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Vertrauen weg - Liebe da!

26. November 2005 um 17:25

Ich habe seit Juli eine neue Beziehung.War glücklich wie nie. Habe von Anfang an sehr viel Vertrauen zu diesem Menschen gehabt und ihn sehr schnell in mein Leben gelassen.. Alles.. wirklich alles war perfekt..

Bis vor ca. einem Monat..ich wusste von Anfang an, dass er vor meiner Zeit, etwas mit Drogen zu tun hatte.. habe ihm sehr hoch angerechnet, dass er es mir damals erzählte, obwohl er meine Vergangenheit kannte...Aber er versicherte mir, dass es jetzt nicht mehr so wäre.

Zu meiner Vergangenheit.. 2004 starb meine große Liebe (wir waren da zwar schon getrennt.. aber naja) an einer Überdosis.. ich trennte mich damals von ihm, wegen den Drogen.. er wurde zwischenzeitlich clean.. und als er wieder von der Therapie kam .. setze er sich einen Schuss.. und starb..

In der gleichen Zeit war ich mit einem Mann zusammen, bei dem ich nach ca. 1 1/2 Jahren herausfand.. dass auch er Heroin nahm... es war die Hölle auf Erden.. ich sah ihn kaputt gehen, brachte ihn nachts ins Krankenhaus, weil ich dachte, er stirbt mir unter den Händen weg. Unterstützte ihn bei mehreren Therapien.. alles schlug fehl.. ich ging nach vier Jahren.. ohne das alles bis heute richtig verkraftet zu haben..

Nun zum eigentlichen Problem.. bei meinem neuen Freund war vor vier Wochen eine Situation, wo ich herausfand, dass auch er noch etwas damit zu tun hatte.. durch seine Exfreundin.. ich trennte mich von ihm und ging nach ein paar Tagen zurück, weil ich dachte, ich könnte ihm vielleicht wieder vertrauen.. Ich konnte nicht mehr schlafen, vermisste ihn mehr als alles andere..

Nun ist es so, dass ich etwas gefunden habe, was auch damit zu tun hat.. er versichert mir, dass er nichts genommen hat.. und dass er es mir gesagt hätte.. (habe ihm gesagt, er soll es mir sagen, wenn nochmal sowas wäre). Aber ich kann nicht vertrauen.. so gern ich würde..

habe gestern fast wieder einen Hörsturz gehabt, bin einfach nur noch fertig..bekomme beruhigungsmittel und kann kaum noch klar denken.. Er beteuert mir seine Liebe und schwört, dass nichts war.. aber ich weiß nicht, ob ich ihm jeweils wieder trauen kann.. Ich höre jedem Telefongespräch aufmerksam zu, mache mir Gedanken, was er den ganzen Tag macht und es macht mich wahnsinnig so misstrauisch zu sein.. ich hasse es, kontrollieren zu müssen und nciht einfach vertrauen zu können..Denkt jemand von euch, dass man es wieder in den Griff bekommen kann? Das man das Vertrauen wieder aufbauen kann?

Ich denke, durch meine Vorgeschichte, wird es schwierig, wenn nicht unmöglich.. aber vielleicht hat von euch jemand einen Tipp.. wäre über eine Antwort sehr froh..

Liebe Grüße,
Ruhelos

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26. November 2005 um 17:48

Liebe ohne Vertrauen?
Ich denke schon, dass du es wieder "in den Griff" bekommen kannst, allerdings nur mit jemanden der KEINE Drogen genommen hat.
Es fällt dir schwer ihm zu vertrauen, da er mit dem Zeug schon so seine Erfahrung gemacht hat.
Wenn er wirklich wieder Drogen nimmt dann würde er es heimlich machen denke ich.

Vielleicht solltest du Abstand von Leuten nehmen die mit Drogen in Berührung gekommen sind und dir jemanden suchen der so was nie angerührt hat.

So kannst du vertrauen fassen und kannst dich fallen lassen.

Ich lese heraus, dass dich das alles fertig macht.
Vielleicht wäre eine Trennung zwar momentan schwer für dich, jedoch auf Dauer gesehen einfacher?!?
Ohne Drogenprobleme oder die Angst, dass er wieder Drogen nimmt.

