Forum / Liebe & Beziehung

Unverständlich unglücklich!

8. Februar um 11:48 Letzte Antwort: 8. Februar um 16:59

Hallo zusammen,
Ich komme zu euch da ich einen Rat brauche.

Ich habe bereits hier einen Beitrag veröffenlticht.
Vielleicht hat meine aktuelle Situation damit etwas zu tun.

Kleinen Information zum vorherigen Beitrag. Zu meiner Thematik. Ich bin 23 Jahre alt und sie 20 Jahre alt. Wir beide kennen uns berits seit 6 Jahren flüchtig durch eine damalige Beziehung von mir. Im März 2020 waren wir beide in einer unglücklichen Beziehung und fingen an zu schreiben. Sehr emotional aber auch intim. Seit knapp 7 Monaten hat sie mit ihrem Freund Schluss gemacht (3 Jährige Beziehung) und ich mit meiner Freundin (1 Jähriger Beziehung). Der Start war ziemlich holprig. Sie war eher kalt und konnte laut ihrer Aussage nicht so süß sein da sie es nicht kannte in ihrer vorherigen Beziehung. Das ganze hat sich leicht verbessert und wir sind seit 1 Monat zusammen. Aber irgendwie fehlt mir was. 

Zu meiner aktuellen Situation.Ich bin normal ein ziemlich aktiver Mensch habe viel Spaß im Leben und genoss die Zeit mit Freunden. Aktuell läuft eigentlich alles. Ich habe eine Freundin, ich habe ein top Job in dem ich auch befördert wurde und bin aktuell in meine erste Wohnung mit meinem besten Freund gezogen. Und die Wohnung ist groß und mega schön. Man meint ich habe alles, ein perfektes Leben. Jedoch bin ich den ganzen Tag über innerlich traurig. Ich versuch meine Traurigkeit weg Zulächeln.Es gibt nichts worauf ich mich freue. Weder aufs gemütliche Film schauen, aufs Zocken oder wenn wir Besuch bekommen. Ich bin sehr schnell gereizt und das spiegelt sich in meinem Verhalten wieder. Ziehe mich relativ schnell zurück und bin ruhiger geworden. Das ganze geht bereits über Monate.
Ich habe mir einige Ziele gesetzt und hab immer gehofft das mich das glücklicher macht. Sprich endlich mit meiner Liebe zusammenzukommen. Eine eigene Wohnung mit meinem besten Kumpel. Aber die Freude war nur von ganz kurzer Dauer und es kam eine Angst. Angst bei meiner Freundin das sie mich nicht liebt. Angst das irgendetwas passiert. Angst das das Leben an einem vorbeizieht ohne wieder die Freude von einst zu haben.
Ich habe mehrere Vermutungen aufgestellt.
Zu einem meine Freundin. 
Mir fehlt eine gewisse Zuneigung/Liebe in der Beziehung. Ich habe dauerhaft Angst das es ihr nicht gefällt. Dass sie mich betrügen wird oder heimlich intim mit anderen schreibt, auch wenn ich es weiß das sowas nicht passieren wird.
Eine andere Vermutung ist das meine Vorstellung zum Leben sich Reduziert hat. Früher hatte ich für jedes Wochenende, nein sogar für jeden Tag Pläne. Seit Monaten will ich alleine sein und nichts machen. Zum täglichen Sport kann ich mich noch aufrappeln. Liegt es an Corona ? Ich habe unzählige Länder besucht auf fast jedem Kontinent. Kann aber aktuell nicht fliegen.Ich weiß nicht was ich machen soll. Wie kann man sich freude machen?

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Liebe Grüße
 

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8. Februar um 12:06

Der Effekt, den die Corona- Maßnahmen auf uns haben, ist sicherlich immens. Es fehlt einfach alles,  was zum Mensch-Sein dazu gehört. 

Du warst besonders aktiv,  aber es hört sich so an, als würdest du das Leben als eine Aneinanderreihung von erreichten Zielen sehen und jetzt vollzieht sich ein Prozess, der auf unbekannte Ziele ausgerichtet ist, wo alles unklar ist. Ganz nach dem Motto "Wenn der Weg das Ziel ist,  dann ist das Ziel weg".

Erreichte Ziele und die Freude daran sind immer nur von kurzer Dauer. Zurecht fragst du dich: war das schon alles?

Es liegt in unserer Kultur, uns über Erreichtes zu definieren und weniger über das Sein an sich. Du hast viel mehr als viele Menschen, sogar in deinem Land. Trotzdem nicht glücklich zu sein, ist erstmal keine Schande, aber es liegt an dir zu erkennen: Glück ist kein Selbstzweck, das kann man nicht erzwingen. Du bist jung,  und du entwickelst dich. Vielleicht erkennst du jetzt,  dass deine Ziele gar nicht deine waren, sondern das,  was jemand anderer - die Gesellschaft, die Eltern, die Freunde - sagen, dass du das erreichen musst. 

