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Unsere Liebe verwelkt *schnief*

10. Juli 2003 um 10:50

Guten Morgen ihr Lieben, ich hab da was auf dem Herzen, wo ihr mir helfen könntet:

Ich bin mittlerweile 2 1/2 Jahre mit meinem Freund zusammen.
Er war und ist meine große Liebe.
Zwischendurch waren wir 2x getrennt, was unserer Beziehung beim Neustart immer einen neuen Kick gegeben hat!
Jetzt sind wir glücklich, es ist harmonisch, wir lieben uns immer mehr aber irgendwie fehlt was!
Früher wäre ich am liebsten immer und überall über ihn hergefallen, der Sex war einfach, naja perfekt.
Jetzt habe ich das Gefühl, dass wir uns immer mehr lieben, mehr kuscheln, mehr Vertrauen,
aber irgendwie fehlt das Feuer!

Wahrscheinlich ist das normal, dass mit der Zeit die Schmetterlinge davonfliegen, und eine tiefe Verbundenheit an die Stelle tritt, aber ich kann nicht mit ansehen, was aus dieser aufregenden Liebe wird!

Muss dazu sagen, dass wir uns viel einfallen lassen:
Getrennt weggehen, Überraschungen, süße SMS, ein Strip oder sexy Unterwäsche.

Aber irgendwie wird es immer unaufregender.
Ist irgendwie so, als ob man die schönste Blume der Welt besitzt und zusehen muss, wie sie verwelkt.
Gut man hat dann die schönste Trockenblume der Welt, aber sie war doch mal so schön frisch!

Ich hoffe ihr versteht, was ich meine und die ein oder andere kann mir Tips geben oder wenigsten die positiven Seiten aufzeigen, die ich im Moment nicht sehe!

Danke im vorraus

Cin
In Love

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10. Juli 2003 um 10:56

Liebe Cindy23,

ist dir diese tiefe Verbundenheit nicht wichtiger, als andauernd über deinen Freund herzufallen?

Mir ist es lieber, ich kann mich auf meinen Freund verlassen, ich weiß, er ist für mich da, wir schauen uns an und manchmal weiß ich ganz genau was er denkt und umgekehrt... dieses Gefühl der Liebe... der wirklichen Liebe ist mir viel wichtiger, als ständig meinem Freund an die Wäsche gehn zu müssen... außerdem Qualität ist immer noch besser als Quantität... oder wie war das ?

Du schreibst das so, als wenn eure Liebe dahin schwindet, als wenn es schlecht wäre, dass jetzt diese tiefe Verbundenheit anstatt des täglichen wilden Sex zu euch gehört... ich mein, ihr liebt euch doch noch oder nicht?

Liebe Grüße, Lisa...

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10. Juli 2003 um 11:22

Hallo cindy
so wie du dachte ich früher auch mal. habe diesem "verfall" nachgetrauert und nicht erkannt, was wirklich wichtig ist.

wenn du diesen kick unbedingt brauchst: verbringt ab und an die wochenenden getrennt.

h.

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10. Juli 2003 um 11:42
In Antwort auf genna_12886650

Liebe Cindy23,

ist dir diese tiefe Verbundenheit nicht wichtiger, als andauernd über deinen Freund herzufallen?

Mir ist es lieber, ich kann mich auf meinen Freund verlassen, ich weiß, er ist für mich da, wir schauen uns an und manchmal weiß ich ganz genau was er denkt und umgekehrt... dieses Gefühl der Liebe... der wirklichen Liebe ist mir viel wichtiger, als ständig meinem Freund an die Wäsche gehn zu müssen... außerdem Qualität ist immer noch besser als Quantität... oder wie war das ?

Du schreibst das so, als wenn eure Liebe dahin schwindet, als wenn es schlecht wäre, dass jetzt diese tiefe Verbundenheit anstatt des täglichen wilden Sex zu euch gehört... ich mein, ihr liebt euch doch noch oder nicht?

Liebe Grüße, Lisa...

Korrektur!
Ja, ich liebe ihn über alles! Mit ihm könnte ich mir später Kinder vorstellen!!!
Ich meinte auch nicht das die Liebe größer wird und der Sex schlechter.
Das ist eigentlich das kleinste Problem

Ich meine: Allein der Gedanke an meinen Freund hat am Anfang eine Armee von Schmetterlingen starten lassen, es hat gekribbelt ohne Ende, man hat ihn schmerzlivh vermisst, wennn er weg war und immerzu musste man an ihn denken!
Wenn man zusammen war, war man aufgeregt, neugierig und absolut glücklich.

Und das fehtl mir!
Man hat sich daran gewöhnt. Er gehört zum Leben dazu, was zwar wunderschön ist, aber die Intensität der Gefühle hat sich geändert.

Wo früher tausend Schmetterlinge waren, ist heute einer, der zu faul zum fliegen ist. Das Kribbeln ist verschwunden

Natürlich ist eine tiefe Verbundenheit schön und ich weiß es zu schätzen, dass ich jemanden gefunden habe, der zu mir passtund mich glücklich macht.

Aber es ist so schade.

Rein biologisch dauert der Zustand der Verliebtheit ca. 12 Monate (hab ich gelesen) weil das die Zeit ist, die ausreicht um sich fortzupflanzen.

Aber ich trauere der aufregenden Zeit echt nach.

Cin
(und sie lebten glücklich ...)

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10. Juli 2003 um 11:52
In Antwort auf aria_12464832

Korrektur!
Ja, ich liebe ihn über alles! Mit ihm könnte ich mir später Kinder vorstellen!!!
Ich meinte auch nicht das die Liebe größer wird und der Sex schlechter.
Das ist eigentlich das kleinste Problem

Ich meine: Allein der Gedanke an meinen Freund hat am Anfang eine Armee von Schmetterlingen starten lassen, es hat gekribbelt ohne Ende, man hat ihn schmerzlivh vermisst, wennn er weg war und immerzu musste man an ihn denken!
Wenn man zusammen war, war man aufgeregt, neugierig und absolut glücklich.

Und das fehtl mir!
Man hat sich daran gewöhnt. Er gehört zum Leben dazu, was zwar wunderschön ist, aber die Intensität der Gefühle hat sich geändert.

Wo früher tausend Schmetterlinge waren, ist heute einer, der zu faul zum fliegen ist. Das Kribbeln ist verschwunden

Natürlich ist eine tiefe Verbundenheit schön und ich weiß es zu schätzen, dass ich jemanden gefunden habe, der zu mir passtund mich glücklich macht.

Aber es ist so schade.

