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Verheiratet und verliebt in den Traum des Lebens

28. März 2012 um 15:32

Hallo ich heiße Bernd und bin 49 Jahre alt, seit über 28 Jahre verheiratet, 1 Sohn von fast 13 Jahren. Ich mußte diese Zeilen einmal schreiben weil es mich sonst innerlich und psychisch auffrißt, irgendwann kann ich nicht mehr und würde mich am liebsten wegwerfen. Ich fühle mich so elend und ich habe Gewissenbisse gegenüber meinem Kind, ich kann mich doch nicht trennen und ihn alleine lassen, er braucht mich doch als Vater.
Nun erstmal meine Geschichte, im Herbst 2010 lernte ich über einen Chat eine Frau aus Österreich kennen und lieben. Gleich am Anfang als wir uns schrieben kam es uns beiden vor als würden wir uns schon ewig kennen, so vertraut, die gleichen Gedanken, die gleichen Gefühle, wie als würden wir uns richtig ergänzen. Sowas gibt es nur einmal im Leben, ich hätte nie gedacht das es sowas gibt, sie fühlt was ich fühle auch über die Entfernung von über 600km, umgekehrt ist es genauso, ich hätte nie gedacht das mir sowas passieren könnte. Im Frühjahr 2011 war es dann soweit, wir trafen uns das erstemal real, sie ist eine wunderschöne Frau mit 51 Jahren und steht fest mit den Beinen im Leben, finaniziell abgesichert und selbstbewußt. Wir mieteten ein Hotelzimmer für 2 Nächte, natürlich um herauszufinden ob unsere Chemie wirklich so einzigartig ist. Auch intensiven Sex hatten wir, klar das dies passieren würde, aber der Sex stand beim Treffen nicht im Vordergrund sondern die Gefühle, ich hatte noch nie solche Gefühle erlebt, so intensiv, so innig, der pure Wahnsinn, ich dachte sowas kann es nicht geben, dachte immer die Liebe zu meiner Frau ist schon einzigartig, leider mußte ich erkennen das es noch größere Gefühle gibt. Auf jeden Fall ging es der Frau meiner Träume genauso, als hätten wir fast 50Jahre aufeinander gewartet.
Im Juli 2011 bin ich dann zuhause ausgezogen und übersiedelt nach Österreich, ich habe es meiner Frau gesagt das ich nicht mehr für sie empfinde wie Freundschaft, das hat sie sehr mitgenommen.
Ok vielleicht bin ich jetzt ein Schwein in manchen Augen, aber ich kann nichts für meine Gefühle.
Nun gut, es lief ganz gut in Österreich, eine gemeinsame Wohnung wurde gefunden, einen guten Job hate ich auch schnell, alles in Allem war es ein guter Start. Wir könnten in Zufriedenheit leben........dachte ich, bis mich im Oktober 2011 die Sehnsucht nach meinem Sohn ereilte, zwar hatten wir über Skype Kontakt, aber es war nicht auszuhalten, ich mußte ihn real sehen. Also fuhr ich zurück nach Deutschland um ihn zu besuchen, es war herrlich ihn in meine Arme zu schließen, alle weinten, sogar meine Frau.
Sie hatte sich auf die Füsse gestellt, das Haus ummöbiliert und aus sich etwas gemacht. Sie sagte das sie mich immer noch über alles liebte, egal ob ich jetzt eine andere Frau liebte, sie würde mich immer lieben. Da kam dann das Gewissen, nagend, ich fühlte mich schlecht, hatte Mitleid mit ihr, aber auch Bewunderung denn in den 28 Jahren Ehe bekam sie nichts auf die Beine und nun ging es auf einmal, war aber meine Schuld, weil ich alles erledigte was zu erledigen war, ob mit Haus, finanziell (Sorgen) oder Ämter, alles blieb an mir hängen die 28 Jahre Ehe lang.
Nun kam die Zeit das der Besuch zu Ende ging.......glaubte ich, bin nicht nachhause gefahren sondern blieb statt der 1 Woche, gar 3 Wochen lang, wegen meinem Sohn. So verlor ich in Österreich meinen Job und pendelte alle 3 Wochen hin und her, Weihnachten war ich bei meinem Sohn, hatte es versprochen. Es war nicht einfach für meine Partnerin, sie hatte aber zugestimmt, nun bin ich wieder in Deutschland und habe sogar Aussicht auf Arbeit, nur liebe ich nicht meine Ehefrau sondern meine Partnerin, die geduldig zuhause in Österreich auf mich wartet. Was ist nur mit mir los, das mich immer wieder nach 3 Wochen die Sehnsucht nach meinem Sohn treibt, ich bin kein Mensch mehr, ich möchte doch auch niemanden weh tun. Meine Ehefrau wünscht sich das ich hier bleibe, das kann nicht gehen, auch wenn ich keine Partnerin hätte, ginge das kein 1/2 Jahr gut mit uns, weil mein Herz in Österreich ist, der Verstand aber hier. Ich weiß nicht mehr ein und aus.

Bernd

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28. März 2012 um 18:33

Ja.....
Ich denke das er in 5 Jahren von zuhause weg ist, da er auf dem Lande eh keine Chance zur Ausbildung hat, wenn ich es mir genau überlege und bei ihm bleiben würde.....würde ich mein Lebensglück für ihn opfern, denn in 5 Jahren wird er mich nicht mehr brauchen. Dann wäre ich alleine und die liebe meines Lebens wäre weg, ich habe auch Angst das sie sich etwas antut, wenn ich nicht nach Österreich komme.....ich weiß nichts mehr, ich möchte auch glücklich sein......ich wünsche meiner Frau auch noch einen lieben Partner. Nie im Leben hätte ich gedacht so etwas zu erleben.....nie, ich fühle mich innerlich wie zerrissen.

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