Forum / Liebe & Beziehung

Unglücklich, allein, gebrochenes Herz über Kinderfrage

5. Januar um 15:55 Letzte Antwort: 5. Januar um 18:19

Hallo ihr Lieben.

Ich hatte schon so oft angesetzt und meine langen Texte jedes Mal wieder gelöscht, da ich so viele Probleme und keine konkrete Frage hatte. Jetzt habe ich auch keine, aber vielleicht mag mir einfach jemand "zuhören" und mir etwas sagen?

Nach abgebrochenem Referendariat (war mein persönliches Drama; bin einfach psychisch zu anfällig für den doch fodernden Lehrberuf) bin ich (29) diesen Sommer in ein anderes Bundesland mit meinem (ersten richtigen) Freund (31) zusammen in unsere erste Wohnung gezogen und habe hier eine neue Ausbildung angefangen (ich bin glücklich damit und versuche mir nicht einreden zu lassen, dass es ein Rückschritt ist, da ich endlich meinem Herzen gefolgt bin und einen Beruf gewählt habe, den ich ursprünglich im Sinn hatte und der zu mir passt). Nun ja, seitdem ich jetzt wieder weiter weg wohne, vermisse ich nicht nur alte Freunde (weit weg verstreut wohnend), sondern auch meine liebe Familie in der Heimat. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich erneut weggezogen bin, da meine Familie und ich uns gegenseitig "brauchen" und da ich meine Großeltern, die wahrscheinlich nicht mehr allzu lange leben, "zurückgelassen" habe. Damals zum Studium hatte ich in einer anderen Stadt gelebt, hatte mehr Freunde und Heimweh und Schuldgefühle nicht so stark.

Ich fühle mich undankbar! Ich wohne mit meinem Freund in einer tollen Wohnung in einem schönen Ort, arbeite in einem tollen Unternehmen mit super netten Kollegen... Aber dann fühle ich mich so allein und unglückliche. Weine unverhofft, wobei kleinste. Die Beziehung, die ich führe, sorgt leider eher für noch mehr Salz in der Wunde. Er und ich scheinen uns immer mehr auseinander zu bewegen, vor allem, nachdem ich die Kinderfrage gestellt habe (klassisches "Frau will, Mann nicht". Seitdem läuft im Bett überhaupt nichts mehr. Früher kam meinstens ich "an". Mein Freund war nie so der "körperliche" Typ. Mir ist die Lust auf ihn leider (auch weitestgehend) vergangen, einfach, weil er mir nie richtig zeigen konnte, dass er mich begehrt.

Wir harmonieren sonst so gut, wir fühlen und denken so oft das gleiche und haben die gleiche Haltungen in den meisten Lebensfragen. Aber das Sexuelle sowie DIE grundlegende Lebensfrage ("Kinder - ja oder nein" passen nicht. Ich höre meine biologische Uhr laut ticken. Klar will ich erst meine Ausbildung beenden. Aber die Fruchtbarkeit nimmt nun mal ab 30 Jahren rapide ab und ich möchte ein gesundes Kind und zudem keine alte Mami sein. Auf Kinder zu verzichten, so hat es sich für mich im letzten Jahr herauskristallisiert, ist für mich keine Option. Ich hatte schon immer ein besonderes Händchen und eine Liebe zu Kindern, wusste aber bis vor einem Jahr nicht 100%ig, ob ich sie in diese grausame Welt setzen sollte. Doch ich merke immer mehr: Es ist meine Lebensaufgabe!
Für meinen Freund ist das auch schwer, da für ihn immer klarer wird, dass er kein Kind möchte. Ich liebe ihn von ganzem Herzen. Er ist der großartigste Mensch, den ich kennenlernen durfte. Ich will ihn nicht verlieren, aber mein Verstand sagt mir, dass es auf Dauer nicht funktionieren wird... Wie auch...

Ich fühle mich finanziell von ihm abhängig, da er mehr verdient als ich und die Miete zahlt... Wir sind doch erst zusammengezogen! Haben es uns schön gemacht! Was ist mit all unseren gemeinsamen Erinnerungen und Träumen? Ich will diese nicht begraben. Ich will nicht ausziehen. Ich will keinen anderen. Ich wollte IHN als Vater meiner Kinder, aber er wird es nie sein. Es tut so, so weh.

