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Unsterblich verknallt in einen Schulkamerad - seit 20 Jahren!

1. März 2009 um 14:37

Ich war mit 16 das erste Mal richtig verknallt. Das war Ende der 80er Jahre. In einen Klassenkamerad namens Alexander - es war so schlimm, dass ich tagelang an nichts anderes mehr denken konnte als an ihn. Wir hatten viel Kontakt, haben uns täglich gesehen und ich habe ihm auch gesagt, was ich über ihn denke. Er hat allerdings nie gesagt, was er denkt. Aber er hat oft Kontakt zu mir gesucht und jede Schulpause und Freistunde mit mir verbracht. Wir haben ganze Nächte durch telefoniert damals.

Ich blieb jahrelang in ihn verknallt. Nach dem Abitur verloren wir uns etwas aus den Augen. Ich begann meine Ausbildung und war dadurch etwas abgelenkt, auch weil ich ihn nicht mehr täglich sah. Trotzdem ging er mir nie aus dem Kopf. Auch als ich ihn fast zwei Jahre nicht gesehen hatte, träumte ich immer noch beinahe jede Nacht von ihm. Ich habe dann mal wieder angerufen und wir haben uns danach wieder ab und zu getroffen. Mittlerweile war ich über 20 und noch genauso an ihm interessiert wie mit 16. Ich liess ihn das auch regelmässig wissen. Er äusserte sich nie dazu. Er suchte zwar meine Nähe und wir verbrachten ein paar schöne Abende zusammen - aber es kam nie zum Kuss oder ähnlichem. Als ich Mitte 20 war, trafen wir uns ca. einmal im Monat. Aber sexuell lief leider nichts. Nichteinmal ein Kuss wie gesagt. Weder er noch ich hatten bis zu diesem Zeitpunkt irgendeine Beziehung oder Affäre gehabt.

Dann begegnete ich einem anderen Mann, Thorsten, der aufgeschlossen an einer Beziehung mit mir war. Der Typ liebte mich über alles und charakterlich passte er absolut erfekt zu mir. Reifemässig war er Alexander um Jahrzehnte voraus. Während Alex nie über Gefühle reden konnte und sich nur für Technik und Sport interessierte, war es für Thorsten eine Selbstverständlichkeit offen über alle Gefühle zu reden. Er kann stundenlang zuhören, ist hochintelligent und an sehr philosophischen und tiefgehenden Gesprächen interessiert. Thorsten beschäftigt sich mit der Suche nach dem Sinn des Lebens und wir haben viele Nächte durchdiskutiert. Er geht arbeiten und schmeisst nebenbei noch den Haushalt. Im Prinzip war er mein Traummann - allerdings war ich seit knapp 10 Jahren in Alex verliebt. Da ich einsehen musste, dass Thorsten charakterlich viel besser zu mir passt als Alex beschloss ich ihn zu heiraten. Das ging relativ schnell. Ich zog nach einer kurzen Fernbeziehung von Dortmund zu ihm nach München. Eigentlich war alles perfekt - bis auf eine Sache: Thorsten wirkte nie so erotisch auf mich wie Alex. Ich hatte keine "Schmetterlinge im Bauch" und keinerlei erotisches Knistern. Einfach nix. Ich fand es erotischer Alexander anzuschauen als mit Thorsten eine ganze Nacht zu verbringen. Aber laut Literatur verschwindet dieses "Verliebtheitsgefühl" ohnehin nach drei Jahren Beziehung - also was soll's.

Mittlerweile sind wir über 10 Jahre verheiratet. Eigentlich ist alles perfekt. Im grossen und ganzen ist Thorsten wirklich mein Traummann. Er versucht mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen, ist der Inbegriff der Treue, käme nie auf den Gedanken eine andere Frau auch nur anzuschauen und vergöttert mich richtiggehend. Er bringt genug Geld heim, dass er es mir ermöglicht hat meinen alten Beruf an den Nagel zu hängen und jetzt als freischaffende Fotografin zu arbeiten. So konnte ich mein Hobby zum Beruf machen. Ich habe keine festen Arbeitszeiten und bin mein eigener Chef. Einmal im Jahr fahren wir für mindestens einen Monat in Urlaub, so haben wir mittlerweile alle Kontinente zusammen bereist. Wir haben in nahezu allen Belangen die gleichen Interessen. Er ist in allem das Gegenteil von Alex. Alex hatte nie was mit Frauen, geht regelmässig mit ein paar Kumpels aus, Bier trinken und Fussball ist neben dem Beruf das wichtigste. Thorsten hat in seinem ganzen Leben noch nie ein Glas Bier getrunken, hat keinerlei andere Kumpels mit denen er ausgeht und schaltet sofort weg, wenn im Fernsehen Sport kommt. Eigentlich ist es ein perfektes Leben. Wir haben in den 10 Jahren, die wir jetzt zusammen sind noch keinen einzigen Streit gehabt. Er liebt mich wirklich über alles - und ich liebe ihn ebenso und will den Rest meines Lebens mit ihm verbringen.

Aber es gibt eine Sache, die mich belastet: ich bin immer noch in Alex verknallt. Es ist genau wie zur Schulzeit, als ich nicht für eine Englisch-Klausur lernen konnte, weil ich nur an Alex denken konnte. Heute geht es mir genauso. Ich war die letzten zwei Tage völlig unproduktiv und kann nur an Alexander denken. Ich kriege ihn einfach nicht aus dem Kopf. Selbst wenn es mir gelingt aktiv alle Gedanken an ihn zu unterbinden - dann träume ich nachts von ihm. So ging es mir auf einer zweimonatigen USA-Tour mit meinem Mann. Wir waren jeden Tag woanders, es gab Tausende neue Eindrücke und war eine fantastische Reise. Ich musste nie an Alex denken - doch sobald ich einschlief hatte ich erotische Träume von Alexander. Jede Nacht! Es gab in den 20 Jahren glaube ich keine Woche, in der ich nicht mindestens eine Nacht von Alex geträumt hätte, auch wenn wir zwischendurch mal ein paar Jahre (!) keinen Kontakt hatten. Der Typ hat mir völlig den Kopf verdreht. Zur Zeit sehe ich Alex rund 2x pro Jahr. Er ist für mich wie eine Droge: Ich weiss, dass der Kontakt zu ihm nicht gut für mich ist, aber ich fühle mich unglaublich gut, fast schon berauscht, wenn ich ihn sehe oder seine Stimme höre. Allerdings habe ich unglaubliche Entzugserscheinungen (sowohl psychisch als auch physisch) wenn er dann wieder weg ist. Wobei es im Gegensatz zu früher heute ausschliesslich "Lust" ist, was Alexander angeht, denn in wirklich allen anderen Belangen ist er Thorsten haushoch unterlegen. Aber Alex ist der einzige Mann, bei dessen Anblick ich erotische Gefühle habe. Und das seit über 20 Jahren!

