Forum / Liebe & Beziehung

Verliebt in eine Frau

Letzte Nachricht: 9:50
21.07.21 um 11:57

Ich bin weiblich 27 und zum ersten Mal in eine Frau verliebt. Ich kenne sie seit einigen Monaten und wir sind gut befreundet. 
Allerdings weiß ich nicht ob sie auch Interesse an Frauen hat.
das Thema kam bis jetzt nicht auf und danach fragen wollte ich sie auch nicht.
Sie macht aktuell eine Trennung von ihrem ex Freund durch.

Natürlich möchte ich die Freundschaft erst mal vertiefen und gar nichts überstürzen. Zumal sie ja auch Zeit braucht wegen ihrer Trennung.

Dennoch fühle ich mich zu hier hingezogen. 
ich denke den ganzen tag an sie. Würde am liebsten jeden Tag mit ihr was unternehmen. 
und nachts träume ich von ihr.

ich würde mich gerne mit der zeit langsam heran tasten um zu sehen ob sie auf frauen steht bzw interesse an mir hätte.

nun, da ich zuvor noch nie in eine Frau verliebt war oder irgendwie was mit einer frau hatte, und bisher nur mit Männern, weiß ich gar nicht wie ich das anstellen soll.

Wie kann ich mich vorsichtig ran tasten?
woran merke ich das sie Interesse hat?

sie ist ein schüchterner typ.

ich hab angst wenn ich irgendwann in die offensive gehe und meine Gefühle gestehe oder Nähe suche, und sie aber nicht auf frauen steht, dass unsere Freundschaft dann einen Knacks hat.
das möchte ich nun auch nicht.

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21.07.21 um 12:53

Hallo Pummeluff,
in so einer Angelegenheit bin ich für offene Karten. Ein Vertiefen der Freundschaft zum jetzigen Zeitpunkt finde ich eher ungünstig. Sie könnte dir später Vorwürfe machen.
Besser wäre es vermutlich, sich zu distanzieren und abzuwarten, ob sie den Kontakt zu dir sucht und nachfragt, warum du dich distanzierst. Dann kannst du auch offener darüber sprechen, dass du selber herausfinden möchtest, was eigentlich mit dir los ist, eben weil du denkst, dass du dich z.B. in sie verschossen hast... So ein Gespräch funktioniert vielleicht sogar über ein Telefonat besser als persönlich oder per Messenger.
 

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21.07.21 um 13:36
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Hallo Pummeluff,
in so einer Angelegenheit bin ich für offene Karten. Ein Vertiefen der Freundschaft zum jetzigen Zeitpunkt finde ich eher ungünstig. Sie könnte dir später Vorwürfe machen.
Besser wäre es vermutlich, sich zu distanzieren und abzuwarten, ob sie den Kontakt zu dir sucht und nachfragt, warum du dich distanzierst. Dann kannst du auch offener darüber sprechen, dass du selber herausfinden möchtest, was eigentlich mit dir los ist, eben weil du denkst, dass du dich z.B. in sie verschossen hast... So ein Gespräch funktioniert vielleicht sogar über ein Telefonat besser als persönlich oder per Messenger.
 

Hallo, danke für deine Antwort. 

Ja ich sehe das sogar auch so.
Ich hatte auch schon den Gedanken das sie mir vielleicht Vorwürfe machen könnte. Oder das sie denkt, ich hätte ihre Situation mit der Trennung ausnutzen wollen.

Womöglich ist es wirklich besser sich etwas zu distanzieren um zu gucken wie sie reagiert. Ob von ihrer Seite was kommt.

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22.07.21 um 20:44

Ich seh es bisschen anders als simona...

Das wichtigste ist, an die andere Person keine Erwartungen zu haben. Das bedeutet auch mit sich selbst im Reinen darüber zu sein, dass man keine erzwungene oder überredete Freundschaft oder Beziehung haben möchte. Diese innere Haltung nimmt den Druck und die Enge aus dem Kontakt.

Und nur mal angenommen ihr bedeutet deine Freundschaft und Nähe auch viel, jetzt in der Zeit wo sie die Trennung verarbeitet. Wäre es dann nicht grausam, einfach so unte irgendwelchen willkürlichen Annahmen (Projektionen) über sie hinweg zu entscheiden was angeblich das Beste für sie sei? Ist es wirklich so schwer, mit einander zu kommunizieren?

Du könntest ihr auch sagen, dass du selbst gerade nicht einschätzen kannst, ob du zu viel Nähe zu ihr suchst oder ob du ihre Trennung ausnutzt, um mehr Zeit mit ihr verbringen zu können, und sie darum bitten, dir mitzuteilen, wie sie das wahrnimmt. Und dass sie es dir sagt, wenn du zu aufdringlich wirst oder dich zu sehr in ihr Leben einmischst.

Das würde bedeuten, dass du ihr die Verantwortung für ihr eigenes Leben - und dafür, wovor sie sich "schützen" möchte, zurückgibst. Das ist auch ein Zeichen der gegenseitigen Achtung. Und es ermöglicht dir, dich besser auf deine eigene Verantwortung zu konzentrieren.

Und vielleicht kannst du auf dieser Gesprächsebene auch eine Möglichkeit finden, ihr mitzuteilen, wie du gerade für sie empfindest... aber auch dass du ihre Situation nicht ausnutzen möchtest, und dich beide Dinge gleichermaßen bewegen. Und so lange du sie zu keiner Entscheidung drängst, kannst du ihr auf diese Weise vielleicht ein Stück näher kommen. Oder du bekommst gleich deine Antwort, dass sie sich in dieser Richtung gar nichts vorstellen kann. Das einzige was du verlieren kannst ist deine Blindheit und deine Illussionen... und wenn du diese ablegen, erkennst du die wahre Distanz oder Nähe zwischen euch ein wenig besser.

