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verarscht!

15. August um 13:10

irgendwie hab ist den eindruck, dass inzwischen in jedem zweiten beitrag die frage kommt: "wurde ich verarscht?"

ist das gerade in mode? bei jungen leuten? andere "verarschen"?

oder ist es gerade in mode, die schuld auf jeden fall immer bei allen anderen zu suchen, keinesfalls bei sich selbst, wenn irgendwas halt mal nicht so läuft, wie man es gerne hätte?

ja, früher war auch nicht alles toll, und auch wir haben viele anläufe gebraucht, enttäuschungen erlebt, und hatten mit komischen typen zu tun. trotzdem kann ich mich nicht erinnern, dass irgendjemand sich gefragt hätte, ob er (oder sie) verarscht wurde, wenn mal wieder ein paar sich getrennt, ein flirt zu nichts geführt, oder sich das herzblatt als a...loch entpuppt hat...

 

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15. August um 13:39

Ich seh darin immer weniger Eigenverantwortung und wenn ich manchmal sehe, wie einige Kinder heutzutage aufwachsen (Helikoptereltern) wird das wohl immer mehr ausufern.
Dazu kommt dann noch, dass heutzutage auch einiges viel leichter läuft und man den Popo kaum noch hochbekommen muss, auch was das anbandeln angeht. Es wird vieles frei Haus geliefert und das wird dann genutzt.
Für alles gibt es Vorlagen, die ohne viel Mühe abgerufen werden können.
Mir fehlt da an vielen Stellen etwas "eigenes" und die Verantwortung für sich selbst und das eigene Leben übernehmen zu wollen und zu können.

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15. August um 13:16

Das ist sicher auch zum Teil eine Erscheinung der heutigen Zeit. Die Menschen sind schon sehr viel egozentrischer als früher und sehen sich selbst als den Nabel der Welt.

Das hängt möglicherweise auch mit der Erziehung zusammen. Viele der heutigen jungen Erwachsenen wurden ja antiautoritär erzogen und es wurde ihnen haufenweise Zucker in den Popo geblasen. Dass man Kindern helfen soll, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln, wurde wohl häufig missverstanden in die Richtung, dass man sie auf keinen Fall mehr kritisieren und ihnen Grenzen setzen darf. Tja - die Rechnung wird eben jetzt präsentiert. Wir haben jetzt viele sensible, verwöhnte Prinzen und Prinzesschen.

Diese Leute sehen es als persönliche Beleidigung an, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen. Mama und Papa haben ja auch nie nein gesagt - was erlaubt sich dieser andere Mensch jetzt, dass er seinen eigenen Willen hat und nicht springt, wenn man pfeift?

Ich will nicht sagen, dass es solche Menschen früher nicht gab. Das Internet bringt es mit sich, dass man sie einfach heute stärker wahrnimmt, weil sie ihrer Empörung in Foren und auf Facebook Ausdruck verleihen. Das war früher halt nicht so möglich, da hat man halt Leserbriefe an Zeitungen geschrieben und gehofft, dass diese den eigenen Senf abdrucken. . Das geschah eben nicht immer und drum kriegte man nicht jede Unmutsäußerung mit.

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15. August um 13:16

Das ist sicher auch zum Teil eine Erscheinung der heutigen Zeit. Die Menschen sind schon sehr viel egozentrischer als früher und sehen sich selbst als den Nabel der Welt.

Das hängt möglicherweise auch mit der Erziehung zusammen. Viele der heutigen jungen Erwachsenen wurden ja antiautoritär erzogen und es wurde ihnen haufenweise Zucker in den Popo geblasen. Dass man Kindern helfen soll, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln, wurde wohl häufig missverstanden in die Richtung, dass man sie auf keinen Fall mehr kritisieren und ihnen Grenzen setzen darf. Tja - die Rechnung wird eben jetzt präsentiert. Wir haben jetzt viele sensible, verwöhnte Prinzen und Prinzesschen.

Diese Leute sehen es als persönliche Beleidigung an, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen. Mama und Papa haben ja auch nie nein gesagt - was erlaubt sich dieser andere Mensch jetzt, dass er seinen eigenen Willen hat und nicht springt, wenn man pfeift?

Ich will nicht sagen, dass es solche Menschen früher nicht gab. Das Internet bringt es mit sich, dass man sie einfach heute stärker wahrnimmt, weil sie ihrer Empörung in Foren und auf Facebook Ausdruck verleihen. Das war früher halt nicht so möglich, da hat man halt Leserbriefe an Zeitungen geschrieben und gehofft, dass diese den eigenen Senf abdrucken. . Das geschah eben nicht immer und drum kriegte man nicht jede Unmutsäußerung mit.

