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Verantwortung in der Familie oder Lebensglück.....????

19. April 2009 um 17:56

Vielleicht weiß jemand einen Rat:

Ich habe die Liebe meines Lebens vor 15 Jahren kennen- und lieben gelernt. Wir waren beide nicht frei, ihr damaliger Mann war Alkoholiker, sie hatten 2 kleine Kinder zusammen und sie hatte die Scheidung eingereicht. Ich war noch am Anfang meines Studiums, ohne Berufsperspektive und der Möglichkeit, eine Familie zu ernähren. Und ich war 500km entfernt von ihr, ich in Deutschland, sie in Frankreich. Ich hatte damals keinen Mut für den wichtigen Schritt, es kam wie es kommen musste, wir verloren uns aus den Augen. Letztes Jahr hatten wir uns wieder getroffen, es war eine zufällige Begegnung, wir wussten beim ersten Blick was passieren würde.
Sie hatte damals eine Beziehung mit einem Nachbarn begonnen, zu dem sie später eingezogen war. Er hatte sich sehr um sie bemüht, um sie trotz des großen Altersunterschieds für sich zu gewinnen. Sie haben ein Kind zusammen, es ist jetzt 12 und hat Diabetes. Und sie ist sehr unglücklich. Ihr Mann hat sie nicht geheiratet, nach 3 Ehen die er vorher hatte wollte er das nicht mehr. Nun, seit einem Jahr haben wir also eine Fernbeziehung, in der wir jeden Tag miteinander telefonieren, uns alle 2 Wochen für kurze Zeit sehen und zusammen kommen wollen. Mittlerweile bin ich schon fast geschieden, es fehlt nur noch ein Gerichtstermin, auch meine Beziehung war sehr unglücklich. In ihr habe ich zusammen mit meiner noch Ehefrau über 20 Jahre lang wie Brüderchen und Schwesterchen miteinander vorbeigelebt.

Also, ich habe meine Wohnung vermietet, ein Haus in Frankreich schon fast gemietet, beruflich alles klar gemacht, das ich weiter in und von Frankreich aus arbeiten kann und warte nur noch auf den unterschriebenen Mietvertrag (nachdem ich eine komplette Jahresmiete zusätzliche Kaution gestellt habe), um den Umzug organisieren zu können.
Nun hat meine liebste schwere Gespräche mit ihren Kindern 12 und 18, und ihrem Lebenspartner gehabt. Dieser will sie nicht gehen lassen, er schwört Besserung und will ein anderer werden. So wie er war war ihr alles unmöglich, doch wenn er sich ändert wird sie für die Kinder weiter ihre Rolle für jeden in der Familie spielen. Der kleine Sohn will beim Vater bleiben, der große auch, und sie könnte nur alleine ausziehen. Da der kleine Sohn aber mit seiner Krankheit von einem alleine nicht zu versorgen ist (von nachts um 2 an 6x über den Tag verteilt zu messen und zu Spritzen ist das Problem vorprogrammiert: Sie kann wegen des Sohnes nicht gehen und hätte das Gefühl, ihre Familie im Stich zu lassen, und das kann sie nicht. Was bleibt ist, ich gehe jetzt nach Frankreich, lerne die Sprache und versuche dort zu leben. Wenn sie kann ist es möglich daß wir uns sehen, also die umgekehrte Rolle zu einer Geliebten bleibt uns übrig.
Was kann ich denn jetzt machen, mein Gefühl der Liebe ist tief und eindeutig, ihres zu mir auch, aber sie verzichtet für das wohl der Familie auf ein zusammenleben mit mir. Ich bin am Boden zerstört. Habe ich schon vor dem Beginn alles verloren? Ich bin völlig leer.

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21. April 2009 um 10:56

Hoffnung
Hallo rexcramer2009,

ich kann dich gut verstehen, und es ist schwierig, dir einen Rat zu geben. Ich selber bin eher in der Position deiner Liebsten, ich bin in meiner Ehe unglücklich und weiß nicht, ob ich mich trennen soll. Mein Verantwortungsgefühl für meine Familie ist groß, ich habe 2 Kinder (6J. und 10J.) und möchte ihnen nicht weh tun. Bei deiner Liebsten ist es natürlich noch etwas schlimmer, wegen dem Diabetes.
Ich bin mittlerweile der Meinung, das aber eine unglückliche Mutter zu Hause für die Kinder schlechter ist, als eine Trennung und einer anschließend hoffentlich glücklichen Mutter.
Ich denke, es ist oft so, daß wenn sich ein Mann (Frau) ändern möchte, es meistens nicht von langer Dauer ist. Vielleicht solltest du den Schritt trotz allem wagen und hoffen. Ich weiß, das ist leicht gesagt, aber was hast du für Möglichkeiten???
Alles abblasen und in Deutschland bleiben??? Willst du das??
Oder du versuchst in Frankreich glücklich zu werden, auch auf die Gefahr, das deine Liebste sich nicht trennen wird.

