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Unsichere bzw. zwiegespaltene Gefühle

9. November 2013 um 11:37

Hallo ihr lieben,
ich bin 22 Jahre alt und seit 4,5 Jahren mit meinem Freund zusammen, ebenfalls 22. Wir kennen uns noch aus der Schulzeit und mittlerweile studieren wir, wohnen aber beide noch bei den Eltern zuhause.
Er ist mein erster richtiger Freund, sag ich mal.
Nach 4,5 Jahren ist natürlich eine gewisse Routine reingekommen, was normal ist. Mein Problem ist aber, dass ich mich zur Zeit oft frage, ist er der richtige? Klar ich bin noch "jung", aber trotzdem interessiert es mich einfach. Ich freue mich eigentlich immer ihn zu sehen, was mit ihm zu machen, wir können auch gut reden, was für mich auch wichtig ist in einer Beziehung. Aber wie soll ich wissen, ob er der richtige ist, wenn er sozusagen, meine erste große Liebe ist/war und ich sonst nie anderweitige Erfahrungen gesammelt habe?
Aber ich kann ja logischerweise auch nicht sagen, schatz ich suche mir mal noch andere Kerle, damit ich sehe ob du "besser" bist oder nicht... Zum Schluss bereue ich es, und er ist/war wirklich der richtige. Aber ich habe auch Angst, dass ich mir die Gefühle nur schön rede und davor Angst habe, keinen Partner mehr in der großen weiten Welt zu finden...

Versteht ihr mein Problem?
Was meint ihr dazu?
Wäre über Meinungen sehr dankbar!!

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9. November 2013 um 17:27


Eigentlich ja! Ich bin glücklich mit ihm, aber ich unglücklich mit der Situation...
Aber ich kann es mir so schwer vorstellen, mit einem (!) Mann sag ich mal 60 Jahre zusammen auszukommen. Und vor allem wenn man nie einen Vergleich hatte.

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11. November 2013 um 15:13

Danke
Schonmal fürs zuhören und die Meinungen dazu.

Allerdings muss ich sagen, ich weiß nicht wirklich, wo genau mein Problem liegt. Am "Bett" kann es nicht liegen, ich sag mal da läuft es eig ganz gut. Und sonst von den Wertvorstellungen, ich meine es gibt nicht soo viele Paare, die haargenau die gleichen Interessen verfolgen, das ist bei uns genauso. Er studiert Jura, ich studier Lehramt...
Er ist zur Zeit auf den Geschmack gekommen, viele Bergtouren, Gletscherwanderungen und so Zeug zu machen. Alles Sachen, die für mich nicht wirklihc in Frage kommen, weil ich generell nicht so die Wintersportlerin bin. Für dieses Hobby kann er auch ein Haufen Geld ausgeben, so ein Lawinenpiepser, Airbag-Rucksack, gute Schuhe (die du brauchst), kosten alle gern mal je 400 euro mindestens. Alles so viel Geld, aber seine Eltern unterstützen ihn da voll, er soll was von der Welt sehen, man lebt nur einmal. Generell macht er viele solche Reisen, war schon in Kuba, Kolumbien, Peru, Bolivien usw.
Eine Lebenseinstellung die ich so nie kannte. Meinen Eltern geht es finanziell nicht schlecht, normale Mittelklasse. Dadurch dass meine Mutter aber erst 20 war, als sich meine Schwester ankündigte, war es bei uns immer schwer uind man musste auf das Geld achten. Wir waren diese typischen Gardasee-Urlauber oder Österreich oder sowas, aber nie raus in die weite Welt. Tunesien war das weiteste. Da sind wir schonml grundverschieden.

Ich glaube wovor ich am meisten Angst habe, dadurch dass er Jura studiert, wie das mit einer Beziehung vereinbar ist, insbesondere wenn er richtig arbeitet.
Ich habe Angst einen Mann zu haben (also nur falls es soweit kommt), der in der früh um 7 geht und abends um 20 uhr wiederkommt, isst und dann ins Bett geht. Wo bleibt das Eheleben?
Und vor allem falls auch Kindr kommen sollten, dass die Erziehung nur an mir hängen bleibt...

Habe schon mit ihm drüber gesprochen, aber er hat in dem Punkt recht, dass er noch nicht weiß, wie es in 5 Jahren aussieht, ob er Anwat/Richter oder ähnliches wird...

Das sind jetzt alles nur Vermutungen, aber vllt kommen die Bedenken davon...

@seelenandeuter: ich glaub, sowas kann ich nicht. ich habe bei jeder sache ein schlechtes gewissen, was man mir sofort anmerkt. Er würde es merken... Glaub ich würde das nicht wollen, verlange ja von ihm das gleiche...

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11. November 2013 um 15:20
In Antwort auf tweeedy

Danke
Schonmal fürs zuhören und die Meinungen dazu.

Allerdings muss ich sagen, ich weiß nicht wirklich, wo genau mein Problem liegt. Am "Bett" kann es nicht liegen, ich sag mal da läuft es eig ganz gut. Und sonst von den Wertvorstellungen, ich meine es gibt nicht soo viele Paare, die haargenau die gleichen Interessen verfolgen, das ist bei uns genauso. Er studiert Jura, ich studier Lehramt...
Er ist zur Zeit auf den Geschmack gekommen, viele Bergtouren, Gletscherwanderungen und so Zeug zu machen. Alles Sachen, die für mich nicht wirklihc in Frage kommen, weil ich generell nicht so die Wintersportlerin bin. Für dieses Hobby kann er auch ein Haufen Geld ausgeben, so ein Lawinenpiepser, Airbag-Rucksack, gute Schuhe (die du brauchst), kosten alle gern mal je 400 euro mindestens. Alles so viel Geld, aber seine Eltern unterstützen ihn da voll, er soll was von der Welt sehen, man lebt nur einmal. Generell macht er viele solche Reisen, war schon in Kuba, Kolumbien, Peru, Bolivien usw.
Eine Lebenseinstellung die ich so nie kannte. Meinen Eltern geht es finanziell nicht schlecht, normale Mittelklasse. Dadurch dass meine Mutter aber erst 20 war, als sich meine Schwester ankündigte, war es bei uns immer schwer uind man musste auf das Geld achten. Wir waren diese typischen Gardasee-Urlauber oder Österreich oder sowas, aber nie raus in die weite Welt. Tunesien war das weiteste. Da sind wir schonml grundverschieden.