Alexander ist noch ein Jahr älter als ich, also 37 Jahre. Er hatte bislang noch nie eine Beziehung, nichteinmal ein Techtelmechtel mit einem Kuss. In ein paar Monaten möchte er mich in München für eine Woche besuchen. Er wird bei uns übernachten, eventuell fahre ich mit ihm auch für ein, zwei Tage in die Berge und wir nehmen uns dort ein Hotelzimmer, falls ich ihn dazu bringen kann mit mir ein Zimmer zu teilen. Ich kann es kaum abwarten, ihn zu sehen. Mein Mann weiss übrigens nicht, was ich über ihn denke. Für ihn ist es nur einer meiner ehemaligen Klassenkameraden.

Das ist schon eine verrückte Situation.... wie soll ich mich verhalten? Ich kriege Alex einfach nicht aus dem Kopf, egal was ich mache. Wie gesagt, selbst wenn ich ihn aktiv verdränge, dann sorgt mein Unterbewusstsein dafür, dass ich ihn in meinen Träumen sehe.

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1. März 2009 um 16:16

Danke für die Antwort
Also mein Mann bekommt das ganz sicher nicht raus, ich weiss dass er nicht in solchen Foren stöbert - und er hat zumindest seit er mich kennengelernt hat praktisch keinen Kontakt mehr zu anderen Menschen. Immer wenn er abends ausgeht ist das nur mit mir. Ich habe ja auch mein altes Leben in Dortmund hinter mir gelassen und alles für ihn aufgegeben. Leider habe ich in München bislang noch keine neuen Freunde gefunden und so verbringe ich meine gesamte Freizeit immer nur mit meinem Mann (und er eben seine mit mir). Wir machen praktisch alles immer zu zweit.

Und nein, ich würde niemals das Leben, was ich jetzt habe, aufgeben wollen. Ich bin mittlerweile sehr glücklich darüber, dass ich vor 20 Jahren nicht mit Alex zusammengekommen bin, denn sonst hätte ich vermutlich nie meinen Mann kennengelernt, der ja charakterlich in wirklich JEDER Hinsicht perfekt zu mir passt. Ich würde immer noch in meinem alten Job arbeiten (wo ich jeden Tag auf den Feierabend gewartet habe) und hätte auch nicht um die ganze Welt reisen können. Das verdanke ich alles Thorsten, weil er genug verdient, dass wir nicht auf zwei Gehälter angewiesen sind und mich hin und wieder mit extrem teuren Reisen beschenkt hat. Niemals würde ich dieses Leben aufgeben wollen. Und ich liebe Thorsten wirklich über alles, ich könnte mir keinen lieberen Mann vorstellen. Ich würde ihn NIE für Alex verlassen.

Aber mich belastet, dass ich Alex einfach nicht aus dem Kopf kriege. Egal was ich tue. Es gibt immer wieder Tage, an denen ich stundenlang nur an ihn denken kann. Wie gesagt er wirkt wie eine Droge auf mich - und ein (jahrelanger) "Entzug" hat ja offenbar nicht genutzt, um von ihm loszukommen. Jetzt hat der Gedanke an ein paar Tage mit Alex einen unglaublichen Reiz für mich. Insbesondere wenn wir ein Hotelzimmer zusammen nehmen. Irgendwie habe ich die Hoffnung, dass ihn das für mich "entmystifizieren" könnte. Ungefähr so als wenn man 20 Jahre von etwas geträumt hat, sich etwas vorgestellt und ausgemalt hat und dann feststellt, dass es gar nicht soooo grandios war wie man sein Leben lang geglaubt hat. Wäre das nicht eine Strategie, mit der man versuchen könnte, die Gedanken an ihn endlich loszuwerden?

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1. März 2009 um 16:18

Kann TaraHope nur zustimmen!!!
Auch Ich rate Dir ab ein Hotelzimmer mit Deinem Schwarm zu teilen!

Du hast soweit ein wundervolles Leben & wie es klingt auch nen tollen Ehemann!
Das allein ist schon schwer zu finden!

Ich kann auch aus eigener negativer Erfahrung nur raten,
Träume nicht realisieren zu wollen!

Ich hab es versucht,hab meinen tollen Mann verlassen,
für meinen Traummann, in den ich bereits 15 Jahre verliebt bin!

Mein Traum ist dennoch nicht in Erfüllung gegangen!
Ich sehne mich immer noch nach Ihm,
kann Ihn aber nicht haben!

Laß es lieber sein!
Alles Liebe für Dich!
Pechmarie

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1. März 2009 um 16:26

...
Liebe macht nicht blind.der Liebende sieht nur weit mehr als da ist.



Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm wenn andere ihn begehen.

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2. März 2009 um 2:02
In Antwort auf xavia_11907137

...
Liebe macht nicht blind.der Liebende sieht nur weit mehr als da ist.



Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm wenn andere ihn begehen.

Interessanter Spruch
... ich kannte bisher nur den ersten Teil - aber nicht den zweiten Satz.

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2. März 2009 um 10:14
In Antwort auf baylee_12045865

Danke für die Antwort
Also mein Mann bekommt das ganz sicher nicht raus, ich weiss dass er nicht in solchen Foren stöbert - und er hat zumindest seit er mich kennengelernt hat praktisch keinen Kontakt mehr zu anderen Menschen. Immer wenn er abends ausgeht ist das nur mit mir. Ich habe ja auch mein altes Leben in Dortmund hinter mir gelassen und alles für ihn aufgegeben. Leider habe ich in München bislang noch keine neuen Freunde gefunden und so verbringe ich meine gesamte Freizeit immer nur mit meinem Mann (und er eben seine mit mir). Wir machen praktisch alles immer zu zweit.

Und nein, ich würde niemals das Leben, was ich jetzt habe, aufgeben wollen. Ich bin mittlerweile sehr glücklich darüber, dass ich vor 20 Jahren nicht mit Alex zusammengekommen bin, denn sonst hätte ich vermutlich nie meinen Mann kennengelernt, der ja charakterlich in wirklich JEDER Hinsicht perfekt zu mir passt. Ich würde immer noch in meinem alten Job arbeiten (wo ich jeden Tag auf den Feierabend gewartet habe) und hätte auch nicht um die ganze Welt reisen können. Das verdanke ich alles Thorsten, weil er genug verdient, dass wir nicht auf zwei Gehälter angewiesen sind und mich hin und wieder mit extrem teuren Reisen beschenkt hat. Niemals würde ich dieses Leben aufgeben wollen. Und ich liebe Thorsten wirklich über alles, ich könnte mir keinen lieberen Mann vorstellen. Ich würde ihn NIE für Alex verlassen.

