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Vernunftbeziehung vs. Schmetterlinge im Bauch

5. August 2009 um 20:49 Letzte Antwort: 8. August 2009 um 13:31

Was denkt ihr? was ist wichtiger um mit einem Mann ein Leben lang glücklich zu sein:
wenn man weiß das er alles tun würde das es einem gut geht, er sich gut um die Familie kümmert, einen guten job hat usw. aber in den man nich so wahnsinnig verliebt ist, mit Schmetterlingen im Bauch, Funken spühen rosa Brille und so

oder eben dieser Mann, der einem total den Kopf verdreht und in den man soooo verknallt ist, aber bei dem man eben weiß dass er auch ein paar ...sagen wir mal .... nicht so gute Eigenschaften hat (z.B nicht im Haushalt helfen, Macho-getue..... also ich meine hier nicht irgendeinen kurzfristigen Urlaubsflirt, sondern schon einen Mann den man eben richtig liebt (auch wenn man vielleicht nicht weiß warum

mit welchem dieser Männer wird es später eher Streit geben? Mein Vertstand sagt mir ganz klar, der erste ist besser, weil es mit ihm keine Alltagsprobleme geben wird......aber andererseits weiß ich eben nicht ob man lange mit einem Mann zusammen sein kann wenn schon am Anfang dieses Feuer nicht da ist........

klingt jetz sicher schräg, aber diese Frage beschäftigt mich schon lange, da in anderen Kulturen der Partner eher nach Vernunft-Aspekten ausgewählt wird (ich meine hier keine Zwangsehen, sondern freiwillige Entscheidungen) und mir diese Ehen ehrlich gesagt auch nicht unglücklich vorkommen, habe eher das Gefühl, dass, wenn man lange mit seinem Partner zusammen ist, aus diesem anfänglichen ,Respekt' dann doch noch echte Liebe wird.....?!?!

Würd mich über eure Meinung freuen

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5. August 2009 um 21:03

Auch die Schmetterlinge....
verschwinden und dann bleibt der ganze armselige Rest, der Dich mit ihnen anfangs gar nicht gestört hat.

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6. August 2009 um 0:02


Die Wahl hatte ich auch...
Ich wusste zwar, dass das mit dem einen wahrscheinlich eher nicht lange gut geht, aber ich habe die Sicherheit (nach 2,5 Jahren) aufgegeben und 3 richtig tolle Monate erlebt... Ich habe die Entscheidung wirklich noch keinen Tag bereut.
Ich wusste einfach, dass es das wert war, selbst wenn es nur ganz kurz halten würde...
Jetzt weiß ich wieder ein bisschen besser, was genau ich eigentlich will. Und dass mich so einer wie Nummer 1 auf Dauer einfach nicht glücklich macht. Eine Nummer 2 übrigens auch nicht, jedenfalls nicht so bindungsängstlich wie dieses Exemplar!

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6. August 2009 um 0:59

Ich bin eine Vernunftehe eingegangen, die allerdings kurz vor dem Ende steht.

Ich stamme aus einem Kulturkreis, in dem Vernunftehen üblich sind. Da ich jedoch in Deutschland geboren und aufgewachsen bin, war ich nun mal stark beeinflusst von der Vorstellung der romantischen Liebe und es war sehr schwer, mich davon zu lösen.

Stellt sich die Frage, warum ich trotzdem diese Form der Eheanbahnung eingegangen bin?

Nun, ich war jung und durch meine stark behütete Erziehung sehr unreif und unerfahren. Zudem wollte ich mein Umfeld glücklich machen und vor allem meinen Mann, der mir in seiner unsicheren Art und seinem Bemühen um mich sehr leid tat. Aber ich habe ihn nicht bewundert, oder mich nach ihm gesehnt. Ich wollte einfach niemanden enttäuschen und gab mir fortan Mühe, vernünftig zu sein.