Versuch es als Neuanfang zu sehen. Vielleicht kommt deine Zeit mit ihr ja doch noch!!! Denk positiv!!!

Ich wünsche dir auf jeden Fall allles Gute und Kraft für deinen Neuanfang,
Satina

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21. April 2009 um 12:07

Ich kenne das auch..
..nur dass ich die bin, die ihre Familie nicht verlassen kann, obwohl ich sehr unglücklich bin. Ich habe einen Freund, der nicht allein für mich, aber sicherlich auch um den Weg für eine Zukunft mit mir freizumachen, seine Familie verlassen hat. Nun sitzt er da und wartet quasi auf mich..und ich komme hier zu Hause nicht los, obwohl ich es auf der einen Seite so gern möchte. die Gefühle für ihn sind da, wir haben eine Menge Spaß und es macht mich glücklich. Die Realität ist aber hier zu Hause, bei meinen drei Kindern. Ich könnte vielleicht meinen Mann verlassen - wenn ich die Kids und die finanzielle Abhängigkeit nicht hätte. Für mich ist klar: wenn ich tatsächlich bleiben sollte, dann werde ich die Entscheidung treffen mit allen Konsequenzen. Mein Freund soll nicht auf mich warten, sondern mit einer anderen Frau glücklich werden. Denn dauerhaft zweigleisig fahren - mit dem Mann und den Kindern leben und eine Außenbeziehung leben - das ist nicht zu schaffen. Besonders auch, wenn deine Freundin ein krankes Kind hat. Es wird sie innerlich zerreißen. In dem Fall wäre es das Klügste, du ziehst dich von ihr zurück. Manchmal wünschte ich mir das hier auch: Dass mein Freund sich zurückzieht, weil er erkennt, dass ich in einer Notlage bin und nicht anders handeln kann. Da er mich aber liebt und immer noch auf mich hofft so wie du auf deine Freundin..wird er nicht gehen. also muss ich auch das übernehmen, auch wenn es mir das Herz brechen wird und meine Zukunft ohne ihn grau in grau sein wird. Aber meine Kinder werden dafür eine Familie behalten. Wie selbstlos....

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22. April 2009 um 7:43
In Antwort auf pallas_12147645

Ich kenne das auch..
..nur dass ich die bin, die ihre Familie nicht verlassen kann, obwohl ich sehr unglücklich bin. Ich habe einen Freund, der nicht allein für mich, aber sicherlich auch um den Weg für eine Zukunft mit mir freizumachen, seine Familie verlassen hat. Nun sitzt er da und wartet quasi auf mich..und ich komme hier zu Hause nicht los, obwohl ich es auf der einen Seite so gern möchte. die Gefühle für ihn sind da, wir haben eine Menge Spaß und es macht mich glücklich. Die Realität ist aber hier zu Hause, bei meinen drei Kindern. Ich könnte vielleicht meinen Mann verlassen - wenn ich die Kids und die finanzielle Abhängigkeit nicht hätte. Für mich ist klar: wenn ich tatsächlich bleiben sollte, dann werde ich die Entscheidung treffen mit allen Konsequenzen. Mein Freund soll nicht auf mich warten, sondern mit einer anderen Frau glücklich werden. Denn dauerhaft zweigleisig fahren - mit dem Mann und den Kindern leben und eine Außenbeziehung leben - das ist nicht zu schaffen. Besonders auch, wenn deine Freundin ein krankes Kind hat. Es wird sie innerlich zerreißen. In dem Fall wäre es das Klügste, du ziehst dich von ihr zurück. Manchmal wünschte ich mir das hier auch: Dass mein Freund sich zurückzieht, weil er erkennt, dass ich in einer Notlage bin und nicht anders handeln kann. Da er mich aber liebt und immer noch auf mich hofft so wie du auf deine Freundin..wird er nicht gehen. also muss ich auch das übernehmen, auch wenn es mir das Herz brechen wird und meine Zukunft ohne ihn grau in grau sein wird. Aber meine Kinder werden dafür eine Familie behalten. Wie selbstlos....

Was ist mit dir??
Hallo memory,

du hast sicher Recht, aber was bringt den Kindern zu Hause eine unglückliche Mutter????
Ich leide seit Jahren an Depressionen, nehme Antidepressiva, und bin zu Hause trotzdem oft unausstehlich, eben weil ich unglücklich bin. Vielleicht bist du zu Hause trotzdem irgendwie glücklich, ich kann es mir nicht vorstellen.
Ich weiß ja wie das ist, Kinder und Mann verlassen zu wollen, finanzielle Abhängigkeit, Mann und Kinder zu verletzten, aber was ist mit mir (dir)?????
Haben wir nicht auch ein Recht auf Glück, obwohl wir Mütter sind. Wir haben nur ein Leben, willst du das wegschmeißen????
Wie alt sind deine Kinder?