Aber mich belastet, dass ich Alex einfach nicht aus dem Kopf kriege. Egal was ich tue. Es gibt immer wieder Tage, an denen ich stundenlang nur an ihn denken kann. Wie gesagt er wirkt wie eine Droge auf mich - und ein (jahrelanger) "Entzug" hat ja offenbar nicht genutzt, um von ihm loszukommen. Jetzt hat der Gedanke an ein paar Tage mit Alex einen unglaublichen Reiz für mich. Insbesondere wenn wir ein Hotelzimmer zusammen nehmen. Irgendwie habe ich die Hoffnung, dass ihn das für mich "entmystifizieren" könnte. Ungefähr so als wenn man 20 Jahre von etwas geträumt hat, sich etwas vorgestellt und ausgemalt hat und dann feststellt, dass es gar nicht soooo grandios war wie man sein Leben lang geglaubt hat. Wäre das nicht eine Strategie, mit der man versuchen könnte, die Gedanken an ihn endlich loszuwerden?

Vielleicht das Ego?
weil du ihn nie bekommen konntest? Man möchte immer das haben, was man nicht bekommt. So ticken viele Menschen.
Ich denke noch oft an einen Ex von vor über 7 Jahren, weil ER mich verlassen hat. Da ist etwas ungeklärtes im Raum, darum denke ich noch so oft an ihn, nicht wegen ihm persönlich. Stell dir mal realistisch vor, dass dieser Alex eine totale Niete im Bett ist, wie enttäuscht du wärest, dass deine Illusion zerstört wurde?!? 20 Jahre sind ne lange Zeit.....Eine wirklich verzwickte SItuation, ich wüsch dir, dass du deine Gefühle loslassen kannst und in der Relität glücklich bist!
Grüße

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2. März 2009 um 12:38

Ich liebe meinen Mann über alles
Ich denke nicht, dass es ein Fehler war in Thorsten "Ersatz" zu suchen. Ich habe Alex ja nach auch 10 Jahren "um ihn werben" nicht bekommen. Was wäre denn die Alternative? Mein ganzes Leben ohne Beziehung zu bleiben, nur weil der, in den ich mich verknallt habe nicht wollte? Das musste ich doch akzeptieren und auch offen für was anderes sein.

Und ich liebe meinen Mann wirklich über alles, könnte mir selbst in der Fantasie keinen lieberen Mann vorstellen und ich würde ihn - selbst wenn sich die Gelegenheit ergäbe - NIEMALS für Alex verlassen. Für Alex empfinge ich Lust, Schwärmerei, Aufregung allein beim Anschauen, sexuelle Erregung - aber keine Liebe (mehr). Liebe und unendliche Zuneigung empfinde ich nur meinem Mann gegenüber. Ihn liebe ich wirklich über alles. Und da weiss ich auch dass das so bleibt. Einfach was das Sexleben angeht, erregt mich mein Mann nicht. (Hat er auch noch nie). Er hat mich auch noch nie verführt, nicht einmal unmittelbar nachdem wir uns kennengelernt haben. Dieses Gefühl mal von einem Mann "begehrt" zu werden hatte ich in meinem ganzen Leben leider noch nie. Er hat mir noch nie an den Hintern oder den Busen gefasst, die Bluse aufgeknöpft oder in irgendeiner Form gesagt, dass er Lust auf mich hätte. Wenn was läuft, dann geht die Aktion immer von mir aus. Meistens läuft es dann darauf hinaus, dass ich einen Blowjob mache - und das war es dann. Natürlich geniesst er das sehr, oft geht es eine Stunde lang, - für mich ist's rein mechanisch ohne jedes Gefühl und ich mache es nur, damit er glücklich ist und im Bett nichts vermisst. Eben weil ich ihn über alles liebe. Klassischen Sex hatten wir bislang nur in der Missionarsstellung, alles andere ist ihm zu pervers. Auch das ist für mich (zumindest mit ihm) rein mechanisch ohne jedes Lustgefühl. Also was das Nachtleben angeht ist die Situation nicht so toll - alles andere an unserer Ehe ist perfekt und könnte wirklich nicht besser sein

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2. März 2009 um 12:48
In Antwort auf baylee_12045865

Ich liebe meinen Mann über alles
Ich denke nicht, dass es ein Fehler war in Thorsten "Ersatz" zu suchen. Ich habe Alex ja nach auch 10 Jahren "um ihn werben" nicht bekommen. Was wäre denn die Alternative? Mein ganzes Leben ohne Beziehung zu bleiben, nur weil der, in den ich mich verknallt habe nicht wollte? Das musste ich doch akzeptieren und auch offen für was anderes sein.

Und ich liebe meinen Mann wirklich über alles, könnte mir selbst in der Fantasie keinen lieberen Mann vorstellen und ich würde ihn - selbst wenn sich die Gelegenheit ergäbe - NIEMALS für Alex verlassen. Für Alex empfinge ich Lust, Schwärmerei, Aufregung allein beim Anschauen, sexuelle Erregung - aber keine Liebe (mehr). Liebe und unendliche Zuneigung empfinde ich nur meinem Mann gegenüber. Ihn liebe ich wirklich über alles. Und da weiss ich auch dass das so bleibt. Einfach was das Sexleben angeht, erregt mich mein Mann nicht. (Hat er auch noch nie). Er hat mich auch noch nie verführt, nicht einmal unmittelbar nachdem wir uns kennengelernt haben. Dieses Gefühl mal von einem Mann "begehrt" zu werden hatte ich in meinem ganzen Leben leider noch nie. Er hat mir noch nie an den Hintern oder den Busen gefasst, die Bluse aufgeknöpft oder in irgendeiner Form gesagt, dass er Lust auf mich hätte. Wenn was läuft, dann geht die Aktion immer von mir aus. Meistens läuft es dann darauf hinaus, dass ich einen Blowjob mache - und das war es dann. Natürlich geniesst er das sehr, oft geht es eine Stunde lang, - für mich ist's rein mechanisch ohne jedes Gefühl und ich mache es nur, damit er glücklich ist und im Bett nichts vermisst. Eben weil ich ihn über alles liebe. Klassischen Sex hatten wir bislang nur in der Missionarsstellung, alles andere ist ihm zu pervers. Auch das ist für mich (zumindest mit ihm) rein mechanisch ohne jedes Lustgefühl. Also was das Nachtleben angeht ist die Situation nicht so toll - alles andere an unserer Ehe ist perfekt und könnte wirklich nicht besser sein

