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Vertrauen schaffen

7. April 2016 um 21:52

Hallo Community!

Eigentlich bin ich ein typischer Vertreter der Männerwelt der glaubt von allem selbst genug Ahnung zu haben. Nachdem ich jetzt bei der selben Beziehungsproblematik ein weiteres Mal auf die Nase gefallen bin habe ich mich jedoch entschieden besser einen Rat einzuholen. Leider scheint es zu meinem Problem keine Literatur zu geben, deshalb dachte ich es wäre ganz klug in einem Frauenforum danach zu fragen.

Ich bin 25 und blicke auf eine weniger positive Vergangenheit zurück. Mein Vater war schwer geisteskrank weshalb ich keine einfache Kindheit hatte. Als sich eine paranoide Schizophrenie in seine Sammlung einreihte war es bei ihm mit rationalem Denken dann wirklich aus. Er empfand es dann, als ich im Grundschulalter war, als irgendwie notwendig mich desöfteren in einem dunklen Keller einzuschliessen vor dem ich Todesängste hatte. Unvorteilhafterweise habe ich dadurch selbst einen geistigen Schaden erlitten. Fortan hatte ich eine dunkle Leere in mir, die mich zwar unglaublich beherrscht machte, mir jedoch eine Art Emotionslosigkeit einbrachte. Ich hatte dann im Laufe der Jahre das Bedürfnis diese Leere zu füllen und habe das mit dem einzigen Gefühl versucht das ich noch wahrnehmen konnte: Hass. Ich bin dann in die falschen Kreise gekommen und habe damit begonnen auf professioneller Ebene und gegen Bezahlung Leuten sowohl schwere körperliche als auch geistige Gewalt anzutun. Ich möchte das hier nicht genauer ausführen aber es war wahrscheinlich wesentlich schlimmer als man es hier liest. Wie auch immer: Ich hatte dann irgendwann ein Mädchen kennengelernt und mich in sie verliebt. Nie hätte ich gedacht das ich soetwas empfinden könnte und das es mich so glücklich machen würde. Sie wurde meine Freundin und hat meine Leere vollkommen ausgefüllt. Ich habe alles getan was ich konnte um sie so glücklich wie möglich zu machen und alle Sorgen von ihr fern zu halten. Allerdings war sie... so ein verletztlicher, süßer und unschuldiger Mensch der das Schlechte nicht gut verkraften kann. Als sie mich nötigte ihr mir meine Vergangenheit zu erzählen habe ich sie ihr erzählt. Alles. Einige Zeit später hat sie sich von mir getrennt obwohl sie kurz vor meiner Beichte noch über das Verloben geredet hatte und mich mit ihren großen Rehaugen und ihrem wunderschönen Lächeln ansah... Mein Problem ist das mir meine Vergangenheit scheinbar nicht mehr gestattet eine lange Beziehung zu haben. Die nächsten Versuche eine Frau zu lieben mit der ich zusammengekommen bin sind immer wieder daran gescheitert das sie nicht verkraften konnte wer ich gewesen bin. Ich wurde nach einer zweimontatigen Beziehung sogar schon als Teufel bezeichnet... Eigentlich suche ich nur eine Frau die ich lieben kann und die mich auch so weit liebt das sie mich nicht wegen meiner Vergangenheit verlässt - das wäre etwas auf dem ich schonmal aufbauen könnte. Ich bin nicht mehr so wie ich früher war und habe einige Therapien hinter mir - ich tue keine bösen Dinge mehr. Ironischerweise bescheinigen mir meine ehemaligen Freundinnen jedoch das ich soetwas wie ein gefährliche Ausstrahlung hätte die irgendwie anziehend wäre... Wie auch immer: Ich hatte zwar in meinem Studium Kommunikationsmodule, aber irgendwie bringe ich es nicht auf die Reihe die Wahrheit ordentlich zu verkaufen ohne verlassen zu werden. Ich wollte daher fragen ob ihr vielleicht Ratschläge hättet wie ich an die Sache rangehen sollte und wie/wo ich vielleicht jemanden für mich finden könnte? Ich mag leider den süßen und unschuldigen Typ Frau - das macht alles ein wenig kompliziert nehme ich an?

Besten Dank!

Ryujin

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8. April 2016 um 16:46

Egal, wie schlimm deine vergangenheit war...
Wenn eine Frau damit nicht umgehen kann, dass du früher mal ein anderer Mensch warst, und sie kein Verständnis dafür hat, wo es herkommt, dann wird es auch nicht viel bringen, die Wahrheit anders zu verkaufen - schätze ich mal. Sicherlich ist es mit so einer Vergangenheit schwieriger eine Beziehung zu führen oder zumindest mit der Partnerin darüber zu sprechen, aber es wird dennoch Menschen da draußen geben, die durch dein Geständnis nicht vergessen werden, wer du noch zu Beginn der Beziehung warst. Ich bin kein Freund davon, sich aufgrund von Dingen, die mal waren, den Kontakt abzubrechen, wenn man doch eigentlich merkt, dass es jetzt anders ist. Deswegen kann ich dir keinen Ratschlag geben, aber es ist niemals falsch offen zu seiner Vergangenheit zu stehen - auch, wenn sie noch so schlimm war. Du wirst schon diese Eine finden, die damit klarkommt, die erkennt, wer du jetzt bist und die Verständnis dafür hat, warum du mal so warst, wie du eben warst. Das sehe ich zumindest so

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