Viele Grüße
Satina

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22. April 2009 um 13:46
In Antwort auf mave_12752017

Was ist mit dir??
Hallo memory,

du hast sicher Recht, aber was bringt den Kindern zu Hause eine unglückliche Mutter????
Ich leide seit Jahren an Depressionen, nehme Antidepressiva, und bin zu Hause trotzdem oft unausstehlich, eben weil ich unglücklich bin. Vielleicht bist du zu Hause trotzdem irgendwie glücklich, ich kann es mir nicht vorstellen.
Ich weiß ja wie das ist, Kinder und Mann verlassen zu wollen, finanzielle Abhängigkeit, Mann und Kinder zu verletzten, aber was ist mit mir (dir)?????
Haben wir nicht auch ein Recht auf Glück, obwohl wir Mütter sind. Wir haben nur ein Leben, willst du das wegschmeißen????
Wie alt sind deine Kinder?

Viele Grüße
Satina

Klar hast du recht
und rein rational ist mir deine Argumentation völlig klar. Sicherlich habe ich ein Recht auf Glück. Aber ich habe halt auch die Verantwortung für die Kinder (6(9/12) und ihr Glück ist zumindest eine zeitlang vielleicht doch wichtiger?? Ich weiß es nicht. Zu allem hab ich einfach Angst. Angst vor dem, was danach kommt, nach eienr Trennung. Mein Mann ist...unberechenbar, um es höflich zu formulieren. Insofern bin ich noch hier, weil er es mit subtilen Mitteln und Erpressung schafft. Er will halt Familie, auf Deubel komm raus. Ich würde es auch gern - aber ich glaube, ich liebe ihn nicht. Ich bin mit meinen Kindern zusammen recht zufrieden und auch glücklich. Der Ärger geht los, sobald ER hier ist. Die Wochenenden sind...ätzend. Urlaube gehen gar nicht mehr. Das ist dann in der Tat eine Belastung für alle. Aber ich fahre schon nicht mehr mit, Wir sind schon in vielen Bereichen getrennt. Nein. Er sagt, wie hätten eh keine Beziehung mehr, er wäre nun auch für eine offene ehe, aber ausziehen? soll ich dennoch nicht. BZW kann ich, aber nix Monetas...tja.
Hab ich also Pech gehabt. Dass er so leben kann, ist mir ein Rätsel. Aber ich kümmere mich nur um die Kinder und mich.
memory

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23. April 2009 um 9:58
In Antwort auf pallas_12147645

Klar hast du recht
und rein rational ist mir deine Argumentation völlig klar. Sicherlich habe ich ein Recht auf Glück. Aber ich habe halt auch die Verantwortung für die Kinder (6(9/12) und ihr Glück ist zumindest eine zeitlang vielleicht doch wichtiger?? Ich weiß es nicht. Zu allem hab ich einfach Angst. Angst vor dem, was danach kommt, nach eienr Trennung. Mein Mann ist...unberechenbar, um es höflich zu formulieren. Insofern bin ich noch hier, weil er es mit subtilen Mitteln und Erpressung schafft. Er will halt Familie, auf Deubel komm raus. Ich würde es auch gern - aber ich glaube, ich liebe ihn nicht. Ich bin mit meinen Kindern zusammen recht zufrieden und auch glücklich. Der Ärger geht los, sobald ER hier ist. Die Wochenenden sind...ätzend. Urlaube gehen gar nicht mehr. Das ist dann in der Tat eine Belastung für alle. Aber ich fahre schon nicht mehr mit, Wir sind schon in vielen Bereichen getrennt. Nein. Er sagt, wie hätten eh keine Beziehung mehr, er wäre nun auch für eine offene ehe, aber ausziehen? soll ich dennoch nicht. BZW kann ich, aber nix Monetas...tja.
Hab ich also Pech gehabt. Dass er so leben kann, ist mir ein Rätsel. Aber ich kümmere mich nur um die Kinder und mich.
memory

Kompliziert
Hallo memory,

ich kann dich verstehen. Das ist schon kompliziert bei dir, vor allem, wenn dein Mann so drauf ist.
Ich war gestern mit meinem Mann zur Paartherapie, vielleicht kann ich dir ein bißchen helfen. Es hat mir schon einige Erkenntnis gebracht.

Ich weiß nicht, ob es dir hilft, bei euch scheint ja schon richtig Krieg zu herrschen.

Kannst du bei euch mal die "Routine" durchbrechen??? Verändere etwas, Schränke umräumen, nichts steht mehr an seinem Platz, Möbel umstellen, mach Dinge, die du sonst nicht getan hast, egal was. Was du nie gerne gegessen hast, eß es jetzt, nur einmal, das reicht, was du immer gerne gegessen hast, sag, nö, das mag ich nicht. Verwirr ihn!!
Plan einen schönen Abend nur für euch zwei, etwas, was er gerne macht und du natürlich auch, zusammen kochen und anschließend ein romantisch gedeckter Tisch!!
Ich weiß nicht, ob du dir das vorstellen kannst, oder wie nah du ihn herankommen lassen möchtest. Vielleicht kannst du dir das auch gar nicht vorstellen, aber vielleicht ist es eine Möglichkeit, es etwas erträglicher zu machen.

LG und viel, viel Kraft
Satina

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