Rein biologisch dauert der Zustand der Verliebtheit ca. 12 Monate (hab ich gelesen) weil das die Zeit ist, die ausreicht um sich fortzupflanzen.

Aber ich trauere der aufregenden Zeit echt nach.

Cin
(und sie lebten glücklich ...)

Tja...

ich liebe meinen Schatz auch über alles... bin auch noch sehr verliebt... aber ist klar, so wie am Anfang isses nicht...

Gewöhn dich lieber dran... ist ja auch nicht negativ... eine tiefe Liebe ist besser als Verliebtheit... finde ich jedenfalls...

Liebe Grüße und alles Liebe für euch, Lisa

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10. Juli 2003 um 15:19

Hey Cindy,
die Liebe verwelkt nicht, sie reift bei euch,
es ist wunderbar, wenn eine Liebe reift.
Habt ihr wirklich die schönste Trockenblume der Welt?
Oder ist es nicht eher so, dass ihr eine Pflanze pflegt und hegt, sie immer wieder neu gießt, sie hat Wurzeln und verwelkt und trocknet nicht, wenn man sie beachtet, im Gegenteil, viele Pflanzen blühen immer wieder.

Es ist völlig normal, dass Schmetterlinge nicht immer so wild flattern können, sie brauchen auch mal Ruhe.

Ich kenne das mit dem Kick, ich lebe auch in einer Beziehung, in der wir uns immer wieder mal trennen, und es ist dann immer der "Wahnsinn", wenn wir wieder zusammen kommen.
Das ist für mich z. B. einer der Gründe, weshalb ich mit ihm nicht zusammen leben möchte, ich weiß, dass dieser "Wahnsinn" dann vorüber wäre.

Und wenn du genau hinsiehst, liebe Cindy, siehst du auch die positiven Seiten, mußt nur genau schauen.

Gruß
Gabriele

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10. Juli 2003 um 15:23
In Antwort auf tria_12152614

Hey Cindy,
die Liebe verwelkt nicht, sie reift bei euch,
es ist wunderbar, wenn eine Liebe reift.
Habt ihr wirklich die schönste Trockenblume der Welt?
Oder ist es nicht eher so, dass ihr eine Pflanze pflegt und hegt, sie immer wieder neu gießt, sie hat Wurzeln und verwelkt und trocknet nicht, wenn man sie beachtet, im Gegenteil, viele Pflanzen blühen immer wieder.

Es ist völlig normal, dass Schmetterlinge nicht immer so wild flattern können, sie brauchen auch mal Ruhe.

Ich kenne das mit dem Kick, ich lebe auch in einer Beziehung, in der wir uns immer wieder mal trennen, und es ist dann immer der "Wahnsinn", wenn wir wieder zusammen kommen.
Das ist für mich z. B. einer der Gründe, weshalb ich mit ihm nicht zusammen leben möchte, ich weiß, dass dieser "Wahnsinn" dann vorüber wäre.

Und wenn du genau hinsiehst, liebe Cindy, siehst du auch die positiven Seiten, mußt nur genau schauen.

Gruß
Gabriele

*seufz*

Das hast du aber schön gesagt...

Gruß... Lisa

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10. Juli 2003 um 16:56
In Antwort auf tria_12152614

Hey Cindy,
die Liebe verwelkt nicht, sie reift bei euch,
es ist wunderbar, wenn eine Liebe reift.
Habt ihr wirklich die schönste Trockenblume der Welt?
Oder ist es nicht eher so, dass ihr eine Pflanze pflegt und hegt, sie immer wieder neu gießt, sie hat Wurzeln und verwelkt und trocknet nicht, wenn man sie beachtet, im Gegenteil, viele Pflanzen blühen immer wieder.

Es ist völlig normal, dass Schmetterlinge nicht immer so wild flattern können, sie brauchen auch mal Ruhe.

Ich kenne das mit dem Kick, ich lebe auch in einer Beziehung, in der wir uns immer wieder mal trennen, und es ist dann immer der "Wahnsinn", wenn wir wieder zusammen kommen.
Das ist für mich z. B. einer der Gründe, weshalb ich mit ihm nicht zusammen leben möchte, ich weiß, dass dieser "Wahnsinn" dann vorüber wäre.

Und wenn du genau hinsiehst, liebe Cindy, siehst du auch die positiven Seiten, mußt nur genau schauen.

Gruß
Gabriele

Ist das die Lösung?
Ich weiß ja, dass eine Trennung die Beziehung wieder belebt, eben weil man merkt, dass der Partner nicht selbstverständlich ist.
Aber funktioniert es auch, wenn man sich geplant trennt? Bei früheren Trennungen war es immer so, dass man en anderen zurückerobern musste. Man hatte Angst ihn zu verlieren und wusste wieder, WIE wichtig er ist.

Aber wenn man sich zeitlich trennt, obwohl da kein Streit nix ist, kann das auch funktionieren?

*Grübel*

Davon abgesehen ist das auch der Grund warum ich nicht mit ihm zusammenziehe, es gibt nichts schlimmeres als nackt nebeneinander im Bett zu liegen, und jeder denkt nur ans Schafen

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10. Juli 2003 um 16:59
In Antwort auf genna_12886650

*seufz*

Das hast du aber schön gesagt...

Gruß... Lisa

Habe wohl meinen ramontischen Tag, heute
Gruß
Gabriele

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10. Juli 2003 um 17:21
In Antwort auf aria_12464832

Ist das die Lösung?
Ich weiß ja, dass eine Trennung die Beziehung wieder belebt, eben weil man merkt, dass der Partner nicht selbstverständlich ist.
Aber funktioniert es auch, wenn man sich geplant trennt? Bei früheren Trennungen war es immer so, dass man en anderen zurückerobern musste. Man hatte Angst ihn zu verlieren und wusste wieder, WIE wichtig er ist.

Aber wenn man sich zeitlich trennt, obwohl da kein Streit nix ist, kann das auch funktionieren?

*Grübel*

Davon abgesehen ist das auch der Grund warum ich nicht mit ihm zusammenziehe, es gibt nichts schlimmeres als nackt nebeneinander im Bett zu liegen, und jeder denkt nur ans Schafen

Hallo?
Gehts denn immer nur um Sex, Sex, Sex?

Willst du dann nie mit ihm zusammenziehen, weil du Angst vor diesem Alltag hast?

Und sorry, aber ich will mich nicht von meinem Schatz trennen, nur weil das die Beziehung wieder belebt... ich mein, wenn man sich liebt, dann liebt man sich, fertig! Dann trenne ich mich auch nicht von meinem Schatz, nur damit mal was neues passiert... dann will ich mit ihm zusammensein... ich kapier nicht ganz, wo das Problem ist!

