Home / Forum / Liebe & Beziehung / Vermeidende Partnerin mit ängstlichem Partner (Bindungstheorie)

Vermeidende Partnerin mit ängstlichem Partner (Bindungstheorie)

25. November 2018 um 19:57

Hallo zusammen,

im Titel ist es eigentlich recht gut zusammengefasst: nachdem ich mich ausführlich mit Bindungstheorie auseinandergesetzt habe ist mir aufgefallen, dass meine Partnerin eindeutig "vermeidend" ist und ich eben ein ängstlicher Bindungstyp bin.

Das Ganze korreliert auch stark mit unserem familiären Hintergrund UND eben auch mit unseren bisherigen Erfahrungen in vorangehenden Beziehungen. Soll heißen: unsere familiären Erfahrungen gleichen ziemlich genau dem was lt. Theorie jeweils dazu führt dass sich jemand in eine der beiden Richtungen entwickelt und unsere vorangehende Beziehung war jeweils auch davon geprägt, dass der Partner eben genau das Gegenteil war - so wie jetzt auch in unserem Fall.

Ich habe das Thema auch schon offen angesprochen und meine Partnerin scheint zwar Verständnis zu zeigen, wobei ich auch gleichzeitig das Gefühl habe dass sie dieses Thema von sich aus nicht wieder ansprechen würde und ich befürchte dass sie sich auch nicht weiter damit beschäftigen wird.
Jedenfalls hat sie in der Vergangenheit von sich aus angemerkt, dass sie ihre Schwierigkeiten mit Nähe einsieht und sich fragt, ob sie "Bindungsprobleme" hat.

Nun ist es so, dass (mal wieder) nach einem wunderschönen Abend bzw. einer wunderschönen Nacht die wir miteinander verbracht haben diese Kälte folgt - das zieht sich manchmal über mehrere Tage hinweg, in denen sie schlichtweg nicht wirklich "erreichbar" ist. Man könnte fast die Uhr danach stellen, mittlerweile rechne ich so gut wie immer dass sie Abstand braucht wenn die Dinge "zu gut" laufen ...
Nicht falsch verstehen, wir sind in einer monogamen Beziehung, bekennen uns dazu, sind sozusagen "zusammen", haben uns Freunden und Familie vorgestellt... Aber wir wohnen nicht in einem gemeinsamen Haushalt, daher ist diese physische Distanz möglich.
Und in diesen distanzierten Phasen ist sie einfach nicht dafür zu haben dass wir uns treffen, selbst wenn es auch nur kurz auf einen Kaffee oder sonst etwas ist - sie hat immer alle Hände voll zu tun.

Ich weiß über diese beinahe toxische Dynamik bescheid, dass die Bedürfnisse komplett gegensätzlich sind und dass viele Beziehungen und Ehen daran zerbrechen. Man sagt ja auch "anxious avoidant trap" im Englischen. Mir ist auch bewusst, dass sich diese ängstlichen Muster gegenseitig verstärken und paradoxerweise einander anziehen, weil man gewissermaßen versucht diesen Konflikt aus der Kindheit zu lösen ...

Die Krux ist, dass ich trotz diesem Wissen nicht sehr gut damit umgehen kann. Ich weiß dass mein Selbstwertgefühl im Keller ist, sobald sie auf Tauchstation geht - und will das keinesfalls. Ich will meinen "Wert" nicht anhand von ihr definieren und habe eigentlich keine Lust, mich dermaßen Abhängig zu machen aber aktuell ist meine Laune einfach zu vergessen weil sie schlichtweg nicht "da" ist.
Man ist in einer Partnerschaft und fühlt sich dennoch alleine, es ist alles andere als einfach...

Hat vielleicht jemand Erfahrung und kann Ratschläge geben? Oder eventuell eine gute Empfehlung für ein Buch? Meine größte Angst ist, dass sie das Interesse komplett verliert sobald ich mal aufhöre sie zu "verfolgen", denn das habe ich bisher immer gemacht. Mit ewig langen Briefen, Aufmerksamkeiten usw.

Traurigerweise kommt das kaum von ihr... Es fühlt sich sehr einseitig an, obwohl sie beteuert mich zu lieben.

Ich bin für jeden Ratschlag dankbar!

Mehr lesen

25. November 2018 um 20:47
In Antwort auf antwortsuchender1

Hallo zusammen,

im Titel ist es eigentlich recht gut zusammengefasst: nachdem ich mich ausführlich mit Bindungstheorie auseinandergesetzt habe ist mir aufgefallen, dass meine Partnerin eindeutig "vermeidend" ist und ich eben ein ängstlicher Bindungstyp bin.

Das Ganze korreliert auch stark mit unserem familiären Hintergrund UND eben auch mit unseren bisherigen Erfahrungen in vorangehenden Beziehungen. Soll heißen: unsere familiären Erfahrungen gleichen ziemlich genau dem was lt. Theorie jeweils dazu führt dass sich jemand in eine der beiden Richtungen entwickelt und unsere vorangehende Beziehung war jeweils auch davon geprägt, dass der Partner eben genau das Gegenteil war - so wie jetzt auch in unserem Fall.

Ich habe das Thema auch schon offen angesprochen und meine Partnerin scheint zwar Verständnis zu zeigen, wobei ich auch gleichzeitig das Gefühl habe dass sie dieses Thema von sich aus nicht wieder ansprechen würde und ich befürchte dass sie sich auch nicht weiter damit beschäftigen wird.
Jedenfalls hat sie in der Vergangenheit von sich aus angemerkt, dass sie ihre Schwierigkeiten mit Nähe einsieht und sich fragt, ob sie "Bindungsprobleme" hat.

Nun ist es so, dass (mal wieder) nach einem wunderschönen Abend bzw. einer wunderschönen Nacht die wir miteinander verbracht haben diese Kälte folgt - das zieht sich manchmal über mehrere Tage hinweg, in denen sie schlichtweg nicht wirklich "erreichbar" ist. Man könnte fast die Uhr danach stellen, mittlerweile rechne ich so gut wie immer dass sie Abstand braucht wenn die Dinge "zu gut" laufen ...
Nicht falsch verstehen, wir sind in einer monogamen Beziehung, bekennen uns dazu, sind sozusagen "zusammen", haben uns Freunden und Familie vorgestellt... Aber wir wohnen nicht in einem gemeinsamen Haushalt, daher ist diese physische Distanz möglich.
Und in diesen distanzierten Phasen ist sie einfach nicht dafür zu haben dass wir uns treffen, selbst wenn es auch nur kurz auf einen Kaffee oder sonst etwas ist - sie hat immer alle Hände voll zu tun.

Ich weiß über diese beinahe toxische Dynamik bescheid, dass die Bedürfnisse komplett gegensätzlich sind und dass viele Beziehungen und Ehen daran zerbrechen. Man sagt ja auch "anxious avoidant trap" im Englischen. Mir ist auch bewusst, dass sich diese ängstlichen Muster gegenseitig verstärken und paradoxerweise einander anziehen, weil man gewissermaßen versucht diesen Konflikt aus der Kindheit zu lösen ...

Die Krux ist, dass ich trotz diesem Wissen nicht sehr gut damit umgehen kann. Ich weiß dass mein Selbstwertgefühl im Keller ist, sobald sie auf Tauchstation geht - und will das keinesfalls. Ich will meinen "Wert" nicht anhand von ihr definieren und habe eigentlich keine Lust, mich dermaßen Abhängig zu machen aber aktuell ist meine Laune einfach zu vergessen weil sie schlichtweg nicht "da" ist.
Man ist in einer Partnerschaft und fühlt sich dennoch alleine, es ist alles andere als einfach...

Hat vielleicht jemand Erfahrung und kann Ratschläge geben? Oder eventuell eine gute Empfehlung für ein Buch? Meine größte Angst ist, dass sie das Interesse komplett verliert sobald ich mal aufhöre sie zu "verfolgen", denn das habe ich bisher immer gemacht. Mit ewig langen Briefen, Aufmerksamkeiten usw.

Traurigerweise kommt das kaum von ihr... Es fühlt sich sehr einseitig an, obwohl sie beteuert mich zu lieben.

Ich bin für jeden Ratschlag dankbar!

Sie ist eine Distanzlerin & du ein Klammerer. 

Das wird mittelfristig nicht gut gehen. Du machst dich zu sehr von ihr abhängig. Irgendwann wird sie sich eingeengt fühlen und dich in die Wüste schicken. 

Und du wirst im Tal der Tränen sein und zusätzlich dich danach auch noch selbst finden müssen. 

Tipps? 

Konzentrier dich auf dein Leben, triff deine Freunde, übe deine Hobbies aus, ec. 

Genieß die gemeinsame Zeit mit ihr und mach Unternehmungen/Aktivitäten. 

Das hinterherlaufen/schreiben wird sie irgendwann lästig finden (offenbar findet sie es jetzt noch süß, würde ich zumindest stark reduzieren.

