Home / Forum / Liebe & Beziehung / Unstimmigkeiten in der Beziehung

Unstimmigkeiten in der Beziehung

8. Dezember 2018 um 0:36

Guten Abend liebes Forum

Mittlerweile bin ich seit ziemlich genau einem halben Jahr mit meinem Freund zusammen, wir sind beide noch relativ jung und es ist bei uns die erste ernsthafte Beziehung im Erwachsenenalter. Wir wohnen noch bei den Eltern, etwa 100km voneinander entfernt und arbeiten. Lange Zeit hatten wir eine Beziehung, die für uns beide so gestimmt hat doch seit einigen Wochen, beinahe schon Monaten läuft es nicht mehr so rund. Es würde mich interessieren, was ihr dazu meint.

Es geht bei uns eigentlich immer um das Gleiche. Meiner Meinung nach kommt von ihm zu wenig. Ich finde er zeigt relativ wenig Wertschätzung und nimmt manchmal auch nicht so wirklich Rücksicht auf mich. Ich habe zum Beispiel das Gefühl, beinahe immer diejenige zu sein, die ihn anschreibt, ihn fragt wie es ihm geht, wieder Treffen abmachen will, telefonieren will und so weiter. Ich versuche oftmals auf ihn Rücksicht zu nehmen und mich auf das wir und nicht auf das ich zu fokussieren, während er manchmal einfach macht, was er gerade will. Ich finde es sind die kleinen Sachen, an denen man es auch im Alltag merkt. Zum Teil sind auch schon Dinge vorgefallen die echt daneben sind. Jedenfalls belastet es mich im Moment ziemlich, ich habe das Gefühl, in seinem Leben einfach nicht den gleichen Stellenwert zu haben, wie er in meinem.

Auf der anderen Seite findet er, dass ich kleine Dinge extrem schnell persönlich nehme und mir zu viele Gedanken in unserer Beziehung mache. Ich weiss, dass das ein Stück weit stimmt, ich bin sehr sensibel und emotional und reagiere auch schnell über. Er findet auch, ich mache aus allem ein Drama und ich müsse lernen, dass eine Beziehung nicht immer, wie gewünscht verlaufen kann. Ausserdem hat er auch schon erwähnt, dass er es empfinde, wenn ich ihn häufig auf Dinge anspreche, die mich stören, was ich auch verstehen kann.
Wir haben schon ein paar Male darüber gesprochen aber irgendwie kommen wir einfach nicht auf den Punkt. Es läuft häufig darauf aus, dass ich etwas empfinde, ihn darauf anspreche, er dann findet, das sei doch nicht so schlimm und ich reagiere über. Schlussendlich nehmen wir uns dann beide vor, uns mehr anzustrengen aber es passiert dann doch nichts und es beginnt wieder von vorne. Ich habe manchmal auch das Gefühl, er will sich gar nicht Mühe geben, weil er es gar nicht so schlimm sieht. Ich habe mir auch schon überlegt, dass es vielleicht daran liegen könnte, dass die Verliebtheitsphase langsam vorbei geht und uns dies etwas zu schaffen macht. Auf jeden Fall kann es für mich einfach nicht so weiter gehen, ich werde in unserer Beziehung im Moment einfach nicht vollständig glücklich und dadurch, dass er häufiger macht, was er will bin ich oft diejenige, die dann unten durch muss. Allerdings weiss ich einfach nicht so recht, wie fest es an mir liegt und wie viel ich von ihm erwarten kann, dass er sich mehr Mühe gibt oder sich ändert. Ich bin mir auch unschlüssig, wie ich in Zukunft reagieren soll, ob ich mir einfach auch eine Zeit lang weniger Mühe geben soll, was ich nicht möchte oder ob es besser wäre, wenn ich ihm mehr Zeit geben und ihn etwas mehr in Ruhe lassen würde. Es würde mich interessieren was ihr dazu meint.

Liebe Grüsse
 

Mehr lesen

8. Dezember 2018 um 9:06

Wenn du ihn nicht akzeptieren kannnst, wie er ist und damit glücklich wirst (die Dinge, die dich stören, die du empfindest und das "zurückgesetzt" sein, das ihm zu wenig bedeuten, bzw die schwächere Sehnsucht nach Nähe) und das ereits nach einem halben Jahr, dann ist er - meiner Meinung nach - nicht der richtige Partner für dich.

