Forum / Liebe & Beziehung

Unterschiedliche Löhne in Beziehung

22. Februar um 11:09 Letzte Antwort: 24. Februar um 19:20

Hallo zusammen!

Ich hoffe, ich poste das im richtigen Forum, war mir nicht sicher ob ich es unter Job posten sollte. Da es aber auch um Beziehungsthematik geht, poste ich das mal hier rein.

Ich (23) und mein Freund (26) sind schon seit 6 Jahren zusammen und sind mittlerweile in mein ehemaliges Elternhaus gezogen. Das war mein absoluter Traum schon von Kind auf, wieder in dieses Haus zu ziehen und da habe ich mich natürlich umso mehr gefreut, dies mit meinem Partner zu tun. Mein Partner hat ursprünglich eine Lehre als Informatiker gemacht, die wie er selber sagt, so einfach war das sie jeder bestanden hätte. Danach ein Jahr Matura (wir sind in der Schweiz) und danach Teilzeit Studium, welches er nun erfolgreich mit einem Bachelor abgeschlossen hat. Er arbeitet nun Vollzeit als Softwareentwickler bei einer Bank und verdient da natürlich extrem gut, Tendenz steigend. Ich habe eine Lehre als Damenschneiderin gemacht, plus noch eine Weiterbildung. Das war eine extrem fordernde Zeit, da man bei diesem Beruf halt ein enormes Wissen sich aneignen muss und sehr exakt arbeiten sollte. Ich habe dann auch lange Stellen gesucht und war sehr verzweifelt, da ich trotz guter Ausbildung nichts gefunden habe. Schlussendlich bin ich dann in den  Detailhandel gerutscht. Habe da auch nochmals eine diplomierte Weiterbildung gemacht und bin nun für die Warenpräsentation, Dekoration und Teamkoordination in einem Dekoshop zuständig. Da verdiene ich gerade mal knapp die Hälfte von meinem Partner.

Nun zum Problem: In den ersten 3 Jahren hätten wir uns zweimal fast getrennt, das kam für mich beide Male aus heiterem Himmel. Dies weil er nicht mit mir gesprochen hat, was ihn an mir stört. Wir konnten das zum Glück klären und reden heute offen und ehrlich miteinander. Leider hat das bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich hatte in dieser Zeit auch noch diverse schwere Operationen am Rücken wo er wirklich eine unheimliche Stütze für mich war. Als er sich dann einfach trennen wollte, war das für mich als ob eine lebensnotwendige Stütze wegbrechen würde. Hatte da auch einige Zeit Vertrauensprobleme. Jetzt habe ich einen riesen Schritt gewagt und bin mit ihm in dieses Haus gezogen, ich offenbare ihm meine verletzliche Seite, weil in diesem Haus halt extrem viele Erinnerungen stecken und ich das halt erst machen wollte, als ich nach diesen 6 Jahren ganz sicher war. 

Mir ist bewusst, das er nichts dafür kann, das in meinem Leben nun mal mehr Steine im Weg waren als in seinem. Trotzdem komme ich nur schwer damit klar, das er halt echt das doppelte verdient und in einigen Jahren sogar das vierfache. Er ist den ganzen Tag fast nur in Meetings und im Moment bei Corona bekomm ich halt auch mit, das er da grösstenteils auch gemütlich mit den Leuten da über seine Freizeit etc. spricht. Und ich im Gegensatz arbeite wirklich körperlich hart, bin immer um Kundschaft herum, die einen fordern, gleichzeitig sollte ich schauen das alle Mitarbeiter Arbeit haben, Neuware integrieren, täglich mehrere Kisten von mehren Kilos Treppen hoch und runter schleiken usw. Keine Frage, mir macht mein Job echt Spass, aber ich hab dann halt echt Mühe wenn ich sehe wieviel er verdient im Gegensatz zu mir und dann am Abend noch sagt wie erschöpft er von seinem anstrengenden Tag sei...sorry da bin ich menschlich, da werd ich manchmal einfach nur sauer. Zusätzlich ist er teilweise wirklich echt geizig. Ich bin nun mal die Handwerkerin und da gab es im Haus einiges noch zu tun, in Stand zu setzen von den Vormietern etc., da erwarte ich auch nicht das er mir hilft. Aber ich muss mich ständig erklären und rechtfertigen wenn ich dies und das machen muss und das Material dafür nun mal Geld kostet. Da tut er sich sehr schwer, obwohl er Geld ja im Überfluss hätte. Find ich nicht so fair... andererseits will er eine Treppe vom Balkon in den Garten runter machen, damit man nicht durch das Haus runter in den Garten laufen muss... aber dass der Handwerker dann da auch Geld kostet ist ihm da egal?! Manchmal hab ich das Gefühl er will mir gar nicht zuhören wofür ich jetzt dieses und das brauche und nörgelt nur rum. Am Schluss sagt er aber dann trotzdem das es mega schön aussieht 🤔  Von unserer Vergangenheit her will ich mich von seinem Geld halt echt nicht abhängig machen. Auch wenn wir demnächst heiraten gibt es trotzdem noch Momente wo ich Angst habe zu vertrauen und wenn er dann so geizig ist, macht er es mir auch nicht leichter so...

Gibt es hier vielleicht auch welche, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie habt ihr das mit euch selber gelöst wenn der Partner so viel mehr verdient wie ihr, aber blöd gesagt nicht so viel dafür tun musste? Wenn jetzt wer sagt, "ja aber er musste einen Bachelor machen" der war Peanut. Sagt er auch selber. Ich mit meinen Weiterbildungen bin da ca. gleich auf. Bitte spart euch solche Kommentare wie ich solle mich von ihm trennen oder dergleichen. Abgesehen von diesem Aspekt haben wir es super zusammen.

lg 

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22. Februar um 11:21

Zahlt Ihr Miete oder gehört es Dir? Wieviel trägt er denn zum Haus bei (Nebenkosten und Instandhaltung)?
Manche machen ja einfach einen Topf und als Paar haben beide Zugriff. Das denke ist bei Euch undenkbar.
Ein anteiliges Verfahren das Eure leistungsfähigkeit darstellt er z.B. 75%, Du 25% usw.

Die eigentliche Frage ist doch, sieht er Euch dauerhaft als Paar mit Zukunft oder lebt er einfach so dahin und schaut was so passiert? Wenn er Dich liebt und mit Dir eine Zukunft will solltet Ihr eine Lösung im finanzeiellen finden. Damit da nichts zwischen Euch steht. Er soll ja auch nicht Dein  Haus immer wieder sanieren, deswegen einfach mal alles was da ist regeln. Wenn er aber hart gesagt sich eher auch die Option offenhält ob nicht vielleicht mal eine interessantere Frau daherkommt und es doch nicht die große Liebe mit Dir ist, solltest Du mal vorsichtig abtasten.
Was Deine Berufswahl angeht, es ist leider nicht gerecht und es gibt genug Menschen die noch schlechter gestellt sind als Du. Das solltest Du mit Dir selbst klären. Wenn Dich Dein Job so stresst und belastet solltest Du ggf. über eine Umorientierung nachdenken

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22. Februar um 11:37
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Zahlt Ihr Miete oder gehört es Dir? Wieviel trägt er denn zum Haus bei (Nebenkosten und Instandhaltung)?
Manche machen ja einfach einen Topf und als Paar haben beide Zugriff. Das denke ist bei Euch undenkbar.
Ein anteiliges Verfahren das Eure leistungsfähigkeit darstellt er z.B. 75%, Du 25% usw.

Die eigentliche Frage ist doch, sieht er Euch dauerhaft als Paar mit Zukunft oder lebt er einfach so dahin und schaut was so passiert? Wenn er Dich liebt und mit Dir eine Zukunft will solltet Ihr eine Lösung im finanzeiellen finden. Damit da nichts zwischen Euch steht. Er soll ja auch nicht Dein  Haus immer wieder sanieren, deswegen einfach mal alles was da ist regeln. Wenn er aber hart gesagt sich eher auch die Option offenhält ob nicht vielleicht mal eine interessantere Frau daherkommt und es doch nicht die große Liebe mit Dir ist, solltest Du mal vorsichtig abtasten.
Was Deine Berufswahl angeht, es ist leider nicht gerecht und es gibt genug Menschen die noch schlechter gestellt sind als Du. Das solltest Du mit Dir selbst klären. Wenn Dich Dein Job so stresst und belastet solltest Du ggf. über eine Umorientierung nachdenken

Sagen wir so, es wird einmal mit gehören. Aber bis dahin zahlen wir meinem Vater noch Miete. Das mit den Anteilen, das er 66 und ich 33 Prozent zahle z.B bei der Miete haben wir schon geregelt. Auch bei allen fixen Kosten usw. Das wir zusammenbleiben ist fix, er sagt es mir auch oft das er sich niemand besseres vorstellen kann und ich ihn super ergänze. Ich versuche auch alles, damit er sich hier Zuhause fühlt. ( Hat sein eigenes Büro, ich hab ihm extra ne Kaffeeecke gebaut, da er Kaffee so liebt usw.) Auf liebestechnischer Ebene ist wirklich alles top. Nur ist er eben was das finanzielle angeht ein absoluter Geizkragen. Auch wenn wir mal ausgehen oder so, lädt er mich eher selten mal ein. Er will bei solchen Dingen alles exakt aufgeteilt haben. Ich zahle ihm öfters auch mal was oder schenke ihm was, weil ich weiss, er freut sich darüber, und das obwohl ich weniger verdiene als er. Ich weiss manchmal einfach nicht, wie ich damit umgehe soll und verstehe ihn da auch nicht.