Das ist nur meine Meinung.

Alles Gute und ganz viel Kraft!

Funny

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26. November 2005 um 18:09

Hallo ruhelos
zu allererst würde ich gern mein mitgefühl dir gegenüber ausdrücken...das erfordert sehr viel kraft immer wieder aufzusdtehen
das ist ne schwierige situation in der du dich befindest...
ich muss FUNNY da aber in einer gewissen weise recht geben. nicht nur deine freunde, sondern auch du bist opfer von drogen geworden-wenn auch nicht aktiv dann passiv...dementsprechend solltest du dich meiner meinung nach auch verhalten! vielleicht hilft es dir, eine zeit lang alleine zu sein, und zu lernen, wieder vertrauen aufzubauen. denn das ist ein lernprozess...du musst dies ja nicht bei einem neue freund üben, sondern bei verwandten, freunden und neu-kennengelernten personen...
an deiner stelle würde ich mir eine art mentor suchen, jemanden dem du vertrauen kannst (oder bei dem du das gut lernen kannst) mit dieser person würde ich zuerst die ereignisse aus deiner vergangenheit aufarbeiten....es ist schwierig neu anzufangen, wenn man mit dem alten nicht abgeschlossen hat.
ich weiß nicht, ob dein jetztiger freund dir bei diesem prozess eine gute hilfe wäre...das kannst nur du entscheiden...meiner meinung nach, können einem die menschen ZU BEGINN mehr helfen, die diese probleme nicht gehabt habe. du brauchst jemanden, der dich da herauszieht....menschen, die aber in diesem problem selbst drinnen stecken/gesteckt haben, schaffen das vielleicht nicht so gut...

nur wenn du jemanden vertrauen kannst, kann die liebe funktionieren

ich wünsche dir alles alles gute....pass auf dich auf und vergiss nicht, immer dich als oberste priorität zu sehen...

liebe grüße
käferchen

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26. November 2005 um 18:10

ENTSCHULDIGE bitte
aber warum bist du mit drogensüchtigen zusammen?
Wo die liebe hinfällt?? Immer bei solchen männern?

LG NurGast

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27. November 2005 um 19:06
In Antwort auf funny67

Liebe ohne Vertrauen?
Ich denke schon, dass du es wieder "in den Griff" bekommen kannst, allerdings nur mit jemanden der KEINE Drogen genommen hat.
Es fällt dir schwer ihm zu vertrauen, da er mit dem Zeug schon so seine Erfahrung gemacht hat.
Wenn er wirklich wieder Drogen nimmt dann würde er es heimlich machen denke ich.

Vielleicht solltest du Abstand von Leuten nehmen die mit Drogen in Berührung gekommen sind und dir jemanden suchen der so was nie angerührt hat.

So kannst du vertrauen fassen und kannst dich fallen lassen.

Ich lese heraus, dass dich das alles fertig macht.
Vielleicht wäre eine Trennung zwar momentan schwer für dich, jedoch auf Dauer gesehen einfacher?!?
Ohne Drogenprobleme oder die Angst, dass er wieder Drogen nimmt.

Das ist nur meine Meinung.

Alles Gute und ganz viel Kraft!

Funny

Ersteinmal...
.. vielen dank für die antworten...

warum ich immer wieder drogensüchtige bzw. ehemalige kennenlerne ist mir ein rätsel.ich selbst nehme keine und habe auch nicht mit dem Personenkreisen kontakt.

meine angst besteht darin, ihn zu verlassen und dann im nachhinein das gefühl zu haben, ich habe den fehler meines lebens begangen.. weil wir uns ansonsten sehr gut verstehen..

ich war immer der meinung, dass menschen sich ändern können.. nur die meinung ging mit der zeit irgendwie verloren
bei ihm hatte ich halt wieder die hoffnung.. die nun vor ein paar wochen halt wieder zerstört wurde...

die meinung, dass es besser wäre, wenn wir uns trennen, habe ich auch..nicht mit dem herzen, aber mit dem kopf denke ich, dass es das einzig richtige ist.. für uns beide..

er ist aber der auffassung, dass wir das zusammen schaffen könnten und es halt lange braucht, bis vertrauen wieder aufgebaut werden kann..

ich bin einfach hin und her gerissen und habe keine ahnung, wie ich für mich die richtige entscheidung finden kann.. so unsicher war ich wohl noch nie in meinem Leben..

naja.. wie gesagt, vielen dank für eure antworten..

