Forum / Liebe & Beziehung

Unglücklich verliebt über ein Jahr ...

3. August 2011 um 21:40 Letzte Antwort: 5. August 2011 um 11:47

Hallo zusammen,

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3. August 2011 um 21:41

Oh Mist ... da fehlte was ...
irgendwie weiß ich gar nicht, was ich sagen soll. Ich (43) bin seit über einem Jahr echt fast eine Marionette. Trotzdem ich Familie habe, hänge ich total an einer (deutlich) jüngeren Bekannten (32). Ich unternehme immer mal wieder was mit ihr, (meist aber nicht allein), sondern mit anderen. Ich bin total gerne mit ihr zusammen, kümmere mich auch gerne um sie und unterstütze sie bei irgendwelchen Dingen (Handwerkliches oder so). Und weil ich aber nicht ganz bescheuert bin (und weder meine Familie verlassen noch mich vollends zum Idioten machen möchte), belasse ich es bei netten SMS oder Mails und vielleicht mal einem Mitbringsel oder einer kleinen Aufmerksamkeit. Ich habe ihr zwar schon gesagt, dass ich sie wirklich gerne mag - konnte sie sich wahrscheinlich auch so denken - aber mehr wollte und will ich auch gar nicht. Das dachte ich zumindest. Inzwischen merke ich aber, dass ich total enttäuscht bin, wenn sie mal auf eine Mail oder SMS nicht antwortet (was aktuell eher die Regel ist). Ich denke mir natürlich die ganze Zeit: verdammt noch mal: sie muss doch auch nicht antworten, wir sind ja kein Paar, aber irgendwie macht es mich doch sehr traurig. Sie ist mir einfach so wichtig, schon fast so wichtig wie meine Familie. Es tut mir einfach so weh, dass ich ihr wohl viel, viel weniger wichtig bin als sie mir. Ich muss auch dazu sagen, dass mir sowas in 15 Jahren Ehe noch nie passiert ist. Klar hat man vielleicht mal für jemanden geschwärmt, aber so lange und so intensiv - das ist echt hart. Hat vielleicht irgendwer einen Tipp? Sollte ich ihr es vielleicht mal sagen, wie es mir geht? Hab aber Angst, dass ich sie dann vielleicht zu sehr nerve und sie dann ganz verliere ... bin echt ziemlich ratlos ...

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4. August 2011 um 18:48
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Oh Mist ... da fehlte was ...
irgendwie weiß ich gar nicht, was ich sagen soll. Ich (43) bin seit über einem Jahr echt fast eine Marionette. Trotzdem ich Familie habe, hänge ich total an einer (deutlich) jüngeren Bekannten (32). Ich unternehme immer mal wieder was mit ihr, (meist aber nicht allein), sondern mit anderen. Ich bin total gerne mit ihr zusammen, kümmere mich auch gerne um sie und unterstütze sie bei irgendwelchen Dingen (Handwerkliches oder so). Und weil ich aber nicht ganz bescheuert bin (und weder meine Familie verlassen noch mich vollends zum Idioten machen möchte), belasse ich es bei netten SMS oder Mails und vielleicht mal einem Mitbringsel oder einer kleinen Aufmerksamkeit. Ich habe ihr zwar schon gesagt, dass ich sie wirklich gerne mag - konnte sie sich wahrscheinlich auch so denken - aber mehr wollte und will ich auch gar nicht. Das dachte ich zumindest. Inzwischen merke ich aber, dass ich total enttäuscht bin, wenn sie mal auf eine Mail oder SMS nicht antwortet (was aktuell eher die Regel ist). Ich denke mir natürlich die ganze Zeit: verdammt noch mal: sie muss doch auch nicht antworten, wir sind ja kein Paar, aber irgendwie macht es mich doch sehr traurig. Sie ist mir einfach so wichtig, schon fast so wichtig wie meine Familie. Es tut mir einfach so weh, dass ich ihr wohl viel, viel weniger wichtig bin als sie mir. Ich muss auch dazu sagen, dass mir sowas in 15 Jahren Ehe noch nie passiert ist. Klar hat man vielleicht mal für jemanden geschwärmt, aber so lange und so intensiv - das ist echt hart. Hat vielleicht irgendwer einen Tipp? Sollte ich ihr es vielleicht mal sagen, wie es mir geht? Hab aber Angst, dass ich sie dann vielleicht zu sehr nerve und sie dann ganz verliere ... bin echt ziemlich ratlos ...

