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Verzeihen unverzichtbar?

23. Oktober 2007 um 12:45

Mein Mann hat mich während meiner Schwangerschaft zum dritten Mal betrogen. Die ersten beiden Male habe ich ihm verziehen, weil ich dachte, seine Gründe nachvollziehen zu können. Wir haben viel geredet und an uns gearbeitet und nach einiger Zeit lief alles wieder ganz gut. Ich habe nicht mehr daran denken müssen und alles war wieder gut.

Sein erneuter Betrug hat mir allerdings, auch aufgrund der Ausnahmesituation der Schwangerschaft, den Boden unter den Füßen total weggezogen. Diese Affäre lief einige Wochen, er hat nichts zugegeben, ich mußte ihm alles nachweisen, was mich auch in die unerträgliche Lage gebracht hat, mich mit ihr unterhalten zu müssen, um überhaupt Fakten zu bekommen. Er hat mir nur ins Gesicht gelogen, erst als ich ihn mit ihren Aussagen konfrontierte, hat er es zugegeben. Mit diesem Verhalten hat er den letzten Rest Vertrauen und Glauben in mir getötet.

Das Ganze ist jetzt ungefähr ein halbes Jahr her. Wir sind noch immer zusammen, versuchen es mit einer Therapie. Mittlerweile ist unsere Tochter geboren und ich muß sie nur ansehen, um zu wissen, daß ich ihm nie verzeihen kann, daß er ihr kleines Leben so leichtfertig aufs Spiel gesetzt hat, nur um sich mit der Schlampe zu vergnügen. Von allen Seiten höre ich, daß ich ihm verzeihen muß, wenn wir die Beziehung weiterführen wollen. Ich kann das aber nicht. Es ist für mich unverzeihlich. Die Beziehung, die wir hatten, gibt es ohnehin nicht mehr und wird sie auch nicht mehr geben. Das ist alles zerstört. Wir können nur versuchen, etwas Neues aufzubauen. Aber hat das einen Sinn, wenn ich nicht verzeihen kann, was er mir und unserer Tochter angetan hat? Weder ihm noch ihr?

Ratlos, LC

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23. Oktober 2007 um 13:10

Ich liebe meine Tochter...
über alles. Und er auch. Ich habe ein so schlechtes Gewissen ihr gegenüber, weil sie meinen Kummer, den Hass, die Angst und die Verzweiflung in meinem Bauch ja sicherlich mitbekommen hat und bin so dankbar, daß sie trotzdem ein fröhliches Kind ist, das gern und viel lacht. Ich hatte soviel Angst, sie durch den Streß noch zu verlieren (war eh eine Risikoschwangerschaft und immer am seidenen Faden).

Aber nachdem ich von ihm zu hören bekam, daß er dachte, die ersten zwei Fehltritte seien für mich ja nicht so schlimm gewesen, weil ich ihm so schnell (nach einigen Monaten) verziehen hatte, ist es mir einfach unmöglich, jetzt wieder zu verzeihen. Verzeihen ist doch kein Freibrief und macht nichts ungeschehen. Langsam frage ich mich, was "verzeihen" überhaupt soll. Vergessen kann ich es eh nicht und akzeptieren auch nicht...

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23. Oktober 2007 um 13:21

Ich will ihn nicht verlassen
Wir kämpfen um unsere Beziehung, um unsere Familie. Aus den verschiedensten Gründen, vorrangig aber, weil da immer noch Liebe ist.

Aber warum sagt jeder, dieser Kampf ist aussichtlos, wenn ich ihm nicht verzeihen kann?

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23. Oktober 2007 um 13:30
In Antwort auf robin_12261687

Ich will ihn nicht verlassen
Wir kämpfen um unsere Beziehung, um unsere Familie. Aus den verschiedensten Gründen, vorrangig aber, weil da immer noch Liebe ist.

Aber warum sagt jeder, dieser Kampf ist aussichtlos, wenn ich ihm nicht verzeihen kann?

Du brauchst ihm nicht zu verzeihen...
habe ich auch nicht gemacht....

Er hat einen Fehler gemacht und damit sollte er leben.... Nicht du....

Er muss dir beweisen.... nicht du ihm..

Er muss bereuen.... nicht du...

Er muss kämpfen .... nicht du..

Du kannst versuchen zu vergessen, wird nicht klappen, aber etwas hinten anstellen das geht...

Es funktioniert sowieso nur durch einen Neu-Anfang und nicht über aufgewämtes...

Und Männer denken mit dem Schwanz..... hake es ab, es war mit Sicherheit keine Liebe dabei..

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23. Oktober 2007 um 14:10

Ach, Kathi...
wenn das nur so einfach wäre
Es sagt sich so leicht "Nimm Deine Kinder und gehe." Ich habe keine Angst, allein zu leben (hab ich 35 Jahre prima geschafft), habe keine Angst, mal wieder bei Null anzufangen. Ich will aber auch nicht einfach so meine Ehe wegwerfen, ohne zumindest alles versucht zu haben...

Ich weiß, daß er mich liebt
Ich weiß, daß er auf ein Wort von mir gehen würde
Ich weiß, daß er daran zerbrechen würde
Ich weiß, daß er mir ins Gesicht lügen kann
Ich weiß, daß er mich unendlich verletzen kann
Ich weiß, daß ich ihn liebe
Ich weiß, daß ich ihn hasse
Ich weiß, daß ich es nie vergessen werde
Ich weiß nicht, ob ich das jemals verzeihen kann
Ich weiß nicht, ob ich ohne ihn leben will
Ich weiß nicht, ob ich alles aufgeben will, für das wir gekämpft haben
Ich weiß nicht, ob er mich noch einmal betrügen wird
Ich weiß nicht, ob alles Kämpfen überhaupt Sinn macht

Manchmal weiß ich einfach gar nichts mehr...

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23. Oktober 2007 um 14:19

Grenzen
setzt man sich nur selbst, denn du musst garnichts. du musst deinen mann nicht verlassen und du brauchst ihm nichts zu verzeihen was du nicht verzeihen willst. letztendlich muss ein verzeihen aus deinem bedürfnis heraus enstehen und das ist ja nicht gegeben.

solange du mit dem "heute" klar kommst brauchst du nichts zu verändern. trennen kannst du dich täglich neu und verzeihen kannst du morgen oder nächstes jahr immer noch wenn dir danach ist.

andere können lügen und betrügen und poppen alles was sie bekommen können...dein mann ist so einer, sein massstab sollte für dich in eurer beziehung doch allemal gelten.

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23. Oktober 2007 um 14:23
In Antwort auf robin_12261687

Ach, Kathi...
wenn das nur so einfach wäre
Es sagt sich so leicht "Nimm Deine Kinder und gehe." Ich habe keine Angst, allein zu leben (hab ich 35 Jahre prima geschafft), habe keine Angst, mal wieder bei Null anzufangen. Ich will aber auch nicht einfach so meine Ehe wegwerfen, ohne zumindest alles versucht zu haben...

Ich weiß, daß er mich liebt
Ich weiß, daß er auf ein Wort von mir gehen würde
Ich weiß, daß er daran zerbrechen würde
Ich weiß, daß er mir ins Gesicht lügen kann
Ich weiß, daß er mich unendlich verletzen kann
Ich weiß, daß ich ihn liebe
Ich weiß, daß ich ihn hasse
Ich weiß, daß ich es nie vergessen werde
Ich weiß nicht, ob ich das jemals verzeihen kann
Ich weiß nicht, ob ich ohne ihn leben will
Ich weiß nicht, ob ich alles aufgeben will, für das wir gekämpft haben
Ich weiß nicht, ob er mich noch einmal betrügen wird
Ich weiß nicht, ob alles Kämpfen überhaupt Sinn macht

Manchmal weiß ich einfach gar nichts mehr...

Du weißt nichts mehr
ja und?

lehn dich mal zurück und lass ihn mal machen. soll er dir doch zeigen worauf es jetzt ankommt. und sobald du wieder klarer siehst, hängst du dich wieder dran - wenn du willst und wenn nicht packst du eben doch deine sachen.

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23. Oktober 2007 um 14:31
In Antwort auf alya_12708452

Du weißt nichts mehr
ja und?

lehn dich mal zurück und lass ihn mal machen. soll er dir doch zeigen worauf es jetzt ankommt. und sobald du wieder klarer siehst, hängst du dich wieder dran - wenn du willst und wenn nicht packst du eben doch deine sachen.

Hm
wenn ich ihn machen lasse, kommen wir ganz schnell wieder in den Normalgang. Für ihn ist das Ganze Vergangenheit, er schaut nach vorn. Von sich aus fängt er nie ein Gespräch darüber an. Solange ich nichts sage, ist quasi nie etwas passiert. Er versucht schon, mir zu sagen und zu zeigen, daß er mich liebt, aber das war nie das Problem, auch nicht während seiner Affäre, deshalb kann ich seinen Worten auch nicht den Glauben schenken, den sie vielleicht verdient hätten.
Eigentlich ist Normalität ja genau das, was ich mir wünsche, ich will auch wieder nach vorn schauen können, aber ich kann es nicht. Immer wieder erinnert mich etwas an den Betrug, sei es eine Floskel, sei es, daß sie mir über den Weg läuft... Das geht jetzt schon ein halbes Jahr so, in Wellen mal besser, mal schlechter. Hört es jemals ganz auf?