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15. August um 13:19
In Antwort auf derspieltdochblos

irgendwie hab ist den eindruck, dass inzwischen in jedem zweiten beitrag die frage kommt: "wurde ich verarscht?"

ist das gerade in mode? bei jungen leuten? andere "verarschen"?

oder ist es gerade in mode, die schuld auf jeden fall immer bei allen anderen zu suchen, keinesfalls bei sich selbst, wenn irgendwas halt mal nicht so läuft, wie man es gerne hätte?

ja, früher war auch nicht alles toll, und auch wir haben viele anläufe gebraucht, enttäuschungen erlebt, und hatten mit komischen typen zu tun. trotzdem kann ich mich nicht erinnern, dass irgendjemand sich gefragt hätte, ob er (oder sie) verarscht wurde, wenn mal wieder ein paar sich getrennt, ein flirt zu nichts geführt, oder sich das herzblatt als a...loch entpuppt hat...

 

Es gibt schon Menschen, die andere "verarschen".
Also sie ausnutzen, ihre Gefühle, ihre Gutgläubigkeit, ihren Enthusiasmus. Die sie ausnehmen wollen usw.
Das gab es früher auch schon.
Ob in zwischenmenschlichen Beziehungen, ob im Arbeitsleben.
Man glaubt gar nicht, was sich Arbeitnehmer von ihrem Chef manchmal alles gefallen lassen müssen.
Und was in Partnerbörsen so abgeht muss z.T. auch unterirdisch sein (was man hier so mitbekommt).

Wichtig ist, dass man es erkennt und sich evtl. dagegen wehren kann.

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15. August um 13:39

Ich seh darin immer weniger Eigenverantwortung und wenn ich manchmal sehe, wie einige Kinder heutzutage aufwachsen (Helikoptereltern) wird das wohl immer mehr ausufern.
Dazu kommt dann noch, dass heutzutage auch einiges viel leichter läuft und man den Popo kaum noch hochbekommen muss, auch was das anbandeln angeht. Es wird vieles frei Haus geliefert und das wird dann genutzt.
Für alles gibt es Vorlagen, die ohne viel Mühe abgerufen werden können.
Mir fehlt da an vielen Stellen etwas "eigenes" und die Verantwortung für sich selbst und das eigene Leben übernehmen zu wollen und zu können.

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15. August um 13:51
In Antwort auf kariertekatze

Ich seh darin immer weniger Eigenverantwortung und wenn ich manchmal sehe, wie einige Kinder heutzutage aufwachsen (Helikoptereltern) wird das wohl immer mehr ausufern.
Dazu kommt dann noch, dass heutzutage auch einiges viel leichter läuft und man den Popo kaum noch hochbekommen muss, auch was das anbandeln angeht. Es wird vieles frei Haus geliefert und das wird dann genutzt.
Für alles gibt es Vorlagen, die ohne viel Mühe abgerufen werden können.
Mir fehlt da an vielen Stellen etwas "eigenes" und die Verantwortung für sich selbst und das eigene Leben übernehmen zu wollen und zu können.

Es ist lustig, aber ich habe gestern einen interessanten Artikel darüber gelesen:

Ein Zitat daraus:

Der Hybrid aus «Normal» und «Hardcore» steht für eine unscheinbare, vollkommen langweilige «Normalo-Generation». Schon Anfang 2013 erklärte Li Edelkoort, eine der wichtigsten Trendforscherinnen unserer Zeit, das Thema «Bland – fade oder langweilig» zum Trend einer neuen Generation, die vom Internet absorbiert wurde und nicht mehr anders als alle anderen sein will. Diese Generation sei höflich, angepasst und unauffällig, will in der Masse aufgehen und so das Individuum schützen.

https://www.aargauerzeitung.ch/leben/leben/alles-lagom-das-neue-gluecksgefuehl-kommt-aus-schweden-131798204

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15. August um 14:31
In Antwort auf derspieltdochblos

irgendwie hab ist den eindruck, dass inzwischen in jedem zweiten beitrag die frage kommt: "wurde ich verarscht?"

ist das gerade in mode? bei jungen leuten? andere "verarschen"?

oder ist es gerade in mode, die schuld auf jeden fall immer bei allen anderen zu suchen, keinesfalls bei sich selbst, wenn irgendwas halt mal nicht so läuft, wie man es gerne hätte?

ja, früher war auch nicht alles toll, und auch wir haben viele anläufe gebraucht, enttäuschungen erlebt, und hatten mit komischen typen zu tun. trotzdem kann ich mich nicht erinnern, dass irgendjemand sich gefragt hätte, ob er (oder sie) verarscht wurde, wenn mal wieder ein paar sich getrennt, ein flirt zu nichts geführt, oder sich das herzblatt als a...loch entpuppt hat...

