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Verheiratet, aber unglücklich verliebt auch noch!

30. Juli 2011 um 9:54 Letzte Antwort: 10. Dezember 2011 um 9:08

Guten Tag allerseits,

bin neu hier und stell mich kurz vor:
44, verheiratet seit 6 Jahren, davor schon 5 Jahre feste Beziehung mit meinem jetzigen Mann, keine Kinder.

Folgender Kummer treibt mich an die Tasten:
Seit Monaten bin ich in einen Arbeitskollegen verliebt...und es wird nicht besser. Jeden Tag, den ich ihn sehe, liebe ich ihn mehr, jede Stunde, die ich ihn nicht um mich habe, bringt mich fast um.
Ihn zu lieben, ist so leicht. Er ist pures Gold, ich glaube, dass praktisch jeder und jede, der/die ihn kennt, in ihn verliebt ist. Er ist so unglaublich lieb und nett, fast immer gut drauf, zu gut, um wahr zu sein. Und sieht sehr gut aus. Und ist 12 Jahre jünger als ich. Und hat derzeit eine feste Beziehung.

Mag sein, dass er meine Gefühle ahnt, ich weiß es nicht. Mehr als ein wenig flirten, traue ich mich nicht. Gleichzeitig leide ich darunter, dass nicht "mehr" passiert. Auf platonischer Ebene verstehen wir uns richtig gut. Manchmal meine ich, bei ihm stärkeres Interesse zu erkennen, dann wieder scheint er so weit weg...

Mein Ehemann ist alles in allem ein guter Mann, ich liebe ihn auf eine gewisse, beständige Art und würde ihm nie weh tun wollen. Im Grunde will ich mit meinem Kollegen "nur" eine Affaire, als Partner für eine Beziehung würde er wahrscheinlich gar nicht so zu mir passen, fast möcht ich sagen, er wäre zu gut für mich. Aber trotzdem kann ich nur noch an ihn denken und will mehr von ihm. Ich möchte wichtig für ihn sein, möchte seine Nähe (körperlich und seelisch). Zwei Leben zu leben - eines in der Arbeit und eines zu Hause - mit jeweils dem dazugehörigen Mann, das wäre mein Ideal. Mancher mag das verwerflich finden, aber ich denke, so wäre allen geholfen: Mein Mann hätte mich als ausgeglichene, zufriedene Ehefrau, mein Kollege hätte mich als reizvolle, aufregende Geliebte und ich hätte endlich, was ich so lange schon will. Eine win-win-win- Situation. Niemand müßte es wissen, niemand würde verletzt.

Das größte Problem ist, dass ich auf einen ersten ernstzunehmenden Schritt von ihm warte, jedoch scheint er das gleiche von mir zu erwarten. Manchmal scheint es, als ob er geradezu darauf lauert, wie weit ich gehe. Aber mehr als einige Steilvorlagen, bei denen er den entscheidenden Schritt machen müßte, will ich ihm nicht liefern.

So bin ich doppelt unglücklich: Ich weiß nicht, ob mein Traummann mich will, und muss zu Hause vor meinem Ehemann (mit dem mich mittlerweile fast rein "geschwisterliche" Gefühle verbinden) meine wahren Gefühle verbergen. Sehne mich nach Leidenschaft und Feuer, während ich trostlos in der Asche stochere, bildlich gesprochen.

Falls jemand einen Rat für mich hat, der keine moralischen Bedenken enthält...
Danke

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30. Juli 2011 um 18:38

Vernunft kontra Gefühl
Danke für Deine Antwort, Millajo1.

Magst schon Recht haben mit der Midlife Krise. Allerdings wäre mir das sicher niemals passiert, wenn der betreffende Kollege nicht so ein Süßer wäre. Es gab und gibt da noch andere Männer, die Interesse an mir signalisieren, doch keiner von denen konnte mich in Versuchung führen. Und ganz sicher reizt mich auch gerade die Tatsache, dass eben dieser eine Mann mir nichts wirklich Eindeutiges signalisiert, noch zusätzlich.

Mehr auf Sicherheit zu setzen und nichts zu riskieren, ist sicher vernünftig. Wenn man nun aber nie etwas wagt, ist das Leben doch schrecklich langweilig. Ich habe Angst davor, mit 70 im Altersheim zu sitzen und mich zu fragen, was damals hätte sein können, wenn....

Das Leben ist so kompliziert. Gerade, wenn man denkt, man hätte das Gröbste hinter sich, wirft einen wieder was aus der Bahn.
Ich versuche einfach, jeden Tag so zu nehmen, wie er eben ist, und nicht mehr allzu viel zu grübeln und auch nichts zu forcieren.

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30. Juli 2011 um 20:15

Hi
Kann deine Gefühle zwar verstehen und denke, dass die jeder mal hat, der schon lange Zeit mit seinem Partner zusammen ist. Der Reiz des Neuen tut sich einfach irgendwann auf - das hat nichts mit Midlife-Crisis zu tun.

Dennoch würde ich dir davon abraten - 1. weil es dein Arbeitskollege ist und wenn die Affaire vorbei ist, ihr euch aber noch nach wie vor jeden Tag sehen müsstet, würde es die Hölle für dich sein. 2. Weißt du nicht, wie die Beziehung zu seiner Frau ist und würdest dann noch eine Bez. zusätzlich zerstören, falls diese gut ist.

Wenn es denn unbedingt sein muss, dann such dir einen Geliebten außerhalb der Arbeit!

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10. Dezember 2011 um 9:08

Verheiratet und unglücklich verliebt
Hallo Erstermaus,
ich quäle mich seit 5 Monaten mit ähnlichen Gefühlen. Unsere Situationen sind sehr ähnlich. Ich bin auch verheiratet und habe sogar zwei Kinder und habe mich in einen Kollegen verliebt - nach einem Seitensprung mit ihm, der für ihn nur Spaß war und der bei mir dazu geführt hat, dass ich mich Hals über Kopf verliebt habe.
Er ist kurz darauf von seiner Freundin verlassen worden - was nichts mit dem Seitensprung zu tun hatte, von dem sie nichts wusste. Es lief wohl einfach nicht gut. Er hat Liebeskummer, weil er seine Freundin los ist und ich, weil ich in ihn verliebt bin... Er weiß auch, dass ich in ihn verliebt bin. Und trotzdem will er sich nichtmal nochmal mit mir treffen. Ich würde wenigsten gern nochmal mit ihm schlafen wollen. Dabei weiß ich, dass ich eigentlich Liebe will und nicht Sex. Aber das wäre wenigstens etwas. Es ist wirklich schrecklich, wenn man unglücklich verliebt ist. Unglücklich ist es ja nicht nur, weil er nicht in mich verliebt ist, sondern weil ich ja auch nicht frei wäre für ihn, selbst wenn er auch wollte. Es spricht einfach alles dagegen und ich fühle mich gefangen in meiner jetzigen Konstellation.
Tja, so einen richtigen Rat habe ich nicht für Dich. Das einzige was hilft ist, sich den Mann aus dem Kopf zu schlagen und sich auf sich selbst zu besinnen. Bei einem Kollegen ist das natürlich besonders schwer. Tatsächlich habe ich angefangen, mich zu bewerben, um diesen schmerzhaften täglich Kontak zu vermeiden.
Ich kann Dich so gut verstehen. Am liebsten würde man ein Doppelleben führen...

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