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Verlange ich zu viel von ihm?

22. Juli 2013 um 13:02

Hallo!
Ich habe in letzter Zeit sehr viel Stress mit ihm, meinem Freund.
Kurze Erklärung: Er arbeitet aufm Bau und ich in einem Büro.
Natürlich arbeitet er viel härter, vor allem jetzt bei diesem Wetter.

Ist es zu viel verlangt:
... wenn er abends, wenn er und ich auch nach Hause kommt mit zu kochen?
Dinge aufzuräumen, wie nen Teller (was halt so anfallen könnte abends?

....am Wochenende dass er mit einkauft?
...dass der mit mir den Haushalt schmeißt.
...dass wir am We etwas unternehmen? (Natürlich nicht jedes Wochenende..)
...dass auch ich mal müde und kaputt bin

warum ist das in der Gesellschaft noch so, dass von der Frau erwartet wird, dass sie das alles allein macht?
Egal wo ich hin komme, alle Frauen machen das und sehen es als selbstverständlich an (und auch die Männer)

Ich habe mir schon immer (seitdem ich ein kind bin) vorgestellt ich habe mal eine Partnerschaft indem man sich alles teilt, die unangenehmen Aufgaben und gedacht dass mein Partner (fast) alles gerne mit mir macht.
ich bin auch kein mensch der alles blitzblank mag oder der gerne und dauernd sauber macht.
Teilt man sich denn nicht die unangenehmen dinge? oder muss das nur einer tun? Warum ist das in den köpfen so verankert?
oder ist das nur so weil männer besser mit unordnung zurecht kommen?
ich gebe ja zu, in gewissen bereichen bin ich schon sehr ordentlich/sauber.. im bad zb kann ich haare überhaupt nicht ab haben... ist halt so..
aber wer ist das nicht?
ist es hier zu viel verlangt dass man sie weg macht nach dem rasieren?
ich möchte einfach eine ausgeglichene, gleich berechtigte partnerschaft.

Es muss ja nicht perfekt sein, niemand ist perfekt.
Jeder hat seine macken, auch ich..

Klar arbeiten Männer aufm Bau (bspweise) viel härter als (frauen) im Büro oder ähnliches.
Aber ich habe auch studiert dafür. ich habe mir schulden aufgenommen und jahrelange Ausbildung auf mich genommen und dann bin ich doch nur die Hausfrau am Ende? ich darf mir immer anhören dass er 100mal mehr leistet unter der woche als ich.. (weil er körperlich sehr viel aushalten muss..)
aber deswegen ist mein job doch noch lange nicht unanstrengend (kein vgl zum bau natürlich nicht)

sorry ist jetzt doch etwas länger geworden, aber was haltet ihr davon? wer kann mir erfahrungen/meinungen mitteilen?
Das würde mich schon sehr interessieren, wie die Gesellschaft wirklich lebt und nicht was nach außen immer gezeigt wird.


Danke für eure Antworten!

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22. Juli 2013 um 13:15

Ich habe
ein paar Jahre auf dem Bau gearbeitet bevor ich studiert habe und entschuldige die Wortwahl aber das ... ein echt richtig hart.
Erster Bandscheibenvorfall mit 17/18 und sowas.
Das ist aber absolut keine Entschuldigung denn dein Partner muss, wie jeder andere Mann auch, selbst klar kommen können wenn er keine Partnerin hat.

Ich gebe zu, wenn ich körperlich hart arbeiten muss überlasse ich auch gerne den Haushalt der Partnerin bzw vernachlässige den Haushalt als Single total. Ne Zeitlang bin ich nach Hause, habe mich noch mit nem Kumpel oder so getroffen und bin dann direkt eingepennt. Es zert halt. Aber wie gesagt, kein Grund nicht mehr alleine klar zu kommen. Du musst ja nicht für ihn kochen und einkaufen. Wenn du das mal nicht für ihn, sondern nur für dich machst muss er sich bewegen.
Da kann er dir noch so viel von seiner harten Arbeit erzählen... er hätte studieren können, er hätte Abi nachholen können, er hatte und hat alle Optionen und seine Berufliche Laufbahn ist sein eigenes Problem. Du bist halt seine Partnerin und nicht sein Arbeitstier. Lass ihn das ruhig wissen. Das Problem ist nicht er, das Problem bist du selbst wenn du alles machst.

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22. Juli 2013 um 13:17

Wir machen
auch alles zusammen. aber er hasst es. er hasst es einkaufen zu gehen. (und ist dann immer richtig schlecht gelaunt im laden und es muss immer alles schnell schnell gehen..) kochen sowieso. seitdem es so heiß ist koche ich eigentlich immer allein weil er wirklich ziemlich fertig ist. ich bin ja auch kein unmensch und verstehe das dann auch. aber er nutzt es dann immer gleich so aus und versucht dann jeden tag das kochen zu umgehen. miest macht er ja "nur" den salat oder so aber das hilft ja schon...

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22. Juli 2013 um 13:41

Was würde dein Freund machen,
wenn er Single wäre? In Unordnung und Dreck ersticken? Oder es so lange von rechts nach links schieben, bis es eines Tages aus dem Haus läuft?
Falls er das unangenehm fände, müsste er doch auch nach einem Tag auf dem Bau seine Klamotten waschen und bügeln, spülen und hin und wieder mal sein Bad putzen (nur, um die grundlegendsten Dinge zu nennen) - wer würde es dann erledigen? Die Mama? Oder er selbst?

Es ist völlig in Ordnung, Hausarbeit hin und wieder so zu verteilen, dass sie den Umständen enspricht. Heißt: hat einer von beiden eine extrem harte Woche oder viele Überstunden, übernimmt der andere mehr und umgekehrt.
Allerdings gestehe ich, ich wäre nicht bereit, einen körperlichen Job aus Ausrede gelten zu lassen, sich nach Feierabend jeglicher Hausarbeit zu entziehen.

Er hat seinen Job gewählt und du deinen. Warum solltest du nun dafür bestraft werden, dass du nächtelang geackert und nebenher gejobbt hast (nehme ich an)? Du hast viel dafür getan, DASS du eben einen Job hast, der lediglich einen Schreibtischsessel und einen PC braucht - und so geht es allen Studenten.

Vielleicht solltest du etwas rigoroser werden und mal auf den Tisch hauen, schließlich bist du weder Hausfrau noch halbtags beschäftigt.

Das eigentliche Problem ist sensibler Natur: er ist der Mann auf dem Bau, du bist die Studierte. Er fühlt sich dir (vielleicht) etwas unterlegen und kompensiert es dadurch, dass er zu Hause eine gewisse Rollenverteilung erwartet (oder sie von zu Hause kennt).
Es mag sein, dass er dir deshlab von seinem schweren Job erzählt, damit du Achtung und Respekt hast - hast du das?

Mach deinem Freund klar, das Haushaltsführung nichts mit Schul- oder Uniabschluss zu tun hat, nicht mit den Stunden, die man arbeitet und auch nicht damit, wie schwer.
Fakt ist: ein Mülleimer bleibt ein Mülleimer - drauf gepfiffen, wer ihnn 'runterbringt!
Und wer da noch herummosert, dem würde ich noch einiges erzählen, aber das ist eine andere Baustelle.

Viel Glück und alles Gute,

Rullgardina

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22. Juli 2013 um 13:42

Ja..
das mache ich ja auch öfter.. also ich bin da keine die hüpft, da hat er es nicht leicht..
dann sagt er auch immer: du brauchst nichts für mich zu machen etc. kindisch einfach..
aber manchmal plagt es mich einfach.
ich kann ja nicht nur für mich kochen.. wie wäre das denn.. nee so kann ich dann auch nicht sein.. er will sich dan immer was bestellen und so werd ich dicker

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22. Juli 2013 um 14:01
In Antwort auf rullgardina

Was würde dein Freund machen,
wenn er Single wäre? In Unordnung und Dreck ersticken? Oder es so lange von rechts nach links schieben, bis es eines Tages aus dem Haus läuft?
Falls er das unangenehm fände, müsste er doch auch nach einem Tag auf dem Bau seine Klamotten waschen und bügeln, spülen und hin und wieder mal sein Bad putzen (nur, um die grundlegendsten Dinge zu nennen) - wer würde es dann erledigen? Die Mama? Oder er selbst?