Liebe Grüße
Ruhelos

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27. November 2005 um 20:21
In Antwort auf carlie_12963419

Ersteinmal...
.. vielen dank für die antworten...

warum ich immer wieder drogensüchtige bzw. ehemalige kennenlerne ist mir ein rätsel.ich selbst nehme keine und habe auch nicht mit dem Personenkreisen kontakt.

meine angst besteht darin, ihn zu verlassen und dann im nachhinein das gefühl zu haben, ich habe den fehler meines lebens begangen.. weil wir uns ansonsten sehr gut verstehen..

ich war immer der meinung, dass menschen sich ändern können.. nur die meinung ging mit der zeit irgendwie verloren
bei ihm hatte ich halt wieder die hoffnung.. die nun vor ein paar wochen halt wieder zerstört wurde...

die meinung, dass es besser wäre, wenn wir uns trennen, habe ich auch..nicht mit dem herzen, aber mit dem kopf denke ich, dass es das einzig richtige ist.. für uns beide..

er ist aber der auffassung, dass wir das zusammen schaffen könnten und es halt lange braucht, bis vertrauen wieder aufgebaut werden kann..

ich bin einfach hin und her gerissen und habe keine ahnung, wie ich für mich die richtige entscheidung finden kann.. so unsicher war ich wohl noch nie in meinem Leben..

naja.. wie gesagt, vielen dank für eure antworten..

Liebe Grüße
Ruhelos

Wie wärs
wenn ihr mal eine drogenberatung aufsuchen würdet - beide.

manndel

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27. November 2005 um 21:46
In Antwort auf kaleo_12490902

Wie wärs
wenn ihr mal eine drogenberatung aufsuchen würdet - beide.

manndel

Drogenberatung für beide...
ist ne gute Idee. Hab nicht so Erfahrung mit Heroinsüchtigen, aber bei den Anonymen-Alkoholikern ist es auch besser wenn der Partner mitgeht. Du musst irgendwie lernen, dass du nicht für das Leben anderer verantwortlich bist, schon gar nicht wenn dein eigenes darunter leidet. Dass du kein Vertrauen in Drogensüchtige hast, finde ich vollkommen verständlich und ist wahrscheinlich auch das Beste so. Denn je nachdem in welchem Stadium sie sind, lügen die einem das blaue vom Himmel. Ich denke dein Misstrauen ist in diesem Fall ein Zeichen von klarem Menschenverstand. Du solltest nicht zu sehr versuchen es zu ignorieren, sondern deinem Freund sagen, dass er dass verstehen muss. Ansonsten solltest du dich von ihm trennen.(was meiner Meinung nach das beste für dich wäre)
Viel Glück!

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28. November 2005 um 12:51
In Antwort auf tinkabell5

Drogenberatung für beide...
ist ne gute Idee. Hab nicht so Erfahrung mit Heroinsüchtigen, aber bei den Anonymen-Alkoholikern ist es auch besser wenn der Partner mitgeht. Du musst irgendwie lernen, dass du nicht für das Leben anderer verantwortlich bist, schon gar nicht wenn dein eigenes darunter leidet. Dass du kein Vertrauen in Drogensüchtige hast, finde ich vollkommen verständlich und ist wahrscheinlich auch das Beste so. Denn je nachdem in welchem Stadium sie sind, lügen die einem das blaue vom Himmel. Ich denke dein Misstrauen ist in diesem Fall ein Zeichen von klarem Menschenverstand. Du solltest nicht zu sehr versuchen es zu ignorieren, sondern deinem Freund sagen, dass er dass verstehen muss. Ansonsten solltest du dich von ihm trennen.(was meiner Meinung nach das beste für dich wäre)
Viel Glück!

Verstehen...
... tut er das meiner Meinung nach.. Drogenberatung wäre eine Idee.. muss aber glaub ich erstmal selbst ein wenig zur Ruhe kommen, es fällt mir momentan mehr als schwer mit ihm allein ein gespräch zu führen.. deshalb wohne ich zur Zeit bei meiner Mutter.. ich kann ihn nicht sehen und nicht hören, ohne dass sich alles in mir zusammen zieht.

