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Unzufrieden mit der Beziehung

22. Mai um 9:08 Letzte Antwort: 20. August um 14:11

Hall liebe Leute,

ich habe folgendes Problem. Ich und mein Freund sind seit etwa 2 Monaten zusammen. Am Anfang war alles super schön, aber ich merke dass ich in letzter Zeit etwas unzufriedener wurde. Ich bin ein unternehmenslustiger Mensch und vor allem in der Zeit vor Corona war ich sehr viel unterwegs, ich brauche allgemein viel Abwechslung in meinem Leben. Mein Freund verbringt seine Zeit dagegen am liebsten Zuhause.

Als wir uns kennengelernt haben sind wir viel spazieren gegangen oder bei mir Zuhause gewesen, man konnte ja auch nicht wirklich was anderes unternehmen und es war alles schön und gut. Aber in letzter Zeit wird es mir einfach langweilig immer das Gleiche zu machen. Also habe ich versucht andere Aktivitäten auszudenken. Mein Freund macht bei allem mit und das finde ich gut. Aber die Planung liegt immer an mir. Ich bin die, die überlegt was wir beim nächsten Treffen tun können,wo und wie, was wir alles brauchen etc. Ich bin die, die am Tag die Fahrt plant und alles steuert. Er läuft dann einfach mit. Er bringt von sich auch keine Initiative und keine neuen Ideen ein. Und ich glaube das ist der Punkt der mich unzufrieden macht. Ich habe einfach das Gefühl ich trage die alleinige Verantwortung für das was wir tun und bin mittlerweile in so einer Art Mutter-Rolle. Ich sage ihm was wir machen können, was er mitnehmen muss, wann er am besten kommt, wann wir losfahren, wohin, wann wir zurückkommen etc. Er passt sich mir komplett an. Wenn ich ihn frage was er tun will, sagt er immer "Keine Ahnung. Was willst du?" Er scheint keine eigenen Wünsche zu haben. Er fragt mich dann auch immer, wann er kommen soll und was wir brauchen. Ich passe auf wann der Bus kommt und dass wir nicht zu spät sind, ich schaue den Weg nach etc.

Ich habe öfters mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass er ruhig seine Wünsche mitteilen kann und sich nicht immer mir anpassen muss. Er sagte, er ist zufrieden so wie es ist.

Ich habe paar Mal versucht ihm die Verantwortung zu überlassen, zum Beispiel dass er aufm Weg zurück  uns zur Haltestelle führt, die Verbindung raussucht etc. Bis jetzt hat er sich immer entweder verlaufen, falsch die Verbindung geschaut oder irgendetwas anderes nicht bedacht. 

Auch wenn ich allgemein ein Problem im Leben habe, weiß er nicht wirklich mir zu helfen, obwohl er es versucht. Sein Lieblingsspruch ist "ist ja nicht schlimm" und "mach dir keine Sorgen". Aber wirkliche Lösungsvorschläge kann er auch nicht bringen.

Ich glaube das Ganze liegt daran dass er 5 Jahre jünger ist als ich und noch mit seiner Familie wohnt. Er ist auch der Jungste und passt sich der Familie sonst genauso an wie mir. Seine Familie entscheidet viel über ihn. Während ich schon einige Jahre alleine lebe und gewohnt bin nur auf mich zu hören und selbst für mich zu sorgen.

Er sagte er braucht noch Zeit um das Ganze zu lernen. Er hat da natürlich Recht aber ich merke dass ich ungeduldig werde. Ich merke dass ich eine starke Schulter zum Anlehnen brauche (bin ziemlich konservativ erzogen) und ich suche im Mann in erster Linie einen Beschützer. Er sagt zwar er ist immer für mich da und das ist er auch, aber was bringt mir das, wenn er mich nicht wirklich unterstützen kann? Ich habe schon gemerkt, dass ich angefangen habe an der Beziehung zu zweifeln und meine Anziehung/Gefühle zu ihm sind auch weniger geworden. Ich mag ihn sehr gerne, weil er sehr lieb zu mir ist und wie gesagt immer für mich da. Ich möchte ihn deswegen nicht verlieren, aber mir fällt im Moment keine gute Lösung für unser Problem ein.

Könnt ihr es nachvollziehen und habt ihr vielleicht eine Idee was ich tun kann?

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Beste hilfreiche Antwort

27. Mai um 0:53
In Antwort auf sunnyworld

Na, wir haben uns überlegt nach Holland mit Übernachtung zu fahren, da blühen jedes Jahr Tulpenfelder (genau genommen war das meine Idee). Es war nur nicht klar inwiefern es noch Tulpen gibt, da die Saison eigentlich schon vorbei ist. Nach seiner Planung ist es teuerer geworden als gedacht, jeder würde die Hälfte tragen. Ich habe ihm gesagt, dass es schon ziemlich teuer ist und ich mir nicht sicher bin ob es sich lohnt, da es nichtmal klar ist ob die Felder tatsächlich noch blühen. Seine Antwort: "ja schade". Also er wollte dann gleich aufgeben und hat nichtmal versucht eine Möglichkeit zu finden das herauszufinden. Ich habe dann selbst die Hotels durchgerufen und nach Infos gefragt. Innerlich habe ich mich natürlich geärgert, dass ich wieder keine Unterstützung von ihm bekam.

Als ich es herausgefunden habe dass die Tulpen tatsächlich abgeschnitten sind, habe ich gesagt dass ich dann was anderes machen möchte. Seine Vorschläge: er solle zu mir nach Hause kommen oder spazieren gehen - genau das worauf ich keine Lust mehr habe. Darüber haben wir schon vor Tagen ausführlich gesprochen. Als ich beide Vorschläge abgelehnt habe, wurde er ungeduldig, er verstehe mich nicht, was ich denn will. Dann musste ich wieder selbst Unternehmungen ausdenken und sie auch planen. 

Im Bett war das punkt das Gleiche. Als er mit seinen üblichen Verführmethoden nicht zum Ziel kam, hat er voller Verzweiflung gesagt: "was soll ich denn tun, du erlaubst mir ja nicht, dass wir Sex haben". Er ist nicht Mal auf die Idee gekommen mich irgendwie anders als sonst anzumachen. Da hatten meine Ex- Freunde nie Probleme. Auch wenn ich nicht sofort heiß war, haben die mich solange mit verschiedenen Methoden "bearbeitet" bis ich nicht mehr nein sagen konnte. 

Er lässt sich einfach durch jede Kleinigkeit entmutigen und verunsichern und gibt bei Schwierigkeiten sofort auf anstatt weiter zu kämpfen und weiter nach Lösungen zu suchen. Ich fühle mich einfach nicht sicher bei ihm. Ich sehe einfach, dass er bei Problemen mich nicht beschützen/unterstützen kann. So stelle ich mir auch unsere Zukunft vor. Bei  Problemen muss ich uns beide aus der Schlamassel ziehen. Und wenn ich nicht weiter weiß kommt dann ein "ach schade". Einen Beschützer stelle ich mir anders vor.

tja, sorry, aber in dem fall würde ich ganz klar sagen:
- er ist nicht der richtige für dich
und
- du bist nicht die richtige für ihn!

m.e wäre es besser für euch beide, wenn ihr dieses trauerspiel beendet!!!

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22. Mai um 10:39

2 Monate ist doch keine Zeit  alles was da passiert ist das du dir und ihm unnötig Druck machst.
Du bist ein Mensch der gerne nach Vorne geht viel ehrgeiz und motivation an den tag legt.
Er scheint eher Jemand mit inneren Antrieb zu sein. So jemand fühlt sich unter Zwang und Druck schnell überfordert und das killt den Antrieb. 

Lehn dich einfach mal zurück wenn dir nach Ruhe ist weil irgendwann merkt man auch nicht mehr wie sehr man sich selbst Zwingt. 

Langweile mal genießen Lernen . Sich vor dem Sturm mal Ruhe gönnen
Der Alltag ist Stressig genug da muss nicht auch noch ein Wochende nach Plan laufen.

Einfach mal fallen lassen und gucken ob er dich fängt.

 

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22. Mai um 10:56
In Antwort auf sunnyworld

Hall liebe Leute,

ich habe folgendes Problem. Ich und mein Freund sind seit etwa 2 Monaten zusammen. Am Anfang war alles super schön, aber ich merke dass ich in letzter Zeit etwas unzufriedener wurde. Ich bin ein unternehmenslustiger Mensch und vor allem in der Zeit vor Corona war ich sehr viel unterwegs, ich brauche allgemein viel Abwechslung in meinem Leben. Mein Freund verbringt seine Zeit dagegen am liebsten Zuhause.

Als wir uns kennengelernt haben sind wir viel spazieren gegangen oder bei mir Zuhause gewesen, man konnte ja auch nicht wirklich was anderes unternehmen und es war alles schön und gut. Aber in letzter Zeit wird es mir einfach langweilig immer das Gleiche zu machen. Also habe ich versucht andere Aktivitäten auszudenken. Mein Freund macht bei allem mit und das finde ich gut. Aber die Planung liegt immer an mir. Ich bin die, die überlegt was wir beim nächsten Treffen tun können,wo und wie, was wir alles brauchen etc. Ich bin die, die am Tag die Fahrt plant und alles steuert. Er läuft dann einfach mit. Er bringt von sich auch keine Initiative und keine neuen Ideen ein. Und ich glaube das ist der Punkt der mich unzufrieden macht. Ich habe einfach das Gefühl ich trage die alleinige Verantwortung für das was wir tun und bin mittlerweile in so einer Art Mutter-Rolle. Ich sage ihm was wir machen können, was er mitnehmen muss, wann er am besten kommt, wann wir losfahren, wohin, wann wir zurückkommen etc. Er passt sich mir komplett an. Wenn ich ihn frage was er tun will, sagt er immer "Keine Ahnung. Was willst du?" Er scheint keine eigenen Wünsche zu haben. Er fragt mich dann auch immer, wann er kommen soll und was wir brauchen. Ich passe auf wann der Bus kommt und dass wir nicht zu spät sind, ich schaue den Weg nach etc.

Ich habe öfters mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass er ruhig seine Wünsche mitteilen kann und sich nicht immer mir anpassen muss. Er sagte, er ist zufrieden so wie es ist.

Ich habe paar Mal versucht ihm die Verantwortung zu überlassen, zum Beispiel dass er aufm Weg zurück  uns zur Haltestelle führt, die Verbindung raussucht etc. Bis jetzt hat er sich immer entweder verlaufen, falsch die Verbindung geschaut oder irgendetwas anderes nicht bedacht. 

Auch wenn ich allgemein ein Problem im Leben habe, weiß er nicht wirklich mir zu helfen, obwohl er es versucht. Sein Lieblingsspruch ist "ist ja nicht schlimm" und "mach dir keine Sorgen". Aber wirkliche Lösungsvorschläge kann er auch nicht bringen.