Es ist völlig in Ordnung, Hausarbeit hin und wieder so zu verteilen, dass sie den Umständen enspricht. Heißt: hat einer von beiden eine extrem harte Woche oder viele Überstunden, übernimmt der andere mehr und umgekehrt.
Allerdings gestehe ich, ich wäre nicht bereit, einen körperlichen Job aus Ausrede gelten zu lassen, sich nach Feierabend jeglicher Hausarbeit zu entziehen.

Er hat seinen Job gewählt und du deinen. Warum solltest du nun dafür bestraft werden, dass du nächtelang geackert und nebenher gejobbt hast (nehme ich an)? Du hast viel dafür getan, DASS du eben einen Job hast, der lediglich einen Schreibtischsessel und einen PC braucht - und so geht es allen Studenten.

Vielleicht solltest du etwas rigoroser werden und mal auf den Tisch hauen, schließlich bist du weder Hausfrau noch halbtags beschäftigt.

Das eigentliche Problem ist sensibler Natur: er ist der Mann auf dem Bau, du bist die Studierte. Er fühlt sich dir (vielleicht) etwas unterlegen und kompensiert es dadurch, dass er zu Hause eine gewisse Rollenverteilung erwartet (oder sie von zu Hause kennt).
Es mag sein, dass er dir deshlab von seinem schweren Job erzählt, damit du Achtung und Respekt hast - hast du das?

Mach deinem Freund klar, das Haushaltsführung nichts mit Schul- oder Uniabschluss zu tun hat, nicht mit den Stunden, die man arbeitet und auch nicht damit, wie schwer.
Fakt ist: ein Mülleimer bleibt ein Mülleimer - drauf gepfiffen, wer ihnn 'runterbringt!
Und wer da noch herummosert, dem würde ich noch einiges erzählen, aber das ist eine andere Baustelle.

Viel Glück und alles Gute,

Rullgardina

Das würde ich so nicht sagen
er wäscht und räumt auf, jede woche mit mir (am we) unter der woche bleibt schon einiges liegen, weil ich auch oft zu faul dann bin. ist ja auch ok.. für uns beide..

nur unter der woche hat er überhaupt keine lust und energie..
wenn er mal auf der couch liegt kommt er nur schwer hoch.
manchmal schläft er sogar um 8 schon ein weil er einfach so fertig ist.. ich hab da schon mehr verständnis.. hatte es am anfang auch weniger, aber inzwischen..

an sich ist er schon sehr ordentlich und sauber und manchmal ist er sogar derjenige der aufsteht und sagt ich kann es nicht mehr sehen.. aber eben selten (unter der woche)

es ist hauptsächlich das kochen unter der woche was mich stört.. ich möchtemich ienfach nicht als hausfrau fühlen, das bin ich nicht...

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22. Juli 2013 um 14:04

Ja..
bekommt man so etwas aus einem raus?
ich glaube langsam nicht mehr daran..
er ist bei seiner großmutter groß geworden..

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22. Juli 2013 um 14:06

Das kenne ich!!
Im Übrigen gibt es Unterschiede zwischen hart arbeiten und hart arbeiten. Ich persönlich habe hier im Büro nämlich auch kein chilliges Leben. Es ist alles anstrengend, geistig oder eben körperlich also ist das kein Grund nicht mitzuhelfen. Bei meinem Freund habe ich verstanden als er Nachtschicht hatte, das wird einen ja total aus der Bahn, aber nun nee... der hat was zu machen. Der hat mitzuhelfen. Man wohnt ja zusammen, macht zusammen Dreck und jeweils seiner beruflichen Tätigkeit nach. Also kann man sich auch die Aufgaben zu Hause teilen! Im Übrigen verdienen die Leute aufm Bau ja auch gut und er hat sich das ja selber ausgesucht, was würde er denn machen wenn er alleine wohnt??? Mama anrufen?

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22. Juli 2013 um 14:39

Nee..
mich nerven diese dinge, ja. aber ich sag auch dass ich es mal verstehe und mal mit mach und ihn in gewissen zeiten unterstütze (weil es im moment wirklich wirklich heiß ist und er wirklich kaputt ist).
ich wollte auch von anderen frauen/männern hören wie es bei ihnen ist was sie dazu sagen.

mir ist schon klar was es für möglichkeiten gibt dies zu ändern..

dachte man könnte sich hier ein wenig austauschen..

