es sie es sind und mittlerweile bin ich froh, das diese Beziehung nicht gehalten hat. Ich glaube diese Trennung, wenn es einem besser geht, kommt bei depressiven Menschen häufig vor und ich denke, das hat etwas mit der wiedererlangten Freiheit zu tun. Natürlich ist das gegenüber dem Menschen, der sich die ganze Zeit gekümmert hat nicht nett, ich hab die Theorie, dass das auch mit abschließen der Dperessionen zu tun hat, man will ein neues Leben, ohne das Ganze, was einen noch an die Depressionen erinnert. Kann sein, das ich damit komplett falsch liege, für mich wars damals aber eine Erklärung. Ich hoffe, dir gehts in weiterer Zukunft wie mir und das du irgendwann auch siehst, das es besser für dich war.

Dankeschön, von dieser Seite habe ich es noch gar nicht betrachtet! Ich glaube auch, dass es für Menschen, die keinen Bezug zu psychischen Erkrankungen haben, schwierig ist die ganze Situation zu beurteilen. Aber so wie du es auch sagst, man stellt sich hinten an. Das habe ich in der Situation auch gerne gemacht, da ich nicht weiß, was mit ihm hätte alles passieren können, wenn ich ihn im Stich gelassen hätte. Außerdem kam das auch nie in Frage, einem geliebten Menschen steht man in jeder Situation bei.

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25. April 2017 um 12:17
In Antwort auf elfenbeinchen1

Dankeschön, von dieser Seite habe ich es noch gar nicht betrachtet! Ich glaube auch, dass es für Menschen, die keinen Bezug zu psychischen Erkrankungen haben, schwierig ist die ganze Situation zu beurteilen. Aber so wie du es auch sagst, man stellt sich hinten an. Das habe ich in der Situation auch gerne gemacht, da ich nicht weiß, was mit ihm hätte alles passieren können, wenn ich ihn im Stich gelassen hätte. Außerdem kam das auch nie in Frage, einem geliebten Menschen steht man in jeder Situation bei.

Ja das tut man und dann ist es natürlich erst mal schmerzhaft und enttäuschend wenn man dann Knall auf Fall verlassen wird, wenn man endlich Licht am Ende des Tunnels sieht. Das klingt jetzt hart aber versuch mit der Sache abzuschließen. Nimm für dich mit, das du einem Menschen geholfen hast sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, das ist etwas Gutes, auch wenn der Ausgang schmerzhaft war. Konzentrier dich jetzt auf dich, auf Dinge die dir Freude machen und auf all das, was du hintenangestellt hast. Inklusive Bachelor Den ganzen Scheiß von wegen Hochzeit absagen soll dann er übernehmen, immerhin war es seine Entscheidung, dann muss er auch mit den Konsequenzen zurecht kommen.

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25. April 2017 um 12:40
In Antwort auf hawedere

Ja das tut man und dann ist es natürlich erst mal schmerzhaft und enttäuschend wenn man dann Knall auf Fall verlassen wird, wenn man endlich Licht am Ende des Tunnels sieht. Das klingt jetzt hart aber versuch mit der Sache abzuschließen. Nimm für dich mit, das du einem Menschen geholfen hast sein Leben wieder auf die Reihe zu bekommen, das ist etwas Gutes, auch wenn der Ausgang schmerzhaft war. Konzentrier dich jetzt auf dich, auf Dinge die dir Freude machen und auf all das, was du hintenangestellt hast. Inklusive Bachelor Den ganzen Scheiß von wegen Hochzeit absagen soll dann er übernehmen, immerhin war es seine Entscheidung, dann muss er auch mit den Konsequenzen zurecht kommen.

Den ganzen Scheiß werde ich auch nicht absagen, diese Demütigung schaffe ich nicht. Wie ist es denn bei dir, hast du jetzt einen neuen Partner und hat dein Ex jemanden gefunden?

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25. April 2017 um 13:06
In Antwort auf elfenbeinchen1

Den ganzen Scheiß werde ich auch nicht absagen, diese Demütigung schaffe ich nicht. Wie ist es denn bei dir, hast du jetzt einen neuen Partner und hat dein Ex jemanden gefunden?