Der Preis hiefür war, dass wir zwar zusammen, aber doch einsam waren. Ich hatte nicht das Bedürfnis nach Nähe, wonach er sich aber sehr sehnte. Durch meine Abweisungen fühlte meine Mann sich gekränkt, so dass sich sehr hitzige Streitereien ergaben. Dabei schlug mein Mann regelmäßig einen verbal aggressiven Ton an, wobei er nicht davor scheute unter die Gürtellinie zu gehen.

Ich entwickelte starke Schuldgefühle und lief ständig mit einem schlechten Gewissen herum.

Nach und nach verloren wir den Respekt voreinander, aber den Mut, diese Ehe aufzulösen hatten wir beide nicht. Trotz aller Schwierigkeiten fühlte ich mich geborgen und konnte mich immer auf ihn verlassen. Aber in mir war immer eine Sehnsucht, die er nicht stillen konnte, und die ich verdrängte.

Meine ambivalenten Gefühle waren auch der Grund, warum ich mich nicht traute ein Kind mit ihm zu bekommen. Nach 5 Jahren Ehe stellte ich mir für mich dieselbe Frage, wie Du sie hier gestellt hast, und ich kam zu dem Schluss, dass ein verlässlicher Partner wichtiger ist, als diese ganze Romantik.

Und tatsächlich wuchsen wir durch unsere Kinder zusammen, fühlten uns zusammengehörig, auch wenn die Paarebene nach wie vor fehlte. Sex war für mich mehr eine Pflicht als was Schönes und Einzigartiges. Und Zärtlichkeiten wünschte ich nur in Form von Umarmungen. Auch wenn wir uns mal eine Weile nicht gesehen haben, kam bei mir keine Sehnsucht auf. Eher war ich besorgt, so wie man es bei Freunden oder Familienmitgliedern ist.

Das Ende vom Lied ist, dass wir zwar eine Familie waren, jedoch als Mann und Frau einsam. Mein Mann wurde dadurch immer ungeduldiger und frustrierter. Seiner schlechten Laune ließ er immer öfter freien Lauf, auch vor den Kindern. Er hatte immer weniger Lust sich als Vater zu engagieren, und auch mir verging immer mehr der Spaß an meinem Leben.
Spätestens da sah ich Handlungsbedarf, aber in mir war eine tiefe Angst.

Nun ist er letztes Wochenende ausgezogen, nachdem wir neun Monate getrennt unter einem Dach gelebt haben. Die letzten drei Wochen waren, nach Monaten des Streits und von Gefühlsausbrüchen, sehr ruhig, sogar harmonisch und in einem respektvollen Miteinander.

Jetzt tut es mir sehr weh zu sehen, wie meine Kinder ihren Papa vermissen. Es tut mir weh, heile Familien zu sehen und meinen Kindern dies nicht bieten zu können. Es tut mir weh, ihn alleine zu sehen.

Momentan sehen wir uns täglich, und es fällt mir immer wieder schwer ihn gehen lassen, aber auch ein Zurück fällt mir schwer.

Ich hoffe meine traurige Erfahrung hilft Dir bei Deiner Entscheidung!

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6. August 2009 um 10:46

SCHMETTERLINGSBEZIEHUNG
Ich lasse mich nur auf die wahre Liebe ein, die hält und hat ganz viele Schmetterlinge für mich und für ihn <3 Rosa Brille mag ich zwar nicht so, aber es ist toll, die Welt so verliebt zu sehn =)

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6. August 2009 um 13:30

Kopf vs. Herz
Jedes für sich funktioniert nicht auf Dauer.

Die erste Voraussetzung dafür, dass eine Beziehung wirklich halten kann, dass Herz und Kopf im Einklang sind!

Nur durch Liebe kann eine Beziehung nicht bestehen, aber ohne Schmetterlinge, Leidenschaft und Verlangen ist oder wird eine Beziehung leblos und frustrierend! Diese Gefühle nehmen wahrscheinlich mit der Zeit ab oder werden alltäglich, aber wenn sie nie richtig da waren kann man sie auch nicht immer wieder wiederbeleben oder sich daran erinnern, wen man an seiner Seite hat!
Und wie schnell taucht jemand auf, der diese Gefühle hervorruft!

