Forum / Liebe & Beziehung

Ungleiches Sexpaar - wie geht ihr damit um?

29. Dezember 2020 um 20:39 Letzte Antwort: 2. Januar um 12:59

Hallo zusammen, 
meine Frau und ich sind seit 11 Jahren zusammen, die Häfte davon verheiratet mit Kind. Beide mitte 30. Wir sind ein sehr harmonisches paar. Beste Freunde, sehr starke Liebe, haben uns viel zu sagen, sind ein sehr gutes Team. Wir haben schon viele Krisen (nicht Beziehungskrisen) und viele schöne Momente durchlebt. Ich hab selbst immer daran gezweifelt, dass es so eine Art von Beziehung, in der man keine Kompromisse eingehen muss, tatsächlich gibt. Aber es scheint sie wirklich zu geben. Fast. 

Meine Frau hat nur einen sehr geringen Sexualtrieb - sie ist in den 10 Jahren nicht auch nur einmal mit Lust bei mir angekommen, auch nicht wenn ich Monate Lang warte. Auch nicht wenn ich 1 Jahr warte. Sie braucht Sex einfach nicht. Wir gehen da sehr offen miteinander um - sie macht es sich auch nicht selbst, sie hat sich noch nie selbst gestreichelt und hatte auch nie das Verlangen danach. Verklemmt ist sie nicht. Ich bin auch nicht mit dem ultra Sexualtrieb ausgestattet, aber wenn, dann sollte der Sex erfüllend sein. 
Wenn es dazu kommt, ist er es leider gar nicht. Sie kann zwar kommen und lässt auch vieles mit sich machen. Aber das ist genau der Knackpunkt. Sie ist immer unten, sie streichelt mich nicht, fässt mich nirgendwo an, mag kein aktiven Oralverkehr. Es ist ist also ein "Ich leg mich hin und du machst mal". Es darf dann auch auf keinen Fall zu sanft sein, wenn ich sie zu sinnlich streichle mag sie es gar nicht, es muss alles direkt ohne Vorspiel sein und dann auch hartes gerammeln, kein gefühlvoller sex. Dabei ist es nicht so, dass sie kein Spaß daran hat, Sie selbst empfindet den Sex dann als gut, aber sie kann sich nicht auf ihr Gegenüber einlassen und selbst aktiv werden. 
Das war in allen Beziehungen bis jetzt so. Therapie hat nichts geändert, sie hat nie negative Erfahrungen beim Sex gemacht. Ihr Kopf ist nur dauerhaft an, sie kann die Ebene nicht verlassen und selbst Lust bereiten, egal was wir versuchen. 

Sie fühlt sich natürlich schlecht dabei, lässt so etwas fallen, wie das sie nicht dagegen hat, wenn ich es mir woander hole, weil sie nicht will das ich unglücklich bin. Aber das will ich nicht. Affäre kommt für mich überhaupt nicht in Frage, weil für mich Sex mehr ist als gerammel. Die Liebe macht es ja gerade schön. Mal abgesehen von vielen anderen Punkten. 
Ich will mich aber so gern auch mal wieder fühlen, nach so langer Zeit. Fühlen wie man berührt wird, wie man sich selbst hingeben kann. Ich fühle mich wie eine Pflanze die auf der Ebene langsam vertrocknet und das macht mich wirklich traurig. 
Mich stört auch, dass es mich überhaupt stört. Ich fühl mich irgendwie schmuddelig, dass trotz unserer wirklich sehr schönen Beziehung diese Ebene so belastet. 
Ich weiß genau, dass ich mit keinem anderen Menschen alt werden möchte. Ich finde keinen Weg dies in Einklang zu bringen. Sexual und Beziehungsebene sind vollkommen entkoppelt. 

Gibt es hier Menschen die etwas ähnliches erleben, wie habt ihr es für euch gelöst? 

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29. Dezember 2020 um 23:43

Ich sags mal ganz hart. Ihr seid 10 Jahre zusammen der Sex war immer so, er wird so bleiben. (die offensichtlichen Punkte habt ihr ja schon abgeabreitet)

Du kannst dir überlegen ob das noch 30 weiterhin ok ist oder nicht. Meiner Meinung nach gibt es zwei Lösungen: Arrangieren oder Trennen. Sry

 

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30. Dezember 2020 um 1:47

Eine dritte Möglichkeit nach den beiden von knackwupp wäre eine offene Ehe. Du lernst andere Frauen kennen, um das Bedürfnis nach Nähe und körperliches Begehren zu befriedigen, du sagst deiner Frau alles, was sie wissen will. Es gibt viele Paare, die so eine offene Beziehung hinbekommen und damit alle glücklich sind.
Es könnte ein vernünftiger Ausweg sein.

