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Unglücklich mit Wohnsituation

24. März 2006 um 17:15 Letzte Antwort: 29. März 2006 um 0:39

Ich weiß nicht ob ich übersensibel bin oder ob ich normal empfinde. Ich bin mit meinem Freund jetzt über 4 Jahre zusammen, und er ist zu 90% mein Traummann (hab die Formulierung mal so aus einem anderen Thread übernommen, weil sie zutreffend ist). Wir wohnen und studieren in 2 unterschiedlichen Städten (ca 40km Entfernung). Sehen uns schon recht regelmässig. Zumindest an den Wochenenden und manchmal auch zwischendurch. Ich wohne in einer WG, in der wir wirklich nur zusammen wohnen. Er in einer riesigen WG in der er mit den Leuten "zusammenlebt" wie er sagt. Davon sind schon mal 4 Frauen. Versteht mich nicht falsch, ich vertraue ihm voll und ganz. Das ist nicht das Problem. Nur dass er abends nach Hause kommt und den Mädels da zuerst von seinen Tageserlebnissen berichtet, und die ihm auch öfter was zu essen mitkochen, macht mich total fertig. Sollte das nicht meine Aufgabe sein? Selbst wenn ich da bin, und mir total Mühe für einen schönen Abend gebe, brauch nur ein Mädel ins Zimmer kommen, und dann wird ihr erst mal alles erzählt was er so erlebt hat, während ich danebensitze. Das fühlt sich alles für mich so an, als ob es keinen großen Unterschied zwischen den Mädels da und mir gibt, außer dass ich in seinem Bett schlafe.
Empfinde ich das alles zu krass? Mich macht das schon die ganze Zeit fertig solche Szenen mitzuerleben. Ich möchte doch die Frau sein, zu der er abends nach Hause kommt, und dieses Alltagsleben mit ihm haben. Bei ihm hat man kaum Privatsphäre.

Ich bin auch diejenige die mit ihm gerne zusammenziehen würde, was er nach den 4 Jahren immer noch ablehnt. Das ist auch eine Sache die mich belastet. Deswegen sehe ich wahrscheinlich immer die Sachen die die ganzen Frauen haben, und ich gerne hätte, obwohl denen wohl kaum was dran liegen dürfte. Ich hab das Problem lange verdrängt, aber es kommt immer wieder hoch.
Kann mich Frau oder vielleicht auch Mann verstehen? Will mir nicht immer von meinem Freund anhören, dass ich unmöglich reagiere und für alles Verständnis haben soll. =(

