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Vergeben und Vergessen?

16. Oktober 2017 um 9:31 Letzte Antwort: 16. Oktober 2017 um 10:50

Hallo ihr lieben,

ich habe ein Problem. Mit meinem Freund. und eigentlich ist es wohl meins alleine... Wir haben uns mitte Dezember 2016 im Internet kennen gelernt und waren quasi ab unserem ersten Treffen in der Realität zusammen. Man kann sagen, liebe auf den ersten Blick. Obwohl wir in unserer kommunikation noch nicht von liebe gesprochen haben. Er hat viele weibliche Bekannte und mit einer hat er sehr intensiven Kontakt.
Das Problem ist, dass er ihr bis April verschwiegen hat, dass er eine Freundin hat und es kam auch zu schreibereien über kuscheln im Bett und das sie einsam auf dem Sofa ist - angeblich war das nur einmal und vor uns während meiner existens ist nichts im realen Leben mit ihr gelaufen. Einmal hat er geschrieben, dass er mit einer Freundin Filme geschaut hat - ich war "eine" Freundin. Also hat er mich sehr bewusst verschwiegen. Im April hab ich es jedenfalls raus bekommen. Die Bedingung war, dass er ihr klipp und klar sagen muss, dass er eine Freundin hat. Im nachhinein habe ich dann wieder mitbekommen, dass er ihr lediglich geschrieben hat, dass er jemanden kennen gelernt hat und es villeicht was ernstes werden könnte... zu diesem Zeitpunkt waren wir bereits mehr als 4 Monate zusammen.

Fakt ist, er bereut es wohl sehr, dass er mich so lange verschwiegen hat. Sieht aber nicht ein, dass er den Kontakt zu ihr abbricht. Jedes mal, wenn ich mitbekomme, dass sie ihm wieder schreibt, reißt es diese Wunde wieder auf. Es gibt oft einen riesigen Zirkus. Ich fühle mich betrogen, selbst wenn die beiden nichts schlimmes, sondern nur banalen alltagskram schreiben. Er steht auch noch mit anderen Damen im regelmäßige Kontakt, was mich zusätzlich wurmt.

Im echten leben habe ich schon ganz am Anfang seine Eltern kennen gelernt, weil diese im gleichen Haus wohnen. Sogar zu Weihnachten hat er mich schon mit zu seinen Freunden genommen und mich als seinen Weihnachtsengel vorgestellt. Also sind die Situationen virteull vs. reallife sehr widersprüchlich. Seine Haustürschlüssel habe ich auch schon bald bekommen und er meine. Ich bin gut in seinem Umfeld integriert und seine Freunde und Familie mögen mich und ich sie ebenfalls.    

Ich glaube ihm sogar, dass er mich nicht betrügt und mir treu ist. Dennoch kann ich ihm aktuell nicht zu 100 % vergeben und wieder vertrauen. Ich komme mir schon sehr doof und minderwertig vor und es kann doch nicht sein, dass ich alleine die leidtragende bin die irgendwie mit der Situation zurecht kommen muss und er keinerlei kompromisse eingeht. Was würdet ihr in meiner Situation von ihm fordern? oder gibt es nichts zu fordern? Ich will ihm vertrauen können und ich will das es funktioniert. Wir sind übrigens beide 33.

Ich hoffe es war nicht allzu viel wirrwarr....

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16. Oktober 2017 um 9:54

Wir arbeiten beide lange und pendeln beide in unterschiedliche Städte. Er ist ehrenamtlich noch sehr eingebunden und hat da viele Termine. Sonst verbringen wir die meiste freie Zeit aber gemeinsam. Wir unternehmen viel und waren in der kurzen Zeit auch schon mehrmals gemeinsam im Urlaub. Sonst ist unser Umgang auch sehr liebevoll... viele zärtlichkeiten, Händchen halten, kuscheln... Das mit der anderen ist die einzige Komponente die nicht so ins (oder vll. nur in mein) Bild passt.

Wieso bist du der Meinung, dass es eine komische Beziehung ist, wenn man es denn so nennen kann?  

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16. Oktober 2017 um 10:23

Ja, dass schon. Aber ich weiß nicht ob sie weiß, dass es schon seit Dezember geht. Glaube eher nicht. Und ich weiß nicht warum mich das so wurmt. 

Nach unserem Streit gestern hab ich heute auch noch nichts von ihm gehört und er wollte gestern die Nacht auch für sich alleine verbringen... und die Nächte die wir bisher getrennt voneinander verbracht haben, kann man glaube fast an 2 Händen abzählen. 8 davon gehen auf Dienstreisen und einen Männerurlaub. 
Wahrscheinlich hab ich ihn auch bald sowieso gänzlich vergrault... in meiner Wut während Eifersuchtsattacken, in denen ich ihm immer wieder die Sache mit der doofen schreibfreundin aufs Brot schmiere, war ich schon sehr unsachlich und habe ihm schlimme Sachen an den Kopf geworfen. Aber ich kann in so momenenten nicht aus meiner Haut die ich so eigentlich nicht meine ist. 

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16. Oktober 2017 um 10:28

Ja, so ist es. Trotzdem wurmt mich die Sache mit der anderen so sehr.
Und sonst lasse ich ihm ja auch seine Freiheiten. 
Ich wünschte ich könnte einfach so neutral handeln. Es geht auch oft eine Weile gut, bis ich wieder einen Blick auf sein Handy werde und Nachrichten von ihr oder private Mails von seiner Arbeitskollegin sehe oder Anrufe von einer anderen... alles nur platonische Freundinnen. 

Vll brauche ich eine Gehirnwäsche um wieder „normal“ zu werden.

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16. Oktober 2017 um 10:50

auf seine Schreibfreundin. Und darauf das er in diesem Fall mein vertrauen misstbraucht hat und alles nur, weil es sich für ihn nicht ergeben hat, ihr mitzuteilen, dass er seit geraumer Zeit eine Freundin hat.
Es gibt für mich eigentlich keinen Grund eine neue Beziehung vor jemandem zu verheimlichen mit dem man rein freundschaftlichen Kontakt hat, außer der, dass man sich diesen jemand noch auf eine Art warm halten will. Und das streitet er ab... und falls man sich diesen jemand so warm halten wollte, geht es für mich nicht, diesen Kontakt weiterhin aufrecht zu erhalten. und dann sehe ich nicht ein, dass er mich quasi mit dieser Situation alleine lässt und ich alleine dafür verantwortlich bin, dass wieder zu kitten, bzw. es mein Problem ist, dass es was zu kitten gibt. Aus meiner Sicht, sollte er auch einen Teil zur "Heilung" bzw. Vertrauens-Zurückgewinnung, beitragen.

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