 

Mit der Vermutung der Mode, die Schuld immer auf jeden Fall bei anderen zu suchen, bloß nicht bei sich selbst, wirst du goldrichtig liegen bei den meisten.
Durch das ganze Geschreibsel, Onlinedating usw., vielleicht auch durch Erziehung, sind viele gar nicht mehr in der Lage, Körpersprache und andere nonverbale Dinge, also das, was zwischen den Zeilen liegt, zu lesen und zu verstehen. Ist jedenfalls mein Eindruck, vor allem bei jungen Leuten, aber kommt auch bei welchen in meinem Alter vor.
Und wehe, es läuft nicht alles nach Plan! Dann ist natürlich der Partner schuld und dein A....loch, weil er die Wünsche nicht erfüllen will. 
Auch spontanes und lockeres Sich verlieben und das genießen und einfach mal auf sich zukommen lassen, scheint es kaum noch zu geben. War aber vielleicht immer eher eine Randerscheinung.

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15. August um 14:32
In Antwort auf lunaviolet99

Das ist sicher auch zum Teil eine Erscheinung der heutigen Zeit. Die Menschen sind schon sehr viel egozentrischer als früher und sehen sich selbst als den Nabel der Welt.

Das hängt möglicherweise auch mit der Erziehung zusammen. Viele der heutigen jungen Erwachsenen wurden ja antiautoritär erzogen und es wurde ihnen haufenweise Zucker in den Popo geblasen. Dass man Kindern helfen soll, ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln, wurde wohl häufig missverstanden in die Richtung, dass man sie auf keinen Fall mehr kritisieren und ihnen Grenzen setzen darf. Tja - die Rechnung wird eben jetzt präsentiert. Wir haben jetzt viele sensible, verwöhnte Prinzen und Prinzesschen.

Diese Leute sehen es als persönliche Beleidigung an, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen. Mama und Papa haben ja auch nie nein gesagt - was erlaubt sich dieser andere Mensch jetzt, dass er seinen eigenen Willen hat und nicht springt, wenn man pfeift?

Ich will nicht sagen, dass es solche Menschen früher nicht gab. Das Internet bringt es mit sich, dass man sie einfach heute stärker wahrnimmt, weil sie ihrer Empörung in Foren und auf Facebook Ausdruck verleihen. Das war früher halt nicht so möglich, da hat man halt Leserbriefe an Zeitungen geschrieben und gehofft, dass diese den eigenen Senf abdrucken. . Das geschah eben nicht immer und drum kriegte man nicht jede Unmutsäußerung mit.

Super Kommentar und ganz sicher zutreffend!

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15. August um 14:35
In Antwort auf aasha108

Mit der Vermutung der Mode, die Schuld immer auf jeden Fall bei anderen zu suchen, bloß nicht bei sich selbst, wirst du goldrichtig liegen bei den meisten.
Durch das ganze Geschreibsel, Onlinedating usw., vielleicht auch durch Erziehung, sind viele gar nicht mehr in der Lage, Körpersprache und andere nonverbale Dinge, also das, was zwischen den Zeilen liegt, zu lesen und zu verstehen. Ist jedenfalls mein Eindruck, vor allem bei jungen Leuten, aber kommt auch bei welchen in meinem Alter vor.
Und wehe, es läuft nicht alles nach Plan! Dann ist natürlich der Partner schuld und dein A....loch, weil er die Wünsche nicht erfüllen will. 
Auch spontanes und lockeres Sich verlieben und das genießen und einfach mal auf sich zukommen lassen, scheint es kaum noch zu geben. War aber vielleicht immer eher eine Randerscheinung.

lunaviolett und kariertekatze haben es viel besser ausgedrückt!!!

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15. August um 15:47

Das ist doch alles nichts neues, gabs auch vor über 30 Jahren in meiner Jugend und sicher auch schon vor 100 und mehr Jahren. Nur gab es da keins dieser doofen amerikanischen Begriffe für. Und durch den Trend zum Online Dating kommt es vielleicht öfter vor.
Dem kann man entgegenwirken, indem man sich ganz klassisch in der eigenen näheren Umgebung, zumindest aber im echten Leben auf lockere Partnersuche begibt. Ganz so leicht sich in Luft auflösen geht dann doch nicht, vor allem merkt man aber durch Körpersprache und verbale und nonverbale Signale viel eher, wie jemand tickt. Aber reinfallen kann man immer, auch im echten Leben. Und was draus lernen!