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22. Februar um 11:41

Er scheint der Typ dazu zu sein der da kein Einfühlungsvermögen dazu hat.
Du kannst ihn mal darauf ansprechen, entweder es bringt eine dauerhafte Sensibilisierung, er ändert für eine Zeit etwas oder er wehrt es gleich ab.
Eventuell wirst Du Dich einfach damit abfinden müssen, da es ein Wesenszug von ihm ist. Er scheint ja nicht geizig per se zu sein, er hat nur kein bedürfnis Dir etwas auf der finanziellen Schiene gutes zu tun. Sich selbst leistet er sich ja auch etwas. Er spart ja wohl nicht verbissen.
Kann es denn sein, dass er ein Problem mit dem Haus hat, dass es mal Deins sein wird und er da von Dir abhängig ist?

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22. Februar um 11:50
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Er scheint der Typ dazu zu sein der da kein Einfühlungsvermögen dazu hat.
Du kannst ihn mal darauf ansprechen, entweder es bringt eine dauerhafte Sensibilisierung, er ändert für eine Zeit etwas oder er wehrt es gleich ab.
Eventuell wirst Du Dich einfach damit abfinden müssen, da es ein Wesenszug von ihm ist. Er scheint ja nicht geizig per se zu sein, er hat nur kein bedürfnis Dir etwas auf der finanziellen Schiene gutes zu tun. Sich selbst leistet er sich ja auch etwas. Er spart ja wohl nicht verbissen.
Kann es denn sein, dass er ein Problem mit dem Haus hat, dass es mal Deins sein wird und er da von Dir abhängig ist?

Wenn ich ihn darauf ansprechen, das es mich traurig macht und ehrlich gesagt auch teilweise an meine Nerven geht, das mich mich für alles rechtfertigen muss etc. entschuldigt er sich und gibt sich dann paar Tage mega Mühe, aber nach ner Woche ist das wieder verflogen und er hat alles vergessen. Er ist von Natur aus teilweise echt ein skeptischer Mensch. Ich muss teilweise einen halben Vortrag halten, wenn es nur darum geht, eine neue Schneeschaufel zu kaufen, weil die alte schon Ecken ab hat. Er weiss auch das er mich mit solchen Verhaltenszügen teilweise provoziert aber tut es trotzdem immer wieder. Und ich versuche dann immer ruhig zu bleiben und es nicht an mich ran zu lassen, das schaff ich aber meist nicht.

Im Haus sagt er fühlt er sich so wohl, wie in keiner anderer seiner Wohnungen zuvor. Er ist Turner und hat nun auch endlich den Platz sich ein grosses Trampolin etc. zu kaufen was ihn mega freut. Seine Eltern haben ne eigene Firma die er mit seinen Geschwistern mal übernehmen will, da gehört auch noch ein Haus dazu. Also abhängig ist er dementsprechend nicht. Ach ich glaube einfach einen Rat wie ich mit ihm umgehen soll

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22. Februar um 12:09
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Hallo zusammen!

Ich hoffe, ich poste das im richtigen Forum, war mir nicht sicher ob ich es unter Job posten sollte. Da es aber auch um Beziehungsthematik geht, poste ich das mal hier rein.

Ich (23) und mein Freund (26) sind schon seit 6 Jahren zusammen und sind mittlerweile in mein ehemaliges Elternhaus gezogen. Das war mein absoluter Traum schon von Kind auf, wieder in dieses Haus zu ziehen und da habe ich mich natürlich umso mehr gefreut, dies mit meinem Partner zu tun. Mein Partner hat ursprünglich eine Lehre als Informatiker gemacht, die wie er selber sagt, so einfach war das sie jeder bestanden hätte. Danach ein Jahr Matura (wir sind in der Schweiz) und danach Teilzeit Studium, welches er nun erfolgreich mit einem Bachelor abgeschlossen hat. Er arbeitet nun Vollzeit als Softwareentwickler bei einer Bank und verdient da natürlich extrem gut, Tendenz steigend. Ich habe eine Lehre als Damenschneiderin gemacht, plus noch eine Weiterbildung. Das war eine extrem fordernde Zeit, da man bei diesem Beruf halt ein enormes Wissen sich aneignen muss und sehr exakt arbeiten sollte. Ich habe dann auch lange Stellen gesucht und war sehr verzweifelt, da ich trotz guter Ausbildung nichts gefunden habe. Schlussendlich bin ich dann in den  Detailhandel gerutscht. Habe da auch nochmals eine diplomierte Weiterbildung gemacht und bin nun für die Warenpräsentation, Dekoration und Teamkoordination in einem Dekoshop zuständig. Da verdiene ich gerade mal knapp die Hälfte von meinem Partner.

Nun zum Problem: In den ersten 3 Jahren hätten wir uns zweimal fast getrennt, das kam für mich beide Male aus heiterem Himmel. Dies weil er nicht mit mir gesprochen hat, was ihn an mir stört. Wir konnten das zum Glück klären und reden heute offen und ehrlich miteinander. Leider hat das bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich hatte in dieser Zeit auch noch diverse schwere Operationen am Rücken wo er wirklich eine unheimliche Stütze für mich war. Als er sich dann einfach trennen wollte, war das für mich als ob eine lebensnotwendige Stütze wegbrechen würde. Hatte da auch einige Zeit Vertrauensprobleme. Jetzt habe ich einen riesen Schritt gewagt und bin mit ihm in dieses Haus gezogen, ich offenbare ihm meine verletzliche Seite, weil in diesem Haus halt extrem viele Erinnerungen stecken und ich das halt erst machen wollte, als ich nach diesen 6 Jahren ganz sicher war. 

Mir ist bewusst, das er nichts dafür kann, das in meinem Leben nun mal mehr Steine im Weg waren als in seinem. Trotzdem komme ich nur schwer damit klar, das er halt echt das doppelte verdient und in einigen Jahren sogar das vierfache. Er ist den ganzen Tag fast nur in Meetings und im Moment bei Corona bekomm ich halt auch mit, das er da grösstenteils auch gemütlich mit den Leuten da über seine Freizeit etc. spricht. Und ich im Gegensatz arbeite wirklich körperlich hart, bin immer um Kundschaft herum, die einen fordern, gleichzeitig sollte ich schauen das alle Mitarbeiter Arbeit haben, Neuware integrieren, täglich mehrere Kisten von mehren Kilos Treppen hoch und runter schleiken usw. Keine Frage, mir macht mein Job echt Spass, aber ich hab dann halt echt Mühe wenn ich sehe wieviel er verdient im Gegensatz zu mir und dann am Abend noch sagt wie erschöpft er von seinem anstrengenden Tag sei...sorry da bin ich menschlich, da werd ich manchmal einfach nur sauer. Zusätzlich ist er teilweise wirklich echt geizig. Ich bin nun mal die Handwerkerin und da gab es im Haus einiges noch zu tun, in Stand zu setzen von den Vormietern etc., da erwarte ich auch nicht das er mir hilft. Aber ich muss mich ständig erklären und rechtfertigen wenn ich dies und das machen muss und das Material dafür nun mal Geld kostet. Da tut er sich sehr schwer, obwohl er Geld ja im Überfluss hätte. Find ich nicht so fair... andererseits will er eine Treppe vom Balkon in den Garten runter machen, damit man nicht durch das Haus runter in den Garten laufen muss... aber dass der Handwerker dann da auch Geld kostet ist ihm da egal?! Manchmal hab ich das Gefühl er will mir gar nicht zuhören wofür ich jetzt dieses und das brauche und nörgelt nur rum. Am Schluss sagt er aber dann trotzdem das es mega schön aussieht 🤔  Von unserer Vergangenheit her will ich mich von seinem Geld halt echt nicht abhängig machen. Auch wenn wir demnächst heiraten gibt es trotzdem noch Momente wo ich Angst habe zu vertrauen und wenn er dann so geizig ist, macht er es mir auch nicht leichter so...

