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Unglücklich in Ausbildung, nur Probleme mit der Chefin

18. Februar 2016 um 13:22

Hallo liebe Leute,

ich weiß nicht genau wie ich das alles aufschreiben soll.
Ich bin Anfang 20 und habe erst ein Studium begonnen, welches ich aber aus Angst es nicht zu bestehen abgebrochen habe nach 1 Semester (ich bereue die Entscheidung sehr).

Anschließend habe ich eine Ausbildung im Einzelhandel begonnen wo ich nun im 2. Lehrjahr bin. Und damit fängt es an.

Irgendwie kommen meine Chefin und ich auf keinen grünen Zweig. In der Schule bin ich sehr gut, auch die Arbeit an sich mache ich nicht schlecht und fachlich bin ich jetzt nicht mega inkompetent, ich merke mir da viel, was ich im Kundengespräch anwenden kann aber sobald es um meine Selbstorganisation (Berichtshefte etc) geht wird es schwer bei mir. Deswegen hat sie mich auch schon um ein Gespräch gebeten welches im Januar stattfand. Im Moment bin ich sehr darum bemüht das zu bessern, aber die letzten Wochen war ich kaum in der Filiale (Schule, Urlaub, Krankheitsausfall...) und hatte jetzt am ersten Tag wieder in der Filiale schon wieder eine schriftliche Info, dass ich wieder bei ihr antanzen kann, weil ich in dieser Zeit (wo ich ja nicht da war) meine Wochenberichte nicht vollständig geführt habe.

Ich war völlig überrascht, weil das absolut für mich aus dem nichts kam und ich habe das Gefühl, dass mir keine Chance gelassen wird vorangegangene Fehler zu verbessern.

Desweiteren sind mir einige Aussagen die sie macht zu persönlich bzw. ich hätte mir gewünscht, dass es anders formuliert wird (wenn ich es immer und immer und immer wieder falsch mache verstehe ich, dass ihr Ton nicht mehr der freundlichste ist, aber wenn es das erste Mal angesprochen wird empfinde ich das als unberechtigt) und auf einmal werden auch Vorwürfe ausgepackt, dass ich etwas dauernd falsch mache, obwohl das Problem zum ersten Mal an mich herangetragen wird. Außerdem kam es nicht zum ersten Mal vor, dass sie mir drei verschiedene Sachen hintereinander erzählt hat und jedes Mal auf's Neue bekam ich Ärger dafür wie ich es zuvor gemacht habe.

Ich habe einfach das Gefühl, dass sie mich zum äußersten Reizen möchte manchmal. Und dann wieder habe ich das Gefühl, dass sie es eigentlich nicht böse meint.

Das alles würde ich aber noch verkraften, wenn mir der Job wenigsten Spaß machen würde, aber er ist absolut nichts für mich. Ich langweile mich total und ich möchte nie wieder in diesem Bereich arbeiten, wenn meine Ausbildung rum ist.

Ich habe jedes Mal bevor ich arbeiten gehen muss totale Panik vor der Chefin dass wieder etwas kommt und seit der letzten Info schwanke ich dauernd zwischen "irgendwie bekomme ich das geklärt" und "Ich will die Filiale niemals wieder betreten!". Ein kompletter Filialwechsel ist natürlich möglich, aber ob sich da viel ändert weiß ich nicht. Zumal ich Sorge habe, dass man mich abwimmelt, weil irgendwie noch kein Lehrling vor mir solche Probleme mit der Chefin hatte oder da die Filialleiter untereinander im Kontakt stehen, dass es nur schlimmer wird. Und ich frage mich auch was ICH falsch gemacht oder kommuniziert habe, dass es gerade mich so trifft.

Ich würde wirklich gerne hinschmeißen, aber dann hätte ich im Prinzip zwei geschmissene Ausbildungen ohne Abschluss und was bringt mir das dann? Aber noch 1,5 Jahre fast jeden Tag dort hin.... Ich heule doch jetzt schon regelmässig los, wenn ich weiß, dass ich wieder dorthin muss.

Wie soll ich mit ihr kommunizieren, dass ich mir Mühe gebe und mich versuche zu bessern ohne, dass es ausarten könnte? Was kann ich tun?