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16. August um 8:29

da stimme ich Dir völlig zu...
Ich fürchte, das ist schon in vielen Fällen der Hintergrund.

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16. August um 8:39

Viele scheinen "verarschen" nur auf den Beziehungsbereich zu beziehen. Dabei kommt das in sehr vielen Bereichen vor. Wenn einem z.B. überteuerte Waren angeboten werden, wenn das China-Restaurant Reste von Tellern wieder ins Büffet kippt etc. etc. etc. Beispiele vom Arbeitsleben hatte ich bereits genannt. 

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16. August um 9:19

Vielleicht hängt das mit der Unselbstständigkeit und dem, dass man sich selbst nicht reflektiert zusammen und auch mit der Sprachlosigkeit.

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16. August um 9:29
In Antwort auf daphne0105

Viele scheinen "verarschen" nur auf den Beziehungsbereich zu beziehen. Dabei kommt das in sehr vielen Bereichen vor. Wenn einem z.B. überteuerte Waren angeboten werden, wenn das China-Restaurant Reste von Tellern wieder ins Büffet kippt etc. etc. etc. Beispiele vom Arbeitsleben hatte ich bereits genannt. 

naja, was die überteuerten Waren angeht - der Spruch "jeden Tag steht ein Dummer auf" ist schon seeeeeeeeeeeeeeeehhhhhhhhhhhhhhrrrrr alt.

Generell ist "verar*** wollen" wohl menschlich - hat es immer gegeben, wird es immer geben. Das was dagegen helfen würde, wäre Verstand und Eigenverantwortung und mit letzterer geht es aus meiner Sicht in den letzten Jahren echt bergab.
Aber dennoch denke ich, dass es wirklich der kleinere Teil ist, der verar*** wurde - beim größeren Teil läuft das mehr so wie @yackyo beschrieben hat. Es GAB eigentlich gar keine Verar***, es wird nur so wahrgenommen.

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16. August um 23:11

Das kommt leider schon mal vor. Ich kann Dir aber nicht sagen, woher ich diese Information habe, sorry.

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16. August um 23:12
In Antwort auf -orchidee-

Vielleicht hängt das mit der Unselbstständigkeit und dem, dass man sich selbst nicht reflektiert zusammen und auch mit der Sprachlosigkeit.

Was denn für eine Unselbstständigkeit ?

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16. August um 23:29
In Antwort auf daphne0105

Was denn für eine Unselbstständigkeit ?

Im Sinne von nicht selbst denken. 
Es wird einem Muster, einer Vorstellung oder dem gefolgt, was irgendwo gelesen wurde. Fehlende Freiheit im Denken, dass Andere auch Wünsche und eigene Wahrheiten haben.
Da wird sich vorgestellt, wie alles zu laufen hat, was geschehen soll oder wird, wenn ich 'so oder so' handle. Der andere Mensch, der Partner und dessen Wahrheit kommt in den eigenen Überlegungen gar nicht vor.
Und es passiert natürlich nicht das, was man sich erträumt hat.
Und dann kommen sie sich verarscht vor.
Dabei leben sie ihre eigene Lüge.

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16. August um 23:29

Ich glaube sagen zu können, dass das reine "verarschen" an sich von den meisten als etwas anderes angesehen wird, und viele aber auch zu verarschen etwas ganz anderes zählen.
Manch einer sagt nachdem man wochenlang geschrieben hat, vllt sich getroffen und geredet, vllt auch schon Sex gehabt hat usw. das es doch eigentlich nur ein Spiel war, dies was für andere ein Spiel ist, ist für den anderen dann eben vollkommener ernst, daher sollte man bevor man einen Schritt weiter in einer Freundschaft oder auch Partnerschaft geht immer erst, den anderen Fragen wie er sich fühlt, wie er sich das gerade vorstellt und wohin es gehen soll.
Für mich beginnt verarschen auch nicht erst beim fremdgehen, das kann schon damit beginnen das die andere Person einen hinhält oder eben nur mit einem spielt.