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30. Dezember 2020 um 6:32
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Ich sags mal ganz hart. Ihr seid 10 Jahre zusammen der Sex war immer so, er wird so bleiben. (die offensichtlichen Punkte habt ihr ja schon abgeabreitet)

Du kannst dir überlegen ob das noch 30 weiterhin ok ist oder nicht. Meiner Meinung nach gibt es zwei Lösungen: Arrangieren oder Trennen. Sry

 

Sehe ich genauso. Wobei die von Pi-Choo erwähnte dritte Möglichkeit eigentlich die erste ist: ein Arrangement. Glück sieht für mich anders aus.

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30. Dezember 2020 um 9:58

Ihr den Verstand rauben 😉

Sie empfindet sich ggf als körperlich unrein bei der Sache. 

Oder sie brauch keine Lust dafür sondern geilheit 😉

Oder ist ggf körperlich emotional noch in einer Abhängigkeit zu ihrem Vater. 

Es gibt ja Gründe wenn sie wer ist dein daddyspiele scharf machen weißt du wo das Problem sitzt. 

Fragen wie ob der Papa mall geritten werden muss oder Andre subtile Andeutungen bringen dies bezüglich könnte dich weiter bringen

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30. Dezember 2020 um 11:22

Ich würde Ihren Vorschlag annehmen, klarer Fall. Von ihr kommt nichts mehr. Vielleicht wird sie ja selbst dadurch angeregt....

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30. Dezember 2020 um 12:24

Ich kann nicht verstehen, warum man jemanden heiratet, wenn nicht alle Faktoren stimmen.

Du wusstest doch, dass du irgendwann an diesen Punkt angelangst und dir einiges fehlen wird.

Jetzt nach so vielen Jahren, auf eine Veränderung hoffen, ist doch lächerlich. Die wird es nicht geben. Gekauft, wie gesehen.

Entweder trennt ihr euch, weil es eben doch nicht so toll passt, wie man es sich gerne einredet, da der sexuelle Faktor nun mal ein sehr wichtiger ist oder aber du nimmst ihr Angebot an.

Wenn für dich Liebe und Sex zusammen gehört, suchst du dir eben eine Affäre, wo es nicht nur um Sex geht, sondern auch Gefühle mit ihm Spiel sind.

Da müsst ihr euch aber im klaren sein, welche Risiken das mit sich bringt und ob da nicht eine klare Trennung besser ist, als die ständige Unsicherheit, ob nicht irgendwann eine Frau dabei ist, die dir den Kopf verdreht und bei der alles passt, auch der Sex.

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30. Dezember 2020 um 13:59
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Ich kann nicht verstehen, warum man jemanden heiratet, wenn nicht alle Faktoren stimmen.

Du wusstest doch, dass du irgendwann an diesen Punkt angelangst und dir einiges fehlen wird.

Jetzt nach so vielen Jahren, auf eine Veränderung hoffen, ist doch lächerlich. Die wird es nicht geben. Gekauft, wie gesehen.

Entweder trennt ihr euch, weil es eben doch nicht so toll passt, wie man es sich gerne einredet, da der sexuelle Faktor nun mal ein sehr wichtiger ist oder aber du nimmst ihr Angebot an.

Wenn für dich Liebe und Sex zusammen gehört, suchst du dir eben eine Affäre, wo es nicht nur um Sex geht, sondern auch Gefühle mit ihm Spiel sind.

Da müsst ihr euch aber im klaren sein, welche Risiken das mit sich bringt und ob da nicht eine klare Trennung besser ist, als die ständige Unsicherheit, ob nicht irgendwann eine Frau dabei ist, die dir den Kopf verdreht und bei der alles passt, auch der Sex.

Ich bin 100% Überzeugt, dass nie alles, inklusive Sex passen kann. Sex bassiert auf Reibung. Reibung entseht durch ungleichheiten. Was meinst du, woher "Gegensätze ziehen sich an komm". Der Versuch beides in Einklang zu bringen ist unmöglich und unrealistisch. Das ist genau der Punkt, weshalb Ehen scheitern, aus falscher Erwartungshaltung, dass der Partner alles erfüllen muss.
Ich habe einen Beziehung in der alles kompromisslos ist, außer der Sex. Andere Menschen haben tollen Sex und müssen viele Kompromisse in der Beziehung eingehen. Ich würde nie eine Beziehung aufgeben die bei allem was wirklich zählt perfekt ist. Sex ist das, was am Ende verpufft und zurück bleibt immer die Freundschaft in einer Beziehung. Dessen bin ich mir mehr als bewusst. 
Daher stelle ich auch nicht die Frage nach Veränderung, vielleicht liest du meinen Text nochmal, stattdessen stelle ich die Frage wie andere Menschen in ähnlichen Situationen dazu ihren inneren Weg gefunden haben. 

