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Urteilt selbst.

28. März 2013 um 23:44

Hallo Leute

ich habe ein bereits vieldiskutiertes Problem: Zwei Männer. Ich versuch mich einigermaßen kurz zu fassen. Danke schon mal an alle, die sich das bis zum Schluss durchlesen und noch einen schriftlichen Gedanken hinterlassen.

Ich habe mich während meiner Ausbildung (mit 18, bin jetzt 23) in meinen Ausbilder verknallt. Jeder von uns war immer in ner festen Beziehung und da dieses Ausbilder-Azubi-Verhältnis auch nicht vorteilhaft ist, hab ich das Thema einfach weg geschoben, so gut es ging, es aber nie ganz geschafft. Meine damalige Beziehung ging dann in die Brüche. (Hätte sie deutlich eher beenden sollen, war schon vorher kaputt.) Ein halbes Jahr war ich dann Single. Habe mir nicht viel Hoffnung gemacht, dass aus meinem Ausbilder und mir was wird, der war ganz zufrieden mit seiner Beziehung und ich wollte ihn ja nicht ins Unglück stürzen. Habe dann mit nem anderen Arbeitskollegen was angefangen (Männer am Arbeitsplatz machen echt nur Ärger...) und ursprünglich nicht unbedingt gedacht, das da was festes draus wird. Hatte dementsprechend auch weniger Verliebtheitsgefühl im Bauch, als für eine frische Beziehung vielleicht gut gewesen wäre. Inzwischen sind wir zwei Jahre zusammen und waren auch die ganze Zeit ziemlich glücklich. Ich hatte meinen Ausbilder quasi vergessen.
So und dann, ...bamm, kam er wieder. Es hat sich zufällig ergeben, dass wir die letzten waren, die nach einer internen Betriebsfeier noch anwesend waren. Ich dumme Nuss, freu mich wie die Schneekönigin, dass ich endlich mal dazu komme, ihn besser kennen zu lernen. Wir waren gut angetrunken und haben uns prächtig unterhalten. Tatsächlich hab ich sogar einen Abschiedskuss bekommen. In den kommenden Tagen konnte ich an nix andres denken, als an ihn, träumte jede nacht von ihm, war furchtbar heiß auf ihn, jedes mal, wenn das Telefon klingelte ist mir das Herz stehen geblieben. Fühlte mich mies gegenüber meinem Freund.
Das wär mal das wichtigste zur Entwicklung, denke ich.
Das "Ende", wenn man das so nennen kann, vom Lied ist, dass ich ihn wirklich gern mag und nicht komplett aus meinem Kopf herausbekomme, auch wenn ich inzwischen wieder etwas abgekühlt bin (3 Monate geht das inzwischen wieder so). Ich gewöhne mich wahrscheinlich eher daran, an ihn zu denken und merke gar nicht mehr richtig, wie oft ich das doch noch tue. Meinem Freund habe ich noch nichts davon erzählt (Ich mache das ganze Betriebsklima kaputt, wenn ich ihm erzähle um wen es mir geht. Klingt vllt doof, ist aber auch wichtig. Außerdem hoffe ich immer noch, dass es "wieder weg geht") Ich fühle mich wirklich körperlich krank wegen dieser Sache und bin fast schon beleidigt, dass mein Freund das nicht von allein merkt.
Mein (inzwischen Ex-)Ausbilder, ignoriert mich, ich denke, er würde es mit mir probieren, wenn er nicht vergeben wäre(seine Beziehung läuft wohl grad nicht so gut) und ich nicht ausgerechnet mit meinem andren Kollegen zusammen wäre(von dem er recht viel hält). Ich selber kann auch nicht einschätzen, wie lange ich es mit meinem Ausbilder aushalten würde, weil ich ihn nur einigermaßen kenne und weiß, dass er auch n ziemlicher Arsch sein kann und einige nich so dolle Eigenschaften hat.

Wie auch immer. Ich habe die Befürchtung, ich muss meinem Freund doch bald alles gestehen. Seit dieser Sache fühlt sich nichts mehr richtig an. Ich fahre ihn wegen Kleinigkeiten an, das hätte ich vor drei Monaten nie gemacht. Ich verstehe nicht, wie eine Beziehung innerhalb so kurzer Zeit so den Bach unter gehen kann. Meint ihr, sowas kann man noch mit Partnergesprächen ... Macht das überhaupt noch Sinn? Ich kann momentan nicht mal beim Sex bei der Sache bleiben. Ich zweifle momentan echt an mir selber und habe gar keinen Überblick mehr über das was nun richtig oder falsch wäre...


