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Verliebt in eine Frau mit Bindnungsangst/Bindungstrauma

3. Oktober 2008 um 11:37

Hallo,
ich bin sehr in eine Frau verliebt, die leider ein Bindungstrauma hat. Ich empfinde für diese Frau so intensive Gefühle, wie ich sie noch nie zuvor für eine Frau empfunden habe. Wenn wir zusammen sind, können wir die Finger nicht voneinander lassen, bis hin zum Sex, der sehr schön und sehr innig ist, da stimmt einfach alles.
Wir wohnen etwas weiter entfernt voneinander, sind wir getrennt, dann empfinde ich Sehnsucht, bei ihr ist das nicht so. Wir sprechen darüber, jedoch weiß ich mittlerweile, daß alle Liebesschwüre u.ä. von mir doch eigentlich immer auch die Bitte enthalten, daß sie mir etwas Ähnliches sagt, das kann sie eben nicht. Sind wir zusammen ist alles schön und intensiv.
Sie ist in psychologischer Behandlung. Ich weiß, daß jede Annäherung von mir Angst in ihr auslöst, kann mich aber nicht immer im Zaum halten. Wir sind beide ziemlich hübsche Menschen würde ich sagen, sind intelligent und charmant, offen und irgendwie interessant, haben keinerlei Probleme andere kennenzulernen, aber ich habe wie gesagt noch nie etwas Vergleichbares für eine Frau empfunden. Ich hatte schon versucht etwas mit anderen anzufangen, aber kam in meinen Gedanken immer wieder auf sie zurück. Ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema Co-Abhängigkeit befasst, spielt hier auch bestimmt eine Rolle.
Es ist ein wirkliches Dilemma. Ich möchte nicht meine Sehnsucht nach Nähe zu ihr in den Vordergrund stellen, weiß doch genau, daß sowas auch keine echte Liebe ist, Freunde raten mir, ihr Zeit zu geben, sie nicht zu bedrängen. Ich kann recht gut allein sein, mich sehr gut beschäftigen und habe auch eine gute innere Verbindung zu mir und doch laufe ich manchmal geradezu über vor Liebe zu ihr und werde es dann irgendwie nicht los, könnte platzen, drohe dann mich zu verlieren und muß viel Energie aufbringen bei mir zu bleiben. Komme mir dann auch wie ein abgewiesener Galan vor, der hinter ihr her hechelt. Letzteres turnt sie auch total ab und macht mich auch wütend auf mich selbst.
Ich mag nicht immer mit ihr selbst darüber sprechen, dafür hat sie den Psychologen und ich denke auf Dauer turnt das auch ab, passt nicht, ist immer so schwer. Die Zeit die wir haben mag ich lieber in Leichtigkeit und Zärtlichkeit mit ihr verbringen. Vielleicht sind ja in der einen oder anderen Antwort Ideen und Anregungen die neu für mich sind. Manchmal denke ich, daß es vielleicht so sein soll, daß gerade die besonders starke Liebe so verflixt tragisch und irgendwie unlösbar problematisch sein muß.
Kennt die eine oder andere Frau hier sowas und kann sich in sie hineinversetzen, mir vielleicht etwas erklären oder Tipps geben?

beimirbleiben

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3. Oktober 2008 um 12:30

Seit einiger Zeit überlege ich mir, warum
ich mir seit Jahren immer Männer raussuche, die irgendwie Bindungsängste oder Bindungsunlust haben. So langsam schwant mir dabei was. Hab mir immer eingeredet, dass sei wohl ein besonderer Reiz, den ich unbewusst sucht. Vielleicht auch ein wenig, aber ich denke ganz tief drin sitzt da bei mir auch die Angst ne richtig langzeitliche, feste Beziehung einzugehen. Komisch ist, dass sogar mein Gefühl ganz anders gesteuert ist, denn ich verliebe mich dann in den vermeintlich bezihungsunfähigen Typen und leide ähnliche Dinge durch wie du. Doch gerate ich an jemanden, wo von Anfang an die 'Gefahr' ersichtlich ist, dass da was Ernstes draus werden könnte, wird mir ganz komisch zumute und ich neige dazu, das Ganze ziemlich lang hinauszuzögern, will viel Freiheit.... Dass wir MEnschen uns das immer so kompliziert machen.