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23. Oktober 2007 um 14:39
In Antwort auf robin_12261687

Hm
wenn ich ihn machen lasse, kommen wir ganz schnell wieder in den Normalgang. Für ihn ist das Ganze Vergangenheit, er schaut nach vorn. Von sich aus fängt er nie ein Gespräch darüber an. Solange ich nichts sage, ist quasi nie etwas passiert. Er versucht schon, mir zu sagen und zu zeigen, daß er mich liebt, aber das war nie das Problem, auch nicht während seiner Affäre, deshalb kann ich seinen Worten auch nicht den Glauben schenken, den sie vielleicht verdient hätten.
Eigentlich ist Normalität ja genau das, was ich mir wünsche, ich will auch wieder nach vorn schauen können, aber ich kann es nicht. Immer wieder erinnert mich etwas an den Betrug, sei es eine Floskel, sei es, daß sie mir über den Weg läuft... Das geht jetzt schon ein halbes Jahr so, in Wellen mal besser, mal schlechter. Hört es jemals ganz auf?

Hört es jemals ganz auf?
ja es hört irgendwann auf, aber es gibt keinen schalter und du kennst dein tempo nicht.

was ich dir eigentlich sagen wollte war nicht "normalgang" und "ruhigsein" sondern klar "zeig deine emotionen" und "lass alles raus". lass dich treiben und schau dir an was er daraus macht und ob er für euch einen weg findet, oder zeitweise zumindest die führung übernimmt weil du wohl zu verzweifelt bist und keinen weg siehst.

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23. Oktober 2007 um 15:31

Verzeihen
ist unerläßlich, wenn du deiner Ehe noch eine Chance geben willst, ansonsten erstickst du. Wenn du das nicht schaffst, dann hat es keinen Sinn. Allerdings braucht es seine Zeit, bis man wirklich bereit ist.

Hast du schon an eine Paarthreapie gedacht? Oder auch du allein?

Aber solltest du verzeihen, dann muß es auch unbedingt dabei bleiben, dh. keine Vorwürfe oder Schuldzuweisungen. Gespräche ja, aber konstruktiv, das muß dein Mann aushalten bzw dir zugestehen. Denn das braucht es wohl, um alles verarbeiten zu können.

Viel Glück

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23. Oktober 2007 um 15:36
In Antwort auf robin_12261687

Ich will ihn nicht verlassen
Wir kämpfen um unsere Beziehung, um unsere Familie. Aus den verschiedensten Gründen, vorrangig aber, weil da immer noch Liebe ist.

Aber warum sagt jeder, dieser Kampf ist aussichtlos, wenn ich ihm nicht verzeihen kann?

Und Nochmal
ohne Verzeihen wird es nicht gehen, vergessen wirst du es nie...

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23. Oktober 2007 um 15:43
In Antwort auf naomh_12744558

Du brauchst ihm nicht zu verzeihen...
habe ich auch nicht gemacht....

Er hat einen Fehler gemacht und damit sollte er leben.... Nicht du....

Er muss dir beweisen.... nicht du ihm..

Er muss bereuen.... nicht du...

Er muss kämpfen .... nicht du..

Du kannst versuchen zu vergessen, wird nicht klappen, aber etwas hinten anstellen das geht...

Es funktioniert sowieso nur durch einen Neu-Anfang und nicht über aufgewämtes...

Und Männer denken mit dem Schwanz..... hake es ab, es war mit Sicherheit keine Liebe dabei..

Schön
wenn es so wäre, das ist aber doch Wunschdenken, er soll damit leben, gut, aber sie muß es auch leben...

Beweisen, bereuen kämpfen...hört sich toll an, aber das ist nicht die Realität. Diesen Weg kann/soll/muß man wohl oder übel gemeinsam gehen und das ist auch richtig. Denn Veränderung ist eine Chance, Stagnation hingegen ein schlechter Ratgeber.

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23. Oktober 2007 um 15:47

Einspruch
Liebe , die hat nichts mit persönlicher Werteinstellung oder Prinzipien zu tun, die ein Mensch hat. Sieh dir die unglücklichen Geliebten an, die mit Sicherheit andere Vorstellungen haben und trotzdem nicht aus dem Dilemma rauskommen.

Denn Liebe stellt keine Bedingungen, sie ist da, auch wenn wir wissen, sie ist ungesund.

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23. Oktober 2007 um 16:38
In Antwort auf madlyn_12898805

Einspruch
Liebe , die hat nichts mit persönlicher Werteinstellung oder Prinzipien zu tun, die ein Mensch hat. Sieh dir die unglücklichen Geliebten an, die mit Sicherheit andere Vorstellungen haben und trotzdem nicht aus dem Dilemma rauskommen.

Denn Liebe stellt keine Bedingungen, sie ist da, auch wenn wir wissen, sie ist ungesund.

Ich danke euch...
für die lieben und konstruktiven Antworten!

Ja, momentan sehe ich noch keinen Weg. Es wird nie wieder so sein wie es war und ich weiß nicht, ob ich in dieser Beziehung die Sicherheit noch einmal finden werde, die ich so sehr brauche. Vertrauen war und sit für mich ein wichtiger Grundpfeiler einer Beziehung und ein Leben ohne diesen fällt mir zur Zeit sehr schwer. Immer wieder überfallen mich die Zweifel, bei jeder seiner Aussagen läuft der Prozeß ab: Glaube ich ihm, glaube ich ihm nicht? Das ist alles sehr zermürbend...

Er leidet unter seinen Schuldgefühlen und versucht deshalb auch das Thema möglichst wenig anzusprechen. Trotzdem denke ich, stehen hier meine Bedürfnisse vor seinen, sind sie doch ein Resultat seines egoistischen Handelns. Er hat sich ja auch keine Gedanken gemach, ob ich seine Affäre verkraften kann, als er sich über Wochen jeden Tag wieder dafür entschieden hat, seinen Trieb mit der anderen auszuleben, während ich mich mühsam durch die Schwangerschaft gekämpft habe.

Jetzt habe ich das Wort "Verzeihen" so oft gehört und hin und her gedreht, daß es fast seinen Sinn verloren hat...
Was bedeutet für euch "verzeihen"? Verstehen? Akzeptieren? Hinnehmen? Einen Schlußstrich ziehen und nie wieder darüber reden?

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23. Oktober 2007 um 17:01
In Antwort auf robin_12261687

Ich danke euch...
für die lieben und konstruktiven Antworten!

Ja, momentan sehe ich noch keinen Weg. Es wird nie wieder so sein wie es war und ich weiß nicht, ob ich in dieser Beziehung die Sicherheit noch einmal finden werde, die ich so sehr brauche. Vertrauen war und sit für mich ein wichtiger Grundpfeiler einer Beziehung und ein Leben ohne diesen fällt mir zur Zeit sehr schwer. Immer wieder überfallen mich die Zweifel, bei jeder seiner Aussagen läuft der Prozeß ab: Glaube ich ihm, glaube ich ihm nicht? Das ist alles sehr zermürbend...

Er leidet unter seinen Schuldgefühlen und versucht deshalb auch das Thema möglichst wenig anzusprechen. Trotzdem denke ich, stehen hier meine Bedürfnisse vor seinen, sind sie doch ein Resultat seines egoistischen Handelns. Er hat sich ja auch keine Gedanken gemach, ob ich seine Affäre verkraften kann, als er sich über Wochen jeden Tag wieder dafür entschieden hat, seinen Trieb mit der anderen auszuleben, während ich mich mühsam durch die Schwangerschaft gekämpft habe.

Jetzt habe ich das Wort "Verzeihen" so oft gehört und hin und her gedreht, daß es fast seinen Sinn verloren hat...
Was bedeutet für euch "verzeihen"? Verstehen? Akzeptieren? Hinnehmen? Einen Schlußstrich ziehen und nie wieder darüber reden?

@verzeihen...
ist in diesem Zusammenhang sicher schwer zu definieren. Die Optionen "Einen Schlussstrich ziehen und nie wieder drüber reden", "Hinnehmen" oder "Akzeptieren" sind meiner Meinung nach nur dann Optionen, wenn du tatsächlich GLÜCKLICH und ZUFRIEDEN mit diesem Mann leben kannst, in dem Wissen, dass er dich betrügt und belügt. So hört es sich aber nicht an.