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24. März 2006 um 21:14

Hallo!
Oh Du Arme,ich kann Dich sehr sehr gut verstehen,da ich genau so eine Situation hatte!
Es ist wirklich so ein unangenehmes Gefühl,immer sehen zu müssen,dass der eigene Freund von anderen ständig gekümmert und aufgehalten wird.....!
Mit meinem Freund hatte ich das genau dasselbe,und hatte mir auch gesagt,dass ich mehr Verständnis haben sollte,was es eigentlich sehr unfair war.
Mein Freund hatte auch in WG gewohnt,bei seinem Kollege der einzel Haus hatte,und wie bei Dir hatte er mit den Leute dort "zusammengelebt" obwohl er es eigentlich nicht unbedingt wollte,aber alle seine Mitbewohner waren seine Kollegen und Kolleginnen,so musste er auch zusammen unternehmen,soviel sie es verlangt hatten.
ICh hatte mich auch sehr blöd gefürhlt,warum immer eine andere Frauen für ihn kochen,manche wollten ihn ja sogar haben,da waren auch andere Kolleginnen immer als Besuch da,immer irgendwelche Essenpartz gemacht usw.
Da es für mich sehr schwere Fernbeziehung war,hat mich so fertig gemacht.
ICh hatte mich auch gefragt,was der Unterscheid eigentlich zwischen mir und seinen Mitbewohnerinnen war.
Bei mir war danach sehr lange Geschichte,aber warum will dein Freund nicht mit DIr wohnen?Habt ihr darüber genau ausgesprochen?
Naja,manche Männer sind ja sehr empfindlich,vielleicht hat er Angst weiteren Schritt zu machen(nicht mit negativer Bedeutung,einfach macht er vielleicht zu viele GEdanken),"Zusammen ziehen" ist ja für Männer auch grosse Sache,glaube ich.
Aber dass du dich immer so fühlst ist ja auch nicht richtig.Ich finde es auch GAR NICHT unmöglich,dass du es unangenehm findest,wegen seinen Mitbewohnerinnen.Natürlich gibt es auch Frauen,die soetwas OK finden,aber mich würde es auch verletzen und unsicher machen.
Dein Freund musst ja auch Verständnis haben,dass Du dabei nicht wohl fühlst,da er mit dir zusammen ist,ist er doch verantwortlich für eure Beziehung ernst zu sein,ist meiner Meinung nach.
Aber ist es für Männer auch schwer,das zu verstehen,wie unangenehm es ist,wenn andere Frauen immer für ihn kochen,oder immer alles wissen wollen,obwohl sie eigentlich mit ihm nicht zu tun haben.Es nervt wirklich!
Rede nochmal ganz intensiv mit ihm darüber,dass Du sehr gerne mit ihm wohnen willst,4 Jahre sind eigentlich schon lang genug sein,natürlich aber für jeden anders.ISt er vielleicht so bisschen konservativ,dass er kurz vor Heiraten mit Dir zusammenziehen will?Frag,warum er noch nicht will,ist doch eigentlich sehr wichtiges Thema,oder?
Versuch mal ein paar Wochenende nur für euch zu haben,d.h.essen gehen,in ganz gemütlichem Local oder Cafe,oder Restaurant,wo irh auch in Ruhe reden könnt!
Mag sein,dass er es nicht gleich kappiert,dass die Situation dich quält,aber dann sei bisschen geduldig und erkläre ihm bis er wenigstens dich versteht.Weil es für ihn normal scheint,darfst Du es nicht unangenehm finden??Ist doch wirklich egoistisch,wenn er nicht auf dich hören will.Er ist doch DEIN Freund.Dein Partner.
Also,quäl dich nicht wegen den Gedanken,ob Du unmöglich reagieren würdest.Es ist ganz normal dass Du es unangenehm findest.
Wünsche DIr viele KRaft,und hoffe,dein Freund versteht dich schnell.

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25. März 2006 um 2:24

Hallo
Tja, warum möchte er nicht mit mir zusammenziehen? Es ist das leidige Thema in unserer Beziehung. Als Antwort kommt immer, dass er noch nicht soweit ist, dass er sich mit 25 noch zu jung fühlt. Er sieht es auch eher als Einengung anstatt als Liebesbeweis. Ich wiederum empfinde seine Haltung als Ablehnung. Ein Teufelskreis. Der Witz ist, dass wir uns immer super verstehen wenn wir uns sehen, und dann die harmonischste Zeit überhaupt verleben. Deswegen verstehe ich ihn selber nicht. Wir lieben uns abgöttisch, aber das Thema steht immer zwischen uns. Und er versteht absolut nicht wie ich unter der Wohnsituation so leiden kann.

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25. März 2006 um 8:27

Hi
kann sehr gut verstehen, dass dir die situation zu schaffen macht, würde mir an deiner stelle nicht anders gehen. kann dir nur empfehlen ein ruhiges gespräch mit ihm zu suchen, dass man eine lösung findet. bist du mehr bei ihm zu besuch oder ist er genauso oft bei dir? erklär ihm deine gefühle und vereinbart dinge, wenn du bei ihm bist, z.b. dass ihr am wochenende einen abend nur für euch habt. dann kommt ein schild an seine tür mit bitte nicht stören - beziehungszeit, was für die anderen bewohner heisst, dass sie nicht sein zimmer stürmen und ihn zutexten. oder wie eine meiner vorrednerinnen schon geschrieben hat, geht essen,... hängt nicht nur in der wg rum, sondern unternehmt regelmäßig was schönes nur zu zweit. dann kommst du bestimmt besser damit zurecht, weil du auch die momente hast, in denen seine ganze aufmerksamkeit nur dir gehört, woraufhin man im anschluss leichter "teilen" kann.