Eine Freundin zu HABEN, macht nicht glücklich. In einer Beziehung zu SEIN nur dann, wenn du in all deinen Facetten Anklang findest. Und umgekehrt. Deine Freundin ist nicht liebevoll,  sagst du. Bist du es? Sei du selbst die Veränderung, die du erfahren willst. Verstehe auch, dass du nur sehr oberflächlich an dem Wunder Liebe kratzt, solange du deine Freundin beurteilst, Unterschiede feststellst oder gar abstempelst, dich nur angstvoll näherst. Das alles gibst du vor, schickst die negative Energie voraus, und nichts anderes bekommst du zurück. 

Sei mutig und öffne dich den ganzen Facetten des Lebens. Erkenne deine Grenzen, aber versuch sie zu erweitern. 

Das Leben will gelebt werden. 

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8. Februar um 12:17
In Antwort auf

Der Effekt, den die Corona- Maßnahmen auf uns haben, ist sicherlich immens. Es fehlt einfach alles,  was zum Mensch-Sein dazu gehört. 

Du warst besonders aktiv,  aber es hört sich so an, als würdest du das Leben als eine Aneinanderreihung von erreichten Zielen sehen und jetzt vollzieht sich ein Prozess, der auf unbekannte Ziele ausgerichtet ist, wo alles unklar ist. Ganz nach dem Motto "Wenn der Weg das Ziel ist,  dann ist das Ziel weg".

Erreichte Ziele und die Freude daran sind immer nur von kurzer Dauer. Zurecht fragst du dich: war das schon alles?

Es liegt in unserer Kultur, uns über Erreichtes zu definieren und weniger über das Sein an sich. Du hast viel mehr als viele Menschen, sogar in deinem Land. Trotzdem nicht glücklich zu sein, ist erstmal keine Schande, aber es liegt an dir zu erkennen: Glück ist kein Selbstzweck, das kann man nicht erzwingen. Du bist jung,  und du entwickelst dich. Vielleicht erkennst du jetzt,  dass deine Ziele gar nicht deine waren, sondern das,  was jemand anderer - die Gesellschaft, die Eltern, die Freunde - sagen, dass du das erreichen musst. 

Eine Freundin zu HABEN, macht nicht glücklich. In einer Beziehung zu SEIN nur dann, wenn du in all deinen Facetten Anklang findest. Und umgekehrt. Deine Freundin ist nicht liebevoll,  sagst du. Bist du es? Sei du selbst die Veränderung, die du erfahren willst. Verstehe auch, dass du nur sehr oberflächlich an dem Wunder Liebe kratzt, solange du deine Freundin beurteilst, Unterschiede feststellst oder gar abstempelst, dich nur angstvoll näherst. Das alles gibst du vor, schickst die negative Energie voraus, und nichts anderes bekommst du zurück. 

Sei mutig und öffne dich den ganzen Facetten des Lebens. Erkenne deine Grenzen, aber versuch sie zu erweitern. 

Das Leben will gelebt werden. 

Danke für die schnelle Antwort und die wahren Worte.

Ich behandel sie so wie ich gern behandelt werden will. Ja ich bin Aufmerksam und süß. Ich weiß auch das eine Bezihung nicht mein Glück ausmacht sondern nur bereichert. Ich weiß auch das sie sich bemüht. Ich glaub ich bin beziehungstechnisch noch nicht soweit/reif. Ich vermiss leicht die Verliebtheitphase die bei uns wegen unsere Vergangenheit nicht da war.

Ich weiß das mein Leben eigentlich gut ist. Das ich alles habe was ich brauche. Ich verusche mir selber einzureden oder freude vorzutäuschen, in der Hoffnung das ich es dann werde. Glücklich.

Wie kann ich meine wahren Ziele rausfinden ? 
 

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8. Februar um 16:38

Wenn du aufhörst dir was "einzureden" und "Freude vorzutäuschen".

Wenn du "eigentlich" aus deinem Wortschatz streichst.

Wenn du merkst,  dass jede Beziehung ihren eigenen Gesetzen folgt. 

Wenn du akzeptierst, dass das Leben auch aus Unglück besteht. Und darüber traurig sein kannst. 
 

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8. Februar um 16:59

Winterdepression? Ich wäre um diese Zeit auch auf Mallorca für 2 Wochen, aber Lockdown.

Ansonsten was die Kälte deiner Freundin angeht, seitdem ich ein Artikel über die Beziehungsblaupause eines Menschens gelesen habe und das die Verkupplung von Klammeraffe und Eistyp (um es überspitzt zu sagen) häufig ist, lange hält aber niemand glücklich macht, seitdem sehe ich genau das oft hier.

https://www.spektrum.de/news/bindungsangst-das-naehe-distanz-problem/1824823

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