Ist einfach normal, dass die Schmetterlinge weniger werden! Aber mach doch nicht so ein Problem draus, ist doch nicht schlimm!!! Auch wenn man nicht andauernd aufeinander rumhoppelt, kuscheln ist doch auch was schönes... mach dir doch keine Sorgen darüber, ich glaube, sowas ist ganz normal!!!

So wie Gabrielle es sagte: sieh doch mal genau hin! Da wird doch was positives dran sein!!!

Liebe Grüße, Lisa

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10. Juli 2003 um 18:43
In Antwort auf genna_12886650

Hallo?
Gehts denn immer nur um Sex, Sex, Sex?

Willst du dann nie mit ihm zusammenziehen, weil du Angst vor diesem Alltag hast?

Und sorry, aber ich will mich nicht von meinem Schatz trennen, nur weil das die Beziehung wieder belebt... ich mein, wenn man sich liebt, dann liebt man sich, fertig! Dann trenne ich mich auch nicht von meinem Schatz, nur damit mal was neues passiert... dann will ich mit ihm zusammensein... ich kapier nicht ganz, wo das Problem ist!

Ist einfach normal, dass die Schmetterlinge weniger werden! Aber mach doch nicht so ein Problem draus, ist doch nicht schlimm!!! Auch wenn man nicht andauernd aufeinander rumhoppelt, kuscheln ist doch auch was schönes... mach dir doch keine Sorgen darüber, ich glaube, sowas ist ganz normal!!!

So wie Gabrielle es sagte: sieh doch mal genau hin! Da wird doch was positives dran sein!!!

Liebe Grüße, Lisa

Bitte GENAU lesen!
Mag es eigentlich nicht zum zweitenmal erklären, aber weil du es bist:
NEIN es geht nicht nur um den Sex, ich habe das Gefühl du hast nur die letzten 2 Zeilen gelesen.

Es geht umd das GEFÜHL!!!
Ich habe noch nie so intensiv geliebt wie am Anfang!
Und dadurch fällt es mir extrem auf, wie diese großen Gefühle vergehen/ sich verwandeln.

Und da ist auch was positves dran, aber ich will doch nicht mein Leben lang auf das geilste Gefühl verzichten, dass ich je erlebt habe!

Oder bleibt mir nur die Erinnerung?
Irgenwie muss sich das doch wiederholen lassen!!!

Das war alles, was ich wissen wollte!

Der Sex war nur ein BEISPIEL von vielen Symtomen der Gewohnheit, ich fand es halt nur treffend, aber bitte nagle mich nicht drauf fest!
Ich bin KEIN sexgeiles Püppchen, das seinen Freund verlässt, weil es nicht mehr 10x am Tag genommen wird!

Ich hoffe du hast mich jetzt verstanden!!!!!!!!!!!!!!

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10. Juli 2003 um 20:29
In Antwort auf aria_12464832

Bitte GENAU lesen!
Mag es eigentlich nicht zum zweitenmal erklären, aber weil du es bist:
NEIN es geht nicht nur um den Sex, ich habe das Gefühl du hast nur die letzten 2 Zeilen gelesen.

Es geht umd das GEFÜHL!!!
Ich habe noch nie so intensiv geliebt wie am Anfang!
Und dadurch fällt es mir extrem auf, wie diese großen Gefühle vergehen/ sich verwandeln.

Und da ist auch was positves dran, aber ich will doch nicht mein Leben lang auf das geilste Gefühl verzichten, dass ich je erlebt habe!

Oder bleibt mir nur die Erinnerung?
Irgenwie muss sich das doch wiederholen lassen!!!

Das war alles, was ich wissen wollte!

Der Sex war nur ein BEISPIEL von vielen Symtomen der Gewohnheit, ich fand es halt nur treffend, aber bitte nagle mich nicht drauf fest!
Ich bin KEIN sexgeiles Püppchen, das seinen Freund verlässt, weil es nicht mehr 10x am Tag genommen wird!

Ich hoffe du hast mich jetzt verstanden!!!!!!!!!!!!!!

*lol*
Ok... das hab ich auch nicht von dir gedacht, dass du ein sexgeiles Püppchen bist

Aber du hast doch auch geschrieben, dass ihr euch viel Mühe gebt mit Überraschungen und so... mach dir doch nicht so einen Kopf!

Weißt du, ich bin schon über 7 Jahre mit meinem Freund zusammen und es ist schon anders als am Anfang, aber es ist normal! Die Schmetterlinge verschwinden nicht ganz, du merkst manchmal nur nicht, dass sie da sind

So lange dieses "Gefühl" eure Liebe zueinander nicht beeinträchtigt, würde ich mir keine Sorgen machen... für mich wars auch nach den ersten Jahren ein komisches Gefühl, dass nicht immer alles so sein kann wie am Anfang, aber es ist schön zu wissen, dass man zusammenwächst

Liebe Grüße, Lisa

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10. Juli 2003 um 22:07

Ich werd' dran arbeiten ...
... denn deine Geschichte beeindruckt mich und sie hat auch was mit mir zu tun.

Und obwohl ich mit Antworten und 'tiefen Weisheiten' ansonsten sehr schnell bin, muß ich mich hier erst mal reinfühlen.

Und du schaust hier noch mal rein in ein paar Tagen, o.k.?

LG

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11. Juli 2003 um 12:08

Ganz normal... + Text
Liebe Cin,

das, was Du momentan erlebst, ist das Verwandeln von Verliebtheit in Liebe. Was an sich ganz normal und schön ist. Nur scheiden sich die Geister: Die einen trauern dem Verliebtsein hinterher, die anderen sind vielleicht sogar heilfroh, dass dieser Ausnahmezustand endlich vorbei ist und das Ganze die solide Phase erreicht hat. Dazwischen gibt es natürlich zig Variationen, damit umzugehen.

Dem einen fällt's leichter, dem anderen schwerer...

Aber es ist nun mal einfach so. Man muss es akzeptieren - oder sich nach ein paar Jahren immer einen neuen Partner suchen. Serielle Monogamie. Meine Tante hat das so gelebt. Sie war dadurch quasi immer verliebt - und jetzt ist sie mit 50 kinderlos bei einem unmöglichen Typen hängengeblieben...

