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Verliebt in einen 20 Jahre älteren Mann

17. August um 21:25

Hallo ihr Lieben,
wie bei vielen von euch ist es auch bei mir so, dass ich bisher nur mitgelesen habe, nun aber auch einen guten Rat bzw. eine Einschätzung meiner Situation brauchen könnte.
Es ist ein etwas längerer Geschichte 😅
Ich habe neben meiner Arbeit mein Bachelorstudium begonnen. In meinem Fall ist es berufsbegleitend, das bedeutet, dass ich mehr Mals im Jahr für vier Wochen wieder zur Uni gehe. In dieser Zeit wohne ich auch dort auf dem Kmpus. Nun ist es so, dass ich Anfang des Jahres einen wunderbaren externen Dozenten (Hauptberuflich ist er Apotheker) hatte, groß, dunkelblond, Bart, Brille, wahnsinnig klug und zurück haltend, also rund um mein Typ. Leider deutlich älter als ich (28), zwanzig Jahre, wie ich später von einer anderen Dozentin erfahren sollte (ebenso erfuhr ich von ihr, dass er seit ein paar Jahren von seiner Frau geschieden ist).Ich versucht in seinen Vorlesungen immer wieder Blickkontakt aufzubauen und bilde mir ein dies auch einigemale erreicht zu haben. Zu Beginn dachte ich auch noch, dass es sich bei mir um rein körperliche Anziehenung hielt, aber dazu später mehr.
Wärend seiner letzten Vorlesung verließ ich kurzzeitig den Hörsaal und musste dabei vorne an seinem Pult vorbei, ich trug einen recht engen Rock und wie mir im Nachhinein aus verschiedene Quellen zugetragen wurde blieb sein Blick wohl auch an meiner „Rückseite“ hängen. Am Ende besagter Vorlesung fragte ich ihn, ob wir denn in Zukunft nochmals eine Vorlesung bei ihm haben würde. Er antwortet „Nein“, und ich sagte, dass ich das schade finden würde. Daraufhin wurde er sehr rot, klaubte unfassbar schnell seine Sachen zusammen und rannte fast aus dem Hörsaal.
Ich kehrte nach Hause zurück und harkte die ganze Sache unter rein körperlicher Anziehung ab. Dort ging er mir allerdings nicht mehr aus dem Kopf. Da ich mir absolut sicher war ihn niemals wieder zu begegnen und obwohl wir dort nicht befreundet sind, schrieb ich ihm einen recht eindeutigen Text bei Facebook, bei dem ich mir bis heute nicht sicher bin, ob er ihn gelesen hat (ich hoffe inständig, dass er es nicht getan hat). Wer hätte es gedacht? Natürlich lief ich ihm während meines nächsten Blocks ca zwei Monate später wieder über den Weg. Ich saß im Flur und er sah mich durch die Glastür des Hörsaals direkt (!) an. Als er die Vorlesung beendet hatte und aus der Tür trat, würdigte er mich keines Blickes und war wohl auch ganz froh, dass ihm andere Studenten entgegen kamen, die seiner Aufmerksamkeit bedurften.
Ich war derweil wie vom Blitz getroffen und war froh, dass ich saß, sonst wären mir wohl möglich die Knie weg gesackt, so eine extreme Wirkung hatte dieser Mann auf mich. Ich zitterte am ganzen Körper und hatte unendlich viele Schmetterlinge im Bauch. So etwas habe ich noch nie empfunden.
Im Laufe des Tages brachte ich mich wieder auf Linie und beschloss, dass das nicht alles gewesen sein kann und überlegte mir einen Grund ihn ansprechen zu können, dabei ging es um die Medikamente meiner Mutter. Zudem wollte ich unbedingt wissen, ob er denn zum Jubiläum der Uni im Juni kommen würde. Als ich den Raum betrat schmunzelte er leicht und der rest des Gespräches verlief genau so wie ich es mir ausgemalt hatte. Er nahm sich viel Zeit um mir auf meine Frage zu antworten und bat mich, ihm die genaue Bezeichnung der Medikamente per Mail zu zuschicken, dann könne er noch mehr sagen (die Mailadresse würde ich auf unserem Skript aus seiner Vorlesung finden). Als ich nach dem Jubiläum fragte, zückte er sofort sein Handy, frage nochmal nach dem Datum und meinte, dass er da bisher noch nichts vorhabe (dabei zitterte seine Hand mit dem Handy leicht, bilde ich mir ein). Ich erwiderte, dass sich bestimmt viele freuen würde, wenn er kommt, drehte mich um und verließ den Raum.