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3. Oktober 2008 um 14:44

Danke für deinen Beitrag
Danke für deine Antwort. Es ist ganz eigenartig, genau das was du schreibst, das Widersprüchliche in dem was sie ausdrücklich sagt und dem was ich fühle hast du ausgedrückt. Ich spüre auch sie will Nähe, sie sagt und ich höre was anderes. Mein Verstand stellt in Frage, was meine Seele fühlt und sie strahlt soviel Zartheit und Liebesfähigkeit und Liebenswürdigkeit aus, was nicht übereinstimmt mit ihrem coolen Auftreten. Wenn ich mich jetzt frage, wie ich ihr bedeuten kann, daß ich ein Halt für sie sein kann, ist es dann nicht schon ein Manipulieren, um sie zu "besitzen". Ich würde am liebsten einfach nur sein, wie ein Angebot auf das sie immer zurückgreifen kann, ohne was zu fordern. Diese verzaubernden Momente die ich mit ihr erlebe sind es wert. Harte Zeiten für mich....mag sein, aber sie erlebt doch auch harte Zeiten, sie will mich nicht verletzen, das spüre ich ganz deutlich. Könntest du dir denn vorstellen, daß ein Mann dir den Halt bieten kann den du brauchst. Reicht es da aus, daß er bei dir bleibt und dir zeigt, daß er sich auf deine Seele konzentriert, sich nicht von deinen "Vertreibungsattacken" einschüchtern läßt?
Man sagt, wer liebt gibt ohne zu Fordern, absichtslos, ich habe das noch nie vorher empfunden, ihr gegenüber sehr. Ich wäre gern derjenige, der ihr Halt gibt. L.G. beimirbleiben

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3. Oktober 2008 um 15:03
In Antwort auf riikka_12952477

Seit einiger Zeit überlege ich mir, warum
ich mir seit Jahren immer Männer raussuche, die irgendwie Bindungsängste oder Bindungsunlust haben. So langsam schwant mir dabei was. Hab mir immer eingeredet, dass sei wohl ein besonderer Reiz, den ich unbewusst sucht. Vielleicht auch ein wenig, aber ich denke ganz tief drin sitzt da bei mir auch die Angst ne richtig langzeitliche, feste Beziehung einzugehen. Komisch ist, dass sogar mein Gefühl ganz anders gesteuert ist, denn ich verliebe mich dann in den vermeintlich bezihungsunfähigen Typen und leide ähnliche Dinge durch wie du. Doch gerate ich an jemanden, wo von Anfang an die 'Gefahr' ersichtlich ist, dass da was Ernstes draus werden könnte, wird mir ganz komisch zumute und ich neige dazu, das Ganze ziemlich lang hinauszuzögern, will viel Freiheit.... Dass wir MEnschen uns das immer so kompliziert machen.

Habe ich auch schon gedacht....
Hallo, ja das was du schreibst habe ich auch schon gedacht und auch so erlebt, ist auch logisch was Du schreibst und liegt schon nahe. Nur, ich habe eine sehr lange Beziehng hinter mir, weiß also, daß ich sehr wohl bindungsfähig bin. Da die Trennung weh getan hat, wäre es natürlich möglich, daß ich mich unbewußt vor der Gefahr einer erneuten Verletzung schützen will, indem ich mir unbewußt diese Frau ausgesucht habe, weil ich dort nicht Gefahr laufe mich erneut fest zu binden.Klingt logisch, aber ich meine es trifft hier nicht zu. Ich fühle wie gesagt so tief, kindlich-nicht naiv, so ohne Zweifel. Liest sich vielleicht komisch, irgendwie sehr romantisch, zu romantisch. Ist auch nicht die rosarote Brille, dafür empfinde ich schon zu lange so für diese Frau, schon über 1 1/2 Jahre. Ist kompliziert, ja, ich denke auch oft warum ich so bin, so fühle.
Du schreibst dann noch etwas von dem "besonderen Reiz" dieser Männer mit Beziehungsstörungen. Eine Bekannte hat mich auch gefragt, ob ich das irgendwie brauche, so für die angebliche "Jägermentalität", die Männern immer unterstellt wird. Nein, hier war es so, ich hatte sie gesehen und Peng! ...Ich war erledigt und sie auch...nur sie eben anders wie hier zu lesen ist. Hier haben, so würde ich es beschreiben, zwei Jäger zeitgleich den anderen mit Blattschuß erledigt.....na ja, eben nicht so ganz. Ist schon sehr kompliziert. L.G. beimirbleiben

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