Ich glaube das Ganze liegt daran dass er 5 Jahre jünger ist als ich und noch mit seiner Familie wohnt. Er ist auch der Jungste und passt sich der Familie sonst genauso an wie mir. Seine Familie entscheidet viel über ihn. Während ich schon einige Jahre alleine lebe und gewohnt bin nur auf mich zu hören und selbst für mich zu sorgen.

Er sagte er braucht noch Zeit um das Ganze zu lernen. Er hat da natürlich Recht aber ich merke dass ich ungeduldig werde. Ich merke dass ich eine starke Schulter zum Anlehnen brauche (bin ziemlich konservativ erzogen) und ich suche im Mann in erster Linie einen Beschützer. Er sagt zwar er ist immer für mich da und das ist er auch, aber was bringt mir das, wenn er mich nicht wirklich unterstützen kann? Ich habe schon gemerkt, dass ich angefangen habe an der Beziehung zu zweifeln und meine Anziehung/Gefühle zu ihm sind auch weniger geworden. Ich mag ihn sehr gerne, weil er sehr lieb zu mir ist und wie gesagt immer für mich da. Ich möchte ihn deswegen nicht verlieren, aber mir fällt im Moment keine gute Lösung für unser Problem ein.

Könnt ihr es nachvollziehen und habt ihr vielleicht eine Idee was ich tun kann?

Das ist nicht der richtige Mann für dich. Vielleicht wäre er der Richtige in 5 Jahren, oder in 10....., wer weiß? - Aber im Moment ist er es NICHT.

Warum hast du dir einen Jüngeren ausgesucht? Einen der noch unselbstständig ist und bei seiner Familie wohnt. 

Dein Verhalten entspricht dem einer Mutter, die von einem 4-Jährigen erwartet, dass er schulreif ist.

Überleg´ dir das mal, anstatt deinem Freund die Schuld für deine Unzufriedenheit zu geben?

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22. Mai um 11:07
In Antwort auf sunnyworld

Hall liebe Leute,

ich habe folgendes Problem. Ich und mein Freund sind seit etwa 2 Monaten zusammen. Am Anfang war alles super schön, aber ich merke dass ich in letzter Zeit etwas unzufriedener wurde. Ich bin ein unternehmenslustiger Mensch und vor allem in der Zeit vor Corona war ich sehr viel unterwegs, ich brauche allgemein viel Abwechslung in meinem Leben. Mein Freund verbringt seine Zeit dagegen am liebsten Zuhause.

Als wir uns kennengelernt haben sind wir viel spazieren gegangen oder bei mir Zuhause gewesen, man konnte ja auch nicht wirklich was anderes unternehmen und es war alles schön und gut. Aber in letzter Zeit wird es mir einfach langweilig immer das Gleiche zu machen. Also habe ich versucht andere Aktivitäten auszudenken. Mein Freund macht bei allem mit und das finde ich gut. Aber die Planung liegt immer an mir. Ich bin die, die überlegt was wir beim nächsten Treffen tun können,wo und wie, was wir alles brauchen etc. Ich bin die, die am Tag die Fahrt plant und alles steuert. Er läuft dann einfach mit. Er bringt von sich auch keine Initiative und keine neuen Ideen ein. Und ich glaube das ist der Punkt der mich unzufrieden macht. Ich habe einfach das Gefühl ich trage die alleinige Verantwortung für das was wir tun und bin mittlerweile in so einer Art Mutter-Rolle. Ich sage ihm was wir machen können, was er mitnehmen muss, wann er am besten kommt, wann wir losfahren, wohin, wann wir zurückkommen etc. Er passt sich mir komplett an. Wenn ich ihn frage was er tun will, sagt er immer "Keine Ahnung. Was willst du?" Er scheint keine eigenen Wünsche zu haben. Er fragt mich dann auch immer, wann er kommen soll und was wir brauchen. Ich passe auf wann der Bus kommt und dass wir nicht zu spät sind, ich schaue den Weg nach etc.

Ich habe öfters mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass er ruhig seine Wünsche mitteilen kann und sich nicht immer mir anpassen muss. Er sagte, er ist zufrieden so wie es ist.

Ich habe paar Mal versucht ihm die Verantwortung zu überlassen, zum Beispiel dass er aufm Weg zurück  uns zur Haltestelle führt, die Verbindung raussucht etc. Bis jetzt hat er sich immer entweder verlaufen, falsch die Verbindung geschaut oder irgendetwas anderes nicht bedacht. 

Auch wenn ich allgemein ein Problem im Leben habe, weiß er nicht wirklich mir zu helfen, obwohl er es versucht. Sein Lieblingsspruch ist "ist ja nicht schlimm" und "mach dir keine Sorgen". Aber wirkliche Lösungsvorschläge kann er auch nicht bringen.

Ich glaube das Ganze liegt daran dass er 5 Jahre jünger ist als ich und noch mit seiner Familie wohnt. Er ist auch der Jungste und passt sich der Familie sonst genauso an wie mir. Seine Familie entscheidet viel über ihn. Während ich schon einige Jahre alleine lebe und gewohnt bin nur auf mich zu hören und selbst für mich zu sorgen.

Er sagte er braucht noch Zeit um das Ganze zu lernen. Er hat da natürlich Recht aber ich merke dass ich ungeduldig werde. Ich merke dass ich eine starke Schulter zum Anlehnen brauche (bin ziemlich konservativ erzogen) und ich suche im Mann in erster Linie einen Beschützer. Er sagt zwar er ist immer für mich da und das ist er auch, aber was bringt mir das, wenn er mich nicht wirklich unterstützen kann? Ich habe schon gemerkt, dass ich angefangen habe an der Beziehung zu zweifeln und meine Anziehung/Gefühle zu ihm sind auch weniger geworden. Ich mag ihn sehr gerne, weil er sehr lieb zu mir ist und wie gesagt immer für mich da. Ich möchte ihn deswegen nicht verlieren, aber mir fällt im Moment keine gute Lösung für unser Problem ein.

Könnt ihr es nachvollziehen und habt ihr vielleicht eine Idee was ich tun kann?

5 Jahre Unterschied merkt man schon in eurem Alter. Ich muss gestehen, dass ich mir niemals einen so viel jüngeren Freund geangelt hätte. Mein Bruder ist 5 Jahre jünger als ich und ich merke den Unterschied extrem.

Wenn du einen starken, selbständigen Partner haben willst, der oft die Initiative ergreift und an dessen Schulter du dich anlehnen kannst, dann ist dein Freund definitiv der Falsche für dich.

Ihr seid noch frisch zusammen aber ich befürchte, dass du keine Änderungen erwarten darfst. Nicht so lange er noch bei seinen Eltern wohnt. Bis er sich abgenabelt hat und eigenständig geworden ist, kann noch viel Zeit vergehen. Und dann sagt auch keiner, dass er sich ändert. Es gibt Menschen, die sind sehr genügsam und überlassen Entscheidungen gerne dem anderen. Ich hatte eine Arbeitskollegin, die nun in Rente ist und auch einen Partner hat, der null Initiative ergreift und wenn er etwas plant, dann ist es zu 100% chaotisch. Du siehst....auch im höheren Alter muss sich das nicht ändern.

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23. Mai um 0:53
In Antwort auf lostindarness

2 Monate ist doch keine Zeit  alles was da passiert ist das du dir und ihm unnötig Druck machst.
Du bist ein Mensch der gerne nach Vorne geht viel ehrgeiz und motivation an den tag legt.
Er scheint eher Jemand mit inneren Antrieb zu sein. So jemand fühlt sich unter Zwang und Druck schnell überfordert und das killt den Antrieb. 

Lehn dich einfach mal zurück wenn dir nach Ruhe ist weil irgendwann merkt man auch nicht mehr wie sehr man sich selbst Zwingt. 

Langweile mal genießen Lernen . Sich vor dem Sturm mal Ruhe gönnen
Der Alltag ist Stressig genug da muss nicht auch noch ein Wochende nach Plan laufen.

Einfach mal fallen lassen und gucken ob er dich fängt.

 

Danke für die Antwort! Einerseits kann ich es verstehen was du sagst. Andererseits habe ich gerade so viel Ehrgeiz entwickelt, weil mir dieses ruhige Leben was wir bis jetzt geführt haben, auf Dauer nicht befriedigt hat. Könnte ich es genießen, würde ich keinen Stress machen. Ich kenne mich halt auch so, dass ich zwar durchaus Ruhepausen genießen kann, aber auch meine aktiven Phasen habe, wo ich viel Abwechslung brauche und Neues kennenlernen möchte. Das letzte Bedürfnis zu ignorieren würde mich nicht glücklich machen.

@lemontree und @amiga, ja das denke ich mir auch dass der Altersunterschied bei uns schon eine große Rolle spielt. Am Anfang war das nicht so auffällig, weil bei dem Lockdown hatten wir eh nicht viele Möglichkeiten auszugehen und es hat mir ehrlich gesagt auch gut getan mein sonst sehr ausgefülltes Leben runterzufahren. Aber jetzt sehne ich mich nach meinem alten Leben zurück.

Und ob er da mithalten kann und "es lernen kann" mehr Verantwortung für sein und unser Leben zu übernehmen, kann ich im Moment wirklich nicht beurteilen. Einerseits sehe ich seinen Willen, andererseits weiß ich gar nicht ob es seiner Persönlichkeit entspricht und ob ich nicht versuche aus ihm jemanden zu machen was er gar nicht ist. Ohne mich ist er nur Zuhause mit der Familie und ich glaube er vermisst da auch nichts. Er ist allgemein ziemlich ruhig und introvertiert, ist gerne alleine. Ich bin da echt anders. 

Und ich gebe euch Recht, dass es überhaupt nicht klar ist wie lange "sein Lernprozess" dauert und ob es überhaupt irgendwann auf dem Stand ist, was ich mir wünsche. Er ist schon ziemlich passiv von seiner Haltung her. Und von ihm jetzt zu erwarten er würde in ein paar Monaten ein aktiver Draufgänger werden ist natürlich zu viel verlangt.

Ich denke ich warte noch etwas ab wie es sich entwickelt. Ich versuche beim nächsten Mal ihm die komplette Initiative und Freizeitplanung zu überlassen. Vielleicht bin ich schon zufrieden wenn er ab und zu was für uns organisiert. So dass ich mir nicht alleine in der Beziehung vorkomme. Mal gucken..

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26. Mai um 17:35
In Antwort auf sunnyworld

Hall liebe Leute,

ich habe folgendes Problem. Ich und mein Freund sind seit etwa 2 Monaten zusammen. Am Anfang war alles super schön, aber ich merke dass ich in letzter Zeit etwas unzufriedener wurde. Ich bin ein unternehmenslustiger Mensch und vor allem in der Zeit vor Corona war ich sehr viel unterwegs, ich brauche allgemein viel Abwechslung in meinem Leben. Mein Freund verbringt seine Zeit dagegen am liebsten Zuhause.