Draußen warteten meine Freundinen mit großen Augen auf mich und als er kurze Zeit später an uns vorbei ging, war sein Gesich erneut sehr errötet und er schenkte jeder von ihnen einen kurzen Blick außer mir, wieder einmal.
Ich schrieb ihm die Mail bezüglich der Medikamente und erhielt noch recht spät am selben Abend eine längere Antwort, was mich etwas erstaunte.
Die Wochen bis zum Jubiläum verbrachte ich nun mit hoffen und bangen.
Als ich an dem besagten Abend endlich auf den Parkplatz der Uni einbog und das Auto seiner Apotheke entdeckt, fühlte ich Erleichterung und absolute Aufregung gleichermaßen.
Ich erblickte ihn schon von weitem, zeigte ihm aber mehr oder weniger die kalte Schulter. Immer wieder wanderten meine Blicke zu ihm und auch ich spürte, wie er immer wieder zu mir sah. Irgendwann begegneten uns unsere Blicke, wir lächelten uns an und grüßten uns aus der Ferne.
Meine Freunde bestätigten, dass er mich im Laufe des Abends immer und immer wieder ansah. Irgendwann nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn an. Das Erste, was er dann zu mir sagte, nach dem er den Blick bemüht unauffällig an mir hatte herab schweifen lassen: „Alle so schick gemacht heute.“ Ich denke, dass ich das als Kompliment durch die Blume verstehen kann, oder? Der weitere Verlauf des Gesprächs war etwas holprig, obwohl er viel nachfragte, ich war einfach zu aufgeregt. Irgendwann verabschiedet ich mich (vom Gefühl her mit so einem blöden Satz wie: „Ich habe eine Melone getragen.“) und ging zu meinen Freunden zurück. Den ganzen Abend wollte ich den Mut aufbringen nochmal mit einem Bier rüberzugehen und den gefühlt schlechten Eindruck wieder wett zu machen, aber den Schneit hatte ich nicht. Und plötzlich war er verschwunden. Und wieder dachte ich: Das kann doch nicht alles gewesen sein!
In der selben Nacht schickte ich ihm wieder eine Mail. Ich schrieb, dass er ja so plötzlich verschwunden sei, ich gern noch ein Bier mit ihm getrunken hätte und die Frage, ob wir das vielleicht irgendwann nachholen können.
Er antwortete direkt den nächsten Tag, dass es ihm leid täte, er aber niemanden mehr zum unterhalten gehabt hätte, weil alle, die ihm besser bekannt seien, am tanzen gewesen wären, frage, ob die Party noch schön gewesen sei und auf meine Frage schrieb er: „Ja, gerne bis bald.“
(Als kleines Detail noch am Ende, schloss er die Mail mit „Liebe Grüße“, sonst waren es immer „Beste Grüße“.)
Ich freute mich natürlich über eine solch positive Antwort und schrieb zeitnah auch eine Mail zurück, dass ich erst wieder Mitte August in der Uni wär, es aber aber auch möglich wäre vorher nochmal [dort hin] zu kommen, um, sagen wir: „meine Freunde zu besuchen“ ... Es liegt bei Ihnen
Des Weiteren schrieb ich, dass ich mich darauf freue mit ihm zusammen ein Bier zu genießen und ihn dabei besser kennen zu lernen. Zudem, dass er mich sehr faszinieren würde.
Darauf kam dann eine Woche keine Antwort. (Im Nachhinein denke ich, dass ich wohl etwas direkt war...)
Ich schreiben ihm erneut, dass ich hoffte ihn mit meiner ehrlichen Art nicht in Verlegenheit gebracht zu haben. Darauf antwortete er Gott sei dank. Allerdings nicht so wie erhofft. Er schrieb, dass er von meiner letzten Mail schon sehr überrascht war und mir dies bezüglich keine Hoffnungen machen kann, habe [er sich] nicht mehr gemeldet. Er wünschte mir alles gute und beendet mit: Mit freundlichen Grüßen
Um die Souveränität zu waren, antwortete ich ihm noch, dass ich mich für die aufrichtige Antwort bedanke und falls er doch Lust auf ein Bier hätte er sich gern melden könne. Ebenfalls alles gute und beste Grüße.
Tja und jetzt sitze ich hier, Mitte August, wieder in der Uni und denke mir zum dritten Mal: das kann doch nicht alles gewesen sein! Es ist eine Tatsache, dass ich ihn dieses Mal nie wieder sehen werde. Habe ich das alles denn so falsch verstanden? Soll ich ihm nochmal eine Mail schicken und wenn ja, was? Ich habe Angst, eine Chance ungenutzt zu lassen, wenn ich es nicht tue. Möchte ihm aber gleichzeitig auch nicht hinterher laufen.