Ein Glaubenssatz, der mir sehr geholfen hat, mit Ablehnung umzugehen, ist dieser: Wahre Liebe ist immer gegenseitig, ohne Zwang und ohne Verlustängste. Eine Beziehung, wo man den anderen "erobern" oder von sich überzeugen muss, ist letztendlich eine Form von Abhängigkeit, verbunden mit der ständigen (unbewussten) Angst vor der Trennung. Deshalb ist das einzige, was man verlieren kann, seine Illussion von Liebe. Und keine echte Liebe.


 

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9:50
In Antwort auf

Ich seh es bisschen anders als simona...

Das wichtigste ist, an die andere Person keine Erwartungen zu haben. Das bedeutet auch mit sich selbst im Reinen darüber zu sein, dass man keine erzwungene oder überredete Freundschaft oder Beziehung haben möchte. Diese innere Haltung nimmt den Druck und die Enge aus dem Kontakt.

Und nur mal angenommen ihr bedeutet deine Freundschaft und Nähe auch viel, jetzt in der Zeit wo sie die Trennung verarbeitet. Wäre es dann nicht grausam, einfach so unte irgendwelchen willkürlichen Annahmen (Projektionen) über sie hinweg zu entscheiden was angeblich das Beste für sie sei? Ist es wirklich so schwer, mit einander zu kommunizieren?

Du könntest ihr auch sagen, dass du selbst gerade nicht einschätzen kannst, ob du zu viel Nähe zu ihr suchst oder ob du ihre Trennung ausnutzt, um mehr Zeit mit ihr verbringen zu können, und sie darum bitten, dir mitzuteilen, wie sie das wahrnimmt. Und dass sie es dir sagt, wenn du zu aufdringlich wirst oder dich zu sehr in ihr Leben einmischst.

Das würde bedeuten, dass du ihr die Verantwortung für ihr eigenes Leben - und dafür, wovor sie sich "schützen" möchte, zurückgibst. Das ist auch ein Zeichen der gegenseitigen Achtung. Und es ermöglicht dir, dich besser auf deine eigene Verantwortung zu konzentrieren.

Und vielleicht kannst du auf dieser Gesprächsebene auch eine Möglichkeit finden, ihr mitzuteilen, wie du gerade für sie empfindest... aber auch dass du ihre Situation nicht ausnutzen möchtest, und dich beide Dinge gleichermaßen bewegen. Und so lange du sie zu keiner Entscheidung drängst, kannst du ihr auf diese Weise vielleicht ein Stück näher kommen. Oder du bekommst gleich deine Antwort, dass sie sich in dieser Richtung gar nichts vorstellen kann. Das einzige was du verlieren kannst ist deine Blindheit und deine Illussionen... und wenn du diese ablegen, erkennst du die wahre Distanz oder Nähe zwischen euch ein wenig besser.

Ein Glaubenssatz, der mir sehr geholfen hat, mit Ablehnung umzugehen, ist dieser: Wahre Liebe ist immer gegenseitig, ohne Zwang und ohne Verlustängste. Eine Beziehung, wo man den anderen "erobern" oder von sich überzeugen muss, ist letztendlich eine Form von Abhängigkeit, verbunden mit der ständigen (unbewussten) Angst vor der Trennung. Deshalb ist das einzige, was man verlieren kann, seine Illussion von Liebe. Und keine echte Liebe.


 

Ja, klar, ich wollte da auch nichts in Stein meißeln. Eine gewisse Flexibiltät ist auch eine tolle Eigenschaft. Eine andere Möglichkeit wäre es daher absolut, etwas mutiger zu sein und vielleicht Mal in der Hinsicht vorsichtig vorzufühlen. Vielleicht nicht gerade durch verstärkten Körperkontakt, das kann ziemlich schieflaufen, doch mit geschickten Fragen oder passenden Erzählungen, lässt sich vielleicht ihre Grundhaltung dazu allgemein etwas erkunden. Komplimente und Flirtversuche gehen wahrscheinlich schon zu weit, doch wenn die Stimmung zwischen euch immer sehr schön ist, tut es dir vielleicht auch nicht so gut, quasi immer die unerreichbare Karotte vor der Nase zu haben und abzuwarten oder gar zu grübeln, was jetzt von ihr aus Mal kommen könnte.
Zurückhaltung alleine, begründet auf eventuell von ihr vermutete Bedürfnisse, wollte ich so auch nicht in den Vordergrund stellen. Ich dachte dabei eher daran, dass deine eigene Einstellung dazu noch nicht ganz gefestigt zu sein scheint, und dann könnte es eher komplizierter werden, wenn eine ansonsten stabile und vertrauensvolle Freundschaft plötzlich durch etwas unüberlegte Offenbarungen irgendwie überbeansprucht wird.  Eine Frage ist ja auch immer…wohin sollte es (im Idealfall) hinführen?
Doch nicht zu vergessen…mit Humor lässt sich auch sehr viel entschärfen und abklären.
Wäre das was für dich? Dann hast du u.U. sofort eine entsprechende Reaktion. Das ist jetzt vielleicht auch eher so eine Geduldfrage, wie schnell du selber mehr erfahren oder ausloten möchtest…
 

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