Gibt es hier vielleicht auch welche, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie habt ihr das mit euch selber gelöst wenn der Partner so viel mehr verdient wie ihr, aber blöd gesagt nicht so viel dafür tun musste? Wenn jetzt wer sagt, "ja aber er musste einen Bachelor machen" der war Peanut. Sagt er auch selber. Ich mit meinen Weiterbildungen bin da ca. gleich auf. Bitte spart euch solche Kommentare wie ich solle mich von ihm trennen oder dergleichen. Abgesehen von diesem Aspekt haben wir es super zusammen.

lg 

Wo ist er geizig? Ich sehe keinen Geiz bei ihm. Icv sehe Neid bei dir. Wss kann er dafür, dass er besser ausgebildet ist als du? Ein Studium hat und du körperlich arbeiten musst? Eigentlich nichts. Sei ehrlich... er kann nichts dafür. Dich frisst der Neid auf, dass es ihm gut geht und du buckeln musst. 

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22. Februar um 12:09
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Hallo zusammen!

Ich hoffe, ich poste das im richtigen Forum, war mir nicht sicher ob ich es unter Job posten sollte. Da es aber auch um Beziehungsthematik geht, poste ich das mal hier rein.

Ich (23) und mein Freund (26) sind schon seit 6 Jahren zusammen und sind mittlerweile in mein ehemaliges Elternhaus gezogen. Das war mein absoluter Traum schon von Kind auf, wieder in dieses Haus zu ziehen und da habe ich mich natürlich umso mehr gefreut, dies mit meinem Partner zu tun. Mein Partner hat ursprünglich eine Lehre als Informatiker gemacht, die wie er selber sagt, so einfach war das sie jeder bestanden hätte. Danach ein Jahr Matura (wir sind in der Schweiz) und danach Teilzeit Studium, welches er nun erfolgreich mit einem Bachelor abgeschlossen hat. Er arbeitet nun Vollzeit als Softwareentwickler bei einer Bank und verdient da natürlich extrem gut, Tendenz steigend. Ich habe eine Lehre als Damenschneiderin gemacht, plus noch eine Weiterbildung. Das war eine extrem fordernde Zeit, da man bei diesem Beruf halt ein enormes Wissen sich aneignen muss und sehr exakt arbeiten sollte. Ich habe dann auch lange Stellen gesucht und war sehr verzweifelt, da ich trotz guter Ausbildung nichts gefunden habe. Schlussendlich bin ich dann in den  Detailhandel gerutscht. Habe da auch nochmals eine diplomierte Weiterbildung gemacht und bin nun für die Warenpräsentation, Dekoration und Teamkoordination in einem Dekoshop zuständig. Da verdiene ich gerade mal knapp die Hälfte von meinem Partner.

Nun zum Problem: In den ersten 3 Jahren hätten wir uns zweimal fast getrennt, das kam für mich beide Male aus heiterem Himmel. Dies weil er nicht mit mir gesprochen hat, was ihn an mir stört. Wir konnten das zum Glück klären und reden heute offen und ehrlich miteinander. Leider hat das bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich hatte in dieser Zeit auch noch diverse schwere Operationen am Rücken wo er wirklich eine unheimliche Stütze für mich war. Als er sich dann einfach trennen wollte, war das für mich als ob eine lebensnotwendige Stütze wegbrechen würde. Hatte da auch einige Zeit Vertrauensprobleme. Jetzt habe ich einen riesen Schritt gewagt und bin mit ihm in dieses Haus gezogen, ich offenbare ihm meine verletzliche Seite, weil in diesem Haus halt extrem viele Erinnerungen stecken und ich das halt erst machen wollte, als ich nach diesen 6 Jahren ganz sicher war. 

Mir ist bewusst, das er nichts dafür kann, das in meinem Leben nun mal mehr Steine im Weg waren als in seinem. Trotzdem komme ich nur schwer damit klar, das er halt echt das doppelte verdient und in einigen Jahren sogar das vierfache. Er ist den ganzen Tag fast nur in Meetings und im Moment bei Corona bekomm ich halt auch mit, das er da grösstenteils auch gemütlich mit den Leuten da über seine Freizeit etc. spricht. Und ich im Gegensatz arbeite wirklich körperlich hart, bin immer um Kundschaft herum, die einen fordern, gleichzeitig sollte ich schauen das alle Mitarbeiter Arbeit haben, Neuware integrieren, täglich mehrere Kisten von mehren Kilos Treppen hoch und runter schleiken usw. Keine Frage, mir macht mein Job echt Spass, aber ich hab dann halt echt Mühe wenn ich sehe wieviel er verdient im Gegensatz zu mir und dann am Abend noch sagt wie erschöpft er von seinem anstrengenden Tag sei...sorry da bin ich menschlich, da werd ich manchmal einfach nur sauer. Zusätzlich ist er teilweise wirklich echt geizig. Ich bin nun mal die Handwerkerin und da gab es im Haus einiges noch zu tun, in Stand zu setzen von den Vormietern etc., da erwarte ich auch nicht das er mir hilft. Aber ich muss mich ständig erklären und rechtfertigen wenn ich dies und das machen muss und das Material dafür nun mal Geld kostet. Da tut er sich sehr schwer, obwohl er Geld ja im Überfluss hätte. Find ich nicht so fair... andererseits will er eine Treppe vom Balkon in den Garten runter machen, damit man nicht durch das Haus runter in den Garten laufen muss... aber dass der Handwerker dann da auch Geld kostet ist ihm da egal?! Manchmal hab ich das Gefühl er will mir gar nicht zuhören wofür ich jetzt dieses und das brauche und nörgelt nur rum. Am Schluss sagt er aber dann trotzdem das es mega schön aussieht 🤔  Von unserer Vergangenheit her will ich mich von seinem Geld halt echt nicht abhängig machen. Auch wenn wir demnächst heiraten gibt es trotzdem noch Momente wo ich Angst habe zu vertrauen und wenn er dann so geizig ist, macht er es mir auch nicht leichter so...

Gibt es hier vielleicht auch welche, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie habt ihr das mit euch selber gelöst wenn der Partner so viel mehr verdient wie ihr, aber blöd gesagt nicht so viel dafür tun musste? Wenn jetzt wer sagt, "ja aber er musste einen Bachelor machen" der war Peanut. Sagt er auch selber. Ich mit meinen Weiterbildungen bin da ca. gleich auf. Bitte spart euch solche Kommentare wie ich solle mich von ihm trennen oder dergleichen. Abgesehen von diesem Aspekt haben wir es super zusammen.

lg 

Wo ist er geizig? Ich sehe keinen Geiz bei ihm. Icv sehe Neid bei dir. Wss kann er dafür, dass er besser ausgebildet ist als du? Ein Studium hat und du körperlich arbeiten musst? Eigentlich nichts. Sei ehrlich... er kann nichts dafür. Dich frisst der Neid auf, dass es ihm gut geht und du buckeln musst. 

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22. Februar um 12:19
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Wo ist er geizig? Ich sehe keinen Geiz bei ihm. Icv sehe Neid bei dir. Wss kann er dafür, dass er besser ausgebildet ist als du? Ein Studium hat und du körperlich arbeiten musst? Eigentlich nichts. Sei ehrlich... er kann nichts dafür. Dich frisst der Neid auf, dass es ihm gut geht und du buckeln musst. 

Auf solche Kommentare kann ich echt verzichten. Nur weil er einen Bachlor hat, bin ich gleich schlechter gebildet? Sehr interessant das man gleich solche Schlüsse zieht. Und Neid hätte ich wohl, wenn ich ihm nix gönnen würde, dem ist aber definitv nicht so. 😉

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22. Februar um 12:19

Ich sehe auch keinen Geiz bei ihm. Das er immer hinterfragt, wenn Du etwas kaufen willst, macht er nicht um Dich zu ärgern, sondern weil er Deine finanzielle Situation kennt. 

Des weiteren würde ich als Partnerin auch nicht ins Haus des Partners investieren, wenn die Beziehung offensichtlich noch nicht wirklich gefestigt ist für die Zukunft. Auch mein Partner würde von mir nie Geld verlangen für irgendetwas in seinem Haus, wenn Reparaturen anfallen. Würde ich etwas kaputt machen, dann würde ich natürlich bezahlen - keine Frage. Aber wir beide haben gerne unsere Unabhängigkeit und möchten bei einem Streit dem Thema "aber ich habe hier das und das bezahlt und jetzt muss ich ausziehen" nicht anschneiden müssen. 

Und vielleicht vergisst Du eines: ich arbeite auch im Büro und habe viele Meetings. Das geht vielleicht nicht körperlich an die Substanz, aber geistig fordert das ganz schön was von einem. Weil man "nur" im Büro sitzt, ist geistige Tätigkeit nicht weniger anstrengend als körperliche. Aber das versteht auch mein Vater nicht, der früher in der Maschinen-Industrie gearbeitet hat. Der fragt sich auch immer, warum ich nach drei Meetings so müde bin - das ist ja nur am PC sitzen. Aber ich finde alleine 1 Stunde Meeting je nach Themengebiet sehr anstrengend - und noch anstrengender, wenn 5 Personen dabei sind. Da musst Du geistig voll auf Zack sein. Ich glaube Du unterschätzt Bürotätigkeit und welches Wissen man haben muss - er wird ja nicht für nix bezahlt, sondern weil er sich Wissen angeeignet hat und dieses auch anzuwenden weiss. 