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18. Februar 2016 um 13:28

Ohje
Das ist jetzt arg lang geworden

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18. Februar 2016 um 14:03

Geht das mit den Wochenberichten nicht nach Schema F?

Machst du einen, hast du alle.

Und deine Vorgesetzte wird sich nach dem Gespräch um andere Dinge kümmern. Die wird schon nicht alle Filialleiter der Region anrufen und petzen.

Oder bist du (auch) persönlich geworden?

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18. Februar 2016 um 14:05
In Antwort auf 4q

Geht das mit den Wochenberichten nicht nach Schema F?

Machst du einen, hast du alle.

Und deine Vorgesetzte wird sich nach dem Gespräch um andere Dinge kümmern. Die wird schon nicht alle Filialleiter der Region anrufen und petzen.

Oder bist du (auch) persönlich geworden?

Noch ein kleiner Tipp für die Wochenberichte: Steck dir bei der Arbeit einen kleinen Block und einen kleinen Bleistift ein und macht dir immer, wenn du Zeit hast, kleine Notizen zu den Sachen, die du die letzten paar Stunden gemacht hast. Am Wochenende kannst du die fix am PC zusammenfassen ohne groß nachzudenken. Das erleichtert die Sache enorm.

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18. Februar 2016 um 14:18
In Antwort auf 4q

Noch ein kleiner Tipp für die Wochenberichte: Steck dir bei der Arbeit einen kleinen Block und einen kleinen Bleistift ein und macht dir immer, wenn du Zeit hast, kleine Notizen zu den Sachen, die du die letzten paar Stunden gemacht hast. Am Wochenende kannst du die fix am PC zusammenfassen ohne groß nachzudenken. Das erleichtert die Sache enorm.

Ich habe
so ein Formblatt auf die ich die handschriftlich machen muss.
Und es ist ja nicht so, als ob ich die nicht mache, ich mache sie sehr gewissenhaft eigentlich und am liebsten direkt nach der Arbeit. Aber wenn ich mehrere Wochen nicht da bin kann ich die ja schlecht ausgefüllt vorlegen. Es war ja auch nichts was irgendwie in dem Maße planbar war (also ich lege vorher schon vor, dass ich lediglich Urlaub hatte oder so).

Und ich bin auch jemand, ich mache die auch wirklich so wie ich gearbeitet habe. Also wenn ich Beratung im Bereich xyz gemacht habe, dann gebe ich das an, am liebste mit der Kundenfrage dabei.

Und persönlich geworden bin ich nie, nein. Aber es gibt regelmässig (ich weiß nicht genau wie ich es nennen soll) so "Treffen" untereinander und ich denke schon, dass sowas da auf den Tisch kommen könnte...

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18. Februar 2016 um 16:22

Aber wenn...
...ein Filialwechsel möglich ist, warum strebst du das dann nicht an? Traust du dich nicht mit ihr darüber offen zu reden? ( Ist sie die Filialleiterin oder gibt es noch jemanden der über ihr steht? )

Schon mal mit dem stellvertretenen Filialleiter gesprochen ob der nicht ggf. vermitteln kann? Alternativ würde ich mal bei der IHK oder der Handelskammer anrufen, die können auch vermitteln.

Aber du wiederholst dein Muster, du hast dein Studium abgebrochen aus Angst es nicht zu schaffen und nun ignorierst du die Möglichkeit ggf. die Filiale wechseln zu können.

Das mit den Ausbildungsnachweisen ist natürlich wichtig und es ist gut, dass sie dort hinterher ist. Aber sie könnte auch ein wenig Rücksicht darauf nehmen warum diese zu dem Zeitpunkt nicht vorlagen.

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19. Februar 2016 um 19:10

Ich glaube
ich habe mich in manchen Punkten sehr missverständlich ausgedrückt:

Zum Abbrechen:
Ich habe geschrieben, dass ich am liebsten alles hinschmeißen möchte. Aber ich habe bewusst im Konjunktiv geschrieben, weil ich es definitiv nicht vorhabe. Ich bin meiner Meinung nach zu oft vor Konflikten weggelaufen und möchte nicht in das Muster geraten, dass ich jedes Mal wenn Probleme auftauchen alles hinschmeiße.

