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Verpasste Chancen in der Liebe

22. November 2006 um 17:26

Ist es euch schon passiert, das ihr einer Person begegnet seit die ihr umbeding kennen lernen wolltet oder Liebe auf den ersten Blick aber ihr euch einfach nicht getraut habt dies der Person mitzuteilen? Also zu schüchtern für den ersten Schritt um diePerson anzusprechen...eine Verpasste Chance. Wartert ihr gnerell ab ob die auserwählte Person auf euch zukommt oder ergreift ihr selber die Initiative? Würdet ihr das Risiko eingehen eure/n Traumfrau/mann nie kenne zu lernen nur weil ihr zu schüchtern seit? Würde mir sehr helfen, wenn mir paar antworten würden. Danke

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22. November 2006 um 21:07

Niedlich
Die Frage ist niedlich: denn es ist ja gerade kein Risiko, den anderen NICHT kennenzulernen. Wenn man zu schüchtern ist, geht man kein Risiko ein.

Ich werde dir dennoch keine wertvollen Tips geben, daß du die angebetete Person unbedingt ansprechen sollst, denn ich weiß, wie schwer und manchmal unmöglich das ist, wenn man zu schüchtern ist. Der Augenblick geht meist zu schnell vorüber, ehe man reagieren kann, und ehrlicherweise muß ich zugeben, daß gerade ich oft falsch reagiere. Nämlich gar nicht und wegguckend. Ganz toll. Ärgerlich.

Für wirklich gute Hinweise wäre auch sehr dankbar.

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26. September 2011 um 9:21

Meine geschichte....