Fühle mein Leben in Scherben vor mir liegen


Lieben Dank euch fürs Lesen! :-*

 

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5. Januar um 16:05

In meinem Text sollte es heißen: "Weine unverhofft, wobei kleinste Anlässe ausreichen."

Diese Zwinkersmileys waren nicht beabsichtigt.

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5. Januar um 16:10
Beste Antwort

Hallo liebe TE,

liest sich, als müsstest du gerade einige Veränderungen meistern und hast gedanklich viel zu sortieren.
Erstmal Glückwunsch, dass du jetzt beruflich etwas machst, dass dir gefällt. Besser als unglücklich zu verharren und dich kaputt zu machen! Es ist nie ein Scheitern einen neuen Weg einzuschlagen.

Dass du deine Familie vermisst, ist verständlich und geht wohl vielen so, die weiter wegziehen. Wie weit ist es denn in deine Heimat? Es spricht doch sicher nichts dagegen, regelmäßig nach Hause zu fahren? Gibt ja vielleicht auch günstige Möglichkeiten wie Fernbus?

Was deinen Freund und dich betrifft: Hat er denn gesagt, dass er definitiv keine Kinder will oder braucht er einfach noch etwas Zeit? Ich meine ihr wohnt noch nicht soo lange zusammen und vielleicht geht ihm das gerade alles etwas zu schnell? Zumal du dir ja selbst schon Druck damit machst, was ich persönlich keine gute Basis finde.

Wie lange seid ihr ein Paar?


 

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5. Januar um 16:17
In Antwort auf lovethyself

Hallo ihr Lieben.

Ich hatte schon so oft angesetzt und meine langen Texte jedes Mal wieder gelöscht, da ich so viele Probleme und keine konkrete Frage hatte. Jetzt habe ich auch keine, aber vielleicht mag mir einfach jemand "zuhören" und mir etwas sagen?

Nach abgebrochenem Referendariat (war mein persönliches Drama; bin einfach psychisch zu anfällig für den doch fodernden Lehrberuf) bin ich (29) diesen Sommer in ein anderes Bundesland mit meinem (ersten richtigen) Freund (31) zusammen in unsere erste Wohnung gezogen und habe hier eine neue Ausbildung angefangen (ich bin glücklich damit und versuche mir nicht einreden zu lassen, dass es ein Rückschritt ist, da ich endlich meinem Herzen gefolgt bin und einen Beruf gewählt habe, den ich ursprünglich im Sinn hatte und der zu mir passt). Nun ja, seitdem ich jetzt wieder weiter weg wohne, vermisse ich nicht nur alte Freunde (weit weg verstreut wohnend), sondern auch meine liebe Familie in der Heimat. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich erneut weggezogen bin, da meine Familie und ich uns gegenseitig "brauchen" und da ich meine Großeltern, die wahrscheinlich nicht mehr allzu lange leben, "zurückgelassen" habe. Damals zum Studium hatte ich in einer anderen Stadt gelebt, hatte mehr Freunde und Heimweh und Schuldgefühle nicht so stark.

Ich fühle mich undankbar! Ich wohne mit meinem Freund in einer tollen Wohnung in einem schönen Ort, arbeite in einem tollen Unternehmen mit super netten Kollegen... Aber dann fühle ich mich so allein und unglückliche. Weine unverhofft, wobei kleinste. Die Beziehung, die ich führe, sorgt leider eher für noch mehr Salz in der Wunde. Er und ich scheinen uns immer mehr auseinander zu bewegen, vor allem, nachdem ich die Kinderfrage gestellt habe (klassisches "Frau will, Mann nicht". Seitdem läuft im Bett überhaupt nichts mehr. Früher kam meinstens ich "an". Mein Freund war nie so der "körperliche" Typ. Mir ist die Lust auf ihn leider (auch weitestgehend) vergangen, einfach, weil er mir nie richtig zeigen konnte, dass er mich begehrt.