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22. Februar um 12:52
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Auf solche Kommentare kann ich echt verzichten. Nur weil er einen Bachlor hat, bin ich gleich schlechter gebildet? Sehr interessant das man gleich solche Schlüsse zieht. Und Neid hätte ich wohl, wenn ich ihm nix gönnen würde, dem ist aber definitv nicht so. 😉

Er verdient einfacher Geld als du. Das hat mit ungebildet nichts zu tun, er hat einfach einen anderen Bildungsstand als du. Er hat studiert und du bist im Handwerk tätig. Meistens verdienen studierte besser und Menschen aus dem Handwerk leider schlechter und müssen auch noch härter arbeiten. Deswegen musst du nicht giftig werden. Dafür kann hier niemand was

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22. Februar um 12:52
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Auf solche Kommentare kann ich echt verzichten. Nur weil er einen Bachlor hat, bin ich gleich schlechter gebildet? Sehr interessant das man gleich solche Schlüsse zieht. Und Neid hätte ich wohl, wenn ich ihm nix gönnen würde, dem ist aber definitv nicht so. 😉

Er verdient einfacher Geld als du. Das hat mit ungebildet nichts zu tun, er hat einfach einen anderen Bildungsstand als du. Er hat studiert und du bist im Handwerk tätig. Meistens verdienen studierte besser und Menschen aus dem Handwerk leider schlechter und müssen auch noch härter arbeiten. Deswegen musst du nicht giftig werden. Dafür kann hier niemand was

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22. Februar um 12:54
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Hallo zusammen!

Ich hoffe, ich poste das im richtigen Forum, war mir nicht sicher ob ich es unter Job posten sollte. Da es aber auch um Beziehungsthematik geht, poste ich das mal hier rein.

Ich (23) und mein Freund (26) sind schon seit 6 Jahren zusammen und sind mittlerweile in mein ehemaliges Elternhaus gezogen. Das war mein absoluter Traum schon von Kind auf, wieder in dieses Haus zu ziehen und da habe ich mich natürlich umso mehr gefreut, dies mit meinem Partner zu tun. Mein Partner hat ursprünglich eine Lehre als Informatiker gemacht, die wie er selber sagt, so einfach war das sie jeder bestanden hätte. Danach ein Jahr Matura (wir sind in der Schweiz) und danach Teilzeit Studium, welches er nun erfolgreich mit einem Bachelor abgeschlossen hat. Er arbeitet nun Vollzeit als Softwareentwickler bei einer Bank und verdient da natürlich extrem gut, Tendenz steigend. Ich habe eine Lehre als Damenschneiderin gemacht, plus noch eine Weiterbildung. Das war eine extrem fordernde Zeit, da man bei diesem Beruf halt ein enormes Wissen sich aneignen muss und sehr exakt arbeiten sollte. Ich habe dann auch lange Stellen gesucht und war sehr verzweifelt, da ich trotz guter Ausbildung nichts gefunden habe. Schlussendlich bin ich dann in den  Detailhandel gerutscht. Habe da auch nochmals eine diplomierte Weiterbildung gemacht und bin nun für die Warenpräsentation, Dekoration und Teamkoordination in einem Dekoshop zuständig. Da verdiene ich gerade mal knapp die Hälfte von meinem Partner.

Nun zum Problem: In den ersten 3 Jahren hätten wir uns zweimal fast getrennt, das kam für mich beide Male aus heiterem Himmel. Dies weil er nicht mit mir gesprochen hat, was ihn an mir stört. Wir konnten das zum Glück klären und reden heute offen und ehrlich miteinander. Leider hat das bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich hatte in dieser Zeit auch noch diverse schwere Operationen am Rücken wo er wirklich eine unheimliche Stütze für mich war. Als er sich dann einfach trennen wollte, war das für mich als ob eine lebensnotwendige Stütze wegbrechen würde. Hatte da auch einige Zeit Vertrauensprobleme. Jetzt habe ich einen riesen Schritt gewagt und bin mit ihm in dieses Haus gezogen, ich offenbare ihm meine verletzliche Seite, weil in diesem Haus halt extrem viele Erinnerungen stecken und ich das halt erst machen wollte, als ich nach diesen 6 Jahren ganz sicher war. 

Mir ist bewusst, das er nichts dafür kann, das in meinem Leben nun mal mehr Steine im Weg waren als in seinem. Trotzdem komme ich nur schwer damit klar, das er halt echt das doppelte verdient und in einigen Jahren sogar das vierfache. Er ist den ganzen Tag fast nur in Meetings und im Moment bei Corona bekomm ich halt auch mit, das er da grösstenteils auch gemütlich mit den Leuten da über seine Freizeit etc. spricht. Und ich im Gegensatz arbeite wirklich körperlich hart, bin immer um Kundschaft herum, die einen fordern, gleichzeitig sollte ich schauen das alle Mitarbeiter Arbeit haben, Neuware integrieren, täglich mehrere Kisten von mehren Kilos Treppen hoch und runter schleiken usw. Keine Frage, mir macht mein Job echt Spass, aber ich hab dann halt echt Mühe wenn ich sehe wieviel er verdient im Gegensatz zu mir und dann am Abend noch sagt wie erschöpft er von seinem anstrengenden Tag sei...sorry da bin ich menschlich, da werd ich manchmal einfach nur sauer. Zusätzlich ist er teilweise wirklich echt geizig. Ich bin nun mal die Handwerkerin und da gab es im Haus einiges noch zu tun, in Stand zu setzen von den Vormietern etc., da erwarte ich auch nicht das er mir hilft. Aber ich muss mich ständig erklären und rechtfertigen wenn ich dies und das machen muss und das Material dafür nun mal Geld kostet. Da tut er sich sehr schwer, obwohl er Geld ja im Überfluss hätte. Find ich nicht so fair... andererseits will er eine Treppe vom Balkon in den Garten runter machen, damit man nicht durch das Haus runter in den Garten laufen muss... aber dass der Handwerker dann da auch Geld kostet ist ihm da egal?! Manchmal hab ich das Gefühl er will mir gar nicht zuhören wofür ich jetzt dieses und das brauche und nörgelt nur rum. Am Schluss sagt er aber dann trotzdem das es mega schön aussieht 🤔  Von unserer Vergangenheit her will ich mich von seinem Geld halt echt nicht abhängig machen. Auch wenn wir demnächst heiraten gibt es trotzdem noch Momente wo ich Angst habe zu vertrauen und wenn er dann so geizig ist, macht er es mir auch nicht leichter so...

Gibt es hier vielleicht auch welche, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie habt ihr das mit euch selber gelöst wenn der Partner so viel mehr verdient wie ihr, aber blöd gesagt nicht so viel dafür tun musste? Wenn jetzt wer sagt, "ja aber er musste einen Bachelor machen" der war Peanut. Sagt er auch selber. Ich mit meinen Weiterbildungen bin da ca. gleich auf. Bitte spart euch solche Kommentare wie ich solle mich von ihm trennen oder dergleichen. Abgesehen von diesem Aspekt haben wir es super zusammen.

lg 

Ich sehe das Problem hier vor allem in deiner Einstellung. Dein Freund hat eine Ausbildung gemacht und danach noch ein Studium draufgesattelt. Das spielst du herunter ("so einfach, dass es jeder bestanden hätte", "peanuts". Das sagt er vielleicht so. Aber ein Studium ist wohl in den wenigsten Fällen sehr anspeuchslos. Wahrscheinlich hat er einfach etwas gewählt, was für ihn einfach war (weil er begabt oder klug ist). Das sollte man auch so sehen. Um nach der Ausbildung noch ein Studium zu machen, gehört auch noch eine Portion Fleiß dazu. Und nicht zuletzt der Wille, mehr Geld zu verdienen. Er hat sich eine Sparte gesucht, die gehaltsmäßig ziemlich vielversprechend ist. Du eher nicht so. Und da heißt es eben:Augen auf bei der Berufswahl! In deinem Metier ist es auch mit Weiterbildungen, etc. schwierig, das gleiche Gehalt zu bekommen. Ich sage nicht, dass das sehr fair ist, aber es sollte einem bewusst sein. Dann zu seiner Arbeit: Während du Kisten schleppst sitzt dein ach so fauler Freund nur in meetings rum und redet über die Freizeit und am Ende des Tages ist er sogar noch erschöpft?! Dass er sein Geld mit harter Denkarbeit verdient, die manchmal auch Pausen braucht und manchmal sehr intensiv sein kann und sich grundlegend von körperlicher/handwerklicher Arbeit unterscheidet, begreifst du leider irgendwie nicht. Wer seinen Kopf anstrengt ist am Ende des Tages auch platt!
Und nicht dass du denkst, dass ich gar nicht wüsste worüber ich rede: ich habe ein Studium absolviert bei dem ich von vorne herein wusste, dass ich weniger geld verdienen werde, als mein Partner, der mit dem Kopf arbeitet und nicht mit den Händen. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich das auch einfach nicht könnte. Er verdient es, mehr zu verdienen. Er hat dafür gearbeitet und sich bei der Berufswahl dementsprechend orientiert. Statt es ihm zu neiden, sollte man stolz sein und sich freuen. Nicht es runterspielen, um sich selbst besser darzustellen und seine Komplexe zu verarbeiten... Wenn ich dein Partner wäre und wüsste, wie du über mein hart erarbeitetes Geld denken würdest, da würde ich dir auch nichts mehr abgeben wollen. Wenn das alles ach-so-leicht ist, dann mach es doch selbst LG