Bezweifle aber ernsthaft, ob das gut für euch und speziell dich ist.
 

 

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. November 2018 um 21:25
In Antwort auf smiley

Sie ist eine Distanzlerin & du ein Klammerer. 

Das wird mittelfristig nicht gut gehen. Du machst dich zu sehr von ihr abhängig. Irgendwann wird sie sich eingeengt fühlen und dich in die Wüste schicken. 

Und du wirst im Tal der Tränen sein und zusätzlich dich danach auch noch selbst finden müssen. 

Tipps? 

Konzentrier dich auf dein Leben, triff deine Freunde, übe deine Hobbies aus, ec. 

Genieß die gemeinsame Zeit mit ihr und mach Unternehmungen/Aktivitäten. 

Das hinterherlaufen/schreiben wird sie irgendwann lästig finden (offenbar findet sie es jetzt noch süß, würde ich zumindest stark reduzieren.

Bezweifle aber ernsthaft, ob das gut für euch und speziell dich ist.
 

 

Ganz richtig, es sind schlichtweg gänzlich unterschiedliche Bedürfnisse im Spiel. Es ist bloß interessant wie sehr sich das mit Bindungstheorie erklären lässt, wohingegen dieses Wissen kein Bisschen hilft, weil sich schlichtweg auf beiden Seiten tief sitzende Gewohnheiten und Wunden der Kindheit dahinter verbergen.

Langsam glaube ich es kann nur funktionieren, wenn beide Seiten diesen Umstand einsehen und bereits sind, daran zu arbeiten. Zunächst mal jeder für sich, und anschlißend eben im Sinne von einem "wir".

Das ist jedoch leichter gesagt als getan ...

Gefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

25. November 2018 um 21:26

@anne234  einen pseudo-feministischen Kommentar schreiben und dann mit Plattitüden wie "sei ein Mann und ertrag es" kommen. 
Dein Text passt null zu dem TE Eingangspost. 
Wenn du dich nicht auf sein Problem einlassen kannst, lass das kommentieren gleich. 

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. November 2018 um 21:27

Also eigentlich würde ich sehr gerne auf deinen Beitrag eingehen, ich weiß jedoch nicht was diese Thematik mit Feminismus, Vergewaltigung oder meiner Geschlechtsidentität zu tun hat.

Nichts für ungut, trotzdem vielen Dank für deine Mühe.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

25. November 2018 um 21:30
In Antwort auf antwortsuchender1

Also eigentlich würde ich sehr gerne auf deinen Beitrag eingehen, ich weiß jedoch nicht was diese Thematik mit Feminismus, Vergewaltigung oder meiner Geschlechtsidentität zu tun hat.

Nichts für ungut, trotzdem vielen Dank für deine Mühe.

hat es auch nicht. 

anne234 wollte ihren Männerfrust gerade ablassen

3 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 2:04
In Antwort auf antwortsuchender1

Hallo zusammen,

im Titel ist es eigentlich recht gut zusammengefasst: nachdem ich mich ausführlich mit Bindungstheorie auseinandergesetzt habe ist mir aufgefallen, dass meine Partnerin eindeutig "vermeidend" ist und ich eben ein ängstlicher Bindungstyp bin.

Das Ganze korreliert auch stark mit unserem familiären Hintergrund UND eben auch mit unseren bisherigen Erfahrungen in vorangehenden Beziehungen. Soll heißen: unsere familiären Erfahrungen gleichen ziemlich genau dem was lt. Theorie jeweils dazu führt dass sich jemand in eine der beiden Richtungen entwickelt und unsere vorangehende Beziehung war jeweils auch davon geprägt, dass der Partner eben genau das Gegenteil war - so wie jetzt auch in unserem Fall.

Ich habe das Thema auch schon offen angesprochen und meine Partnerin scheint zwar Verständnis zu zeigen, wobei ich auch gleichzeitig das Gefühl habe dass sie dieses Thema von sich aus nicht wieder ansprechen würde und ich befürchte dass sie sich auch nicht weiter damit beschäftigen wird.
Jedenfalls hat sie in der Vergangenheit von sich aus angemerkt, dass sie ihre Schwierigkeiten mit Nähe einsieht und sich fragt, ob sie "Bindungsprobleme" hat.

Nun ist es so, dass (mal wieder) nach einem wunderschönen Abend bzw. einer wunderschönen Nacht die wir miteinander verbracht haben diese Kälte folgt - das zieht sich manchmal über mehrere Tage hinweg, in denen sie schlichtweg nicht wirklich "erreichbar" ist. Man könnte fast die Uhr danach stellen, mittlerweile rechne ich so gut wie immer dass sie Abstand braucht wenn die Dinge "zu gut" laufen ...
Nicht falsch verstehen, wir sind in einer monogamen Beziehung, bekennen uns dazu, sind sozusagen "zusammen", haben uns Freunden und Familie vorgestellt... Aber wir wohnen nicht in einem gemeinsamen Haushalt, daher ist diese physische Distanz möglich.
Und in diesen distanzierten Phasen ist sie einfach nicht dafür zu haben dass wir uns treffen, selbst wenn es auch nur kurz auf einen Kaffee oder sonst etwas ist - sie hat immer alle Hände voll zu tun.

Ich weiß über diese beinahe toxische Dynamik bescheid, dass die Bedürfnisse komplett gegensätzlich sind und dass viele Beziehungen und Ehen daran zerbrechen. Man sagt ja auch "anxious avoidant trap" im Englischen. Mir ist auch bewusst, dass sich diese ängstlichen Muster gegenseitig verstärken und paradoxerweise einander anziehen, weil man gewissermaßen versucht diesen Konflikt aus der Kindheit zu lösen ...

Die Krux ist, dass ich trotz diesem Wissen nicht sehr gut damit umgehen kann. Ich weiß dass mein Selbstwertgefühl im Keller ist, sobald sie auf Tauchstation geht - und will das keinesfalls. Ich will meinen "Wert" nicht anhand von ihr definieren und habe eigentlich keine Lust, mich dermaßen Abhängig zu machen aber aktuell ist meine Laune einfach zu vergessen weil sie schlichtweg nicht "da" ist.
Man ist in einer Partnerschaft und fühlt sich dennoch alleine, es ist alles andere als einfach...

Hat vielleicht jemand Erfahrung und kann Ratschläge geben? Oder eventuell eine gute Empfehlung für ein Buch? Meine größte Angst ist, dass sie das Interesse komplett verliert sobald ich mal aufhöre sie zu "verfolgen", denn das habe ich bisher immer gemacht. Mit ewig langen Briefen, Aufmerksamkeiten usw.

Traurigerweise kommt das kaum von ihr... Es fühlt sich sehr einseitig an, obwohl sie beteuert mich zu lieben.

Ich bin für jeden Ratschlag dankbar!

ich  glaube  du  bist  mit  deiner  "bindungstheorie" vollkommen  auf dem holzweg..

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 6:09
In Antwort auf pete1974

ich  glaube  du  bist  mit  deiner  "bindungstheorie" vollkommen  auf dem holzweg..

Magst du das genauer erklären?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 7:31

"Oder eventuell eine gute Empfehlung für ein Buch?"

Wenn der ängstlich-vermeidende und der ängstlich-besorgte Bindungsängstler aufeinander treffen, kann das schmerzhaft werden. Es gibt ein paar gute YT-Videos dazu. Das Buch von Stefanie Stahl zur Bindungsangst kennst du vielleicht schon.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 8:51
In Antwort auf antwortsuchender1

Ganz richtig, es sind schlichtweg gänzlich unterschiedliche Bedürfnisse im Spiel. Es ist bloß interessant wie sehr sich das mit Bindungstheorie erklären lässt, wohingegen dieses Wissen kein Bisschen hilft, weil sich schlichtweg auf beiden Seiten tief sitzende Gewohnheiten und Wunden der Kindheit dahinter verbergen.

Langsam glaube ich es kann nur funktionieren, wenn beide Seiten diesen Umstand einsehen und bereits sind, daran zu arbeiten. Zunächst mal jeder für sich, und anschlißend eben im Sinne von einem "wir".

Das ist jedoch leichter gesagt als getan ...

oder die Lösung ist, als Distanzmensch Beziehungen mit Distanzmenschen einzugehen und als Nähetyp Beziehungen mit Nähetypen einzugehen.

Eben weil es so ist, dass in solchen Dingen rationales Wissen nicht vor Emotionen und deren Folgen schützt. Und zwar so gar nicht.

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 10:13
In Antwort auf avarrassterne1

oder die Lösung ist, als Distanzmensch Beziehungen mit Distanzmenschen einzugehen und als Nähetyp Beziehungen mit Nähetypen einzugehen.

Eben weil es so ist, dass in solchen Dingen rationales Wissen nicht vor Emotionen und deren Folgen schützt. Und zwar so gar nicht.

Also die Sache mit dem Rationalen Wissen und den Emotionen unterschreibe ich... Das ist sowas von wahr.

Aber dass ein Distanzmensch mit einem anderen Distanzmenschen eine Beziehung eingeht und jemand der viel Nähe benötigt sich jemanden angeln sollte der ebenso tickt... Das funktioniert leider nicht.
Wenn beide Seiten sich z.B. Distanz herbeisehnen gibt es niemanden, der das ganze "zusammen hält" und es entsteht keine wirkliche Anziehung.
Der ängstliche Typ fühlt sich regelrecht angezogen von dieser Distanz und tut alles, um eben die Nähe die er sich herbeisehnt zu erlangen... Und kriegt sie dann auch hin und wieder vom Vermeidenden.
Und genau dieses hin- und her macht süchtig und lässt das Ganze aussichtslos wirken.

Letzten Endes ist es wahrscheinlich so, dass jeweils ängstliche und vermeidende Bindungstypen sich am besten einen sicheren Bindungstyp angeln. Aber die sind nunmal oftmals schon vergeben... Daher treffen ängstlich + vermeidend recht oft aufeinander, weil sie logischerweise öfter single sind.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 10:27

Etwas mehr als ein halbes Jahr.

Ich denke, dass man nicht von einer Affäre sprechen kann... Wir besprechen zukünftige Absichten, träumen gemeinsam und lieben einander. Wenn es gut läuft sagt sie mir von sich aus, das sie mich liebt, umarmt mich, kuschelt mit mir als gäbe es kein morgen... Und wir fühlen uns geborgen.
Aber dem folgt eben meist eine gewisse Kälte - wohl aus Angst. Man vermutet, dass ängstliche Bindungstypen so empfinden weil sie Angst davor haben, wieder verlassen oder vernachlässigt zu werden - so wie in der Kindheit.
Deshalb wirkt zu viel nähe so einschüchternd und beängstigend, man spricht von einer regelrechten Panik.
Und diese Panik... wird wohl auch nicht wahrhaftig eingesehen und verstanden und führt zu großer Verunsicherung - auf beiden Seiten.

Ich liebe diese Frau wahrhaftig, will das Beste für sie und wünsche mir, dass sie über sich hinaus wächst und ihre Ziele erreicht, glücklich ist und das Leben stemmt.
Gleichzeitig wäre so ein "Zustand" auf Dauer einfach alles andere als gesund. Ich glaube, wenn das wirklich immer so wäre dann könnte ich das nicht.
Da ich kein Therapeut bin und mir auch nicht einbilde einer zu sein muss ich mir wohl vor Augen halten inwieweit ich mich darauf einlasse, wie lange ich "stark" sein kann ...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 10:41
In Antwort auf antwortsuchender1

Also die Sache mit dem Rationalen Wissen und den Emotionen unterschreibe ich... Das ist sowas von wahr.

Aber dass ein Distanzmensch mit einem anderen Distanzmenschen eine Beziehung eingeht und jemand der viel Nähe benötigt sich jemanden angeln sollte der ebenso tickt... Das funktioniert leider nicht.
Wenn beide Seiten sich z.B. Distanz herbeisehnen gibt es niemanden, der das ganze "zusammen hält" und es entsteht keine wirkliche Anziehung.
Der ängstliche Typ fühlt sich regelrecht angezogen von dieser Distanz und tut alles, um eben die Nähe die er sich herbeisehnt zu erlangen... Und kriegt sie dann auch hin und wieder vom Vermeidenden.
Und genau dieses hin- und her macht süchtig und lässt das Ganze aussichtslos wirken.

Letzten Endes ist es wahrscheinlich so, dass jeweils ängstliche und vermeidende Bindungstypen sich am besten einen sicheren Bindungstyp angeln. Aber die sind nunmal oftmals schon vergeben... Daher treffen ängstlich + vermeidend recht oft aufeinander, weil sie logischerweise öfter single sind.

als Distanzmensch, der inzwischen seit bald 20 Jahren in einer funktionierenden und glücklichen Beziehung, schon lange Ehe, ist, kann ich Dir sagen: Du irrst.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 12:09
In Antwort auf smiley

hat es auch nicht. 

anne234 wollte ihren Männerfrust gerade ablassen

Unsinn. Ich kann und will nur nicht zaubern.

Ich werde ihm, dem ich helfen wollte (oh Schreck, war das wirklich ein MANN!?), also keine Traumfrau herbeizaubern. Für das, was er denkt, sagt und aufschreibt, ist er selbst verantwortlich.  

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 12:22
In Antwort auf anne234

Unsinn. Ich kann und will nur nicht zaubern.

Ich werde ihm, dem ich helfen wollte (oh Schreck, war das wirklich ein MANN!?), also keine Traumfrau herbeizaubern. Für das, was er denkt, sagt und aufschreibt, ist er selbst verantwortlich.  

Oh schreck, das ist in der Tat ein Mann. Ein Mann der sich aufgrund deiner Rechtfertigung belustigt fühlt

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 12:25
In Antwort auf avarrassterne1

als Distanzmensch, der inzwischen seit bald 20 Jahren in einer funktionierenden und glücklichen Beziehung, schon lange Ehe, ist, kann ich Dir sagen: Du irrst.

Also das waren eigentlich nicht meine Gedanken, sondern der Grundsatz der Theorie. Man kann eigentlich nicht strikt kategorisieren zwischen "sicher", "ängstlich" und "vermeidend" sondern es kommen natürlich auch Mischtypen auf.

Es ist jedenfalls immer wieder schön zu hören und zu lesen, dass verschiedenste Dynamiken funktionieren können. Man muss nur richtig kommunizieren und die Bereitschaft muss da sein...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 13:01
In Antwort auf antwortsuchender1

Also das waren eigentlich nicht meine Gedanken, sondern der Grundsatz der Theorie. Man kann eigentlich nicht strikt kategorisieren zwischen "sicher", "ängstlich" und "vermeidend" sondern es kommen natürlich auch Mischtypen auf.

Es ist jedenfalls immer wieder schön zu hören und zu lesen, dass verschiedenste Dynamiken funktionieren können. Man muss nur richtig kommunizieren und die Bereitschaft muss da sein...

deckt sich leider gar nicht mit meinen Erfahrungen.

Ich bin ein recht starker Distanzmensch - Beziehung mit einem Nähe-Typus hatte ich eine - ging gar nicht und einige, die daran schon in der Kennenlernphase zerbrochen sind, also bevor es überhaupt zur Beziehung wurde.
Kurz: das endete immer mit Kompromissen, mit denen beide unglücklich waren, weil dem einen schon viel zu viel war, was dem anderen doch viel zu wenig war.

Irgendwann habe ich daraus gelernt und mich da von vorn herein auf gar nichts mehr eingelassen, wenn dieser Punkt nicht passte.
"Ein Kompromiss ist ein Arrangement, bei dem einer, der etwas nicht bekommen kann, dafür sorgt, dass der andere es auch nicht bekommt" - trifft nach meinem Erleben und meinen Erfahrungen auf ein stark unterschiedliches Nähe-Distanz-Verhältnis in Beziehungen vollkommen zu. Und das ist eine für beide Seiten schlechte Lösung.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 14:35

Es variiert. Es gibt Wochen, in denen wir uns fast jeden Tag sehen.

Und dann gibt es Zeiten - meist wie bereits erwähnt unmittelbar nachdem es SEHR viel Nähe gab - in denen wir uns gar nicht sehen.

Man könnte wirklch die Uhr danach stellen. Quasi wenn ich ihr zu nache komme zieht sie sich zurück, als hätte sie immense Angst...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 16:49
In Antwort auf anne234

Unsinn. Ich kann und will nur nicht zaubern.

Ich werde ihm, dem ich helfen wollte (oh Schreck, war das wirklich ein MANN!?), also keine Traumfrau herbeizaubern. Für das, was er denkt, sagt und aufschreibt, ist er selbst verantwortlich.  

Es erwartet auch niemand, das du ihm eine Traumfrau herbeizauberst (wo steht das denn?) 

Im Einleitungspost fragt er (ein Mann) danach, wie er sich verhalten soll, da er und ihre Partnerin unterschiedliche Charaktere in der Beziehung sind. 

So what? 

Muss man da einen pseudo-feministischen Kleinkrieg starten?



 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 19:49

wie man sich die vorstellt? Nun, mit einer gemeinsamen Wohnung, die beiden auch eigene Rückzugsorte bietet. Mit gemeinsamen und eigenen Hobbys. Mit gemeinsamen und getrennt verbrachten Urlaubstagen. Mit...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

26. November 2018 um 21:52
In Antwort auf antwortsuchender1

Magst du das genauer erklären?

das ganze nennt sich schlicht emotionale instabilität. kennst  du ihre vergangenheit, sprich gab es da irgwndwelche besonderen ereignisse, die zu dieser nähe-distanz-problematil geführt haben?
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. November 2018 um 9:22

als Ausgleich, wenn es vorher zu viel war.
Also streiche das "zu viel" davor und schon passt es ...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. November 2018 um 20:17
In Antwort auf pete1974

das ganze nennt sich schlicht emotionale instabilität. kennst  du ihre vergangenheit, sprich gab es da irgwndwelche besonderen ereignisse, die zu dieser nähe-distanz-problematil geführt haben?
 