Wir harmonieren sonst so gut, wir fühlen und denken so oft das gleiche und haben die gleiche Haltungen in den meisten Lebensfragen. Aber das Sexuelle sowie DIE grundlegende Lebensfrage ("Kinder - ja oder nein" passen nicht. Ich höre meine biologische Uhr laut ticken. Klar will ich erst meine Ausbildung beenden. Aber die Fruchtbarkeit nimmt nun mal ab 30 Jahren rapide ab und ich möchte ein gesundes Kind und zudem keine alte Mami sein. Auf Kinder zu verzichten, so hat es sich für mich im letzten Jahr herauskristallisiert, ist für mich keine Option. Ich hatte schon immer ein besonderes Händchen und eine Liebe zu Kindern, wusste aber bis vor einem Jahr nicht 100%ig, ob ich sie in diese grausame Welt setzen sollte. Doch ich merke immer mehr: Es ist meine Lebensaufgabe!
Für meinen Freund ist das auch schwer, da für ihn immer klarer wird, dass er kein Kind möchte. Ich liebe ihn von ganzem Herzen. Er ist der großartigste Mensch, den ich kennenlernen durfte. Ich will ihn nicht verlieren, aber mein Verstand sagt mir, dass es auf Dauer nicht funktionieren wird... Wie auch...

Ich fühle mich finanziell von ihm abhängig, da er mehr verdient als ich und die Miete zahlt... Wir sind doch erst zusammengezogen! Haben es uns schön gemacht! Was ist mit all unseren gemeinsamen Erinnerungen und Träumen? Ich will diese nicht begraben. Ich will nicht ausziehen. Ich will keinen anderen. Ich wollte IHN als Vater meiner Kinder, aber er wird es nie sein. Es tut so, so weh.

Fühle mein Leben in Scherben vor mir liegen


Lieben Dank euch fürs Lesen! :-*

 

Grausame Welt... aha 

ich glaube du lebst bisschen in deiner Traumwelt. Wenn du dich schlecht fühlst, dann zieh zurück in deinen Heimatort. Du bist jetzt schon so alt und hast noch keine Ausbildung, träumst aber von Kindern. Wann willst du Berufserfahrung sammeln? Wann willst du Geld verdienen? Wann willst du ins Leben einsteigen? Mach dir drin Leben wie es dir gefällt aber denke daran, du musst das stemmen können. Dein Freund geht einen andere  weg. 

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5. Januar um 16:34
In Antwort auf lovethyself

Hallo ihr Lieben.

Ich hatte schon so oft angesetzt und meine langen Texte jedes Mal wieder gelöscht, da ich so viele Probleme und keine konkrete Frage hatte. Jetzt habe ich auch keine, aber vielleicht mag mir einfach jemand "zuhören" und mir etwas sagen?

Nach abgebrochenem Referendariat (war mein persönliches Drama; bin einfach psychisch zu anfällig für den doch fodernden Lehrberuf) bin ich (29) diesen Sommer in ein anderes Bundesland mit meinem (ersten richtigen) Freund (31) zusammen in unsere erste Wohnung gezogen und habe hier eine neue Ausbildung angefangen (ich bin glücklich damit und versuche mir nicht einreden zu lassen, dass es ein Rückschritt ist, da ich endlich meinem Herzen gefolgt bin und einen Beruf gewählt habe, den ich ursprünglich im Sinn hatte und der zu mir passt). Nun ja, seitdem ich jetzt wieder weiter weg wohne, vermisse ich nicht nur alte Freunde (weit weg verstreut wohnend), sondern auch meine liebe Familie in der Heimat. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich erneut weggezogen bin, da meine Familie und ich uns gegenseitig "brauchen" und da ich meine Großeltern, die wahrscheinlich nicht mehr allzu lange leben, "zurückgelassen" habe. Damals zum Studium hatte ich in einer anderen Stadt gelebt, hatte mehr Freunde und Heimweh und Schuldgefühle nicht so stark.

