Forum / Liebe & Beziehung

Unser einziger Streitpunkt

26. September um 18:34 Letzte Antwort: 26. September um 20:39

Hallo ihr lieben

Ich bin neu hier, denn ich brauche mal einen Rat. 
Ich bin 23 und er 26.
Wir sind seit fast einem Jahr zusammen und eigentlich läuft alles super, bis auf einer Sache. Ich bin vom typ her jemand, der gerne Zeit allein bzw allein mit dem Partner verbringt. Er ist das komplette Gegenteil, er will immer etwas mit mehreren Leuten unternehmen. Er hat generell einen extrem großen Freundes und Familienkreis. Somit sind wir super oft zu Feiern eingeladen, was für mich oft Stress bedeutet, denn auch er verbringt gerne Zeit mit mir, was mich natürlich freut, allerdings fange ich langsam an immer mehr "nein" zu Einladungen zu sagen, was ihn sehr kränkt. Denn obwohl viele feiern wegen corona abgesagt worden sind, sind es für mich dennoch mittlerweile viele :'. Vorallem ist das ein Problem bei seiner Familie, denn sie feiern (so hab ich das Gefühl ) jede Kleinigkeit.  Und Absagen ist quasi verboten. Letztens wollten wir einen Geburtstag absagen, da es mir tatsächlich nicht gut ging, und er wollte gern bei mir bleiben. Allerdings hat seine mutter angerufen und ihn quasi gezwungen, dorthin zu kommen. Letztes Wochenende hab ich gesagt, dass ich nicht mitkomme zu dem Geburtstag seiner Cousine, da wir die letzten Wochenende auch immer wo eingeladen waren. Er war natürlich wieder traurig, dass er ohne mich dahin ist, aber wir mussten auch extra eine Ausrede suchen, warum ich nicht mit komme. Wir haben schon über das Problem geredet und er sagte mir, dass man schnell nicht gemocht wird, wenn man Feiern absagt. Das beweist auch ein Fall in der Familie in der sein Onkel eine Frau geheiratet hat, die auch eher wie ich ist und seltener bei den Feiern dabei ist. Oft wird sich über sie aufgeregt und gelästert.  Es ist auch nicht so, dass ich generell nie dabei sein will, aber ich übertreibe wirklich nicht, wenn ich sage, dass es wirklich viele Feiern sind. Eigentlich verstehe ich mich noch gut mit seiner Familie und möchte, dass es auch so bleibt. Denn auch heute wurden wir auch wieder eingeladen zu einem Geburtstag, der über 300km entfernt ist, mit Übernachtung. Für mich ist das Stress pur, bei Leuten zu feiern und dann auch noch zu übernachten dort. Viele werden denken : ok die stellt sich voll an " allerdings muss man dazu sagen, dass ich lange Zeit unter einer sozialen Phobie litt. Die habe ich zwar zum großen Teil in den Griff bekommen, bin dennoch sehr schüchtern und mag solche Situationen nicht. Ausserdem hatte ich die letzten Jahre und vor allem das letzte Jahr, extreme Rückschläge im Leben, weswegen ich mir gesagt hab, dass ich einfach an mich denken muss und mehr nein sage zu Sachen, die mich stressen. Ich gehe mein Freundes wegen oft mit und machen auch oft was mit seinen Freunden, allerdings ist es mir manchmal einfach zu viel. Ich würde mich deswegen auch ungern trennen, denn wir versuchen mittlerweile immer einen Mittelweg zu finden. Aber gerade bei seiner Familie ist das extrem schwer. Mein Freund wohnt quasi noch Zuhause , er hat zwar ganz oben quasi seine eigene kleine Wohnung, trotzdem hat die Mutter immer ein Ohr auf uns. Wenn sie hört das einer von uns wach ist, ruft sie an und schreibt dass wir mit denen Frühstücken sollen etc. Oder wenn sie hört dass wir weg fahren, kommt sie quasi sofort an und fragt wohin, was wir machen, mit wem etc. wir können kaum was im Haus machen, ohne dass sie aufeinmal hinter einem steht. Oft haben wir auch Sachen nicht machen können, da die Mutter andere Pläne für uns mit ihr hatte. Das konnten mein Freund und ich zum Glück klären.  Wir wollen bald zusammenziehen und ich hoffe das wenigstens das dann besser ist. Aber vllt. hat ja Jemand eine Idee bzw einen Rat wie wir gerade das "Familienproblem" in den Griff bekommen.

