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Untreu er ging in den puff

5. Oktober 2004 um 18:09


Hallo ich bin neu hier und mir ist etwas komisch zumut.

seit 1woche bricht meine welt aus den fugen.
ich bin seit 15 fast 16 jahren verheiratet und habe 3 kinder.
alles hat damit begonnen das mein mann vor ca 1 jahr an Parkinson erkrankte und sich mehr und mehr von uns als familie zurück zog.
er hat mich das letzte halbe jahr belogen ung hintergangen. hat sich eine eigene pornosammlung angelegt was ich durch zufall heraus bekommen habe.ausserdem hat er tausende von in diversen clubs und puffs ausgegeben.
ich weiß nicht mehr ein und aus.ich weiß einfach nicht mehr weiter.ist das etwa seine art mit der krankheit um zugehen. was soll ich tun ,wie soll ich mich verhalten .
wer hat ähnliches erlebt.

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5. Oktober 2004 um 21:31

Also
Die Lebensgefährtin von meinem Vater steckte in einer Ähnlichen Situation.

Also sie haben das Abkommen getroffen, dass sie sich weiterhin um alles kümmert, da er mittlerweile in einer Pflegeklinik "wohnt", sie aber in dem Sinne keine Beziehung merh führen. Sie hat 2 Kinder, die aber schon mitte/ene 20 sind un sie hat letztes Jahr die Scheidung eingereicht. Aber sie sorgt für ihn.


Aber der Mann ging nicht fremd etc...

Also ich an deiner Stelle würde mich trennen...denn ich würde mich nicht so demütigen würde.

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6. Oktober 2004 um 15:22

Das ist heftig...
Liebe Carla,

das ist echt heftig!!!
Aber ich denke, dass Dein Mann wirklich auf diese Weise seine Krankheit verarbeitet!!

Mal abgesehen von dem , was er gemacht hat... versuch Dich mal in seine Lage zu versetzen! Was heißt Parkinson??? Für mich persönlich heißt es Zitteranfälle, nicht mehr laufen können, geistig zu verkümmern, ständig auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.
Und wenn ich jetzt erfahre, dass ich daran erkrankt bin, dann würde ich schier verrückt werden! Ich würde im 3eck springen.... Ich wäre nicht mehr ich selber.
Die Mutter einer Bekannten von meinen Ellis hat Selbstmord begangen als sie erfuhr, dass sie Alzheimer hat. Nun ist Alzheimer für mich persönlich schlimmer als Parkinson (und die Mutter kann ich verstehen in ihrer Entscheidung sich selber das Leben zu nehmen)
aber bezogen auf Deinen Mann meine ich, dass diese Diagnose ebenfalls ihm den Boden unter seínen Füßen weggerissen haben muss! Für mich wäre das ein Urteil zum dahinvegetieren! Ich denke, dass er therapeutische Hilfe braucht! Wirklich! Viele können sowas allein nicht verarebiten!

Und Du musst Dir im klaren werden was Du willst. Nur weil ich persönlich Deinen Mann verstehen kann, wenn er Probleme mit dem Akzeptieren seiner Krankheit habe, heißt es nicht, dass er einen Freifahrtschein hat. Seine Krankheit heißt nicht, dass er seine Umwelt mit Füßen treten darf.

Was willst Du? Liebst Du ihn (noch)? Willst Du ihm zur Seite stehen? Auch wenn seine Krankheit weiter fortgeschritten ist?

Dann rede mit ihm!! Sage ihm, dass er mit seiner Krankheit nicht der Mittelpunkt der Welt ist. Dass Du ihn aber verstehen kannst, dass er Probleme damit hat, aber dass er Dich / Euch verletzt mit seinem Verhalten! Dass er sich ändern muss; dass er dass alles einstellen muss, weil Du sonst nicht mehr kannst...

Ich finde diesen Fall persönlich "schlimmer" als ein normaler Fremdgeh-Fall, denn hier steckt viel mehr hinter als Puff und Porno, sondern Gefühle und Angst - Angst ums Leben!


LG
Pluster

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8. Oktober 2004 um 12:20

Nimm es nicht persönlich
Ich bin mir relativ sicher (ohne jetzt eine wirklich qualifizierte Einschätzung geben zu können) er tut das nicht, um Dich zu verletzen. Diese Diagnose ist ein Schock. Eine Krankheit, die bisher nicht vollständig geheilt werden kann und deren Verlauf irgendwie erniedrigend ist, weil man auf andere Leute angewiesen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass er einfach versucht sich selbst zu beweisen, was er ist, was er kann, usw. Rede mit ihm darüber, dass er eine Psychotherapie aufsuchen soll um damit einigermaßen klarzukommen. Eine PT machen nicht nur "Durchgeknallt" sondern einfach Personen die in Lebenssituationen stecken, mit denen sie alleine nicht fertig werden. Bei einer solchen Therapie kann sicher der Partner mit einbezogen werden.
Vielleicht geht Ihr auch einfach mal zu einer Selbsthilfegruppe (wenn er schon dazu bereit ist, denn dass macht man, wenn man die Krankheit angenommen hat) und hört, was die Teilnehmer so erzählen und wie es ihnen ergeht bzw. wie sie das ganze gemeistert haben.

Es geht hierbei nicht um Untreue sondern um viel mehr! Lasst Euch helfen!

Ich wünsche Euch alles, alles Gute!!!!

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