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Verhältnis mit einem verheirateten + Arbeitskollege

10. Januar 2007 um 19:39 Letzte Antwort: 10. Januar 2007 um 19:57

Ich weiß echt nicht mehr weiter. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

Anfang 2006 haben wir mit unserer Abteilung einen Betriebsausflug gemacht und ich kam mit einem Kollegen ins Gespräch, der mir vorher nie so richtig aufgefallen ist. Man hat sich halt guten Tag und guten Weg gesagt. Wir unterhielten uns die ganze Nacht und seit dem ging er mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Ich habe mir aber immer gesagt, dass das eh niemals was werden kann, da er verheiratet ist, ich seit acht Jahren in einer Beziehung stecke und unsere Abteilung das nie mit uns beiden dulden würde.

Zwei Wochen nach dem Ausflug bekam ich auf einmal eine SMS von ihm und habe mich tierisch darüber gefreut. Seit dem haben wir uns jeden Tag geschrieben (ca.200 SMS im Monat), wir fingen an uns auch jeden Tag zu treffen.

Nach zwei Monaten konnte ich das nicht mehr mit meinem Gewissen vereinbaren und trennte mich von meinem Freund. Natürlich lief es auch seit längerem schon nicht mehr gut.

Wir haben uns weiter getroffen und sind sogar nach vier Monaten zusammen in den Urlaub gefahren. (Ohne wissen von seiner Frau).

Ich habe von Tag zu Tag immer mehr Gefühle entwickelt und der Gedanke, dass er jeden Abend mit seiner Frau zusammen einschläft, wurde unerträglich. Ich habe aber mich nicht getraut ihn darauf anzusprechen, weil ich Angst hatte, alles kaputt zu machen.

Nach einem halben Jahr hat seine Frau alles raus bekommen und war total fertig (was mir auch tierisch leid tat). Sie hat gesagt, dass sie uns das Leben zur Hölle machen wird und alles bei der Arbeit erzählen wird. Sie hat mich auch angerufen und mir ganz böse SMS geschrieben. Was ich auch verstehen kann. Sie tut mir wirklich sehr leid.

Als sie sich einigermaßen wieder beruhigt hat, musste er ihr versprechen, dass wir uns nicht mehr schreiben und uns nicht mehr treffen werden. Sie will um ihn kämpfen, weil sie ihn liebt.

Wir haben uns dann ca. drei Wochen nicht mehr geschrieben und nicht mehr gesehen (außer bei der Arbeit). Ganz ohne einander haben wir es dann doch nicht ausgehalten und haben uns ab und zu ganz kurz getroffen. Aber telefoniert haben wir regelmäßig.

Er hat mich gefragt, ob ich mit ihm zusammen sein möchte, wenn er sich von seiner Frau trennen würde. Das war das Größte für mich.

Alles schien gut zu werden. Jetzt ist sie seit einer Woche ausgezogen, aber irgendwie ist alles andere als gut. Er zieht sich immer mehr von mir zurück und hat mir gesagt, das er nicht weiß, ob er auf sein Herz hören soll oder auf seinen Verstand?? Das Herz galt mir und der Verstand galt seiner 17jährigen Ehe und vorallem der Arbeit. Wenn wir zusammen sein wollen, müsste einer von uns den Job wechsel.

Ich bin langsam mit meiner Kraft am Ende. Wir können uns aus Angst das seine Frau uns sieht nur ganz kurz treffen, obwohl sie ausgezogen ist. Er sagt ihr halt, dass wir uns nicht treffen. Er hat ein ständiges schlechtes Gewissen und wir können die Zeit gar nicht richtig genießen. Ich merke auch, dass er sích immer mehr zurückzieht. Ich möchte ihn nicht verlieren, aber ich weiß nicht, wie ich das anstellen soll. Ich möchte ihn nicht bedrängen. Aber ich kann auch nicht mehr so weiter machen.

Ich wäre über euren Rat sehr dankbar!!!!












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10. Januar 2007 um 19:57

Ganz einfach und doch schwer
Zu aller erst möchte ich sagen, dass ich mit solch einer Beziehung keine Erfahrungen hab. Wobei ich jedoch Erfahrungen gesammelt habe und sie gerne mit dir austausche, ist: Lohnt es sich um einen Mann zu kämpfen oder nicht?
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass du diesen Mann wirklich sehr liebst und gerne mit ihm zusammen wärst. Du hast Bedenken wegen seiner Frau und wegen der Arbeitsstelle....ich kenne eure Firma und eure Kollegen nicht, aber wieso denkst du, dass die so negativ reagieren sollten? Seid ihr nicht alle erwachsen und könnt nicht erwachsen damit umgehen? Im Büro küsst man sich doch soeieso nicht, sondern man arbeitet - und die Kollegen haben die Beziehung eben zu akzeptieren! Ihr seid doch nicht Hollywoodstars über die jedes Klatschblatt schreibt, oder? Also mach dir darüber die wenigsten Gedanken.
Wegen seiner Frau: Natürlich kann sie einem leid tun, aber ich will jetzt nicht über dich oder deinen "Freund" urteilen - es ist jetzt eben so wie es ist. Das wirkliche Problem ist doch eigentlich, dass dein Freund sich nicht entscheiden kann, ob er sich von seiner Frau trennen soll oder nicht. Und dazu lässt sich nur sagen: Sprich mit ihm und fordere eine Entscheidung!!!! Du willst doch glücklich werden, oder nicht? Ich kann mir gut vorstellen, dass du Angst vor einer Zurückweisung hast, aber wie soll es denn weitergehen, wenn er sich nicht entscheidet? Wahrscheinlich wirst du ihn dann sowieso ganz verlieren, denn seine Frau ist entschlossen ihn zurückzugewinnen.

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