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23. Februar um 9:37

Also vom Lesen her, würde ich ihn jetzt auch nicht als Geizkragen sehen. Klar, ab und an mal zum Essen einladen, wäre sicherlich ein feiner Zug. Aber sprichst du wirklich alles was du kaufst mit ihm ab? Bzw. teilt ihr euch wirklich von allem die Kosten? Ich glaube mein Mann wäre arg genervt, wenn ich ihm einen halben Vortrag halten würde um sowas wie eine Schneeschippe zu kaufen. Wenn sie benötigt wird, kaufe ich sie - fertig. Wir haben zwar seit der Hochzeit eh ein gemeinsames Konto (sprich, alles in einem Topf), aber auch vorher hat dann der eine mal das bezahlt und der andere eben was anderes... wir haben da nie die Beträge auf den Cent genau aufgeteilt 🤷‍♀️. 

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23. Februar um 10:04
In Antwort auf

Hallo zusammen!

Ich hoffe, ich poste das im richtigen Forum, war mir nicht sicher ob ich es unter Job posten sollte. Da es aber auch um Beziehungsthematik geht, poste ich das mal hier rein.

Ich (23) und mein Freund (26) sind schon seit 6 Jahren zusammen und sind mittlerweile in mein ehemaliges Elternhaus gezogen. Das war mein absoluter Traum schon von Kind auf, wieder in dieses Haus zu ziehen und da habe ich mich natürlich umso mehr gefreut, dies mit meinem Partner zu tun. Mein Partner hat ursprünglich eine Lehre als Informatiker gemacht, die wie er selber sagt, so einfach war das sie jeder bestanden hätte. Danach ein Jahr Matura (wir sind in der Schweiz) und danach Teilzeit Studium, welches er nun erfolgreich mit einem Bachelor abgeschlossen hat. Er arbeitet nun Vollzeit als Softwareentwickler bei einer Bank und verdient da natürlich extrem gut, Tendenz steigend. Ich habe eine Lehre als Damenschneiderin gemacht, plus noch eine Weiterbildung. Das war eine extrem fordernde Zeit, da man bei diesem Beruf halt ein enormes Wissen sich aneignen muss und sehr exakt arbeiten sollte. Ich habe dann auch lange Stellen gesucht und war sehr verzweifelt, da ich trotz guter Ausbildung nichts gefunden habe. Schlussendlich bin ich dann in den  Detailhandel gerutscht. Habe da auch nochmals eine diplomierte Weiterbildung gemacht und bin nun für die Warenpräsentation, Dekoration und Teamkoordination in einem Dekoshop zuständig. Da verdiene ich gerade mal knapp die Hälfte von meinem Partner.

Nun zum Problem: In den ersten 3 Jahren hätten wir uns zweimal fast getrennt, das kam für mich beide Male aus heiterem Himmel. Dies weil er nicht mit mir gesprochen hat, was ihn an mir stört. Wir konnten das zum Glück klären und reden heute offen und ehrlich miteinander. Leider hat das bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich hatte in dieser Zeit auch noch diverse schwere Operationen am Rücken wo er wirklich eine unheimliche Stütze für mich war. Als er sich dann einfach trennen wollte, war das für mich als ob eine lebensnotwendige Stütze wegbrechen würde. Hatte da auch einige Zeit Vertrauensprobleme. Jetzt habe ich einen riesen Schritt gewagt und bin mit ihm in dieses Haus gezogen, ich offenbare ihm meine verletzliche Seite, weil in diesem Haus halt extrem viele Erinnerungen stecken und ich das halt erst machen wollte, als ich nach diesen 6 Jahren ganz sicher war. 

Mir ist bewusst, das er nichts dafür kann, das in meinem Leben nun mal mehr Steine im Weg waren als in seinem. Trotzdem komme ich nur schwer damit klar, das er halt echt das doppelte verdient und in einigen Jahren sogar das vierfache. Er ist den ganzen Tag fast nur in Meetings und im Moment bei Corona bekomm ich halt auch mit, das er da grösstenteils auch gemütlich mit den Leuten da über seine Freizeit etc. spricht. Und ich im Gegensatz arbeite wirklich körperlich hart, bin immer um Kundschaft herum, die einen fordern, gleichzeitig sollte ich schauen das alle Mitarbeiter Arbeit haben, Neuware integrieren, täglich mehrere Kisten von mehren Kilos Treppen hoch und runter schleiken usw. Keine Frage, mir macht mein Job echt Spass, aber ich hab dann halt echt Mühe wenn ich sehe wieviel er verdient im Gegensatz zu mir und dann am Abend noch sagt wie erschöpft er von seinem anstrengenden Tag sei...sorry da bin ich menschlich, da werd ich manchmal einfach nur sauer. Zusätzlich ist er teilweise wirklich echt geizig. Ich bin nun mal die Handwerkerin und da gab es im Haus einiges noch zu tun, in Stand zu setzen von den Vormietern etc., da erwarte ich auch nicht das er mir hilft. Aber ich muss mich ständig erklären und rechtfertigen wenn ich dies und das machen muss und das Material dafür nun mal Geld kostet. Da tut er sich sehr schwer, obwohl er Geld ja im Überfluss hätte. Find ich nicht so fair... andererseits will er eine Treppe vom Balkon in den Garten runter machen, damit man nicht durch das Haus runter in den Garten laufen muss... aber dass der Handwerker dann da auch Geld kostet ist ihm da egal?! Manchmal hab ich das Gefühl er will mir gar nicht zuhören wofür ich jetzt dieses und das brauche und nörgelt nur rum. Am Schluss sagt er aber dann trotzdem das es mega schön aussieht 🤔  Von unserer Vergangenheit her will ich mich von seinem Geld halt echt nicht abhängig machen. Auch wenn wir demnächst heiraten gibt es trotzdem noch Momente wo ich Angst habe zu vertrauen und wenn er dann so geizig ist, macht er es mir auch nicht leichter so...

Gibt es hier vielleicht auch welche, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie habt ihr das mit euch selber gelöst wenn der Partner so viel mehr verdient wie ihr, aber blöd gesagt nicht so viel dafür tun musste? Wenn jetzt wer sagt, "ja aber er musste einen Bachelor machen" der war Peanut. Sagt er auch selber. Ich mit meinen Weiterbildungen bin da ca. gleich auf. Bitte spart euch solche Kommentare wie ich solle mich von ihm trennen oder dergleichen. Abgesehen von diesem Aspekt haben wir es super zusammen.

lg 

Nö, das kenne ich so nicht. Mein Mann verdient auch mehr als ich, aber wir haben ohnehin ein gemeinsames Konto auf das jeder Zugriff hat. Wenn ich mir was kaufen möchte, dann mach ich es, er natürlich auch. Größere Anschaffungen werden besprochen.

Seinen Beruf hat er sich eben selbst ausgesucht, das hast du auch.  Mein Mann muss für sein Geld auch arbeiten -wie die meisten von uns- aber natürlich hat er auch Phasen in denen es ruhiger zugeht, er telefonieren oder im Internet surfen kann.
Neidisch bin ich ihm deshalb nicht. Ich finde, ihr solltet ein Team sein. Er steuert nichts bei und du neidest ihm sein Gehalt. Da laufen ein paar Dinge schief, finde ich. Macht er sich denn handwerklich gar nicht nützlich? Das würde ich nicht einsehen.
Desweiteren würde mich interessieren, warum er sich trennen wollte. Um eine klare Antwort geben zu können, müsstest du noch etwas genauer ins Detail gehen.
LG

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23. Februar um 10:10
In Antwort auf

Hallo zusammen!

Ich hoffe, ich poste das im richtigen Forum, war mir nicht sicher ob ich es unter Job posten sollte. Da es aber auch um Beziehungsthematik geht, poste ich das mal hier rein.