Ich bin mittlerweile glücklich verheiratet, keine Ahnung was mein Ex macht, interessiert mich nicht mehr. Wie gesagt, die Trennung war im nachhinein das Beste was passieren konnte, ich denke, eine Beziehung mit diesem Mann wäre immer schwierig gewesen, auch wenn es im besser geht. Auch wegen dem Ungleichgewicht, ich weiß nicht, ob ich diesen "Beschützermodus" jemals wieder hätte ablegen können bei ihm und es verkompliziert eine Beziehung enorm wenn man permanten auf Anzeichen lauert obs dem Partner wieder schlechter geht. Ich kann das ganze jetzt natürlich mit einem zeitlichen Abstand sehen und vielen Gedanken dazwischen, bei dir ist es noch frisch, aber du wirst auch weiterleben und irgendwann wirds besser, glaub mir!

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25. April 2017 um 13:37

Falls du auf Rollenspiele und dergleichenauf hinaus möchtest, nein, das spielt er nicht. Ich denke auch nicht, dass das Zocken schuld ist. Für ihn ist das der Einzige Ausweg aus der Realität, vor Problemen und Verantwortung wegzulaufen.

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25. April 2017 um 13:43
In Antwort auf hawedere

Ich bin mittlerweile glücklich verheiratet, keine Ahnung was mein Ex macht, interessiert mich nicht mehr. Wie gesagt, die Trennung war im nachhinein das Beste was passieren konnte, ich denke, eine Beziehung mit diesem Mann wäre immer schwierig gewesen, auch wenn es im besser geht. Auch wegen dem Ungleichgewicht, ich weiß nicht, ob ich diesen "Beschützermodus" jemals wieder hätte ablegen können bei ihm und es verkompliziert eine Beziehung enorm wenn man permanten auf Anzeichen lauert obs dem Partner wieder schlechter geht. Ich kann das ganze jetzt natürlich mit einem zeitlichen Abstand sehen und vielen Gedanken dazwischen, bei dir ist es noch frisch, aber du wirst auch weiterleben und irgendwann wirds besser, glaub mir!

Vielen lieben Dank für deine aufmunternden Worte! Es tut so gut zu hören, dass es (bitte nicht falsch verstehen) Leute gibt, die das Gleiche durchgemacht haben und aus der Situation herausgefunden haben. Mittlerweile frage ich mich, ob ich denn noch ganz bei Trost war, zu denken, dass alles wird wie vorher. 

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25. April 2017 um 13:59

Also eine gewisse Ähnlichkeit ist zwar da, aber ich denke nicht, dass das bei ihm eine Online-Sucht ist. Er ist halt ein Nerd und das war er schon immer. Er pflegt sich auch, so wie es Männer tun -duschen reicht. Vielleicht fällt es ihm schwer erwachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen. Ich weiß es nicht und ich glaube, dass hawedere recht hat, ich muss ihn ziehen lassen. Ich kann nicht auf dieser Basis weiter aufbauen um dann eine noch größere Enttäuschung zu haben. Was ist wenn Kinder kommen und mit ihnen Probleme? Was ist wenn er dann wieder in einer depressiven Phase ist und ich alleine bin und ihn weiter unterstützen muss. Wer ist dann für mich da? Klar klingt das sehr egoistisch, aber genauso ist es doch dann. Es ist traurig, weil er ein ganz toller und liebenswerter Mensch ist, aber scheinbar ist für uns keine Zukunft vorgesehen.

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25. April 2017 um 14:01

Ja, zum Glück ist die Wohnung so groß, dass jeder seinen Rückzugsort hat. Es geht leider im Moment nicht anders, dass ich mir eine eigene Wohnung suche. 

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25. April 2017 um 14:57
In Antwort auf elfenbeinchen1

Ja, zum Glück ist die Wohnung so groß, dass jeder seinen Rückzugsort hat. Es geht leider im Moment nicht anders, dass ich mir eine eigene Wohnung suche. 