Als wir uns kennengelernt haben sind wir viel spazieren gegangen oder bei mir Zuhause gewesen, man konnte ja auch nicht wirklich was anderes unternehmen und es war alles schön und gut. Aber in letzter Zeit wird es mir einfach langweilig immer das Gleiche zu machen. Also habe ich versucht andere Aktivitäten auszudenken. Mein Freund macht bei allem mit und das finde ich gut. Aber die Planung liegt immer an mir. Ich bin die, die überlegt was wir beim nächsten Treffen tun können,wo und wie, was wir alles brauchen etc. Ich bin die, die am Tag die Fahrt plant und alles steuert. Er läuft dann einfach mit. Er bringt von sich auch keine Initiative und keine neuen Ideen ein. Und ich glaube das ist der Punkt der mich unzufrieden macht. Ich habe einfach das Gefühl ich trage die alleinige Verantwortung für das was wir tun und bin mittlerweile in so einer Art Mutter-Rolle. Ich sage ihm was wir machen können, was er mitnehmen muss, wann er am besten kommt, wann wir losfahren, wohin, wann wir zurückkommen etc. Er passt sich mir komplett an. Wenn ich ihn frage was er tun will, sagt er immer "Keine Ahnung. Was willst du?" Er scheint keine eigenen Wünsche zu haben. Er fragt mich dann auch immer, wann er kommen soll und was wir brauchen. Ich passe auf wann der Bus kommt und dass wir nicht zu spät sind, ich schaue den Weg nach etc.

Ich habe öfters mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass er ruhig seine Wünsche mitteilen kann und sich nicht immer mir anpassen muss. Er sagte, er ist zufrieden so wie es ist.

Ich habe paar Mal versucht ihm die Verantwortung zu überlassen, zum Beispiel dass er aufm Weg zurück  uns zur Haltestelle führt, die Verbindung raussucht etc. Bis jetzt hat er sich immer entweder verlaufen, falsch die Verbindung geschaut oder irgendetwas anderes nicht bedacht. 

Auch wenn ich allgemein ein Problem im Leben habe, weiß er nicht wirklich mir zu helfen, obwohl er es versucht. Sein Lieblingsspruch ist "ist ja nicht schlimm" und "mach dir keine Sorgen". Aber wirkliche Lösungsvorschläge kann er auch nicht bringen.

Ich glaube das Ganze liegt daran dass er 5 Jahre jünger ist als ich und noch mit seiner Familie wohnt. Er ist auch der Jungste und passt sich der Familie sonst genauso an wie mir. Seine Familie entscheidet viel über ihn. Während ich schon einige Jahre alleine lebe und gewohnt bin nur auf mich zu hören und selbst für mich zu sorgen.

Er sagte er braucht noch Zeit um das Ganze zu lernen. Er hat da natürlich Recht aber ich merke dass ich ungeduldig werde. Ich merke dass ich eine starke Schulter zum Anlehnen brauche (bin ziemlich konservativ erzogen) und ich suche im Mann in erster Linie einen Beschützer. Er sagt zwar er ist immer für mich da und das ist er auch, aber was bringt mir das, wenn er mich nicht wirklich unterstützen kann? Ich habe schon gemerkt, dass ich angefangen habe an der Beziehung zu zweifeln und meine Anziehung/Gefühle zu ihm sind auch weniger geworden. Ich mag ihn sehr gerne, weil er sehr lieb zu mir ist und wie gesagt immer für mich da. Ich möchte ihn deswegen nicht verlieren, aber mir fällt im Moment keine gute Lösung für unser Problem ein.

Könnt ihr es nachvollziehen und habt ihr vielleicht eine Idee was ich tun kann?

Also du hast sicherlich schon mal von "Introvertiert" "Extrovertiert" gehört - zwar kenne ich deinen Freund nicht, um dss berurteilen zu können, aber Introvertierte Menschen haben einfach nicht so das Bedürfnis rauszugehen und es raubt ihnen eher Energie. Ich vermute, dass er sich schon sehr an dich anpasst, obwohl er eigentlich ganz andere Bedürfnisse hat als du.

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26. Mai um 18:04
In Antwort auf bella97

Also du hast sicherlich schon mal von "Introvertiert" "Extrovertiert" gehört - zwar kenne ich deinen Freund nicht, um dss berurteilen zu können, aber Introvertierte Menschen haben einfach nicht so das Bedürfnis rauszugehen und es raubt ihnen eher Energie. Ich vermute, dass er sich schon sehr an dich anpasst, obwohl er eigentlich ganz andere Bedürfnisse hat als du.

"schon mal von "Introvertiert" "Extrovertiert" gehört"

ich glaub nicht, das es das ist... ich bin auch eher introvertiert, aber trotzdem (oder gerade deswegen?) kann ich mich sehr gut beschäftigen, habe ständig ideen, und könnte mein leben jederzeit alleine wuppen! ich geh auch gern raus, egal ob alleine oder mit menschen! und wenn mich jemand um rat fragt, glaube ich durchaus, dass ich hilfreiche ratschläge geben kann. ich versuchs zumindest.

man ist nicht automatisch ein langweiliger stubenhocker, wenn man eine introvertierte persönlichkeit hat!

ich glaube eher, der junge mann ist ein wenig zurückgeblieben. ob das an seinen lebensumständen oder an seiner persönlichkeit liegt, wird sich wohl erst in der zukunft zeigen, wenn er mal verantwortung für sich selbst oder gar andere übernehmen muss! es täte ihm sicher gut, erst mal ne weile alleine zu leben!

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26. Mai um 18:11

Hallo,

ich möchte euch berichten wie es läuft. Ich habe versucht ihm die Organisation von dem letzten Samstag zu überlassen, was er zwar gemacht hat, aber einige wichtige Sachen wieder nicht bedacht, weswegen ich wieder doch alles in meine Hände nehmen musste.

Mir ist's aufgefallen dass er, wenn er vor einem Problem steht wo er nicht sofort eine Lösung weiß, dazu neigt aufzugeben oder mir die Verantwortung für die Lösung zu überlassen anstatt zu versuchen selbst eine Lösung zu finden. Und allgemein macht er nur etwas wenn ich ihn ausdrücklich darum bitte anstatt es von sich aus in die Hände zu nehmen, so dass im Endeffekt die Verantwortung doch bei mir liegt. Das ganze kann man mit Chef- Abgestellten Verhältnis vergleichen. Ich kann ihm zwar fragen ob er dies und jenes tun kann, er macht es und kommt mitm Ergebnis zurück, aber im Endeffekt die letztendliche Entscheidung und Verantwortung liegt doch bei mir. Und wenn nichts funktioniert weil ich zum Beispiel mich nicht um das Problem kümmere dann sagt er: "schade, ist halt so". 

Ich fühle mich total hilflos das Ganze aufzulösen. Meine Gefühle sind noch weniger geworden. Mittlerweile ist es sogar so, dass ich keine Lust mehr habe mit ihm zu schlafen. Beim letzten Treffen waren wir beide total frustriert. Er: weil ich nicht mit ihm schlafen wollte. Ich: weil er es nicht schaffte eine Anziehung in mir auszulösen. Ich weiß nicht warum aber es hat mich enorm geärgert. Er ist auch so unsicher geworden,weil er gemerkt hat, dass ich nicht so viel Lust auf ihn habe wie früher, und wusste gar nicht was er machen soll. Durch seine Unsicherheit ist meine Anziehung zu ihm noch weniger geworden bis sie komplett verschwunden ist.

Wir haben dann wieder über alles gesprochen, was aber das Ganze nur noch schlimmer gemacht hat. Ich habe versucht ihm aufzuzeigen welche Punkte mich stören, er wurde dadurch aber nur noch mehr verunsichert, dass er in totales Selbstmitleid verfallen ist, sich mehrmals entschuldigt hat mitm Versprechen es beim nächsten Mal besser zu machen. Bei dem ganzen hat er wie ein Kind ausgesehen, das Angst hat die Mutter zu verlieren. Das war auf der Sexiness-Skala bei Null. Das ganze ging sogar so weit dass ich ihm vorgeschlagen habe Freunde zu sein, was ihn maximal verunsichert hat und er angefangen hat zu weinen. Ich habe mich beim Ganzen wirklich wie eine Mutter gefühlt die ein Kind beruhigen muss. 

Nach dem er sich beruhigt hat, habe ich Schuldgefühle bekommen. Ich habe verstanden, wie sehr ich ihn mit meinem Verhalten verletze und bin deswegen wieder empathischer geworden. Er hat dann angeblich über unser Problem im Internet recherchiert und meinte er hätte es verstanden, warum ich mich so verhalte und dass er vor hat sich mehr um sein Leben zu kümmern und mir mehr Freiraum zu geben, und die Verantwortung für uns mehr abzunehmen, was ich erleichternd fand. Wir haben uns auch beide darauf geeinigt, dass ich nicht mehr auf seine Schwächen zeige, weil es das Problem nur noch verschlimmert.

Der Rest des Abends verlief friedlich. Nur habe ich jetzt irgendwie das Gefühl ich halte den Frieden aus Mitleid mit ihm, weil ich ihn nicht wieder verletzten möchte. 

Ich schätze ihn sehr als Mensch aber ich glaube, dass ich meine Hoffnung das er meiner Vorstellung von einem Partner an meiner Seite trotz seines jungen Alters erfüllen kann, so gut wie aufgegeben habe. Außer es geschieht noch ein Wunder und er wird auf einmal selbstständiger und selbstsicherer.

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26. Mai um 18:12
In Antwort auf sunnyworld

Hall liebe Leute,

ich habe folgendes Problem. Ich und mein Freund sind seit etwa 2 Monaten zusammen. Am Anfang war alles super schön, aber ich merke dass ich in letzter Zeit etwas unzufriedener wurde. Ich bin ein unternehmenslustiger Mensch und vor allem in der Zeit vor Corona war ich sehr viel unterwegs, ich brauche allgemein viel Abwechslung in meinem Leben. Mein Freund verbringt seine Zeit dagegen am liebsten Zuhause.

Als wir uns kennengelernt haben sind wir viel spazieren gegangen oder bei mir Zuhause gewesen, man konnte ja auch nicht wirklich was anderes unternehmen und es war alles schön und gut. Aber in letzter Zeit wird es mir einfach langweilig immer das Gleiche zu machen. Also habe ich versucht andere Aktivitäten auszudenken. Mein Freund macht bei allem mit und das finde ich gut. Aber die Planung liegt immer an mir. Ich bin die, die überlegt was wir beim nächsten Treffen tun können,wo und wie, was wir alles brauchen etc. Ich bin die, die am Tag die Fahrt plant und alles steuert. Er läuft dann einfach mit. Er bringt von sich auch keine Initiative und keine neuen Ideen ein. Und ich glaube das ist der Punkt der mich unzufrieden macht. Ich habe einfach das Gefühl ich trage die alleinige Verantwortung für das was wir tun und bin mittlerweile in so einer Art Mutter-Rolle. Ich sage ihm was wir machen können, was er mitnehmen muss, wann er am besten kommt, wann wir losfahren, wohin, wann wir zurückkommen etc. Er passt sich mir komplett an. Wenn ich ihn frage was er tun will, sagt er immer "Keine Ahnung. Was willst du?" Er scheint keine eigenen Wünsche zu haben. Er fragt mich dann auch immer, wann er kommen soll und was wir brauchen. Ich passe auf wann der Bus kommt und dass wir nicht zu spät sind, ich schaue den Weg nach etc.