Also ws gibt da in der Tat Punkte.

Sie wurde in der Grundschule aus ihrem Schulalltag gerissen, ihre Eltern sind augewandert. Die deutsche Sprache war ihr fremd und dieses entwurzeln hat sie verstört. Dennoch hat sie zum frühest möglichen Zeitpunkt Abi gemacht.

Zwei Jahre nach dem Entwurzeln in der Grundschule ist ihre Mutter wieder alleine in die Heimat zurück, die Eltern sind jedoch weiterhin in einer vermintlich glücklichen Beziehung. Es scheint aber viele passive Aggressivitäten zwischen den Eltern zu geben... Ihre Mutter hat sie nur an Wochenenden gesehen, und effektiv war sie immer auf sich alleine gestellt weil der Vater quasi durchgehend arbeiten war bzw. ist.

Ich denke, dass sich dies definiv auf ihren Bindungsstil auswirkt.

Am meisten verstört mich, dass sie mich regelrecht "abstößt" bzw. mich schweigend aus ihrem Leben ausgrenzt.
Ihr Ex wurde lt. ihren Erzählungen ähnlich von ihr behandelt und sie hat beteuert, dass sie es nie verstanden hat dass sie so kalt zu ihm war. Bis er daran zerbrochen ist und Schluss gemacht hat. Ich fürchte fast, sie wollte es so... Aus Angst bzw. Panik vor Nähe.

Und nun wiederholt es sich mit mir, wie es scheint.

Mal ist es brennend heiß für ein bis zwei Tage, und daraufhin folgt klirrende Kälte, nach der man die Uhr stellen kann. Manch einer würde  dass das emotionale Misshandlung ist und ich fühle mich manchmal in der Tat wie ein getretener Hund
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. November 2018 um 23:33

Ich glaube keineswegs, dass sich in diesem punkt gegensätze anziehen. Meiner Meinung nach sind beide in einer Beziehung dann langfristig zufrieden und glücklich, wenn sie ein ähnliches nähe-distanz-bedürfnis haben. Andernfalls ist immer mindestens einer unzufrieden und das ist doch nicht zielführend. 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 8:05
In Antwort auf antwortsuchender1

Also ws gibt da in der Tat Punkte.

Sie wurde in der Grundschule aus ihrem Schulalltag gerissen, ihre Eltern sind augewandert. Die deutsche Sprache war ihr fremd und dieses entwurzeln hat sie verstört. Dennoch hat sie zum frühest möglichen Zeitpunkt Abi gemacht.

Zwei Jahre nach dem Entwurzeln in der Grundschule ist ihre Mutter wieder alleine in die Heimat zurück, die Eltern sind jedoch weiterhin in einer vermintlich glücklichen Beziehung. Es scheint aber viele passive Aggressivitäten zwischen den Eltern zu geben... Ihre Mutter hat sie nur an Wochenenden gesehen, und effektiv war sie immer auf sich alleine gestellt weil der Vater quasi durchgehend arbeiten war bzw. ist.

Ich denke, dass sich dies definiv auf ihren Bindungsstil auswirkt.

Am meisten verstört mich, dass sie mich regelrecht "abstößt" bzw. mich schweigend aus ihrem Leben ausgrenzt.
Ihr Ex wurde lt. ihren Erzählungen ähnlich von ihr behandelt und sie hat beteuert, dass sie es nie verstanden hat dass sie so kalt zu ihm war. Bis er daran zerbrochen ist und Schluss gemacht hat. Ich fürchte fast, sie wollte es so... Aus Angst bzw. Panik vor Nähe.

Und nun wiederholt es sich mit mir, wie es scheint.

Mal ist es brennend heiß für ein bis zwei Tage, und daraufhin folgt klirrende Kälte, nach der man die Uhr stellen kann. Manch einer würde  dass das emotionale Misshandlung ist und ich fühle mich manchmal in der Tat wie ein getretener Hund
 

dann solltest Du es beenden.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 8:09
In Antwort auf coquette164

Ich glaube keineswegs, dass sich in diesem punkt gegensätze anziehen. Meiner Meinung nach sind beide in einer Beziehung dann langfristig zufrieden und glücklich, wenn sie ein ähnliches nähe-distanz-bedürfnis haben. Andernfalls ist immer mindestens einer unzufrieden und das ist doch nicht zielführend. 

bringt nur Leid für beide Seiten, sehe ich auch so.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 11:27
In Antwort auf antwortsuchender1

Also ws gibt da in der Tat Punkte.

Sie wurde in der Grundschule aus ihrem Schulalltag gerissen, ihre Eltern sind augewandert. Die deutsche Sprache war ihr fremd und dieses entwurzeln hat sie verstört. Dennoch hat sie zum frühest möglichen Zeitpunkt Abi gemacht.

Zwei Jahre nach dem Entwurzeln in der Grundschule ist ihre Mutter wieder alleine in die Heimat zurück, die Eltern sind jedoch weiterhin in einer vermintlich glücklichen Beziehung. Es scheint aber viele passive Aggressivitäten zwischen den Eltern zu geben... Ihre Mutter hat sie nur an Wochenenden gesehen, und effektiv war sie immer auf sich alleine gestellt weil der Vater quasi durchgehend arbeiten war bzw. ist.

Ich denke, dass sich dies definiv auf ihren Bindungsstil auswirkt.

Am meisten verstört mich, dass sie mich regelrecht "abstößt" bzw. mich schweigend aus ihrem Leben ausgrenzt.
Ihr Ex wurde lt. ihren Erzählungen ähnlich von ihr behandelt und sie hat beteuert, dass sie es nie verstanden hat dass sie so kalt zu ihm war. Bis er daran zerbrochen ist und Schluss gemacht hat. Ich fürchte fast, sie wollte es so... Aus Angst bzw. Panik vor Nähe.

Und nun wiederholt es sich mit mir, wie es scheint.

Mal ist es brennend heiß für ein bis zwei Tage, und daraufhin folgt klirrende Kälte, nach der man die Uhr stellen kann. Manch einer würde  dass das emotionale Misshandlung ist und ich fühle mich manchmal in der Tat wie ein getretener Hund
 

auch wenn du es dir erhoffst; sie wird sich nicht ändern. Das musst du einsehen.
Der Charakter eines Menschen wird in der Kindheit & Jugend geformt. 

Der Spruch; zeig mir einen 18 Jährigen  und ich sag dir wie er mit 40 sein wird ist nunmal wahr. 

Aus meiner Sicht macht das für dich keinen Sinn. Du leidest. Beende es.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 11:46
In Antwort auf smiley

auch wenn du es dir erhoffst; sie wird sich nicht ändern. Das musst du einsehen.
Der Charakter eines Menschen wird in der Kindheit & Jugend geformt. 

Der Spruch; zeig mir einen 18 Jährigen  und ich sag dir wie er mit 40 sein wird ist nunmal wahr. 

Aus meiner Sicht macht das für dich keinen Sinn. Du leidest. Beende es.

naja, also zwischen 18 und 40 hat sich bei mir verdammt vieles, auch recht grundlegend geändert ^^

Anyway - "beende es" ist auch meine Meinung.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 11:50
In Antwort auf smiley

auch wenn du es dir erhoffst; sie wird sich nicht ändern. Das musst du einsehen.
Der Charakter eines Menschen wird in der Kindheit & Jugend geformt. 

Der Spruch; zeig mir einen 18 Jährigen  und ich sag dir wie er mit 40 sein wird ist nunmal wahr. 

Aus meiner Sicht macht das für dich keinen Sinn. Du leidest. Beende es.

Es fällt mir so schwer einzugrenzen, was nun tatsächlich von ihr "böse" ist und was ausschließlich in mir stattfindet aufgrund von meiner Sensibilität. Ich bin schlichtweg sehr feinfühlig, das muss ich mir vor Augen halten.

Ich lebe in einer Art Zwiespalt - manchmal bin ich davon überzeugt, dass sie schlichtweg toxische Persönlichkeitsmerkmale hat und ich mich aufgrunddessen von ihr trennen muss... Und manchmal denke ich mir, dass ich eben die Verhaltensweisen meiner Ex (welche mich über Jahre hinweg emotional misshandelt, betrogen und manipuliert hat) auf meine aktuelle Freundin projiziere.

Dieser Gedanke ist beängstigend. Ich will meine Vergangenheit nicht mit mir rumschleppen.

Ich bin daher in Psychotherapie und arbeite genau dieses Thema auf. Am wichtigsten ist mein Selbstwertgefühl, welches im Keller ist. Daran muss ich arbeiten.
Eine gewisse, gesunde Distanz von ihr hilft mir vielleicht eine realistische Perspektive zu erlangen und wirklich einschätzen zu können, woran ich bin.
Vielleicht schaffe ich es, an mir zu arbeiten und die Beziehung gleichzeitig auf eine "lockere" Art zu pflegen ...