Danke erstmal an jede von euch, die es bis zum Schluss gelesen hat! Es wurde doch etwas länger als geplant, Entschuldigung. Vielleicht könnt ihr die Situation ein bisschen einschätzen. Ich wäre um jede Meinung dazu dankbar

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17. August um 22:53

:shyu willst mehrß

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17. August um 23:03
In Antwort auf kathinka.bell

Hallo ihr Lieben, 
wie bei vielen von euch ist es auch bei mir so, dass ich bisher nur mitgelesen habe, nun aber auch einen guten Rat bzw. eine Einschätzung meiner Situation brauchen könnte.
Es ist ein etwas längerer Geschichte 😅
Ich habe neben meiner Arbeit mein Bachelorstudium begonnen. In meinem Fall ist es berufsbegleitend, das bedeutet, dass ich mehr Mals im Jahr für vier Wochen wieder zur Uni gehe. In dieser Zeit wohne ich auch dort auf dem Kmpus. Nun ist es so, dass ich Anfang des Jahres einen wunderbaren externen Dozenten (Hauptberuflich ist er Apotheker) hatte, groß, dunkelblond, Bart, Brille, wahnsinnig klug und zurück haltend, also rund um mein Typ. Leider deutlich älter als ich (28), zwanzig Jahre, wie ich später von einer anderen Dozentin erfahren sollte (ebenso erfuhr ich von ihr, dass er seit ein paar Jahren von seiner Frau geschieden ist).Ich versucht in seinen Vorlesungen immer wieder Blickkontakt aufzubauen und bilde mir ein dies auch einigemale erreicht zu haben. Zu Beginn dachte ich auch noch, dass es sich bei mir um rein körperliche Anziehenung hielt, aber dazu später mehr. 
Wärend seiner letzten Vorlesung verließ ich kurzzeitig den Hörsaal und musste dabei vorne an seinem Pult vorbei, ich trug einen recht engen Rock und wie mir im Nachhinein aus verschiedene Quellen zugetragen wurde blieb sein Blick wohl auch an meiner „Rückseite“ hängen. Am Ende besagter Vorlesung fragte ich ihn, ob wir denn in Zukunft nochmals eine Vorlesung bei ihm haben würde. Er antwortet „Nein“, und ich sagte, dass ich das schade finden würde. Daraufhin wurde er sehr rot, klaubte unfassbar schnell seine Sachen zusammen und rannte fast aus dem Hörsaal. 
Ich kehrte nach Hause zurück und harkte die ganze Sache unter rein körperlicher Anziehung ab. Dort ging er mir allerdings nicht mehr aus dem Kopf. Da ich mir absolut sicher war ihn niemals wieder zu begegnen und obwohl wir dort nicht befreundet sind, schrieb ich ihm einen recht eindeutigen Text bei Facebook, bei dem ich mir bis heute nicht sicher bin, ob er ihn gelesen hat (ich hoffe inständig, dass er es nicht getan hat). Wer hätte es gedacht? Natürlich lief ich ihm während meines nächsten Blocks ca zwei Monate später wieder über den Weg. Ich saß im Flur und er sah mich durch die Glastür des Hörsaals direkt (!) an. Als er die Vorlesung beendet hatte und aus der Tür trat, würdigte er mich keines Blickes und war wohl auch ganz froh, dass ihm andere Studenten entgegen kamen, die seiner Aufmerksamkeit bedurften. 
Ich war derweil wie vom Blitz getroffen und war froh, dass ich saß, sonst wären mir wohl möglich die Knie weg gesackt, so eine extreme Wirkung hatte dieser Mann auf mich. Ich zitterte am ganzen Körper und hatte unendlich viele Schmetterlinge im Bauch. So etwas habe ich noch nie empfunden. 
Im Laufe des Tages brachte ich mich wieder auf Linie und beschloss, dass das nicht alles gewesen sein kann und überlegte mir einen Grund ihn ansprechen zu können, dabei ging es um die Medikamente meiner Mutter. Zudem wollte ich unbedingt wissen, ob er denn zum Jubiläum der Uni im Juni kommen würde. Als ich den Raum betrat schmunzelte er leicht und der rest des Gespräches verlief genau so wie ich es mir ausgemalt hatte. Er nahm sich viel Zeit um mir auf meine Frage zu antworten und bat mich, ihm die genaue Bezeichnung der Medikamente per Mail zu zuschicken, dann könne er noch mehr sagen (die Mailadresse würde ich auf unserem Skript aus seiner Vorlesung finden). Als ich nach dem Jubiläum fragte, zückte er sofort sein Handy, frage nochmal nach dem Datum und meinte, dass er da bisher noch nichts vorhabe (dabei zitterte seine Hand mit dem Handy leicht, bilde ich mir ein). Ich erwiderte, dass sich bestimmt viele freuen würde, wenn er kommt, drehte mich um und verließ den Raum. 