Ich habe öfters mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass er ruhig seine Wünsche mitteilen kann und sich nicht immer mir anpassen muss. Er sagte, er ist zufrieden so wie es ist.

Ich habe paar Mal versucht ihm die Verantwortung zu überlassen, zum Beispiel dass er aufm Weg zurück  uns zur Haltestelle führt, die Verbindung raussucht etc. Bis jetzt hat er sich immer entweder verlaufen, falsch die Verbindung geschaut oder irgendetwas anderes nicht bedacht. 

Auch wenn ich allgemein ein Problem im Leben habe, weiß er nicht wirklich mir zu helfen, obwohl er es versucht. Sein Lieblingsspruch ist "ist ja nicht schlimm" und "mach dir keine Sorgen". Aber wirkliche Lösungsvorschläge kann er auch nicht bringen.

Ich glaube das Ganze liegt daran dass er 5 Jahre jünger ist als ich und noch mit seiner Familie wohnt. Er ist auch der Jungste und passt sich der Familie sonst genauso an wie mir. Seine Familie entscheidet viel über ihn. Während ich schon einige Jahre alleine lebe und gewohnt bin nur auf mich zu hören und selbst für mich zu sorgen.

Er sagte er braucht noch Zeit um das Ganze zu lernen. Er hat da natürlich Recht aber ich merke dass ich ungeduldig werde. Ich merke dass ich eine starke Schulter zum Anlehnen brauche (bin ziemlich konservativ erzogen) und ich suche im Mann in erster Linie einen Beschützer. Er sagt zwar er ist immer für mich da und das ist er auch, aber was bringt mir das, wenn er mich nicht wirklich unterstützen kann? Ich habe schon gemerkt, dass ich angefangen habe an der Beziehung zu zweifeln und meine Anziehung/Gefühle zu ihm sind auch weniger geworden. Ich mag ihn sehr gerne, weil er sehr lieb zu mir ist und wie gesagt immer für mich da. Ich möchte ihn deswegen nicht verlieren, aber mir fällt im Moment keine gute Lösung für unser Problem ein.

Könnt ihr es nachvollziehen und habt ihr vielleicht eine Idee was ich tun kann?

"Bis jetzt hat er sich immer entweder verlaufen, falsch die Verbindung geschaut oder irgendetwas anderes nicht bedacht."

was macht der junge mann denn beruflich?

aber was das "sich orientieren" angeht - das ist nach meiner erfahrung tatsächlich was, das jemand kann, oder eben nicht. wenn er es nicht kann, solltest du akzeptieren, dass das eben in eurer partnerschaft deine aufgabe ist...

muss er dafür halt anders sachen übernehmen!
 

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26. Mai um 18:14
In Antwort auf sunnyworld

Hall liebe Leute,

ich habe folgendes Problem. Ich und mein Freund sind seit etwa 2 Monaten zusammen. Am Anfang war alles super schön, aber ich merke dass ich in letzter Zeit etwas unzufriedener wurde. Ich bin ein unternehmenslustiger Mensch und vor allem in der Zeit vor Corona war ich sehr viel unterwegs, ich brauche allgemein viel Abwechslung in meinem Leben. Mein Freund verbringt seine Zeit dagegen am liebsten Zuhause.

Als wir uns kennengelernt haben sind wir viel spazieren gegangen oder bei mir Zuhause gewesen, man konnte ja auch nicht wirklich was anderes unternehmen und es war alles schön und gut. Aber in letzter Zeit wird es mir einfach langweilig immer das Gleiche zu machen. Also habe ich versucht andere Aktivitäten auszudenken. Mein Freund macht bei allem mit und das finde ich gut. Aber die Planung liegt immer an mir. Ich bin die, die überlegt was wir beim nächsten Treffen tun können,wo und wie, was wir alles brauchen etc. Ich bin die, die am Tag die Fahrt plant und alles steuert. Er läuft dann einfach mit. Er bringt von sich auch keine Initiative und keine neuen Ideen ein. Und ich glaube das ist der Punkt der mich unzufrieden macht. Ich habe einfach das Gefühl ich trage die alleinige Verantwortung für das was wir tun und bin mittlerweile in so einer Art Mutter-Rolle. Ich sage ihm was wir machen können, was er mitnehmen muss, wann er am besten kommt, wann wir losfahren, wohin, wann wir zurückkommen etc. Er passt sich mir komplett an. Wenn ich ihn frage was er tun will, sagt er immer "Keine Ahnung. Was willst du?" Er scheint keine eigenen Wünsche zu haben. Er fragt mich dann auch immer, wann er kommen soll und was wir brauchen. Ich passe auf wann der Bus kommt und dass wir nicht zu spät sind, ich schaue den Weg nach etc.

Ich habe öfters mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass er ruhig seine Wünsche mitteilen kann und sich nicht immer mir anpassen muss. Er sagte, er ist zufrieden so wie es ist.

Ich habe paar Mal versucht ihm die Verantwortung zu überlassen, zum Beispiel dass er aufm Weg zurück  uns zur Haltestelle führt, die Verbindung raussucht etc. Bis jetzt hat er sich immer entweder verlaufen, falsch die Verbindung geschaut oder irgendetwas anderes nicht bedacht. 

Auch wenn ich allgemein ein Problem im Leben habe, weiß er nicht wirklich mir zu helfen, obwohl er es versucht. Sein Lieblingsspruch ist "ist ja nicht schlimm" und "mach dir keine Sorgen". Aber wirkliche Lösungsvorschläge kann er auch nicht bringen.

Ich glaube das Ganze liegt daran dass er 5 Jahre jünger ist als ich und noch mit seiner Familie wohnt. Er ist auch der Jungste und passt sich der Familie sonst genauso an wie mir. Seine Familie entscheidet viel über ihn. Während ich schon einige Jahre alleine lebe und gewohnt bin nur auf mich zu hören und selbst für mich zu sorgen.

Er sagte er braucht noch Zeit um das Ganze zu lernen. Er hat da natürlich Recht aber ich merke dass ich ungeduldig werde. Ich merke dass ich eine starke Schulter zum Anlehnen brauche (bin ziemlich konservativ erzogen) und ich suche im Mann in erster Linie einen Beschützer. Er sagt zwar er ist immer für mich da und das ist er auch, aber was bringt mir das, wenn er mich nicht wirklich unterstützen kann? Ich habe schon gemerkt, dass ich angefangen habe an der Beziehung zu zweifeln und meine Anziehung/Gefühle zu ihm sind auch weniger geworden. Ich mag ihn sehr gerne, weil er sehr lieb zu mir ist und wie gesagt immer für mich da. Ich möchte ihn deswegen nicht verlieren, aber mir fällt im Moment keine gute Lösung für unser Problem ein.

Könnt ihr es nachvollziehen und habt ihr vielleicht eine Idee was ich tun kann?

Das nach 2 Monaten? Trenne dich 

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26. Mai um 18:20
In Antwort auf sunnyworld

Hallo,

ich möchte euch berichten wie es läuft. Ich habe versucht ihm die Organisation von dem letzten Samstag zu überlassen, was er zwar gemacht hat, aber einige wichtige Sachen wieder nicht bedacht, weswegen ich wieder doch alles in meine Hände nehmen musste.

Mir ist's aufgefallen dass er, wenn er vor einem Problem steht wo er nicht sofort eine Lösung weiß, dazu neigt aufzugeben oder mir die Verantwortung für die Lösung zu überlassen anstatt zu versuchen selbst eine Lösung zu finden. Und allgemein macht er nur etwas wenn ich ihn ausdrücklich darum bitte anstatt es von sich aus in die Hände zu nehmen, so dass im Endeffekt die Verantwortung doch bei mir liegt. Das ganze kann man mit Chef- Abgestellten Verhältnis vergleichen. Ich kann ihm zwar fragen ob er dies und jenes tun kann, er macht es und kommt mitm Ergebnis zurück, aber im Endeffekt die letztendliche Entscheidung und Verantwortung liegt doch bei mir. Und wenn nichts funktioniert weil ich zum Beispiel mich nicht um das Problem kümmere dann sagt er: "schade, ist halt so". 

Ich fühle mich total hilflos das Ganze aufzulösen. Meine Gefühle sind noch weniger geworden. Mittlerweile ist es sogar so, dass ich keine Lust mehr habe mit ihm zu schlafen. Beim letzten Treffen waren wir beide total frustriert. Er: weil ich nicht mit ihm schlafen wollte. Ich: weil er es nicht schaffte eine Anziehung in mir auszulösen. Ich weiß nicht warum aber es hat mich enorm geärgert. Er ist auch so unsicher geworden,weil er gemerkt hat, dass ich nicht so viel Lust auf ihn habe wie früher, und wusste gar nicht was er machen soll. Durch seine Unsicherheit ist meine Anziehung zu ihm noch weniger geworden bis sie komplett verschwunden ist.

Wir haben dann wieder über alles gesprochen, was aber das Ganze nur noch schlimmer gemacht hat. Ich habe versucht ihm aufzuzeigen welche Punkte mich stören, er wurde dadurch aber nur noch mehr verunsichert, dass er in totales Selbstmitleid verfallen ist, sich mehrmals entschuldigt hat mitm Versprechen es beim nächsten Mal besser zu machen. Bei dem ganzen hat er wie ein Kind ausgesehen, das Angst hat die Mutter zu verlieren. Das war auf der Sexiness-Skala bei Null. Das ganze ging sogar so weit dass ich ihm vorgeschlagen habe Freunde zu sein, was ihn maximal verunsichert hat und er angefangen hat zu weinen. Ich habe mich beim Ganzen wirklich wie eine Mutter gefühlt die ein Kind beruhigen muss. 

Nach dem er sich beruhigt hat, habe ich Schuldgefühle bekommen. Ich habe verstanden, wie sehr ich ihn mit meinem Verhalten verletze und bin deswegen wieder empathischer geworden. Er hat dann angeblich über unser Problem im Internet recherchiert und meinte er hätte es verstanden, warum ich mich so verhalte und dass er vor hat sich mehr um sein Leben zu kümmern und mir mehr Freiraum zu geben, und die Verantwortung für uns mehr abzunehmen, was ich erleichternd fand. Wir haben uns auch beide darauf geeinigt, dass ich nicht mehr auf seine Schwächen zeige, weil es das Problem nur noch verschlimmert.