Überstürzen möchte ich auf alle Fälle nichts, da ich nicht den Rest meines Lebens bereuen möchte eine potentielle Chance auf eine schöne Zukunft im Keim zu ersticken.
Nach all dem Beschriebenen hört sich das vermutlich total lächerlich an, aber ich bin schlicht und einfach total verunsichert und denke, dass sich vieles auch "nur" in meinem Kopf abspielt ... Bzw. dass ich übertrieben stark wahrnehme.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 11:56
In Antwort auf antwortsuchender1

Es fällt mir so schwer einzugrenzen, was nun tatsächlich von ihr "böse" ist und was ausschließlich in mir stattfindet aufgrund von meiner Sensibilität. Ich bin schlichtweg sehr feinfühlig, das muss ich mir vor Augen halten.

Ich lebe in einer Art Zwiespalt - manchmal bin ich davon überzeugt, dass sie schlichtweg toxische Persönlichkeitsmerkmale hat und ich mich aufgrunddessen von ihr trennen muss... Und manchmal denke ich mir, dass ich eben die Verhaltensweisen meiner Ex (welche mich über Jahre hinweg emotional misshandelt, betrogen und manipuliert hat) auf meine aktuelle Freundin projiziere.

Dieser Gedanke ist beängstigend. Ich will meine Vergangenheit nicht mit mir rumschleppen.

Ich bin daher in Psychotherapie und arbeite genau dieses Thema auf. Am wichtigsten ist mein Selbstwertgefühl, welches im Keller ist. Daran muss ich arbeiten.
Eine gewisse, gesunde Distanz von ihr hilft mir vielleicht eine realistische Perspektive zu erlangen und wirklich einschätzen zu können, woran ich bin.
Vielleicht schaffe ich es, an mir zu arbeiten und die Beziehung gleichzeitig auf eine "lockere" Art zu pflegen ...

Überstürzen möchte ich auf alle Fälle nichts, da ich nicht den Rest meines Lebens bereuen möchte eine potentielle Chance auf eine schöne Zukunft im Keim zu ersticken.
Nach all dem Beschriebenen hört sich das vermutlich total lächerlich an, aber ich bin schlicht und einfach total verunsichert und denke, dass sich vieles auch "nur" in meinem Kopf abspielt ... Bzw. dass ich übertrieben stark wahrnehme.

falscher Ansatz.

In Beziehungen geht es nicht darum, wer was mit Absicht oder böswillig macht - oder auch nicht.
Es geht auch nicht um "Warum".
Es ist beides völlig irrelevant, wenn man mit Verhaltens-, Denk- und emotionalen Mustern des / der anderen nicht klar kommt - dann ist "ich komme damit nicht klar" der relevante Fakt.

Es geht um passt / passt nicht, es geht um funktioniert / funktioniert nicht.

Und wenn man sich "wie ein getretener Hund" und "emotional mißhandelt" fühlt - zu Recht oder zu Unrecht sei dahin gestellt - und dennoch etwas nicht beendet, dann ist DAS genauso "toxisches Verhalten" - von Dir !!!

1 LikesGefällt mir 1 - Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 11:57
In Antwort auf antwortsuchender1

Es fällt mir so schwer einzugrenzen, was nun tatsächlich von ihr "böse" ist und was ausschließlich in mir stattfindet aufgrund von meiner Sensibilität. Ich bin schlichtweg sehr feinfühlig, das muss ich mir vor Augen halten.

Ich lebe in einer Art Zwiespalt - manchmal bin ich davon überzeugt, dass sie schlichtweg toxische Persönlichkeitsmerkmale hat und ich mich aufgrunddessen von ihr trennen muss... Und manchmal denke ich mir, dass ich eben die Verhaltensweisen meiner Ex (welche mich über Jahre hinweg emotional misshandelt, betrogen und manipuliert hat) auf meine aktuelle Freundin projiziere.

Dieser Gedanke ist beängstigend. Ich will meine Vergangenheit nicht mit mir rumschleppen.

Ich bin daher in Psychotherapie und arbeite genau dieses Thema auf. Am wichtigsten ist mein Selbstwertgefühl, welches im Keller ist. Daran muss ich arbeiten.
Eine gewisse, gesunde Distanz von ihr hilft mir vielleicht eine realistische Perspektive zu erlangen und wirklich einschätzen zu können, woran ich bin.
Vielleicht schaffe ich es, an mir zu arbeiten und die Beziehung gleichzeitig auf eine "lockere" Art zu pflegen ...

Überstürzen möchte ich auf alle Fälle nichts, da ich nicht den Rest meines Lebens bereuen möchte eine potentielle Chance auf eine schöne Zukunft im Keim zu ersticken.
Nach all dem Beschriebenen hört sich das vermutlich total lächerlich an, aber ich bin schlicht und einfach total verunsichert und denke, dass sich vieles auch "nur" in meinem Kopf abspielt ... Bzw. dass ich übertrieben stark wahrnehme.

wie gesagt: 

Viele Männer wie du, soziale Helfertypen mit eher geringen Selbstvertrauen, erwischen solche Frauen. Sie glauben, sie zu "retten" & sehen sich als weißer Ritter (dieses Bild wird auch gerne in der Honeymoon Phase von der Frau supportet). 

Im Grunde gehen sie aber an solchen Charakteuren kaputt. Selbstschutz ist nunmal wichtig. Wenn sie dich eines Tages in die Wüste geschickt hat, wird sie nicht wie du da sein und dir da raushelfen. Eher im Gegenteil bekommt man häufig noch ne Schaufel Dreck drüber..

 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 12:04
In Antwort auf avarrassterne1

falscher Ansatz.

In Beziehungen geht es nicht darum, wer was mit Absicht oder böswillig macht - oder auch nicht.
Es geht auch nicht um "Warum".
Es ist beides völlig irrelevant, wenn man mit Verhaltens-, Denk- und emotionalen Mustern des / der anderen nicht klar kommt - dann ist "ich komme damit nicht klar" der relevante Fakt.

Es geht um passt / passt nicht, es geht um funktioniert / funktioniert nicht.

Und wenn man sich "wie ein getretener Hund" und "emotional mißhandelt" fühlt - zu Recht oder zu Unrecht sei dahin gestellt - und dennoch etwas nicht beendet, dann ist DAS genauso "toxisches Verhalten" - von Dir !!!

Leider muss ich dir Recht geben.
Es fällt mir verdammt schwer, das ganze einzugestehen. Gleichzeitig ist da immer die Hoffnung, dass sie sich ändert oder dass sie "über ihren Schatten springt" - ich fühle mich schlichtweg verloren.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 12:08
In Antwort auf antwortsuchender1

Leider muss ich dir Recht geben.
Es fällt mir verdammt schwer, das ganze einzugestehen. Gleichzeitig ist da immer die Hoffnung, dass sie sich ändert oder dass sie "über ihren Schatten springt" - ich fühle mich schlichtweg verloren.

ja, "weißer Ritter" - Syndrom. Man möchte so gern DER EINE sein, der ihr Leben für immer verändert, mit dem ALLES GANZ ANDERS ist als mit allen davor. Derjenige, der sie aus den tiefen Schatten des Abgrundes in das Licht der wahren Liebe holt...
Nice - aber ein Märchen.
Geht im echten Leben GANZ mies aus.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 12:14
In Antwort auf antwortsuchender1

Es fällt mir so schwer einzugrenzen, was nun tatsächlich von ihr "böse" ist und was ausschließlich in mir stattfindet aufgrund von meiner Sensibilität. Ich bin schlichtweg sehr feinfühlig, das muss ich mir vor Augen halten.

Ich lebe in einer Art Zwiespalt - manchmal bin ich davon überzeugt, dass sie schlichtweg toxische Persönlichkeitsmerkmale hat und ich mich aufgrunddessen von ihr trennen muss... Und manchmal denke ich mir, dass ich eben die Verhaltensweisen meiner Ex (welche mich über Jahre hinweg emotional misshandelt, betrogen und manipuliert hat) auf meine aktuelle Freundin projiziere.

Dieser Gedanke ist beängstigend. Ich will meine Vergangenheit nicht mit mir rumschleppen.

Ich bin daher in Psychotherapie und arbeite genau dieses Thema auf. Am wichtigsten ist mein Selbstwertgefühl, welches im Keller ist. Daran muss ich arbeiten.
Eine gewisse, gesunde Distanz von ihr hilft mir vielleicht eine realistische Perspektive zu erlangen und wirklich einschätzen zu können, woran ich bin.
Vielleicht schaffe ich es, an mir zu arbeiten und die Beziehung gleichzeitig auf eine "lockere" Art zu pflegen ...