Zu den Berichtsheften:
Es geht nicht um die Wochenberichte. Das war jetzt aktuell der Punkt, aber an sich müssen wir auch andere Berichte schreiben und um die geht es eher.

Zu dem kompletten Filialwechsel:
Es war nie mein Favorit, da sich die Filialleitungen öfter mal treffen und sich untereinander austauschen. Wenn ich wechseln möchte kommt das dort ja auch auf den Tisch und ich befürchte dort direkt einen schlechten Stand zu haben.

Und zu der Arbeitszeit:
Meine Chefin ist jemand, dem es wichtig ist, dass Berichte grundsätzlich während der Arbeit gemacht werden und nicht daheim/ in der Freizeit, da ist sie sehr hinter, ich denke dass das missverständlich war.



Und ich habe auch "Neuigkeiten":
Mir ist es eigentlich wichtig viel persönlich zu klären und meine Chefin und ich hatten heute mit der stellvertretenden Filialleitung ein Gespräch. Zuerst war sie sauer wie noch was aber es ist dann sehr umgeschlagen.

Hierzu muss ich sagen, dass ich ein extrem schweres 2014/2015 hatte und dort schon in Teilzeit in dem Betrieb war. Ich hatte das hier nicht geschrieben, weil ich eigentlich für mich der Meinung war, dass das nichts miteinander zu tun hat.

In dieser Zeit war meine Chefin sehr verständnisvoll, für mich ein weiterer Grund wirklich in dem Unternehmen die Ausbildung zu machen. Und was mich extrem enttäuscht hat war vor kurzem ihre Aussage, dass ich ein schweres Jahr hatte, aber langsam mal gut ist. Ich kam mir auf einmal wie eine von vielen vor. So doof es klingt, aber das hatte ich vorher nie gedacht eben weil man immer für mich da war.

Auf jeden Fall ist die Stimmung umgeschlagen, als sie von sich aus auf dieses Thema kam und auch meinte, dass ich mir da nie genug Auszeit genommen habe und es völlig in Ordnung ist, dass es mir deswegen noch schlecht geht.

Wir sind so verblieben, dass wir ein Gespräch führen mit weiteren Instanzen, die da auch besser geschult sind als sie oder ich und mit denen dann schauen wie es weitergehen kann.

Ich hoffe, dass das so jetzt verständlich war
Wenn nicht fragt ruhig.

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19. Februar 2016 um 20:19

Die Ausbildung durchzuziehen ist meiner Meinung nach Lebenszeitverschwendung
Ich habe die anderen Antworten jetzt nicht gelesen, aber bei einer stand, glaube ich, dass du an deine Arbeitseinstellung arbeiten sollst, aber ich finde, dass du dich in deinem Eintrag eigentlich ziemlich verfünftig anhörst ^^
Für mich klingt das eher nach einer Reihe von unglücklichen Gegebenheiten. Du hast eine Entscheidung getroffen, die du jetzt bereuhst. Das passiert wahrscheinlich jedem nicht nur einmal im Leben. Wenn du keinen Bock auf den Beruf hast den du erlernst, dann lass es doch. Du bist doch erst anfang 20. Ich kenne mehrere Leute, die mit 30, 40, 50 beruflich noch einmal neu angefangen haben und ich bewundere das sehr. Da würde ich mir mit anfang 20 keine Sorgen machen. Ich habe meine erste Ausbildung auch abgebrochen, weil ich wusste, dass ich das später nicht weiter machen werde. Meine jetzige macht mir auch nicht immer wirklich Spaß, aber ich habe schon im FSJ in diesen Beruf hieinschnuppern können und weiß, dass es sich lohnt die Ausbildung durchzuziehen, damit ich später das machen kann, was ich gerne mache.
Ich finde nicht, dass du etwas durchziehen solltest, dessen Ziel dir überhaubt nicht zusagt. Das ist doch verschwendete Lebenszeit. Hauptsache du lässt dich jetzt nicht hängen und suchst dir neue Ziele. Mach doch einfach mal Praktika, jobbe und finde heraus was du möchtest.