Umso wichtiger, dass du deinen Bachelor schnell fertig schreibst. Versuch, nicht den selben Fehler zu machen wie ich, ich hab den Bachelor damals auf die längere Bank geschoben aufgrund dieser Beziehung und dem Ende. Jetzt ärger ich mich, weils mich halt doch mindestens 1 Semester gekostet hat. Also gut schreib!

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25. April 2017 um 15:31

Der Typ ist ein Lappen, sei froh dass du ihn los bist.

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27. April 2017 um 7:30
In Antwort auf elfenbeinchen1

Hallo ihr Lieben! Ich bin neu hier und mir geht es unglaublich schlecht. Mein Verlobter hat mich jetzt 4 Monate vor der Hochzeit verlassen. Kurz zu der ganzen Geschichte. Wir sind seit 2014 zusammen und sind auch recht schnell zusammengezogen. Vor gut anderthalb Jahren sind wir in unsere neue Wohnung, die 30km von unserem ursprünglichen Wohnort ist, gezogen, da er hier einen Job nach seinem Studium angetreten ist. Nach wenigen Monaten haben sich bei ihm die ersten Anzeichen von Depressionen und Panikattacken breit gemacht. Das wurde irgendwann so schlimm, dass er nur noch weinend auf dem Sofa gelegen hat. Ich habe ihn in dieser schlimmen Zeit unterstützt wo es nur ging. Er ist natürlich sowohl in psychiatrischer als auch in psychologischer Behandlung und seit dem geht es nur noch bergauf mit seiner Gesundheit. Vor einem halben Jahr hat er mir einen Heiratsantrag gemacht. Die Hochzeitsplanung ist so gut wie fertig und die Einladungen natürlich raus. So und jetzt kommt es: seit etwa zwei Monaten verbringt er lieber Zeit mit seinem PC als mit mir abends zu kuscheln, obwohl er das zwar auch vorher getan hat, aber nicht so extrem. Er redet nur noch über die Arbeit, wie kacke alles ist. Im Bett ist jetzt auch nicht jede Woche was los. Dazu kommt noch, dass ich meine Bachelor Arbeit schreibe und eh schon genervt bin. Da hab ich ihn auch mal blöd angemacht. Am Sonntag kam dann der Schlag ins Gesicht, er kann nicht mehr, die Beziehung ist nicht gut und blablabla. Durch mehrfaches Reden ist mir klar geworden, dass er ein Problem mit der Bindung hat und er die Zeit lieber mit sich verbringt. Es ist sooo unfair, ich hab seine ganze Krankheit mitgemacht und das soll der Dank dafür sein?
Tut mir leid für den langen Text, aber ich kann noch mit keinem darüber reden, es tut einfach weh ...

Hallo Elfenbeinchen,

hast Du Dir schon einmal die Frage gestellt, was wäre, wenn es doch weitergegangen wäre?

Vielleicht hast Du von Ehe geträumt und davon, das alles gut wird?
Kinder, Haus, Job mit gutem Verdienst?

Was aber, wenn das ganze so weitergegangen wäre?

Mann auf der Couch, ständig depressiv... aua...

Nun zur zweiten These...
Ihm geht es wieder gut und postwendend verlässt er Dich.

Hatte er dann wirklich die Gefühle auf die Du gehofft hattest?

Kann es sein, das er auch mal stark sein will und die Erinnerung an seine Schwäche durch Neuanfang löschen will?

Ob er so stark bleibt oder wieder fällt kann man nicht wissen.

Du weißt nun aber das Dankbarkeit nicht die Grundlage einer funktionierenden Beziehung ist oder?

Er ist eigentlich viel weniger ein Grund zur Freude als Du Dir momentan einredest, wenn Du das verstehst, kannst Du selber auch wieder glücklicher sein!

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27. April 2017 um 9:31
In Antwort auf letters

Hallo Elfenbeinchen,

hast Du Dir schon einmal die Frage gestellt, was wäre, wenn es doch weitergegangen wäre?