Der Rest des Abends verlief friedlich. Nur habe ich jetzt irgendwie das Gefühl ich halte den Frieden aus Mitleid mit ihm, weil ich ihn nicht wieder verletzten möchte. 

Ich schätze ihn sehr als Mensch aber ich glaube, dass ich meine Hoffnung das er meiner Vorstellung von einem Partner an meiner Seite trotz seines jungen Alters erfüllen kann, so gut wie aufgegeben habe. Außer es geschieht noch ein Wunder und er wird auf einmal selbstständiger und selbstsicherer.

"... weswegen ich wieder doch alles in meine Hände nehmen musste."

hättest du in dem fall m.e. nicht tun sollen!

wäre denn wirklich was schlimmes passiert, nur weil er deiner meinung nach "einige wichtige Sachen wieder nicht bedacht" hatte?
jemandem verantwortung geben heißt eben auch, ihm das recht zu geben, eigene fehler zu machen. wie soll er denn lernen, mit fehlern umzugehen bzw. diese irgendwann zu vermeiden, wenn du ihm ständig als kontrollinstanz im nacken sitzt, und bei jedem fehler sofort eingreifst? mal ganz abgesehen davon, dass sowas wirklich extrem nervig ist!?

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27. Mai um 0:49
In Antwort auf user08152

"... weswegen ich wieder doch alles in meine Hände nehmen musste."

hättest du in dem fall m.e. nicht tun sollen!

wäre denn wirklich was schlimmes passiert, nur weil er deiner meinung nach "einige wichtige Sachen wieder nicht bedacht" hatte?
jemandem verantwortung geben heißt eben auch, ihm das recht zu geben, eigene fehler zu machen. wie soll er denn lernen, mit fehlern umzugehen bzw. diese irgendwann zu vermeiden, wenn du ihm ständig als kontrollinstanz im nacken sitzt, und bei jedem fehler sofort eingreifst? mal ganz abgesehen davon, dass sowas wirklich extrem nervig ist!?

Na, wir haben uns überlegt nach Holland mit Übernachtung zu fahren, da blühen jedes Jahr Tulpenfelder (genau genommen war das meine Idee). Es war nur nicht klar inwiefern es noch Tulpen gibt, da die Saison eigentlich schon vorbei ist. Nach seiner Planung ist es teuerer geworden als gedacht, jeder würde die Hälfte tragen. Ich habe ihm gesagt, dass es schon ziemlich teuer ist und ich mir nicht sicher bin ob es sich lohnt, da es nichtmal klar ist ob die Felder tatsächlich noch blühen. Seine Antwort: "ja schade". Also er wollte dann gleich aufgeben und hat nichtmal versucht eine Möglichkeit zu finden das herauszufinden. Ich habe dann selbst die Hotels durchgerufen und nach Infos gefragt. Innerlich habe ich mich natürlich geärgert, dass ich wieder keine Unterstützung von ihm bekam.

Als ich es herausgefunden habe dass die Tulpen tatsächlich abgeschnitten sind, habe ich gesagt dass ich dann was anderes machen möchte. Seine Vorschläge: er solle zu mir nach Hause kommen oder spazieren gehen - genau das worauf ich keine Lust mehr habe. Darüber haben wir schon vor Tagen ausführlich gesprochen. Als ich beide Vorschläge abgelehnt habe, wurde er ungeduldig, er verstehe mich nicht, was ich denn will. Dann musste ich wieder selbst Unternehmungen ausdenken und sie auch planen. 

Im Bett war das punkt das Gleiche. Als er mit seinen üblichen Verführmethoden nicht zum Ziel kam, hat er voller Verzweiflung gesagt: "was soll ich denn tun, du erlaubst mir ja nicht, dass wir Sex haben". Er ist nicht Mal auf die Idee gekommen mich irgendwie anders als sonst anzumachen. Da hatten meine Ex- Freunde nie Probleme. Auch wenn ich nicht sofort heiß war, haben die mich solange mit verschiedenen Methoden "bearbeitet" bis ich nicht mehr nein sagen konnte. 

Er lässt sich einfach durch jede Kleinigkeit entmutigen und verunsichern und gibt bei Schwierigkeiten sofort auf anstatt weiter zu kämpfen und weiter nach Lösungen zu suchen. Ich fühle mich einfach nicht sicher bei ihm. Ich sehe einfach, dass er bei Problemen mich nicht beschützen/unterstützen kann. So stelle ich mir auch unsere Zukunft vor. Bei  Problemen muss ich uns beide aus der Schlamassel ziehen. Und wenn ich nicht weiter weiß kommt dann ein "ach schade". Einen Beschützer stelle ich mir anders vor.

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27. Mai um 0:53
In Antwort auf sunnyworld

Na, wir haben uns überlegt nach Holland mit Übernachtung zu fahren, da blühen jedes Jahr Tulpenfelder (genau genommen war das meine Idee). Es war nur nicht klar inwiefern es noch Tulpen gibt, da die Saison eigentlich schon vorbei ist. Nach seiner Planung ist es teuerer geworden als gedacht, jeder würde die Hälfte tragen. Ich habe ihm gesagt, dass es schon ziemlich teuer ist und ich mir nicht sicher bin ob es sich lohnt, da es nichtmal klar ist ob die Felder tatsächlich noch blühen. Seine Antwort: "ja schade". Also er wollte dann gleich aufgeben und hat nichtmal versucht eine Möglichkeit zu finden das herauszufinden. Ich habe dann selbst die Hotels durchgerufen und nach Infos gefragt. Innerlich habe ich mich natürlich geärgert, dass ich wieder keine Unterstützung von ihm bekam.

Als ich es herausgefunden habe dass die Tulpen tatsächlich abgeschnitten sind, habe ich gesagt dass ich dann was anderes machen möchte. Seine Vorschläge: er solle zu mir nach Hause kommen oder spazieren gehen - genau das worauf ich keine Lust mehr habe. Darüber haben wir schon vor Tagen ausführlich gesprochen. Als ich beide Vorschläge abgelehnt habe, wurde er ungeduldig, er verstehe mich nicht, was ich denn will. Dann musste ich wieder selbst Unternehmungen ausdenken und sie auch planen. 

Im Bett war das punkt das Gleiche. Als er mit seinen üblichen Verführmethoden nicht zum Ziel kam, hat er voller Verzweiflung gesagt: "was soll ich denn tun, du erlaubst mir ja nicht, dass wir Sex haben". Er ist nicht Mal auf die Idee gekommen mich irgendwie anders als sonst anzumachen. Da hatten meine Ex- Freunde nie Probleme. Auch wenn ich nicht sofort heiß war, haben die mich solange mit verschiedenen Methoden "bearbeitet" bis ich nicht mehr nein sagen konnte. 

Er lässt sich einfach durch jede Kleinigkeit entmutigen und verunsichern und gibt bei Schwierigkeiten sofort auf anstatt weiter zu kämpfen und weiter nach Lösungen zu suchen. Ich fühle mich einfach nicht sicher bei ihm. Ich sehe einfach, dass er bei Problemen mich nicht beschützen/unterstützen kann. So stelle ich mir auch unsere Zukunft vor. Bei  Problemen muss ich uns beide aus der Schlamassel ziehen. Und wenn ich nicht weiter weiß kommt dann ein "ach schade". Einen Beschützer stelle ich mir anders vor.

tja, sorry, aber in dem fall würde ich ganz klar sagen:
- er ist nicht der richtige für dich
und
- du bist nicht die richtige für ihn!

m.e wäre es besser für euch beide, wenn ihr dieses trauerspiel beendet!!!

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27. Mai um 1:23
In Antwort auf sunnyworld

Na, wir haben uns überlegt nach Holland mit Übernachtung zu fahren, da blühen jedes Jahr Tulpenfelder (genau genommen war das meine Idee). Es war nur nicht klar inwiefern es noch Tulpen gibt, da die Saison eigentlich schon vorbei ist. Nach seiner Planung ist es teuerer geworden als gedacht, jeder würde die Hälfte tragen. Ich habe ihm gesagt, dass es schon ziemlich teuer ist und ich mir nicht sicher bin ob es sich lohnt, da es nichtmal klar ist ob die Felder tatsächlich noch blühen. Seine Antwort: "ja schade". Also er wollte dann gleich aufgeben und hat nichtmal versucht eine Möglichkeit zu finden das herauszufinden. Ich habe dann selbst die Hotels durchgerufen und nach Infos gefragt. Innerlich habe ich mich natürlich geärgert, dass ich wieder keine Unterstützung von ihm bekam.

Als ich es herausgefunden habe dass die Tulpen tatsächlich abgeschnitten sind, habe ich gesagt dass ich dann was anderes machen möchte. Seine Vorschläge: er solle zu mir nach Hause kommen oder spazieren gehen - genau das worauf ich keine Lust mehr habe. Darüber haben wir schon vor Tagen ausführlich gesprochen. Als ich beide Vorschläge abgelehnt habe, wurde er ungeduldig, er verstehe mich nicht, was ich denn will. Dann musste ich wieder selbst Unternehmungen ausdenken und sie auch planen. 

Im Bett war das punkt das Gleiche. Als er mit seinen üblichen Verführmethoden nicht zum Ziel kam, hat er voller Verzweiflung gesagt: "was soll ich denn tun, du erlaubst mir ja nicht, dass wir Sex haben". Er ist nicht Mal auf die Idee gekommen mich irgendwie anders als sonst anzumachen. Da hatten meine Ex- Freunde nie Probleme. Auch wenn ich nicht sofort heiß war, haben die mich solange mit verschiedenen Methoden "bearbeitet" bis ich nicht mehr nein sagen konnte. 

Er lässt sich einfach durch jede Kleinigkeit entmutigen und verunsichern und gibt bei Schwierigkeiten sofort auf anstatt weiter zu kämpfen und weiter nach Lösungen zu suchen. Ich fühle mich einfach nicht sicher bei ihm. Ich sehe einfach, dass er bei Problemen mich nicht beschützen/unterstützen kann. So stelle ich mir auch unsere Zukunft vor. Bei  Problemen muss ich uns beide aus der Schlamassel ziehen. Und wenn ich nicht weiter weiß kommt dann ein "ach schade". Einen Beschützer stelle ich mir anders vor.