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6. August 2009 um 19:34


Ganz klar.....
Liebe, leidenschaft,knistern,funken,s chmetterlinge,und ganz dicke rosa hornbrille!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!

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6. August 2009 um 23:16

Hmmm.......
kann ich alles verstehen was du schreibst, bei mir ist es so: ich stamme aus einer libanesischen familie, meine verwandten dort sind alle aus der großstadt, sehr gebildet usw. und trotzdem gehen sie eben diese vernunftehen ein, auch wenn sie gut alleine klar kommen würden. wenn ich jetzt mit einem mann ankäme, den ich heiraten will ,nur' weil ich ihn liebe, und er sonst nicht den vorstellungen meines vaters entsprechen würde, könnte das niemand dort verstehen, sie würden sagen, mädel du machst dir dein leben kaputt, denk doch mal an später usw.......ich müsste diese liebe dann ständig rechtfertigen, beim kleinsten streit, kämen gleich alle mit besserwisserischen kommentaren (ich habs dir doch gleich gesagt........)

das problem ist, einerseits kann ich sie verstehen, weil ich manchmal auch finde das hier bei uns in deutschland dieser ganzen verliebtheit und romantik vielleicht ein bisschen zu viel bedeutung beigemessen wird ohne an die folgen zu denken..........

andererseits hatte ich einmal eine beziehung zu einem mann den ich wirklich geliebt habe (mein vater hätte ihn gehasst, er war nicht so der typ arabischer-traum-schwiegersohn ) genau wie mein vater es mir pophezeit hätte (wenn er davon gewusst hätte ) endete diese beziehung schrecklich für mich.......... und trotzdem kann ich mir einfach nicht vorstellen mit einem mann zusammen zu leben für den ich solche gefühle nicht (von anfang an) empfinde.....

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6. August 2009 um 23:45
In Antwort auf said_12310393

Ich bin eine Vernunftehe eingegangen, die allerdings kurz vor dem Ende steht.

Ich stamme aus einem Kulturkreis, in dem Vernunftehen üblich sind. Da ich jedoch in Deutschland geboren und aufgewachsen bin, war ich nun mal stark beeinflusst von der Vorstellung der romantischen Liebe und es war sehr schwer, mich davon zu lösen.

Stellt sich die Frage, warum ich trotzdem diese Form der Eheanbahnung eingegangen bin?

Nun, ich war jung und durch meine stark behütete Erziehung sehr unreif und unerfahren. Zudem wollte ich mein Umfeld glücklich machen und vor allem meinen Mann, der mir in seiner unsicheren Art und seinem Bemühen um mich sehr leid tat. Aber ich habe ihn nicht bewundert, oder mich nach ihm gesehnt. Ich wollte einfach niemanden enttäuschen und gab mir fortan Mühe, vernünftig zu sein.

Der Preis hiefür war, dass wir zwar zusammen, aber doch einsam waren. Ich hatte nicht das Bedürfnis nach Nähe, wonach er sich aber sehr sehnte. Durch meine Abweisungen fühlte meine Mann sich gekränkt, so dass sich sehr hitzige Streitereien ergaben. Dabei schlug mein Mann regelmäßig einen verbal aggressiven Ton an, wobei er nicht davor scheute unter die Gürtellinie zu gehen.

Ich entwickelte starke Schuldgefühle und lief ständig mit einem schlechten Gewissen herum.

Nach und nach verloren wir den Respekt voreinander, aber den Mut, diese Ehe aufzulösen hatten wir beide nicht. Trotz aller Schwierigkeiten fühlte ich mich geborgen und konnte mich immer auf ihn verlassen. Aber in mir war immer eine Sehnsucht, die er nicht stillen konnte, und die ich verdrängte.

