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Vernunftehe - kann das gutgehen?

20. Dezember 2015 um 21:21

Wie denkt ihr darüber? Kann eine Ehe funktionieren, die aus Vernunftgründen besteht (KInder, Haus), und nicht auf Liebe -lediglich auf Zuneigung- basiert?

Käme das für euch in Frage?

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20. Dezember 2015 um 21:40

Aber
du kannst doch dann auch nicht jedes Mal dein Kind nehmen, einen anderen Mann suchen, vielleicht nochmal ein Kind kriegen, paar Jahre später wieder alles hinter dir lassen und x-mal von vorn anfangen...

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20. Dezember 2015 um 21:50

Ich denke schon
Seien wir mal ehrlich: Wie viele Liebesbeziehungen und -ehen schaffen es dauerhaft zu überleben? Vieles trennt und scheidet sich.

JEDE Beziehung kühlt irgendwann ab. Die Leidenschaft und das Kribbeln weicht dem Alltag und so manch einer Macke. Gut, die Liebe bleibt, aber Zuneigung tut das auch. Unterm Strich bleibt wohl bei beidem das Selbe übrig, wenn die erste Verliebtheit weg ist. Eine Vernunftbeziehung ist eben auf anderen Werten aufgebaut. Keine Liebe, dafür aber ebenso Vertrauen, Loyalität und Zuneigung. Die gleichen Eckpfeiler wie bei jeder anderen Beziehung auch - es fehlt nur die Liebe. Und wie wir wissen kann auch Liebe jederzeit schwinden.

Ich halte eine Vernunftbeziehung für stabiler - sofern BEIDE Parteien wissen worauf sie sich einlassen. Beide wissen, warum sie zusammen sind und haben dies kritischer überlegt. Hier schweißen nicht die anfänglichen Verliebtheitsgefühle und -hormone zusammen, sondern andere Dinge. Dinge, die nicht durch die rosa-rote Brille gesehen werden, sondern real sind. Außerdem ist man weniger verletzlich, wenn man nicht liebt und sieht vieles klarer, was vor Streit und Überreaktionen schützt.

Ich bin derzeit noch überzeugt, dass eine Vernunftbeziehung nicht schlecht ist, da ich über das Thema selbst viel nachdenke.

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21. Dezember 2015 um 6:50

Ja genau
Ich meine Freundschaft. Für mich ist die Bedingung für eine Vernunftbeziehung Freundschaft und alle Werte, die dazu gehören. Ich lebe also quasi mit meinem besten Freund zusammen, für den ich ja trotzdem Gefühle habe, wenn auch keine feurige Liebe. Moral, Anstand und Angst haben da nichts zu suchen, weil sie nicht freiwillig, sondern erzwungen sind. Erzwungen von der eigenen Angst oder der Gesellschaft. Das stelle ich mur in der Tat schrecklich vor.

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21. Dezember 2015 um 6:56

Hmmm
Eine Vernunftbeziehung wird doch auch von Gefühlen begleitet. Keine Liebe, aber trotzdem Zuneigung und "lieb-haben", gefühlsmäßig wie einen besten Freund oder Bruder.

Außerdem muss man immer bedenken, dass Liebe auch schwankt oder schwindet. Und in vielen langjährigen Beziehungen sind Intimitäten Mangelware - zu viel Alltag, keine Leidenschaft, rumspringende Kinder oder kein Feuer mehr.

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21. Dezember 2015 um 7:04

Ja eben!
Die meisten lassen sich nicht bewusst darauf ein, sondern sind am Anfang noch Feuer und Flamme füreinander. Aber in jeder Beziehung kehrt irgendwann der Alltag ein, in den meisten Beziehungen lässt das Feuer, die Leidenschaft und damit auch der Sex nach. Wenn dann noch Kinder, kranke Eltern, Geldprobleme, Arbeitslosigkeit oder andere Sorgen dazu kommen und man nur noch funktioniert, dann mag man zwar noch lieben, aber die Beziehung ist dennoch zu einer Zweckgemeinschaft verkommen. Quasi das, was eine freundschaftliche (!) Vernunftbeziehung von Anfang an war.

Und klar, das Risiko des Verliebens in einen anderen Menschen besteht. Das tut es aber in JEDER Beziehung - auch in der, die mal aus glühender Liebe geschlossen wurde.

Ich sehe einfach deutlich weniger zwischenmenschliche Probleme, wenn man nicht liebt. Keine Eifersucht, kein Misstrauen, keine Konkurrenz, man sieht viel klarer.

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21. Dezember 2015 um 11:24

Klar geht das!
Liebe vergeht, Bargeld besteht...

