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Unterstützung von neuem Partner während Trennung/Scheidung?

18. April 2015 um 17:15

Hallo
ich befinde mich gerade in der Trennungsphase von meinem Ehemann.
Ich habe mich für meine grosse Liebe und Affäre gegen meine Ehe entschieden. Bitte keine Vorwürfe hierzu ohne Hintergrundinformaitonen zu kennen.
Es ist alles sehr kompliziert und ich fühle mich nicht richtig unterstützt von meinem neuen Partner. Wie und in welcher Form darf ich denn in so einer Situation Unterstützung erwarten? Hat jemand von euch auch schon diesen Weg gegangen?

Es ist so, dass mein neuer Partner nichts von meinem alten Leben wissen möchte. Alles was mich schmerzt und ich vermisse, versteht er nicht. Es ist nun mal nicht einfach sich zu trennen oder gar zu scheiden. Er sagt zwar, dass er immer für mich da sei. Aber ich spüre nichts... Er sagt, dass es meine Sache sei und ich ja wisse, dass meine Entscheidung all diese Konsequenzen mitsich bringen würde. Er könne ja verstehen, dass es schmerzt... aber er könne ja auch nicht mehr tun als einfach da zu sein, wenn ich ihn brauche. Wenn ich ihm aber nicht explizit sage, dass es mir nicht gut geht oder ich stress hatte oder ich in den Arm genommen werden möchte, so kommt nichts von ihm. Er fragt auch von sich aus nie nach, wie es mir geht oder wie die Situation mit meinem Exmann ist. Er will sich nicht einfühlen und eindenken, er will einfach möglichst schnell ein neues Leben mit mir aufbauen...

Was darf ich an Unterstüzung verlangen? Es würde mich sehr stärken, wenn er an meinem Leben (hoch und tiefs) teilhaben würde....

Liebe Grüsse

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18. April 2015 um 17:35


Hallo meine Liebe.

Nein, es ist nicht einfach, sich zu trennen oder scheiden zu lassen. Genauso wenig ist es einfach, permanent eine Beziehung zu 3. zu führen. Jedes Mal zu hören, auf was der Andere ja für einen verzichten muss, wie schwer ihm das doch fällt etc. Jedes Mal darüber reden oder daran denken zu müssen was mit dem/der Ex ist, was der Ex denkt, wie es ihm geht...... Meinst du, das ist schön?

Gehst du auch zu deinem Ex und sagst: du, also mit meinem neuen Partner ist es total super, aber manchmal fühlt der sich so schlecht, weil ich drüber reden möchte, was mir so fehlt, seit ich mich für ihn entschieden habe........


Im Prizip sagst du deinem Partner jedes Mal, dass er dir nicht reicht und wie negativ die Entscheidung eigentlich in vielen Bereichen für dich ist. Die alte Beziehung bleibt so wunderbar präsent. Letztlich ist es so, als würde der Ex Partner bei jeder Aktivität daneben stehen.....

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18. April 2015 um 17:48

Ich persönlich halte nichts davon,
dass eine neue Partnerschaft eingegangen wird, bevor die alte abgeschlossen, sprich, die Scheidung durch ist.

Ich würde jedem dazu raten, während der Trennungsphase ALLEIN zu leben,

1) weil es beim Scheidungsrichter nicht gut ankommt, wenn man schon einen neuen Partner hat, bevor die Scheidung ausgesprochen wurde. Das kann auch zu weniger Unterhalt führen.

2) Die Trennung von deinem Noch-Ehemann ist tatsächlich allein DEINE Baustelle. Dein neuer Partner hält sich klugerweise da raus.

VERLANGEN darfst du meiner Ansicht GAR NICHTS von deinem neuen Partner. Ich sehe sogar die Gefahr, dass ihm deine ständige Heulerei bald tierisch auf den Senkel gehen und du irgendwann ganz allein dastehen könntest.

Also nimm dich zurück und sei zufrieden mit dem, was er dir FREIWILLIG an Unterstützung gibt.

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18. April 2015 um 19:00

Mein freund lebt schon lange in scheidung
und ich unterstütze ihn in so weit, dass wir uns gemeinsam nen kopf machen wie er seine firma vor der alten retten kann. und ich versuche ihn aus jedem tief zu ziehen wenn ihm wieder ne neue forderung ins haus flattert. so weit, so ok und selbstverständlich für mich.
würde er allerdings jammern, weil ihm das scheitern seiner ehe ansich zusetzen würde, würde ich ihn fragen ob er noch alle latten am zaun hat. und das auch nur einmal.

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19. April 2015 um 14:22

Sehe
Es exakt genauso. Erst das eine abschließen, dann das neue beginnen und vom neuen Partner nix erwarten. Anderseits muss ich auch sagen, wer sich in eine laufende Trennung / Scheidung "reinzeckt" muss auch in gewisser Weise seine Konsequenzen tragen. Dann suche ich mir jemanden der auch Gefühlsmäßig frei ist, dann hab ich das Problem mit der "Heulerei" auch nicht. Gibt immer beide Seiten.

