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Verkehrter Rauchkonflikt - Was tun?

21. Juni 2014 um 3:11

Hallo an Euch,

meine Frage ist es, ob ihr Erfahrung darin habt, wenn euer/e Partner/in raucht?

Bei mir ist es so, dass wir beide geraucht haben und dann hat er damit aufgehört und mich ständig damit genervt, dass ich aufhöre, obwohl ich nicht wollte. Ich muss aus dem Fenster klettern, weil da gleich der Garten der Wohnanlage war und wir keinen Balkon hatten, damit ich rauchen durfte, musste mir immer dumme Kommentare und Horror-Szenarien anhören, die passieren, wenn man raucht.


DANN habe ich 1-2 Wochen danach auch aufgehört. Mittlerweile bin ich 9 Monate rauchfrei (und glücklich) nur hat er WIEDER begonnen mit dem Rauchen nach 2 Monaten und jetzt ist es so, dass ich das natürlich nicht will und ich sage, dass ich will das er aufhört, er weiß ja diese Sachen, die passieren können auch und hat mich angejammert usw., aber hört nicht auf und wenn, dann mal für einen Tag höchstens, nur das er nicht auf mich Rücksicht nimmt und nur am Fenster raucht, wobei auch alles in die Wohnung zieht.

Ich finde es ungerecht, dass er jetzt nicht aufhört und vor allem stört es mich, da ich nicht mehr rauche wegen ihm. Der Gestank ist lästig, es riecht in der Wohnung danach und im Auto. Genauso sorge ich mich auch, um seine Gesundheit, weswegen ich auch dann damit aufgehört habe.

Aber von seiner Seite kommen dann nur Ausreden und stumpfsinnige Begründungen, warum er nicht aufhören kann oder das es sowieso egal ist und er sowieso schon an Lungenkrebs sterben wird, weil er sowieso schon 10 Jahren raucht usw.


Es macht mich wahnsinnig, da er äußerst intelligent und gebildet ist und in dieser Sache einfach die dümmste Gestalt auf dieser Welt ist. Vor allem, kann er es sich auch gar nicht leisten, da sie wieder studieren will Vollzeit und nur dieses Arbeiterstipendium bekommt und nebenbei jobbt und ich ihm gesagt habe, dass ich ihn finanziell nicht unterstütze, solange er nicht aufhört zu rauchen, weil er dafür 250 ausgibt im Monat und jedesmal wegen dem Geld rumheult.

Ich weiß nicht weiter und ich weiß auch, das Druck machen nicht hilft, aber vernünftiges reden führt immer nur zu diesen "Ein-Tag-rauchfrei-sein"-Vorkommnissen und nach 24h ist das alles wieder vergessen und irrelevant. Dann heult er wieder, dass sie an Lungenkrebs sterben wird, weil er raucht, dann ist wieder ein Tag Schluss und dann fängt alles wieder von vorne an.

Es ist auch so, dass mein Opa an Lungenkrebs starb, mein anderer Opa jetzt so Ablagerung vom Rauchen hat und Probleme bekommt. Meine Oma raucht und bei ihr fängt das Gehuste an und meine Eltern rauchen ebenfalls und die haben anscheinend auch nicht die besten Gene geerbt, um keine Raucherprobleme zu bekommen. Nehmen wir mal an, dass ich sie alle wegen dem Rauchen verlieren werde, will ich dass nicht 10 Jahre später nochmal mit meinem Partner durchmachen!

MUSS ich es wirklich einfach hinnehmen? Er geht ja auch NULL Kompromisse ein wie:
Nicht in der Wohnung rauchen
Danach Hände waschen
Zähne putzen
weniger rauchen, wegen dem Geld
Nicht jammern (und wenn, dann soll er dann auch aufhören!)
usw.

Ich freue mich, auf eure Antworten!