Also vielen dank für die lieben Wünsche und guten Tipps.. werde, sobald s mir besser geht, über eine Drogenberatung nachdenken und euch den Ausgang dieser Sache mitteilen..

Liebe Grüße
Ruhelos

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28. November 2005 um 13:46
In Antwort auf lily_12649649

ENTSCHULDIGE bitte
aber warum bist du mit drogensüchtigen zusammen?
Wo die liebe hinfällt?? Immer bei solchen männern?

LG NurGast

Komisch..
das du immer mit Drogensüchtigen zusammen bist.

Ganz ehrlich geh mal zum Phychater ist nicht böse gemeint.ich denke das hat alles seinen Grund und ich denke du stürzt dich von einer in die nächste Beziehung das hat keinen sinn mach dir erst mal klar wer du bist und dann fang erstmal an dein leben zu leben nach soviel scheisse die du erlebt hast und dann kannst du einen Junkie nicht mehr gebrauchen.. hallo wo ist deine selbstwürde geblieben....

Guck das du dein Leben umgekrempelt kriegst und dir so einiges klar machst

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28. November 2005 um 14:02
In Antwort auf iantha_12738073

Komisch..
das du immer mit Drogensüchtigen zusammen bist.

Ganz ehrlich geh mal zum Phychater ist nicht böse gemeint.ich denke das hat alles seinen Grund und ich denke du stürzt dich von einer in die nächste Beziehung das hat keinen sinn mach dir erst mal klar wer du bist und dann fang erstmal an dein leben zu leben nach soviel scheisse die du erlebt hast und dann kannst du einen Junkie nicht mehr gebrauchen.. hallo wo ist deine selbstwürde geblieben....

Guck das du dein Leben umgekrempelt kriegst und dir so einiges klar machst

Hallo sanny....
hm.. also erstmal danke für deine antwort.. aber dazu möchte ich einiges sagen..

ich stürze mich nich von einer in die nächste Beziehung.. ich war nach meiner letzten ziemlich lang allein..

was du mit "Selbstwürde" meinst.. verstehe ich nicht so wirklich.. fände es aber gut, wenn du es nochmal erklären würdest...

übrigens bin ich der meinung, dass ich weiss, wer ich bin und was ich in meinem Leben erreichen möchte... aber wie gesagt, ich danke dir, dass du dir die zeit zum lesen und antworten genommen hast...

Liebe Grüße
Ruhelos

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29. November 2005 um 0:34
In Antwort auf carlie_12963419

Verstehen...
... tut er das meiner Meinung nach.. Drogenberatung wäre eine Idee.. muss aber glaub ich erstmal selbst ein wenig zur Ruhe kommen, es fällt mir momentan mehr als schwer mit ihm allein ein gespräch zu führen.. deshalb wohne ich zur Zeit bei meiner Mutter.. ich kann ihn nicht sehen und nicht hören, ohne dass sich alles in mir zusammen zieht.

Also vielen dank für die lieben Wünsche und guten Tipps.. werde, sobald s mir besser geht, über eine Drogenberatung nachdenken und euch den Ausgang dieser Sache mitteilen..