zum thema zusammenziehen - hast du dir oder vielmehr ihr euch überhaupt schonmal nähere gedanken zu dem thema gemacht? du schreibst, dass ihr 40 km auseinander wohnt, wer würde denn wenn es zur gemeinsamen wohnung kommt in wessen stadt ziehen? ich denke auch, dass man nach vier jahren schon ne basis fürs zusammenziehen hat, aber bei euch hängen ja noch andere faktoren mit drin. ich kann mir schon einige dinge vorstellen, weswegen er diesen schritt zur zeit noch ablehnt. zum einen ist das der punkt, dass einer von euch beiden ab dann 40 km zur uni hat. wenn er in deine stadt zieht, muss er sein soziales umfeld schon in gewisser weise zurücksetzen. du sagst ja, dass es bei ihm in der wg ein richtiges harmonisches "zusammenleben" ist, da würde ihm der schritt daraus deutlich schwerer fallen als dir in einer "zweck-wohnen-wg". wenn du jetzt in seine stadt ziehen würdest, müsstest du deine freundschaftlichen bindungen zurücksetzen. da kann es sein, dass er sorge hat, dass es dich nicht glücklich macht oder auch dass ihr euch vielleicht etwas von der beziehung kaputtmacht. er befürchtet eventuell auch, dass du dich dann vielleicht und gerade im alltag zu sehr auf ihn und die beziehung fixierst, weil er dann ja nur noch die vertrauteste person für dich ist, da dein hauptfreundeskreis in deiner alten stadt zurückgeblieben ist. gut, dritte wohnvariante: man zieht in der mitte der städte zusammen. dann habt ihr bezugsmäßig erstmal nur noch euch und beide nen grösseren aufwand eure freundeskreise zu pflegen. da kann es schnell passieren, dass der ausgleich in der beziehung fehlt, sehen der freunde ist lästiger und umständlicher, man bekommt schneller frust, die decke fällt einem schneller auf den kopf und man kann es nicht eben schnell kompensieren und man wird einander vielleicht schlimmstenfalls satt und streitet nur noch rum. du beschreibst eure liebe als etwas wunderschönes, was vorne und hinten einfach passt. hältst du es eventuell für möglich, dass er sich vorm zusammenziehen drückt, weil er genauso empfindet und sorge hat, dass ihr zuviel alltag bekommt und euch etwas zerstört dadurch? auf der einen seite steht bei euch ne tolle beziehung und vier gemeinsame jahre, auf der anderen seite die studentenzeit mit freunden, freiheiten und den letzten jahren, die man vorm job noch eher unbeschwert geniessen kann und nur einmal im leben hat. wenn du darüber nachdenkst, sollte dir auch auffallen, dass man den alltag noch genug bekommen kann, da hat man ein ganzes leben zeit zu, aber die studentenzeit kann man nicht irgendwann mal nachholen. versuch dass ein bisschen lockerer zu sehen und versuch erstmal die dinge mit ihm zu regeln, die die momentane situation erträglicher und schön machen, wie am anfang oben beschrieben. es wäre doch schade, wenn ihr euch unnötig etwas kaputtmacht.
ich bin mit meinem freund jetzt über drei jahre zusammen, studiere auch, er ist schon fertig. wir lieben uns auch über alles und schätzen unsere beziehung sehr. seit einem halben jahr wohnt er bei mir. das ganze war nicht geplant, sondern kam durch eine ganz blöde situation in seinem leben, wodurch er bei mir eingezogen ist. nach über drei jahren und mit der liebe sollten wir auch die basis dafür haben, aber es funktioniert nicht wirklich. gerade der permanente alltag bringt sehr viel stress rein. es ist eben doch nicht so, dass man sich liebt, sich immer auf den anderen freut, abends schön erzählt und alles toll ist. klar, superschöne momente hat man natürlich auch, aber man muss auch immer rücksicht nehmen, kompromisse schliessen und hat wenig rückzugsraum. gerade dadurch, dass ich hier meinen freundeskreis habe und er nur einige bekanntschaften aus den letzten monaten, fixiert er sich sehr auf mich. das erdrückt einen manchmal ziemlich und nimmt auch viel an besonderen momenten. man sieht sich immer, es gibt nicht mehr wirklich die situationen, wo man sich so richtig auf den anderen freuen kann, weil man ihn länger nicht gesehen hat. man hat nicht mehr soviel zum erzählen, weil der andere eh viel vom alltagsgeschehen mitbekommt und selten mal was spektakuläres an einem tag vorfällt. es ist alles routinierter geworden und oft einfach nur dasselbe jeden tag. das nimmt viel spannung und pep von der beziehung.
du siehst zur zeit die schönen dinge, die die anderen an ihm haben. aber vielleicht unterschätzt du auch, dass die dinge, die du zur zeit noch als so toll und reizvoll ansiehst, weil du sie nicht mal eben so haben kannst, nicht immer so interessant und toll bleiben, wenn man zusammenlebt und sie jeden tag regelrecht gezwungenermaßen hat und zusätzlich auch die verantwortung des zusammenlebens hinzukommt (rücksicht, kompromisse, alles absprechen müssen, gemeinsam entscheiden müssen,...).
aus meiner erfahrung kann ich dir nur raten, die zeit der unbeschwertheit noch zu geniessen und das noch nicht zusammenwohnen nicht als belastung anzusehen. aber gestaltet euch die momentane situation schöner und schafft euch mehr privatsphäre. du hast zwar im moment das gefühl, dass die mädels dir da was wegnehmen, aber so blöd das auch klingt, sie nehmen dir gerade eher etwas ab, was du auf lange sicht eurer beziehung noch früh genug und dann das volle programm haben wirst. wenn ihr erst zusammenwohnt, musst du dich um sämtliches alltagsgeschehen kümmern, da kannst dus dir nicht mehr aussuchen und dann bereitet es nicht nur noch freude, sondern kann auch streckenweise ganz schön belasten. das solltest du auch bei deiner bzw. euren entscheidungen überdenken.