Meine ambivalenten Gefühle waren auch der Grund, warum ich mich nicht traute ein Kind mit ihm zu bekommen. Nach 5 Jahren Ehe stellte ich mir für mich dieselbe Frage, wie Du sie hier gestellt hast, und ich kam zu dem Schluss, dass ein verlässlicher Partner wichtiger ist, als diese ganze Romantik.

Und tatsächlich wuchsen wir durch unsere Kinder zusammen, fühlten uns zusammengehörig, auch wenn die Paarebene nach wie vor fehlte. Sex war für mich mehr eine Pflicht als was Schönes und Einzigartiges. Und Zärtlichkeiten wünschte ich nur in Form von Umarmungen. Auch wenn wir uns mal eine Weile nicht gesehen haben, kam bei mir keine Sehnsucht auf. Eher war ich besorgt, so wie man es bei Freunden oder Familienmitgliedern ist.

Das Ende vom Lied ist, dass wir zwar eine Familie waren, jedoch als Mann und Frau einsam. Mein Mann wurde dadurch immer ungeduldiger und frustrierter. Seiner schlechten Laune ließ er immer öfter freien Lauf, auch vor den Kindern. Er hatte immer weniger Lust sich als Vater zu engagieren, und auch mir verging immer mehr der Spaß an meinem Leben.
Spätestens da sah ich Handlungsbedarf, aber in mir war eine tiefe Angst.

Nun ist er letztes Wochenende ausgezogen, nachdem wir neun Monate getrennt unter einem Dach gelebt haben. Die letzten drei Wochen waren, nach Monaten des Streits und von Gefühlsausbrüchen, sehr ruhig, sogar harmonisch und in einem respektvollen Miteinander.

Jetzt tut es mir sehr weh zu sehen, wie meine Kinder ihren Papa vermissen. Es tut mir weh, heile Familien zu sehen und meinen Kindern dies nicht bieten zu können. Es tut mir weh, ihn alleine zu sehen.

Momentan sehen wir uns täglich, und es fällt mir immer wieder schwer ihn gehen lassen, aber auch ein Zurück fällt mir schwer.

Ich hoffe meine traurige Erfahrung hilft Dir bei Deiner Entscheidung!

Danke..........
für deinen Beitrag, er hat mir sehr zu denken gegeben....ich habe das Gefühl etwas ähnliches könnte mir auch passieren wenn ich mich falsch entscheide. Es tut mir leid das es bei dir so gekommen ist, ich hatte eigentlich immer die hoffnung dass, wenn man zusammenlebt, kinder hat uns so die liebe wächst, aber wahrscheinlicher ist wohl das es so kommt wie du es erlebt hast.........

stand bzw stehe gerade vor der entscheidung für bzw. gegen so einen mann und bei mir ist es eben auch so, dass ich ihn zwar respektiere und als freund mag, aber eben keine sehnsucht und verlangen da sind....und das macht mir angst........ es würde immer etwas fehlen, auch wenn ich sonst an sich kein besonders romantischer typ bin. Letztendlich wäre es auch nicht fair ihm gegenüber, der mich zwar unbedingt will, aber ohne die richtigen gefühle würde ich ihn nie wirklich glücklich machen können.

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7. August 2009 um 4:26
In Antwort auf ava_12242257

Danke..........
für deinen Beitrag, er hat mir sehr zu denken gegeben....ich habe das Gefühl etwas ähnliches könnte mir auch passieren wenn ich mich falsch entscheide. Es tut mir leid das es bei dir so gekommen ist, ich hatte eigentlich immer die hoffnung dass, wenn man zusammenlebt, kinder hat uns so die liebe wächst, aber wahrscheinlicher ist wohl das es so kommt wie du es erlebt hast.........

stand bzw stehe gerade vor der entscheidung für bzw. gegen so einen mann und bei mir ist es eben auch so, dass ich ihn zwar respektiere und als freund mag, aber eben keine sehnsucht und verlangen da sind....und das macht mir angst........ es würde immer etwas fehlen, auch wenn ich sonst an sich kein besonders romantischer typ bin. Letztendlich wäre es auch nicht fair ihm gegenüber, der mich zwar unbedingt will, aber ohne die richtigen gefühle würde ich ihn nie wirklich glücklich machen können.