Und nach dreimaligem Betrügen solltest du der Tatsache ins Auge blicken, dass dein Mann dich immer wieder betrügen wird. AUch, wenn er es in diesem Augenblick selbst nicht wahrhaben will, auch wenn er selbst unter seiner Untreue und seinen Schuldgefühlen leidet, auch, wenn er dich liebt. All das sind keine Gründe, einen notorischen Fremdgänger, und das ist er, vom Fremdgehen abzuhalten.
Darüber musst du dir im Klaren sein.

Ob du ihm verzeihst oder nicht, wird nichts an eurer SItuation ändern.
Willst du das? Mache dir doch erst einmal Gedanken, welche Art von Beziehung für dich lebbar ist.

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23. Oktober 2007 um 17:10
In Antwort auf robin_12261687

Ich danke euch...
für die lieben und konstruktiven Antworten!

Ja, momentan sehe ich noch keinen Weg. Es wird nie wieder so sein wie es war und ich weiß nicht, ob ich in dieser Beziehung die Sicherheit noch einmal finden werde, die ich so sehr brauche. Vertrauen war und sit für mich ein wichtiger Grundpfeiler einer Beziehung und ein Leben ohne diesen fällt mir zur Zeit sehr schwer. Immer wieder überfallen mich die Zweifel, bei jeder seiner Aussagen läuft der Prozeß ab: Glaube ich ihm, glaube ich ihm nicht? Das ist alles sehr zermürbend...

Er leidet unter seinen Schuldgefühlen und versucht deshalb auch das Thema möglichst wenig anzusprechen. Trotzdem denke ich, stehen hier meine Bedürfnisse vor seinen, sind sie doch ein Resultat seines egoistischen Handelns. Er hat sich ja auch keine Gedanken gemach, ob ich seine Affäre verkraften kann, als er sich über Wochen jeden Tag wieder dafür entschieden hat, seinen Trieb mit der anderen auszuleben, während ich mich mühsam durch die Schwangerschaft gekämpft habe.

Jetzt habe ich das Wort "Verzeihen" so oft gehört und hin und her gedreht, daß es fast seinen Sinn verloren hat...
Was bedeutet für euch "verzeihen"? Verstehen? Akzeptieren? Hinnehmen? Einen Schlußstrich ziehen und nie wieder darüber reden?

Verzeihen
ist ein gefühl in dir und hat nichts mit ihm zu tun, sondern muss in dir zu deinem frieden führen. davon bist du verständlicherweise weit entfernt.

ich musste um verzeihen zu können erst einmal verstehen. einiges kann ich bis heute nicht verstehen, das habe ich dann so akzeptiert. aber hingenommen habe ich nichts.

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23. Oktober 2007 um 17:41
In Antwort auf sursulapitschi

@verzeihen...
ist in diesem Zusammenhang sicher schwer zu definieren. Die Optionen "Einen Schlussstrich ziehen und nie wieder drüber reden", "Hinnehmen" oder "Akzeptieren" sind meiner Meinung nach nur dann Optionen, wenn du tatsächlich GLÜCKLICH und ZUFRIEDEN mit diesem Mann leben kannst, in dem Wissen, dass er dich betrügt und belügt. So hört es sich aber nicht an.

Und nach dreimaligem Betrügen solltest du der Tatsache ins Auge blicken, dass dein Mann dich immer wieder betrügen wird. AUch, wenn er es in diesem Augenblick selbst nicht wahrhaben will, auch wenn er selbst unter seiner Untreue und seinen Schuldgefühlen leidet, auch, wenn er dich liebt. All das sind keine Gründe, einen notorischen Fremdgänger, und das ist er, vom Fremdgehen abzuhalten.
Darüber musst du dir im Klaren sein.

Ob du ihm verzeihst oder nicht, wird nichts an eurer SItuation ändern.
Willst du das? Mache dir doch erst einmal Gedanken, welche Art von Beziehung für dich lebbar ist.

Er...
setzt sich zum ersten Mal mit seinen Gefühlen auseinander. Auch mit Hilfe eines Therapeuten, zu dem wir entweder gemeinsam oder einzeln gehen. Er sagt, er ist vor Problemen immer weggelaufen. Und sich anderweitig zu holen, was ihm fehlte, war seine Art wegzulaufen, sich den Problemen nicht stellen zu müssen, der leichtere Weg...

Zum Teil verstehe ich das sogar. Ich sehe, daß er etwas tun will. Für sich, für unsere Beziehung, für unsere Familie. Oft tut er noch das Falsche, z.B. daß er nie von sich aus das Gespräch über das Geschehene sucht. Aber auch das finde ich verständlich. Er kämpft mit seinen Schuldgefühlen. Ich mit meinen Verletzungen.

Ich weiß nicht, ob unsere Beziehung eines Tages wieder auf stabilen Füßen stehen wird. Momentan tut sie es nicht und ich schwanke noch immer zwischen Gehen und Bleiben. Jeden Tag aufs Neue, manchmal mehr, manchmal weniger. Aber jeder gute Tag gibt mir die Hoffnung, daß wir es schaffen, auch wenn es zwischendurch kohlrabenschwarze Tage gibt.
Aber eines weiß ich ganz sicher: Noch einmal kann ich seine Untreue nicht verkraften. Beim nächsten Mal gibt es keinen Kampf mehr. Ich hoffe, es gibt kein nächstes Mal, auch wenn es für die meisten sicher naiv klingt...

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24. Oktober 2007 um 12:57

Der Artikel klingt sehr...
schön und toll und edel...

Leider bin ich das momentan noch so gar nicht, nenne es meinetwegen charakterschwach. Ich bin noch zu enttäuscht, verletzt und wütend, um Frieden zu finden, auch wenn das jetzt schon ein halbes Jahr her ist.

Die ersten zwei Seitensprünge (die ich zusammen entdeckt habe), habe ich irgendwann wirklich verzeihen können. Deshalb weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn man mit einem Thema abgeschlossen hat, auch wenn man es nicht komplett versteht. Jetzt bin ich meilenweit davon entfernt, mich so zu fühlen.Dazu ist zuviel passiert und manchmal denke ich, er hat noch gar nicht gänzlich begriffen, was er da getan hat...
Und daß er mir gesagt hat, er ginge davon aus, daß so ein Seitensprung ja nicht sooo schlimm für mich sei, weil ich beim ersten Mal ja recht schnell verziehen hätte, macht es nicht einfacher, da ich jetzt das Gefühl habe, daß Verzeihen für ihn ein Freifahrtschein ist. Vielleicht ist er wirklich ein notorischer Fremdgänger (ist in fast allen seinen früheren Beziehungen auch fremdgegangen) und ich muß mich darauf einstellen, daß er es wieder tut. Aber dann wird auch meine Liebe zu ihm sterben und es wird weniger schmerzen. Noch habe ich Hoffnung...

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24. Oktober 2007 um 16:16
In Antwort auf robin_12261687

Der Artikel klingt sehr...
schön und toll und edel...

Leider bin ich das momentan noch so gar nicht, nenne es meinetwegen charakterschwach. Ich bin noch zu enttäuscht, verletzt und wütend, um Frieden zu finden, auch wenn das jetzt schon ein halbes Jahr her ist.

Die ersten zwei Seitensprünge (die ich zusammen entdeckt habe), habe ich irgendwann wirklich verzeihen können. Deshalb weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn man mit einem Thema abgeschlossen hat, auch wenn man es nicht komplett versteht. Jetzt bin ich meilenweit davon entfernt, mich so zu fühlen.Dazu ist zuviel passiert und manchmal denke ich, er hat noch gar nicht gänzlich begriffen, was er da getan hat...
Und daß er mir gesagt hat, er ginge davon aus, daß so ein Seitensprung ja nicht sooo schlimm für mich sei, weil ich beim ersten Mal ja recht schnell verziehen hätte, macht es nicht einfacher, da ich jetzt das Gefühl habe, daß Verzeihen für ihn ein Freifahrtschein ist. Vielleicht ist er wirklich ein notorischer Fremdgänger (ist in fast allen seinen früheren Beziehungen auch fremdgegangen) und ich muß mich darauf einstellen, daß er es wieder tut. Aber dann wird auch meine Liebe zu ihm sterben und es wird weniger schmerzen. Noch habe ich Hoffnung...

Hat er dir das erzählt...
dass er in früheren Beziehungen auch fremd gegangen ist, oder woher weißt du das?

Und was hat er gesagt, wenn ihr darüber gesprochen habt? Wie hat er diese früheren Affären erklärt?
Wie lange seid ihr eigentlich zusammen?

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24. Oktober 2007 um 23:27
In Antwort auf robin_12261687

Ich will ihn nicht verlassen
Wir kämpfen um unsere Beziehung, um unsere Familie. Aus den verschiedensten Gründen, vorrangig aber, weil da immer noch Liebe ist.

Aber warum sagt jeder, dieser Kampf ist aussichtlos, wenn ich ihm nicht verzeihen kann?