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22. Juli 2013 um 16:38


Immer diese Aussagen "ich arbeite ja viel härter als du"...

Hör einfach mal auf für ihn zu kochen, lass seine Wäsche vor sich hingammeln und räum sein Geschirr auch nicht von Tisch weg (oder in die Spühlmaschine). Die Haare im Bad können sich stapeln, irgendwann wird er es selbst eklig finden... Und nur so wird er von alleine aktiv..

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22. Juli 2013 um 16:43

Natürlich soll sich etwas ändern
was denn sonst...? aber man kann sich doch auch meinungen anhören?
ich denke nicht dass es irgendwo auf dieser welt auch nur ein pärchen gibt bei denen keiner eine macke hat oder man dinge einfach hinnehmen muss.. davon geht die welt ja nicht unter, alles andere wäre doch langweilig..
aber man muss ja nicht alles akzeptieren bzw ändern wollen oder können...

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23. Juli 2013 um 7:03


Leider gibt es auch die Art der körperlichen Anstrengung, die den Körper einfach aufgeben lässt. Man schläft z.B. einfach ein in Arbeitskleidung 2 Minuten, nachdem man auf dem Sofa gelandet ist. Das kann selbst dann passieren, wenn besuch da ist usw. Es geht ja nicht um Fußweh und bissel Gelenkschmerzen, dass du nach dem bissel rum laufen hast.
Das ist ein Gefühl, dass über den eines Bodybuilders, der 3 Stunden im Gym war hinaus geht. Deutlich hinaus.
Aber auch hier versteht man die Situation nicht, wenn man sie nicht erlebt hat.
Ich habe mir nach dieser Arbeit geschworen, sowas nie wieder zu machen und deswegen mein Studium begonnen. Und meine güte ist die geistige Arbeit eine Entspannung. Klar laugt sie aus aber sie zerstört mich nicht.

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23. Juli 2013 um 7:09
In Antwort auf melina_12278081

Das würde ich so nicht sagen
er wäscht und räumt auf, jede woche mit mir (am we) unter der woche bleibt schon einiges liegen, weil ich auch oft zu faul dann bin. ist ja auch ok.. für uns beide..

nur unter der woche hat er überhaupt keine lust und energie..
wenn er mal auf der couch liegt kommt er nur schwer hoch.
manchmal schläft er sogar um 8 schon ein weil er einfach so fertig ist.. ich hab da schon mehr verständnis.. hatte es am anfang auch weniger, aber inzwischen..

an sich ist er schon sehr ordentlich und sauber und manchmal ist er sogar derjenige der aufsteht und sagt ich kann es nicht mehr sehen.. aber eben selten (unter der woche)

es ist hauptsächlich das kochen unter der woche was mich stört.. ich möchtemich ienfach nicht als hausfrau fühlen, das bin ich nicht...

Sry
aber wenn er dir um 8 schon weg pennt, wirst du nicht viel machen können. Ich kenne die Situation aus eigener Erfahrung und wenns nicht mehr geht, gehts nicht mehr. Der Körper nimmt sich iwan was er braucht und das ist in dem Fall ruhe und Schlaf weil er das braucht zur Regeneration.

Das einzige was mir einfallen würde ist mal zu hinterfragen ob dein Partner mit seiner Situation zufrieden ist und wenn nicht, wieso er nichts daran zu ändern versucht. Eine Weiterbildung oder eine komplette Umorientierung z.B sind ja Möglichkeiten. Ich weis jetzt nicht wie alt er ist aber ich denke, er könnte sich sein Leben angenehmer gestalten.

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23. Juli 2013 um 12:07

..
ja genau und darum gehts ja.
unter der woche macht er nichts und am we hilft er. da liest man doch shcon heraus, dassich die person bin die das eigentlich machen muss und er hilft..
so sollte es aber nicht sein..

naja wie auch immer. ich werd ihm jetzt vorschlagen die aufgaben genau (nicht alle) aufzuteilen, wer was gar nicht mag und wer mit was leben kann
ich denke das ist ein guter kompromiss

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23. Juli 2013 um 14:53

Oh leut
ich verstehe nicht warum man die aussagen immer gleich so furchtbar deuten muss.
aber ist egal was ich jetzt noch schreib, es gibt immer irgendetwas zu meckern...

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