Ich habe auch gedacht, dass andere Dinge wichtiger sind in einer Ehe.
Aber ich habe mich getäuscht, denn Männer wollen bedingungslos geliebt werden. Sie wollen von ihrer Frau nicht nur Geborgenheit, sondern eben auch Sex. Und obwohl ich kein besonders romantischer Mensch bin fällt es mir schwer, aus ganz pragmatischen Gründen Körperlichkeit zuzulassen. Hierfür sind meiner Meinung nach Schmetterlingsgefühle hilfreich, und seien sie auch nur aus der Erinnerung vorhanden. Aber so hat man zumindest eine Basis, um eine Liebesbeziehung zu führen.

Sex hat für Männer eine hohe Priorität, und wenn Du als Frau da nicht mitziehen kannst, ist Deine Ehe zum Scheitern verurteilt. Hätte ich damals das Wissen, das ich jetzt habe, dann wäre ich die Ehe nicht eingegangen. Aber leider gab es damals noch nicht die Möglichkeit, sich Rat aus dem Internet zu holen. Und einen Ansprechpartner für solch ein intimes Thema hatte ich auch nicht. Meine Mutter sagte immer nur zu mir, dass die Liebe noch kommen würde.

Ich denke Du wirst die richtige Entscheidung treffen.

Wenn Du magst, kannst Du mir auch eine PN schreiben.

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7. August 2009 um 11:36

Ich verstehe dich
Hallo!

Ich verstehe, dass du dir so viele Gedanken um dieses Thema machst. Mir geht es momentan ähnlich... bzw. ich habe für mich eigentlich schon eine Entscheidung getroffen.

Mein Freund ist auch einer jener zuverlässigen, soliden Männer, der im Grunde alles tun würde, um mich glücklich zu machen. Aber irgendwie hab ich ein schlechtes Gefühl dabei. Er macht das alles nicht, weil es ihm ein tiefes Bedürfnis ist, dass ich glücklich mit ihm bin, sondern, (so fühlt es sich zumindest für mich an) damit ich funktioniere und wir eine problemlose Beziehung haben. Dessen bin ich mir erst vor ein paar Monaten klar geworden und seitdem gibt es immer wieder Streit. Er ist genau der Typ Mann, der seinem sehbehinderten Kind sagen würde, dass es nicht Pilot werden kann, obwohl es sein größter Traum ist. Er würde das nicht mal aus Bosheit sagen, sondern weil er dem Kind die Enttäuschung ersparen möchte. (fiktives Beispiel!) Da kann man jetzt darüber streiten, ob das gut oder schlecht ist. Für mich ist es auf jeden Fall so, dass er meine Träumereien, die mir durch meinen momentan sehr schwierigen Alltag helfen, immer rücksichtslos abwürgt und das finde ich niederschmetternd!

Vor einigen Monaten habe ich einen Mann kennen gelernt, bei dem ich zum ersten Mal gespürt habe, wie intensiv diese Schmetterlinge im Bauch sein können!! Über diese Geschichte möchte ich mich jetzt nicht auslassen, denn das würde mich nur wieder runterziehen.

Ich bin eigentlich zu dem Entschluss gekommen, dass ich in einer Vernunftbeziehung eingehen würde. Mir geht es jetzt schon mies, lange kann ich das nicht mehr mitmachen. Auf der anderen Seite ist da die Angst, etwas aufzugeben, das "eigentlich" ja doch ganz gut ist. Außerdem muss ich zu meinem Leidwesen gestehen, dass ich langsam Torschlusspanik bekomme, wofür ich mit 28 eigentlich ja noch keinen Grund habe. Ich habe die Vision, dass es irgendwo einen Mann geben müsste, der für mich beides verbindet, ich bin aber gelähmt von der Angst, dass ich diesen Mann niemals finden werde.