Wird schwer
hallo,

ich weiß wie es ist..das Thema verzeihen, ich weiß auch wie Du Dich fühlst, die Gedanken fressen Dich auf. Aber euer Kind ist in Deinem Bauch gewachsen..in DEinem, ein Grund dafür das ihr beide euch noch mehr verschweißt. Manchmal ist es so als wenn man gelähmt ist und leer, wenn der Partner kalt ist oder cschlechte Laune hat, denkt man gleich wieder..man da läuft doch wieder was..oder wenn er nur zum Fernseher start kein Wort mit einem redet..lass Ihn einfach...gebe all Deine Liebe eurem Kind..am besten gleich in dreifacher Portion...er sieht wie sehr Du euer KInd liebst und glaube mir das lässt keinen Mann kalt.

Zu verzeihen ist schon schwer, es tut auch weh und bringt schlaflose Nächte und oft sogar der Gang zum Neurologen weil man das Gefühl der Ohnmacht nicht erträgt.

Ich bin mir sicher Du schaffst das, Ihr schafft das.

Dir ganz liebe Grüsse Danny

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25. Oktober 2007 um 7:42
In Antwort auf sursulapitschi

Hat er dir das erzählt...
dass er in früheren Beziehungen auch fremd gegangen ist, oder woher weißt du das?

Und was hat er gesagt, wenn ihr darüber gesprochen habt? Wie hat er diese früheren Affären erklärt?
Wie lange seid ihr eigentlich zusammen?

Ja, ich weiß es...
von ihm. Wir haben über alles Mögliche gesprochen, als wir uns vor ca. 5 Jahren kennenlernten. Es gab quasi keine Tabuthemen. Mit den Gesprächen kam Vertrauen, mit dem Vertrauen die Liebe. Wir sind jetzt seit 3 Jahren verheiratet (seine 2., meine 1. Ehe).

Seine bisherigen Beziehungen waren wohl immer von Machtkämpfen geprägt, Karriere stand im Vordergrund und der eigene "Wert" definierte sich über das Einkommen.
Ich weiß nicht, wieviel echte Liebe da immer vorhanden war. Viel kann es nicht gewesen sein, wenn jeder auf dem Egotripp ist. So gab es dann eben auch die eine oder andere Affäre. Es war halt der einfachere Weg als sich den Problemen in der Beziehung zu stellen. Leider verfällt er scheinbar immer noch hin und wieder in dieses Verhaltensmuster.

Ich bin ein völlig anderer Typ und er hat erst lernen müssen (und lernt es noch), daß mich seine Brieftasche nicht interessiert, sondern er als Mensch.

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25. Oktober 2007 um 7:52
In Antwort auf sophy_12239840

Wird schwer
hallo,

ich weiß wie es ist..das Thema verzeihen, ich weiß auch wie Du Dich fühlst, die Gedanken fressen Dich auf. Aber euer Kind ist in Deinem Bauch gewachsen..in DEinem, ein Grund dafür das ihr beide euch noch mehr verschweißt. Manchmal ist es so als wenn man gelähmt ist und leer, wenn der Partner kalt ist oder cschlechte Laune hat, denkt man gleich wieder..man da läuft doch wieder was..oder wenn er nur zum Fernseher start kein Wort mit einem redet..lass Ihn einfach...gebe all Deine Liebe eurem Kind..am besten gleich in dreifacher Portion...er sieht wie sehr Du euer KInd liebst und glaube mir das lässt keinen Mann kalt.

Zu verzeihen ist schon schwer, es tut auch weh und bringt schlaflose Nächte und oft sogar der Gang zum Neurologen weil man das Gefühl der Ohnmacht nicht erträgt.

Ich bin mir sicher Du schaffst das, Ihr schafft das.

Dir ganz liebe Grüsse Danny

Danke Danny,
fürs Mutmachen!

Gerade das Kindmacht es so schwer, es zu verstehen und zu verarbeiten. Ich hatte mit dem Thema Kinder eigentlich abgeschlossen, weil meine erste Schwangerschaft (aus einer früheren Beziehung) so eine Katastrophe war (habe eines der Zwillingsmädels verloren und mußte 6 Wochen mit einem toten und einem lebenden Kind im Bauch im Krankenhaus verbringen). Das wollte ich nie wieder erleben. Er hat noch keine Kinder, hat auch noch nie die richtige Frau dafür getroffen. Wir haben lange geredet, über unsere Wünsche und Ängste und er wollte, daß ich diese Schwangerschaft als etwas Schönes erlebe, ein Ausgleich zu dem Drama damals. Ich dachte, mit ihm an meiner Seite schaffe ich das. Die Anfangszeit war sehr hart, die Schwangerschaft hing am seidenen Faden, ich mußte viel liegen, durfte nichts machen, mußte mich sehr schonen. Tja, und als sich alles zum Guten wendete, entdeckte ich, daß er sich seit fast 2 Monaten mit einer anderen vergnügt... tolles Gefühl. Er hat mich alleingelassen und betrogen, als ich ihn am meisten brauchte und am verletztlichsten war. Ich weiß nicht, ob ich das jemals verzeihen kann. Noch kann ich es jedenfalls nicht.

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25. Oktober 2007 um 8:48
In Antwort auf robin_12261687

Ja, ich weiß es...
von ihm. Wir haben über alles Mögliche gesprochen, als wir uns vor ca. 5 Jahren kennenlernten. Es gab quasi keine Tabuthemen. Mit den Gesprächen kam Vertrauen, mit dem Vertrauen die Liebe. Wir sind jetzt seit 3 Jahren verheiratet (seine 2., meine 1. Ehe).

Seine bisherigen Beziehungen waren wohl immer von Machtkämpfen geprägt, Karriere stand im Vordergrund und der eigene "Wert" definierte sich über das Einkommen.
Ich weiß nicht, wieviel echte Liebe da immer vorhanden war. Viel kann es nicht gewesen sein, wenn jeder auf dem Egotripp ist. So gab es dann eben auch die eine oder andere Affäre. Es war halt der einfachere Weg als sich den Problemen in der Beziehung zu stellen. Leider verfällt er scheinbar immer noch hin und wieder in dieses Verhaltensmuster.

Ich bin ein völlig anderer Typ und er hat erst lernen müssen (und lernt es noch), daß mich seine Brieftasche nicht interessiert, sondern er als Mensch.

Der Grund für seine Affären...
in früheren Beziehungen war aus deiner Sicht (und nach seiner Darstellung) also, dass in diesen Beziehungen etwas grundlegend schief lief? Sie von Machtkämpfen geprägt war, zu wenig Liebe da war?

Und du bist nun der Meinung, dass es in eurer Beziehung ganz anders ist?
Weil bei euch die Gefühle echt sind? Er "nur" hin und wieder in alte Verhaltensmuster verfällt?

Ehrlich gesagt, sieht es aber von außen so aus, als ob er sich genauso benimmt wie in seinen früheren Beziehungen auch. Sich immer wieder Affären zu gönnen, ist ein enormer Egotripp. Hört sich immer noch so an, als ob er sich Problemen in der Beziehung nicht stellt.

5 Jahre Beziehung sind ja auch nicht wirklich lang, und in dieser Zeit hat er dich schon drei mal betrogen? Auf welchen Tatsachen basiert denn deine Überzeugung, dass eure Beziehung so ganz anders ist, als die, die er vorher hatte?
Vielleicht solltest du dir mal eingestehen, dass jemand nicht ein neuer Mensch wird, nur weil er mit einem anderen Menschen zusammen ist. Dass allein verändert einen nicht.


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25. Oktober 2007 um 8:56

Ich kenne das Gefühl
Hallo erstmal ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst es tut sehr weh und mann ist in einer Zwickmühle.Ich bin selbst betrogen worden und mir fällt es sehr schwer darüber hinwegzukommen bin in manchen situationen am verzweifeln und weiß nicht was ich tun soll möchte mich gerne austauschen mit frauen denen das auch passiert ist.in deiner lage ist es sehr schwer einen rat zu geben da du ganz alleine entscheiden mußt was für dich und dein kind am besten ist.ich selbst weiß nicht ob ich damit leben kann die zeit wird es bringen

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25. Oktober 2007 um 9:01
In Antwort auf robin_12261687

Der Artikel klingt sehr...
schön und toll und edel...

Leider bin ich das momentan noch so gar nicht, nenne es meinetwegen charakterschwach. Ich bin noch zu enttäuscht, verletzt und wütend, um Frieden zu finden, auch wenn das jetzt schon ein halbes Jahr her ist.

Die ersten zwei Seitensprünge (die ich zusammen entdeckt habe), habe ich irgendwann wirklich verzeihen können. Deshalb weiß ich, wie es sich anfühlt, wenn man mit einem Thema abgeschlossen hat, auch wenn man es nicht komplett versteht. Jetzt bin ich meilenweit davon entfernt, mich so zu fühlen.Dazu ist zuviel passiert und manchmal denke ich, er hat noch gar nicht gänzlich begriffen, was er da getan hat...
Und daß er mir gesagt hat, er ginge davon aus, daß so ein Seitensprung ja nicht sooo schlimm für mich sei, weil ich beim ersten Mal ja recht schnell verziehen hätte, macht es nicht einfacher, da ich jetzt das Gefühl habe, daß Verzeihen für ihn ein Freifahrtschein ist. Vielleicht ist er wirklich ein notorischer Fremdgänger (ist in fast allen seinen früheren Beziehungen auch fremdgegangen) und ich muß mich darauf einstellen, daß er es wieder tut. Aber dann wird auch meine Liebe zu ihm sterben und es wird weniger schmerzen. Noch habe ich Hoffnung...