Hallo cornelia
ich finde deine Geschichte sehr ungewöhnlich, da sie einen so langen Zeitraum umfasst, kann dich andererseits aber auch verstehen.
Sexualität ist sehr wichtig, wie hältst du es nur aus, dass dein Partner dich als Frau offenbar so wenig begehrt?
Wir haben alle nur ein Leben, denk daran.
Vielleicht bereust du es irgendwann, wenn du nicht die Erfahrung machst, wie es sich anfühlt mit deiner Jugendliebe. Ich weiss ja nicht, vielleicht wird es ja eine Enttäuschung, aber immerhin hast du dann Klarheit.
Deine jetzige Situation scheint mir sehr, sehr unbefriedigend, habe doch den Mut, herauszufinden, was du wirklich willst.
Versteh mich nicht falsch, ich bin weder für Untreue noch für Heimlichkeiten, aber in diesem Fall scheint mir wichtiger, dass du mit dieser Geschichte ins Reine kommst und sie ein für allemal für dich klärst.
Wenn es "nur" moralische Bedenken sind, die dich davon abhalten, denk daran, dass man im Leben manchmal auch unkonventionelle Mittel wählen muss, wenn man wirklich glücklich sein will.
Es sei denn natürlich, du liebst dieses Schmachten und Schwärmen, wenn nicht, dann schaffe Tatsachen!
Viel Glück

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2. März 2009 um 13:16

Hallo Cornelia
...das, was Du da schreibst, kommt mir sehr, sehr bekannt vor. Ich wohne übrigens auch in München und bin in Deinem Alter. Auch ich bin mit einem Mann verheiratet, mit dem ich mich an und für sich prima verstehe. Aber die Erotik ist bei uns die allerreinste Katastrophe. Mein Mann turnt mich NULL an. Er mag nicht küssen und er mag auch keinen Oralsex und überhaupt ist alles zum gähnen langweilig. Bei uns ist auch das restliche Eheleben eher dröge, wobei wir ein Kind haben und es dadurch noch schwieriger ist. Man arrangiert sich halt, schliesslich hätte man es auch schlimmer treffen können, gell.

Bis vor ein paar Jahren habe ich auch noch immer von einem Mann geträumt, den ich mit 20 mal bei einem Auslandstrip kennenlernte. Bis auf ein Küsschen war da auch nichts und ich habe ihn auch nie wiedergesehen. Trotzdem musste ich noch Jahre an ihn denken. Warum? Weil ich unzufrieden war und bin. Die Sexualität ist ein Trieb, der sich nicht ausschalten lässt. Und auch wenn viele hier unken "wat willste denn, hast dochn geiles Leben" garantiere ich Dir, dass Du in weiteren 20 Jahren immer noch an Alex denken wirst, es sei denn, Du hast mittlerweile mal mit ihm geschlafen und gemerkt, dass es doch nur heisse Luft war. Ich würde Dir das als Kur fast empfehlen wollen.

Ansonsten kann es natürlich sein, dass ein anderer "Alex" daherkommt, oder Du, obwohl Du gemerkt hast, dass Dein ehemaliger Klassenkamerad zwar niedlich, aber eine Lusche im Bett ist, zur Auffassung kommst, dass ein Blowjob an Deinem Mann 2 x wöchentlich vorm Zubettgehen nicht die Erfüllung sein kann. Da könnte mir ja jede berufliche Selbstverwirklichung Jacke wie Hose sein.

Doch, wie es meistens so ist: Du wirst bei Deinem Mann bleiben, mit dem Du Dich so prima verstehst, und der Dir ein sorgenfreies Leben ermöglicht und der den Haushalt schmeisst. Du wirst im weiterhin den Schwanz blasen, als alternative für geilen Coitus und wirst weiterhin von Alex 1, 2 oder 3 träumen. Wetten?

Cheers, Kiki

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2. März 2009 um 16:54

Tagebuchauszug
Wenn man Glück hat sind Erortik und Sexualität Teile der Liebe. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen Singleleben und einer Beziehung, die in allen Belangen ausser im Bett grandios ist, dann würde ich immer noch die Beziehung vorziehen. Auch wenn es nicht ideal ist. Aber welche Beziehung ist schon über Jahre ideal? Es ist ein Kompromiss und man arrangiert sich halt.

Ich schreibe übrigens seit 20 Jahren Tagebuch über Alexander und bin da auf einen älteren Eintrag gestossen, in dem ich genau das Thema "Liebe oder Verliebt" ausgeführt habe. Hier ein Auszug aus dem Tagebucheintrag:

Ich habe einen interessanten Bericht im Internet gelesen, bei dem ich meine Situation in Hinblick auf Alexander sowie Thorsten wiedergefunden habe. In dem Artikel steht: Verliebte sind psychisch Gestörte, die sich irren. Sie meinen, ihr Ausnahmezustand habe etwas mit Liebe zu tun. Etwas später liest man: Mit Liebe hat Verliebtheit nicht viel zu tun. Verliebtheit ist ein Rausch der Sinnlichkeit, ein hormonelles Erdbeben, zeitlich begrenzt. Wenn wir uns verlieben, folgen wir einem Instinkt der Natur. Liebe aber ist ein Privileg des Menschen, der uner-schütterliche Glaube, für den anderen ein und alles zu sein. Wenn wir lieben, leisten wir uns den vielleicht schönsten Luxus. Dumm nur, dass wir Liebe und Verliebtheit so leicht verwechseln.

Genau über diesen Punkt habe ich auch schon nachgedacht. In Alexander bin ich verliebt Thorsten hingegen liebe ich. Da sehe ich einen grossen Unterschied. Der Artikel fährt fort: Schlauer waren die Griechen der Antike. Sie schufen zwei Götter der Liebe: Aphrodite, die Göttin der Leidenschaft, ohne Respekt vor Ehe und Familie; und Eros, den Gott der Freundschaft. Damit trennten die Griechen das, was wir verlieben nennen, sorgfältig von einer länger dauernden Liebesbeziehung. Sie ersparten sich eine Menge Ärger. Verliebte scheitern oft an übersteigerten Erwartungen von Glück und Leiden-schaft und Ewigkeit. Sie ignorieren, dass Verliebtheit kein Zustand ist, sondern im besten Fall die erste Phase einer Liebesbeziehung. Wer verknallt ist, hat einen Knall: Aus ärztlicher Sicht ist Verliebtheit eine ernsthafte, psychische Störung, wie Rene Diekstra von der Universität Leiden diagnostiziert. Bei Verliebten sei fast alles gestört: die Wahrnehmung, das Denken, das Gefühlsleben, das Verhalten. Die meisten seiner verliebten Patienten, sagt der Professor aus Deutschland, leiden an Obsessionen, aber sie leiden gern. Ausserdem sei ihr Leiden meist von kurzer Dauer, glücklicherweise. Denn: Kaum einer würde es aushalten, jahrelang verliebt zu sein. Das würde zur totalen Erschöpfung führen. Meist dauert der Ausnahmezustand drei Monate.