Ich (23) und mein Freund (26) sind schon seit 6 Jahren zusammen und sind mittlerweile in mein ehemaliges Elternhaus gezogen. Das war mein absoluter Traum schon von Kind auf, wieder in dieses Haus zu ziehen und da habe ich mich natürlich umso mehr gefreut, dies mit meinem Partner zu tun. Mein Partner hat ursprünglich eine Lehre als Informatiker gemacht, die wie er selber sagt, so einfach war das sie jeder bestanden hätte. Danach ein Jahr Matura (wir sind in der Schweiz) und danach Teilzeit Studium, welches er nun erfolgreich mit einem Bachelor abgeschlossen hat. Er arbeitet nun Vollzeit als Softwareentwickler bei einer Bank und verdient da natürlich extrem gut, Tendenz steigend. Ich habe eine Lehre als Damenschneiderin gemacht, plus noch eine Weiterbildung. Das war eine extrem fordernde Zeit, da man bei diesem Beruf halt ein enormes Wissen sich aneignen muss und sehr exakt arbeiten sollte. Ich habe dann auch lange Stellen gesucht und war sehr verzweifelt, da ich trotz guter Ausbildung nichts gefunden habe. Schlussendlich bin ich dann in den  Detailhandel gerutscht. Habe da auch nochmals eine diplomierte Weiterbildung gemacht und bin nun für die Warenpräsentation, Dekoration und Teamkoordination in einem Dekoshop zuständig. Da verdiene ich gerade mal knapp die Hälfte von meinem Partner.

Nun zum Problem: In den ersten 3 Jahren hätten wir uns zweimal fast getrennt, das kam für mich beide Male aus heiterem Himmel. Dies weil er nicht mit mir gesprochen hat, was ihn an mir stört. Wir konnten das zum Glück klären und reden heute offen und ehrlich miteinander. Leider hat das bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich hatte in dieser Zeit auch noch diverse schwere Operationen am Rücken wo er wirklich eine unheimliche Stütze für mich war. Als er sich dann einfach trennen wollte, war das für mich als ob eine lebensnotwendige Stütze wegbrechen würde. Hatte da auch einige Zeit Vertrauensprobleme. Jetzt habe ich einen riesen Schritt gewagt und bin mit ihm in dieses Haus gezogen, ich offenbare ihm meine verletzliche Seite, weil in diesem Haus halt extrem viele Erinnerungen stecken und ich das halt erst machen wollte, als ich nach diesen 6 Jahren ganz sicher war. 

Mir ist bewusst, das er nichts dafür kann, das in meinem Leben nun mal mehr Steine im Weg waren als in seinem. Trotzdem komme ich nur schwer damit klar, das er halt echt das doppelte verdient und in einigen Jahren sogar das vierfache. Er ist den ganzen Tag fast nur in Meetings und im Moment bei Corona bekomm ich halt auch mit, das er da grösstenteils auch gemütlich mit den Leuten da über seine Freizeit etc. spricht. Und ich im Gegensatz arbeite wirklich körperlich hart, bin immer um Kundschaft herum, die einen fordern, gleichzeitig sollte ich schauen das alle Mitarbeiter Arbeit haben, Neuware integrieren, täglich mehrere Kisten von mehren Kilos Treppen hoch und runter schleiken usw. Keine Frage, mir macht mein Job echt Spass, aber ich hab dann halt echt Mühe wenn ich sehe wieviel er verdient im Gegensatz zu mir und dann am Abend noch sagt wie erschöpft er von seinem anstrengenden Tag sei...sorry da bin ich menschlich, da werd ich manchmal einfach nur sauer. Zusätzlich ist er teilweise wirklich echt geizig. Ich bin nun mal die Handwerkerin und da gab es im Haus einiges noch zu tun, in Stand zu setzen von den Vormietern etc., da erwarte ich auch nicht das er mir hilft. Aber ich muss mich ständig erklären und rechtfertigen wenn ich dies und das machen muss und das Material dafür nun mal Geld kostet. Da tut er sich sehr schwer, obwohl er Geld ja im Überfluss hätte. Find ich nicht so fair... andererseits will er eine Treppe vom Balkon in den Garten runter machen, damit man nicht durch das Haus runter in den Garten laufen muss... aber dass der Handwerker dann da auch Geld kostet ist ihm da egal?! Manchmal hab ich das Gefühl er will mir gar nicht zuhören wofür ich jetzt dieses und das brauche und nörgelt nur rum. Am Schluss sagt er aber dann trotzdem das es mega schön aussieht 🤔  Von unserer Vergangenheit her will ich mich von seinem Geld halt echt nicht abhängig machen. Auch wenn wir demnächst heiraten gibt es trotzdem noch Momente wo ich Angst habe zu vertrauen und wenn er dann so geizig ist, macht er es mir auch nicht leichter so...

Gibt es hier vielleicht auch welche, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie habt ihr das mit euch selber gelöst wenn der Partner so viel mehr verdient wie ihr, aber blöd gesagt nicht so viel dafür tun musste? Wenn jetzt wer sagt, "ja aber er musste einen Bachelor machen" der war Peanut. Sagt er auch selber. Ich mit meinen Weiterbildungen bin da ca. gleich auf. Bitte spart euch solche Kommentare wie ich solle mich von ihm trennen oder dergleichen. Abgesehen von diesem Aspekt haben wir es super zusammen.

lg 

Hallo haymo_20432391,

ihr seid ja schon einige Entwicklungsschritte zusammen gegangen in euren jungen Jahren. Ich persönlich finde es immer leichter mit dem Zusammensein und Zusammenleben, wenn beide sich möglichst ähnlich sind. Das kann wiederum auch zu Schwierigkeiten führen, aber ähnlicher Bildungsgrad, ähnliches Einkommen, ähnliche Wertevorstellungen etc. erleichtern das Leben doch ungemein. Du bist ein bisschen neidisch auf deinen Freund, verständlich. Er verdient trotz gefühlt weniger Arbeit viel mehr als du. Das Leben ist ungerecht, wie geht es dir auf Dauer damit, diese Ungerechtigkeit zwischen deinem Freund und dir zu erleben? Sicher wäre es hier einfacher für dich als Art "Trostpflaster" wenn du ein wenig an seinem finanziellen Möglichkeiten Teilhaben kannst.

ABER: die meisten Menschen die Geld haben haben es, weil sie eben nicht sehr spendabel damit umgehen. Habt ihr getrennte Konten? Das fände ich ehrlich gesagt irgendwie schräg, nach 6 Jahren Beziehung.

Ich bin keine große Romantikerin, aber wenn selbst in einer so langen Beziehung jeder am Ende des Tages für sich selbst kämpft und man kein gemeinsames (auch finanzielles) Leben mit einander führt, kann man es auch gleich lassen.

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23. Februar um 11:18

Ich finde nicht, dass ein gemeinsames Konto dazugehört, wenn man zusammen lebt. Habe ich in meinen ganzen Beziehungsjahren nie gehabt und möchte ich auch nicht. 

Ja, ein gemeinsames Konto für den Standard-Einkauf (Lebensmittel, etc.) fände ich nicht schlecht, wenn man gemeinsam wohnt. Aber alles zusammenlegen? Nie und nimmer, wenn man nicht verheiratet ist. 

Für die persönlichen Sachen in einer Beziehung sollte doch jeder selber aufkommen können. Oder warum sollte mein Partner meinen Friseur-Besuch mitfinanzieren, Kosmetikbehandlungen? Oder soll er sogar meine Versicherungen mitfinanzieren? Das sehe ich nicht wirklich ein. Wenn ICH etwas will, dann zahle ich es von meinem Geld und dann gibt es auch keine Diskussionen. 

Wobei ich mich schon frage, was es wegen einer Schneeschaufel, die mal ein paar Euro kostet, zu diskutieren gibt. 

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23. Februar um 14:45
In Antwort auf

Hallo zusammen!

Ich hoffe, ich poste das im richtigen Forum, war mir nicht sicher ob ich es unter Job posten sollte. Da es aber auch um Beziehungsthematik geht, poste ich das mal hier rein.

Ich (23) und mein Freund (26) sind schon seit 6 Jahren zusammen und sind mittlerweile in mein ehemaliges Elternhaus gezogen. Das war mein absoluter Traum schon von Kind auf, wieder in dieses Haus zu ziehen und da habe ich mich natürlich umso mehr gefreut, dies mit meinem Partner zu tun. Mein Partner hat ursprünglich eine Lehre als Informatiker gemacht, die wie er selber sagt, so einfach war das sie jeder bestanden hätte. Danach ein Jahr Matura (wir sind in der Schweiz) und danach Teilzeit Studium, welches er nun erfolgreich mit einem Bachelor abgeschlossen hat. Er arbeitet nun Vollzeit als Softwareentwickler bei einer Bank und verdient da natürlich extrem gut, Tendenz steigend. Ich habe eine Lehre als Damenschneiderin gemacht, plus noch eine Weiterbildung. Das war eine extrem fordernde Zeit, da man bei diesem Beruf halt ein enormes Wissen sich aneignen muss und sehr exakt arbeiten sollte. Ich habe dann auch lange Stellen gesucht und war sehr verzweifelt, da ich trotz guter Ausbildung nichts gefunden habe. Schlussendlich bin ich dann in den  Detailhandel gerutscht. Habe da auch nochmals eine diplomierte Weiterbildung gemacht und bin nun für die Warenpräsentation, Dekoration und Teamkoordination in einem Dekoshop zuständig. Da verdiene ich gerade mal knapp die Hälfte von meinem Partner.