Ich glaube wovor ich am meisten Angst habe, dadurch dass er Jura studiert, wie das mit einer Beziehung vereinbar ist, insbesondere wenn er richtig arbeitet.
Ich habe Angst einen Mann zu haben (also nur falls es soweit kommt), der in der früh um 7 geht und abends um 20 uhr wiederkommt, isst und dann ins Bett geht. Wo bleibt das Eheleben?
Und vor allem falls auch Kindr kommen sollten, dass die Erziehung nur an mir hängen bleibt...

Habe schon mit ihm drüber gesprochen, aber er hat in dem Punkt recht, dass er noch nicht weiß, wie es in 5 Jahren aussieht, ob er Anwat/Richter oder ähnliches wird...

Das sind jetzt alles nur Vermutungen, aber vllt kommen die Bedenken davon...

@seelenandeuter: ich glaub, sowas kann ich nicht. ich habe bei jeder sache ein schlechtes gewissen, was man mir sofort anmerkt. Er würde es merken... Glaub ich würde das nicht wollen, verlange ja von ihm das gleiche...

Sorry
ich meine natürlich, da meine Mutter SCHON mit 20 schwanger geworden ist...

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11. November 2013 um 16:23


Kann gut sein, dass die Angst einfach von diesen finanziellen Werten kommt, aber auch vor der "familiären Zukunft".
Wenn ich beispielsweise einen Lehrer als Mann hätte, dann wäre da nicht so dieses Arbeitszeitenproblem... Aber als Jurist... Er hat glaube ich vor (weiß nicht ob nur Jux und Gaudi oder wirklich) ein Jahr in einer Großkanzlei zu arbeiten, also wirklich nur arbeiten, eine X h Woche aber dafür auch wirklich eine Menge Geld zu verdienen und das dann wieder abzubauen.

Kinder will er, heiraten auch, in sofern sind wir uns einig. Er strebt Kinder mit ca. 30 an, ich eher schon mit 27 (sobald mein Ref. fertig ist). Gut das sind jetzt 3 Jahre, was auch immer man davon halten soll.
Aber dieses ganze Kind-Heirat-Gerede will er nicht, weil er meint er ist noch nicht so weit. Auch ok, weil ich will jetzt auch noch nicht heiraten und Kinder auch nicht.
Und ich weiß auch, dass wenn wirklich mal Kinder im Anmarsch sein sollten, kann er Bergoturen nicht mehr machen und auch nicht diese ausgeprägten Reisen. Als Jurist haste auch keine 50 Tage Urlaub.

Ich glaube, ich habe einfach angst vor der Zukunft, Angst vor dem Scheitern. Angst, dass ich nicht 60 Jahre mit einem (!) mann zusammenleben kann, Angst, dass meine Kinder nicht in einem guten Haushalt aufwachsen, Angst die falschen Entscheidungen zu treffen...

Wie heißt es so schön: gegensätze ziehen sich an aber auch gleich und gleich gesellt sich gern...

ich weiß einfach nciht, was stimmt

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13. November 2013 um 14:06

Mal anders gefragt:
würde es dich glücklicher stimmern, wenn er beschließe, Profi-Skifahrer oder Surfer zu werden? Da hättest du keine Routine, aber auch nicht die Gewissheit, wann Geld ins Haus kommt. Sicher, das könntest du ja verdienen. Wäre das gut für dich? Ich wette, nicht.

Der Punkt ist, du machst dir im Voraus Gedanken über ungelegte Eier. Ist grundsätzlich nicht verkehrt, denn du weißt sicher, wieviele solcher "Erstbeziehungen" scheitern, weil man sich eben weiter entwickelt.

Meine Hausärztin beispielsweise ist seit nun 40 Jahren mit ihrer ersten großen Schulliebe zusammen. Sie ist 56.
Die Schwester meines Freundes hatte gerade mit ihrem jetzigen Mann (sie sind erst 8 Jahre verheiratet) ihr 25. jähriges Kennenlernen.
und sicher gibt es noch zig weitere Beispiele dafür, warum auch Beziehungen halten können, die früh geschlossen wurden.

Wenn du unglücklich oder unzufrieden bist, ok. Doch selbst dann rate ich dir, dich zu fragen, warum? Kann man es ändern oder beheben?

Wenn du aber grundsätzlich keine Zukunft in dieser Beziehung siehst, glaubst, ihr hättet euch in verschiedene Richtungen entwickelt, dann musst du Konsequenzen daraus ziehen.
Wobei ich dir ehrlich sage: nur, weil ein Mensch mit Anfang zwanzig gewisse Affinitäten, Vorlieben und Neigungen entwickelt, ist das längst kein Zeichen für Dauerhaftigkeit.
Ich wollte mit 20 Lehrerin werden und finde heute, das ist der letzte Beruf auf der Wlelt

Die Frage ist also, möchtest du dich trennen und suchst einen Grund, oder hast du einen Grund und weißt nicht, wie du dich trennen sollst.
Aber das weißt nur du.

Alles Gute,
Rullgardina

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