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Verwirrung

29. März 2005 um 0:26 Letzte Antwort: 31. März 2005 um 9:21

hallo,
ich versuche unsere nicht ganz einfache Geschichte kurz zu erzählen, da ich auch nicht so richtig Rat weiss. Kennengelernt haben wir uns beim Babyschwimmen, beide Kinder passen zusammen, Ihre Tochter bei Ihr, mein Sohn bei seiner Mutter , ziehen erst nach zwei Jahren zusammen, da Sie mit dem Kindesvater erst abschliessen will, alles eigentlich gut. Danach einiges an auf und ab, mein Sohn ist eine Konkurrenz bei Ihr, weil immer am Wochenende bei mir / uns ... Lieben uns, streiten uns, zwei starke Personen. Bekommen 2003 gemeinsames Kind, mein Sohn soll auch zu uns ziehen, eigentlich alles perfekt. Stress entsteht leider dadurch, das mit unserem gemeinsamen Kind (nicht so früh geplant) die Unterschrift auf einem Hausbauvertrag trocken wird und mein Unternehmen fusioniert. Ich also viel auf Bau und Arbeit unterwegs, helfe Ihr auch wenns irgend geht beim Kind, bin irgendwann selbst völlig alle. Beim Hauseinzug Sie völlig kaputt, ich genauso, Sie will sich eigentlich trennen, ich arbeite dagegen, da eigentlich ja jetzt zur Ruhe kommen könnte, will Paartherapie, denn ich liebe Sie eigentlich total, sie will Therapie nicht. Will meinen Sohn auch nicht mehr bei uns haben, Selbstschutz, da schon Probleme zwei Kinder zu schaffen, nicht noch ein drittes. Ich selbst sehe wie Sie leidet, kann durch riesigen beruflichen Strass kaum helfen, bin auch sicherlich selbst mit reichlich Macken besattelt, wir behandeln uns oft gleichgültig oder verletzend, manchmal auch wieder verliebt. Irgendwie versuche ich langsam beruflich mich wieder freizuschwimmen, weil Job verlieren geht nicht, spiele auf Zeit um Kraft zu sammeln und Ihr so ich kann helfen zu können. Ende des Jahres geht Sie endlich zur Ärztin (Depri), bekommt Kur verordnet. Ich bin eigentlich heilfroh, nehme Urlaub und die Kinder, endlich Chance auszuruhen und die Dinge neu anzupacken. Höre auf zu rauchen, verändere manche dumme Angewohnheit.... Sie macht Kur, der Kontakt während der Kur mal total toll, mal die typischen Missverständnisse. Kur nähert sich dem Ende, ich habe vieles neu angepackt, freue mich total auf Sie, Sie macht nicht den Eindruck. Werde misstrauisch, sehe in Telefonrechnung nach und muss merken, das der Kur ein Schatten folgt, der während meiner Arbeit schön fließig anruft.. Bin jetzt völlig am Ende, stelle Sie zur Rede, wühle Ihr Handy durch, der Typ spricht von Liebe (nach 2! Wochen per SMS). Eigentlich will ich nochmal kämpfen, leider lasse ich aber meinen Frust in einem Telefonat mit einem Freund raus, welches Sie nun wieder mithört. danach Sie völlig geschockt weg zu dem Typen. Ich bin jetzt todtraurig, frage mich aber ernsthaft, ob man bei dem Chaos noch einmal beginnen kann. Durch mein Telefonat ist jetzt nämlich Ihr Vertrauen in das was ich sage erschüttert. Nach Ihrer Meinung müsste mein Vertrauen in Sie noch nicht erschüttert sein, da Sie mit dem Typen noch nicht geschlafen hat!? Sie will sich aber auch nicht richtig trennen, sondern mal für sich nehmen..., das haus nicht verkaufen... Ich möchte eigentlich gerne bei Null mit uns beginnen, auch bei mir ernsthaft Veränderungen vornehmen, da ich Sie liebe (nach Ihr liebe ich nur mich selbst)... Aber kann das alles noch mal gut gehen oder jetzt lieber ein Ende mit Schrecken?! Aber wie das mit dem Haus lösen? Und mit den Kindern? Ich bin selbst völlig zerrissen, weil die eigenen Schwächen in solchen Momenten sehr deutlich sichtbar sind, Angst vor Zukunft (Bin ich überhaupt familienkompatibel?).... Andereseits will ich Ihr helfen, nur wenn ich die Kinder habe mit dem Gedanken, Sie fährt vielleicht zu dem Typen verarsch ich mich doch auch selber....