Liebe Grüße
Ruhelos

Nicht alle unter einen kamm scheren
hallo ruhelos


da ich in einer fast gleichen Situation stecke möchte ich dir mal die Seite eines ehemaligen drogenabhängigen erzählen (obwohl man sein ganzes leben lang abhängig ist auch wenn man clean ist. und man muß jeden Tag aufs neue Kämpfen nicht wieder rückfällig zu werden).
Hier werden meiner Meinung nach alle Drogenabhängigen unter einen Kamm geschert vor allem der Satz von tinkabell5, je nach Situation lügen sie dir das blaue vom Himmel und einige andere Sätze. Was meiner Meinung nach nicht so richtig ist.
Na ja, bei den meisten Junkis die ich kennen gelernt habe trifft das zu, aber ich habe auch einige andere Menschen kennen gelernt denen würdet ihr nie ansehen das sie Drogen nehmen auch nicht bei der Beruflichen Stellung die einige davon haben.
Ich hatte den ersten Kontakt mit Drogen (Heroin) als ich 21 Jahre war. Ich habe sie zu diesem Zeitpunkt nicht aus Spaß oder so genommen. Ich wurde von depressiven Anfällen nur noch Heim gesucht. Ich hatte gehofft, dass ich bei den damaligen Umständen, einiges besser verkraften könnte, was aber ganz anders kam. Ich bereue heute noch, dass ich je damit angefangen habe, denn was danach kam war die Hölle, die ich keinen wünsche. Ihr könnt euch nicht vorstellen was für Qualen ein Mensch erleben kann. Ich habe insgesamt 3 Anläufe gebraucht und bin mittlerweile 29 Jahre und Mitinhaber eines Restaurants. In der Heutigen Gesellschaft werden alle Drogenabhängigen unter einen Kamm geschert und als Lügner und Diebe ect. beschimpft. Doch das trifft nicht auf alle zu!
Egal ob man ehrlich war, meistens kam es noch schlimmer. Aus diesem Grund hatte ich immer Angst ehrlich zu sein. Alles ist schön und gut, bis du von diesem Lebensabschnitt erzählst. Einige rechnen es dir groß an, was du geleistet hast und andere wiederum fangen an dich zu meiden. Ihr glaubt nicht, was das für Schmerzen anrichten kann. Deshalb ist es für uns sehr schwierig, es überhaupt zu erzählen, weil man immer wieder schlechte Erfahrungen sammelt.
Aber sollte es einer schaffen es doch zu erzählen, sollte man ihn das hoch anrechnen. Denn dieses Auszusprechen bedeutet sehr viel, weil man immer mit der Angst lebt, dass alles wieder vorbei sein kann.
Du wirst am besten wissen wie dein Freund, Exfreund ist. Und du darfst auch nicht vergessen, Ex- Junkis suchen sich keine Beziehung bei Ihresgleichen. Das würde nur alles, was sie sich aufgebaut haben wieder kaputt machen. Ich finde hier zählt der Mensch, denn Fehler macht jeder, bei mir war es der größte Fehler. Aber bekanntlich lernt man aus jeden Fehler.
O.k. bei dir kommt noch die Vergangenheit dazu die für dich ganz gewiss nicht einfach ist. Aber vielleicht ist das für dich eine Möglichkeit die Vergangenheit zu verarbeiten. Du wirst am besten wissen wie weit er ist.
Ich hoffe ich kann dir eine Hilfestellung geben und einigen anderen im Forum die Augen öffnen auch mal weiter zu schauen.


Liebe Grüße manson1976

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29. November 2005 um 13:13
In Antwort auf brock_12368154