Sich verlieben ist keine Vernunftsentscheidung! Sich verlieben ist überhaupt keine Entscheidung. Es passiert einfach! Da kann man nichts dagegen machen. Dementsprechend kann meiner Meinung nach auch eine Vernunftsbeziehung nicht gut gehen.

Geht es bei dir konkret um zwei Männer oder fragst du nur so allgemein nach?

lg

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7. August 2009 um 23:54


eine überlegung wert!

aber ja, die wirklichkeit ist gott sei dank viel komplexer. ich zum beispiel unterscheide instinktiv zwischen männern, mit denen ich gerne sex hätte. und männern, von denen ich kindern hätte. aber letztere finde ich sexuell nicht weniger interessant sondern interessanter. die anziehung ist dort noch stärker, einfach dass dort noch dieses heirats-kinder-weihnachts-gefü hl dazu kommt. also sex und ernäherer gleichzeitig. diese unterscheidung machte ich schon mit 20, unbewusst.

und es ist noch zu sagen, dass jede frau ja bei einem andern mann das von mir beschriebene weihnachts-kinder-heiratsgefüh l bekommt. manch eine wird ernste gefühle genau für einen dieser potenten machos mit dem genmaterial empfinden, während eine andere vielleicht für einen der netten nur sexgefühle hat.

was ich aber oft den eindruck habe, ist, dass die leute die dauerbeziehung nicht immer mit jemandem haben, mit welchem der sex super ist. wobei eben BEIDE von ihnen mit jeweils andern leuten besseren sex hätten. also glaube ich, dass es vorallem darum geht, dass die starken schmetterlinge nicht so oft mit dem es funktioniert gefühl, welches ja für eine familie am wichtigsten ist, einhergeht.

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8. August 2009 um 0:04

Wie alt bist du?
wenn du noch nicht über 35 bist, dann würde ich noch warten, ob sich nicht einer findet, der zumindest bis zu einem gewissen grad beides abdeckt. das gibt es schon. ein bisschen schmetterlinge und den andern interessant finden und eben auch, dass der alltag funktioniert.

ich meine, klar, es ist auch alles eine frage der einstellung. wenn du entschieden bist, es auszuhalten und gut zu haben mit einem vernunftmann, dann wirst du das wohl auch ganz gut durchziehen. aber wenn dich der gedanke an sowas unglücklich macht, dann würde ich zumindest noch schauen, ob sich nicht noch was besseres findet.

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8. August 2009 um 0:07
In Antwort auf an0N_1197571599z

Ich verstehe dich
Hallo!

Ich verstehe, dass du dir so viele Gedanken um dieses Thema machst. Mir geht es momentan ähnlich... bzw. ich habe für mich eigentlich schon eine Entscheidung getroffen.

Mein Freund ist auch einer jener zuverlässigen, soliden Männer, der im Grunde alles tun würde, um mich glücklich zu machen. Aber irgendwie hab ich ein schlechtes Gefühl dabei. Er macht das alles nicht, weil es ihm ein tiefes Bedürfnis ist, dass ich glücklich mit ihm bin, sondern, (so fühlt es sich zumindest für mich an) damit ich funktioniere und wir eine problemlose Beziehung haben. Dessen bin ich mir erst vor ein paar Monaten klar geworden und seitdem gibt es immer wieder Streit. Er ist genau der Typ Mann, der seinem sehbehinderten Kind sagen würde, dass es nicht Pilot werden kann, obwohl es sein größter Traum ist. Er würde das nicht mal aus Bosheit sagen, sondern weil er dem Kind die Enttäuschung ersparen möchte. (fiktives Beispiel!) Da kann man jetzt darüber streiten, ob das gut oder schlecht ist. Für mich ist es auf jeden Fall so, dass er meine Träumereien, die mir durch meinen momentan sehr schwierigen Alltag helfen, immer rücksichtslos abwürgt und das finde ich niederschmetternd!