Schön und toll und edel...
oder eher gehirngewaschen und gutmenschig ?

du hast das recht, enttäuscht, verletzt und wütend zu sein. immerhin spielt dein mann auch mit deinem leben, wenn er fremdvögelt. gummi...?
was in diesem forum teilweise an gutmenschenkranker lebenshilfe angeboten wird, schlägt jedem fass den boden aus......

letztechance, dein mann hat mehr als genug chancen gehabt. verzeihen ist eine schöne sache, wenn sie derjenige auch wert ist, daß man ihm verzeiht. alles verzeihen und krampfhafte edelmütigkeit kannst du auch mit "selbstmord auf raten" umschreiben, denn die medizin hat längst festgestellt, daß unglücklich machende partner herz und kreislauf belasten und die lebenszeit ihres partners drastisch verkürzen können.

hör hier nicht auf alles, hier sind komische wesen am werk, die ihre eigene persönlichkeit aus gründen einer *erleuchtung* längst an der pforte dieses forums abgebenen haben ! *gutmenschen* meinen immer alles gut, auch wenn es für jemanden sehr schädlich sein kann; sie sind überzeugt, daß ihr *gutmeinen* die alleinige glückseligmachung verheißt....

alles gute für dich und dein kind !

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25. Oktober 2007 um 9:06
In Antwort auf robin_12261687

Ich will ihn nicht verlassen
Wir kämpfen um unsere Beziehung, um unsere Familie. Aus den verschiedensten Gründen, vorrangig aber, weil da immer noch Liebe ist.

Aber warum sagt jeder, dieser Kampf ist aussichtlos, wenn ich ihm nicht verzeihen kann?

Das nennt man *autoagression*
denn du willst lieber bei einem mann bleiben, der für dich schädlich ist, als gesund zu überleben.

was hat er ? geld ?
was bietet er dir? einen orgasmus nach den anderen ?

du klingst mir ehrlich gesagt ziemlich hörig. ich möchte dich daran erinnern, daß er dich und euer kind mit aids hätte anstecken können. wie weit muß man bei dir gehen ?
müßte erst ein messer in deinem herzen stecken ?

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25. Oktober 2007 um 9:14
In Antwort auf sursulapitschi

Der Grund für seine Affären...
in früheren Beziehungen war aus deiner Sicht (und nach seiner Darstellung) also, dass in diesen Beziehungen etwas grundlegend schief lief? Sie von Machtkämpfen geprägt war, zu wenig Liebe da war?

Und du bist nun der Meinung, dass es in eurer Beziehung ganz anders ist?
Weil bei euch die Gefühle echt sind? Er "nur" hin und wieder in alte Verhaltensmuster verfällt?

Ehrlich gesagt, sieht es aber von außen so aus, als ob er sich genauso benimmt wie in seinen früheren Beziehungen auch. Sich immer wieder Affären zu gönnen, ist ein enormer Egotripp. Hört sich immer noch so an, als ob er sich Problemen in der Beziehung nicht stellt.

5 Jahre Beziehung sind ja auch nicht wirklich lang, und in dieser Zeit hat er dich schon drei mal betrogen? Auf welchen Tatsachen basiert denn deine Überzeugung, dass eure Beziehung so ganz anders ist, als die, die er vorher hatte?
Vielleicht solltest du dir mal eingestehen, dass jemand nicht ein neuer Mensch wird, nur weil er mit einem anderen Menschen zusammen ist. Dass allein verändert einen nicht.


Ich gebe Dir Recht...
daß jemand sich nicht komplett verändert, nur weil er eine neue Beziehung eingeht.

Ich sage auch nicht, daß unsere Beziehung etwas ganz anderes ist, auch wenn ich schon das Gefühl hatte, daß zwischen uns etwas Besonderes war (mit seinem letzten Betrug hat er dieses "Besondere" zerstört). Ich weiß ja, daß das alles ziemlich widersprüchlich klingt, genau das ist ja das Dilemma, in dem ich mich zur Zeit befinde...

Wenn ich nur die reinen Fakten aufzähle,sehe ich es ähnlich wie Du und andere hier: Er ist so, er wird sich niemals ändern, er wird mich immer wieder betrügen. In solchen Momenten stehe ich kurz davor, meine Koffer zu packen und zu gehen.

Aber es gibt noch die andere Seite. Ich sehe, daß er sich Mühe gibt, sich ändern will. Die Momente, in denen er sich seiner alten Verhaltensmuster bewußt wird und darunter leidet. Sie vor sich selbst zugibt. Ich spüre seine Liebe und seine Angst, seine Unsicherheit, wenn er nicht weiß, wie er mit einer stressigen Situation anders umgehen soll, als er es gelernt hat.

Ja, er hat mich verletzt, sehr tief verletzt. Aber wenn ich das Gesamte sehe und jetzt ginge, würde ich auch nichts anderes machen als er, nämlich weglaufen, wenns schwierig wird. Noch habe ich die Hoffnung, daß wir das irgendwie packen, auch mit Hilfe der Therapie.

Vielleicht blauäugig und naiv, aber mir bedeutet unser Trauspruch "in guten und in schlechten Zeiten" etwas und ich will nicht aufgeben, ohne alles versucht zu haben.

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25. Oktober 2007 um 9:15
In Antwort auf robin_12261687

Ich danke euch...
für die lieben und konstruktiven Antworten!

Ja, momentan sehe ich noch keinen Weg. Es wird nie wieder so sein wie es war und ich weiß nicht, ob ich in dieser Beziehung die Sicherheit noch einmal finden werde, die ich so sehr brauche. Vertrauen war und sit für mich ein wichtiger Grundpfeiler einer Beziehung und ein Leben ohne diesen fällt mir zur Zeit sehr schwer. Immer wieder überfallen mich die Zweifel, bei jeder seiner Aussagen läuft der Prozeß ab: Glaube ich ihm, glaube ich ihm nicht? Das ist alles sehr zermürbend...

Er leidet unter seinen Schuldgefühlen und versucht deshalb auch das Thema möglichst wenig anzusprechen. Trotzdem denke ich, stehen hier meine Bedürfnisse vor seinen, sind sie doch ein Resultat seines egoistischen Handelns. Er hat sich ja auch keine Gedanken gemach, ob ich seine Affäre verkraften kann, als er sich über Wochen jeden Tag wieder dafür entschieden hat, seinen Trieb mit der anderen auszuleben, während ich mich mühsam durch die Schwangerschaft gekämpft habe.

Jetzt habe ich das Wort "Verzeihen" so oft gehört und hin und her gedreht, daß es fast seinen Sinn verloren hat...
Was bedeutet für euch "verzeihen"? Verstehen? Akzeptieren? Hinnehmen? Einen Schlußstrich ziehen und nie wieder darüber reden?

Verzeihen
bedeutet für mich, daß ich ein stückweit versuche, einen menschen zu verstehen. seine beweggründe, seine motive, seine impulse. ich gebe gerne zweite chancen. aber ich gebe nicht mein sein her.

denn wenn verzeihen in selbstverleugnung und einer art opferhaltung ausartet, die über jeder selbstachtung steht, dann hat man ein immenses problem mit sich selber und trägt einiges an selbsthaß in sich, oder erachtet sich selber als minderwertig. denk mal darüber nach !

was wäre jetzt, wenn dein mann dich und dein damals ungeborenes kind mit aids infiziert hätte ? glück gehabt ? und beim nächsten mal ?

hat er beim fremdvögeln auch nur einen einzigen gedanken daran verschwendet ? das nennst du liebe ?

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25. Oktober 2007 um 9:24
In Antwort auf robin_12261687

Ja, ich weiß es...
von ihm. Wir haben über alles Mögliche gesprochen, als wir uns vor ca. 5 Jahren kennenlernten. Es gab quasi keine Tabuthemen. Mit den Gesprächen kam Vertrauen, mit dem Vertrauen die Liebe. Wir sind jetzt seit 3 Jahren verheiratet (seine 2., meine 1. Ehe).

Seine bisherigen Beziehungen waren wohl immer von Machtkämpfen geprägt, Karriere stand im Vordergrund und der eigene "Wert" definierte sich über das Einkommen.
Ich weiß nicht, wieviel echte Liebe da immer vorhanden war. Viel kann es nicht gewesen sein, wenn jeder auf dem Egotripp ist. So gab es dann eben auch die eine oder andere Affäre. Es war halt der einfachere Weg als sich den Problemen in der Beziehung zu stellen. Leider verfällt er scheinbar immer noch hin und wieder in dieses Verhaltensmuster.