Hatte ich auch
Bei mir war die Sitation irgendwie vergleichbar. Beide verheiratet, Gespräche, Emails, SMS, Telefonate, ich habe ihr irgendwann gesagt daß ich mich in sie verguckt hätte aber weiter nichts von ihr wolle, sie zog sich etwas zurück, aber nicht ganz. Spielte mit, aber nicht richtig, lud mich dann immer wieder ein, um mich aus heiterem Himmel ziemlich brutal abzuservieren. Irgendwo steht das hier auch im Forum in zwei Threads. "Ich hätte sie verfolgt". Wenn es nicht so geschmerzt hätte müsste ich brüllen vor lachen.

Eigentlich hat sie mit mir gespielt, und mich nach Strich und Faden belogen und mir was vorgemacht. Ich habe leider Jahre gebraucht um das zu kapieren. Während sie mir mitteilte, sie könne ja leider leider nicht kommen weil sie keine Zeit habe zog sie mit anderen davon, insbesondere mit einem bestimmten (der nicht ihr Ehemann ist).

Ich habe das irgendwann meiner Ehefrau erzählt, die das ohnehin schon geahnt hatte. Es war einige Tage schwer für sie, irgendwie fühle ich jedoch daß sie mir sehr anrechnet daß ich mich ihr geöffnet habe, und wesentlich war auch, daß die ganze Sache zu dem Zeitpunkt schon vorbei war.

Also, laß es, die Frau will dich nicht, sonst liefe das anders ab. Sie ist möglicherweise genauso eine Mischung aus verlogen ("Ich will doch nur freundlich sein", "Ich habe keine Zeit") und selbstsüchtig (Ein Verehrer poliert das Ego unheimlich auf, besonders vor den Freundinnen) und sozial inkompetent (sonst würde sie verstehen was sie anrichtet), wie meine es war.

Laß es, die Frau die du willst und die dich glücklich macht und liebt ist die, mit der du Glücskpilz verheiratet bist.

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5. August 2011 um 1:15

Midlife crisis ...
... das habe ich offen gestanden auch ziemlich oft gedacht, auch wegen des Altersunterschiedes, aber wenn ich das so lese, was Ihr schreibt, denke ich auch an den Grönemeyer-Text: "Gib mir mein Herz zurück, Du brauchst meine Liebe nicht ... " - das trifft es wahrscheinlich schon. Man kann das ja alles nicht gegeneinander aufrechnen, aber wenn es zu solch einer Einbahnstraßensache wird, ist es natürlich schon ungut - und auch für - zumindest für die meisten Beteiligten - ungesund. Insofern schon jetzt erst Mal vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte. Vieles deckt sich ja wirklich mit dem, was mir grade passiert. Wäre natürlich sehr, sehr bitter, wenn man sich so sehr in einem Menschen täuschen würde. Allerdings kann ich mit der Rolle des Ausgenutzten eher leben als mit der des Ausnutzenden - aber das nur am Rande, ich brauche das natürlich nicht!

Dass es - ein dann unfaires - Spiel ist, kann man aber nicht ausschließen, zumal ich von zumindest einem Fall sicher weiß, wo ein Veranstaltungsbesuch mit mir "wegen zuviel Stress leider" nicht ging, ich aber sehr viel später (kurioserweise von ihr selbst) erfahren habe, dass sie just diese Veranstaltung mit einem anderen Mann dann doch besucht hatte. Das hat mich echt verletzt. Na ja - wie auch immer. Ich werde versuchen, mich von der Sucht zu befreien. Denn definitiv hat es was von Sucht, wenn eine Antwort-SMS für ein paar Stunden Euphorie sorgt und die ausbleibende SMS fast für Depressionen. Sehe ich ja auch selbst ein, dass das irgendwie nicht sein kann.