Ich fühle mich undankbar! Ich wohne mit meinem Freund in einer tollen Wohnung in einem schönen Ort, arbeite in einem tollen Unternehmen mit super netten Kollegen... Aber dann fühle ich mich so allein und unglückliche. Weine unverhofft, wobei kleinste. Die Beziehung, die ich führe, sorgt leider eher für noch mehr Salz in der Wunde. Er und ich scheinen uns immer mehr auseinander zu bewegen, vor allem, nachdem ich die Kinderfrage gestellt habe (klassisches "Frau will, Mann nicht". Seitdem läuft im Bett überhaupt nichts mehr. Früher kam meinstens ich "an". Mein Freund war nie so der "körperliche" Typ. Mir ist die Lust auf ihn leider (auch weitestgehend) vergangen, einfach, weil er mir nie richtig zeigen konnte, dass er mich begehrt.

Wir harmonieren sonst so gut, wir fühlen und denken so oft das gleiche und haben die gleiche Haltungen in den meisten Lebensfragen. Aber das Sexuelle sowie DIE grundlegende Lebensfrage ("Kinder - ja oder nein" passen nicht. Ich höre meine biologische Uhr laut ticken. Klar will ich erst meine Ausbildung beenden. Aber die Fruchtbarkeit nimmt nun mal ab 30 Jahren rapide ab und ich möchte ein gesundes Kind und zudem keine alte Mami sein. Auf Kinder zu verzichten, so hat es sich für mich im letzten Jahr herauskristallisiert, ist für mich keine Option. Ich hatte schon immer ein besonderes Händchen und eine Liebe zu Kindern, wusste aber bis vor einem Jahr nicht 100%ig, ob ich sie in diese grausame Welt setzen sollte. Doch ich merke immer mehr: Es ist meine Lebensaufgabe!
Für meinen Freund ist das auch schwer, da für ihn immer klarer wird, dass er kein Kind möchte. Ich liebe ihn von ganzem Herzen. Er ist der großartigste Mensch, den ich kennenlernen durfte. Ich will ihn nicht verlieren, aber mein Verstand sagt mir, dass es auf Dauer nicht funktionieren wird... Wie auch...

Ich fühle mich finanziell von ihm abhängig, da er mehr verdient als ich und die Miete zahlt... Wir sind doch erst zusammengezogen! Haben es uns schön gemacht! Was ist mit all unseren gemeinsamen Erinnerungen und Träumen? Ich will diese nicht begraben. Ich will nicht ausziehen. Ich will keinen anderen. Ich wollte IHN als Vater meiner Kinder, aber er wird es nie sein. Es tut so, so weh.

Fühle mein Leben in Scherben vor mir liegen


Lieben Dank euch fürs Lesen! :-*

 

Wieso schuldig?
wie weit wohnst du jetzt weg?

hat dein Freund früher behauptet er möchte Kinder??

du solltest nun mal endlich eine Ausbildung zu Ende bringen in deinem Alter !!! bevor du über Kinder nachdenkst

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5. Januar um 16:35

und dass dein Freund sich abwendet wenn du nur unzufrieden und am weinen bist ist auch klar

das ihn ja immerhin auch mitrunter

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5. Januar um 17:31
In Antwort auf kristallwasser

Hallo liebe TE,

liest sich, als müsstest du gerade einige Veränderungen meistern und hast gedanklich viel zu sortieren.
Erstmal Glückwunsch, dass du jetzt beruflich etwas machst, dass dir gefällt. Besser als unglücklich zu verharren und dich kaputt zu machen! Es ist nie ein Scheitern einen neuen Weg einzuschlagen.

Dass du deine Familie vermisst, ist verständlich und geht wohl vielen so, die weiter wegziehen. Wie weit ist es denn in deine Heimat? Es spricht doch sicher nichts dagegen, regelmäßig nach Hause zu fahren? Gibt ja vielleicht auch günstige Möglichkeiten wie Fernbus?

Was deinen Freund und dich betrifft: Hat er denn gesagt, dass er definitiv keine Kinder will oder braucht er einfach noch etwas Zeit? Ich meine ihr wohnt noch nicht soo lange zusammen und vielleicht geht ihm das gerade alles etwas zu schnell? Zumal du dir ja selbst schon Druck damit machst, was ich persönlich keine gute Basis finde.

Wie lange seid ihr ein Paar?


