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Verlustangst?

30. November 2006 um 16:33

Wenn jemand Verlustangst hat, heißt es ja immer dass derjenige sich ein eigenes Leben aufbauen soll und sich nicht zu sehr auf den Partner fixieren soll. Das kann ich sehr wohl nachvollziehen.

Bei mir ist es aber so, dass ich einen großen Freundeskreis habe und mich auch oft alleine mit meinen Freundinnen treffe. Bin teilweise richtig am Rödeln dass ich alles unter einen Hut bekomme: Sport, Freunde treffen, Mutter besuchen, Arbeitskollegen und dann noch genügend Zeit mit Schatzi haben.

Ich kann aber auch mal alleine sein, bzw. manchmal wäre ich richtig froh mal mehr Zeit für mich zu haben.

Trotzdem habe ich phasenweise totale Angst meinen Freund zu verlieren und ich krieg regelrecht Panick wenn ich daran denke dass mal Schluß sein könnte.

Das ist aber voll absurd, denn ich könnte auch gut alleine Leben und bin nicht auf ihn fixiert. Versteh nicht warum mir das dann solche Angst macht.

Kennt das jemand?

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30. November 2006 um 16:54

Ich weiß was Du meinst tischv
den Spruch mit dem Boot finde ich total treffend und genauso mache ich es auch. Es geht nicht darum dass ich ihn jede Minute für mich haben will und ihn einenge. Im Gegenteil, meistens ist er derjenige der sich beschwert dass ich zu wenig Zeit für ihn habe, obwohl wir uns eh jeden Tag sehen. Komme halt manchmal später weil ich mich noch mit jemandem getroffen habe oder mache am Wochenende mal am Nachmittag nen Ausflug mit meiner Mutter oder Freunden.

Ich möchte ihn nicht für mich alleine, ich möchte nur dass er für immer in meinem Leben ist, weißt Du was ich meine? Ich weiß ja dass es dafür keine Garantie gibt, nie geben wird und ich weiß auch dass es irgendwie ohne ihn gehen würde und ich es auch schaffen würde.

Ich würde ihm auch nie sagen dass ich manchmal so heftige Angst habe ihn zu verlieren. Das kann ich gar nicht.

Vielleicht liegt es an meinem Ex, der hat einfach von heut auf morgen Schluß gemacht, ohne die geringsten Anzeichen, nur wegen einem blöden Streit (so sah ich das damals) und das hat mich brutal getroffen.

Dein Freund hat sich getrennt weil Du Verlustangst hattest? Tut mir echt leid.

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30. November 2006 um 18:28

Vertrauen ist gut - Selbstkontrolle ist besser?
Wie wahr! Aber ist das nicht total absurd? Mir ging es ähnlich. Ich hatte solche Angst, nie gut genug zu sein, nie perfekt zu sein, und irgendwann hab ich mich so verbogen, dass ich mich selber gar nicht mehr wiedererkannt habe. Und mein Freund (jetzt Ex-Freund) hat sich dann verabschiedet, mit den Worten: Du bist überhaupt nicht mehr so wie damals, als ich Dich kennengelernt hab, da warst Du so unbeschwert und lustig! Ja, toll, wenn man aber eben Angst hat, jemanden zu verlieren, den man sehr liebt, dann kann man leider sehr leicht Gefahr laufen, sich selbst zu verlieren. Und am Ende ist man beides los! Also ist das Boot doch eher sowas wie die Treue zu sich selbst, oder? Denn je mehr man dem Mann zeigt, dass man durchaus auch noch ohne ihn leben und atmen kann, desto weniger Klammer-Panik kriegt er doch, oder nicht?

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