So, wie du schreibst, ist der arme Kerl bei dir ja permanent auf dem Prüfstand. Er soll dies, er soll das. Ihr passt dann halt nicht zusammen. Du willst etwas, was dein Freund nicht ist. Ich bin eine Frau, aber wenn ich dich dauernd durch aufregende Programmpunkte neu erobern müsste, wäre mir das zu blöd. Auch dass man sich weiter bemühen soll, wenn du angibst, nicht in Stimmung zu sein. Manche nehmen, was man sagt, beim Wort. Man kann etwas, was man im Grunde nur für den anderen tut und gar nicht richtig nachvollziehen kann, meist nicht gut umsetzen. Nichts für ungut, ich willl dir nur eine andere Sicht eröffnen. Du willst deinen Freund zu jemandem machen, der er nicht ist. Aufgrund seiner Jugend weiß er nicht, dass er auf verlorenem Posten ist und sich nicht so verbiegen soll. Er ist halt verliebt und tut alles, um dich zu halten. Du erlebst eure Gegensätzlichkeit aber nicht als erfüllend oder bereichernd. Da er aber anders ist als du, kapiert er nicht, was du willst. Daher ist eine Trennung wohl das Beste. So, wie er ist, kannst du ihn nicht annehmen.

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27. Mai um 6:23
In Antwort auf user08152

tja, sorry, aber in dem fall würde ich ganz klar sagen:
- er ist nicht der richtige für dich
und
- du bist nicht die richtige für ihn!

m.e wäre es besser für euch beide, wenn ihr dieses trauerspiel beendet!!!

Vor allem für ihn wäre es bestimmt das Beste. Bei der TE soll es anscheinend nur nach ihrer Nase gehen . Da graust es schon beim Lesen. Und das nach so kurzer Zeit. 

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27. Mai um 6:27
In Antwort auf bissfest

So, wie du schreibst, ist der arme Kerl bei dir ja permanent auf dem Prüfstand. Er soll dies, er soll das. Ihr passt dann halt nicht zusammen. Du willst etwas, was dein Freund nicht ist. Ich bin eine Frau, aber wenn ich dich dauernd durch aufregende Programmpunkte neu erobern müsste, wäre mir das zu blöd. Auch dass man sich weiter bemühen soll, wenn du angibst, nicht in Stimmung zu sein. Manche nehmen, was man sagt, beim Wort. Man kann etwas, was man im Grunde nur für den anderen tut und gar nicht richtig nachvollziehen kann, meist nicht gut umsetzen. Nichts für ungut, ich willl dir nur eine andere Sicht eröffnen. Du willst deinen Freund zu jemandem machen, der er nicht ist. Aufgrund seiner Jugend weiß er nicht, dass er auf verlorenem Posten ist und sich nicht so verbiegen soll. Er ist halt verliebt und tut alles, um dich zu halten. Du erlebst eure Gegensätzlichkeit aber nicht als erfüllend oder bereichernd. Da er aber anders ist als du, kapiert er nicht, was du willst. Daher ist eine Trennung wohl das Beste. So, wie er ist, kannst du ihn nicht annehmen.

Das waren auch meine Gedanken dazu. Mit dem Alter hat das aber weniger zu tun, denke ich. Eher mit der Persönlichkeit. Denn meist ist es ja eher umgekehrt, gerade junge Menschen wollen oft viel unternehmen, aber ist auch nicht immer so.
Und im Bett könnte sie auch einfach sagen, was sie denn gerne anders hätte oder auch mal selbst machen. Aber nein, der arme Kerl muss natürlich hellsehen können.
Im Grunde ist es doch gut, dass er gar nicht kapiert, was sie will, dann kann er sich auch nicht verbiegen. 

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27. Mai um 11:03
In Antwort auf sunnyworld

Na, wir haben uns überlegt nach Holland mit Übernachtung zu fahren, da blühen jedes Jahr Tulpenfelder (genau genommen war das meine Idee). Es war nur nicht klar inwiefern es noch Tulpen gibt, da die Saison eigentlich schon vorbei ist. Nach seiner Planung ist es teuerer geworden als gedacht, jeder würde die Hälfte tragen. Ich habe ihm gesagt, dass es schon ziemlich teuer ist und ich mir nicht sicher bin ob es sich lohnt, da es nichtmal klar ist ob die Felder tatsächlich noch blühen. Seine Antwort: "ja schade". Also er wollte dann gleich aufgeben und hat nichtmal versucht eine Möglichkeit zu finden das herauszufinden. Ich habe dann selbst die Hotels durchgerufen und nach Infos gefragt. Innerlich habe ich mich natürlich geärgert, dass ich wieder keine Unterstützung von ihm bekam.

Als ich es herausgefunden habe dass die Tulpen tatsächlich abgeschnitten sind, habe ich gesagt dass ich dann was anderes machen möchte. Seine Vorschläge: er solle zu mir nach Hause kommen oder spazieren gehen - genau das worauf ich keine Lust mehr habe. Darüber haben wir schon vor Tagen ausführlich gesprochen. Als ich beide Vorschläge abgelehnt habe, wurde er ungeduldig, er verstehe mich nicht, was ich denn will. Dann musste ich wieder selbst Unternehmungen ausdenken und sie auch planen. 

Im Bett war das punkt das Gleiche. Als er mit seinen üblichen Verführmethoden nicht zum Ziel kam, hat er voller Verzweiflung gesagt: "was soll ich denn tun, du erlaubst mir ja nicht, dass wir Sex haben". Er ist nicht Mal auf die Idee gekommen mich irgendwie anders als sonst anzumachen. Da hatten meine Ex- Freunde nie Probleme. Auch wenn ich nicht sofort heiß war, haben die mich solange mit verschiedenen Methoden "bearbeitet" bis ich nicht mehr nein sagen konnte. 

Er lässt sich einfach durch jede Kleinigkeit entmutigen und verunsichern und gibt bei Schwierigkeiten sofort auf anstatt weiter zu kämpfen und weiter nach Lösungen zu suchen. Ich fühle mich einfach nicht sicher bei ihm. Ich sehe einfach, dass er bei Problemen mich nicht beschützen/unterstützen kann. So stelle ich mir auch unsere Zukunft vor. Bei  Problemen muss ich uns beide aus der Schlamassel ziehen. Und wenn ich nicht weiter weiß kommt dann ein "ach schade". Einen Beschützer stelle ich mir anders vor.

Ihr scheint charakterlich überhaupt nicht zusammen zu passen.

Eins muss ich aber noch einschieben:

Hellsehen kann niemand, auch nicht dein Freund, so sehr er dich auch lieben mag. Ich halte nichts davon, dass der Partner meine Bedürfnisse blind kennt und immer weiß was ich mir wünsche. Das ist zwar eine romantisch aber nicht realistisch. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden!

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27. Mai um 13:00

Sprechen wir von 20 und 15, 23 und 28 oder von 43 und 38?

Wobei das eigentlich völlig egal ist, denn ihr passt nicht zusammen, ziemlich unabhängig vom Alter. Der Alterunterschied und der Umstand, dass ihr an völlig unterschiedlichen Stellen im Leben steht, verstärken das signifikant. Da ist aus meiner Sicht nichts zu retten bzw. ist es auch gar nicht erstrebenswert, hier noch etwas retten zu wollen. Ein ehrliches und möglichst feinfühliges Ende wäre für alle Seiten das Beste.

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27. Mai um 14:52

Es klingt nach einem Corona-bedingten Missverständnis zwischen Euch. Ich glaube, es ist gar nicht zwingend eine Frage des Altersunterschieds sondern eher eine Typsache. Auch ein jüngerer könnte sich von Dir pushen lassen, hätte Eigeninitiative und würde sich so einfältig anstellen. Ihr passt einfach überhaupt nicht zusammen und das würde sich ohne Corona Einschränkungen nur noch deutlicher zeigen

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27. Mai um 16:44
In Antwort auf soley87

Ihr scheint charakterlich überhaupt nicht zusammen zu passen.

Eins muss ich aber noch einschieben:

Hellsehen kann niemand, auch nicht dein Freund, so sehr er dich auch lieben mag. Ich halte nichts davon, dass der Partner meine Bedürfnisse blind kennt und immer weiß was ich mir wünsche. Das ist zwar eine romantisch aber nicht realistisch. Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden!

Das ist auch das Dilemma das ich vorher angesprochen habe und dem durchaus bewusst bin: wenn ich ihm konkret sage, was ich will und er das macht, macht er das nur für mich und ich habe das Gefühl er verstellt sich für mich und ich bin seine Chefin/Mutter (aus der Rolle will ich aber gerade raus!). Wenn ich aber nichts sage, was ich will, macht er nichts, und es befriedigt mich Null, weil wir dann nur Zuhause rumsitzen würden oder in den gleichen Orten wie immer spazieren gehen. Und im Bett würde ebenso eine Langeweile herrschen, weil er immer das Gleiche Programm abspülen würde. Außerdem redet er auch nicht viel und hat meistens nicht viel zu erzählen außer dass er sich ab und zu mit seiner Familie streitet, weil er die ganze freie Zeit nur Zuhause rumsitzt. Er hat nicht Mal Freunde. Geschweige denn Hobbies.

Ich wünsche mir einfach jemanden der von sich aus etwas kreativ und eben aktiv ist, der selbst Sachen vorschlägt und ausprobiert. Der selbst einfach ein spannendes Leben führt und dieses auch mal mit mir teilen kann. Jemanden der von sich aus gerne Verantwortung übernimmt und mich eben Mal führen und unterstützen kann. Aber ihr habt Recht, das ist er einfach nicht. 

Ich weiß dass es im Endeffekt auch mein Fehler war mit ihm zusammen zu kommen (ich war mir anfangs sehr unsicher und wollte es eigentlich unverbindlich halten. Konnte es aber nicht übers Herz bringen neben ihm noch andere Männer zu treffen, weil ich wusste, dass er dann verletzt wäre, also habe ich mich dann rein rational dafür entschieden das Ganze eine Beziehung zu nennen. Zumal ich auch Gefühle hatte und wir eh jeden Tag Kontakt hatten).

Ich war anfangs sehr von seiner lieben und empathischen Art angetan, da ich vor ihm jahrelang einen toxischen und sehr distanzierten Freund hatte, der mich am ausgestreckten Arm verhungern ließ. Ich habe also über mehrere Jahre hinweg nicht genug Liebe bekommen und dann kam er und hat mich mit Aufmerksamkeit überschüttet. Genau das was ich gebraucht habe. Und ja durch die Corona sind unsere unterschiedlichen Temperamente wirklich nicht so stark aufgefallen. Jetzt merke ich aber wie groß unsere Unterschiede sind. Und seine Absicht "es zu lernen" bringt tatsächlich nichts, weil er sich dann wirklich nur für mich verstellen würde. 

Ich weiß nur nicht, wie ich übers Herz bringen sollte, ihm das mitzuteilen. Das letzte Mal wo ich das mit Freunden sein vorschlug (war wohl instinktiv ein richtige Idee von mir), war er total in Tränen aufgelöst. Er bedeutet mir als Mensch immernoch viel. Ich bin extrem dankbar für alles was er für mich getan hat und es würde mir selbst sehr weh tun ihn zu verletzen. Er sagte mir sogar mehrmals dass, sollte es mit uns nicht funktionieren, er sein Herz nicht wieder für jemand anderes öffnen möchte (ich weiß klingt wie teenie - gelaber aber er hat es wohl wirklich ernst gemeint). Er ist so stark verliebt in mich. Wenn ich mich von ihm trenne, wird seine Welt zusammen brechen...
 