Vielleicht hast Du von Ehe geträumt und davon, das alles gut wird?
Kinder, Haus, Job mit gutem Verdienst?

Was aber, wenn das ganze so weitergegangen wäre?

Mann auf der Couch, ständig depressiv... aua...

Nun zur zweiten These...
Ihm geht es wieder gut und postwendend verlässt er Dich.

Hatte er dann wirklich die Gefühle auf die Du gehofft hattest?

Kann es sein, das er auch mal stark sein will und die Erinnerung an seine Schwäche durch Neuanfang löschen will?

Ob er so stark bleibt oder wieder fällt kann man nicht wissen.

Du weißt nun aber das Dankbarkeit nicht die Grundlage einer funktionierenden Beziehung ist oder?

Er ist eigentlich viel weniger ein Grund zur Freude als Du Dir momentan einredest, wenn Du das verstehst, kannst Du selber auch wieder glücklicher sein!

Ich denke mittlerweile nicht, dass das auf Dauer gut gegangen wäre. Es ist zwar traurig und tut natürlich weh, aber an erster Stelle stehe immer noch ich. Ich habe ihn aus der Scheiße gezogen und ihn unterstützt so weit es ging, so habe ich mir in dem Fall nichts vorzuwerfen. Wahrscheinlich ist es das Beste für alle Beteiligten. Bei ihm bin ich mir allerdings nicht so sicher, weil er sich einredet, dass es ihm gut geht, ich es mir aber nicht vorstellen kann, wenn ein Mensch nach der Arbeit nach Hause kommt und bis in die Nacht PC spielt um dann den nächsten Tag genauso zu starten. Aber hey, Träumen macht auch glücklich! Ich bin zwischenzeitlich bei meiner Schwester untergekommen, um auf andere Gedanken zu kommen. Unsere gemeinsamen Freunde sind gestern auch aus allen Wolken gefallen, da keiner gedacht hätte, dass er so drauf ist.

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27. April 2017 um 15:02
In Antwort auf elfenbeinchen1

Hallo ihr Lieben! Ich bin neu hier und mir geht es unglaublich schlecht. Mein Verlobter hat mich jetzt 4 Monate vor der Hochzeit verlassen. Kurz zu der ganzen Geschichte. Wir sind seit 2014 zusammen und sind auch recht schnell zusammengezogen. Vor gut anderthalb Jahren sind wir in unsere neue Wohnung, die 30km von unserem ursprünglichen Wohnort ist, gezogen, da er hier einen Job nach seinem Studium angetreten ist. Nach wenigen Monaten haben sich bei ihm die ersten Anzeichen von Depressionen und Panikattacken breit gemacht. Das wurde irgendwann so schlimm, dass er nur noch weinend auf dem Sofa gelegen hat. Ich habe ihn in dieser schlimmen Zeit unterstützt wo es nur ging. Er ist natürlich sowohl in psychiatrischer als auch in psychologischer Behandlung und seit dem geht es nur noch bergauf mit seiner Gesundheit. Vor einem halben Jahr hat er mir einen Heiratsantrag gemacht. Die Hochzeitsplanung ist so gut wie fertig und die Einladungen natürlich raus. So und jetzt kommt es: seit etwa zwei Monaten verbringt er lieber Zeit mit seinem PC als mit mir abends zu kuscheln, obwohl er das zwar auch vorher getan hat, aber nicht so extrem. Er redet nur noch über die Arbeit, wie kacke alles ist. Im Bett ist jetzt auch nicht jede Woche was los. Dazu kommt noch, dass ich meine Bachelor Arbeit schreibe und eh schon genervt bin. Da hab ich ihn auch mal blöd angemacht. Am Sonntag kam dann der Schlag ins Gesicht, er kann nicht mehr, die Beziehung ist nicht gut und blablabla. Durch mehrfaches Reden ist mir klar geworden, dass er ein Problem mit der Bindung hat und er die Zeit lieber mit sich verbringt. Es ist sooo unfair, ich hab seine ganze Krankheit mitgemacht und das soll der Dank dafür sein?
Tut mir leid für den langen Text, aber ich kann noch mit keinem darüber reden, es tut einfach weh ...