Gibt es auf diesem Erdenball weitere solche Chaos- und Leidenschaftsleute wie uns, wer kann entsprechend schlecht oder vielleicht auch mit Happy End raten? Bin für jeden rat dankbar!

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29. März 2005 um 14:59

Hallo aliablue, wenn man wüsste ob die Liebe hält
Nach dem Telefongespräch war Ihre Meinung, ich hätte mich jetzt wohl getrennt. Das ich wahrscheinlich ganz menschlich den Frust rausgelassen habe, gilt da sicher nicht. Auch nicht das Sie ähnliches Ihren Freundinnen gegenüber zu mir geäußert hat.
Ich habe solche Sachen eigentlich immer weggesteckt und habe Sie jetzt leider in einer sehr verwundbaren Situation erwischt. Tja, und jetzt bin ich in einer Situation, wo im Prinzip alles erst mal laufen soll wie immer, außer der Distanz zwischen uns. Sie will sich erst mal um sich kümmern. meint ich müsse für mich an mir arbeiten und was aus uns wird ist offen. Tu ich ja sonst mit Freude, wie bei der Kur, zumal ich jetzt eigentlich auch auf der Arbeit langsam wieder zum atmen komme. Ist halt die Frage, ob ich das aushalte, weil jetzt das warum sehr ungewiss ist. Ich überlege auch, wie ich unabhängig von Ihr die Dinge für mich erst mal so ordnen kann, wie ich jetzt während der Kur begonnen hatte, um Gründe für den Stress rauszunehmen.

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29. März 2005 um 15:01

Hallo Britta40,
das ist wahrscheinlich auch richtig, aber wie groß ist die distanz, die man haben sollte. Nur körperlich, auch räumlich (begrenzt), aber dann ist Sie wieder mit den Kinder alleine, abgesehen davon, das die eigene sEhnsucht trotz allem immer noch riesig ist....

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29. März 2005 um 23:24

Danke aliablue,
ich denke Du trifft bei diesen Machtkämpfen den Nagel ziemlich auf den Kopf. Wir sind zwei starke Menschen, und haben über all diesen Stress glaube ich unsere Liebe zu kurz kommen lassen. Ich merke bei aller Verzweiflung, das ich mich wieder einkriegen muss und nicht weiter austeilen sollte. Und so Dinge, die ich mir im Laufe der Kur vorgenommen hatte, wie z.B. Ihr mehr unter die Arme zu greifen, will ich auch umzusetzen. Sieht zwar jetzt auch lächerlich aus, aber ich hoffe das Stolz keine Rolle spielt. Ich hatte mir das Ende der Kur anders vorgestellt, aber vielleicht klappts ja doch noch...

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31. März 2005 um 9:21

Nachgeben ist einfach,
merke nur wie angeschlagen wir beide sind, und die Gefahr ist groß, das uns der Alltag schnell wieder einholt. Bin im Moment auch reichlich durch die ganze Situation geschafft, Streuselkuchen, bin gestern abend auf dem Sessel eingeschlafen. Sie war sich noch einmal von Freundinnen auf der Kur verabschieden, ich schlief als Sie kam und wie Sie mich kurz weckte, fiel mir nicht einmal mehr ein, das meine Tochter heute zu mir zur Arbeit mitkommen wollte. Sie war auch schnell wieder raus, war wahrscheinlich in Gedanken woanders. Ich muss jetzt aufpassen, dass diese kleinen Katastrophen uns nicht reinhauen, und er alte Frust neu beginnt....

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