ich bin neu hier in diesem forum und hab eben diesen beitrag gelesen. ich möchte euch meine geschichte erzählen:
ich bin jetzt ein gestandener mann von 53 jahren, habe 2 erwachsene söhne, welche ich über jahre bis zu 60% alleine betreut habe, da ihre mutter und ich uns schon sehr früh getrennt hatten.
Im augst 2006 kam dann dieser moment, der mein leben hinsichtlich liebe sehr verändert hat. ich traf sie zufällig in der stadt, beim warten auf meinen sohn, mit dem ich mich treffen wollte um abendessen zu gehen. ich wartete auf ihn, als ich plötzlich eine frau über die schienen der strassenbahn rennen sah und wusste, dass es sie ist. meine grosse liebe aus dem jahr 1978. ich erkannte sie sogleich wieder. ich sprach sie aber nicht an, da im selbigen moment mein sohn kam. ich sah nur noch wie sie sich mit einer älteren und einer jüngeren frau traf. mit meinem sohn suchte ich eine schöne kneipe und da kam sie mir plötzlich wieder entgegen. diesmal liess ich die chance nicht ungenutzt und sprach sie an. "bist du nicht Anna?" sie drehte sich um und erkannte mich erst nicht. aber dann war alles wieder da, die erinnerungen an damals und wir beschlossen im kontakt zu bleiben. trafen uns dann aber erst 2 monate später wieder und erzählten uns unser leben. ich war 20, sie 17, als wir uns trafen das 1. mal und ich mich augenblicklich in sie verliebte. sie hatte langes braunes haar. leider war ich zu scheu um wirklich um sie zu werben, damals. wir reisten sogar mit anderen freunden damals, nach rom für eine woche ohne dass irgend etwas passierte.
zurück ins jahr 2006: wir trafen uns also das 1. mal und erzählten uns unser leben. sie lebte jetzt in einer anderen stadt in der schweiz als ich und war verheiratet. allerdings ohne kinder. ich lebte immer noch in Zürich war inzwischen selbständiger künstler. nach unserem treffen fuhr ich sie an den bahnhof. mir brannte noch etwas im herzen. unterwegs fragte ich sie, ob sie damals gewusst hätte, dass ich so unsterblich in sie verliebt gewesen sei. sie lachte und sage, dass das ja unübersehbar gewesen sei. Pause. Dann fügte sie bei, sie sei es auch gewesen damals und sie hätte in rom so gern das zimmer mit mir geteilt. pause. ich war wie vor den kopf gestossen. "weisst du", sagte sie dann, "ich war einfach zu scheu". wir verabschiedeten uns am bahnhof und beschlossen in kontakt zu bleiben. da sie in Zürich arbeitete, sahen wir uns regelmässig. ich war keineswegs verliebt in sie, freute mich einfach den kontakt wieder zu haben. dann kam der juli 2007. ich fuhr mit meiner damaligen freundin richtung rom um eine künstlerin zu besuchen, die bei mir schon ausgestellt hatte. plötzlich bimmelte mein handy. eine sms. von Anna. wo ich denn grad stecke. ich schrieb zurück, auf dem weg nach rom. wohin ich den fahre. ich gab den namen des ortes durch. anwort von ihr: "wir sind im dorf nebenan". also trafen wir uns zum pizza essen. diesmal zu viert. sie, ihr mann, meine freundin und ich. ein angeregter abend, lau, sonnenuntergang, gartenkneipe. wir verabschiedeten uns. funkstille für 2 wochen. dann wieder kontakt in Zürich. im märz 2008, nach einem nachtessen wieder zuhause, alleine. ich habe mich verliebt. da, ein sms von Anna, die ich eben zu ihrer mutter gebracht hatte, da sie ab und zu bei ihr übernachtete. "ich kann nicht schlafen". Wir telefonierten und ich erklärte ihr, dass ich mich in sie verliebt habe. stille. Dann Anna:" ich mich auch, schon letzten sommer nach dem pizzaessen in jener kneipe, als wir zu viert waren". dann das erste date. im hotel. ich lebte ja nicht alleine. wir liebten uns, holten nach, was wir verpassten 30 jahre vorher, als wir zu scheu waren. ich trennte mich. sie informierte ihren mann, der den coolen markierte und die ganze sache als ihre privatsache betrachtete. wir verbrachten tage im burgund. ihrem mann sagte sie nichts mehr. liess ihn im glauben, sie bleibe bei ihm. beginn einer paartherapie von Anna und ihrem mann, weil sie nicht fähig waren gespräche über sich selber zu führen. er, 13 jahre älter als sie, professor der pädagogik in der lehrerausbildung. dann im januar 2010 der grosse schock. er hatte eine schwere hirnblutung. intensivstation. kommt er durch? wenn ja, in welchem zustand. ich hatte zeit, stand Anna bei. lebte quasi 2 wochen bei ihr und kochte für sie, damit sie wenigstens etwas ass. mir war klar, jetzt wird alles anders. er kommt durch, überlebt. aber ohne sprache. er hat die wörter verloren. kann nur noch ja und nein sagen. es beginnen monate der rehabilitation. Anna besucht ihn fast täglich. unsere beziehung leidet. nie ein wochenende, schon vor der erkrankung. immer nur stunden oder nachmittage, abgesehen von den tagen im burgund. es wird mir zuwenig. ich möchte mehr zeit mit Anna verbringen. dann ein lichtblick. 10 tage urlaub auf usedom. sie telefoniert fast täglich einmal mit ihm. sie ist sehr sehr müde, schläft viel. wir geniessen das schöne wetter auf usedom, fahren viel rad. dann, im august 2010 kommt ihr mann wieder nach hause. für immer. Anna und ich sehen uns gerade noch 2 mal für einen kaffee pro woche. es wird mir zu wenig. ich spreche Anna immer und immer wieder darauf an. sie reagiert nicht. kann nicht reagieren, hört mich auch nicht. dann verliebe ich mich in eine andere frau. Anna leidet. es geht ihr miserabel. in ihrer therapie, die sie jetzt alleine weiterführt, gehts plötzlich vorwärts. mit meiner neuen liebe eher abwärts. sie erzählt ihrem mann alles. weint viel. wir reden viel, am telefon oder treffen uns. aber ohne erotik. meine gefühle zu Anna sind zu stark. sie nimmt sich eine wohnung in Zürich. kann es sich auch leisten. sie verdient gut. neue hoffnung. wir sind wieder ein paar. sehen uns wenigstens wöchentlich ein bis zwei mal. ihr mann weiss es nicht. oder doch? wir wissen es nicht. Anna erzählt ihm nichts. meint ihn schonen zu müssen.
sommer 2011. wir verbringen unseren urlaub zusammen auf korsika. es ist schön. meine lieblingsinsel. direkt am meer. und doch stimmt etwas nicht. wir können viel reden. aber mit unserer erotik stimmt etwas nicht. etwas blockiert. ich weiss nicht was. zurück in der schweiz, steigt Anna samt gepäck 200m vor ihrem haus auf einem parkplatz aus. geht nach hause, als käme sie vom bahnhof. sie war ja mit freundinnen im urlaub, so die offizielle version. mit blutendem herz fahr ich alleine nach Zürich. fühle mich komisch. habe das gefühl, ich fahre wieder in die eisamkeit. obwohl ich sehr gut alleine leben kann. 4 tage später fährt sie mit ihrem mann nach norditalien. 10 tage urlaub mit ihrem mann in der familieneigenen ferienwohnung. dann die sendung am radio. über ihren mann, der seine sprache verloren hat. ich konnte sie nicht hören. es wurden soviele emotionen hochgespühlt. dann die ersten rückmeldungen von freunden an mich, die die sendung gehört haben. "du existierst nicht. sie macht den anschein einer starken frau, die alles im griff hat, für ihren mann alles organisiert, eine vollzeitstelle hat als wissenschafterin und bahnbrechende forschungen betreibt und ab und zu mit freundinnen sich im süden erholt. die liebende gattin". ich konnnte es nicht fassen. musste die sendung hören. war entsetzt. plötzlich fiel es mir wie schuppen von den augen. ich bin ein schattenmann. führe eine schattenbeziehung. sie wird sich nie freimachen können, solange ihr mann lebt. und schon gar nicht jetzt, wo er so auf hilfe angewiesen ist.
Daher bleibt mir nur eines übrig. Trennung. Wenn möglich, Freundschaft.