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21. Dezember 2015 um 11:44


Ich definiere Vernunftbeziehung anders als du. Für mich kommt das zwar aktuell infrage, nicht jedoch so wie du dir das vorstellst. Für mich wäre eine dicke Freundschaft sowie ein Grund die Voraussetzung.

Ich würde solch eine Beziehung oder Ehe nicht eingehen, weil ich meine nichts besseres zu kriegen. Ich würde sie nicht aus moralischen Gründen oder aus Angst eingehen. Ein triftiger Grund wären Kinder. Man schmeißt sich zusammen (Beziehung, Ehe und/oder Haushalt), weil man gemeinsame Kinder hat oder erwartet.

Mit meinem besten Freund kann ich mir Intimitäten vorstellen (je nach Mann), mit meinem Bruder jedoch nicht. Die Gefühle zum "Vernunftpartner" sind jedoch ähnlich wie die zu einem Bruder. Meinen Bruder habe ich lieb, einen besten Freund auch.

Und du glaubst gar nicht, wie lustig Kissen- oder auch Schneeballschlachten auch mit dem besten Freund sind. Dazu brauche ich persönlich keine Liebe, sondern nur einen Menschen, der mir nahe steht und den ich sehr mag.

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21. Dezember 2015 um 14:11

Gemeinsame Ziele
Gemeinsame Ziele
Respekt + Achtung voreinander
und wenn Beide sich einigermaßen optisch leiden können,
vielleicht mag es dann gehen und die Liebe kommt noch.
Ach ja, Beide müssten einen vermünftigen Umgang mit Geld gelernt haben.

Lediglich Zuneigung kann womöglich den Alltag besser regeln, als blinde verliebtheit mit verantwortungslosen Handlungen.

Man hat schon gehört das in diesen Fällen die Liebe doch kam.

Solltest Du aber Fragen, weil Du schmerzhaft einen Anderen Menschen liebst, ist ohne die Klärung dieses Falles eine Heirat wohl nicht das richtige.






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22. Dezember 2015 um 13:50

Kommt drauf an,
was man von einer Ehe erwartet, hm?

Wenn's regelmäßig großes Kino mit viel Romantik und hemmungslosem Sex sein soll, wird so eine Vernunftehe vermutlich nicht lang überleben.

Wenn bei beiden Partnern die Libido hingegen dauerhaft im Keller ist und einem andere Dinge wichtig sind ... warum nicht?

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27. Dezember 2015 um 16:37

Für mich nicht...
Ich war noch nie verheiratet, war aber 2 Jahre mit jemandem zusammen weil ich Angst hatte allein mit meiner Tochter zu sein.
Lernte ihn in der Schwangerschaft kennen, kurz vor Ende.. War die Monate vorher komplett allein, was tun mit Baby? Allein? Oh gott das schaff ich nicht.
Doch, ich hab es geschafft und bin viel entspannter und ausgeglichener als vorher.

In einer Ehe wäre es bei mir genauso, nur wegen Kindern oder dem finanziellen würde mich unglücklich machen und das merken auch die Kinder.

Kenne aber durchaus einige die so eine Ehe führen.

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28. Dezember 2015 um 8:54

Ich glaube,
dass es auch heute noch mehr "Vernunftehen" gibt, als man denkt.

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28. Dezember 2015 um 9:16

Ich kenne solch ein Paar
Sie wollte schon immer Hausfrau sein und nicht arbeiten und halt wie eine Märchenfee heiraten und dann Haus und alles drum und dran.
Dann hat sie wem kennengelernt der Bi ist und joar sie haben geheiratet.
Sie braucht nicht mehr arbeiten und draf Hausfrau spielen
und er braucht sich von seinen Eltern nicht mehr anhören Homosexuell zu sein und braucht bei ihr nichtmal auf den "Männerbesuch" verzichten.
Beide haben nicht aus Liebe geheiratet

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28. Dezember 2015 um 12:09

Gelöscht oder nur gemutet?
Bin wieder neugierig.

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28. Dezember 2015 um 12:40

Über 5 Jahre zusammen und zwei verheiratet
Ihm ist es natürlich erlaubt
Sie ist mit der Sitatuion sonst zufrieden. Am Anfang fand sie es nicht so toll und das war bei seinen EX auch immer Trennungsgrund.

Jetzt halt - Bilderbuchfamilie von aussen

Beide haben damit echt nur Vorteile

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28. Dezember 2015 um 13:59

Spannend
Und, fragst Du nach?

Falls Du eine Antwort bekommst, sag Bescheid, ja?

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Von: isolde_11852430
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