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30. Dezember 2020 um 14:05

Ehrlich gesagt, gehe ich damit gar nicht mehr um. Ich glaube, wenn der Sex nicht annähernd stimmt, stimmt irgendwann gar nichts mehr und deshalb erübrigt sich das für mich. Ich kann mich von anderen Teilen nicht so dissoziieren, also abspalten, dass das nicht früher oder später auf alles andere überschwappt. Gilt allerdings auch für alles andere. Also wenn er zB ein plumper Typ wäre, kann der Sex noch so gut sein, für ein Gesamt-Ja würde es nicht reichen.

Ein Kabarettist hat das allerdings mal mit einem "Box-Modell" erklärt, wonach Frauen alles miteinander verbinden und Zusammenhänge herstellen, während Männer alles in Schachteln ablegen, die nichts miteinander zu tun haben. Also die Sex-Schachtel ist bei dir sozusagen die Baustelle, und alles andere ist gut bis sehr gut.

Hut ab, dass du nicht zugunsten der Sex-Schachtel alles andere auch einer Neuordnung unterzogen hast, ich würde auch vertrocknen, allerdings nicht erst nach 10 Jahren, bei mir wäre da früher Schluss. Nicht berührt werden, mich nicht spüren und fallen lassen zu können, nicht begehrt zu werden, da ist bei mir relativ schnell der Ofen aus.

Vielleicht alles zu seiner Zeit und jetzt kommt dein sexuelles Erwachen und drängt sich in den Vordergrund. Es ist an dir zu entscheiden, ob du diese Neuordnung nun vorziehst oder die Baustellen-Schachtel dein Leben lang mit dir rumschleppst.

Alles Gute
Frau Evi
 

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30. Dezember 2020 um 14:44
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Ich bin 100% Überzeugt, dass nie alles, inklusive Sex passen kann. Sex bassiert auf Reibung. Reibung entseht durch ungleichheiten. Was meinst du, woher "Gegensätze ziehen sich an komm". Der Versuch beides in Einklang zu bringen ist unmöglich und unrealistisch. Das ist genau der Punkt, weshalb Ehen scheitern, aus falscher Erwartungshaltung, dass der Partner alles erfüllen muss.
Ich habe einen Beziehung in der alles kompromisslos ist, außer der Sex. Andere Menschen haben tollen Sex und müssen viele Kompromisse in der Beziehung eingehen. Ich würde nie eine Beziehung aufgeben die bei allem was wirklich zählt perfekt ist. Sex ist das, was am Ende verpufft und zurück bleibt immer die Freundschaft in einer Beziehung. Dessen bin ich mir mehr als bewusst. 
Daher stelle ich auch nicht die Frage nach Veränderung, vielleicht liest du meinen Text nochmal, stattdessen stelle ich die Frage wie andere Menschen in ähnlichen Situationen dazu ihren inneren Weg gefunden haben. 

Gegensätze ziehen sich an, bleiben aber nie sehr lange zusammen.

Was du sagst ist Unsinn.

Mein Mann und ich sind seit 16 Jahren zusammen und es läuft alles super, auch das Sexleben.

Keine von uns muss Kompromisse eingehen, weil wir uns sehr ähnlich sind und dieselbe Einstellung haben.

Dass was du sagst, ist nur um dich der Wahrheit nicht stellen zu müssen.

Eure Beziehung ist nicht so toll, Sex verpufft auch nicht und du wirst ewig unbefriedigt bleiben.

Wenn du keine Veränderung wünscht, bleibt dir nur die Stille Akzeptanz und ein schlechtes Sexleben, bis zum Tod.

Ich wünsche dir alles Gute.

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30. Dezember 2020 um 15:10

Manche Ratschläge hier zeigen, dass offenbar manch einer Deinen Text nicht richtig verstanden hat... 🙄

Habt ihr denn schon mal Ursachenforschung betrieben aus ärztlicher Sicht? Und was ist denn beim Psychologen herausgekommen? Hat sie Komplexe, fühlt sich unwohl mit sich selbst etc.? Dass sie sich noch nie selbst angefasst hat, ist auch eher ungewöhnlich. Asexualität ist ausgeschlossen? 

Erzwingen kann man da natürlich nichts. Ich habe aber das Gefühl, dass Du bereit bist, alles zu tun, damit EUCH BEIDEN geholfen wird. Eine Vögelei außerhalb des Hauses wird da nicht helfen. Sie kaschiert letztlich auch nur die Symptome, klärt aber nicht das Problem. Du möchtest Sex mit der Liebe Deines Lebens und das kann ich verstehen. 

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30. Dezember 2020 um 15:49

Ich bin 100% