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Verzweifelt wegen Trennung und fehlgeburt

3. April 2015 um 8:13

Hi zusammen.

Ich hatte eine Fehlgeburt.
Leider haben wir uns einen Monat vorher getrennt. Er hat mich überall gesperrt seit dem. Es war auch eine fernbeziehung .
Aber die 2 bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf.

Ich schreibe immer ganz viele Briefe an das tote Kind und an ihn.
Ich wünsche mir so sehr das es wieder klappt.

Jetzt wollte ich ihm am ausgerechneten entbindungstermin einen Brief davon abschicken:

Hallo X,



Ich weiß, es ist komisch, dir an so einem Tag so etwas zu schreiben, aber das Leben zieht so schnell vorbei und es bleibt einfach keine Zeit, um die richtigen Worte unausgesprochen zu lassen.

Also gestatte mir, ein paar meiner Gedanken mit dir zu teilen...

In vielerlei Hinsicht ist mein Leben wie ein Raum voller Sprengstoff ... und ich sitze in diesem Raum und spiele oft mit Streichhölzern. Manchmal hatte ich meine impulsivität und Gedanken nicht unter Kontrolle, oder mir sorgen über die Ausbildung gemacht die nicht nötig waren. Ängste um unsere Beziehung die ich zu oft ausgesprochen hab.
Aber du warst immer bereit, mit deinem Charme und deinen guten Manieren, meine sorgen und ängste zu bremsen und mich mit in deine Welt nahmst. Von Deiner Gelassenheit mir immer ein Stückchen abgabst.

Ich merke jetzt, dass mein Handeln am 04.02 alles kaputt gemacht hat. Das tut mir wirklich leid.

Du wärst ein TOLLER Papa.
Und ich hätte mir gewünscht die Mama deiner Kinder zu werden.

Aber Ich will auch, dass du glücklich bist. Du verdienst es, glücklich zu sein.
Aber du verdienst ein viel friedlicheres Leben als bisher.

Ich bin heute ein besserer und ein anderer Mensch durch dich. Ich kann mir nicht vorstellen, durch das Leben zu gehen, ohne diese Zeit mit dir verbracht zu haben.


Ich habe wirklich eine Weile lang versucht, mein Herz dazu zu bringen, dich zu hassen. Das hat nicht geklappt. Du bist einfach ein zu guter Mensch.

Ich bin nicht dumm. Ich weiß, dass ein Mann, wie du nicht lang allein sein wird. Es ist so einfach, dich zu mögen.
Ich will, dass das mit uns ein gutes Ende hat.
Es klingt wahrscheinlich dumm...

****************************** ***

Und? Soll ich mich trauen ihn abzuschicken?

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3. April 2015 um 11:43

Dann haben wir
in deinem anderen thread also völlig umsonst geschrieben? schade.

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3. April 2015 um 18:17

Es tut mir leid
was dir geschehen ist, aber du definierst dich arg über deinen Verlust. Ja, eine Fehlgeburt ist schrecklich, aber du kannst nur darüber reden und den Vater des Kindes und das auch nach Monaten noch.

Ich kann dir sehr gut nachfühlen wie schrecklich so ein Verlust ist, doch wenn du so dermassen davon vereinnahmt wirst, dann kann ich dir lediglich zu professioneller Trauerbewältigung raten, denn du hüllst dich gerade so ein, hälst die Zeit an und das ist ungesund. Stellen wie profamilia und donum vitae und andere Beratungsstellen kann man da normalerweise anlaufen. Auch im Internet kannst du dich informieren zu Selbsthilfegruppen in deiner Umgebung.

Ich versuche nicht dir deine Trauer schlecht zu mache, nur dass du das weisst, oder auszureden. Aber du muss verarbeiten, das ist etwas völlig anderes. Denn monatelang an einem Fleck zu stehen, das funktioniert einfach nicht. Und ich muss ehrlich sagen, dass ich das Gefühl habe, dass du es sehr zwanghaft zum Thema Nummer Eins machst. Du bist vom Vater deines Kindes getrennt und hast dann auch noch das Kind verloren.

Ich denke halt, dass die Trennung sehr hart für dich war. Du hattest keine wirkliche Chance sie zu verarbeiten, denn kurz darauf kam die Fehlgeburt und irgendwie bist du seitdem an diesem Punkt stehen geblieben, deswegen schreibe ich da auch so viel zu. Und ich denke, was dich doppelt an ihm hält ist die Erinnerung an dein Sternchen, da es euer gemeinsames Kind geworden wäre. Und darum bewegst du dich so im Kreis und kommst immer wieder bei ihm an. Aber ich denke, desto mehr du aufarbeiten und verarbeiten kannst was dir in dieser Zeit wiederfahren ist, desto besser löst du dich von ihm. Und das ist es was du tun musst, auch wenn es hart ist: Dich von ihm lösen! Deswegen würde ich dir raten an der Stelle anzusetzen und ich wünsche dir viel Kraft für diesen Weg, denn er ist weder kurz noch einfach, aber ich denke auch, dass du das schaffen wirst und du die Kraft haben wirst! Viel Erfolg!

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3. April 2015 um 21:48

FG
...da kommt es meiner meinung stark darauf an, in welchem stadium das passiert. es kommt ja relativ oft vor, dass ein befruchtetes ei bis zur 9. oder 12, ssw sich nicht mehr weiterentwickelt und abgeht. es macht einen großen unterschied - für mich jedenfalls - wie weit die entwicklung des embryos gediehen ist. ist was anderes, ob es am anfang einer schwangerschaft veroren geht oder ein paar wochen vor dem geburtstermin, auch in psychologischer hinsicht.
fakt ist aber, die hormone spielen verrückt. man ist angreifbarer, nostalgischer, sentimentaler. und unendlich traurig. da mss man sich halt zusammenreissen und die kiste wieder in die höhe fahren irgendwie. es geht. aber da ist eine gewisse bereitschaft dazu erforderlich - die ich bei der TE leider sehr vermisse. liegt wahrscheinlich an der grundeinstellung. entweder ich hänge der vergagenheit bis in die puppen nach und ergehe mich in selbstmitleid und nostalgie, oder ich konfrontiere mich eben mit den (schmerzvollen) fakten und nehme all meine kraft zusammen, um mein leben weiter zu leben. everybodies's choice....

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4. April 2015 um 10:41

Ja,
nur ganz schlecht, wenn das "verarbeiten" darin besteht, dem ex, der sich nachweislich und unmissverständlich als null-nummer verhalten hat, hinterherhampelt und an seinem rockzipfel hängt. ihn mit lamentiereien nervt und sich wissentlich die nächste emotionale ohrfeige damit abholt.

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