Überstürzen möchte ich auf alle Fälle nichts, da ich nicht den Rest meines Lebens bereuen möchte eine potentielle Chance auf eine schöne Zukunft im Keim zu ersticken.
Nach all dem Beschriebenen hört sich das vermutlich total lächerlich an, aber ich bin schlicht und einfach total verunsichert und denke, dass sich vieles auch "nur" in meinem Kopf abspielt ... Bzw. dass ich übertrieben stark wahrnehme.

Meinst du nicht, dass du die Therapie als erstes durchziehen solltest und wenn du erfolgreich bist, dann erst eine neue Beziehung eingehen? Was sagt denn dein Therapeut zu allem? Ihr versucht ja an dir zu arbeiten, wobei sich deine Beziehung wohl nicht grad unterstützend auswirkt...und wie lange möchtest du warten, bis du es beendest? Das wird ja mit der Zeit nicht unbedingt leichter und macht auch nich wirklich mehr Sinn. Wenn du jetzt schon drüber nachdenkst, es vielleicht doch zu beenden, wäre es wohl das Beste für dich...auch für deine Partnerin. Du wirst ja bestimmt schon öfter mit ihr gesprochen haben, dass du verletzt bist, wenn sie auf Abstand geht etc. Sowas ist auch nicht schön, denn dann bekommt man permanent ein schlechtes Gewissen und denkt, dass man nicht in der Lage ist ne Beziehung zu führen, obwohl die Partnerwahl einfach falsch war...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 12:14
In Antwort auf smiley

wie gesagt: 

Viele Männer wie du, soziale Helfertypen mit eher geringen Selbstvertrauen, erwischen solche Frauen. Sie glauben, sie zu "retten" & sehen sich als weißer Ritter (dieses Bild wird auch gerne in der Honeymoon Phase von der Frau supportet). 

Im Grunde gehen sie aber an solchen Charakteuren kaputt. Selbstschutz ist nunmal wichtig. Wenn sie dich eines Tages in die Wüste geschickt hat, wird sie nicht wie du da sein und dir da raushelfen. Eher im Gegenteil bekommt man häufig noch ne Schaufel Dreck drüber..

 

Ich finde schrecklich, dass ich in diesem Zusammenhang so oberflächlich bin. Normalerweise kenne ich mich nicht so, aber ich will nicht lügen... Sie ist eine der schönsten Frauen die ich je gesehen habe.
Das sagt nicht jemand der frisch verliebt ist, das sagt nicht jemand der keine sozialen Kontakte hat und nie "da draußen" ist und andere Frauen sieht...
Das sagt jemand, der von seinem Umfeld gefragt wird wie er an so eine Frau rangekommen ist. Das sagt jemand der wahrhaftig weiche Knie bekommt, sobald diese Frau den Raum betritt.
Manchmal überkommt mich die Angst, dass ich mir deswegen "so viel gefallen" lasse. Aber eben nur manchmal...
Es ist glücklicherweise nicht nur das. Sie ist intelligent, witzig, gibt mir manchmal trotz allem das Gefühl dass sie mich liebt, geht von Zeit zu Zeit Kompromisse ein... Kommt aus einem guten Hause, ist gebildet, bildet sich weiterhin, strebt eine "gute" Zukunft an ... Klar motiviert mich das, an ihrer Seite zu bleiben.

Es ist nicht so hoffnungslos. Manchmal kommen die Gesten ihrerseits ... Z.B. frage ich mich, ob ihre Eltern mich "einfach so" zu Weihnachten zum Essen einladen würden. Das muss doch auch etwas bedeuten, oder?
Und trotzdem verliere ich manchmal den Boden unter den Füßen. Ich glaube einfach, dass meine Ex zu viel Chaos in meinem Kopf verursacht hat.

Sie und ich sind in der tat sehr unterschiedlich und sie mag "gewisse Züge" haben aber aktuell kann ich mir schwer vorstellen, dass da sehr viel mehr im Sinne von Betrügen oder Lügen dahinter ist... Auch wenn sie sehr geheimnistuerisch mit ihrem Handy umgeht, auch wenn sie mich mal eine Woche "aussperrt" ... Sie äußert trotzdem den Willen, dass sie daran arbeiten möchte - so wie ich.

Wenn ich mich etwas distanziere, mehr auf mich achte und an mir arbeite kann ich eventuell rausfinden, ob diese Beziehung eine Zukunft hat oder nicht. Einfach so über den Haufen schmeißen kann ich es nicht...

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 12:25
In Antwort auf cony

Meinst du nicht, dass du die Therapie als erstes durchziehen solltest und wenn du erfolgreich bist, dann erst eine neue Beziehung eingehen? Was sagt denn dein Therapeut zu allem? Ihr versucht ja an dir zu arbeiten, wobei sich deine Beziehung wohl nicht grad unterstützend auswirkt...und wie lange möchtest du warten, bis du es beendest? Das wird ja mit der Zeit nicht unbedingt leichter und macht auch nich wirklich mehr Sinn. Wenn du jetzt schon drüber nachdenkst, es vielleicht doch zu beenden, wäre es wohl das Beste für dich...auch für deine Partnerin. Du wirst ja bestimmt schon öfter mit ihr gesprochen haben, dass du verletzt bist, wenn sie auf Abstand geht etc. Sowas ist auch nicht schön, denn dann bekommt man permanent ein schlechtes Gewissen und denkt, dass man nicht in der Lage ist ne Beziehung zu führen, obwohl die Partnerwahl einfach falsch war...

Die Therapie ist noch nicht sehr weit fortgeschritten. Noch wird vieles erstmalig besprochen, noch gibt es keinen Konsens, keine Tendenzen.
Ich glaube, dass meine Partnerin es jedem schwer machen würde. Sie ist nun mal so, dass sie die Nähe nicht auf Dauer ertragen kann.
Schwierig ist eben, dass sich ihre Eigenheiten und meine Eigenheiten gegenseitig triggern - eben im Sinne einer "anxious avoidant trap".

Es muss nicht immer tragisch ausgehen, aber kann sehr wohl in diese Richtung gehen. Sofern es eben "nur" diese Unterschiede im Bindungsstil sind mache ich mir noch Hoffnung, aber da eben ein "vermeidender Bindungsstil" auch auf Persönlichkeitsstörungen hinweisen kann bzw. diese begünstigt mache ich mir mehr Sorgen um diese Thematik.
Manchmal fürchte ich, dass sich auch narzisstische Züge hinter diesen Verhaltensweisen verbergen.
Und obwohl ich ihr vertrauen möchte fürchte ich manchmal, dass sie diese "Auszeiten" nutzt um eben anderwertig Zuneigung zu erfahren. Wer weiß, vielleicht braucht sie dieses "frische" um Energie zu schöpfen und fühlt sich von mir ausgelaugt ...

Schlimm ist wohl einfach, dass sie immerzu Partner "abweisen" wird und ich immerzu Schwierigkeiten mit dem Vertrauen bzw. diese übertriebenen(!) Verlustängste haben werde. Insofern... Weiß ich nicht, inwieweit es mir und ihr helfen würde, wenn wir diese Beziehung beenden. Aufgrund der gemeinsam erarbeiteten Basis denke ich eher, dass es lohnen würde gemeinsam daran zu arbeiten - aber dazu fehlt ihr glaube ich (noch) die Einsicht.

Und das traurigste? Ich WEISS, dass ein "getriggertes Bindungsverhalten" mit Liebe verwechselt werden kann.
Sprich: wenn es jemand schafft, in dir eben genau deine Bindungsangst auszulösen (in mir ist es Verlustangst), fühlt sich das emotional immens überwältigend an. Und wenn dann eben die Verlustangst besänftigt wird, dann ist da Belohnung - und die macht süchtig.

Und herauszufinden ob es denn nun Liebe ist oder schlichtweg ein aktiviertes Bindungsmuster - das ist glaube ich der Schlüssel.

Menschen sind kurz gesagt strohdumm, wenn sie verliebt sind

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 12:33
In Antwort auf antwortsuchender1

Die Therapie ist noch nicht sehr weit fortgeschritten. Noch wird vieles erstmalig besprochen, noch gibt es keinen Konsens, keine Tendenzen.
Ich glaube, dass meine Partnerin es jedem schwer machen würde. Sie ist nun mal so, dass sie die Nähe nicht auf Dauer ertragen kann.
Schwierig ist eben, dass sich ihre Eigenheiten und meine Eigenheiten gegenseitig triggern - eben im Sinne einer "anxious avoidant trap".

Es muss nicht immer tragisch ausgehen, aber kann sehr wohl in diese Richtung gehen. Sofern es eben "nur" diese Unterschiede im Bindungsstil sind mache ich mir noch Hoffnung, aber da eben ein "vermeidender Bindungsstil" auch auf Persönlichkeitsstörungen hinweisen kann bzw. diese begünstigt mache ich mir mehr Sorgen um diese Thematik.
Manchmal fürchte ich, dass sich auch narzisstische Züge hinter diesen Verhaltensweisen verbergen.
Und obwohl ich ihr vertrauen möchte fürchte ich manchmal, dass sie diese "Auszeiten" nutzt um eben anderwertig Zuneigung zu erfahren. Wer weiß, vielleicht braucht sie dieses "frische" um Energie zu schöpfen und fühlt sich von mir ausgelaugt ...