wünsche dir alles gute,
babsi

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29. März 2006 um 0:39
In Antwort auf meryem_11920509

Hi
kann sehr gut verstehen, dass dir die situation zu schaffen macht, würde mir an deiner stelle nicht anders gehen. kann dir nur empfehlen ein ruhiges gespräch mit ihm zu suchen, dass man eine lösung findet. bist du mehr bei ihm zu besuch oder ist er genauso oft bei dir? erklär ihm deine gefühle und vereinbart dinge, wenn du bei ihm bist, z.b. dass ihr am wochenende einen abend nur für euch habt. dann kommt ein schild an seine tür mit bitte nicht stören - beziehungszeit, was für die anderen bewohner heisst, dass sie nicht sein zimmer stürmen und ihn zutexten. oder wie eine meiner vorrednerinnen schon geschrieben hat, geht essen,... hängt nicht nur in der wg rum, sondern unternehmt regelmäßig was schönes nur zu zweit. dann kommst du bestimmt besser damit zurecht, weil du auch die momente hast, in denen seine ganze aufmerksamkeit nur dir gehört, woraufhin man im anschluss leichter "teilen" kann.

zum thema zusammenziehen - hast du dir oder vielmehr ihr euch überhaupt schonmal nähere gedanken zu dem thema gemacht? du schreibst, dass ihr 40 km auseinander wohnt, wer würde denn wenn es zur gemeinsamen wohnung kommt in wessen stadt ziehen? ich denke auch, dass man nach vier jahren schon ne basis fürs zusammenziehen hat, aber bei euch hängen ja noch andere faktoren mit drin. ich kann mir schon einige dinge vorstellen, weswegen er diesen schritt zur zeit noch ablehnt. zum einen ist das der punkt, dass einer von euch beiden ab dann 40 km zur uni hat. wenn er in deine stadt zieht, muss er sein soziales umfeld schon in gewisser weise zurücksetzen. du sagst ja, dass es bei ihm in der wg ein richtiges harmonisches "zusammenleben" ist, da würde ihm der schritt daraus deutlich schwerer fallen als dir in einer "zweck-wohnen-wg". wenn du jetzt in seine stadt ziehen würdest, müsstest du deine freundschaftlichen bindungen zurücksetzen. da kann es sein, dass er sorge hat, dass es dich nicht glücklich macht oder auch dass ihr euch vielleicht etwas von der beziehung kaputtmacht. er befürchtet eventuell auch, dass du dich dann vielleicht und gerade im alltag zu sehr auf ihn und die beziehung fixierst, weil er dann ja nur noch die vertrauteste person für dich ist, da dein hauptfreundeskreis in deiner alten stadt zurückgeblieben ist. gut, dritte wohnvariante: man zieht in der mitte der städte zusammen. dann habt ihr bezugsmäßig erstmal nur noch euch und beide nen grösseren aufwand eure freundeskreise zu pflegen. da kann es schnell passieren, dass der ausgleich in der beziehung fehlt, sehen der freunde ist lästiger und umständlicher, man bekommt schneller frust, die decke fällt einem schneller auf den kopf und man kann es nicht eben schnell kompensieren und man wird einander vielleicht schlimmstenfalls satt und streitet nur noch rum. du beschreibst eure liebe als etwas wunderschönes, was vorne und hinten einfach passt. hältst du es eventuell für möglich, dass er sich vorm zusammenziehen drückt, weil er genauso empfindet und sorge hat, dass ihr zuviel alltag bekommt und euch etwas zerstört dadurch? auf der einen seite steht bei euch ne tolle beziehung und vier gemeinsame jahre, auf der anderen seite die studentenzeit