Achso und sorry für meine Schreibweise manchnal. Mein Handy hatte gestern einen Unfall, seit dem ist das Schreiben etwas schwieriger :'

Danke im Vorraus

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26. September um 19:30

Ich würde zuerst mal deinem Freudn versuchen zu erklären, dass dir das zu viel ist. Dass er es versteht und nicht verletzt ist. Einfach mal so, ohne im Zusammenhang mit einer Absage.

Das wird sich durch euer ganzes Leben ziehen und da sollte man das möglichst bald klären.
Die Kontellation an sich ist aber nicht so geschickt. Da kann man nur hoffen, dass ihr einen gemeinsamen Weg findet.

Bei uns ist es ähnlich. Anfangs bin ich immer mit und als ich gemerkt habe, dass es mir nciht gut geht damit, bin ich fern geblieben. Man sollte sich da auch nicht in Ausreden drängen lassen, aber die Situation ist doof. Jedes Mal irgendeinen kleinen Schnupfen vorschieben macht auf Jahre keinen Sinn. Dann bist du halt der Einzelgänger, der lieber seine Ruhe hat.

Ich würde das Mitgehen dann auf Feiern beschränken, bei Leuten, die euch wirklich nahestehen. Die Mutter, die Cousine die ihr regelmäßig seht und trefft uä.

Wenn unterschiedliche Mentalitäten aufeinanderprallen ist es immer schwer. Leider wird von vielen nicht viel Verständnis aufgebracht. Oft hält zumindest eine Seite ihre Einstellung für die einzige wahre. Und leider fühlen sich eben auch manchmal Leute vor den Kopf gestoßen.
Tatsächlich ist das aber deren Problem, wenn sie andere Menschen nicht sein lassen können, wie sie sind und man muss halt auch nicht von jedem gemocht werden.

Die Alternative ist, dass du dich mitschleppst und darüber unglücklich wirst, weil du dich mit etwas regelmäßig belastest, was dir einfach nur Energie zieht, dir aber nichts gibt.

Wichtig ist jetzt erstmal, dass dein Freund das so akzeptiert, es nicht persönlich nimmt und sich dadurch verletzt fühlt.
Vermutlich wird er deswegen immer traurig sein, weil du dann nunmal fehlst. Setzt euch zusammen und besprecht, ob ihr auf die Weise noch Dutzende Jahre zusammensein könnt, oder ob dieser Unterschied im Sozialverhalten einen von euch kaputt machen wird.

Leider ist man manchmal auch einfach zu verschieden. Lieber sieht man das rechtzeitig, als dass es einen aushöhlt oder wenn nacher z.B. Kinder da sind und das Steitprotential deutlich größer wird und die Kinder sich vielleicht noch zwischen den Stühlen fühlen.

LG

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26. September um 20:39
In Antwort auf hannah1231