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27. Mai um 17:29
In Antwort auf sunnyworld

Das ist auch das Dilemma das ich vorher angesprochen habe und dem durchaus bewusst bin: wenn ich ihm konkret sage, was ich will und er das macht, macht er das nur für mich und ich habe das Gefühl er verstellt sich für mich und ich bin seine Chefin/Mutter (aus der Rolle will ich aber gerade raus!). Wenn ich aber nichts sage, was ich will, macht er nichts, und es befriedigt mich Null, weil wir dann nur Zuhause rumsitzen würden oder in den gleichen Orten wie immer spazieren gehen. Und im Bett würde ebenso eine Langeweile herrschen, weil er immer das Gleiche Programm abspülen würde. Außerdem redet er auch nicht viel und hat meistens nicht viel zu erzählen außer dass er sich ab und zu mit seiner Familie streitet, weil er die ganze freie Zeit nur Zuhause rumsitzt. Er hat nicht Mal Freunde. Geschweige denn Hobbies.

Ich wünsche mir einfach jemanden der von sich aus etwas kreativ und eben aktiv ist, der selbst Sachen vorschlägt und ausprobiert. Der selbst einfach ein spannendes Leben führt und dieses auch mal mit mir teilen kann. Jemanden der von sich aus gerne Verantwortung übernimmt und mich eben Mal führen und unterstützen kann. Aber ihr habt Recht, das ist er einfach nicht. 

Ich weiß dass es im Endeffekt auch mein Fehler war mit ihm zusammen zu kommen (ich war mir anfangs sehr unsicher und wollte es eigentlich unverbindlich halten. Konnte es aber nicht übers Herz bringen neben ihm noch andere Männer zu treffen, weil ich wusste, dass er dann verletzt wäre, also habe ich mich dann rein rational dafür entschieden das Ganze eine Beziehung zu nennen. Zumal ich auch Gefühle hatte und wir eh jeden Tag Kontakt hatten).

Ich war anfangs sehr von seiner lieben und empathischen Art angetan, da ich vor ihm jahrelang einen toxischen und sehr distanzierten Freund hatte, der mich am ausgestreckten Arm verhungern ließ. Ich habe also über mehrere Jahre hinweg nicht genug Liebe bekommen und dann kam er und hat mich mit Aufmerksamkeit überschüttet. Genau das was ich gebraucht habe. Und ja durch die Corona sind unsere unterschiedlichen Temperamente wirklich nicht so stark aufgefallen. Jetzt merke ich aber wie groß unsere Unterschiede sind. Und seine Absicht "es zu lernen" bringt tatsächlich nichts, weil er sich dann wirklich nur für mich verstellen würde. 

Ich weiß nur nicht, wie ich übers Herz bringen sollte, ihm das mitzuteilen. Das letzte Mal wo ich das mit Freunden sein vorschlug (war wohl instinktiv ein richtige Idee von mir), war er total in Tränen aufgelöst. Er bedeutet mir als Mensch immernoch viel. Ich bin extrem dankbar für alles was er für mich getan hat und es würde mir selbst sehr weh tun ihn zu verletzen. Er sagte mir sogar mehrmals dass, sollte es mit uns nicht funktionieren, er sein Herz nicht wieder für jemand anderes öffnen möchte (ich weiß klingt wie teenie - gelaber aber er hat es wohl wirklich ernst gemeint). Er ist so stark verliebt in mich. Wenn ich mich von ihm trenne, wird seine Welt zusammen brechen...
 

"ich weiß klingt wie teenie - gelaber aber er hat es wohl wirklich ernst gemeint"
um so schlimmer - denn das heißt, dass er sich wohl tatsächlich noch emotional auf diesem level bewegt!

"Wenn ich mich von ihm trenne, wird seine Welt zusammen brechen..."
mag sein... viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass es ihm geht wie es fast allen von uns mit ihrer ersten großen liebe gegangen ist: man leidet ein paar wochen oder monate wie ein hund, und glaubt, die welt geht unter... und irgendwann merkt man, dass das leben dadurch auch nicht besser wird, und macht sich auf zu neuen ufern...
 

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27. Mai um 17:35
In Antwort auf sunnyworld

Das ist auch das Dilemma das ich vorher angesprochen habe und dem durchaus bewusst bin: wenn ich ihm konkret sage, was ich will und er das macht, macht er das nur für mich und ich habe das Gefühl er verstellt sich für mich und ich bin seine Chefin/Mutter (aus der Rolle will ich aber gerade raus!). Wenn ich aber nichts sage, was ich will, macht er nichts, und es befriedigt mich Null, weil wir dann nur Zuhause rumsitzen würden oder in den gleichen Orten wie immer spazieren gehen. Und im Bett würde ebenso eine Langeweile herrschen, weil er immer das Gleiche Programm abspülen würde. Außerdem redet er auch nicht viel und hat meistens nicht viel zu erzählen außer dass er sich ab und zu mit seiner Familie streitet, weil er die ganze freie Zeit nur Zuhause rumsitzt. Er hat nicht Mal Freunde. Geschweige denn Hobbies.

Ich wünsche mir einfach jemanden der von sich aus etwas kreativ und eben aktiv ist, der selbst Sachen vorschlägt und ausprobiert. Der selbst einfach ein spannendes Leben führt und dieses auch mal mit mir teilen kann. Jemanden der von sich aus gerne Verantwortung übernimmt und mich eben Mal führen und unterstützen kann. Aber ihr habt Recht, das ist er einfach nicht. 

Ich weiß dass es im Endeffekt auch mein Fehler war mit ihm zusammen zu kommen (ich war mir anfangs sehr unsicher und wollte es eigentlich unverbindlich halten. Konnte es aber nicht übers Herz bringen neben ihm noch andere Männer zu treffen, weil ich wusste, dass er dann verletzt wäre, also habe ich mich dann rein rational dafür entschieden das Ganze eine Beziehung zu nennen. Zumal ich auch Gefühle hatte und wir eh jeden Tag Kontakt hatten).

Ich war anfangs sehr von seiner lieben und empathischen Art angetan, da ich vor ihm jahrelang einen toxischen und sehr distanzierten Freund hatte, der mich am ausgestreckten Arm verhungern ließ. Ich habe also über mehrere Jahre hinweg nicht genug Liebe bekommen und dann kam er und hat mich mit Aufmerksamkeit überschüttet. Genau das was ich gebraucht habe. Und ja durch die Corona sind unsere unterschiedlichen Temperamente wirklich nicht so stark aufgefallen. Jetzt merke ich aber wie groß unsere Unterschiede sind. Und seine Absicht "es zu lernen" bringt tatsächlich nichts, weil er sich dann wirklich nur für mich verstellen würde. 

Ich weiß nur nicht, wie ich übers Herz bringen sollte, ihm das mitzuteilen. Das letzte Mal wo ich das mit Freunden sein vorschlug (war wohl instinktiv ein richtige Idee von mir), war er total in Tränen aufgelöst. Er bedeutet mir als Mensch immernoch viel. Ich bin extrem dankbar für alles was er für mich getan hat und es würde mir selbst sehr weh tun ihn zu verletzen. Er sagte mir sogar mehrmals dass, sollte es mit uns nicht funktionieren, er sein Herz nicht wieder für jemand anderes öffnen möchte (ich weiß klingt wie teenie - gelaber aber er hat es wohl wirklich ernst gemeint). Er ist so stark verliebt in mich. Wenn ich mich von ihm trenne, wird seine Welt zusammen brechen...
 

Trenn dich, wenn du das möchtest. Da muss dein Freund dann durch. Emotionale Erpressungen sind schadhaft, auch für deinen Freund. Du kannst ihm den Trennungsschmerz nicht abnehmen. Davon, gleich nach der Trennung eine Freundschaft zu versuchen, rate ich euch aber ab. Das funktioniert vielleicht irgendwann, jetzt aber sicher nicht. 

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28. Mai um 11:04
In Antwort auf sunnyworld

Hallo,

ich möchte euch berichten wie es läuft. Ich habe versucht ihm die Organisation von dem letzten Samstag zu überlassen, was er zwar gemacht hat, aber einige wichtige Sachen wieder nicht bedacht, weswegen ich wieder doch alles in meine Hände nehmen musste.

Mir ist's aufgefallen dass er, wenn er vor einem Problem steht wo er nicht sofort eine Lösung weiß, dazu neigt aufzugeben oder mir die Verantwortung für die Lösung zu überlassen anstatt zu versuchen selbst eine Lösung zu finden. Und allgemein macht er nur etwas wenn ich ihn ausdrücklich darum bitte anstatt es von sich aus in die Hände zu nehmen, so dass im Endeffekt die Verantwortung doch bei mir liegt. Das ganze kann man mit Chef- Abgestellten Verhältnis vergleichen. Ich kann ihm zwar fragen ob er dies und jenes tun kann, er macht es und kommt mitm Ergebnis zurück, aber im Endeffekt die letztendliche Entscheidung und Verantwortung liegt doch bei mir. Und wenn nichts funktioniert weil ich zum Beispiel mich nicht um das Problem kümmere dann sagt er: "schade, ist halt so". 

Ich fühle mich total hilflos das Ganze aufzulösen. Meine Gefühle sind noch weniger geworden. Mittlerweile ist es sogar so, dass ich keine Lust mehr habe mit ihm zu schlafen. Beim letzten Treffen waren wir beide total frustriert. Er: weil ich nicht mit ihm schlafen wollte. Ich: weil er es nicht schaffte eine Anziehung in mir auszulösen. Ich weiß nicht warum aber es hat mich enorm geärgert. Er ist auch so unsicher geworden,weil er gemerkt hat, dass ich nicht so viel Lust auf ihn habe wie früher, und wusste gar nicht was er machen soll. Durch seine Unsicherheit ist meine Anziehung zu ihm noch weniger geworden bis sie komplett verschwunden ist.

Wir haben dann wieder über alles gesprochen, was aber das Ganze nur noch schlimmer gemacht hat. Ich habe versucht ihm aufzuzeigen welche Punkte mich stören, er wurde dadurch aber nur noch mehr verunsichert, dass er in totales Selbstmitleid verfallen ist, sich mehrmals entschuldigt hat mitm Versprechen es beim nächsten Mal besser zu machen. Bei dem ganzen hat er wie ein Kind ausgesehen, das Angst hat die Mutter zu verlieren. Das war auf der Sexiness-Skala bei Null. Das ganze ging sogar so weit dass ich ihm vorgeschlagen habe Freunde zu sein, was ihn maximal verunsichert hat und er angefangen hat zu weinen. Ich habe mich beim Ganzen wirklich wie eine Mutter gefühlt die ein Kind beruhigen muss. 