Den Satz mit der aus ärztlicher Sicht ernsthaften psychischen Störung finde ich interessant. Anders kann ich mir manchmal mein Handeln in Hinblick auf Alexander auch nicht erklären. Der Verstand setzt einfach aus und irgendetwas anderes tritt an Stelle des rationalen Denkens. Schuld dafür ist nach Meinung des Internetberichts ein körpereigenes Protein namens DARPP-32. Aber nur drei Monate? Bei Alexander sind es bei mir mittlerweile über 16 Jahre in denen die Wahrnehmung, das Denken und das Verhalten gestört sind.

.... geht gleich weiter....

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2. März 2009 um 16:55
In Antwort auf baylee_12045865

Tagebuchauszug
Wenn man Glück hat sind Erortik und Sexualität Teile der Liebe. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen Singleleben und einer Beziehung, die in allen Belangen ausser im Bett grandios ist, dann würde ich immer noch die Beziehung vorziehen. Auch wenn es nicht ideal ist. Aber welche Beziehung ist schon über Jahre ideal? Es ist ein Kompromiss und man arrangiert sich halt.

Ich schreibe übrigens seit 20 Jahren Tagebuch über Alexander und bin da auf einen älteren Eintrag gestossen, in dem ich genau das Thema "Liebe oder Verliebt" ausgeführt habe. Hier ein Auszug aus dem Tagebucheintrag:

Ich habe einen interessanten Bericht im Internet gelesen, bei dem ich meine Situation in Hinblick auf Alexander sowie Thorsten wiedergefunden habe. In dem Artikel steht: Verliebte sind psychisch Gestörte, die sich irren. Sie meinen, ihr Ausnahmezustand habe etwas mit Liebe zu tun. Etwas später liest man: Mit Liebe hat Verliebtheit nicht viel zu tun. Verliebtheit ist ein Rausch der Sinnlichkeit, ein hormonelles Erdbeben, zeitlich begrenzt. Wenn wir uns verlieben, folgen wir einem Instinkt der Natur. Liebe aber ist ein Privileg des Menschen, der uner-schütterliche Glaube, für den anderen ein und alles zu sein. Wenn wir lieben, leisten wir uns den vielleicht schönsten Luxus. Dumm nur, dass wir Liebe und Verliebtheit so leicht verwechseln.

Genau über diesen Punkt habe ich auch schon nachgedacht. In Alexander bin ich verliebt Thorsten hingegen liebe ich. Da sehe ich einen grossen Unterschied. Der Artikel fährt fort: Schlauer waren die Griechen der Antike. Sie schufen zwei Götter der Liebe: Aphrodite, die Göttin der Leidenschaft, ohne Respekt vor Ehe und Familie; und Eros, den Gott der Freundschaft. Damit trennten die Griechen das, was wir verlieben nennen, sorgfältig von einer länger dauernden Liebesbeziehung. Sie ersparten sich eine Menge Ärger. Verliebte scheitern oft an übersteigerten Erwartungen von Glück und Leiden-schaft und Ewigkeit. Sie ignorieren, dass Verliebtheit kein Zustand ist, sondern im besten Fall die erste Phase einer Liebesbeziehung. Wer verknallt ist, hat einen Knall: Aus ärztlicher Sicht ist Verliebtheit eine ernsthafte, psychische Störung, wie Rene Diekstra von der Universität Leiden diagnostiziert. Bei Verliebten sei fast alles gestört: die Wahrnehmung, das Denken, das Gefühlsleben, das Verhalten. Die meisten seiner verliebten Patienten, sagt der Professor aus Deutschland, leiden an Obsessionen, aber sie leiden gern. Ausserdem sei ihr Leiden meist von kurzer Dauer, glücklicherweise. Denn: Kaum einer würde es aushalten, jahrelang verliebt zu sein. Das würde zur totalen Erschöpfung führen. Meist dauert der Ausnahmezustand drei Monate.

Den Satz mit der aus ärztlicher Sicht ernsthaften psychischen Störung finde ich interessant. Anders kann ich mir manchmal mein Handeln in Hinblick auf Alexander auch nicht erklären. Der Verstand setzt einfach aus und irgendetwas anderes tritt an Stelle des rationalen Denkens. Schuld dafür ist nach Meinung des Internetberichts ein körpereigenes Protein namens DARPP-32. Aber nur drei Monate? Bei Alexander sind es bei mir mittlerweile über 16 Jahre in denen die Wahrnehmung, das Denken und das Verhalten gestört sind.

.... geht gleich weiter....

Tagebuchauszug (Fortsetzung)
...Fortsetzung...

Der Bericht schreibt weiter: Was sich im Gehirn von Verliebten abspielt, wollte auch die italienische Ärztin Donatella Marazziti wissen. Das Ergebnis ist wenig schmeichelhaft: Der Geisteszustand Verliebter ähnelt dem von Zwangsneurotikern. Donatella Marazziti untersuchte zwanzig frisch verliebte Studierende an der Universität Pisa und verglich sie mit einer Gruppe von Zwangsneurotikern. Der Ärztin waren gewisse Ähnlichkeiten im Verhalten aufgefallen. Zwar ver-brachten die Verliebten nicht jeden Tag Stunden damit zu kontrollieren, ob sie die Wohnungstür abgeschlossen hatten. Zwanghaft jedoch, nach eigenen Angaben während mindestens vier Stunden täglich, dachten sie an ihre neue Flamme. Beide Gruppen, Neurotiker wie Frischverliebte, haben einen auffälligen Mangel des Botenstoffs Serotonin, der bei psychischen Störungen eine wichtige Rolle spielt.

Seit 15 Jahren fragte ich mich, was mit mir los ist und nun hatte ich es schwarz auf weiss: Der Zustand des Verliebtseins gleicht einer ernsthaften psychischen Störung und lässt einen zum Zwangsneurotiker werden.

Für Thorsten habe ich mich aus Vernunft entschieden ich war ja genau nicht in ihn verliebt, was mich damals schon wunderte. Da war nie dieses aufregende Gefühl, was ich bei Alexander spürte. Und genau das scheint nach dem Internetbericht ein guter Garant für eine langjährige Partnerschaft. Heiratet man nämlich aus einer Phase der Verliebtheit (während das Gehirn nicht richtig funktioniert), dann kommt es früher oder später zur Ernüchterung. Das jedenfalls sagt der Fachartikel: Psychisch gestört, hormonell geschüttelt sobald der Rausch die vernebelten Sinne wieder freigibt, bricht die Realität mit ihrer ganzen Banalität über die Verliebten herein. Von einem Tag auf den anderen verwandelt sich der feinfühlige, zurückhaltende Liebhaber in einen ätzenden Langweiler. Und die temperamentvolle, selbstbewusste Geliebte wird über Nacht zur egoistischen Nörglerin. Sofern die Partner nicht entnervt den Bettel schmeissen, beginnt nun das Leidenskapitel der Liebesgeschichte.