Hallo ihr lieben

Ich bin neu hier, denn ich brauche mal einen Rat. 
Ich bin 23 und er 26.
Wir sind seit fast einem Jahr zusammen und eigentlich läuft alles super, bis auf einer Sache. Ich bin vom typ her jemand, der gerne Zeit allein bzw allein mit dem Partner verbringt. Er ist das komplette Gegenteil, er will immer etwas mit mehreren Leuten unternehmen. Er hat generell einen extrem großen Freundes und Familienkreis. Somit sind wir super oft zu Feiern eingeladen, was für mich oft Stress bedeutet, denn auch er verbringt gerne Zeit mit mir, was mich natürlich freut, allerdings fange ich langsam an immer mehr "nein" zu Einladungen zu sagen, was ihn sehr kränkt. Denn obwohl viele feiern wegen corona abgesagt worden sind, sind es für mich dennoch mittlerweile viele :'. Vorallem ist das ein Problem bei seiner Familie, denn sie feiern (so hab ich das Gefühl ) jede Kleinigkeit.  Und Absagen ist quasi verboten. Letztens wollten wir einen Geburtstag absagen, da es mir tatsächlich nicht gut ging, und er wollte gern bei mir bleiben. Allerdings hat seine mutter angerufen und ihn quasi gezwungen, dorthin zu kommen. Letztes Wochenende hab ich gesagt, dass ich nicht mitkomme zu dem Geburtstag seiner Cousine, da wir die letzten Wochenende auch immer wo eingeladen waren. Er war natürlich wieder traurig, dass er ohne mich dahin ist, aber wir mussten auch extra eine Ausrede suchen, warum ich nicht mit komme. Wir haben schon über das Problem geredet und er sagte mir, dass man schnell nicht gemocht wird, wenn man Feiern absagt. Das beweist auch ein Fall in der Familie in der sein Onkel eine Frau geheiratet hat, die auch eher wie ich ist und seltener bei den Feiern dabei ist. Oft wird sich über sie aufgeregt und gelästert.  Es ist auch nicht so, dass ich generell nie dabei sein will, aber ich übertreibe wirklich nicht, wenn ich sage, dass es wirklich viele Feiern sind. Eigentlich verstehe ich mich noch gut mit seiner Familie und möchte, dass es auch so bleibt. Denn auch heute wurden wir auch wieder eingeladen zu einem Geburtstag, der über 300km entfernt ist, mit Übernachtung. Für mich ist das Stress pur, bei Leuten zu feiern und dann auch noch zu übernachten dort. Viele werden denken : ok die stellt sich voll an " allerdings muss man dazu sagen, dass ich lange Zeit unter einer sozialen Phobie litt. Die habe ich zwar zum großen Teil in den Griff bekommen, bin dennoch sehr schüchtern und mag solche Situationen nicht. Ausserdem hatte ich die letzten Jahre und vor allem das letzte Jahr, extreme Rückschläge im Leben, weswegen ich mir gesagt hab, dass ich einfach an mich denken muss und mehr nein sage zu Sachen, die mich stressen. Ich gehe mein Freundes wegen oft mit und machen auch oft was mit seinen Freunden, allerdings ist es mir manchmal einfach zu viel. Ich würde mich deswegen auch ungern trennen, denn wir versuchen mittlerweile immer einen Mittelweg zu finden. Aber gerade bei seiner Familie ist das extrem schwer. Mein Freund wohnt quasi noch Zuhause , er hat zwar ganz oben quasi seine eigene kleine Wohnung, trotzdem hat die Mutter immer ein Ohr auf uns. Wenn sie hört das einer von uns wach ist, ruft sie an und schreibt dass wir mit denen Frühstücken sollen etc. Oder wenn sie hört dass wir weg fahren, kommt sie quasi sofort an und fragt wohin, was wir machen, mit wem etc. wir können kaum was im Haus machen, ohne dass sie aufeinmal hinter einem steht. Oft haben wir auch Sachen nicht machen können, da die Mutter andere Pläne für uns mit ihr hatte. Das konnten mein Freund und ich zum Glück klären.  Wir wollen bald zusammenziehen und ich hoffe das wenigstens das dann besser ist. Aber vllt. hat ja Jemand eine Idee bzw einen Rat wie wir gerade das "Familienproblem" in den Griff bekommen.

Achso und sorry für meine Schreibweise manchnal. Mein Handy hatte gestern einen Unfall, seit dem ist das Schreiben etwas schwieriger :'

Danke im Vorraus

Alles okay. Bleib bei deinen Standpunkt.  Es ist zu viel. Solche Leute gibt es. So extrem gesellig, feiern wirklich jedem scheiß obwohl es wirklich nichts zu feiern gibt. Du hast dich genug erklärt. Sa gibt es such nichts zu lästern. Man muss die Leute akzeptieren wie die sind. Du akzeptierst sie auch wie sie sind.  

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