Ich bin ein völlig anderer Typ und er hat erst lernen müssen (und lernt es noch), daß mich seine Brieftasche nicht interessiert, sondern er als Mensch.

ER lernt noch ?
für mich sieht es so aus, als ob er nicht lernt, sondern sein "altes" und vertrautes leben weiter lebt und ausgelernt hat. bislang konnte er ja alles entschuldigen und erklären und kommt damit durch.

glaubst du wirklich das er sich ändert?
hatte er nicht ganze 5 jahre zeit zu erkennen, dass du ganz anders als seine vorigen beziehungen bist? glaubst du, du musst ihm noch mehr zeit einräumen, dass er erkennt, dass es bei dir wahre liebe und kein machtkapf ist?

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25. Oktober 2007 um 9:31
In Antwort auf madlyn_12898805

Verzeihen
ist unerläßlich, wenn du deiner Ehe noch eine Chance geben willst, ansonsten erstickst du. Wenn du das nicht schaffst, dann hat es keinen Sinn. Allerdings braucht es seine Zeit, bis man wirklich bereit ist.

Hast du schon an eine Paarthreapie gedacht? Oder auch du allein?

Aber solltest du verzeihen, dann muß es auch unbedingt dabei bleiben, dh. keine Vorwürfe oder Schuldzuweisungen. Gespräche ja, aber konstruktiv, das muß dein Mann aushalten bzw dir zugestehen. Denn das braucht es wohl, um alles verarbeiten zu können.

Viel Glück

Verzeihen?
Also ich konnte und kann es bis jetzt nicht verzeihen aber ich habe es akzeptiert.
Das weiß mein Mann auch! Weil für mich war es doppelt schwer da es meine damalige "beste Freundin" war mit der er es getan hat.
Aber Reden muß man und das machen wir sehr häufig Vorwürfe gab es am Anfang aber mittlerweile denke ich so, das ich es eh nicht mehr ändern kann, ist passiert.
Ich habe unserer Ehe nach langen überlegen die Chance gegeben und die haben wir bis jetzt genutzt und nicht bereut.

lg

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25. Oktober 2007 um 9:42
In Antwort auf edana_12672933

ER lernt noch ?
für mich sieht es so aus, als ob er nicht lernt, sondern sein "altes" und vertrautes leben weiter lebt und ausgelernt hat. bislang konnte er ja alles entschuldigen und erklären und kommt damit durch.

glaubst du wirklich das er sich ändert?
hatte er nicht ganze 5 jahre zeit zu erkennen, dass du ganz anders als seine vorigen beziehungen bist? glaubst du, du musst ihm noch mehr zeit einräumen, dass er erkennt, dass es bei dir wahre liebe und kein machtkapf ist?

Ich weiß es einfach nicht...
Ja, er hätte es erkennen sollen. Und ja, er hätte sich anders verhalten sollen und können. Und ja, jeder verdient eine 2. Chance, aber eine 3.?

Ach man, es ist so verdammt schwierig, 5 Jahre Beziehung in ein paar Sätze zu packen... es wäre einfacher, wenn alles nur schwarz/weiß wäre, dann würden einen die Graustufen nicht so derart in Zweifel stürzen *seufz*

Er hat versucht, es mir zu erklären. Zum Teil verstehe ich ihn. Entschuldigen konnte er nichts. Da gibt es nichts zu ent_schulden, das war sein Alleingang, den er auch allein verantworten muß.

Ich will ja gar nicht, daß er sich komplett ändert. Ich denke auch, niemand kann das auf Dauer. Aber er hat von seinen Eltern ganz andere Werte mitbekommen, als die, die er über Jahre im Geschäftsleben gelebt hat/leben mußte, um Erfolg zu haben (und auch auf seine Beziehungen übertragen hat). Es geht also eher darum, daß er wieder lernen muß, daß nicht alle Menschen diese alten Werte, die auch mir wichtig sind, als Schwäche auslegen. Meine Güte, klingt das jetzt pathetisch... vielleicht verstehst Du ja trotzdem, was ich meine

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25. Oktober 2007 um 9:50
In Antwort auf linsey_12362086

Verzeihen?
Also ich konnte und kann es bis jetzt nicht verzeihen aber ich habe es akzeptiert.
Das weiß mein Mann auch! Weil für mich war es doppelt schwer da es meine damalige "beste Freundin" war mit der er es getan hat.
Aber Reden muß man und das machen wir sehr häufig Vorwürfe gab es am Anfang aber mittlerweile denke ich so, das ich es eh nicht mehr ändern kann, ist passiert.
Ich habe unserer Ehe nach langen überlegen die Chance gegeben und die haben wir bis jetzt genutzt und nicht bereut.

lg

Kannst Du mir sagen...
wie lange Du etwa gebraucht hast, um es zu akzeptieren und in Ruhe, ohne Vorwürfe mit ihm darüber reden konntest?
Ich weiß, sowas läßt sich zeitlich in Tagen und Wochen nur sehr schlecht festlegen und es gibt auch keinen Termin, bis zu dem dies und jenes erreicht sein muß. Ich fühle mich nur manchmal (von anderen) unter Druck gesetzt, nach dem Motto: Es ist doch jetzt schon sooo lange (7 Monate) her, da muß das Thema doch langsam mal vom Tisch sein u.ä.

Langsam erreiche ich aber einen Punkt, an dem ich gelassener werde und mich besser fühle (auch durch eure Antworten!) und mich sicherer fühle. Es ist vorbei, wenn ich das so fühle und ich kann verzeihen, wenn ich fühle, daß ich es kann. Ob das jemals sein wird, weiß ich noch nicht. Und das ist mein gutes Recht!

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25. Oktober 2007 um 9:51
In Antwort auf robin_12261687

Ich gebe Dir Recht...
daß jemand sich nicht komplett verändert, nur weil er eine neue Beziehung eingeht.

Ich sage auch nicht, daß unsere Beziehung etwas ganz anderes ist, auch wenn ich schon das Gefühl hatte, daß zwischen uns etwas Besonderes war (mit seinem letzten Betrug hat er dieses "Besondere" zerstört). Ich weiß ja, daß das alles ziemlich widersprüchlich klingt, genau das ist ja das Dilemma, in dem ich mich zur Zeit befinde...

Wenn ich nur die reinen Fakten aufzähle,sehe ich es ähnlich wie Du und andere hier: Er ist so, er wird sich niemals ändern, er wird mich immer wieder betrügen. In solchen Momenten stehe ich kurz davor, meine Koffer zu packen und zu gehen.

Aber es gibt noch die andere Seite. Ich sehe, daß er sich Mühe gibt, sich ändern will. Die Momente, in denen er sich seiner alten Verhaltensmuster bewußt wird und darunter leidet. Sie vor sich selbst zugibt. Ich spüre seine Liebe und seine Angst, seine Unsicherheit, wenn er nicht weiß, wie er mit einer stressigen Situation anders umgehen soll, als er es gelernt hat.

Ja, er hat mich verletzt, sehr tief verletzt. Aber wenn ich das Gesamte sehe und jetzt ginge, würde ich auch nichts anderes machen als er, nämlich weglaufen, wenns schwierig wird. Noch habe ich die Hoffnung, daß wir das irgendwie packen, auch mit Hilfe der Therapie.

Vielleicht blauäugig und naiv, aber mir bedeutet unser Trauspruch "in guten und in schlechten Zeiten" etwas und ich will nicht aufgeben, ohne alles versucht zu haben.

Wichtig wäre halt nur...
dass der Trauspruch "in guten und in schlechten Zeiten" nicht nur für dich was bedeutet, sondern auch für ihn.
Er hat dich jetzt einmal in einer Situation sitzen lassen, in der du ihn wirklich gebraucht hättest. Ganz dringend.

Und das darf einfach nicht noch einmal passieren.

Er darf nicht den Schluss ziehen, dass du ihm schon wieder verzeihen wirst, weil du eben immer zu ihm hältst. Ihm muss klar sein, dass die Bedingung ist, dass er sich ändert. Und eingefleischte Verhaltensmuster zu ändern, ist eben schwer.
Und du musst dann auch bereit sein, beim nächsten Mal wirklich die Konsequenzen zu ziehen. Das ist dann nicht weglaufen, sondern für dich selbst sorgen. Dich selbst nicht aufgeben und deinen eigenen SChmerz ernst genug nehmen, um dir ein besseres Leben ohne ihn einrichten zu können.

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25. Oktober 2007 um 10:01
In Antwort auf sursulapitschi

Wichtig wäre halt nur...
dass der Trauspruch "in guten und in schlechten Zeiten" nicht nur für dich was bedeutet, sondern auch für ihn.
Er hat dich jetzt einmal in einer Situation sitzen lassen, in der du ihn wirklich gebraucht hättest. Ganz dringend.

Und das darf einfach nicht noch einmal passieren.