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20. April 2015 um 11:55

Es ist schwierig
Grüß Dich,

ich war mal mit einem Mann zusammen, der sich in deiner Situation befand.
Dazu muss ich sagen, als wir uns kennenlernten, nahm ich an, seine Trennung sei geraume Zeit hinter ihm und die Scheidung quasi eine Formalität. Die Trennung lag zwar geraume Monate zurück, aber geklärt war nichts.

Ich habe mich darauf eingestellt, zig Diskussionen zu erleben, evtl. Streitereien - das volle Programm.
Die beiden überboten es. Da wurden abendfüllende Gespräche geführt, warum der Papa keine Fahrkarte für den Bus bezahlt und der Papa musste erklären, dass er das sehr wol täte, die Mama aber in einem Wutanfall den Kinder solches erzählt habe.

Nicht missverstehen, mein damaliger Freund hat wirklich sein Bestest gegeben, die Kinder beschützt und so manches Mal das Telefon auf Laut gestellt, damit ich mir seine Noch-Frau anhören konnte, ihm nicht vorwerfen könnte, er lüge und wisse, worum es geht.

Nach genau sechs Mocnaten strich ich die Segel. Die beiden waren so sehr in ihrem eigenen Kampf verhaftet, stritten um jede Woche Ferien/Urlaub, obwohl sie andrerseits sehr vernünftig miteinander umgehen konnten.
Da beide berufstätig waren und mein Freund eher flexibel, war es kein Problem, mal eben bei einem Kind zu sein

Die Probleme fingen an, als es plötzlich um die echte Trennung ging, da wurden Kinder aufgehetzt, die abends weinend Papa anriefen, da wurde die Frau, die diese Trennung wollte, plötzlich böse, warf ihm vor, sich längst neu orientiert zu haben ( dabei wusste niemand von unsere Beziehung) - kurz gesagt: mir wurde es zuviel, aus vielerei Gründen, die ich hier gar nicht nennen kann.

Nie wieder würde ich mich auf einen Menschen einlassen, der seine Vergangenheit nicht bewältigt hat. Ob nun emotional oder bürokratisch.

Dein Freund hält sich strikt und einfach aus Allem heraus und dafür solltest du dankbar sein.
Würde er etwas sagen oder kommentieren, liefe er Gefahr, sich ein "Verstehst du nicht" anzuhören.
Nimmt er dich in den Arm - ebenso.

Du erwartest zu viel, weil du vergisst, was DU IHM zumutest. Er muss quasi gegen ALLES ankommen - und das schafft er nicht.

Rullgardina








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20. April 2015 um 14:11

Es ist schwierig
Grüß Dich,

ich war mal mit einem Mann zusammen, der sich in deiner Situation befand.
Dazu muss ich sagen, als wir uns kennenlernten, nahm ich an, seine Trennung sei geraume Zeit hinter ihm und die Scheidung quasi eine Formalität. Die Trennung lag zwar geraume Monate zurück, aber geklärt war nichts.

Ich habe mich darauf eingestellt, zig Diskussionen zu erleben, evtl. Streitereien - das volle Programm.
Die beiden überboten es. Da wurden abendfüllende Gespräche geführt, warum der Papa keine Fahrkarte für den Bus bezahlt und der Papa musste erklären, dass er das sehr wol täte, die Mama aber in einem Wutanfall den Kinder solches erzählt habe.

Nicht missverstehen, mein damaliger Freund hat wirklich sein Bestest gegeben, die Kinder beschützt und so manches Mal das Telefon auf Laut gestellt, damit ich mir seine Noch-Frau anhören konnte, ihm nicht vorwerfen könnte, er lüge und wisse, worum es geht.

Nach genau sechs Mocnaten strich ich die Segel. Die beiden waren so sehr in ihrem eigenen Kampf verhaftet, stritten um jede Woche Ferien/Urlaub, andrerseits sehr vernünftig miteinander umgehen konnten.
Da beide berufstätig waren und mein Freund eher flexibel, war es kein Problem, mal eben bei einem Kind zu sein

Die Probleme fingen an, als es plötzlich um die echte Trennung ging, da wurden Kinder aufgehetzt, die abends weinend Papa anriefen, da wurde die Frau, die diese Trennung wollte, plötzlich böse, warf ihm vor, sich längst neu orientiert zu haben ( dabei wusste niemand von unsere Beziehung) - kurz gesagt: mir wurde es zuviel, aus vielerei Gründen, die ich hier gar nicht nennen kann.

Nie wieder würde ich mich auf einen Menschen einlassen, der seine Vergangenheit nicht bewältigt hat. Ob nun emotional oder bürokratisch.

Dein Freund hält sich strikt und einfach aus Allem heraus und dafür solltest du dankbar sein.
Würde er etwas sagen oder kommentieren, liefe er Gefahr, sich ein "Verstehst du nicht" anzuhören.
Nimmt er dich in den Arm - ebenso.

Du erwartest zu viel, weil du vergisst, was DU IHM zumutest. Er muss quasi gegen ALLES ankommen - und das ist nur sehr schwer zu schaffen.

Rullgardina








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