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26. September 2011 um 10:35

Kurz zu meiner Erfahrung
Hey! Ich habe eher eine kurze Erzählung, bzw. fasse ich sie kurz, um meinem Tipp etwas Würze zu verpassen...

Mit 16 hatte ich meinen ersten Freund. Wir haben uns oft gestritten, er hat mich nie wirklich verstanden, war viel zu einfach gestrickt um mit meinen Gedankengängen mitzuhalten. Trotzdem hielt die Beziehung 4 Jahre. Ich bin nur schwer von ihm los gekommen, aber ein anderer, in den ich mich verknallt habe, hat mir da geholfen. Er hat Jura studiert, war unglaublich hübsch, charmant... und hat sich für mich interessiert. Der perfekte Typ. Nach einer Weile- etwa 2 Monate- 3 Wochen davon knutschen und kuscheln, in denen wir uns fast wie ein Paar verhalten haben... habe ich das Thema Beziehung angesprochen und er meinte...
er findet mich hübsch, hat noch nie eine so unkomplizierte Frau kennen gelernt, mit so einem cleveren Humor, und einem so guten Geschmack (sprich: gemeinsamkeiten), aber er kann sich nicht in mich verlieben. Seine Exfreundin hängt ihm immernoch im Kopf herum... tja- das sollte es gewesen sein.
Ich hab mich gefragt, was er sich denn bitteschön hätte mehr wünschen können als (nach eigener Aussage) eine hübsche, witzige, intelligente und vor allem unkomplizierte Freundin.
Mir wurde nur langsam bewusst, wo der Haken hing. Mit seinem Aussehen, seinem Charme, hatte er so viele Weiber an sich hängen, dass er Auswahl zwischen jeder Menge hübschen, studierten Frauen hatte und er würde nie Schwierigkeit haben, eine Neue zu finden. Sprich: Er konnte eigentlich gar nicht schätzen, was er an mir hätte haben können.
Ein zweites Mal lief es ähnlich mies, bereits in der Kennlernphase, mit einem gut aussehenden Kerl. Da hat sich auf einmal eine von früher wiedergemeldet, die es noch mal versuchen wollte. Der Typ war absolut kitschig-romantisch veranlagt.
Ich nahm mir also vor, nie wieder nen Typen nach dem Aussehen zu suchen, weil mich deren Weibergeschichten langsam echt genervt haben.

Dann wurde ein anderer Kerl wichtig, den ich vom Pen&Paper-Hobby schon länger kannte, der auch prinzipiell in meinem optischen Typ (blaue Augen, dunkelblond, süßlichere Gesichtszüge) reinpasst, aber unscheinbar war. Ich konnte mir nie eine Beziehung mit ihm vorstellen, ich studiere noch, er ist schon fertig, arbeitet... er hat viele Nerdhobbys.
Aber ein weiteres Hobby von ihm fand ich sehr interessant und wir sind auch persönlich ins Gespräch gekommen. Dann waren wir essen und ich sagte ihm, dass ich jetzt eigentlich froh bin, ungebunden zu sein... aber mir etwas unkompliziertes vorstellen kann. Er dachte drüber nach und stimmte einer offenen Beziehung zu.
Drei Wochen hat es gedauert, in denen wir uns fast jeden Tag gesehen haben. Nur drei Wochen, um sich in ihn zu verlieben- seinen Charakter. Weil wir so unglaublich viel gemeinsam hatten, er hat mich so unglaublich gut verstanden. Wir haben nie gestritten, weil er sofort gespürt hat, wenn ich mit etwas ein Problem hatte.
Und da er 29 Jahre sozusagen auf mich gewartet hat, weiß ich, dass ich für ihn für immer die Eine sein werde. Jetzt sind wir 7 Monate zusammen und ich habe noch nie so geliebt wie jetzt. Und ich weiß, dass er der eine Richtige ist.

Daher nun mein Tipp (war doch länger, das aufzuschreiben):
Verliebe dich mal in den Falschen... und vielleicht merkst du, dass es genau der Richtige ist.

Selbst wenn du eine auf der Straße siehst und denkst: boah, DAS ist die eine...
sollte man nie vergessen, dass nicht das Aussehen die große Liebe ausmacht, sondern das Wesen.

p.S. Inzwischen gibt es für mich auch keinen hübscheren Mann als meinen. :-*

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