Er darf nicht den Schluss ziehen, dass du ihm schon wieder verzeihen wirst, weil du eben immer zu ihm hältst. Ihm muss klar sein, dass die Bedingung ist, dass er sich ändert. Und eingefleischte Verhaltensmuster zu ändern, ist eben schwer.
Und du musst dann auch bereit sein, beim nächsten Mal wirklich die Konsequenzen zu ziehen. Das ist dann nicht weglaufen, sondern für dich selbst sorgen. Dich selbst nicht aufgeben und deinen eigenen SChmerz ernst genug nehmen, um dir ein besseres Leben ohne ihn einrichten zu können.

Ja!
So sehe ich es und er auch. Er ist sich bewußt, daß niemand eigentlich eine 3. Chance verdient hat. Und ich sehe, wie schwer es ihm fällt, beim Therapeuten seine Schwächen (er empfindet das noch so) auszusprechen und zuzugeben. Aber ich sehe auch, daß es ihm von Mal zu Mal leichter fällt und er sagt auch, daß es ihm damit besser geht. Arbeiten muß er daran, da kann ich nur sehr bedingt helfen.

Aber natürlich ist da noch meine Angst, daß er wieder rückfällig wird. Denn das wäre dann das endgültige Aus für unsere Beziehung. Ich habe keine Angst, allein mit den Kindern zu leben, ich war 11 Jahre alleinerziehend und fand das total ok. Ich wäre nur unendlich traurig, weil diese Beziehung etwas wirklich Tolles hätte sein können. Aber das liegt in seiner Hand.

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25. Oktober 2007 um 10:09
In Antwort auf robin_12261687

Ich weiß es einfach nicht...
Ja, er hätte es erkennen sollen. Und ja, er hätte sich anders verhalten sollen und können. Und ja, jeder verdient eine 2. Chance, aber eine 3.?

Ach man, es ist so verdammt schwierig, 5 Jahre Beziehung in ein paar Sätze zu packen... es wäre einfacher, wenn alles nur schwarz/weiß wäre, dann würden einen die Graustufen nicht so derart in Zweifel stürzen *seufz*

Er hat versucht, es mir zu erklären. Zum Teil verstehe ich ihn. Entschuldigen konnte er nichts. Da gibt es nichts zu ent_schulden, das war sein Alleingang, den er auch allein verantworten muß.

Ich will ja gar nicht, daß er sich komplett ändert. Ich denke auch, niemand kann das auf Dauer. Aber er hat von seinen Eltern ganz andere Werte mitbekommen, als die, die er über Jahre im Geschäftsleben gelebt hat/leben mußte, um Erfolg zu haben (und auch auf seine Beziehungen übertragen hat). Es geht also eher darum, daß er wieder lernen muß, daß nicht alle Menschen diese alten Werte, die auch mir wichtig sind, als Schwäche auslegen. Meine Güte, klingt das jetzt pathetisch... vielleicht verstehst Du ja trotzdem, was ich meine

Ich verstehe
aber wichtiger ist, dass ER versteht. er muss bereit sein an sich und eurer beziehung zu arbeiten. es muss ihm klar sein, dass deine schmerzgrenze und dein vertrauensvorschuss weit mehr als überzogen sind. wenn ein "nächstes mal" kommen sollte, dann sollte für dich eine trennung die einzig richtige entscheidung, ohne rücksicht auf seine werte, sein.

komm zur ruhe, du musst ja heute keine entscheidung treffen, das kannst du täglich.


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25. Oktober 2007 um 10:10
In Antwort auf robin_12261687

Kannst Du mir sagen...
wie lange Du etwa gebraucht hast, um es zu akzeptieren und in Ruhe, ohne Vorwürfe mit ihm darüber reden konntest?
Ich weiß, sowas läßt sich zeitlich in Tagen und Wochen nur sehr schlecht festlegen und es gibt auch keinen Termin, bis zu dem dies und jenes erreicht sein muß. Ich fühle mich nur manchmal (von anderen) unter Druck gesetzt, nach dem Motto: Es ist doch jetzt schon sooo lange (7 Monate) her, da muß das Thema doch langsam mal vom Tisch sein u.ä.

Langsam erreiche ich aber einen Punkt, an dem ich gelassener werde und mich besser fühle (auch durch eure Antworten!) und mich sicherer fühle. Es ist vorbei, wenn ich das so fühle und ich kann verzeihen, wenn ich fühle, daß ich es kann. Ob das jemals sein wird, weiß ich noch nicht. Und das ist mein gutes Recht!

Das ...
kann ich dir gar nicht mehr sagen wie lange ich dazu gebraucht habe. Bei mir sind es zwar auch "erst" 9 Monate her aber es waren schon ein paar Wochen, weil bei mir ganz viele Aussagen zu diesem Abend gab und eigentlich ist die ganze Sache noch längst nicht vorbei weil SIE danach (und jetzt)ihr wahres Gesicht zeigt. Bei uns ist das alles etwas ausgeartet aber das ist eine lange Geschichte !!!
Aber wenn du schon den Punkt erreicht hast wo du gelassener wirst , denke ich das du es in einiger Zeit auch akzeptieren kannst.
Lass dich nicht von anderen unter Druck setzen das ist ganz allein deine Entscheidung und Gefühle kann man nicht abstellen auf Knpfdruck.

lg

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26. Oktober 2007 um 10:58
In Antwort auf robin_12261687

Danke Danny,
fürs Mutmachen!

Gerade das Kindmacht es so schwer, es zu verstehen und zu verarbeiten. Ich hatte mit dem Thema Kinder eigentlich abgeschlossen, weil meine erste Schwangerschaft (aus einer früheren Beziehung) so eine Katastrophe war (habe eines der Zwillingsmädels verloren und mußte 6 Wochen mit einem toten und einem lebenden Kind im Bauch im Krankenhaus verbringen). Das wollte ich nie wieder erleben. Er hat noch keine Kinder, hat auch noch nie die richtige Frau dafür getroffen. Wir haben lange geredet, über unsere Wünsche und Ängste und er wollte, daß ich diese Schwangerschaft als etwas Schönes erlebe, ein Ausgleich zu dem Drama damals. Ich dachte, mit ihm an meiner Seite schaffe ich das. Die Anfangszeit war sehr hart, die Schwangerschaft hing am seidenen Faden, ich mußte viel liegen, durfte nichts machen, mußte mich sehr schonen. Tja, und als sich alles zum Guten wendete, entdeckte ich, daß er sich seit fast 2 Monaten mit einer anderen vergnügt... tolles Gefühl. Er hat mich alleingelassen und betrogen, als ich ihn am meisten brauchte und am verletztlichsten war. Ich weiß nicht, ob ich das jemals verzeihen kann. Noch kann ich es jedenfalls nicht.

Traurig das Ganze
Manchmal hilft es ungemein sich mit jemanden auszutauschen der fast die gleiche Geschichte durchlitt.

Wie ist er jetzt gerade zu Dir?
Weißt Du, wir Frauen ticken doch anders als die Männer, wir zerbrechen uns den Kopf, nächtelang, monatelang...die Männer kehren alles zur Zeite und schweigen, wollen davon nichts mehr hören und wir müssen das schlucken...aber wehe wir fangen von dem Thema an.

Man sagt immer man soll reden..aber es gibt halt Männer die wollen oder können nicht reden...versuche mal Dich IHm gegenüber lebenslustig zu verhalten, weine nicht in seiner Gegenwart...blödel und schmuse mit eurem Baby...

Ach mensch, wie gut kann ich Dich verstehen
Dir liebe Grüsse Danny

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26. Oktober 2007 um 11:53
In Antwort auf sophy_12239840

Traurig das Ganze
Manchmal hilft es ungemein sich mit jemanden auszutauschen der fast die gleiche Geschichte durchlitt.

Wie ist er jetzt gerade zu Dir?
Weißt Du, wir Frauen ticken doch anders als die Männer, wir zerbrechen uns den Kopf, nächtelang, monatelang...die Männer kehren alles zur Zeite und schweigen, wollen davon nichts mehr hören und wir müssen das schlucken...aber wehe wir fangen von dem Thema an.

Man sagt immer man soll reden..aber es gibt halt Männer die wollen oder können nicht reden...versuche mal Dich IHm gegenüber lebenslustig zu verhalten, weine nicht in seiner Gegenwart...blödel und schmuse mit eurem Baby...