 

Vielen Dank für deine Antwort, kristallwasser. ♥

Es stimmt. Ich bin nicht die einzige, die jemals mit diesen Dingen zu kämpfen hat. Ein bisschen hilft es, zu wissen, dass man damit nicht allein ist.
Mein Freund und ich sind etwas über drei Jahre zusammen. Heute hatten wir das zweite klärende Gespräch. Er hatte versprochen, sich Gedanken zu machen, ob er Kinder wolle, was er wohl auch getan hat. Vorher ist er extrem ausgewichen, war weit jenseits von ja oder nein und hat komplett abgeblockt. Zu Weihnachten hat er mich mit Kindern zusammen beobachtet und meinte, dass er so nicht sei und nicht wisse, ob er sich über ein Kind freuen könne. Man könne es nicht mehr zurückgeben wie ein Pullover, der einem nicht gefalle. Mich hat die Aussage instinktiv erst mal schockiert, denn natürlich würde *ICH* mein Kind vom ersten Augenblick unendlich lieben. Kann/Will mir einfach nicht vorstellen, dass es bei ihm anders ist. Ich habe ihn gefragt, ob ich ihn "verschreckt" hätte mit meinem Wunsch; er meinte, es wäre nicht der Fall, aber je mehr er übers Thema Kinder nachdenke, desto weniger könne er es sich vorstellen. Meine Nachfrage, ob ich vielleicht nicht die Richtige für Kinder mit ihm wäre, verneinte er.

Vielleicht hast du recht damit, dass ihm alles zu schnell geht. Vielleicht will er ja in 10 Jahren Kinder, wer weiß. Ich will ihn einerseits nicht drängen, andererseits will ich mich aber auch nicht mit einem "vielleicht" hinhalten lassen, um dann mit 40 ein "Nein" zu hören...

Nach Hause fahre ich ca. alle vier bis sechs Wochen. Klar, das geht, aber einfacher wäre alles, wenn ich jemanden an meiner Seite hätte, von dem ich weiß, dass er auch zukünftig meine Familie ist. Erwische mich dabei, wie ich mich immer weiter emotional entferne. Jedes Weinen kommt mir gerade wie eine kleine Trennung, wie ein Verarbeiten der Beziehung vor...

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5. Januar um 17:44
In Antwort auf carina2019

Wieso schuldig?
wie weit wohnst du jetzt weg?

hat dein Freund früher behauptet er möchte Kinder??

du solltest nun mal endlich eine Ausbildung zu Ende bringen in deinem Alter !!! bevor du über Kinder nachdenkst

Danke für die Antwort!

Schuldig fühle ich mich, weil ich quasi die "Trennung" von meiner Familie herbeigeführt habe und merke, wie sehr wir uns gegenseitig vermissen. Aber das ist schon okay.

Bei meinem Freund und mir war es am Anfang der Beziehung kein Thema. Wir waren beide unentschlossen.

Wie gesagt, ich möchte meine Ausbildung zuende bringen. Es spricht doch sicher nichts dagegen, nach 1-2 Jahren Berufserfahrung ein Kind zu bekommen? Es gibt Mütter in deutlich prekäreren Lebenssituationen... Meinem Kind würde es sicher nicht an Bildung und Erziehung mangeln.

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5. Januar um 17:49
Beste Antwort
In Antwort auf lovethyself

Vielen Dank für deine Antwort, kristallwasser. ♥

Es stimmt. Ich bin nicht die einzige, die jemals mit diesen Dingen zu kämpfen hat. Ein bisschen hilft es, zu wissen, dass man damit nicht allein ist.
Mein Freund und ich sind etwas über drei Jahre zusammen. Heute hatten wir das zweite klärende Gespräch. Er hatte versprochen, sich Gedanken zu machen, ob er Kinder wolle, was er wohl auch getan hat. Vorher ist er extrem ausgewichen, war weit jenseits von ja oder nein und hat komplett abgeblockt. Zu Weihnachten hat er mich mit Kindern zusammen beobachtet und meinte, dass er so nicht sei und nicht wisse, ob er sich über ein Kind freuen könne. Man könne es nicht mehr zurückgeben wie ein Pullover, der einem nicht gefalle. Mich hat die Aussage instinktiv erst mal schockiert, denn natürlich würde *ICH* mein Kind vom ersten Augenblick unendlich lieben. Kann/Will mir einfach nicht vorstellen, dass es bei ihm anders ist. Ich habe ihn gefragt, ob ich ihn "verschreckt" hätte mit meinem Wunsch; er meinte, es wäre nicht der Fall, aber je mehr er übers Thema Kinder nachdenke, desto weniger könne er es sich vorstellen. Meine Nachfrage, ob ich vielleicht nicht die Richtige für Kinder mit ihm wäre, verneinte er.