LG
Yuu

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21. Juni 2014 um 6:42

Hallo Yuu kleinetasse24,
je weniger Gedanken du dir darum machst, desto besser. Mit dem Rauchen ist es wie mit dem Kinder kriegen: es gibt nur das eine oder andere. Während du allerdings bei einem fortpflanzungsunwilligen Männchen als Weibchen ja noch gewisse Tricks und Mittel anwenden kannst, um doch noch zu deinem Kind zu kommen, wenn ER es nicht will, sieht es da beim Rauchen anders aus. Da bist du tatsächlich darauf angewiesen, dass ER es nicht will, wenn du einen Nichtraucher haben möchtest. Also wirst du dir wohl ein Exemplar aus dem Nichtraucherregal aussuchen müssen.

Die Zeiten, als Raucher und Nichtraucher in Harmonie zusammenleben konnten, sind schließlich vorbei. Meine Mutter war starke Raucherin, mein Vater und ihr zweiter Mann Nichtraucher. Keine Ahnung, wie die ihr Leben organisiert haben. Die Männer sind inzwischen beide tot - und sie wird vermutlich 102 Jahre alt (sie raucht seit einigen Jahren nicht mehr, muss ich fairerweise sagen). Aber solche Sachen konnten nur in den 1960er Jahren passieren, als Atombombentests noch oberirdisch ausgeführt wurden und auf den Zigarrettenpackungen noch möglichst royal anmutende Wappenverzierungen statt Warnhinweisen aufgedruckt waren.

Zu deiner Frage: du hast 3 Möglichkeiten:
1.) Love it
2.) Change it
3.) Leave it

Such dir also aus, was du willst und tue es dann.

Freundliche Grüße,
Christoph

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21. Juni 2014 um 11:46

Wie geht ihr denn miteinander um?
ihr benehmt euch, als seid ihr gegenseitig eure mutter bzw. vater.

ihr wollt euch erziehen, ihr befiehlt, bevormundet und massregelt euch.

du nimmst rache für seine vorhergegangenen belehrungen und schlägst jetzt erbarmungslos zurück.
so geht man nicht miteinander um.
seid ihr wirklich nicht fähig, gelassener mit den schwächen des anderen umzugehen?
für solche konflikte, die pippifax sind, lassen sich regelungen finden. wenn man denn wirklich will und nicht nur das bestreben hat, den anderen fix und fertig zu machen.

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21. Juni 2014 um 12:17

Dankeschön
Danke an alle, die sich tatsächlich die Zeit genommen haben, meinen Beitrag zu lesen.

Ich habe mir selbst schon oft Gedanken darüber gemacht, dass es kindisch ist und man sich gegenseitig nichts verbieten sollte und das dieses maßregeln und bevormunden falsch ist.

Und ich sehe es genauso, dass ich es nicht gut finde, wenn mit zweielei Maß gemessen wird und ich denk mir auch ständig, ok nimm es nicht so schwer, es ist sein Leben und nicht meines und ich werde da nicht mehr so Druck und Stress machen, weil es die Beziehung stört und meine eigenen Konsequenzen ziehen wie: kein küssen, ohne Händewaschen und Zähne putzen, womit er dann eben Leben muss, wie ich mit dem Rauchen, auch wenns nicht immer vermeidbar sein wird und es von mir aus auch ruhig ein wenig übertrieben sein kann, aber es fällt mir, wenn ich die Venunft außer Acht lasse, schwer, da ich weiß, wie mir damals gedroht wurde und das ich gar nicht mehr kommen darf oder m Bett schlafen darf, wenn ich rauche usw.

Und wenn er dann so total Kompromissresistent ist, dann fällt es auch nicht immer leicht, die Vernünftige zu sein, die so tut als wäre nix und alles wäre super.

Ich verstehe eure Einwende alle und kann sie auch teilen und nachvollziehen und ich weiß selbst, dass einige Ansätze von mir kindisch sind, aber es wäre zumindest leichter das ganze Raucherding lockerer zu sehen, wenn er wenigstens EINEN Schritt macht und wenigstens Hände wäscht und draußen raucht. Ich muss doch nicht ALLES einfach hinnehmen und er ist mit allem im Recht.

LG Yuu

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