Habe hierzu noch einen interessanten Text gefunden:


---
Im Mai 1822 fragt ein Freund den fast 73-jährigen Goethe, wie es ihm gehe. Schlecht, ist seine Antwort, denn weder bin ich verliebt, noch ist jemand in mich verliebt. Verliebt zu sein war für ihn ein Lebenselixier, ein Stimulans, ein Vitamin. Ist es das nicht für uns auch? Dieses Gefühl der Faszination durch einen Menschen, das Wellen der Erregung durch Körper und vor allem Seele gleiten lässt, den Puls steigert, den Appetit und den Schlaf raubt? Werden die Gefühle erwidert, steigert sich die Verliebtheit in selige Höhen des Glücks. Dann werden wir aufgeschlossen für noch weitere Dimensionen der Welt, für alle Reize des Augenblicks, der Natur, der Kunst.

Aber die Verliebtheit bleibt nicht ewig. Im Rückblick und von der Lebenshöhe aus gesehen, ist sie eine kurzlebige, flüchtige Verfassung. Entweder verliert man sich aus den Augen und verliebt sich irgendwann wieder in ein anderes Objekt so herzlos sachlich der Jargon der Psychoanalyse. Oder die beiden finden sich, und der Alltag fordert zunehmend sein Recht.

Die erste Alternative, die immer neue Verliebtheit, kann beleben bis ins hohe Alter, kann süchtig machen auf den Kick der immer neuen Begegnung. Ich spreche nicht von dem notorischen Herzensbrecher, den es auch gibt. Ich meine den sanften Abenteurer, der in die Verliebtheit verliebt ist und sich darum auch in andre immer wieder neu verliebt. Mit jedem neuen Blitzschlag ins Herz blüht er sichtlich auf. Wie schön wäre es, wenn sich dieser Zustand erhalten ließe, wenn an die Stelle der feurigen Erregung mit der Zeit die wärmende Glut einer dauerhaften Liebe treten könnte! Was ist der Unterschied?

Während Verliebtheit jäh ausschlägt, wächst Liebe langsam und durchläuft viele Stadien. Sie vervollkommnet sich und braucht im Grunde ein ganzes Leben, um an ihr Ziel zu kommen. Das Ziel der Liebe ist die Vereinigung mit dem anderen in Glück und Harmonie. Verliebtheit dagegen ist nur die Widerspiegelung eigener Wünsche im Bild eines anderen. Real wird er gar nicht wahrgenommen, aber er zieht die Sehnsüchte auf sich, und der Verliebte taumelt selig. Ein unendlich schöner Zustand, der Geist und Seele weitet und zu nie gekannten Phantasien und Gefühlen befähigt.

Aber Verliebtheit hält nie lange an. Entweder findet man sich auf dem harten Boden der Realität wieder mit der Erkenntnis, dass auch er nur ein Mensch ist mit Fehlern und Schwächen. Oder Verliebtheit verwandelt sich allmählich in Liebe, in beständig-beglückende Bindung. Diese Art Liebe ist realistisch. Sie akzeptiert den anderen, empfindet ihn dankbar als die Ergänzung des Ich, das sich im Du überschreitet. Sie äußert sich darin, dass man gern in der Nähe des anderen ist, dass einem die Sorge für ihn nicht Last, sondern Freude bedeutet, dass man zuhört, nimmt und hingibt, ohne aufzurechnen, dass man ohne einander nicht leben möchte.

Viele Ehen sind nicht das Ergebnis eines behutsamen Annäherungsprozesses zweier Partner, sondern einer Art hormonellen Vollrausches. Gerade junge Leute sind in einer aufgewühlten Situation, wenn sie sich verlieben, und von dem ersehnten Partner hingerissen. Natürlich wäre es nicht gut, sich in dieser Verfassung für immer zu binden. Wenn mein Eindruck nicht trügt, tut das Gros der jungen Leute dies auch gar nicht. Im Gegenteil: Sie gehen heute meist nüchtern an die Sache heran. Sie wissen, dass die Chemie stimmen muss, Freizeitinteressen, die Auffassungen über Geldausgeben, Kinderwunsch... Mag die Romantik dabei auf der Strecke bleiben die Realistik hat viel für sich.

Vor allem aber bestimmen unbewusste psychodynamische Kräfte die Magnetismen unserer Partnerwahl. Wir tragen ein Suchbild in uns, eine Vorstellung davon, wie der richtige Mann beziehungsweise die passende Frau beschaffen sein sollten.

Für Biologen stellt sich das Ganze sehr einfach dar: Gesucht wird der Mann, der stark und vital ist und der der Frau Schutz und gesunde Nachkommen verspricht. Umgekehrt sucht der Mann die Frau, die ihm die beste Wahl im Hinblick auf Arterhaltung und Brutpflege zu sein scheint. So wählen Frauen ihren Partner eher nach dem Charakter und dem gesellschaftlichen Status und Männer nach der erotischen Attraktivität und den Sexualsignalen, die Gebärfähigkeit versprechen.

Das innere Suchbild verleitet aber oft zur Illusion. Und das äußere Klischee sagt so gut wie nichts über die innere Kompatibilität aus, also darüber, wie die beiden im Alltag zusammenstimmen. Es sagt wenig über die Interessen und Überzeugungen, die Erfahrungen und die Lebenspraxis, über die Fähigkeit zu Liebe und Rücksichtnahme, zu Fürsorge und Entgegenkommen Eigenschaften also, die im Alltag eines Paares eine große Rolle spielen.

Wir neigen dazu, in einem Zustand der Entbehrung das zu idealisieren, was wir nicht haben. Wenn wir es dann haben, sehen wir die Kehrseite der Realität und könnten schier verzweifeln, weil wir in die Falle getappt sind. Erst wenn es gelingt, sich mit der Realität zu versöhnen, bestehen Chancen für eine ausgewogene Kommunikation, eine realistische Partnerschaft. Ein Weiser hat einmal geraten: Begehre nie ein Glück zu groß und nie ein Weib zu schön. Es könnte Gott in seinem Zorn dir beides zugestehn.
---

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11. Juli 2003 um 12:16
In Antwort auf akari_12527560

Ganz normal... + Text
Liebe Cin,

das, was Du momentan erlebst, ist das Verwandeln von Verliebtheit in Liebe. Was an sich ganz normal und schön ist. Nur scheiden sich die Geister: Die einen trauern dem Verliebtsein hinterher, die anderen sind vielleicht sogar heilfroh, dass dieser Ausnahmezustand endlich vorbei ist und das Ganze die solide Phase erreicht hat. Dazwischen gibt es natürlich zig Variationen, damit umzugehen.

Dem einen fällt's leichter, dem anderen schwerer...