Vielleicht hast du recht damit, dass ihm alles zu schnell geht. Vielleicht will er ja in 10 Jahren Kinder, wer weiß. Ich will ihn einerseits nicht drängen, andererseits will ich mich aber auch nicht mit einem "vielleicht" hinhalten lassen, um dann mit 40 ein "Nein" zu hören...

Nach Hause fahre ich ca. alle vier bis sechs Wochen. Klar, das geht, aber einfacher wäre alles, wenn ich jemanden an meiner Seite hätte, von dem ich weiß, dass er auch zukünftig meine Familie ist. Erwische mich dabei, wie ich mich immer weiter emotional entferne. Jedes Weinen kommt mir gerade wie eine kleine Trennung, wie ein Verarbeiten der Beziehung vor...

"Heute hatten wir das zweite klärende Gespräch. Er hatte versprochen, sich Gedanken zu machen, ob er Kinder wolle, was er wohl auch getan hat."

Okay, heißt er wird darüber nachdenken und dir dann das 'Ergebnis' mitteilen?

Grundsätzlich gibt es nie Sicherheit auf irgendwas und es ist schwer zu planen, was in ein paar Jahren ist. Ungefähr sollte man als Paar aber schon ähnliche Vorstellungen haben.

Wie lange geht denn deine Ausbildung noch? Diese hast du ja so oder so vor zu Ende zu machen. Von daher konzentriere dich doch erstmal darauf und dann schau, wie es sich mit deinem Freund entwickelt. Du musst ja nicht jetzt auf gleich alles entscheiden. Wenn sich dann abzeichnet, dass das nicht mehr passt, kannst du dich nach der Ausbildung in deiner Heimat bewerben und bist noch immer nicht zu alt dir jemanden für die Familienplanung zu suchen

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5. Januar um 17:51

Also am allerwichtigsten ist erstmal eine angeschlossene Ausbildung. Dann kannst du weiter planen und denken. Vielleicht gibst du ihm so lange Zeit darüber nachzudenken? Wie lange seid ihr zusammen? 
Du bist 30, 32/33 wenn deine Ausbildung beendet ist. Dann kannst du planen, aber vorher nicht. Was willst du bitte mit Mitte 30 mit einem Kind und keinerlei Ausbildung??

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5. Januar um 17:54
In Antwort auf lovethyself

Vielen Dank für deine Antwort, kristallwasser. ♥

Es stimmt. Ich bin nicht die einzige, die jemals mit diesen Dingen zu kämpfen hat. Ein bisschen hilft es, zu wissen, dass man damit nicht allein ist.
Mein Freund und ich sind etwas über drei Jahre zusammen. Heute hatten wir das zweite klärende Gespräch. Er hatte versprochen, sich Gedanken zu machen, ob er Kinder wolle, was er wohl auch getan hat. Vorher ist er extrem ausgewichen, war weit jenseits von ja oder nein und hat komplett abgeblockt. Zu Weihnachten hat er mich mit Kindern zusammen beobachtet und meinte, dass er so nicht sei und nicht wisse, ob er sich über ein Kind freuen könne. Man könne es nicht mehr zurückgeben wie ein Pullover, der einem nicht gefalle. Mich hat die Aussage instinktiv erst mal schockiert, denn natürlich würde *ICH* mein Kind vom ersten Augenblick unendlich lieben. Kann/Will mir einfach nicht vorstellen, dass es bei ihm anders ist. Ich habe ihn gefragt, ob ich ihn "verschreckt" hätte mit meinem Wunsch; er meinte, es wäre nicht der Fall, aber je mehr er übers Thema Kinder nachdenke, desto weniger könne er es sich vorstellen. Meine Nachfrage, ob ich vielleicht nicht die Richtige für Kinder mit ihm wäre, verneinte er.