Nun zum Problem: In den ersten 3 Jahren hätten wir uns zweimal fast getrennt, das kam für mich beide Male aus heiterem Himmel. Dies weil er nicht mit mir gesprochen hat, was ihn an mir stört. Wir konnten das zum Glück klären und reden heute offen und ehrlich miteinander. Leider hat das bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich hatte in dieser Zeit auch noch diverse schwere Operationen am Rücken wo er wirklich eine unheimliche Stütze für mich war. Als er sich dann einfach trennen wollte, war das für mich als ob eine lebensnotwendige Stütze wegbrechen würde. Hatte da auch einige Zeit Vertrauensprobleme. Jetzt habe ich einen riesen Schritt gewagt und bin mit ihm in dieses Haus gezogen, ich offenbare ihm meine verletzliche Seite, weil in diesem Haus halt extrem viele Erinnerungen stecken und ich das halt erst machen wollte, als ich nach diesen 6 Jahren ganz sicher war. 

Mir ist bewusst, das er nichts dafür kann, das in meinem Leben nun mal mehr Steine im Weg waren als in seinem. Trotzdem komme ich nur schwer damit klar, das er halt echt das doppelte verdient und in einigen Jahren sogar das vierfache. Er ist den ganzen Tag fast nur in Meetings und im Moment bei Corona bekomm ich halt auch mit, das er da grösstenteils auch gemütlich mit den Leuten da über seine Freizeit etc. spricht. Und ich im Gegensatz arbeite wirklich körperlich hart, bin immer um Kundschaft herum, die einen fordern, gleichzeitig sollte ich schauen das alle Mitarbeiter Arbeit haben, Neuware integrieren, täglich mehrere Kisten von mehren Kilos Treppen hoch und runter schleiken usw. Keine Frage, mir macht mein Job echt Spass, aber ich hab dann halt echt Mühe wenn ich sehe wieviel er verdient im Gegensatz zu mir und dann am Abend noch sagt wie erschöpft er von seinem anstrengenden Tag sei...sorry da bin ich menschlich, da werd ich manchmal einfach nur sauer. Zusätzlich ist er teilweise wirklich echt geizig. Ich bin nun mal die Handwerkerin und da gab es im Haus einiges noch zu tun, in Stand zu setzen von den Vormietern etc., da erwarte ich auch nicht das er mir hilft. Aber ich muss mich ständig erklären und rechtfertigen wenn ich dies und das machen muss und das Material dafür nun mal Geld kostet. Da tut er sich sehr schwer, obwohl er Geld ja im Überfluss hätte. Find ich nicht so fair... andererseits will er eine Treppe vom Balkon in den Garten runter machen, damit man nicht durch das Haus runter in den Garten laufen muss... aber dass der Handwerker dann da auch Geld kostet ist ihm da egal?! Manchmal hab ich das Gefühl er will mir gar nicht zuhören wofür ich jetzt dieses und das brauche und nörgelt nur rum. Am Schluss sagt er aber dann trotzdem das es mega schön aussieht 🤔  Von unserer Vergangenheit her will ich mich von seinem Geld halt echt nicht abhängig machen. Auch wenn wir demnächst heiraten gibt es trotzdem noch Momente wo ich Angst habe zu vertrauen und wenn er dann so geizig ist, macht er es mir auch nicht leichter so...

Gibt es hier vielleicht auch welche, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie habt ihr das mit euch selber gelöst wenn der Partner so viel mehr verdient wie ihr, aber blöd gesagt nicht so viel dafür tun musste? Wenn jetzt wer sagt, "ja aber er musste einen Bachelor machen" der war Peanut. Sagt er auch selber. Ich mit meinen Weiterbildungen bin da ca. gleich auf. Bitte spart euch solche Kommentare wie ich solle mich von ihm trennen oder dergleichen. Abgesehen von diesem Aspekt haben wir es super zusammen.

lg 

Also dir Lehre zum Informatiker schafft nicht jeder einfach mal so, da muss man schon was aufm Kasten haben, jeden falls in dem Bereich. Er sagt das nur, weil es ihm eben leicht fiel, weil er es eben kann und vielleicht auch, weil er bescheiden ist. Auch sein Bachelor Grad zeugt ja davon, dass er kompetent ist und ist kein Peanut. Aus deinem Text lese ich eher heraus, dass du der Meinung bist, dass ihm alles in den Schoß fällt und dir dagegen Steine in den Weg gelegt werden. Vielleicht spielt er seinen Werdegang deshalb auch runter, weil er spürt, dass es dich belastet. 

Du hast dich wie's aussieht für einen Beruf entschieden, der deines Empfindens nach, sehr anstrengend ist. Dein Partner kann nichts für deine Berufswahl. Er hat sich wiederum für einen Werdegang entschieden, der ihm leicht von der Hand ging und hohes Entgelt in Aussicht stellt, er hat Entscheidungen getroffen - genauso wie du.

Ich habe einen ähnlichen Beruf wie dein Partner und finde es nicht in Ordnung von dir, ihm das Recht absprechen zu wollen müde und erschöpft nach seiner Arbeit zu sein. Ich BIN abends müde, auch wenn ich den ganzen Tag vorm PC hänge.

Zu dem Geiz Thema und deiner Unsicherheit: er weiß ja genauso wenig wie du, ob ihr für immer zusammen bleiben werdet - vielleicht ist da auch eine gewisse Unsicherheit auf seiner Seite und daher möchte er schon wissen, was du alles mit seinem Geld anschaffst. Ich würde aber auch nachfragen was mit meinem Geld gemacht wird und gemeinsam sollte man schon daran interessiert sein so billig an die Sachen heran zu kommen, wie es nur geht.  
Diese gewisse Unsicherheit spürt er vielleicht, weil du deinerseits Unsicherheit ausstrahlst und eben diese negative Haltung ihm gegenüber hast. Aber Geiz sehe ich da nicht.

Zu meiner Erfahrung kann ich sagen, dass ich gegenüber meinem Partner ein höheres Gehalt habe und der Unterton bei uns ist, dass ich eine super Berufswahl getroffen habe, ich in meinem Beruf talentiert bin und den nötigen Werdegang beschritten habe.
Vielleicht stimmt der Unterton bei euch nicht. 

Ich meine, was wäre denn ein Lösungsansatz für dich? Soll er seinen Chef sagen, dass er weniger Gehalt bekommen soll? Oder soll er dir Geld überweisen (er bezahlt ja schon mehr Miete als du usw so ist das doch ganz normal geregelt)? Oder soll er sich einen anderen Job suchen in der er weniger verdient? Ich weiß nicht genau, was du dir wünschst? 

Ich glaube eher die Lösung liegt in dir, freu dich doch einfach für ihn und überleg dir was DU tun kannst, damit du dich wohler mit dir und deinem Werdegang fühlst und fang an DEINE Entscheidungen zu akzeptieren. Du hast dir dein Bett so gebaut, leg dich rein und fühl es! Und mach anderen Menschen ihr Glück nicht kaputt.
 

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23. Februar um 15:22

Ich finde ein gemeinsames Konto ist in einer Beziehung unabdingbar, um Kosten des täglichen Bedarfs zu bezahlen, da gehört auch das Heim dazu in dem man lebt. Größere Ausgaben müssen natürlich besprochen werden und eine Lösung muss gefunden werden. Aber bei kleineren Ausgaben sollten keine Diskussionen nötig sein. Was besorgt und bezahlt werden muss, das muss eben so sein. 
Und selten sind in einer Beziehung beide Partner finanziell auf dem gleichen Niveau. Aber in einer funktionierenden Beziehung akzeptiert man den Partner wie er ist und dazu gehört auch die finanzielle Situation.
Es sollte wenn möglich aber auch beiden Partnern ein monatliches Budget bleiben um sich selbst auch etwas gönnen zu können. 

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23. Februar um 15:36
In Antwort auf

Ich finde ein gemeinsames Konto ist in einer Beziehung unabdingbar, um Kosten des täglichen Bedarfs zu bezahlen, da gehört auch das Heim dazu in dem man lebt. Größere Ausgaben müssen natürlich besprochen werden und eine Lösung muss gefunden werden. Aber bei kleineren Ausgaben sollten keine Diskussionen nötig sein. Was besorgt und bezahlt werden muss, das muss eben so sein. 
Und selten sind in einer Beziehung beide Partner finanziell auf dem gleichen Niveau. Aber in einer funktionierenden Beziehung akzeptiert man den Partner wie er ist und dazu gehört auch die finanzielle Situation.
Es sollte wenn möglich aber auch beiden Partnern ein monatliches Budget bleiben um sich selbst auch etwas gönnen zu können. 

Da habe ich bei einigen Pärchen auch schon einige Diskussionen erlebt, was denn nun der "täglichen Bedarf" ist. 

Aber für den täglichen Bedarf ist es durchaus üblich.