LG Paddel *pika*

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17. August um 1:52
In Antwort auf derspieltdochblos

irgendwie hab ist den eindruck, dass inzwischen in jedem zweiten beitrag die frage kommt: "wurde ich verarscht?"

ist das gerade in mode? bei jungen leuten? andere "verarschen"?

oder ist es gerade in mode, die schuld auf jeden fall immer bei allen anderen zu suchen, keinesfalls bei sich selbst, wenn irgendwas halt mal nicht so läuft, wie man es gerne hätte?

ja, früher war auch nicht alles toll, und auch wir haben viele anläufe gebraucht, enttäuschungen erlebt, und hatten mit komischen typen zu tun. trotzdem kann ich mich nicht erinnern, dass irgendjemand sich gefragt hätte, ob er (oder sie) verarscht wurde, wenn mal wieder ein paar sich getrennt, ein flirt zu nichts geführt, oder sich das herzblatt als a...loch entpuppt hat...

 

na ja, früher gab es auch weder Internet, noch Smartphones. Das Telefonieren war anstrengender - und überhaupt musste man sich schon bewegen, bis man einander näher kommen konnte. Da gab es noch Spannungen und jeder gab sich Mühe, den anderen zu beeindrucken, damit dieser nicht gleich wieder das Weite suchte und man wieder allein zurück blieb.

Ja - die Uhren gingen ganz einfach allgemein noch viel ''langsamer''.

Heute klickt man sich durch und findet nach wenigen Klicks oder Fingerwischs direkt das nächste ''Abenteuer''. Na, LOGISCH wird man da eher und öfter auch vera****t !

Also, mich wundert das nicht.

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17. August um 4:04
In Antwort auf derspieltdochblos

irgendwie hab ist den eindruck, dass inzwischen in jedem zweiten beitrag die frage kommt: "wurde ich verarscht?"

ist das gerade in mode? bei jungen leuten? andere "verarschen"?

oder ist es gerade in mode, die schuld auf jeden fall immer bei allen anderen zu suchen, keinesfalls bei sich selbst, wenn irgendwas halt mal nicht so läuft, wie man es gerne hätte?

ja, früher war auch nicht alles toll, und auch wir haben viele anläufe gebraucht, enttäuschungen erlebt, und hatten mit komischen typen zu tun. trotzdem kann ich mich nicht erinnern, dass irgendjemand sich gefragt hätte, ob er (oder sie) verarscht wurde, wenn mal wieder ein paar sich getrennt, ein flirt zu nichts geführt, oder sich das herzblatt als a...loch entpuppt hat...

 

Von vielen sehr jungen Leuten kriegt man ja hier im Forum zu hören, dass man "heutzutage" niemandem mehr vertrauen könne (normalerweise hört man sowas die Alten sagen "heutzutage....blabla".) - mich hat das schon überrascht...dieses Empfinden von allgemeiner Unehrlichkeit.

Andererseits habe ich den Eindruck, es ist einfach der Preis des schnellen Kennenlernens: über datig-portale, whatsapp etc kennegelernt, schnell das Profil "gecheckt", ein zwei Treffen und mal sehen, wie es im Bett läuft...dann gemerkt, das irgendwas fehlt oder nicht so ist, wie man denkt und schon ist der jeweils andere "der Verarscher".

Ich glaube, hier "verarschen" sich alle gegenseitig. Aber das liegt in der Natur des Datingzeitalters. 

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17. August um 6:17
In Antwort auf kariertekatze

Ich seh darin immer weniger Eigenverantwortung und wenn ich manchmal sehe, wie einige Kinder heutzutage aufwachsen (Helikoptereltern) wird das wohl immer mehr ausufern.
Dazu kommt dann noch, dass heutzutage auch einiges viel leichter läuft und man den Popo kaum noch hochbekommen muss, auch was das anbandeln angeht. Es wird vieles frei Haus geliefert und das wird dann genutzt.
Für alles gibt es Vorlagen, die ohne viel Mühe abgerufen werden können.
Mir fehlt da an vielen Stellen etwas "eigenes" und die Verantwortung für sich selbst und das eigene Leben übernehmen zu wollen und zu können.

ich denke das ist es.... zuviele auch zu anonyme Mgl des Kennenlernens...das verringert natürlich die Hemmschwelle, die Person zu benutzen und wegzuwerfen. Wenn ich hier früher lese denke ich bei den Usern an80er und 90er.

Da hat man sich immer im RL kennengelernt und wer da bewusst abschleppte und abstiess  hatte schnell seinen Ruf weg und bald kaum noch Erfolg wenn es sich herumsprach.

Heute nutzen solche es online... und das macht es für viele attraktiv, sich so zu benehmen, die sich das früher nie gewagt hätten

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