Vielleicht hast du recht damit, dass ihm alles zu schnell geht. Vielleicht will er ja in 10 Jahren Kinder, wer weiß. Ich will ihn einerseits nicht drängen, andererseits will ich mich aber auch nicht mit einem "vielleicht" hinhalten lassen, um dann mit 40 ein "Nein" zu hören...

Nach Hause fahre ich ca. alle vier bis sechs Wochen. Klar, das geht, aber einfacher wäre alles, wenn ich jemanden an meiner Seite hätte, von dem ich weiß, dass er auch zukünftig meine Familie ist. Erwische mich dabei, wie ich mich immer weiter emotional entferne. Jedes Weinen kommt mir gerade wie eine kleine Trennung, wie ein Verarbeiten der Beziehung vor...

und wie lange willst du auf eine Entscheidung von ihm warten?

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5. Januar um 18:05

Danke für eure Antworten! ♥ Sie helfen mir wirklich, alles etwas rationaler zu sehen. Vielleicht habe ich zu viel unangebrachte Torschlusspanik... und noch etwas Zeit für die Familienplanung. Ich versuche mich zu fangen und meinem Freund das Leben nicht weiter schwer zu machen...

Ich bin 32, wenn ich meine Ausbildung beende. Klar ist meine berufliche Situation nicht gerade berauschend. Mein abgeschlossenes LA-Studium ist für die Tonne - dumm gelaufen! Aber nur wegen eines krummen Lebenslaufes möchte ich nicht für immer auf Kinder verzichten. Das ist mir zu radikal gedacht.

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5. Januar um 18:14
In Antwort auf carina2019

und wie lange willst du auf eine Entscheidung von ihm warten?

Tja, das ist die große Frage. Er ist seinem wahren Alter auch durchaus hinterher; meinte früher auch oft, er sei Peter Pan - forever young... Ich weiß nicht, ob ich darauf hoffen kann, dass sich sein "wahrscheinlich nein" in ein "ja" verwandelt. Aber ich denke, bei Männern ist es auch viel stärker rational von der finanziellen Situation abhängig, ob sie Kinder möchten. Mein Freund ist auch gerade mal seit einem Jahr im Beruf.

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5. Januar um 18:16

Das musst du doch auch nicht. Mit 32 ist doch alles noch entspannt machbar! 
Selbst wenn du dann noch 2 Jahre bräuchtest um schwanger zu sein, wärst du 34.  Und es wäre immer noch Zeit für ein zweites Kind.
Mach dich nicht verrückt!! 
Es bringt nichts, wenn du ohne Ausbildung Kinder bekommst und dich abhängig machst!! Dann bist du evtl 35, hast ein Kind, keine Ausbildung, Mann evtl weg und dann?? Sei froh, dass du nun ne Chance hast noch eine Ausbildung zu machen. Klar ist das mit dem Studium blöd, aber auch kein Drama, denn ich finde es wichtiger, dass man einen Beruf hat, den man ausüben möchte und nicht einen, der krank macht! 

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5. Januar um 18:18

Oberste Priorität wäre für mich, dass ich im Notfall auch ohne Mann, finanziell klar kommen kann. 

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5. Januar um 18:19
Beste Antwort

Natürlich hast du noch Zeit. Heutzutage ist das doch alles viel relaxter als früher. Gerade Menschen die studieren (dass du abgebrochen hast ist da jetzt mal zweitrangig), bekommen tendenziell später Kinder. 
Versuch dich mal zu entspannen und einen Schritt nach dem anderen zu gehen.

 

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5. Januar um 18:19
In Antwort auf lovethyself

Tja, das ist die große Frage. Er ist seinem wahren Alter auch durchaus hinterher; meinte früher auch oft, er sei Peter Pan - forever young... Ich weiß nicht, ob ich darauf hoffen kann, dass sich sein "wahrscheinlich nein" in ein "ja" verwandelt. Aber ich denke, bei Männern ist es auch viel stärker rational von der finanziellen Situation abhängig, ob sie Kinder möchten. Mein Freund ist auch gerade mal seit einem Jahr im Beruf.

trotzdem würde ich mir selbst eine Frist setzen... von 1 - 2 Jahre... 

irgendwie hört es sich bei ihm nämlich schon mehr danach an als ob er gar keine will

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