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24. Februar um 6:27
In Antwort auf

Hallo haymo_20432391,

ihr seid ja schon einige Entwicklungsschritte zusammen gegangen in euren jungen Jahren. Ich persönlich finde es immer leichter mit dem Zusammensein und Zusammenleben, wenn beide sich möglichst ähnlich sind. Das kann wiederum auch zu Schwierigkeiten führen, aber ähnlicher Bildungsgrad, ähnliches Einkommen, ähnliche Wertevorstellungen etc. erleichtern das Leben doch ungemein. Du bist ein bisschen neidisch auf deinen Freund, verständlich. Er verdient trotz gefühlt weniger Arbeit viel mehr als du. Das Leben ist ungerecht, wie geht es dir auf Dauer damit, diese Ungerechtigkeit zwischen deinem Freund und dir zu erleben? Sicher wäre es hier einfacher für dich als Art "Trostpflaster" wenn du ein wenig an seinem finanziellen Möglichkeiten Teilhaben kannst.

ABER: die meisten Menschen die Geld haben haben es, weil sie eben nicht sehr spendabel damit umgehen. Habt ihr getrennte Konten? Das fände ich ehrlich gesagt irgendwie schräg, nach 6 Jahren Beziehung.

Ich bin keine große Romantikerin, aber wenn selbst in einer so langen Beziehung jeder am Ende des Tages für sich selbst kämpft und man kein gemeinsames (auch finanzielles) Leben mit einander führt, kann man es auch gleich lassen.

Ich muss immer schmunzeln, wenn jemand getrennte Konten für unnormal/fremdartig/weltfremd hält. Für uns ist das das Normale. Ich kann z.B. Null nachvollziehen, wie man keine getrennten Konten haben kann!
Wir haben seit über 27 Jahren getrennte Konten, verdienten schon immer unterschiedlich und kommen trotzdem bestens miteinander klar. Er hat nur 1 Konto, ich sogar mehrere. Ich habe eine Vollmacht über seins, er nicht über meine und ich musste noch nie was bei ihm abheben, weil ich vielleicht mal knapper bei Kasse war.
Das haben wir so geregelt, weil ich arbeitszeitmäßig eher mal zur Bank komme, um für ihn was zu regeln.
Unser Haus zahlten wir trotzdem zu gleichen Teilen ab. Alles ohne Zwang, Stress und Probleme und beide immer in den schwarzen Zahlen.

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24. Februar um 19:20
In Antwort auf

Hallo zusammen!

Ich hoffe, ich poste das im richtigen Forum, war mir nicht sicher ob ich es unter Job posten sollte. Da es aber auch um Beziehungsthematik geht, poste ich das mal hier rein.

Ich (23) und mein Freund (26) sind schon seit 6 Jahren zusammen und sind mittlerweile in mein ehemaliges Elternhaus gezogen. Das war mein absoluter Traum schon von Kind auf, wieder in dieses Haus zu ziehen und da habe ich mich natürlich umso mehr gefreut, dies mit meinem Partner zu tun. Mein Partner hat ursprünglich eine Lehre als Informatiker gemacht, die wie er selber sagt, so einfach war das sie jeder bestanden hätte. Danach ein Jahr Matura (wir sind in der Schweiz) und danach Teilzeit Studium, welches er nun erfolgreich mit einem Bachelor abgeschlossen hat. Er arbeitet nun Vollzeit als Softwareentwickler bei einer Bank und verdient da natürlich extrem gut, Tendenz steigend. Ich habe eine Lehre als Damenschneiderin gemacht, plus noch eine Weiterbildung. Das war eine extrem fordernde Zeit, da man bei diesem Beruf halt ein enormes Wissen sich aneignen muss und sehr exakt arbeiten sollte. Ich habe dann auch lange Stellen gesucht und war sehr verzweifelt, da ich trotz guter Ausbildung nichts gefunden habe. Schlussendlich bin ich dann in den  Detailhandel gerutscht. Habe da auch nochmals eine diplomierte Weiterbildung gemacht und bin nun für die Warenpräsentation, Dekoration und Teamkoordination in einem Dekoshop zuständig. Da verdiene ich gerade mal knapp die Hälfte von meinem Partner.

Nun zum Problem: In den ersten 3 Jahren hätten wir uns zweimal fast getrennt, das kam für mich beide Male aus heiterem Himmel. Dies weil er nicht mit mir gesprochen hat, was ihn an mir stört. Wir konnten das zum Glück klären und reden heute offen und ehrlich miteinander. Leider hat das bei mir tiefe Spuren hinterlassen. Ich hatte in dieser Zeit auch noch diverse schwere Operationen am Rücken wo er wirklich eine unheimliche Stütze für mich war. Als er sich dann einfach trennen wollte, war das für mich als ob eine lebensnotwendige Stütze wegbrechen würde. Hatte da auch einige Zeit Vertrauensprobleme. Jetzt habe ich einen riesen Schritt gewagt und bin mit ihm in dieses Haus gezogen, ich offenbare ihm meine verletzliche Seite, weil in diesem Haus halt extrem viele Erinnerungen stecken und ich das halt erst machen wollte, als ich nach diesen 6 Jahren ganz sicher war. 

Mir ist bewusst, das er nichts dafür kann, das in meinem Leben nun mal mehr Steine im Weg waren als in seinem. Trotzdem komme ich nur schwer damit klar, das er halt echt das doppelte verdient und in einigen Jahren sogar das vierfache. Er ist den ganzen Tag fast nur in Meetings und im Moment bei Corona bekomm ich halt auch mit, das er da grösstenteils auch gemütlich mit den Leuten da über seine Freizeit etc. spricht. Und ich im Gegensatz arbeite wirklich körperlich hart, bin immer um Kundschaft herum, die einen fordern, gleichzeitig sollte ich schauen das alle Mitarbeiter Arbeit haben, Neuware integrieren, täglich mehrere Kisten von mehren Kilos Treppen hoch und runter schleiken usw. Keine Frage, mir macht mein Job echt Spass, aber ich hab dann halt echt Mühe wenn ich sehe wieviel er verdient im Gegensatz zu mir und dann am Abend noch sagt wie erschöpft er von seinem anstrengenden Tag sei...sorry da bin ich menschlich, da werd ich manchmal einfach nur sauer. Zusätzlich ist er teilweise wirklich echt geizig. Ich bin nun mal die Handwerkerin und da gab es im Haus einiges noch zu tun, in Stand zu setzen von den Vormietern etc., da erwarte ich auch nicht das er mir hilft. Aber ich muss mich ständig erklären und rechtfertigen wenn ich dies und das machen muss und das Material dafür nun mal Geld kostet. Da tut er sich sehr schwer, obwohl er Geld ja im Überfluss hätte. Find ich nicht so fair... andererseits will er eine Treppe vom Balkon in den Garten runter machen, damit man nicht durch das Haus runter in den Garten laufen muss... aber dass der Handwerker dann da auch Geld kostet ist ihm da egal?! Manchmal hab ich das Gefühl er will mir gar nicht zuhören wofür ich jetzt dieses und das brauche und nörgelt nur rum. Am Schluss sagt er aber dann trotzdem das es mega schön aussieht 🤔  Von unserer Vergangenheit her will ich mich von seinem Geld halt echt nicht abhängig machen. Auch wenn wir demnächst heiraten gibt es trotzdem noch Momente wo ich Angst habe zu vertrauen und wenn er dann so geizig ist, macht er es mir auch nicht leichter so...

Gibt es hier vielleicht auch welche, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben? Wie habt ihr das mit euch selber gelöst wenn der Partner so viel mehr verdient wie ihr, aber blöd gesagt nicht so viel dafür tun musste? Wenn jetzt wer sagt, "ja aber er musste einen Bachelor machen" der war Peanut. Sagt er auch selber. Ich mit meinen Weiterbildungen bin da ca. gleich auf. Bitte spart euch solche Kommentare wie ich solle mich von ihm trennen oder dergleichen. Abgesehen von diesem Aspekt haben wir es super zusammen.

lg 

In erster Linie solltest du dir überlegen, was du gegen deinen Neid machen kannst. Kannst du den in den Griff kriegen? Denn dass du ihm sein Einkommen gönnst, lese ich nicht heraus. Auch habe ich den Eindruck, dass du seine Arbeit nicht respektierst, sondern klein redest. Ja, deine Arbeit ist körperlich bestimmt anstrengender als seine, aber geistige Arbeit ist auch anstrengend. Ich habe auch keine körperliche Arbeit zu leisten und trotzdem oder gerade deshalb hatte ich schon Tage, wo ich von der Arbeit so erschöpft bin, dass ich eigentlich nur noch heim kam, gegessen hab und gegen die Wand gestarrt hab, weil ich so ko war. 
Weißt du, ich gehe auch manchmal in der Arbeit zu einer Kollegin und frag sie, wie ihr Wochenende war, weil ich manchmal einfach geistig müde bin und kurz frischen input brauche, bevor ich mich auf etwas neues konzentrieren kann. 

Und wenn du dir sicher bist, dass du deinen Neid im Griff hast, dann könnt ihr euch ja mal in Ruhe zusammen überlegen, wie ihr eure Finanzen in Zukunft handhaben wollt, denn über so etwas sollte man sich schon unterhalten bevor man heiratet. 

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