mit freunden, freiheiten und den letzten jahren, die man vorm job noch eher unbeschwert geniessen kann und nur einmal im leben hat. wenn du darüber nachdenkst, sollte dir auch auffallen, dass man den alltag noch genug bekommen kann, da hat man ein ganzes leben zeit zu, aber die studentenzeit kann man nicht irgendwann mal nachholen. versuch dass ein bisschen lockerer zu sehen und versuch erstmal die dinge mit ihm zu regeln, die die momentane situation erträglicher und schön machen, wie am anfang oben beschrieben. es wäre doch schade, wenn ihr euch unnötig etwas kaputtmacht.
ich bin mit meinem freund jetzt über drei jahre zusammen, studiere auch, er ist schon fertig. wir lieben uns auch über alles und schätzen unsere beziehung sehr. seit einem halben jahr wohnt er bei mir. das ganze war nicht geplant, sondern kam durch eine ganz blöde situation in seinem leben, wodurch er bei mir eingezogen ist. nach über drei jahren und mit der liebe sollten wir auch die basis dafür haben, aber es funktioniert nicht wirklich. gerade der permanente alltag bringt sehr viel stress rein. es ist eben doch nicht so, dass man sich liebt, sich immer auf den anderen freut, abends schön erzählt und alles toll ist. klar, superschöne momente hat man natürlich auch, aber man muss auch immer rücksicht nehmen, kompromisse schliessen und hat wenig rückzugsraum. gerade dadurch, dass ich hier meinen freundeskreis habe und er nur einige bekanntschaften aus den letzten monaten, fixiert er sich sehr auf mich. das erdrückt einen manchmal ziemlich und nimmt auch viel an besonderen momenten. man sieht sich immer, es gibt nicht mehr wirklich die situationen, wo man sich so richtig auf den anderen freuen kann, weil man ihn länger nicht gesehen hat. man hat nicht mehr soviel zum erzählen, weil der andere eh viel vom alltagsgeschehen mitbekommt und selten mal was spektakuläres an einem tag vorfällt. es ist alles routinierter geworden und oft einfach nur dasselbe jeden tag. das nimmt viel spannung und pep von der beziehung.
du siehst zur zeit die schönen dinge, die die anderen an ihm haben. aber vielleicht unterschätzt du auch, dass die dinge, die du zur zeit noch als so toll und reizvoll ansiehst, weil du sie nicht mal eben so haben kannst, nicht immer so interessant und toll bleiben, wenn man zusammenlebt und sie jeden tag regelrecht gezwungenermaßen hat und zusätzlich auch die verantwortung des zusammenlebens hinzukommt (rücksicht, kompromisse, alles absprechen müssen, gemeinsam entscheiden müssen,...).
aus meiner erfahrung kann ich dir nur raten, die zeit der unbeschwertheit noch zu geniessen und das noch nicht zusammenwohnen nicht als belastung anzusehen. aber gestaltet euch die momentane situation schöner und schafft euch mehr privatsphäre. du hast zwar im moment das gefühl, dass die mädels dir da was wegnehmen, aber so blöd das auch klingt, sie nehmen dir gerade eher etwas ab, was du auf lange sicht eurer beziehung noch früh genug und dann das volle programm haben wirst. wenn ihr erst zusammenwohnt, musst du dich um sämtliches alltagsgeschehen kümmern, da kannst dus dir nicht mehr aussuchen und dann bereitet es nicht nur noch freude, sondern kann auch streckenweise ganz schön belasten. das solltest du auch bei deiner bzw. euren entscheidungen überdenken.