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5. August 2011 um 11:47
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Midlife crisis ...
... das habe ich offen gestanden auch ziemlich oft gedacht, auch wegen des Altersunterschiedes, aber wenn ich das so lese, was Ihr schreibt, denke ich auch an den Grönemeyer-Text: "Gib mir mein Herz zurück, Du brauchst meine Liebe nicht ... " - das trifft es wahrscheinlich schon. Man kann das ja alles nicht gegeneinander aufrechnen, aber wenn es zu solch einer Einbahnstraßensache wird, ist es natürlich schon ungut - und auch für - zumindest für die meisten Beteiligten - ungesund. Insofern schon jetzt erst Mal vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte. Vieles deckt sich ja wirklich mit dem, was mir grade passiert. Wäre natürlich sehr, sehr bitter, wenn man sich so sehr in einem Menschen täuschen würde. Allerdings kann ich mit der Rolle des Ausgenutzten eher leben als mit der des Ausnutzenden - aber das nur am Rande, ich brauche das natürlich nicht!

Dass es - ein dann unfaires - Spiel ist, kann man aber nicht ausschließen, zumal ich von zumindest einem Fall sicher weiß, wo ein Veranstaltungsbesuch mit mir "wegen zuviel Stress leider" nicht ging, ich aber sehr viel später (kurioserweise von ihr selbst) erfahren habe, dass sie just diese Veranstaltung mit einem anderen Mann dann doch besucht hatte. Das hat mich echt verletzt. Na ja - wie auch immer. Ich werde versuchen, mich von der Sucht zu befreien. Denn definitiv hat es was von Sucht, wenn eine Antwort-SMS für ein paar Stunden Euphorie sorgt und die ausbleibende SMS fast für Depressionen. Sehe ich ja auch selbst ein, dass das irgendwie nicht sein kann.

Es klingt nach Parallelen
"Wäre natürlich sehr, sehr bitter, wenn man sich so sehr in einem Menschen täuschen würde."

Für mich war genau das nach ca. 3 Jahren die Erkenntnis.

Falls deine Geschichte tatsächlich Parallelen auffweist zu meiner, dann würde ich sagen, daß du ganz am Anfang deiner Befreiung stehst. Nämlich etwa dort wo ich meinen ersten Post hier im Forum schrieb, ich glaube vor etwa eineinhalb Jahren.

Zu meiner Geschichte. Der Anfang klingt so ähnlich wie bei dir, für mich fühlte es sich nach einer Freundschaft mit verborgenen Gefühlen auf beiden Seiten an. Ich litt dabei, ich war süchtig nach Aufmerksamkeit von ihr, und ich fürchtete, ich könnte meine Familie verlieren. Ich hatte das so zuvor nie erlebt, und das, obwohl ich einige Male heftig verliebt war. Und ich bin glücklich verheiratet, daran gab es für mich auch nie einen Zweifel.

Für mich begann der Anfang vom Ende damit, daß sie mir auf viele Emails, auf die sie angeblich nur aus Zeitmangel (neugeborenes Kind, konnte ich aus eigener Erfahrung nur allzu gut nachvollziehen) keine Antwort schickte, und ich durch einen Zufall sah, daß das Emailpostfach einer gemeinsamen Freundin voll war von ihren Emails. Ich fühlte mich belogen und hintergangen. Genau das war ich auch.

Jetzt würde ich gerne behaupten, ich hätte den Absprung emotional danach heldenhaft aus eigener Kraft geschafft, aber das stimmt so nicht. Ich brannte vor Leidenschaft, und wollte das sprichwörtliche Leiden beenden. Ich schrieb meine ehrliche Gefühlslage, und die Reaktion war wie immer bei ihr bei Themen mit Tiefgang verbal agressiv. Danach war erstmal Funkstille.

Nach ihrer Rückkehr aus dem Mutterschutz lud sie mich dann noch regelmässig ein, wir sprachen wieder wie zuvor über dieses und jenes. Nachdem sich alles wieder eingerenkt hatte ließ sie mich plötzlich sitzen mit "keine Zeit", "zuviel Arbeit" usw, worauf ich sie mit großer Regelmässigkeit bei Pausen mit anderen fand. Von "keiner Zeit" konnte keine Rede sein, sie wollte nicht, und log mich diesbezüglich offen an. Schließlich servierte sie mich ab, ich würde sie verfolgen weil ich sie ja ständig bei ihren Pausen träfe. Wobei sie wohlbemerkt angeblich zuviel zu Arbeiten hatte um eine Pause zu machen. Was für mich ein Schock war. Das war vor etwa 8 Monaten. Seither reden wir außer "Guten Tag" nicht mehr, was sehr angenehm ist.