Vor einigen Monaten habe ich einen Mann kennen gelernt, bei dem ich zum ersten Mal gespürt habe, wie intensiv diese Schmetterlinge im Bauch sein können!! Über diese Geschichte möchte ich mich jetzt nicht auslassen, denn das würde mich nur wieder runterziehen.

Ich bin eigentlich zu dem Entschluss gekommen, dass ich in einer Vernunftbeziehung eingehen würde. Mir geht es jetzt schon mies, lange kann ich das nicht mehr mitmachen. Auf der anderen Seite ist da die Angst, etwas aufzugeben, das "eigentlich" ja doch ganz gut ist. Außerdem muss ich zu meinem Leidwesen gestehen, dass ich langsam Torschlusspanik bekomme, wofür ich mit 28 eigentlich ja noch keinen Grund habe. Ich habe die Vision, dass es irgendwo einen Mann geben müsste, der für mich beides verbindet, ich bin aber gelähmt von der Angst, dass ich diesen Mann niemals finden werde.

Sich verlieben ist keine Vernunftsentscheidung! Sich verlieben ist überhaupt keine Entscheidung. Es passiert einfach! Da kann man nichts dagegen machen. Dementsprechend kann meiner Meinung nach auch eine Vernunftsbeziehung nicht gut gehen.

Geht es bei dir konkret um zwei Männer oder fragst du nur so allgemein nach?

lg

In einer vernunfstbeziehung eingehen
ich weiss genau, was du meinst. ich glaube, vernunfstbeziehungen überlebt man umso besser je weniger man sich sagt: das war die richtige entscheidung. je mehr man vor sich selbst zugibt, was für ein scheiss das alles ist und dabei von einem andern träumt, desto besser erträgt man es. versucht man sich aber vorzumachen, das sei ehrlich gut, die realität eben, wer möchte denn was anderes? dann geht man ein.

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8. August 2009 um 0:14
In Antwort auf toini_12239210

Auch die Schmetterlinge....
verschwinden und dann bleibt der ganze armselige Rest, der Dich mit ihnen anfangs gar nicht gestört hat.

Armselig?
naja, also es gibt schon männer, die einen auch so faszinieren, wennn die schmetterlinge weg sind. das weiss ich mit bestimmtheit. und was haben die leute auch immer mit diesen verschwindenen schmetterlingen? schmetterlinge kommen immer wieder, immer in anderer form. es ist eine frage der gewöhnung, man stumpft ab und muss sich wieder frisch machen. und mit der beziehung wachsen, sie wandelt sich dauernd. wenn einer einem nur armselig vorkommt, wenn die schmetterlinge weg sind, dann war es nicht der richtige. eine gewisse desillusion ist es immer, aber sie ist nicht bei allen gleich schlimm...

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8. August 2009 um 13:31
In Antwort auf mina_12758409

In einer vernunfstbeziehung eingehen
ich weiss genau, was du meinst. ich glaube, vernunfstbeziehungen überlebt man umso besser je weniger man sich sagt: das war die richtige entscheidung. je mehr man vor sich selbst zugibt, was für ein scheiss das alles ist und dabei von einem andern träumt, desto besser erträgt man es. versucht man sich aber vorzumachen, das sei ehrlich gut, die realität eben, wer möchte denn was anderes? dann geht man ein.

Ja,
ich denke, das schwerste ist, vor sich selbst ehrlich zu sein. Ich hab immer wieder Momente, wo ich mir denke, "eigentlich" passt doch alles. Ich kann mich doch nicht beschweren, mein Freund tut eh alles für mich. Aber wenn ich dann ganz weit in mich reinhöre und ganz ehrlich zu mir bin, weiß ich, dass es keinen Sinn macht. Wenn ich jetzt in dieser Beziehung bleibe, gehe ich wirklich ein. Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis ich mir selbst soweit vertraue, dass ich akzeptieren kann, dass ich es auch alleine durchs Leben schaffe (zumindest vorerst, ganz alleine bleiben will ich nicht) und dass es mir gut gehen wird, sobald ich diesen Schritt wage. Aber es gibt so viele Ängst, die mich noch zurückhalten.

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