Aber es ist nun mal einfach so. Man muss es akzeptieren - oder sich nach ein paar Jahren immer einen neuen Partner suchen. Serielle Monogamie. Meine Tante hat das so gelebt. Sie war dadurch quasi immer verliebt - und jetzt ist sie mit 50 kinderlos bei einem unmöglichen Typen hängengeblieben...

Habe hierzu noch einen interessanten Text gefunden:


---
Im Mai 1822 fragt ein Freund den fast 73-jährigen Goethe, wie es ihm gehe. Schlecht, ist seine Antwort, denn weder bin ich verliebt, noch ist jemand in mich verliebt. Verliebt zu sein war für ihn ein Lebenselixier, ein Stimulans, ein Vitamin. Ist es das nicht für uns auch? Dieses Gefühl der Faszination durch einen Menschen, das Wellen der Erregung durch Körper und vor allem Seele gleiten lässt, den Puls steigert, den Appetit und den Schlaf raubt? Werden die Gefühle erwidert, steigert sich die Verliebtheit in selige Höhen des Glücks. Dann werden wir aufgeschlossen für noch weitere Dimensionen der Welt, für alle Reize des Augenblicks, der Natur, der Kunst.

Aber die Verliebtheit bleibt nicht ewig. Im Rückblick und von der Lebenshöhe aus gesehen, ist sie eine kurzlebige, flüchtige Verfassung. Entweder verliert man sich aus den Augen und verliebt sich irgendwann wieder in ein anderes Objekt so herzlos sachlich der Jargon der Psychoanalyse. Oder die beiden finden sich, und der Alltag fordert zunehmend sein Recht.

Die erste Alternative, die immer neue Verliebtheit, kann beleben bis ins hohe Alter, kann süchtig machen auf den Kick der immer neuen Begegnung. Ich spreche nicht von dem notorischen Herzensbrecher, den es auch gibt. Ich meine den sanften Abenteurer, der in die Verliebtheit verliebt ist und sich darum auch in andre immer wieder neu verliebt. Mit jedem neuen Blitzschlag ins Herz blüht er sichtlich auf. Wie schön wäre es, wenn sich dieser Zustand erhalten ließe, wenn an die Stelle der feurigen Erregung mit der Zeit die wärmende Glut einer dauerhaften Liebe treten könnte! Was ist der Unterschied?

Während Verliebtheit jäh ausschlägt, wächst Liebe langsam und durchläuft viele Stadien. Sie vervollkommnet sich und braucht im Grunde ein ganzes Leben, um an ihr Ziel zu kommen. Das Ziel der Liebe ist die Vereinigung mit dem anderen in Glück und Harmonie. Verliebtheit dagegen ist nur die Widerspiegelung eigener Wünsche im Bild eines anderen. Real wird er gar nicht wahrgenommen, aber er zieht die Sehnsüchte auf sich, und der Verliebte taumelt selig. Ein unendlich schöner Zustand, der Geist und Seele weitet und zu nie gekannten Phantasien und Gefühlen befähigt.

Aber Verliebtheit hält nie lange an. Entweder findet man sich auf dem harten Boden der Realität wieder mit der Erkenntnis, dass auch er nur ein Mensch ist mit Fehlern und Schwächen. Oder Verliebtheit verwandelt sich allmählich in Liebe, in beständig-beglückende Bindung. Diese Art Liebe ist realistisch. Sie akzeptiert den anderen, empfindet ihn dankbar als die Ergänzung des Ich, das sich im Du überschreitet. Sie äußert sich darin, dass man gern in der Nähe des anderen ist, dass einem die Sorge für ihn nicht Last, sondern Freude bedeutet, dass man zuhört, nimmt und hingibt, ohne aufzurechnen, dass man ohne einander nicht leben möchte.

Viele Ehen sind nicht das Ergebnis eines behutsamen Annäherungsprozesses zweier Partner, sondern einer Art hormonellen Vollrausches. Gerade junge Leute sind in einer aufgewühlten Situation, wenn sie sich verlieben, und von dem ersehnten Partner hingerissen. Natürlich wäre es nicht gut, sich in dieser Verfassung für immer zu binden. Wenn mein Eindruck nicht trügt, tut das Gros der jungen Leute dies auch gar nicht. Im Gegenteil: Sie gehen heute meist nüchtern an die Sache heran. Sie wissen, dass die Chemie stimmen muss, Freizeitinteressen, die Auffassungen über Geldausgeben, Kinderwunsch... Mag die Romantik dabei auf der Strecke bleiben die Realistik hat viel für sich.

Vor allem aber bestimmen unbewusste psychodynamische Kräfte die Magnetismen unserer Partnerwahl. Wir tragen ein Suchbild in uns, eine Vorstellung davon, wie der richtige Mann beziehungsweise die passende Frau beschaffen sein sollten.

Für Biologen stellt sich das Ganze sehr einfach dar: Gesucht wird der Mann, der stark und vital ist und der der Frau Schutz und gesunde Nachkommen verspricht. Umgekehrt sucht der Mann die Frau, die ihm die beste Wahl im Hinblick auf Arterhaltung und Brutpflege zu sein scheint. So wählen Frauen ihren Partner eher nach dem Charakter und dem gesellschaftlichen Status und Männer nach der erotischen Attraktivität und den Sexualsignalen, die Gebärfähigkeit versprechen.

Das innere Suchbild verleitet aber oft zur Illusion. Und das äußere Klischee sagt so gut wie nichts über die innere Kompatibilität aus, also darüber, wie die beiden im Alltag zusammenstimmen. Es sagt wenig über die Interessen und Überzeugungen, die Erfahrungen und die Lebenspraxis, über die Fähigkeit zu Liebe und Rücksichtnahme, zu Fürsorge und Entgegenkommen Eigenschaften also, die im Alltag eines Paares eine große Rolle spielen.

Wir neigen dazu, in einem Zustand der Entbehrung das zu idealisieren, was wir nicht haben. Wenn wir es dann haben, sehen wir die Kehrseite der Realität und könnten schier verzweifeln, weil wir in die Falle getappt sind. Erst wenn es gelingt, sich mit der Realität zu versöhnen, bestehen Chancen für eine ausgewogene Kommunikation, eine realistische Partnerschaft. Ein Weiser hat einmal geraten: Begehre nie ein Glück zu groß und nie ein Weib zu schön. Es könnte Gott in seinem Zorn dir beides zugestehn.
---

...
ich bin sprachlos, nettesmädel!!! Das trifft die Sache auf den Punkt!!!