Einige Dinge an ihr und mir fallen über die Jahre auf:
1. Sie ist außer Stande "Nein" zu sagen, schlimmer noch, sie sagt freundlich lächelnd und glaubwürdig "Ja" und meint "Nein". Irgendwann platzt es aus ihr heraus. Ich selbst würde mich als feinfühligen Menschen bezeichnen, also an meiner Blindheit liegt es nicht. Sie kennt ihre Schwäche selbst, und beschreibt das als "Freundlichkeit". Sie hätte mich ja nicht verletzen wollen.
2. Sie redet unglaublich viel, über restlos banale Dinge. Stundenlange Gespräche, aber nur alltägliches.
3. Sie legt Wert darauf ständig in allem die beste sein zu wollen. Was sie bedauerlicherweise nicht ist, und sie haßt Situationen, in denen das sichtbar wird.
4. Mir selbst fällt es schwer mein Herz zu lenken, selbst wenn der Verstand schon lange erkannt hat daß etwas faul ist.
5. Ich gebe lieber als daß ich nehme.
6. Ich bin offen, ehrlich, und kommunikativ. In emotionalen Dingen ist sie das exakte Gegenteil.
7. Sie behauptet immer nur freundlich und nett gewesen zu sein, und von meinen Gefühlen nichts bemerkt zu haben, und sie in keiner Weise zu erwiedern. Dies deckt sich in keiner Weise mit ihrem Verhalten, und ich war eindeutig. Ich halte das für grandios gelogen, oder aber ihr geht wirklich jede Fähigkeit zum emotionalen Miteinander, auch sich selbst gegenüber, völlig ab.

Ein Text, der mir zu denken gegeben hatte:
http://www.liebeskummer.ch/gefuehle-einsamkeit-eifersucht-hoerigkeit-rache/total-kaputt-nach-einer-beziehung_t27090.html

Nun sollte eine psychische Diagnose den Fachleuten überlassen bleiben, und psychisch krank war meine Kandidatin wohl nicht. Eher selbstunsicher, feige, und unehrlich zu sich selbst. Dennoch sind einige Parallelen in ihrem und meinen Verhalten in dem Text erkennbar. Die Tendenz passt.

Was ich aus dieser Geschichte dir raten würde. Wenn du sicher sein darfst, daß sie nichts von dir will (so klingt das für mich), dann fahre ihr auf voller Breite mit einem Liebesgeständnis auf. Oder noch besser, versuche sie ins Bett zu bekommen. Halt irgend etwas, was sie zwingt, Farbe zu bekennen. Aufzuhören zu spielen.

Sie wird meiner Meinung nach blocken, und zwar heftig. Denn sie will, wenn das so ist wie meine, nur mit dir spielen ("Freundschaft", obwohl klar ist daß du verliebt bist), du gibst ihr ein schönes Gefühl. Solange du sie lässt, spielt sie weiter. Forderst du als Mann deinen Willen, so muß sie Farbe bekennen. Nicht etwas anbieten, sondern etwas fordern, was auch immer. Höre auf, freiwillig zu liefern. Ab dann kommt endlich etwas ehrliches, die ausnutzende Einbahnstrasse ist unterbrochen. Wenn sie zuvor schon kommunikative Schwächen gezeigt hat, dann geht das an der Stelle weiter, d.h. du hörst eventuell einen verletzenden Text. Hinterlasse nichts womit du deiner Familie gegenüber erpressbar wirst.

Bitte nicht falsch verstehen, ich bin der Meinung daß du auf keinen Fall mit ihr ins Bett solltest, noch ihr eure Geschichte vertiefen solltet. Es geht darum sie zu einem ehrlichen Bekenntnis zu drängen, und genau diese negative Klarheit ermöglicht dir den Absprung.

Ob das als Vorgehen nun fair ist oder nicht? Vermutlich nicht, denn es ist ein destruktives Beenden. Aber war das Spiel davor von ihr fair?

Hauptsache, es endet!

Und ich bin heilfroh mit meiner Frau verheiratet zu sein, und keiner anderen!

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