Draußen warteten meine Freundinen mit großen Augen auf mich und als er kurze Zeit später an uns vorbei ging, war sein Gesich erneut sehr errötet und er schenkte jeder von ihnen einen kurzen Blick außer mir, wieder einmal.
Ich schrieb ihm die Mail bezüglich der Medikamente und erhielt noch recht spät am selben Abend eine längere Antwort, was mich etwas erstaunte.
Die Wochen bis zum Jubiläum verbrachte ich nun mit hoffen und bangen. 
Als ich an dem besagten Abend endlich auf den Parkplatz der Uni einbog und das Auto seiner Apotheke entdeckt, fühlte ich Erleichterung und absolute Aufregung gleichermaßen. 
Ich erblickte ihn schon von weitem, zeigte ihm aber mehr oder weniger die kalte Schulter. Immer wieder wanderten meine Blicke zu ihm und auch ich spürte, wie er immer wieder zu mir sah. Irgendwann begegneten uns unsere Blicke, wir lächelten uns an und grüßten uns aus der Ferne. 
Meine Freunde bestätigten, dass er mich im Laufe des Abends immer und immer wieder ansah. Irgendwann nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn an. Das Erste, was er dann zu mir sagte, nach dem er den Blick bemüht unauffällig an mir hatte herab schweifen lassen: „Alle so schick gemacht heute.“ Ich denke, dass ich das als Kompliment durch die Blume verstehen kann, oder? Der weitere Verlauf des Gesprächs war etwas holprig, obwohl er viel nachfragte, ich war einfach zu aufgeregt. Irgendwann verabschiedet ich mich (vom Gefühl her mit so einem blöden Satz wie: „Ich habe eine Melone getragen.&ldquo und ging zu meinen Freunden zurück. Den ganzen Abend wollte ich den Mut aufbringen nochmal mit einem Bier rüberzugehen und den gefühlt schlechten Eindruck wieder wett zu machen, aber den Schneit hatte ich nicht. Und plötzlich war er verschwunden. Und wieder dachte ich: Das kann doch nicht alles gewesen sein!
In der selben Nacht schickte ich ihm wieder eine Mail. Ich schrieb, dass er ja so plötzlich verschwunden sei, ich gern noch ein Bier mit ihm getrunken hätte und die Frage, ob wir das vielleicht irgendwann nachholen können. 
Er antwortete direkt den nächsten Tag, dass es ihm leid täte, er aber niemanden mehr zum unterhalten gehabt hätte, weil alle, die ihm besser bekannt seien, am tanzen gewesen wären, frage, ob die Party noch schön gewesen sei und auf meine Frage schrieb er: „Ja, gerne bis bald.“
(Als kleines Detail noch am Ende, schloss er die Mail mit „Liebe Grüße“, sonst waren es immer „Beste Grüße“.)
Ich freute mich natürlich über eine solch positive Antwort und schrieb zeitnah auch eine Mail zurück, dass ich erst wieder Mitte August in der Uni wär, es aber aber auch möglich wäre vorher nochmal [dort hin] zu kommen, um, sagen wir: „meine Freunde zu besuchen“ ... Es liegt bei Ihnen
Des Weiteren schrieb ich, dass ich mich darauf freue mit ihm zusammen ein Bier zu genießen und ihn dabei besser kennen zu lernen. Zudem, dass er mich sehr faszinieren würde.
Darauf kam dann eine Woche keine Antwort. (Im Nachhinein denke ich, dass ich wohl etwas direkt war...)
Ich schreiben ihm erneut, dass ich hoffte ihn mit meiner ehrlichen Art nicht in Verlegenheit gebracht zu haben. Darauf antwortete er Gott sei dank. Allerdings nicht so wie erhofft. Er schrieb, dass er von meiner letzten Mail schon sehr überrascht war und mir dies bezüglich keine Hoffnungen machen kann, habe [er sich] nicht mehr gemeldet. Er wünschte mir alles gute und beendet mit: Mit freundlichen Grüßen
Um die Souveränität zu waren, antwortete ich ihm noch, dass ich mich für die aufrichtige Antwort bedanke und falls er doch Lust auf ein Bier hätte er sich gern melden könne. Ebenfalls alles gute und beste Grüße.
Tja und jetzt sitze ich hier, Mitte August, wieder in der Uni und denke mir zum dritten Mal: das kann doch nicht alles gewesen sein! Es ist eine Tatsache, dass ich ihn dieses Mal nie wieder sehen werde. Habe ich das alles denn so falsch verstanden? Soll ich ihm nochmal eine Mail schicken und wenn ja, was? Ich habe Angst, eine Chance ungenutzt zu lassen, wenn ich es nicht tue. Möchte ihm aber gleichzeitig auch nicht hinterher laufen. 

Danke erstmal an jede von euch, die es bis zum Schluss gelesen hat! Es wurde doch etwas länger als geplant, Entschuldigung. Vielleicht könnt ihr die Situation ein bisschen einschätzen. Ich wäre um jede Meinung dazu dankbar
 

Ich würde seine Meinung dazu respektieren und mich auf das "keine Hoffnungen machen" besinnen.
Ich denke, du hast leider in deiner Verliebtheit etwas mehr interpretiert, kommt schon mal vor. Lass ihn in Ruhe.

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18. August um 10:14
In Antwort auf kathinka.bell

Hallo ihr Lieben, 
wie bei vielen von euch ist es auch bei mir so, dass ich bisher nur mitgelesen habe, nun aber auch einen guten Rat bzw. eine Einschätzung meiner Situation brauchen könnte.
Es ist ein etwas längerer Geschichte 😅
Ich habe neben meiner Arbeit mein Bachelorstudium begonnen. In meinem Fall ist es berufsbegleitend, das bedeutet, dass ich mehr Mals im Jahr für vier Wochen wieder zur Uni gehe. In dieser Zeit wohne ich auch dort auf dem Kmpus. Nun ist es so, dass ich Anfang des Jahres einen wunderbaren externen Dozenten (Hauptberuflich ist er Apotheker) hatte, groß, dunkelblond, Bart, Brille, wahnsinnig klug und zurück haltend, also rund um mein Typ. Leider deutlich älter als ich (28), zwanzig Jahre, wie ich später von einer anderen Dozentin erfahren sollte (ebenso erfuhr ich von ihr, dass er seit ein paar Jahren von seiner Frau geschieden ist).Ich versucht in seinen Vorlesungen immer wieder Blickkontakt aufzubauen und bilde mir ein dies auch einigemale erreicht zu haben. Zu Beginn dachte ich auch noch, dass es sich bei mir um rein körperliche Anziehenung hielt, aber dazu später mehr. 
Wärend seiner letzten Vorlesung verließ ich kurzzeitig den Hörsaal und musste dabei vorne an seinem Pult vorbei, ich trug einen recht engen Rock und wie mir im Nachhinein aus verschiedene Quellen zugetragen wurde blieb sein Blick wohl auch an meiner „Rückseite“ hängen. Am Ende besagter Vorlesung fragte ich ihn, ob wir denn in Zukunft nochmals eine Vorlesung bei ihm haben würde. Er antwortet „Nein“, und ich sagte, dass ich das schade finden würde. Daraufhin wurde er sehr rot, klaubte unfassbar schnell seine Sachen zusammen und rannte fast aus dem Hörsaal. 
Ich kehrte nach Hause zurück und harkte die ganze Sache unter rein körperlicher Anziehung ab. Dort ging er mir allerdings nicht mehr aus dem Kopf. Da ich mir absolut sicher war ihn niemals wieder zu begegnen und obwohl wir dort nicht befreundet sind, schrieb ich ihm einen recht eindeutigen Text bei Facebook, bei dem ich mir bis heute nicht sicher bin, ob er ihn gelesen hat (ich hoffe inständig, dass er es nicht getan hat). Wer hätte es gedacht? Natürlich lief ich ihm während meines nächsten Blocks ca zwei Monate später wieder über den Weg. Ich saß im Flur und er sah mich durch die Glastür des Hörsaals direkt (!) an. Als er die Vorlesung beendet hatte und aus der Tür trat, würdigte er mich keines Blickes und war wohl auch ganz froh, dass ihm andere Studenten entgegen kamen, die seiner Aufmerksamkeit bedurften. 
Ich war derweil wie vom Blitz getroffen und war froh, dass ich saß, sonst wären mir wohl möglich die Knie weg gesackt, so eine extreme Wirkung hatte dieser Mann auf mich. Ich zitterte am ganzen Körper und hatte unendlich viele Schmetterlinge im Bauch. So etwas habe ich noch nie empfunden. 
Im Laufe des Tages brachte ich mich wieder auf Linie und beschloss, dass das nicht alles gewesen sein kann und überlegte mir einen Grund ihn ansprechen zu können, dabei ging es um die Medikamente meiner Mutter. Zudem wollte ich unbedingt wissen, ob er denn zum Jubiläum der Uni im Juni kommen würde. Als ich den Raum betrat schmunzelte er leicht und der rest des Gespräches verlief genau so wie ich es mir ausgemalt hatte. Er nahm sich viel Zeit um mir auf meine Frage zu antworten und bat mich, ihm die genaue Bezeichnung der Medikamente per Mail zu zuschicken, dann könne er noch mehr sagen (die Mailadresse würde ich auf unserem Skript aus seiner Vorlesung finden). Als ich nach dem Jubiläum fragte, zückte er sofort sein Handy, frage nochmal nach dem Datum und meinte, dass er da bisher noch nichts vorhabe (dabei zitterte seine Hand mit dem Handy leicht, bilde ich mir ein). Ich erwiderte, dass sich bestimmt viele freuen würde, wenn er kommt, drehte mich um und verließ den Raum. 
