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Verliebt in meine Nachbarin, leider zu dumm dafür

13. Januar 2016 um 0:25 Letzte Antwort: 13. Januar 2016 um 13:47

Hallo ihr kleinen Helferlein!

Ich habe folgendes Problem: Ich habe mich vor ca. einem Jahr in meine Nachbarin (wohnt ein paar Häuser weiter) zuerst verknallt und dann einige Monate später heftigst in sie verliebt. Wir sind uns immer mal wieder begegnet, weil unsere beiden Hunde offenbar auch füreinander schwärmen. Ich bin jetzt seit einiger Zeit über der 40er Grenze und schon ziemlich lange alleine, und nachdem ich bisher vornehmlich Ausschau nach jüngeren Frauen gehalten habe (und mir dabei schon ziemlich bescheuert vorkam, denn ich kapier die einfach nicht mehr), bin ich eben meiner Nachbarin begegnet, und sie ist sechs Jahre älter als ich, alleinerziehend und hat drei Kinder. Der Vater der Kinder ist fast jedes Wochenende da, und die Kinder sind (soweit ich das bisher beurteilen kann) zum Glück keine Satansbraten, sondern echt super.

Immer, wenn wir uns treffen und die Hunde miteinander spielen lassen, dann unterhalten wir uns, und ich war bisher der Meinung, dass wir uns nicht nur sehr gut miteinander verstehen, sondern dass da mehr sein könnte. Ich muss dazu sagen, dass ich normalerweise sehr gehemmt bin, wenn es um das Kennenlernen von Frauen geht, und das letzte Mal, dass ich viel Gefühl und Mühe in das Zustandekommen einer Beziehung gelegt habe (vergebens übrigens), ist zehn Jahre her und hat mich fast fünf Jahre meines Lebens gekostet, bevor der Kontakt eingeschlafen ist.

Am Silvesterabend bin ich mit meinem Hund an ihrem Haus vorbeigekommen, ihr Hund lief raus, und sie nutzte die Gelegenheit, sich trotz der Dunkelheit mit mir eine Weile zu unterhalten. Ich hatte das Gefühl, dass ihr Ex darüber nicht sonderlich begeistert war, aber eigentlich ist das ja nicht wirklich mein Problem. Sie schenkte mir eine kleine Flasche Sekt.

Nach all den Monaten, die ich nun schon in sie verliebt bin, hat dies den Ausschlag gegeben, meinen inneren Schweinehund zu besiegen. Einige Tage später hab ich bei ihr geklingelt und ihr ein Buch geschenkt als kleines Dankeschön für den Sekt, und dann habe ich sie gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, mit mir mal einen Kaffee trinken zu gehen. Für mich ist das schon eine Leistung - ich stand auch beinahe vor einem Herzanfall vor lauter Aufregung.

Sie hat sich sehr freundlich für meine kleine Aufmerksamkeit bedankt, aber was den Kaffee anbetrifft, sagte sie, dass sie in solchen Dingen sehr verhalten sei, aber wenn sie nicht gerade auf dem Sprung wäre, hätte sie mich zu sich in die Wohnung zu einem Kaffee eingeladen.

Ich behaupte nicht, dass ich ein Meister darin bin, weibliche Signale zu deuten, aber ich war in den letzten Monaten durchaus der Meinung, dass sie mich mag. Andererseits interpretiere ich ihre Antwort als klares Nein, bin aber nicht sicher, inwiefern eine potentielle Einladung in ihre Wohnung (wenn das denn nun ernst gemeint war - allerdings schätze ich sie als den Typ Frau ein, die ihre Sätze mit Bedacht wählt und es nicht nötig hat, Notlügen anzubringen) denn nun weniger problematisch sein sollte als mit jemandem auszugehen.

Ich stehe hier völlig auf dem Schlauch. Ich habe sie sehr gern, aber ich lege keinen Wert darauf, sie in irgendeiner Art und Weise zu belästigen. Es ist mir sehr wichtig, dass sie nicht den Eindruck bekommt, dass ich sie bedränge, aber ich weiß nun überhaupt nicht mehr, wie ich ihr begegnen soll, und aufgrund der räumlichen Nähe werde ich wohl kaum aus dem Weg gehen können.

Soll ich mehr auf Distanz gehen, oder soll ich "dranbleiben"? Sie ist für mich die ultimative Frau, ich könnte sie nicht einfach so wieder abhaken. Warum bekommt man eigentlich nie eine klare Antwort von einer Frau?

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13. Januar 2016 um 1:37

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Ähm, nein, sie ist ja gar nicht mehr vergeben. Hab ich mich da unklar ausgedrückt?

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13. Januar 2016 um 7:04

Dranbleiben!
"wenn sie nicht gerade auf dem sprung wäre, hätte sie dich auf einen kaffee hereingebetn",
das IST eine positive aussage. vielleicht will sie kein offizielles date, vielleicht ist es schwierig für sie, sich als mutter von mehreren kindern einfach mal so auszuklinken.
auf jeden fall findet sie dich sympathisch, jemandem, der einem unangenehm ist, schenkt man keinen sekt.
WIE sehr sie dich mag, musst du jetzt herausfinden.
viel glück, viel mut!

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13. Januar 2016 um 12:08

Danke
Danke für die Komplimente, aber nun ja, das mit dem Aussehen ist so eine Sache. Ich mag mich ja, aber ich bin wohl trotzdem so eine Art Ladenhüter. Deshalb bin ich ja auch so von meiner Nachbarin eingenommen, denn sie ist mehr als einmal auf mich zugegangen, weil ich mich nach vielen niederschmetternden Erfahrungen kaum mehr einer Frau aus eigenem Antrieb nähere.

Aber bei ihr fühlt sich das so natürlich an, ungezwungen, herzlich, so als ob ein 1000-Teile-Puzzle ausgeschüttet wird und alle Teile auf einmal in die richtige Position gefallen wären.

So gut sich das aber für mich anfühlt, desto misstrauischer werde ich gegenüber meiner Einschätzung, denn ich hab in der Vergangenheit schon mehrmals kilometerweise danebengelegen.

Ich bin mir auch im Klaren darüber, dass ihre Lebenssituation mit Sicherheit nicht die unkomplizierteste ist, und ich habe dennoch das Gefühl, dass sie gerade sehr ausgefüllt und größtenteils zufrieden ist mit ihrem Leben. Sie sagt, ihr größtes Hobby seien ihre Kinder. Einzelheiten ihrer Umstände kenne ich aber nicht.

Hoffentlich kommt einigermaßen rüber, dass ich mir über die Komplexität der ganzen Sache bewußt bin. Ich habe intensiv darüber nachgedacht, was es heißt, eine Beziehung mit einer Mutter mit Kindern anfangen zu wollen, aber ich bin keine zwanzig mehr und so was von bereit.

Andererseits will ich nicht in ein paar Jahren merken, dass ich mich auf etwas gefühlsmäßig eingelassen habe, über das mir dann plötzlich alle sagen, dass sie mir das schon längst hätten prophezeien können, dass das keinen Wert hat. Ich hab Angst, irgendetwas Offensichtliches zu übersehen.

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13. Januar 2016 um 13:47

Noch gar nicht
Ich hab sie erst einmal kurz im Vorbeigehen gesehen seitdem, und wir haben uns ganz nett gegrüßt. Sie hat nicht nur Kinder, sondern auch noch einen Job, deshalb sehe ich sie bei weitem nicht täglich. Ich bin da jetzt eher auf den Zufall angewiesen.

Durch Eure Antworten habe ich mich tatsächlich ein wenig beruhigt, das hat mir sehr geholfen. Vielen Dank!

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