Und genau das wird bei Thorsten und mir nicht passieren denn in ihn war ich nie so verliebt wie ich es in Alexander war und offenbar auch heute noch bin. Daher kann es auch nicht zu dieser Phase der Enttäuschung kommen. Zu Liebe schreibt der Artikel: Was ein Paar nun zusammenhält, ist ihre ganz persönliche Vorstellung von Liebe. Jedes Paar macht mit der Liebe, was es will. Liebe ist ein starkes Gefühl der Zuneigung, des Hingezogenseins, meint der Duden. Liebe ist aber auch Anhänglichkeit, Herzlichkeit, Hingabe, Sex und hundert schöne Dinge mehr. Liebe ist, was zwei Menschen daraus machen. Das charakterisiert schon mehr meine Beziehung zu Thorsten. Es ist mehr ein Gefühl der Zuneigung und dass wir zusammen schöne Sachen erleben, spannende Urlaube, schöne Ausflüge oder auch einfach einen gemütlichen Filmabend zu zweit. Dass man füreinander ein Leben lang da ist und sich das Leben zu zweit so schön wie möglich gestaltet.

Der Artikel endet mit dem Statement: Leidenschaft und Ewigkeit vertragen sich schlecht. Leidenschaft hat eine Halbwertszeit von höchstens ein paar Jahren. Dann schleicht sie eines Tages lautlos durch die Hintertüre davon. Vorbei an Amor, der sich die Augen reibt den Köcher voller Pfeile, die am richtigen Leben vorbeizielen. Gut 200 Jahre nach Erfindung der romantischen Liebe ist es Zeit, der Realität ins Auge zu blicken: Ewige Liebe dauert heute eher drei als dreissig Jahre.

Hier würde ich dem Artikel widersprechen ich liebe Thorsten nach 8 Jahren noch genauso wie im ersten Jahr und ich bin sicher, dass es auch in weiteren 8 Jahren noch der Fall sein wird. Aber es ist eben Liebe und nicht Verliebtheit. Es ist Zuneigung und nicht Begehren. Um so schwieriger ist für mich der Spagat, einen Mann wirklich und von ganzem Herzen über alles zu lieben aber in einen anderen verknallt zu sein.

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2. März 2009 um 17:58

Omg
was soll man dazu noch sagen????
daß Thorsten ne Flasche ist...?
daß man mal wieder sehen kann, das die Weiber wirklich nie, nie, nie zufrieden sind ?
daß man den Frauen bloß nie geben soll was sie wollen ?
daß Alex schwul ist ?
...du wirst es schon falsch machen....ganz sicher

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2. März 2009 um 18:00
In Antwort auf xavia_11907137

...
Liebe macht nicht blind.der Liebende sieht nur weit mehr als da ist.



Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm wenn andere ihn begehen.

Nana
Liebe ist ein Trick der Natur, damit wir beisammenbleiben bis der Nachwuchs aus dem Gröbsten raus ist.

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2. März 2009 um 18:04
In Antwort auf baylee_12045865

Danke für die Antwort
Also mein Mann bekommt das ganz sicher nicht raus, ich weiss dass er nicht in solchen Foren stöbert - und er hat zumindest seit er mich kennengelernt hat praktisch keinen Kontakt mehr zu anderen Menschen. Immer wenn er abends ausgeht ist das nur mit mir. Ich habe ja auch mein altes Leben in Dortmund hinter mir gelassen und alles für ihn aufgegeben. Leider habe ich in München bislang noch keine neuen Freunde gefunden und so verbringe ich meine gesamte Freizeit immer nur mit meinem Mann (und er eben seine mit mir). Wir machen praktisch alles immer zu zweit.

Und nein, ich würde niemals das Leben, was ich jetzt habe, aufgeben wollen. Ich bin mittlerweile sehr glücklich darüber, dass ich vor 20 Jahren nicht mit Alex zusammengekommen bin, denn sonst hätte ich vermutlich nie meinen Mann kennengelernt, der ja charakterlich in wirklich JEDER Hinsicht perfekt zu mir passt. Ich würde immer noch in meinem alten Job arbeiten (wo ich jeden Tag auf den Feierabend gewartet habe) und hätte auch nicht um die ganze Welt reisen können. Das verdanke ich alles Thorsten, weil er genug verdient, dass wir nicht auf zwei Gehälter angewiesen sind und mich hin und wieder mit extrem teuren Reisen beschenkt hat. Niemals würde ich dieses Leben aufgeben wollen. Und ich liebe Thorsten wirklich über alles, ich könnte mir keinen lieberen Mann vorstellen. Ich würde ihn NIE für Alex verlassen.

Aber mich belastet, dass ich Alex einfach nicht aus dem Kopf kriege. Egal was ich tue. Es gibt immer wieder Tage, an denen ich stundenlang nur an ihn denken kann. Wie gesagt er wirkt wie eine Droge auf mich - und ein (jahrelanger) "Entzug" hat ja offenbar nicht genutzt, um von ihm loszukommen. Jetzt hat der Gedanke an ein paar Tage mit Alex einen unglaublichen Reiz für mich. Insbesondere wenn wir ein Hotelzimmer zusammen nehmen. Irgendwie habe ich die Hoffnung, dass ihn das für mich "entmystifizieren" könnte. Ungefähr so als wenn man 20 Jahre von etwas geträumt hat, sich etwas vorgestellt und ausgemalt hat und dann feststellt, dass es gar nicht soooo grandios war wie man sein Leben lang geglaubt hat. Wäre das nicht eine Strategie, mit der man versuchen könnte, die Gedanken an ihn endlich loszuwerden?

...
wenn du die Geschichte in einem Hotelzimmer löst, hast du kein Glück verdient, ... !!! Schon wie du darüber nachdenkst ist voll scheisse......
Egoschlampe, aber wirklich, fall auf die Schnauze!

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2. März 2009 um 19:07

Super Beispiel...
Der Unterschied zwischen Männern und Frauen:

"Ich war mit 16 das erste Mal richtig verknallt....Ich liess ihn das auch ...wissen...aber es kam nie zum Kuss oder ähnlichem.
Dann begegnete ich einem anderen Mann, Er liebt mich wirklich über alles - und ich liebe ihn ebenso und will den Rest meines Lebens mit ihm verbringen.
Eigentlich ist alles perfekt.
In ein paar Monaten möchte er mich in München für eine Woche besuchen. Er wird bei uns übernachten, eventuell fahre ich mit ihm auch für ein, zwei Tage in die Berge und wir nehmen uns dort ein Hotelzimmer, ...wie soll ich mich verhalten?"