Draußen warteten meine Freundinen mit großen Augen auf mich und als er kurze Zeit später an uns vorbei ging, war sein Gesich erneut sehr errötet und er schenkte jeder von ihnen einen kurzen Blick außer mir, wieder einmal.
Ich schrieb ihm die Mail bezüglich der Medikamente und erhielt noch recht spät am selben Abend eine längere Antwort, was mich etwas erstaunte.
Die Wochen bis zum Jubiläum verbrachte ich nun mit hoffen und bangen. 
Als ich an dem besagten Abend endlich auf den Parkplatz der Uni einbog und das Auto seiner Apotheke entdeckt, fühlte ich Erleichterung und absolute Aufregung gleichermaßen. 
Ich erblickte ihn schon von weitem, zeigte ihm aber mehr oder weniger die kalte Schulter. Immer wieder wanderten meine Blicke zu ihm und auch ich spürte, wie er immer wieder zu mir sah. Irgendwann begegneten uns unsere Blicke, wir lächelten uns an und grüßten uns aus der Ferne. 
Meine Freunde bestätigten, dass er mich im Laufe des Abends immer und immer wieder ansah. Irgendwann nahm ich meinen ganzen Mut zusammen und sprach ihn an. Das Erste, was er dann zu mir sagte, nach dem er den Blick bemüht unauffällig an mir hatte herab schweifen lassen: „Alle so schick gemacht heute.“ Ich denke, dass ich das als Kompliment durch die Blume verstehen kann, oder? Der weitere Verlauf des Gesprächs war etwas holprig, obwohl er viel nachfragte, ich war einfach zu aufgeregt. Irgendwann verabschiedet ich mich (vom Gefühl her mit so einem blöden Satz wie: „Ich habe eine Melone getragen.&ldquo und ging zu meinen Freunden zurück. Den ganzen Abend wollte ich den Mut aufbringen nochmal mit einem Bier rüberzugehen und den gefühlt schlechten Eindruck wieder wett zu machen, aber den Schneit hatte ich nicht. Und plötzlich war er verschwunden. Und wieder dachte ich: Das kann doch nicht alles gewesen sein!
In der selben Nacht schickte ich ihm wieder eine Mail. Ich schrieb, dass er ja so plötzlich verschwunden sei, ich gern noch ein Bier mit ihm getrunken hätte und die Frage, ob wir das vielleicht irgendwann nachholen können. 
Er antwortete direkt den nächsten Tag, dass es ihm leid täte, er aber niemanden mehr zum unterhalten gehabt hätte, weil alle, die ihm besser bekannt seien, am tanzen gewesen wären, frage, ob die Party noch schön gewesen sei und auf meine Frage schrieb er: „Ja, gerne bis bald.“
(Als kleines Detail noch am Ende, schloss er die Mail mit „Liebe Grüße“, sonst waren es immer „Beste Grüße“.)
Ich freute mich natürlich über eine solch positive Antwort und schrieb zeitnah auch eine Mail zurück, dass ich erst wieder Mitte August in der Uni wär, es aber aber auch möglich wäre vorher nochmal [dort hin] zu kommen, um, sagen wir: „meine Freunde zu besuchen“ ... Es liegt bei Ihnen
Des Weiteren schrieb ich, dass ich mich darauf freue mit ihm zusammen ein Bier zu genießen und ihn dabei besser kennen zu lernen. Zudem, dass er mich sehr faszinieren würde.
Darauf kam dann eine Woche keine Antwort. (Im Nachhinein denke ich, dass ich wohl etwas direkt war...)
Ich schreiben ihm erneut, dass ich hoffte ihn mit meiner ehrlichen Art nicht in Verlegenheit gebracht zu haben. Darauf antwortete er Gott sei dank. Allerdings nicht so wie erhofft. Er schrieb, dass er von meiner letzten Mail schon sehr überrascht war und mir dies bezüglich keine Hoffnungen machen kann, habe [er sich] nicht mehr gemeldet. Er wünschte mir alles gute und beendet mit: Mit freundlichen Grüßen
Um die Souveränität zu waren, antwortete ich ihm noch, dass ich mich für die aufrichtige Antwort bedanke und falls er doch Lust auf ein Bier hätte er sich gern melden könne. Ebenfalls alles gute und beste Grüße.
Tja und jetzt sitze ich hier, Mitte August, wieder in der Uni und denke mir zum dritten Mal: das kann doch nicht alles gewesen sein! Es ist eine Tatsache, dass ich ihn dieses Mal nie wieder sehen werde. Habe ich das alles denn so falsch verstanden? Soll ich ihm nochmal eine Mail schicken und wenn ja, was? Ich habe Angst, eine Chance ungenutzt zu lassen, wenn ich es nicht tue. Möchte ihm aber gleichzeitig auch nicht hinterher laufen. 