Liebe Grüße,
Kimmi

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11. Juli 2003 um 13:14
In Antwort auf akari_12527560

Ganz normal... + Text
Liebe Cin,

das, was Du momentan erlebst, ist das Verwandeln von Verliebtheit in Liebe. Was an sich ganz normal und schön ist. Nur scheiden sich die Geister: Die einen trauern dem Verliebtsein hinterher, die anderen sind vielleicht sogar heilfroh, dass dieser Ausnahmezustand endlich vorbei ist und das Ganze die solide Phase erreicht hat. Dazwischen gibt es natürlich zig Variationen, damit umzugehen.

Dem einen fällt's leichter, dem anderen schwerer...

Aber es ist nun mal einfach so. Man muss es akzeptieren - oder sich nach ein paar Jahren immer einen neuen Partner suchen. Serielle Monogamie. Meine Tante hat das so gelebt. Sie war dadurch quasi immer verliebt - und jetzt ist sie mit 50 kinderlos bei einem unmöglichen Typen hängengeblieben...

Habe hierzu noch einen interessanten Text gefunden:


---
Im Mai 1822 fragt ein Freund den fast 73-jährigen Goethe, wie es ihm gehe. Schlecht, ist seine Antwort, denn weder bin ich verliebt, noch ist jemand in mich verliebt. Verliebt zu sein war für ihn ein Lebenselixier, ein Stimulans, ein Vitamin. Ist es das nicht für uns auch? Dieses Gefühl der Faszination durch einen Menschen, das Wellen der Erregung durch Körper und vor allem Seele gleiten lässt, den Puls steigert, den Appetit und den Schlaf raubt? Werden die Gefühle erwidert, steigert sich die Verliebtheit in selige Höhen des Glücks. Dann werden wir aufgeschlossen für noch weitere Dimensionen der Welt, für alle Reize des Augenblicks, der Natur, der Kunst.

Aber die Verliebtheit bleibt nicht ewig. Im Rückblick und von der Lebenshöhe aus gesehen, ist sie eine kurzlebige, flüchtige Verfassung. Entweder verliert man sich aus den Augen und verliebt sich irgendwann wieder in ein anderes Objekt so herzlos sachlich der Jargon der Psychoanalyse. Oder die beiden finden sich, und der Alltag fordert zunehmend sein Recht.

Die erste Alternative, die immer neue Verliebtheit, kann beleben bis ins hohe Alter, kann süchtig machen auf den Kick der immer neuen Begegnung. Ich spreche nicht von dem notorischen Herzensbrecher, den es auch gibt. Ich meine den sanften Abenteurer, der in die Verliebtheit verliebt ist und sich darum auch in andre immer wieder neu verliebt. Mit jedem neuen Blitzschlag ins Herz blüht er sichtlich auf. Wie schön wäre es, wenn sich dieser Zustand erhalten ließe, wenn an die Stelle der feurigen Erregung mit der Zeit die wärmende Glut einer dauerhaften Liebe treten könnte! Was ist der Unterschied?

Während Verliebtheit jäh ausschlägt, wächst Liebe langsam und durchläuft viele Stadien. Sie vervollkommnet sich und braucht im Grunde ein ganzes Leben, um an ihr Ziel zu kommen. Das Ziel der Liebe ist die Vereinigung mit dem anderen in Glück und Harmonie. Verliebtheit dagegen ist nur die Widerspiegelung eigener Wünsche im Bild eines anderen. Real wird er gar nicht wahrgenommen, aber er zieht die Sehnsüchte auf sich, und der Verliebte taumelt selig. Ein unendlich schöner Zustand, der Geist und Seele weitet und zu nie gekannten Phantasien und Gefühlen befähigt.

Aber Verliebtheit hält nie lange an. Entweder findet man sich auf dem harten Boden der Realität wieder mit der Erkenntnis, dass auch er nur ein Mensch ist mit Fehlern und Schwächen. Oder Verliebtheit verwandelt sich allmählich in Liebe, in beständig-beglückende Bindung. Diese Art Liebe ist realistisch. Sie akzeptiert den anderen, empfindet ihn dankbar als die Ergänzung des Ich, das sich im Du überschreitet. Sie äußert sich darin, dass man gern in der Nähe des anderen ist, dass einem die Sorge für ihn nicht Last, sondern Freude bedeutet, dass man zuhört, nimmt und hingibt, ohne aufzurechnen, dass man ohne einander nicht leben möchte.

Viele Ehen sind nicht das Ergebnis eines behutsamen Annäherungsprozesses zweier Partner, sondern einer Art hormonellen Vollrausches. Gerade junge Leute sind in einer aufgewühlten Situation, wenn sie sich verlieben, und von dem ersehnten Partner hingerissen. Natürlich wäre es nicht gut, sich in dieser Verfassung für immer zu binden. Wenn mein Eindruck nicht trügt, tut das Gros der jungen Leute dies auch gar nicht. Im Gegenteil: Sie gehen heute meist nüchtern an die Sache heran. Sie wissen, dass die Chemie stimmen muss, Freizeitinteressen, die Auffassungen über Geldausgeben, Kinderwunsch... Mag die Romantik dabei auf der Strecke bleiben die Realistik hat viel für sich.

Vor allem aber bestimmen unbewusste psychodynamische Kräfte die Magnetismen unserer Partnerwahl. Wir tragen ein Suchbild in uns, eine Vorstellung davon, wie der richtige Mann beziehungsweise die passende Frau beschaffen sein sollten.

Für Biologen stellt sich das Ganze sehr einfach dar: Gesucht wird der Mann, der stark und vital ist und der der Frau Schutz und gesunde Nachkommen verspricht. Umgekehrt sucht der Mann die Frau, die ihm die beste Wahl im Hinblick auf Arterhaltung und Brutpflege zu sein scheint. So wählen Frauen ihren Partner eher nach dem Charakter und dem gesellschaftlichen Status und Männer nach der erotischen Attraktivität und den Sexualsignalen, die Gebärfähigkeit versprechen.

Das innere Suchbild verleitet aber oft zur Illusion. Und das äußere Klischee sagt so gut wie nichts über die innere Kompatibilität aus, also darüber, wie die beiden im Alltag zusammenstimmen. Es sagt wenig über die Interessen und Überzeugungen, die Erfahrungen und die Lebenspraxis, über die Fähigkeit zu Liebe und Rücksichtnahme, zu Fürsorge und Entgegenkommen Eigenschaften also, die im Alltag eines Paares eine große Rolle spielen.