Nicht alle unter einen kamm scheren
hallo ruhelos


da ich in einer fast gleichen Situation stecke möchte ich dir mal die Seite eines ehemaligen drogenabhängigen erzählen (obwohl man sein ganzes leben lang abhängig ist auch wenn man clean ist. und man muß jeden Tag aufs neue Kämpfen nicht wieder rückfällig zu werden).
Hier werden meiner Meinung nach alle Drogenabhängigen unter einen Kamm geschert vor allem der Satz von tinkabell5, je nach Situation lügen sie dir das blaue vom Himmel und einige andere Sätze. Was meiner Meinung nach nicht so richtig ist.
Na ja, bei den meisten Junkis die ich kennen gelernt habe trifft das zu, aber ich habe auch einige andere Menschen kennen gelernt denen würdet ihr nie ansehen das sie Drogen nehmen auch nicht bei der Beruflichen Stellung die einige davon haben.
Ich hatte den ersten Kontakt mit Drogen (Heroin) als ich 21 Jahre war. Ich habe sie zu diesem Zeitpunkt nicht aus Spaß oder so genommen. Ich wurde von depressiven Anfällen nur noch Heim gesucht. Ich hatte gehofft, dass ich bei den damaligen Umständen, einiges besser verkraften könnte, was aber ganz anders kam. Ich bereue heute noch, dass ich je damit angefangen habe, denn was danach kam war die Hölle, die ich keinen wünsche. Ihr könnt euch nicht vorstellen was für Qualen ein Mensch erleben kann. Ich habe insgesamt 3 Anläufe gebraucht und bin mittlerweile 29 Jahre und Mitinhaber eines Restaurants. In der Heutigen Gesellschaft werden alle Drogenabhängigen unter einen Kamm geschert und als Lügner und Diebe ect. beschimpft. Doch das trifft nicht auf alle zu!
Egal ob man ehrlich war, meistens kam es noch schlimmer. Aus diesem Grund hatte ich immer Angst ehrlich zu sein. Alles ist schön und gut, bis du von diesem Lebensabschnitt erzählst. Einige rechnen es dir groß an, was du geleistet hast und andere wiederum fangen an dich zu meiden. Ihr glaubt nicht, was das für Schmerzen anrichten kann. Deshalb ist es für uns sehr schwierig, es überhaupt zu erzählen, weil man immer wieder schlechte Erfahrungen sammelt.
Aber sollte es einer schaffen es doch zu erzählen, sollte man ihn das hoch anrechnen. Denn dieses Auszusprechen bedeutet sehr viel, weil man immer mit der Angst lebt, dass alles wieder vorbei sein kann.
Du wirst am besten wissen wie dein Freund, Exfreund ist. Und du darfst auch nicht vergessen, Ex- Junkis suchen sich keine Beziehung bei Ihresgleichen. Das würde nur alles, was sie sich aufgebaut haben wieder kaputt machen. Ich finde hier zählt der Mensch, denn Fehler macht jeder, bei mir war es der größte Fehler. Aber bekanntlich lernt man aus jeden Fehler.
O.k. bei dir kommt noch die Vergangenheit dazu die für dich ganz gewiss nicht einfach ist. Aber vielleicht ist das für dich eine Möglichkeit die Vergangenheit zu verarbeiten. Du wirst am besten wissen wie weit er ist.
Ich hoffe ich kann dir eine Hilfestellung geben und einigen anderen im Forum die Augen öffnen auch mal weiter zu schauen.


Liebe Grüße manson1976

Das es schwierig ist...
.. mit anderen Menschen drüber zu reden, ist mir vollkommen klar.. auch was du in dieser Zeit durchgemacht hast.. ist mit sicherheit heftig gewesen.. ich kenne es wie gesagt, und habe gesehen, wie sehr dieses Zeug Menschen kaputt macht...

Auch in dem Punkt muss ich dir Recht geben, dass nicht alle Drogensüchtige bzw. Exkonsumenten gleich sind, diese Krankheit wird halt nicht in der Gesellschaft als eine Suchtkrankheit anerkannt.

Nur muss ich sagen, dass wir beide genug schlechte Erfahrungen im Leben gemacht haben und gerade dann - bin ich der Meinung -hätte man ehrlich sein müssen.. das ist kein Vorwurf, ich weiss, wie es ist Angst zu haben und nciht reden zu können bzw. wollen... aber ich denke, dass es in diesem Punkt zwingend notwendig gewesen wäre..

Naja.. aber ich danke dir für deine Antwort udn werde mit Sicherheit darüber nachdenken..

Liebe grüße
Ruhelos

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29. November 2005 um 17:21
In Antwort auf carlie_12963419

Das es schwierig ist...
.. mit anderen Menschen drüber zu reden, ist mir vollkommen klar.. auch was du in dieser Zeit durchgemacht hast.. ist mit sicherheit heftig gewesen.. ich kenne es wie gesagt, und habe gesehen, wie sehr dieses Zeug Menschen kaputt macht...

Auch in dem Punkt muss ich dir Recht geben, dass nicht alle Drogensüchtige bzw. Exkonsumenten gleich sind, diese Krankheit wird halt nicht in der Gesellschaft als eine Suchtkrankheit anerkannt.

Nur muss ich sagen, dass wir beide genug schlechte Erfahrungen im Leben gemacht haben und gerade dann - bin ich der Meinung -hätte man ehrlich sein müssen.. das ist kein Vorwurf, ich weiss, wie es ist Angst zu haben und nciht reden zu können bzw. wollen... aber ich denke, dass es in diesem Punkt zwingend notwendig gewesen wäre..