Danke erstmal an jede von euch, die es bis zum Schluss gelesen hat! Es wurde doch etwas länger als geplant, Entschuldigung. Vielleicht könnt ihr die Situation ein bisschen einschätzen. Ich wäre um jede Meinung dazu dankbar
 

ungenutzte Chance???   wie deutlich muss er dir denn noch zeigen dass er null Interesse hat??   hätte dir aber auch schon vor der mail klar sein sollen....

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18. August um 13:53
In Antwort auf ai_18454549

ungenutzte Chance???   wie deutlich muss er dir denn noch zeigen dass er null Interesse hat??   hätte dir aber auch schon vor der mail klar sein sollen....

Du meinst, weil er nicht geantwortet hat?

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18. August um 14:05

Danke, das hat mich auch echt Überwindung gekostet 

Er ist geschieden. Zudem ist er unglaublich intelligent und wirklich sehr zurückhaltend, er kam bei Jubiläum auch schwer mit anderen ins Gespräch, was ich so beobachten konnte 
Seine Apotheke ist in einem kleinen Dorf, in dem er sich auch sehr engagiert und gut bekannt ist. 
Gut, das mit der Position als Dozent ist so eine Sache, ich bin quasi seine Ex-Studentin, weil ich keine Vorlesung mehr bei ihm haben werde und er effektiv nur zweimal im Jahr für ein paar Vorlesungen an der Uni ist. Ist aber definitiv problematisch, ja.
 

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18. August um 17:04
In Antwort auf kathinka.bell

Du meinst, weil er nicht geantwortet hat?

nein, wegen dem WAS er geantwortet hat! 

und auch sein verhalten schließt auf nicht mehr als nett sein....

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