Er braucht wohl einfach mehr Freiheit/Freiraum als du und du brauchst viel Nähe. Daran wird sich voraussichtlich auch nicht wirklich was ändern.
Bestenfalls habt ihr ständig Diskussionen drüber, er verbringt 2 Wochen mehr Zeit mti dir, bzw meldet sich öfter und dann ist die Situation dieselbe.

Deinen Partnr an deiner Seite musst du akzeptieren udn lieben können, wie er ist. Keiner macht sich glücklich, wenn er sich für den anderen verändert. Und keiner wird glücklich in einer Beziehung, in der er vom Partner nicht das kommt, was er braucht (in eurem Fall z.B. Nähe oder Freiraum)

Geh in dich und frag dich, ob er wirklich - so wie er ist - zu dir passt und von dir geliebt wird.
Dann in Zukunft wird das Problem sonst nur größer.

LG

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

8. Dezember 2018 um 9:58

In der Regel übernachten wir so etwa zwei bis drei Mal in der Woche bei einander. Im Moment etwas weniger, da wir beide es beide gerade zimlich streng mit Prüfungen und der Arbeit haben. Für mich sind diese zwei bis drei Mal eigentlich okey, in Anbetracht, dass wir an unterschiedlichen Orten arbeiten und wohnen. Ich bin mir manchmal nicht so sicher, wie oft er sich dann treffen möchte. Es kam selten vor, dass er sich wikrlich nicht treffen wollte, aber dennoch habe ich das Gefühl, ich bin eher diejenige, die gleich treffen abmachen möchte, während er eher spontan mal schauen will. Wir telefonieren ab und zu, aber eigetnlich immer von mir aus

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Dezember 2018 um 0:42
In Antwort auf zweigestreifte_quelljungfer

Wenn du ihn nicht akzeptieren kannnst, wie er ist und damit glücklich wirst (die Dinge, die dich stören, die du empfindest und das "zurückgesetzt" sein, das ihm zu wenig bedeuten, bzw die schwächere Sehnsucht nach Nähe) und das ereits nach einem halben Jahr, dann ist er - meiner Meinung nach - nicht der richtige Partner für dich.

Er braucht wohl einfach mehr Freiheit/Freiraum als du und du brauchst viel Nähe. Daran wird sich voraussichtlich auch nicht wirklich was ändern.
Bestenfalls habt ihr ständig Diskussionen drüber, er verbringt 2 Wochen mehr Zeit mti dir, bzw meldet sich öfter und dann ist die Situation dieselbe.

Deinen Partnr an deiner Seite musst du akzeptieren udn lieben können, wie er ist. Keiner macht sich glücklich, wenn er sich für den anderen verändert. Und keiner wird glücklich in einer Beziehung, in der er vom Partner nicht das kommt, was er braucht (in eurem Fall z.B. Nähe oder Freiraum)

Geh in dich und frag dich, ob er wirklich - so wie er ist - zu dir passt und von dir geliebt wird.
Dann in Zukunft wird das Problem sonst nur größer.

LG

Vielen Dank für Deine Antwort. Er hat mir gegenüber auch schon erwähnt, dass er jemand ist, der viel Freiheit braucht. Ich denke wirklich, dass wir uns beide lieben, es fällt uns einfach schwer uns in dieser Hinsicht so zu akzeptieren wie wir sind. Ich versuche schon, ihm viel Freiraum zu geben und ein Kompromiss einzugehen. Es gibt manchmal einfach Phasen, in denen ich ihn dann halt doch auch ein Stück weit auf ihn angewiesen bin, in denen ich auch seine Nähe bräuchte und dann beginne ich dann jeweils auch, mir Gedanken über sein Verhalten zu machen.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Dezember 2018 um 0:50