Ach mensch, wie gut kann ich Dich verstehen
Dir liebe Grüsse Danny

Hm ja...
er spricht das Thema nie von sich aus an. Für ihn ist es vorbei und er schaut nach vorn. Darüber zu reden, meine Gefühle aushalten zu müssen, ist für ihn eine ständige Konfrontation mit seinen Schuldgefühlen, der er am liebsten aus dem Weg geht. Ich habe ihm schon so oft gesagt, daß er mich einfach in den Arm nehmen soll, wenns mir mal wieder schlecht geht, daß ich gar keine neue Diskussion will, sondern einfach nur seinen Trost brauche, Wärme und Sicherheit spüren will. Aber genau in diesen Momenten hatte er dann selbst einen schlechten Tag im Büro, Kopfschmerzen oder sonstwas. Was ich dann statt Trost bekomme, sind Vorwürfe, daß ich mit meiner Eifersucht unsere Beziehung zerstöre, etc. Und ich blöde Kuh fühle mich dann auch noch schuldig, stecke zurück und falle spätestens am nächsten Tag in ein noch tieferes Loch. Er entschuldigt sich dann wieder für sei Verhalten, sieht ein, daß es falsch war, er fühlte sich halt in die Ecke gedrängt, etc.pp.
Das sind die Momente, in denen ich denke, es hat doch alles keinen Sinn mehr. Durch seine Lügen weiß ich nicht mehr, was ich glauben kann und was nicht und das ist doch nicht meine Schuld!

Eben rief er mich z.B. kurz von unterwegs an statt wie sonst zu simsen. Keine 2 Minuten später kommt doch noch ein Kuß per sms. Und was denke ich sofort? "War die sms vielleicht gar nicht für mich?" Toll, oder?

Hier hört man ja oft den Rat, sich aufzubretzeln und dem Mann gegenüber bloß keine Schwäche zuzugeben. Ich kann mich damit nicht anfreunden, mich derart zu verstellen. Und warum soll ich ihm zeigen, was für eine tolle Frau ich bin? Ich käme mir vor, als würde ich ihn auch noch dafür belohnen, daß er mich so verletzt hat. Er hat es ja nicht getan, weil ich mich hab gehen lassen und zum Nachteil verändert habe. Er soll mir lieber zeigen, daß er mich verdient hat, nicht umgekehrt... Kämpfen muß er um mich, nicht ich um ihn.

LC, die heute keinen guten Tag hat

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26. Oktober 2007 um 21:43
In Antwort auf robin_12261687

Hm ja...
er spricht das Thema nie von sich aus an. Für ihn ist es vorbei und er schaut nach vorn. Darüber zu reden, meine Gefühle aushalten zu müssen, ist für ihn eine ständige Konfrontation mit seinen Schuldgefühlen, der er am liebsten aus dem Weg geht. Ich habe ihm schon so oft gesagt, daß er mich einfach in den Arm nehmen soll, wenns mir mal wieder schlecht geht, daß ich gar keine neue Diskussion will, sondern einfach nur seinen Trost brauche, Wärme und Sicherheit spüren will. Aber genau in diesen Momenten hatte er dann selbst einen schlechten Tag im Büro, Kopfschmerzen oder sonstwas. Was ich dann statt Trost bekomme, sind Vorwürfe, daß ich mit meiner Eifersucht unsere Beziehung zerstöre, etc. Und ich blöde Kuh fühle mich dann auch noch schuldig, stecke zurück und falle spätestens am nächsten Tag in ein noch tieferes Loch. Er entschuldigt sich dann wieder für sei Verhalten, sieht ein, daß es falsch war, er fühlte sich halt in die Ecke gedrängt, etc.pp.
Das sind die Momente, in denen ich denke, es hat doch alles keinen Sinn mehr. Durch seine Lügen weiß ich nicht mehr, was ich glauben kann und was nicht und das ist doch nicht meine Schuld!

Eben rief er mich z.B. kurz von unterwegs an statt wie sonst zu simsen. Keine 2 Minuten später kommt doch noch ein Kuß per sms. Und was denke ich sofort? "War die sms vielleicht gar nicht für mich?" Toll, oder?

Hier hört man ja oft den Rat, sich aufzubretzeln und dem Mann gegenüber bloß keine Schwäche zuzugeben. Ich kann mich damit nicht anfreunden, mich derart zu verstellen. Und warum soll ich ihm zeigen, was für eine tolle Frau ich bin? Ich käme mir vor, als würde ich ihn auch noch dafür belohnen, daß er mich so verletzt hat. Er hat es ja nicht getan, weil ich mich hab gehen lassen und zum Nachteil verändert habe. Er soll mir lieber zeigen, daß er mich verdient hat, nicht umgekehrt... Kämpfen muß er um mich, nicht ich um ihn.

LC, die heute keinen guten Tag hat

@letztechance
Ich denke auch, dass es in die absolut falsche Richtung geht, wenn du nun versuchst, dich vor ihm irgendwie zu präsentieren, dich zu verstellen und interessant zu machen. Es ist genauso wie du sagst, ER muss dir zeigen, dass er dich verdient hat.
Er hat dich zutiefst verletzt, und du musst das Recht haben, ihm das auch immer sagen zu können, weann immer du es fühlst. Das muss er aushalten.

Es gibt nichts, kein Verhalten, womit du ihn von einem erneuten Fremdgehen abhalten könntest. Es liegt allein an ihm. Er muss sich so verändern, dass er es nicht mehr will oder nicht mehr nötig hat, auf diese Weise Konflikten zu entgehen oder sich eine Portion Selbstbestätigung zu holen.

Du kannst auf diesem Weg mit ihm zusammenarbeiten, aber ganz sicher nicht indem du dich ständig darum bemühen musst, für ihn "toll" genug zu sein. Das bringt gar nix.
Er hat harte und lange Arbeit vor sich, das soll er ruhig merken.

Ich habe nach der ersten Affäre meines Mannes auch den Fehler gemacht, bzw. heute kann ich es als Fehler sehen, dass ich mich zu sehr bemüht habe, wieder Normalität in unsere Beziehung zu bringen. Ich habe es mir wieder erarbeitet, Vertrauen zu haben, dabei hätte er dafür sorgen müssen, dass ich es haben kann. Und im Rückblick muss ich sagen, ich hätte damals schon erkennen können, dass es ihm nur darum ging, wieder in sein gewohntes Leben zurückkehren zu können, klar hat er dafür einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müssen, wir waren immerhin ein halbes Jahr getrennt und er hat sich viele Vorwürfe gefallen lassen müssen.
Aber er hat alles eingesteckt, und irgendwann wurde es ja auch weniger. Ich hatte mich "abreagiert", er hat mir viele Versprechungen gemacht, aber im nachhinein sehe ich auch, dass er das halbe Jahr "Buße" einfach ausgesessen hat. Dass er sich im Grunde aber kein bisschen verändert hat. Ich hätte viel mehr "dranbleiben" müssen, und immer und wieder bei allem, wo er sich nicht genug bemüht hat, nachhaken müssen. Stattdessen habe ich wieder nur meine Verantwortung gesehen, und mich bemüht, die Beziehung liebevoll zu gestalten, habe für die Kummunikation, die Beziehungsarbeit, die gemeinsamen Zukunftsperspektiven gesorgt.
Er hat sich zurückgelehnt, nur an der Oberfläche mitgemacht (wie viele Betrüger hatte er es ja perfektioniert, immer das zu sagen, was man hören will), und dann irgendwann die nächste Affäre angefangen.

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29. Oktober 2007 um 15:22
In Antwort auf sursulapitschi

Der Grund für seine Affären...
in früheren Beziehungen war aus deiner Sicht (und nach seiner Darstellung) also, dass in diesen Beziehungen etwas grundlegend schief lief? Sie von Machtkämpfen geprägt war, zu wenig Liebe da war?

Und du bist nun der Meinung, dass es in eurer Beziehung ganz anders ist?
Weil bei euch die Gefühle echt sind? Er "nur" hin und wieder in alte Verhaltensmuster verfällt?

Ehrlich gesagt, sieht es aber von außen so aus, als ob er sich genauso benimmt wie in seinen früheren Beziehungen auch. Sich immer wieder Affären zu gönnen, ist ein enormer Egotripp. Hört sich immer noch so an, als ob er sich Problemen in der Beziehung nicht stellt.

5 Jahre Beziehung sind ja auch nicht wirklich lang, und in dieser Zeit hat er dich schon drei mal betrogen? Auf welchen Tatsachen basiert denn deine Überzeugung, dass eure Beziehung so ganz anders ist, als die, die er vorher hatte?
Vielleicht solltest du dir mal eingestehen, dass jemand nicht ein neuer Mensch wird, nur weil er mit einem anderen Menschen zusammen ist. Dass allein verändert einen nicht.


Es gab bisher...
nicht eine Beziehung bei ihm, in der er treu war. Er hat sogar über 2 Jahre ein Doppelleben mit einer Frau geführt, die er nach eigener Aussage weder besonders gutaussehend fand, noch sie eigentlich gut leiden konnte, aber der Sex war gut...

Ich wußte das ja schon vorher, habs aber scheinbar durch die rosaroten Ohrenpuschel überhört (überhören wollen)...

Nun fährt er Mittwoch zu einem Geschäftstermin nach Hamburg, wahrscheinlich mit anschließender Bespaßung der Gruppe auf der Reeperbahn (Dollhouse und so.)

Das machts alles irgendwie nicht einfacher...

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