Wir neigen dazu, in einem Zustand der Entbehrung das zu idealisieren, was wir nicht haben. Wenn wir es dann haben, sehen wir die Kehrseite der Realität und könnten schier verzweifeln, weil wir in die Falle getappt sind. Erst wenn es gelingt, sich mit der Realität zu versöhnen, bestehen Chancen für eine ausgewogene Kommunikation, eine realistische Partnerschaft. Ein Weiser hat einmal geraten: Begehre nie ein Glück zu groß und nie ein Weib zu schön. Es könnte Gott in seinem Zorn dir beides zugestehn.
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Danke!
Das gibt einen zu denen!
Schade, dass man nicht beides haben kann!

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11. Juli 2003 um 20:06

Ich kann dich verstehen...
...aber deine beschreibung eurer beziehung klingt echt wunderschön, also sei nicht traurig...die schmetterlinge fliegen vielleicht nicht mehr andauernd, aber sicher noch ab und zu, oder?

ich wollt dich noch fragen wegen den trennungen. ich hab mir auch überlegt mich von meinem freund zu trennen, damit er sich seiner gefühle klarer wird, aber ich habe angst, dass trennen für ihn "aus" heisst und, dass er sich dann nciht um mich bemüht.

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15. Juli 2003 um 20:51

Ich hab' dran gearbeitet!
HI Cindy!

Hängste noch an der Strippe? Nich das ich hier ins blaue blase! O.k. - da ich nicht weiß, ob du das hier überhaupt noch liest, im folgenden eine Kurzfassung.

Zunächst einmal: Ich kann dich sehr sehr gut verstehen. Is auch ein Thema von mir, wenn auch nicht im Zentrum meiner Wünsche und Gefühle.
Aber ich kann die Sehnsucht nachfühlen und musste sogleich nach Lektüre deines Postings an eine alte Freundin von mir denken. Und wahrscheinlich wird dich der Satz auch nicht gerade erfreuen:

Ekstase und Geborgenheit schließen sich auf Dauer aus!

Gut - ich hoffe, du legst die Worte nicht auf ne Goldwaage und verstehst, was ich damit sagen will.

Da ich aber dein Sehnen nachfühlen kann, knirschen bei mir ein bißchen die Zähne, wenn ich Statements à la 'es ist so schön wenn eine Liebe reift' usw. lese. Das paradoxe daran: Solche 'Wahrheiten' sind allerdings auch wahr, bzw. können wahr sein. Sie können in der Tat etwas schönes oder auch sehr schönes haben.

Aber das is ja nich dein Thema! Du hättest es ja so gern anders und zwar unbedingt! Und ich finde: Du solltest an diesem Traum auch festhalten. Unbedingt!
Das heißt aber auch, mit daraus folgenden Schwierigkeiten fertig zu werden, und v.a. fertig werden zu wollen! Und zwar gemeinsam mit deinem Partner. Denn das willst du ja mit ihm haben.Das ist ja genau das, worum es dir geht.

So - und nun hab' ich mal versucht 'experimentell' die Sache anzugehen. Doch doch! Und zu ein, zwei bis drei Sachen habe ich auch ganz persönliche Erfahrungen gemacht. Dazu sagen muss ich auch noch - eben nach eigener Erfahrung - das dies alles mglw. doch nur ein weiteres 'Hinauszögern' der Phase ist, die du so sehr so lange wie möglich erhalten willst.

Aber sorry, es ist nur meine Kurzfassung in Stichworten, weil ich mir nicht weitere Mühe machen will, wenn du es gar nicht liest. Es handelt sich gewissermaßen um 'experimentelle Projekte', bei denen es entscheidend darauf ankommt, eine Verbindung herzustellen zwischen dem 'abstrakten Wollen', also der Ratio einerseits und deinen ganz persönlichen Gefühlen, deinen Wünschen und deinem Inneren andererseits. Denk in dich rein und fühl in dich rein was geht und was nicht.

Letztlich geht es im Kern darum, weiter neugierig auf den Partner zu sein, aber v.a. SELBST neue Sachen zu machen, sich ein Stück weit neu zu machen GEMEINSAM neues zu machen, gemeinsam sich zu zweit neu machen und dann HERZKLOPFEN zu haben.
Natürlich nichts aus dem Hut zaubern, das wäre lächerlich und würde auch nicht funktionieren. Es geht um die neuen spannenden Seiten beim Partner, die im Innern schon vorhanden sind, aber bisher verborgen waren.

Und es geht darum, dies alles nicht nur "mal" "irgendwie" zu machen, sondern
sich ein gutes Stück weit regelrecht "hineinzuleben", vielleicht sogar hineinzusteigern ...

Das Projekt der Neuinzenierung
(hast du z.B. schon etwas in dir, was zu kurz kommt? leb es aus! hast du angst davor? tu es trotzdem! und was ist mit ihm?)

Das Projekt der Fremdheit
(hat er z.B. Züge in sich, die dir unheimlich sind, aber dennoch reizvoll? und was ist mit dir?)

Das Projekt der Öffentlichkeit
(hat nen bißchen mit frivol sein zu tun, meint aber v.a. ja schwer zu erkären in der Kürze)

Das Projekt des/der dritten
(nee nee nich so einfach flotter dreier, es meint Gefühle zuzulassen die (noch) da sind z.B. zu verflossenen oder aktuellen und sie einzubauen, v.a. die Gefühle, aber auch Taten, welche? man wird sehen)

Das Projekt der Rituale
(doch doch, vielleicht Tantra und so, die Vorfreude auf den Sex, das zelebrieren)

Das Projekt der Androgynität
(hat viel mit dem fremdsein zu tun, siehe auch Hemmingway: Der Garten Eden)

Gefühle muss man hegen (die Projekte) und pflegen (sie dann entwickeln).

O.k. - das in aller Kürze ...

Alles gesponnen? Alles Schwachsinn?

Du musst es wissen.

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16. Juli 2003 um 17:32
In Antwort auf sharma_12631521

Ich hab' dran gearbeitet!
HI Cindy!

Hängste noch an der Strippe? Nich das ich hier ins blaue blase! O.k. - da ich nicht weiß, ob du das hier überhaupt noch liest, im folgenden eine Kurzfassung.

Zunächst einmal: Ich kann dich sehr sehr gut verstehen. Is auch ein Thema von mir, wenn auch nicht im Zentrum meiner Wünsche und Gefühle.
Aber ich kann die Sehnsucht nachfühlen und musste sogleich nach Lektüre deines Postings an eine alte Freundin von mir denken. Und wahrscheinlich wird dich der Satz auch nicht gerade erfreuen:

Ekstase und Geborgenheit schließen sich auf Dauer aus!