Damit wär alles gesagt. Aber nein, es werden noch 80 !!!!! Zeilen Blabla angefügt.
Wär die Frage von einem Mann, würden jetzt Antworten kommen wie:

"Du bist ein schwanzgesteuertes egoistisches ...

oder:

"Setz bloß nicht deine Superbeziehung aufs Spiel für eine naive Illusion"

oder:

"Dürfte mittlerweile klar sein das dein alter Freund nix von dir will"

Aber es sind ja die Weiber unter sich. Daher haben alle voll fett Verständnis, und es geht natürlich um unerfüllte Träme (superwichtigjafastheilig) und Selbstverwirklichung und Seeehhhhnsucht (seufz). Da sagt man nicht das sie eine egoistische, mösengesteuerte Wanderschlampe ist. Immerhin wurde Antwort Nummer 2 gegeben....wenn auch nicht in einem Satz....

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2. März 2009 um 19:17

Aber...
...ich will mal nicht so sein. Weil ich eine ähnliche Erfahrung habe will ich dir einen Rat geben.
Ich arbeitete als Host auf der Expo 2000, da hab ich eine wundervolle Chinesin kennengelernt. Sie war ....blabla...und wir haben immer...blabla.... wir mochten uns sehr. Am Ende gab sie mir ihre Telefonnummer, doch...blabla...ich verlor diese. Ich hab sie nie wieder gesehen. Und, klar, ich denke sehr oft an sie. Denn sie ist ... blabla...die einzige Frau, mit der ich nicht in die Öde des Alltags abgestiegen bin, so das sie immer die wundervolle Phantasie bleiben kann, die sie für mich war.
Alles klar? Gruß Marcus

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2. März 2009 um 23:33

Ganz so ist es ja nicht...
"Ich würde es dabei belassen,denn möglicherweise ist Alex verheiratet, hat Kinder, ist glücklich und lebt sein Leben."

- Das ist er eben nicht. Ich habe ja sporadisch noch Kontakt mit ihm. Wir sehen uns im Moment so im Durchschnitt an 2 Abenden pro Jahr, wenn ich meinen Vater in Dortmund besuche. Alex hat bislang noch gar keine Beziehung gehabt. Absolut nix, nichtmal irgendein Techtelmechtel. Vor zwei Jahren (im Alter von 35) ist er bei seiner Mutter ausgezogen und hat seidem eine eigene Wohnung. Aber immer noch keine Beziehung.

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3. März 2009 um 12:32

Liebe vs. Verliebtsein
Leider weiss ich nicht, wieso die Botenstoffe, die Verliebtsein auslösen irgendwann verschwinden. Ich hab das übrigens auch noch nie bei mir selbst erlebt... bin ja seit 20 Jahren "verknallt" und es hat nie aufgehört obwohl ich mir immer sagte, irgendwann werde ich darüber hinweg kommen. Ich habe aber noch nie selbst erlebt, dass man jemanden liebt - und dass das irgendwann weg geht. Ich liebe meinen Mann heute vermutlich sogar noch mehr als zum Zeitpunkt unserer Hochzeit. Und bei ihm halte ich es für Liebe (allerdings ohne die erotischen Begleiterscheinungen). Bei Alex hingegen ist's vermutlich vorwiegend Chemie und Biologie, denn charakterlich passen wir viel weniger zusammen. Da spielen einfach die Hormone verrückt, deswegen tickt der Körper völlig aus. Aber das ist meiner Meinung nach nicht echte Liebe, das ist eben nur "veliebt sein", ein hormonell bedingter Ausnahmezustand, der mit echter Liebe nichts zu tun hat - die meisten Menschen verwechseln diese beiden Zustände.

Dass ein Merkmal von Liebe Ausschliesslichkeit sein soll bezweifle ich übrigens sehr. Das ist allenfalls eine persönliche Definition, aber ganz sicher kein "Merkmal" von Liebe. Liess mal das: http://de.wikipedia.org/wiki/Polyamory

Dass eine wichtige Basis Vertrauen ist, der Meinung hingegen bin ich auch.

Gruss
Conny

PS: Zur Frage, ob man mehr als einen lieben kann gibt es einen interessanten Songtext:

I heard a woman talking
And to me what she said just made sense
She was lamenting the state of affairs
How some people can be so dense
She said she had three wonderful children
Two girls and their little brother
And nobody gave her problems for loving
Each child as much as the other

(Chorus)
But they'll say you are bad
Or perhaps you are mad
Or at least you should stay undercover
Your mind must be bare
If you would dare
To think you can love more than one lover

I really dig the redwood forests
But the desert makes me want to sing
And those little Irish villages
When the churchbells ring
I like to busk in Boston
And hang out in the cafes in Berlin
Yes, I like lots of different places
And nobody tells me it's a sin

(Chorus)

I like Italian espresso
But I also like French wine
And now and then that BC bud
Leaves me feeling oh so fine
I like to get a buzz sometimes
I like sobriety
Most people understand this
They also like variety

(Chorus)

Each one of the four seasons
Leaves me feeling good
Sitting in the shade in summer
In the winter chopping wood
Sometimes I love cloudy days
But I also dig the sun
But I don't think I'm crazy
For having so much fun

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3. März 2009 um 12:58
In Antwort auf fred_12496534

Aber...
...ich will mal nicht so sein. Weil ich eine ähnliche Erfahrung habe will ich dir einen Rat geben.
Ich arbeitete als Host auf der Expo 2000, da hab ich eine wundervolle Chinesin kennengelernt. Sie war ....blabla...und wir haben immer...blabla.... wir mochten uns sehr. Am Ende gab sie mir ihre Telefonnummer, doch...blabla...ich verlor diese. Ich hab sie nie wieder gesehen. Und, klar, ich denke sehr oft an sie. Denn sie ist ... blabla...die einzige Frau, mit der ich nicht in die Öde des Alltags abgestiegen bin, so das sie immer die wundervolle Phantasie bleiben kann, die sie für mich war.
Alles klar? Gruß Marcus

Ich will dir mal was sagen
du bist für mich menschlich ganz weit unten angesiedelt......


dieser betrug über die ganzen jahre deinem mann gegenüber, denkst wahrscheinlich beim sex auch an dem typen ....

und dein armer mann weiss von nix und nun hoffst und planst du den typen auch im hotelzimmer ins bett zu kriegen...


du bist ne feige ... .. feige dem typen zu sagen was du willst, wie du denkst und deinem mann gegenüber auch.....


ich hasse menschen deines schlages....

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3. März 2009 um 13:03
In Antwort auf beate_12038877

Hallo Cornelia
...das, was Du da schreibst, kommt mir sehr, sehr bekannt vor. Ich wohne übrigens auch in München und bin in Deinem Alter. Auch ich bin mit einem Mann verheiratet, mit dem ich mich an und für sich prima verstehe. Aber die Erotik ist bei uns die allerreinste Katastrophe. Mein Mann turnt mich NULL an. Er mag nicht küssen und er mag auch keinen Oralsex und überhaupt ist alles zum gähnen langweilig. Bei uns ist auch das restliche Eheleben eher dröge, wobei wir ein Kind haben und es dadurch noch schwieriger ist. Man arrangiert sich halt, schliesslich hätte man es auch schlimmer treffen können, gell.