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19. Februar 2016 um 20:30
In Antwort auf ilise_12066402

Die Ausbildung durchzuziehen ist meiner Meinung nach Lebenszeitverschwendung
Ich habe die anderen Antworten jetzt nicht gelesen, aber bei einer stand, glaube ich, dass du an deine Arbeitseinstellung arbeiten sollst, aber ich finde, dass du dich in deinem Eintrag eigentlich ziemlich verfünftig anhörst ^^
Für mich klingt das eher nach einer Reihe von unglücklichen Gegebenheiten. Du hast eine Entscheidung getroffen, die du jetzt bereuhst. Das passiert wahrscheinlich jedem nicht nur einmal im Leben. Wenn du keinen Bock auf den Beruf hast den du erlernst, dann lass es doch. Du bist doch erst anfang 20. Ich kenne mehrere Leute, die mit 30, 40, 50 beruflich noch einmal neu angefangen haben und ich bewundere das sehr. Da würde ich mir mit anfang 20 keine Sorgen machen. Ich habe meine erste Ausbildung auch abgebrochen, weil ich wusste, dass ich das später nicht weiter machen werde. Meine jetzige macht mir auch nicht immer wirklich Spaß, aber ich habe schon im FSJ in diesen Beruf hieinschnuppern können und weiß, dass es sich lohnt die Ausbildung durchzuziehen, damit ich später das machen kann, was ich gerne mache.
Ich finde nicht, dass du etwas durchziehen solltest, dessen Ziel dir überhaubt nicht zusagt. Das ist doch verschwendete Lebenszeit. Hauptsache du lässt dich jetzt nicht hängen und suchst dir neue Ziele. Mach doch einfach mal Praktika, jobbe und finde heraus was du möchtest.

Scheinbar
bin ich die Einzige, die das so sieht Wenn du die Hälfte der Ausbildung schon hinter dir hast ist es natürlich schade, um die Mühen, die du dir gemacht hast. Vielleicht macht es auch einen schlechten Eindruck auf zukünftige Arbeitgeber. Da haben die anderen ja recht. Aber ich kenne auch ein anderes Beispiel. Eine Freundin hat auch Studium und Ausbildung abgebrochen und dann die dritte Ausbildng durchgezogen, war Klassenbeste und durfte dann in einem Bereich arbeiten, in dem sie sehr viel Verantwortung hatte. Jetzt hat sie sich bei einem anderen Arbeitgeber beworben und wurde auch angenommen.

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20. Februar 2016 um 16:35

Ich verstehe absolut
deinen Punkt.

Ich finde es auch schwer das Problem so zu erklären, dass es verständlich rüber kommt, obwohl es Punkte in meinem Privatleben gibt, die ich nicht ausbreiten möchte, aber für konkrete Beispiele ausbreiten müsste. Es ist etwas verzwickt und recht weitreichend.

Aber so das Problem ist (war? das möchte ich abwarten), dass es sich immer mehr hochgeschaukelt hat irgendwie und ich das Gefühl hatte, dass es irgendwie nicht mehr da raus geht.

Es war keinesfalls so, dass ich die Kritik nicht angenommen hatte, aber ich hatte immer das Gefühl, dass mir keine Zeit gegeben wurde etwas zu bessern, sondern direkt weitergemacht wurde. Das ging ja jetzt über mehrere Monate. Und immer wenn ich dachte "Jetzt bekomme ich es hin, so wie ich es möchte und sie es erwartet" war es auch auf einmal wieder falsch und ich musste doch wieder genau das was vorher okay war oder verbessert wurde wieder neu machen.

Und das Ding, dass ich dann auf einmal immer wieder gezweifelt habe und dachte sie meint es nicht böse, war halt, dass ich sie immer als sehr gute Chefin wahrgenommen hatte und ich es zum Beispiel auch immer sehr gut fand wie sehr sie dahinter ist.

Aber dann kam das nächste Aufeinandertreffen und es ging direkt weiter...

Also ich weiß nicht ob du es jetzt mehr verstehst?

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Frühere Diskussionen
Unsicher, ob ich mich nochmals melden soll
Von: vanita_12698998
neu
20. Februar 2016 um 15:49
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