Eine Anmerkung noch: In vielen Beiträgen, die ich bisher über Ähnliches gelesen habe, schreiben zehn Leute drunter, dass es ihnen grad genauso geht, ohne etwas konstruktives dran. Ich weiß Mitgefühl, Offenheit und Probleme anderer Leute zu schätzen, aber die gehören nicht in einen Antwortkommentar. Wenn ihr euch nach diesem langen Text fragt, was ich hören will: Was würdet ihr an meiner Stelle tun? Bezug auf Fragen von oben nehmen. Rückfragen bei Unklarheiten stellen.

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit

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29. März 2013 um 19:05

So
habe ich das nicht gemeint, mit dem "ins Hirn gucken"
Ich meinte, dass er nicht merkt, dass ich mich schlechter fühle. Das er nicht fragt, wies mir geht oder so. Ist trotzdem nicht die richtige Einstellung, haste recht.

Wie soll ich denn so einen Beitrag schreiben, ohne schlecht oder dreist oder bescheuert da zu stehen? Das war nicht meine Absicht, aber es ist wohl nun so.

Ich weiß, dass viele Leute es tabuisieren, mit Arbeitskollegen was anzufangen. Du solltest mal in unsere Firma kommen, wir sind ein quasi ein eigenes Dorf und ich wäre nicht die erste Betriebsh... wie dus nennst-ich will deswegen keine werden. Es gibt auch viele Beziehungen, die am Arbeitsplatz funktionieren.
Als ich angefange habe, dort zu arbeiten, war ich neu in der gegend und hab niemanden gekannt und kontakte knüpfen wollen. Hat sich gefühlsmäßig nicht so entwickelt wie ich das geplant hatte, aber das rechtfertigt mein Verhalten natürlich nicht.

Danke für deine Meinung.

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30. März 2013 um 1:34

Ich weiß,
auch das klingt gemeiner, als es gemeint war.
Es gibt nur so viele ähnlich thematisierte Beiträge mit Anworten, die dann schildern, das sie grad genauso ein Problem ohne Lösung haben und dann fragen, wie es denn bei mir ausgegangen ist. Das hilft mir in dem Fall nicht.
Von einer Erfahrung zu berichten hieße hier, dass derjenige mir auch verraten könnte, wie die geschichte ausging. Dann könnte mir das helfen, eine andere Denkrichtung zu finden, mit der ich glücklicher werden kann.
Meistens verfasst man doch einen Beitrag, weil man eine Lösung für "sein" Problem sucht. In vielen Beiträgen wird daraus dann eine Anhäufung von Problemschilderungen verschiedener Leute und schließlich findet man zwischen dem ganzen Text keinen richtigen Lösungsansatz mehr.
Ging mir beim Lesen anderer Beiträge bisher jedenfalls so.

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30. März 2013 um 10:00

@letzter Absatz:
Magste ja recht haben. Aber indem ich schreibe, was ich gern für eine Antwort hätte, können die andren Leser doch auch gleich besser einschätzen, woran sie bei mir sind. Auch wenn ich mich dadurch nicht grad mit Sympathie beklecker. Nja, ich bin manchmal schon ein ziemlicher Trampel

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30. März 2013 um 16:53

Es war
ein ganz normaler Kuss auf den Mund. Und den hatte ich ehrlich gesagt, nicht geplant. Ich wollte eigentlich eine dieser "Küsschen-Küsschen-Verabschiedungen" die so trendy sind, durchziehen(obwohl ich die grundsätzlich nicht mal mag). Bin dann irgendwie am falschen Ort gelandet und bin dann etwas länger dageblieben, als nötig gewesen wäre. Kann also nicht mal sagen, von wem denn da jetzt genau die Initiative ausging. Spielt aber auch keine große Rolle, denke ich, da ich im Kopf doch schon deutlich weiter gegangen bin.

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30. März 2013 um 16:57

Ich denke schon...
...dass das eine Rolle gespielt hat. Er war auch immer so nett begeistert von meiner Arbeitsweise. Ich würde aber nicht behaupten, dass ich zu Leuten gehöre, die sich in jeden zweiten Typen vergucken. Auch wenn das hier vielleicht so rüberkommt.

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