Vielen Dank für Deine Antwort. Vielleicht sollte ich ihn tatsächlich mehr machen lassen und ihm mehr Zeit geben. Ich stimme dir auch zu, dass unsere gegenseitigen Reaktionen die Situation jeweils immer mehr verschlimmern. Ich glaube aber nicht, dass ich ihm zu viel vorschreibe und zu viel Druck mache. Er ist jemand sehr bodenständiges und er macht scho, dass es für ihn stimmt. Inwiefern meinst Du, sollte ich mich zurück ziehen? Allgemein oder einfach im Moment? Ehrlich gesagt habe ich etwas Angst, dass wir uns dann noch weniger sehen, schreiben und so weiter und es für mich dann noch weniger stimmt.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Dezember 2018 um 10:51

Ich würde mich vorallem verstellen, wenn ich mich weniger melden oder etwas zurück ziehen würde. Nicht, weil ich ihm mehr Freiraum nicht gönnen würde, sondern weil es einfach nicht meine Vorstellung einer Beziehung wäre. Deshalb bin ich mir auch nicht so sicher, ob das dann wirklich zielführend wäre. Verstehst Du, was ich meine? Schlussendlich stellt sich auch die Frage, wann genau Rücksicht auf den Partner nehmen respektive ihn so zu akzeptieren aufhört und wann sich verstellen beginnt. Was meinst Du?

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. Dezember 2018 um 12:11

Ich denke es geht ihr darum, dass du eine andere Vorstellung von Partnerschaft hast, als dien Freund. Du leidest darunter, dass er gefühlt wenig Zeit mit dir verbringen will.
Du sagst du lässt ihm Freiraum, aber geht es dir damit gut? Kannst du so eine glückliche Beziehung pflegen, oder fehlt dir dann was entscheidendes?

Wenn schon am Anfang der Beziehung in dem Punkt so viel Uneinigkeit herrscht, wird es mit der zeit eher schlechter als besser.
Du kannst das Spiel auch weiterspinnen: Was, wenn ihr mal eine Familie gründet?
Die allerwenigsten Frauen finden es dann witzig, wenn der Partner so viel Freiraum braucht und 5x die Woche abends weg ist, während sie mit dem Kind alleine Zuhause sitzen.

Vielleicht da auch einfach mal über Zukunftsplanung sprechen, damit man weiß, ob das überhaupt Zukunft haben kann und nicht dass du unglücklich bist und deine besten Jahre verschwendest.

LG

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. Dezember 2018 um 0:39
In Antwort auf zweigestreifte_quelljungfer

Ich denke es geht ihr darum, dass du eine andere Vorstellung von Partnerschaft hast, als dien Freund. Du leidest darunter, dass er gefühlt wenig Zeit mit dir verbringen will.
Du sagst du lässt ihm Freiraum, aber geht es dir damit gut? Kannst du so eine glückliche Beziehung pflegen, oder fehlt dir dann was entscheidendes?

Wenn schon am Anfang der Beziehung in dem Punkt so viel Uneinigkeit herrscht, wird es mit der zeit eher schlechter als besser.
Du kannst das Spiel auch weiterspinnen: Was, wenn ihr mal eine Familie gründet?
Die allerwenigsten Frauen finden es dann witzig, wenn der Partner so viel Freiraum braucht und 5x die Woche abends weg ist, während sie mit dem Kind alleine Zuhause sitzen.

Vielleicht da auch einfach mal über Zukunftsplanung sprechen, damit man weiß, ob das überhaupt Zukunft haben kann und nicht dass du unglücklich bist und deine besten Jahre verschwendest.

LG

Hmmmh ich verstehe, was du meinst. Es stimmt schon, wenn ich ihm so viel Freiraum lassen muss, werde ich zumindest im Moment nicht vollständig glücklich damit. Ein Stück weit hoffe ich auch, dass es sich mit der Zeit auch noch ein wenig einpendelt. Dass ich auch entspannter und stärker werde und sein Verhalten nicht immer so persönlich nehme und er dadurch vielleicht auch etwas mehr auf mich zukommen kann. Vielleicht liegt es auch etwas daran, dass sich unsere Beziehung gerade von der Verliebtheisphase in die Liebesphase bewegt?