Schlimm ist wohl einfach, dass sie immerzu Partner "abweisen" wird und ich immerzu Schwierigkeiten mit dem Vertrauen bzw. diese übertriebenen(!) Verlustängste haben werde. Insofern... Weiß ich nicht, inwieweit es mir und ihr helfen würde, wenn wir diese Beziehung beenden. Aufgrund der gemeinsam erarbeiteten Basis denke ich eher, dass es lohnen würde gemeinsam daran zu arbeiten - aber dazu fehlt ihr glaube ich (noch) die Einsicht.

Und das traurigste? Ich WEISS, dass ein "getriggertes Bindungsverhalten" mit Liebe verwechselt werden kann.
Sprich: wenn es jemand schafft, in dir eben genau deine Bindungsangst auszulösen (in mir ist es Verlustangst), fühlt sich das emotional immens überwältigend an. Und wenn dann eben die Verlustangst besänftigt wird, dann ist da Belohnung - und die macht süchtig.

Und herauszufinden ob es denn nun Liebe ist oder schlichtweg ein aktiviertes Bindungsmuster - das ist glaube ich der Schlüssel.

Menschen sind kurz gesagt strohdumm, wenn sie verliebt sind

nein, das ist nicht der Schlüssel.

Ob sich Feuer und Wasser jetzt lieben oder nicht - eine Beziehung können sie trotzdem nicht führen. WAS sie anzieht - ist egal. ES FUNKTIONIERT nicht. Das ist der Punkt.

Kein WARUM, kein WER, ... nur das WAS zählt.

Mit Deinen ganzen Theorien und Hintergründen redest Du Dich (vor allem vor Dir selbst) hervorragend raus - aber ändern wird es nichts.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 14:16

ich kann dich absolut verstehen. Aber die Sache wird zu 99% sehr schmerzhaft für dich ausgehen. 

Märchen sind deswegen so schön, weil es Märchen sind. Die Story mit dem weißen Ritter funktioniert nicht, solange die andere Person ihren Grundcharakter nicht ändert. 

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 14:29
In Antwort auf avarrassterne1

nein, das ist nicht der Schlüssel.

Ob sich Feuer und Wasser jetzt lieben oder nicht - eine Beziehung können sie trotzdem nicht führen. WAS sie anzieht - ist egal. ES FUNKTIONIERT nicht. Das ist der Punkt.

Kein WARUM, kein WER, ... nur das WAS zählt.

Mit Deinen ganzen Theorien und Hintergründen redest Du Dich (vor allem vor Dir selbst) hervorragend raus - aber ändern wird es nichts.

Ich mag deine Denkweise - ehrlich. Sehr schön rational, genau was ich brauche.

Leider gefällt mir auch das Irrationale in mir: nämlich dass sich Feuer und Wasser sehr wohl vertragen können, indem man Feuer nutzt um Wasser zu kochen. Der Pessimist sagt nun, dass somit das Wasser verdampt.
Der Optimist argumentiert jedoch, dass man auf diese Art eine schmackhafte Mahlzeit kochen kann ...

Mal im Ernst: du hast ja Recht. Ich glaube der Schlüssel ist, dass ich mein Selbstwertgefühl mithilfe der Therapie auf Vordermann bringe.
Jemand mit einem gesunden Selbstwertgefühl - das weder zu "stark" noch zu "schwach" angesetzt ist - kann in so einer Beziehung selbstsicher sagen, dass es nicht passt, wenn das der Fall ist.
Jemand mit gesundem Selbstwert zerstört sich auch nicht für eine andere Person, sondern hat gesunde Grenzen - und die brauche ich und werde ich mir aufbauen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 14:34
In Antwort auf smiley

ich kann dich absolut verstehen. Aber die Sache wird zu 99% sehr schmerzhaft für dich ausgehen. 

Märchen sind deswegen so schön, weil es Märchen sind. Die Story mit dem weißen Ritter funktioniert nicht, solange die andere Person ihren Grundcharakter nicht ändert. 

Glücklicherweise zeigt sie Bereitschaft darüber zu reden. Und ursprünglich hat sie selbst sogar erwähnt, dass sie glaubt Schwierigkeiten mit Bindung/Nähe zu haben bzw. dadurch Verlust von Unabhängigkeit zu empfinden. Das hat sie erwähnt, als wir erstmals festgestellt haben dass sich etwas verändert hat.

Jemand mit Persönlichkeitsstörung würde sich keine oder kaum Fehler eingestehen - das gibt mir Hoffnung.

Wenn es wie erwähnt wirklich "nur" die unterschiedlichen Bindungstypen sind, dann lässt sich damit arbeiten. Es kommt häufig vor, dass ein vermeidender Part auf einen ängstlichen Part trifft - und sehr oft trennen sich diese Paare, wenn es den Beiden eben nicht bewusst ist.
 

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 14:35
In Antwort auf avarrassterne1

nein, das ist nicht der Schlüssel.

Ob sich Feuer und Wasser jetzt lieben oder nicht - eine Beziehung können sie trotzdem nicht führen. WAS sie anzieht - ist egal. ES FUNKTIONIERT nicht. Das ist der Punkt.

Kein WARUM, kein WER, ... nur das WAS zählt.

Mit Deinen ganzen Theorien und Hintergründen redest Du Dich (vor allem vor Dir selbst) hervorragend raus - aber ändern wird es nichts.

Sehe ich auch so. Was ich am Schlimmsten finde, ist, wie du die Frau in iwelche Schubladen zu stecken versuchst. Wahrscheinlich hat sie mit Beziehungen ihr Problem, wenn sie so einengend sind. Da ist sie nicht die einzige. Jemand wie du wird ihr da nicht guttun und jemand wie sie, wird dir nicht guttun. Da wird es auch kaum Kompromisse geben. Denn das würde ne komplette Persönlichkeitsänderung mit sich ziehen müssen. Aber! Man sollte doch eine Beziehung zu jemandem eingehen, weil man ihn größtenteils so nimmt, wie er ist. In deiner anfänglichen Beschreibung ihres Verhaltens sehe ich mich selbst und glaub mir, ich bin in einer glücklichen Beziehung. Wenn man sich nicht voneinander abhängig macht, dann klappt das sehr gut. Aber das wirst du nicht schaffen. Klingt alles iwie nach Ausreden, plus dein Spruch mit der Oberflächlichkeit. Da hat sie ja dann wohl das große Los gezogen...wenn deine Therapie jetzt erst beginnt, solltest du dich in meinen Augen darauf konzentrieren, statt auf ne Beziehung, die dein Verhalten auslöst/verstärkt. Dir ist doch so nicht geholfen...und was soll die gemeinsam erarbeitete Basis sein? In der sie! noch! keine Einsicht zeigt?! Ihr seid ein halbes Jahr zusammen und habt schon darüber nachgedacht, es wieder zu beenden  

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 14:38
In Antwort auf antwortsuchender1

Hallo zusammen,

im Titel ist es eigentlich recht gut zusammengefasst: nachdem ich mich ausführlich mit Bindungstheorie auseinandergesetzt habe ist mir aufgefallen, dass meine Partnerin eindeutig "vermeidend" ist und ich eben ein ängstlicher Bindungstyp bin.

Das Ganze korreliert auch stark mit unserem familiären Hintergrund UND eben auch mit unseren bisherigen Erfahrungen in vorangehenden Beziehungen. Soll heißen: unsere familiären Erfahrungen gleichen ziemlich genau dem was lt. Theorie jeweils dazu führt dass sich jemand in eine der beiden Richtungen entwickelt und unsere vorangehende Beziehung war jeweils auch davon geprägt, dass der Partner eben genau das Gegenteil war - so wie jetzt auch in unserem Fall.

Ich habe das Thema auch schon offen angesprochen und meine Partnerin scheint zwar Verständnis zu zeigen, wobei ich auch gleichzeitig das Gefühl habe dass sie dieses Thema von sich aus nicht wieder ansprechen würde und ich befürchte dass sie sich auch nicht weiter damit beschäftigen wird.
Jedenfalls hat sie in der Vergangenheit von sich aus angemerkt, dass sie ihre Schwierigkeiten mit Nähe einsieht und sich fragt, ob sie "Bindungsprobleme" hat.