Gut - ich hoffe, du legst die Worte nicht auf ne Goldwaage und verstehst, was ich damit sagen will.

Da ich aber dein Sehnen nachfühlen kann, knirschen bei mir ein bißchen die Zähne, wenn ich Statements à la 'es ist so schön wenn eine Liebe reift' usw. lese. Das paradoxe daran: Solche 'Wahrheiten' sind allerdings auch wahr, bzw. können wahr sein. Sie können in der Tat etwas schönes oder auch sehr schönes haben.

Aber das is ja nich dein Thema! Du hättest es ja so gern anders und zwar unbedingt! Und ich finde: Du solltest an diesem Traum auch festhalten. Unbedingt!
Das heißt aber auch, mit daraus folgenden Schwierigkeiten fertig zu werden, und v.a. fertig werden zu wollen! Und zwar gemeinsam mit deinem Partner. Denn das willst du ja mit ihm haben.Das ist ja genau das, worum es dir geht.

So - und nun hab' ich mal versucht 'experimentell' die Sache anzugehen. Doch doch! Und zu ein, zwei bis drei Sachen habe ich auch ganz persönliche Erfahrungen gemacht. Dazu sagen muss ich auch noch - eben nach eigener Erfahrung - das dies alles mglw. doch nur ein weiteres 'Hinauszögern' der Phase ist, die du so sehr so lange wie möglich erhalten willst.

Aber sorry, es ist nur meine Kurzfassung in Stichworten, weil ich mir nicht weitere Mühe machen will, wenn du es gar nicht liest. Es handelt sich gewissermaßen um 'experimentelle Projekte', bei denen es entscheidend darauf ankommt, eine Verbindung herzustellen zwischen dem 'abstrakten Wollen', also der Ratio einerseits und deinen ganz persönlichen Gefühlen, deinen Wünschen und deinem Inneren andererseits. Denk in dich rein und fühl in dich rein was geht und was nicht.

Letztlich geht es im Kern darum, weiter neugierig auf den Partner zu sein, aber v.a. SELBST neue Sachen zu machen, sich ein Stück weit neu zu machen GEMEINSAM neues zu machen, gemeinsam sich zu zweit neu machen und dann HERZKLOPFEN zu haben.
Natürlich nichts aus dem Hut zaubern, das wäre lächerlich und würde auch nicht funktionieren. Es geht um die neuen spannenden Seiten beim Partner, die im Innern schon vorhanden sind, aber bisher verborgen waren.

Und es geht darum, dies alles nicht nur "mal" "irgendwie" zu machen, sondern
sich ein gutes Stück weit regelrecht "hineinzuleben", vielleicht sogar hineinzusteigern ...

Das Projekt der Neuinzenierung
(hast du z.B. schon etwas in dir, was zu kurz kommt? leb es aus! hast du angst davor? tu es trotzdem! und was ist mit ihm?)

Das Projekt der Fremdheit
(hat er z.B. Züge in sich, die dir unheimlich sind, aber dennoch reizvoll? und was ist mit dir?)

Das Projekt der Öffentlichkeit
(hat nen bißchen mit frivol sein zu tun, meint aber v.a. ja schwer zu erkären in der Kürze)

Das Projekt des/der dritten
(nee nee nich so einfach flotter dreier, es meint Gefühle zuzulassen die (noch) da sind z.B. zu verflossenen oder aktuellen und sie einzubauen, v.a. die Gefühle, aber auch Taten, welche? man wird sehen)

Das Projekt der Rituale
(doch doch, vielleicht Tantra und so, die Vorfreude auf den Sex, das zelebrieren)

Das Projekt der Androgynität
(hat viel mit dem fremdsein zu tun, siehe auch Hemmingway: Der Garten Eden)

Gefühle muss man hegen (die Projekte) und pflegen (sie dann entwickeln).

O.k. - das in aller Kürze ...

Alles gesponnen? Alles Schwachsinn?

Du musst es wissen.

Yapp, noch da!
Sehr interessant, was du schreibst!
Allerdings würde mich die längere Version doch interessieren *neugierig*

Die Projekte klingen doch echt spannend!

Auf jeden Fall Danke, dass du dir so viele Gedanken gemacht hast!

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16. Juli 2003 um 17:39
In Antwort auf bonnnie

Ich kann dich verstehen...
...aber deine beschreibung eurer beziehung klingt echt wunderschön, also sei nicht traurig...die schmetterlinge fliegen vielleicht nicht mehr andauernd, aber sicher noch ab und zu, oder?

ich wollt dich noch fragen wegen den trennungen. ich hab mir auch überlegt mich von meinem freund zu trennen, damit er sich seiner gefühle klarer wird, aber ich habe angst, dass trennen für ihn "aus" heisst und, dass er sich dann nciht um mich bemüht.

No Risk no Fun???
Ich denke nicht!
Eine Trennung macht auch vieles kaputt,
zum Beispiel die Geborgenheit!
Natürlich kann es passieren, dass sich dein Schatz besinnt, und nur dich haben will, aber vielleicht gibst du ihm auch nur das Gefühl, das eure Beziehung eine Sache ist, die am seidnen Faden hängt?!

Da man also nie weiß, wie er reagiert (im schlimmsten Fall tröstet er sich noch mit ner anderen *Gotbewahre*
Und deshalb finde ich es falsch, sich quasi als Test zu trenen!

Ihr könnt ja einfach mal weniger zusammen machen!
Eine Woche lang nicht sehen, aber immer unter dem Gesichtspunkt, dass für beide feststeht, dass ihr euch liebt und dass ihr ein Paar seid, also nix mit Trennung auf Zeit oder so!

Bei uns waren die Trenungen immer "berechtigt", also engültige Trennungen, nicht zu versuchszwecken.
Ich glaube auch, dass es nicht funktioniert, wenn man es bewußt macht.

Also: Immer drandenken, dass der Schuß auch nach hinten losgehen kann!

Gib ihm einfach Zeit und Raum, dann wird er schon wissen, was er an dir hat!

Viiieel Glück!!!!

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21. Juli 2003 um 11:29

Trennung
halloo Cin,

sage mal, wie war denn das als ihr euch die zweimale getrennt hattet?Hattet ihr in der zeit Kontakt oder erstmal Funkstille oder wie seid ihr euch dann wieder näher gekommen? Würde mich echt mal interessieren...liebe Grüße
und pass gut auf die Schönste Blume der welt auf okay?
Grüße Delphi!

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