wünsche dir alles gute,
babsi

Hi Tigermouse!
Dankeschön für Deine Antwort. Du hast mich nachdenklich gemacht. Erstmal zu Deinen Fragen:

Also am Anfang von meinem Studium hatte ich eignetlich in Erwägung gezogen in seine Stadt zu ziehen, und dann jeden Tag mit dem Zug zur Uni zu fahren. Das wäre eine Std gewesen, und um bei ihm zu sein hätte ich das gerne in Kauf genommen. So gesehen war es wahrscheinlich von ihm schon die bessere Entscheidung es nicht gemacht zu haben. So hätte ich mir nie den Frauendeskreis aufbauen können, den ich jetzt habe, und hätte mich auch abhängiger gefühlt. Ich habe mich mehr oder weniger damit abgefunden, dass das auch frühestens in 2 Jahren, nach dem Studium, möglich sein wird zusammenzuziehen. Nur ich würde das halt lieber in dieser unbeschwerten Phase ausprobieren, weil es jetzt viel einfacher ist nach einer eventuellen Trennung wieder in eine WG zu ziehen, anstatt den ganzen Stress mit einer komplett eingerichtetetn Wohnung zu haben, in der eine Menge Geld steckt. Da steckt für mich viel mehr Druck hinter. Ich hab es mir halt total toll vorgestellt die schönste Zeit im Leben zusammen zu verbringen ohne diese räumliche Trennung. Jetzt kann man halt noch ein paar Nächte durchmachen, auf Uni-Parties gehen, nur das erleben wir halt alles getrennt.

Ich würde das mit seiner WG auch viel mehr akzeptieren, wenn er das auch eher als Überbrückung sehen würde, und auch davon träumen würde mit mir zusammen zu wohnen. Wenn wir da einfach drüber sprechen könnten, so in der Art "Wenn wir bald zusammenwohnen, dann kaufen wir das, richten das Zimmer so ein, wachen nebeneinander auf..." Aber nein, wenn ich mit sowas ankomme bekommt er Panik, und ich überlege was ich noch tun muss, damit er darauf Bock hat. Obwohl ich weiß, das das bei ihm von alleine kommen muss, und wenn da ein Zwang hintersteht, das das dann schon von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Aber ich will einfach wissen ob wir uns in einer gemeinsamen Wohnung die Köpfe einschlagen oder immer noch genausogut harmonieren. Ich will sozusagen Gewissheit haben, dass er Mr. Right ist. Wenn wir zusammenziehen, und uns nach einem halben Jahr trennen, weil es nicht funktioniert, hätte ich das Gefühl die Jahre verschenkt zu haben. Ich hätte einen Mann finden können, der gerne mit mir zusammenziehen möchte, mich mit Haut und Haaren will. Immerhin bin ich auch schon fast 25. In dem Alter wohnen so viele Paare zusammen und sind zudem noch verheiratet und haben Kinder. Das will ich ja gar nicht, aber ich habe schon das Gefühl, dass mir die Zeit davonrennt.

Und ja, ich habe noch die Illusion, das wenn wir zusammen wohnen, dass dann die Beziehung noch schöner wird, auch wenn man immer vom Gegenteil hört. Genauso wie bei Dir. Man freut sich nicht mehr so sehr aufeinander, und muss auf einmal gegen den Alltag ankämpfen, den man doch so gern erleben wollte. Könnt ihr das alle bestätigen, oder gibt es auch Paare, die sagen, die Qualität der Beziehung hat sich verbessert seitdem ihr zusammenwohnt? Ist es von vornherein vorprogrammiert, dass eine Beziehung dann als langweiliger empfunden wird und die Leidenschaft dem Alltagstrott zum Opfer fällt? Klärt mich auf, falls ich das alles zu naiv sehe =).

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vom Redaktionsteam