Nun ist es so, dass (mal wieder) nach einem wunderschönen Abend bzw. einer wunderschönen Nacht die wir miteinander verbracht haben diese Kälte folgt - das zieht sich manchmal über mehrere Tage hinweg, in denen sie schlichtweg nicht wirklich "erreichbar" ist. Man könnte fast die Uhr danach stellen, mittlerweile rechne ich so gut wie immer dass sie Abstand braucht wenn die Dinge "zu gut" laufen ...
Nicht falsch verstehen, wir sind in einer monogamen Beziehung, bekennen uns dazu, sind sozusagen "zusammen", haben uns Freunden und Familie vorgestellt... Aber wir wohnen nicht in einem gemeinsamen Haushalt, daher ist diese physische Distanz möglich.
Und in diesen distanzierten Phasen ist sie einfach nicht dafür zu haben dass wir uns treffen, selbst wenn es auch nur kurz auf einen Kaffee oder sonst etwas ist - sie hat immer alle Hände voll zu tun.

Ich weiß über diese beinahe toxische Dynamik bescheid, dass die Bedürfnisse komplett gegensätzlich sind und dass viele Beziehungen und Ehen daran zerbrechen. Man sagt ja auch "anxious avoidant trap" im Englischen. Mir ist auch bewusst, dass sich diese ängstlichen Muster gegenseitig verstärken und paradoxerweise einander anziehen, weil man gewissermaßen versucht diesen Konflikt aus der Kindheit zu lösen ...

Die Krux ist, dass ich trotz diesem Wissen nicht sehr gut damit umgehen kann. Ich weiß dass mein Selbstwertgefühl im Keller ist, sobald sie auf Tauchstation geht - und will das keinesfalls. Ich will meinen "Wert" nicht anhand von ihr definieren und habe eigentlich keine Lust, mich dermaßen Abhängig zu machen aber aktuell ist meine Laune einfach zu vergessen weil sie schlichtweg nicht "da" ist.
Man ist in einer Partnerschaft und fühlt sich dennoch alleine, es ist alles andere als einfach...

Hat vielleicht jemand Erfahrung und kann Ratschläge geben? Oder eventuell eine gute Empfehlung für ein Buch? Meine größte Angst ist, dass sie das Interesse komplett verliert sobald ich mal aufhöre sie zu "verfolgen", denn das habe ich bisher immer gemacht. Mit ewig langen Briefen, Aufmerksamkeiten usw.

Traurigerweise kommt das kaum von ihr... Es fühlt sich sehr einseitig an, obwohl sie beteuert mich zu lieben.

Ich bin für jeden Ratschlag dankbar!

Solche ''Typen'' tät ich gerne mal kennen lernen

Vermeider und Bindungsängstlicher

Darf ich das mal zusammenfassen mit einem Wort?

''Lebensunfähig'' !

Aber das hört sich nicht so gut an, wa ?

Trifft es aber auf den Punkt genau, wie ich finde

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 14:38
In Antwort auf antwortsuchender1

Ich mag deine Denkweise - ehrlich. Sehr schön rational, genau was ich brauche.

Leider gefällt mir auch das Irrationale in mir: nämlich dass sich Feuer und Wasser sehr wohl vertragen können, indem man Feuer nutzt um Wasser zu kochen. Der Pessimist sagt nun, dass somit das Wasser verdampt.
Der Optimist argumentiert jedoch, dass man auf diese Art eine schmackhafte Mahlzeit kochen kann ...

Mal im Ernst: du hast ja Recht. Ich glaube der Schlüssel ist, dass ich mein Selbstwertgefühl mithilfe der Therapie auf Vordermann bringe.
Jemand mit einem gesunden Selbstwertgefühl - das weder zu "stark" noch zu "schwach" angesetzt ist - kann in so einer Beziehung selbstsicher sagen, dass es nicht passt, wenn das der Fall ist.
Jemand mit gesundem Selbstwert zerstört sich auch nicht für eine andere Person, sondern hat gesunde Grenzen - und die brauche ich und werde ich mir aufbauen.

warum kannst Du es denn nicht?
Was hindert Dich? Ganz KONKRET nicht als "Selbstwertgefühl aufbauen" - sondern als "ich kann / will(?) etwas selbstzerstörerisches nicht beenden, weil..."

... ich mir nicht eingestehen will, dass es selbstzerstörerisch ist?
... ich das Ego-Alibi brauche, das ich nicht "schuld" bin?
... ?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 14:41
In Antwort auf antwortsuchender1

Glücklicherweise zeigt sie Bereitschaft darüber zu reden. Und ursprünglich hat sie selbst sogar erwähnt, dass sie glaubt Schwierigkeiten mit Bindung/Nähe zu haben bzw. dadurch Verlust von Unabhängigkeit zu empfinden. Das hat sie erwähnt, als wir erstmals festgestellt haben dass sich etwas verändert hat.

Jemand mit Persönlichkeitsstörung würde sich keine oder kaum Fehler eingestehen - das gibt mir Hoffnung.

Wenn es wie erwähnt wirklich "nur" die unterschiedlichen Bindungstypen sind, dann lässt sich damit arbeiten. Es kommt häufig vor, dass ein vermeidender Part auf einen ängstlichen Part trifft - und sehr oft trennen sich diese Paare, wenn es den Beiden eben nicht bewusst ist.
 

Nur weil sie es einsieht, heißt das nicht, dass es sich ändert...und was hätte das Feuer davon das Wasser gekocht wird? Ist doch trotzdem nicht für beide Seiten von Vorteil?! Ich verstehe schon, dass du es gern mit ihr schaffen würdest, aber zu welchen Bedingungen? Und wie gesagt, lern dich doch selbst erstmal besser kennen bzw. versuch doch erstmal dir selbst zu helfen, bevor du eine Therapie gleich auf 2 Personen auszuweiten versuchst...v.a. wenn ihr da so gegensätzlich seid.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 14:55

zudem könnte es eine ganz einfach aber realistische Lösung dafür geben:

Du bist einfach noch nicht bereit für eine feste Bindung.

Und Ihr müsst beide noch reichlich Erfahrungen sammeln, um Euch besser ein-zu-ordnen zu können.

Was haben Eure Eltern an Euch versäumt beim Großziehen ihrer Kinder ?

Das wäre eine wirklich interessante Frage - vor allem, weil es darauf konkrete Antworten gibt !

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 15:22
In Antwort auf gabriela1440

zudem könnte es eine ganz einfach aber realistische Lösung dafür geben:

Du bist einfach noch nicht bereit für eine feste Bindung.

Und Ihr müsst beide noch reichlich Erfahrungen sammeln, um Euch besser ein-zu-ordnen zu können.

Was haben Eure Eltern an Euch versäumt beim Großziehen ihrer Kinder ?

Das wäre eine wirklich interessante Frage - vor allem, weil es darauf konkrete Antworten gibt !

Also bei mir mal die Tatsache, dass ich keine Eltern habe.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 15:22

Beziehungsweise... Keinen Vater - den habe ich nie kennengelernt.
Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt als sie mich zur Welt gebracht hat selbst noch ein Kind und somit keine Mutter.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 15:46
In Antwort auf antwortsuchender1

Beziehungsweise... Keinen Vater - den habe ich nie kennengelernt.
Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt als sie mich zur Welt gebracht hat selbst noch ein Kind und somit keine Mutter.

Das zeigt, welche langen Auswirkungen unsichere bzw. schwierige Bindungen im Kleinkindalter haben. Im Erwachsenenalter müssen sich dann die Betroffenen mit den Problemen herumschlagen, die sich daraus entwickeln. Wenn man sich dessen bewusst ist, kann man daran arbeiten. Eltern bzw. potentielle Eltern sollten also die Folgen ihres Handelns bedenken.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 16:15
In Antwort auf antwortsuchender1

Beziehungsweise... Keinen Vater - den habe ich nie kennengelernt.
Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt als sie mich zur Welt gebracht hat selbst noch ein Kind und somit keine Mutter.

..und das ist dann damit für Dich Fakt ?

Mit dieser Einstellung kommt man nicht weiter, das steht schon mal fest.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2018 um 18:15

Ja. Ich hätte auch ein schlechtes Gewissen, wenn mein Partner immer wieder das Gespräch darauf bringt, dass ich mich von ihm distanziere und ihn damit verletze und seine Verlustängste verstärke. Im Endeffekt wird es nicht halten können, weil sie sich komplett ändern müsste und das kann doch keiner! V.a. wenn man das Gefühl hat, die Kompromisse wären einseitig. Und ganz ehrlich...würde mein Partner mir mit so nem pseudo-psycho- Gerede kommen, wäre ich längst weg. Wenn mir jemand versucht einzureden, was ich angeblich alles haben soll, weil er nich damit klarkommt sich ein Hobby zu suchen oder mal ne Männerrunde starten kann, dann würd ich auf kurz oder lang das Weite suchen. Wenn sie wirklich so gut aussieht, wie beschrieben, wird es wohl eher kurz als lang sein. Kein Mensch ist glücklich, wenn er sich nur verbiegen soll.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Beziehung mit verheirateten Mann
Von: user3925
neu
30. November 2018 um 13:23
Diskussionen dieses Nutzers
Teste die neusten Trends!
experts-club

Das könnte dir auch gefallen