Nach dem er sich beruhigt hat, habe ich Schuldgefühle bekommen. Ich habe verstanden, wie sehr ich ihn mit meinem Verhalten verletze und bin deswegen wieder empathischer geworden. Er hat dann angeblich über unser Problem im Internet recherchiert und meinte er hätte es verstanden, warum ich mich so verhalte und dass er vor hat sich mehr um sein Leben zu kümmern und mir mehr Freiraum zu geben, und die Verantwortung für uns mehr abzunehmen, was ich erleichternd fand. Wir haben uns auch beide darauf geeinigt, dass ich nicht mehr auf seine Schwächen zeige, weil es das Problem nur noch verschlimmert.

Der Rest des Abends verlief friedlich. Nur habe ich jetzt irgendwie das Gefühl ich halte den Frieden aus Mitleid mit ihm, weil ich ihn nicht wieder verletzten möchte. 

Ich schätze ihn sehr als Mensch aber ich glaube, dass ich meine Hoffnung das er meiner Vorstellung von einem Partner an meiner Seite trotz seines jungen Alters erfüllen kann, so gut wie aufgegeben habe. Außer es geschieht noch ein Wunder und er wird auf einmal selbstständiger und selbstsicherer.

Ja, du hast die Mutterrolle übernommen und er genießt es.
Euer Problem ist, dass du einen Partner gesucht hast und keine Kind.
Genau das hast da aber bekommen, die Erkenntnis ist sicher frustierend.
Er wird Selbstständigkeit und eingene Größe nicht auf einmal lernen können.
Wenn Du bei seinen organisierten Sachen dann doch wieder die Führung übernimmst, wird er es nie lernen und sich immer wieder helfen lassen und vor der Verantwortung füchten.

Ich persönlich glaube nicht das er der richtige Partner für dich ist.

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20. August um 11:46
In Antwort auf sunnyworld

Hall liebe Leute,

ich habe folgendes Problem. Ich und mein Freund sind seit etwa 2 Monaten zusammen. Am Anfang war alles super schön, aber ich merke dass ich in letzter Zeit etwas unzufriedener wurde. Ich bin ein unternehmenslustiger Mensch und vor allem in der Zeit vor Corona war ich sehr viel unterwegs, ich brauche allgemein viel Abwechslung in meinem Leben. Mein Freund verbringt seine Zeit dagegen am liebsten Zuhause.

Als wir uns kennengelernt haben sind wir viel spazieren gegangen oder bei mir Zuhause gewesen, man konnte ja auch nicht wirklich was anderes unternehmen und es war alles schön und gut. Aber in letzter Zeit wird es mir einfach langweilig immer das Gleiche zu machen. Also habe ich versucht andere Aktivitäten auszudenken. Mein Freund macht bei allem mit und das finde ich gut. Aber die Planung liegt immer an mir. Ich bin die, die überlegt was wir beim nächsten Treffen tun können,wo und wie, was wir alles brauchen etc. Ich bin die, die am Tag die Fahrt plant und alles steuert. Er läuft dann einfach mit. Er bringt von sich auch keine Initiative und keine neuen Ideen ein. Und ich glaube das ist der Punkt der mich unzufrieden macht. Ich habe einfach das Gefühl ich trage die alleinige Verantwortung für das was wir tun und bin mittlerweile in so einer Art Mutter-Rolle. Ich sage ihm was wir machen können, was er mitnehmen muss, wann er am besten kommt, wann wir losfahren, wohin, wann wir zurückkommen etc. Er passt sich mir komplett an. Wenn ich ihn frage was er tun will, sagt er immer "Keine Ahnung. Was willst du?" Er scheint keine eigenen Wünsche zu haben. Er fragt mich dann auch immer, wann er kommen soll und was wir brauchen. Ich passe auf wann der Bus kommt und dass wir nicht zu spät sind, ich schaue den Weg nach etc.

Ich habe öfters mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass er ruhig seine Wünsche mitteilen kann und sich nicht immer mir anpassen muss. Er sagte, er ist zufrieden so wie es ist.

Ich habe paar Mal versucht ihm die Verantwortung zu überlassen, zum Beispiel dass er aufm Weg zurück  uns zur Haltestelle führt, die Verbindung raussucht etc. Bis jetzt hat er sich immer entweder verlaufen, falsch die Verbindung geschaut oder irgendetwas anderes nicht bedacht. 

Auch wenn ich allgemein ein Problem im Leben habe, weiß er nicht wirklich mir zu helfen, obwohl er es versucht. Sein Lieblingsspruch ist "ist ja nicht schlimm" und "mach dir keine Sorgen". Aber wirkliche Lösungsvorschläge kann er auch nicht bringen.

Ich glaube das Ganze liegt daran dass er 5 Jahre jünger ist als ich und noch mit seiner Familie wohnt. Er ist auch der Jungste und passt sich der Familie sonst genauso an wie mir. Seine Familie entscheidet viel über ihn. Während ich schon einige Jahre alleine lebe und gewohnt bin nur auf mich zu hören und selbst für mich zu sorgen.

Er sagte er braucht noch Zeit um das Ganze zu lernen. Er hat da natürlich Recht aber ich merke dass ich ungeduldig werde. Ich merke dass ich eine starke Schulter zum Anlehnen brauche (bin ziemlich konservativ erzogen) und ich suche im Mann in erster Linie einen Beschützer. Er sagt zwar er ist immer für mich da und das ist er auch, aber was bringt mir das, wenn er mich nicht wirklich unterstützen kann? Ich habe schon gemerkt, dass ich angefangen habe an der Beziehung zu zweifeln und meine Anziehung/Gefühle zu ihm sind auch weniger geworden. Ich mag ihn sehr gerne, weil er sehr lieb zu mir ist und wie gesagt immer für mich da. Ich möchte ihn deswegen nicht verlieren, aber mir fällt im Moment keine gute Lösung für unser Problem ein.

Könnt ihr es nachvollziehen und habt ihr vielleicht eine Idee was ich tun kann?

Inzwischen isses drei Monate später und ihr kommt immer noch nicht klar miteinander. Meinst du nicht, es wäre so langsam Zeit für Konsequenzen?

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20. August um 14:11
In Antwort auf sunnyworld

Hall liebe Leute,

ich habe folgendes Problem. Ich und mein Freund sind seit etwa 2 Monaten zusammen. Am Anfang war alles super schön, aber ich merke dass ich in letzter Zeit etwas unzufriedener wurde. Ich bin ein unternehmenslustiger Mensch und vor allem in der Zeit vor Corona war ich sehr viel unterwegs, ich brauche allgemein viel Abwechslung in meinem Leben. Mein Freund verbringt seine Zeit dagegen am liebsten Zuhause.

Als wir uns kennengelernt haben sind wir viel spazieren gegangen oder bei mir Zuhause gewesen, man konnte ja auch nicht wirklich was anderes unternehmen und es war alles schön und gut. Aber in letzter Zeit wird es mir einfach langweilig immer das Gleiche zu machen. Also habe ich versucht andere Aktivitäten auszudenken. Mein Freund macht bei allem mit und das finde ich gut. Aber die Planung liegt immer an mir. Ich bin die, die überlegt was wir beim nächsten Treffen tun können,wo und wie, was wir alles brauchen etc. Ich bin die, die am Tag die Fahrt plant und alles steuert. Er läuft dann einfach mit. Er bringt von sich auch keine Initiative und keine neuen Ideen ein. Und ich glaube das ist der Punkt der mich unzufrieden macht. Ich habe einfach das Gefühl ich trage die alleinige Verantwortung für das was wir tun und bin mittlerweile in so einer Art Mutter-Rolle. Ich sage ihm was wir machen können, was er mitnehmen muss, wann er am besten kommt, wann wir losfahren, wohin, wann wir zurückkommen etc. Er passt sich mir komplett an. Wenn ich ihn frage was er tun will, sagt er immer "Keine Ahnung. Was willst du?" Er scheint keine eigenen Wünsche zu haben. Er fragt mich dann auch immer, wann er kommen soll und was wir brauchen. Ich passe auf wann der Bus kommt und dass wir nicht zu spät sind, ich schaue den Weg nach etc.

Ich habe öfters mit ihm gesprochen und ihm gesagt, dass er ruhig seine Wünsche mitteilen kann und sich nicht immer mir anpassen muss. Er sagte, er ist zufrieden so wie es ist.

Ich habe paar Mal versucht ihm die Verantwortung zu überlassen, zum Beispiel dass er aufm Weg zurück  uns zur Haltestelle führt, die Verbindung raussucht etc. Bis jetzt hat er sich immer entweder verlaufen, falsch die Verbindung geschaut oder irgendetwas anderes nicht bedacht. 

Auch wenn ich allgemein ein Problem im Leben habe, weiß er nicht wirklich mir zu helfen, obwohl er es versucht. Sein Lieblingsspruch ist "ist ja nicht schlimm" und "mach dir keine Sorgen". Aber wirkliche Lösungsvorschläge kann er auch nicht bringen.

Ich glaube das Ganze liegt daran dass er 5 Jahre jünger ist als ich und noch mit seiner Familie wohnt. Er ist auch der Jungste und passt sich der Familie sonst genauso an wie mir. Seine Familie entscheidet viel über ihn. Während ich schon einige Jahre alleine lebe und gewohnt bin nur auf mich zu hören und selbst für mich zu sorgen.

Er sagte er braucht noch Zeit um das Ganze zu lernen. Er hat da natürlich Recht aber ich merke dass ich ungeduldig werde. Ich merke dass ich eine starke Schulter zum Anlehnen brauche (bin ziemlich konservativ erzogen) und ich suche im Mann in erster Linie einen Beschützer. Er sagt zwar er ist immer für mich da und das ist er auch, aber was bringt mir das, wenn er mich nicht wirklich unterstützen kann? Ich habe schon gemerkt, dass ich angefangen habe an der Beziehung zu zweifeln und meine Anziehung/Gefühle zu ihm sind auch weniger geworden. Ich mag ihn sehr gerne, weil er sehr lieb zu mir ist und wie gesagt immer für mich da. Ich möchte ihn deswegen nicht verlieren, aber mir fällt im Moment keine gute Lösung für unser Problem ein.

Könnt ihr es nachvollziehen und habt ihr vielleicht eine Idee was ich tun kann?

Hi du,
das Problem kenne ich zu gut. Bei uns ist es ziemlich gleich. Mittlerweile sinds bald 8 Jahre Beziehung, wir haben nach kurzer Zeit geheiratet und mittlerweile ein Kind. Aber wie du das mit den Gefühlen die weniger geworden sind beschreibst kenne ich leider auch. Ganz aktuell ists absolut nicht mehr harmonisch und ich zweifle mittlerweile auch täglich an unserer Beziehung. Für dich entscheiden kann keiner, das musst du selbst. Aber auf Dauer gesehen und nach meiner Erfahrung heraus wird es nicht besser und du nicht glücklicher.

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