Hallo elfenbeinchen, 

ich bin selber betroffen und leide seit Ewigkeiten unter Depressionen. Habe aber nach ewigen Jahren und verschiedenen Auseinandersetzungen einen guten Umgang damit. 
Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, dass ich selber oft so gehandelt habe wie dein Verlobter. 
Wurde es so richtig ernst, bin ich gegangen. 

Kern dieser Handlung liegt meiner Meinung folgendes Inne: 

Ein depressiver Mensch braucht VIEEL Rückzug. Um das gewährleisten zu können, muss die betroffene Person sehr gut im Stande sein für diesen Rückzug zu sorgen und der Partner muss zu hundert Prozent und bedingungslos bereit sein diesen Rückzug zu akzeptieren, ohne subtil Vorwürfe anzubringen. Er muss es voll akzeptieren. 

Meistens kommen depressive mit ihrer Erkrankung nur schwer klar -und das ist meiner Erfahrung nach DER Punkt überhaupt- weil sie diese Seite an sich nicht selber akzeptieren und somit keinem Anderen diese zumuten können, wollen. 
Nur wer diese depressiven Phasen, Seiten zu hundert Prozent anerkennt und ganz gelassen reagiert und sich fallen lassen kann, nimmt sich zu 100 Prozent an und somit mutet der depressive auch Anderen zu diese Seite annehmen zu können. 

Es ist ein wirklich sehr sehr langer Weg mit dieser Krankheit beziehungsfähig zu werden. Das kann jahrzehnte nehmen. Erst wenn du diese Krankheit wie einen "Kumpel" an die Hand nimmst und diesen Teil als Deiner Selbst begreifst, bekommt er immer weniger Raum. 
Und dann hilft auch noch die Wunderwaffe Sport!!! Und eine Therapie, Medies! 
 

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27. April 2017 um 15:02
In Antwort auf elfenbeinchen1

Hallo ihr Lieben! Ich bin neu hier und mir geht es unglaublich schlecht. Mein Verlobter hat mich jetzt 4 Monate vor der Hochzeit verlassen. Kurz zu der ganzen Geschichte. Wir sind seit 2014 zusammen und sind auch recht schnell zusammengezogen. Vor gut anderthalb Jahren sind wir in unsere neue Wohnung, die 30km von unserem ursprünglichen Wohnort ist, gezogen, da er hier einen Job nach seinem Studium angetreten ist. Nach wenigen Monaten haben sich bei ihm die ersten Anzeichen von Depressionen und Panikattacken breit gemacht. Das wurde irgendwann so schlimm, dass er nur noch weinend auf dem Sofa gelegen hat. Ich habe ihn in dieser schlimmen Zeit unterstützt wo es nur ging. Er ist natürlich sowohl in psychiatrischer als auch in psychologischer Behandlung und seit dem geht es nur noch bergauf mit seiner Gesundheit. Vor einem halben Jahr hat er mir einen Heiratsantrag gemacht. Die Hochzeitsplanung ist so gut wie fertig und die Einladungen natürlich raus. So und jetzt kommt es: seit etwa zwei Monaten verbringt er lieber Zeit mit seinem PC als mit mir abends zu kuscheln, obwohl er das zwar auch vorher getan hat, aber nicht so extrem. Er redet nur noch über die Arbeit, wie kacke alles ist. Im Bett ist jetzt auch nicht jede Woche was los. Dazu kommt noch, dass ich meine Bachelor Arbeit schreibe und eh schon genervt bin. Da hab ich ihn auch mal blöd angemacht. Am Sonntag kam dann der Schlag ins Gesicht, er kann nicht mehr, die Beziehung ist nicht gut und blablabla. Durch mehrfaches Reden ist mir klar geworden, dass er ein Problem mit der Bindung hat und er die Zeit lieber mit sich verbringt. Es ist sooo unfair, ich hab seine ganze Krankheit mitgemacht und das soll der Dank dafür sein?
Tut mir leid für den langen Text, aber ich kann noch mit keinem darüber reden, es tut einfach weh ...