Über Zukunfsplanung haben wir schon ein paar mal gesprochen und mittelfristig auch schon Dinge geplant. Er ist für mich wirklich die Liebe meines Lebens und ich weiss eigentlich ja auch, dass er mich liebt. Es ist ja schon nicht so, dass ich ihm die ganze Zeit hinterher renne und von ihm gar nichts kommt. Schlussendlich ist es für mich einfach eine dumme Situation, ich liebe  ihn und ich werde ihn kaum verlassen können, weil von ihm zu wenig kommt und ich möchte eigentlich auch um die Beziehung kämpfen. Verstehst Du, was ich meine?

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. Dezember 2018 um 19:17
In Antwort auf hallihallo

Hmmmh ich verstehe, was du meinst. Es stimmt schon, wenn ich ihm so viel Freiraum lassen muss, werde ich zumindest im Moment nicht vollständig glücklich damit. Ein Stück weit hoffe ich auch, dass es sich mit der Zeit auch noch ein wenig einpendelt. Dass ich auch entspannter und stärker werde und sein Verhalten nicht immer so persönlich nehme und er dadurch vielleicht auch etwas mehr auf mich zukommen kann. Vielleicht liegt es auch etwas daran, dass sich unsere Beziehung gerade von der Verliebtheisphase in die Liebesphase bewegt?

Über Zukunfsplanung haben wir schon ein paar mal gesprochen und mittelfristig auch schon Dinge geplant. Er ist für mich wirklich die Liebe meines Lebens und ich weiss eigentlich ja auch, dass er mich liebt. Es ist ja schon nicht so, dass ich ihm die ganze Zeit hinterher renne und von ihm gar nichts kommt. Schlussendlich ist es für mich einfach eine dumme Situation, ich liebe  ihn und ich werde ihn kaum verlassen können, weil von ihm zu wenig kommt und ich möchte eigentlich auch um die Beziehung kämpfen. Verstehst Du, was ich meine?

Ja, kann ich verstehen. Aber eine Beziehung, um die man schon nach einem halben Jahr kämpfen muss?
Weißt du, die Zuknuft macht die Lage eben normal eher schwieriger als leichter. Und du bist emotional immer mehr involviert.
Es hilft ja auch nichts, wenn du dich dann später, mit zwei kleinen Kindern an ihn "gebunden" fremdverliebst in den netten Vater im Kindergarten, mit dem du jeden Tag beim abholen so nette Gespräche führst und mittlerweile auch gern mal nachmittags einen Kaffee trinken gehst und der dich sooo gut versteht und so gerne Zeit mit dir verbringt.

Ich will sagen: Du hast da ein Loch, ein Vakuum, und eine Sehnsucht, die gefüllt werden will. Und dien Partner tut es nicht weil er nicht will oder nicht kann.
Ich bin der Meinung, dass sowas die Beziehung angreifbar macht. Normal kommen solche Probleme später und sind meiner Meinung nach eben Grund, dass man für hübsche Söhne anderer Mütter empfänglich wird. Nun habt ihr das Problem aber von Anfang an, da frag ich mich, wie das gut ausgehen soll?

Ich kann verstehen, dass du Hoffnung hast. Klar kann es sein, dass es sich so entwickelt. Nur halt ich das für die unwahrscheinlicher Variante. Ich glaube du wirst nur immer frustierter und hälst dich aber an den Gefühlen fest, an der Zuneigung.
Nach einem halben Jahr ist die Verleibtheitsphase doch normalerweise noch gar nicht vorbei.

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

11. Dezember 2018 um 22:18

Es tut mir leid aber Euer Nähe-/Distanzbedürfnis ist definitiv nicht kompatibel.

Du musst wissen, dass dabei der Fehler weder bei ihm noch bei Dir liegt - es passt einfach nicht. Du wirst nun vermutlich noch ein paar weitere Monate verkrampft versuchen, es "lockerer" anzugehen - schliesslich spricht er Dir Deine Gefühle ab, weil das alles ja "nicht so schlimm" sei - und wirst dabei mehr und mehr leiden, weil Deine Bedürfnisse viel zu kurz kommen im Bemühen, es ihm recht zu machen. 

Ich hab solches Jahre mitgemacht und dabei gelitten wie ein Hund... Das Distanz-Bedürfnis des anderen scheint dabei immer grösser zu werden, während die eigenen Bedürfnisse schon überhaupt keine Beachtung mehr erhalten - bis Du es nicht mehr aushältst. 

 

2 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper

Das könnte dir auch gefallen