Naja.. aber ich danke dir für deine Antwort udn werde mit Sicherheit darüber nachdenken..

Liebe grüße
Ruhelos

Vertrauen
liebe ruhelos,
ich bin mir sicher, dass sich menschen ändern können, dass man den glauben daran nicht prinzipiell(aber im einzelfall...)verlieren darf.ich kenne dein problem nur zu gut, im gegensatz zu einigen anderen mit ihren "ratschlägen" wie "mal zum psychiater gehen" war ich in einer ähnlichen situation. meine große schwester ist ebenfalls drogenabhängig. das war für mich und meine ganze familie eine wirklich schreckliche situation, wir haben sehr gelitten und waren wahnsinnig froh, als sie begonnen hat, eine therapie zu machen. nach ca sechs monaten therapie besuchte ich sie und, um es einigermaßen kurz zu machen, ich lernte einen wirklich tollen typen kennen. einen drogenabhängigen der auch gerade in therapie war. sämtliche vorhandenen und nicht vorhandenen warnglocken in meinem kopf blinkten, aber da war ich schon verliebt.ihm gegenüber bin ich auch sehr vorsichtig gewesen, schließlich kannte ich das ganze drama ja von meiner schwester. um es wieder kurz zu machen, er wurde kurz nach der therapie rückfällig, hatte angst mit mir darüber zu sprechen(@ manson1976: auch er hatte und hat immernoch angst, über dieses heikle thema mit nicht betroffenen zu sprechen). damals ging es mir wie dir heute, ich war unsicher ob sich ein junkie jemals ändern kann, ob meine gefühle nicht bei jemand anderem besser aufgehoben wären. er bekam eine chance, ich wollte einfach nicht ohne ihn leben. die zeit danach war für uns beide seht schwierig. für mich, weil ich, wie du, bei gesprächen lauschte, wenn er allein weg war angst hatte einfach misstrauisch war, für ihn, weil er sich ständig beobachtet fühlte, weil ich in jede geste, jede mimik, jedes wort drogen interpretierte. wir standen also beide ganz schön unter druck, wie wir da raus gekommen sind kann ich dir leider auch nicht sagen, aber es hat geklappt!!!

er ist inzwischen seit einigen jahren clean, meine angst vor seinem rückfall ist kleiner geworden, seine angst vor meinen erwartungen ist kleiner geworden... finde es im nachhinein wichtig, das er das gefühl hatte bei mir ehrlich sein zu können, also keine verurteilungen wenn mal was schief geht, ein rückfall muß keine katastrophe werden(titel eines buchs zum thema), beide partner können im idealfall aus dieser situation lernen. wohlgemerkt können.

natürlich ist die ganze situation schwierig, wann ist sie das zwischen männern und frauen auch nicht...meiner meinung nach kann man vertauen (wieder)aufbauen, gerade bei einer relativ jungen beziehung.wenn die liebe jedoch weg ist dann ist sie weg!vertauen muß ja nicht bedeuten, dass es bedingungslos ist, eine gewisse vorsicht ist sicher klug.
vertrauen in meiner beziehung bedeutet, wenn er irgendwann mal wieder drogen nehmen wollte, dass er mir VORHER bescheid sagt, ich mir zeit nehme für ihn, seine situation, ihn nicht verurteile, dass wir ganz viel über die situation und unsere erwartungen reden.
wünsche dir sehr viel kraft, vertauen in die liebe aber vor allem auf das eigene gefühl.vertrauen kann nicht von einem tag auf den anderen wiederkommen, es entsteht aber im ehrlichen umgang miteinandre.

liebe grüße sunshine357

der ehrlichkeit halber: meine schwester hat es leider (bis jetzt) noch nicht geschafft, im umgang mit ihr bin ich sehr zurückhaltend, habe einige prinzipien die ich einhalte(kein geld verleihen,keine allzugroßen erwartungen haben, über jeden tag den sie lebt froh sein,es könnte der letzte sein, aber ihr auch immerwieder das gefühl geben, sich auf mich verlassen zu können und wenn sie sich entschliessen sollte aufzuhören ihr dabei zur seite zu stehen, auch wenn es noch jahre dauert sollte, die hoffnung stirbt zuletzt!!!)

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