Hallo elfenbeinchen, 

ich bin selber betroffen und leide seit Ewigkeiten unter Depressionen. Habe aber nach ewigen Jahren und verschiedenen Auseinandersetzungen einen guten Umgang damit. 
Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, dass ich selber oft so gehandelt habe wie dein Verlobter. 
Wurde es so richtig ernst, bin ich gegangen. 

Kern dieser Handlung liegt meiner Meinung folgendes Inne: 

Ein depressiver Mensch braucht VIEEL Rückzug. Um das gewährleisten zu können, muss die betroffene Person sehr gut im Stande sein für diesen Rückzug zu sorgen und der Partner muss zu hundert Prozent und bedingungslos bereit sein diesen Rückzug zu akzeptieren, ohne subtil Vorwürfe anzubringen. Er muss es voll akzeptieren. 

Meistens kommen depressive mit ihrer Erkrankung nur schwer klar -und das ist meiner Erfahrung nach DER Punkt überhaupt- weil sie diese Seite an sich nicht selber akzeptieren und somit keinem Anderen diese zumuten können, wollen. 
Nur wer diese depressiven Phasen, Seiten zu hundert Prozent anerkennt und ganz gelassen reagiert und sich fallen lassen kann, nimmt sich zu 100 Prozent an und somit mutet der depressive auch Anderen zu diese Seite annehmen zu können. 

Es ist ein wirklich sehr sehr langer Weg mit dieser Krankheit beziehungsfähig zu werden. Das kann jahrzehnte nehmen. Erst wenn du diese Krankheit wie einen "Kumpel" an die Hand nimmst und diesen Teil als Deiner Selbst begreifst, bekommt er immer weniger Raum. 
Und dann hilft auch noch die Wunderwaffe Sport!!! Und eine Therapie, Medies! 
 

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27. April 2017 um 17:22
In Antwort auf puravida007

Hallo elfenbeinchen, 

ich bin selber betroffen und leide seit Ewigkeiten unter Depressionen. Habe aber nach ewigen Jahren und verschiedenen Auseinandersetzungen einen guten Umgang damit. 
Ich kann dir nur aus Erfahrung sagen, dass ich selber oft so gehandelt habe wie dein Verlobter. 
Wurde es so richtig ernst, bin ich gegangen. 

Kern dieser Handlung liegt meiner Meinung folgendes Inne: 

Ein depressiver Mensch braucht VIEEL Rückzug. Um das gewährleisten zu können, muss die betroffene Person sehr gut im Stande sein für diesen Rückzug zu sorgen und der Partner muss zu hundert Prozent und bedingungslos bereit sein diesen Rückzug zu akzeptieren, ohne subtil Vorwürfe anzubringen. Er muss es voll akzeptieren. 

Meistens kommen depressive mit ihrer Erkrankung nur schwer klar -und das ist meiner Erfahrung nach DER Punkt überhaupt- weil sie diese Seite an sich nicht selber akzeptieren und somit keinem Anderen diese zumuten können, wollen. 
Nur wer diese depressiven Phasen, Seiten zu hundert Prozent anerkennt und ganz gelassen reagiert und sich fallen lassen kann, nimmt sich zu 100 Prozent an und somit mutet der depressive auch Anderen zu diese Seite annehmen zu können. 

Es ist ein wirklich sehr sehr langer Weg mit dieser Krankheit beziehungsfähig zu werden. Das kann jahrzehnte nehmen. Erst wenn du diese Krankheit wie einen "Kumpel" an die Hand nimmst und diesen Teil als Deiner Selbst begreifst, bekommt er immer weniger Raum. 
Und dann hilft auch noch die Wunderwaffe Sport!!! Und eine Therapie, Medies! 
 

Ja ist alles nicht leicht, verstehe das zu gut. Therapie, Medis und Sport macht bzw. bekommt er alles. Nur ob der Wille wirklich fa ist, das weiß niemand außer ihm.

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Von: lyca55
neu
27. April 2017 um 16:53
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