Bis vor ein paar Jahren habe ich auch noch immer von einem Mann geträumt, den ich mit 20 mal bei einem Auslandstrip kennenlernte. Bis auf ein Küsschen war da auch nichts und ich habe ihn auch nie wiedergesehen. Trotzdem musste ich noch Jahre an ihn denken. Warum? Weil ich unzufrieden war und bin. Die Sexualität ist ein Trieb, der sich nicht ausschalten lässt. Und auch wenn viele hier unken "wat willste denn, hast dochn geiles Leben" garantiere ich Dir, dass Du in weiteren 20 Jahren immer noch an Alex denken wirst, es sei denn, Du hast mittlerweile mal mit ihm geschlafen und gemerkt, dass es doch nur heisse Luft war. Ich würde Dir das als Kur fast empfehlen wollen.

Ansonsten kann es natürlich sein, dass ein anderer "Alex" daherkommt, oder Du, obwohl Du gemerkt hast, dass Dein ehemaliger Klassenkamerad zwar niedlich, aber eine Lusche im Bett ist, zur Auffassung kommst, dass ein Blowjob an Deinem Mann 2 x wöchentlich vorm Zubettgehen nicht die Erfüllung sein kann. Da könnte mir ja jede berufliche Selbstverwirklichung Jacke wie Hose sein.

Doch, wie es meistens so ist: Du wirst bei Deinem Mann bleiben, mit dem Du Dich so prima verstehst, und der Dir ein sorgenfreies Leben ermöglicht und der den Haushalt schmeisst. Du wirst im weiterhin den Schwanz blasen, als alternative für geilen Coitus und wirst weiterhin von Alex 1, 2 oder 3 träumen. Wetten?

Cheers, Kiki

Hotaffair
dann änder was, trenne dich von deinem mann aber jammer nicht rum, denn so schlimm kann es ja wohl nicht sein !?


aber lass mich raten, haus, hund, kind zuliebe willst du das nicht....


typisch frau, ein versorgtes zu hause haben wollen und es dann hinterücks treiben wie ein tier !!!


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3. März 2009 um 13:05
In Antwort auf fred_12496534

Super Beispiel...
Der Unterschied zwischen Männern und Frauen:

"Ich war mit 16 das erste Mal richtig verknallt....Ich liess ihn das auch ...wissen...aber es kam nie zum Kuss oder ähnlichem.
Dann begegnete ich einem anderen Mann, Er liebt mich wirklich über alles - und ich liebe ihn ebenso und will den Rest meines Lebens mit ihm verbringen.
Eigentlich ist alles perfekt.
In ein paar Monaten möchte er mich in München für eine Woche besuchen. Er wird bei uns übernachten, eventuell fahre ich mit ihm auch für ein, zwei Tage in die Berge und wir nehmen uns dort ein Hotelzimmer, ...wie soll ich mich verhalten?"

Damit wär alles gesagt. Aber nein, es werden noch 80 !!!!! Zeilen Blabla angefügt.
Wär die Frage von einem Mann, würden jetzt Antworten kommen wie:

"Du bist ein schwanzgesteuertes egoistisches ...

oder:

"Setz bloß nicht deine Superbeziehung aufs Spiel für eine naive Illusion"

oder:

"Dürfte mittlerweile klar sein das dein alter Freund nix von dir will"

Aber es sind ja die Weiber unter sich. Daher haben alle voll fett Verständnis, und es geht natürlich um unerfüllte Träme (superwichtigjafastheilig) und Selbstverwirklichung und Seeehhhhnsucht (seufz). Da sagt man nicht das sie eine egoistische, mösengesteuerte Wanderschlampe ist. Immerhin wurde Antwort Nummer 2 gegeben....wenn auch nicht in einem Satz....


.. dem kann ich leider nur noch beipflichten.

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3. März 2009 um 13:48
In Antwort auf thesun25

Hotaffair
dann änder was, trenne dich von deinem mann aber jammer nicht rum, denn so schlimm kann es ja wohl nicht sein !?


aber lass mich raten, haus, hund, kind zuliebe willst du das nicht....


typisch frau, ein versorgtes zu hause haben wollen und es dann hinterücks treiben wie ein tier !!!


Du verstehst es nicht...
Offenbar hast Du nicht alles gelesen - oder es einfach nicht verstanden.

Ich würde mich nie von meinem Mann trennen, denn ihn liebe ich im Gegensatz zu Alex (bei dem es "nur" ein chemisch-biologischer Hormoncocktail ist, der mich Gefühle zu ihm haben lässt).

Du wirst mir zudem vor, dass ich "feige" sei weil ich es Alex und Thorsten nicht sage. Also Alex weiss seit 20 Jahren, dass ich in ihn verknallt bin. Ich lasse ihn das auch immer wieder sehr deutlich merken. Bei jeder Begegnung. Trotzdem ging er bislang nicht darauf ein - aber geht trotzdem kein bisschen auf Abstand sondern sucht den Kontakt, will mich sogar besuchen und bei mir übernachten. Und Thorsten will ich es nicht sagen, um ihn nicht zu verletzen. Er liebt mich über alles. Seine ganze Welt würde zusammenbrechen. Wir werden gemeinsam alt werden, das ist für ihn so klar wie für mich. Das wollen wir beide. Warum ihn dann damit belasten und verletzen?

Und ausserdem: Ich frage mich wie viele Personen beim Sex wirklich an den Partner denken, den sie vor sich haben . Viele denken doch an irgendwas, was sie erregt, auch wenn das nicht der eigene Partner ist, oder? Ich würde es jedenfalls nicht als "Betrug" sehen, wenn der Partner beim Sex an etwas anderes erregendes denkt. Sehr viele haben irgendwelche Dominanzfantasien oder Fetisch-Fantasien oder was weiss ich was - jedenfalls nichts, in das der Partner involviert wäre.

PS: "es hinterrücks treiben wie ein Tier".... also um kurz festzuhalten: ich hatte bislang ausschliesslich sexuelle Beziehungen zu Thorsten und hatte noch nie etwas mit einem anderen Mann (auch vor unserer Beziehung nicht). Thorsten hat mich aber noch nie verführt oder in irgendeiner Weise umworben oder sexuell begehrt. Auch nicht vor unserer Hochzeit. Und ja, wenn ich die Gelegenheit hätte, mit Alex eine Nacht zu verbringen, würde ich vermutlich nicht nein sagen können. Aber bislang ist das eine Fantasie bzw. ein Wunschtraum. Ob das real wird hängt von Alex ab. Ich war ihm gegenüber was meine Gefühle angeht immer ehrlich - aber er hat mir noch nie gesagt, was er denkt.

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