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Verwirrung im Dreieck

8. März 2009 um 22:46

Guten Abend ..

Ich stecke momentan in einer gefühlsgeladenen Krise.
ich bin seit ca. 10 Monaten mit meinem Freund zusammen, der auch ein gutes halbes jahr für mich pures Glück darstellte. Kurz nach unserem Halbjährigen hatten wir einen heftigen Streit. Wir leben in einer Fernbeziehung und er sagte mir zu der Zeit, er würde das Getrennt-sein nicht mehr ertragen.
Auch wurde ins klar, dass wir keine lange Zukunft haben. Schon jetzt ist eine Fernbeziehung schwer für ihn - zukünftig werdenwir jedoch wegen Studium und Beruf noch weiter auseinander getrieben.
Wir haben uns aufgerafft, schreiben, reden, sehen und öfter, aber seit diesem Streit ist eine Distanz zwischen uns getreten, die mir Angst macht. Wir können zwar noch über alles reden, haben tollen Sex - aber irgendwie ist die Harmonie und die Ruhe weg. Es ist, wie auf heißen Kohlen zu stehen und nur darauf zu warten, dass der Schmerz das Gehirn erreicht.
Ich liebe ihn nicht, das glaube ich schon. Aber nicht mehr so wie zuvor.
Wir haben uns vieles an den Kopf geworfen und ich glaube, das habe ich nicht gut verkraftet. Aber dennoch versuche ich, nicht aufzugeben, noch mal alles zu geben, weil ich ihn nicht verlieren will.

Doch dann ...
Vor zwei Wochen sah ich G. wieder.
Innerhalb der letzten fünf Jahre war ich drei Mal mit G. zusammen. Nie hat es funktioniert, doch das lag wohl an meiner Jugend, an meiner Naivität und meinem Egoismus. Immer habe ich Schluss gemacht, bin dann aber, wenn ich einsam war, zu ihm zurück gekehrt.
Wir haben uns ausgesprochen und sind dann getrennte Wege gegangen.
Ich zu neuen Beziehungen und zum Studium - er zum Militär.

Ich musste immer wieder zwischendurch an ihn denken. Ich habe in den Jahren von ihm geträumt, ihn gelegentlich gesehen (er ist der Bruder einer Freundin) und manchmal hat es weh getan.
Doch ich war lange Zeit mit mir selber beschäftigt, durch psychische Probleme, er war mir nie wieder nah.

Jetzt, nach fast 8 Monaten funkstille, ist er zurück.
Er hat sich kaum verändert.
Wir trafen uns auf einer Party und ich konnte spüren, wie sein Blick den ganzen Abend auf mir geruht hat. Ich habe es absichtlich übersehen, mich angeregt mit Freunden unterhalten.
Es war - für mich - noch immer spannung da.

Auf einem Treffen meiner Freunde an diesem Wochenende war er nun auch wieder dabei.
Es war ganz natürlich - nach anfänglicher Stille haben wir uns angeregt unterhalten, kamen uns näher, haben einander umarmt.
Wir sind gemeinsam mit einer Freundin nach Hause gefahren und er hat nach meiner Hand gegriffen und sie gehalten.

Ich fühle mich ... verwirrt.
Ich habe die ganze Nacht an ihn gedacht und von ihm geträumt. Mein Herz klopft laut, wenn ich an ihn dachte. Ich habe einen Vorwand gesucht, um heute zu meiner Freundin zu fahren, um ihn zu sehen.

Das seltsame an meinen wirklich euphorischen Gefühlen ist, dass sie nahezu versiegen, wenn ich bei ihm bin. Mein herz schlägt zwar noch und ich sehne mich danach, ihn zu Umarmen und mit ihm zu schlafen - aber ich kann mich z.B. nicht vorstellen, ihn zu küssen.
Nie habe ich so viel für ihn empfunden, nie war es körperlich so spürbar.
Ich zittere, wenn ich an ihn denke, auch jetzt, und werde nervös. In meiner Brust flattern Schmetterlinge und ich werde glücklich, denke ich an gestern.

Ich will meinen Freund jedoch nicht verlassen.
Und nach all dem, was zwischen mit und G. war, weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll.
Ich bin schrecklich verwirrt, bin schlaflos und quäle mich zwischen Verlangen und schlechtem Gewissen.

Frage mich ...
Liebe ich ihn wirklich, oder will ich nur ein Abenteuer?
Kann ich dem Verlangen nachgeben, aber meinen Freund halten?
Kann ich meinen Freund verlassen und das Verlangen auskosten?
Liebe ihn ich überhaupt wirklich, oder spielt mit mein Körper einen Streich?

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8. März 2009 um 23:01

Ich glaube nicht
dass deine gefühle zu G. "echt "sind.

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8. März 2009 um 23:10

Diese ...
... Freudsche Fehlleistung sagt eigentlich alles:
"Ich liebe ihn nicht, das glaube ich schon. Aber nicht mehr so wie zuvor"
oder?

Gruß
Uwe

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8. März 2009 um 23:10
In Antwort auf tira_12547656

Ich glaube nicht
dass deine gefühle zu G. "echt "sind.

Keine Liebe, sondern ...?
Wieso denkst Du das? Was ist es dann?

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8. März 2009 um 23:12
In Antwort auf rustam_12921267

Diese ...
... Freudsche Fehlleistung sagt eigentlich alles:
"Ich liebe ihn nicht, das glaube ich schon. Aber nicht mehr so wie zuvor"
oder?

Gruß
Uwe

Als Freudsche Fehlleistung
würde ich es lieber nicht interpretieren ... obwohl das schon fast unheimlich ist.

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9. März 2009 um 1:07
In Antwort auf xylina_11944706

Keine Liebe, sondern ...?
Wieso denkst Du das? Was ist es dann?

Das mit der Freudschen F.
ist mir ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen
ob du deinen Fraund noch liebst weisst du selbst am besten.
Ich meinte vorhin ja deine Gefühle zu G., meine Vermutung basieren auf deiner eigenen Unsicherheit diesbez..
Warum möchtest du ihn nicht küssen wenn er da ist?
Außerdem: er ist dir örtlich nah, er ist dir nah weil ihr euch kennt und er steht dir immer wieder trotz allem zur Verfügung - das ist natürlich verführerisch.

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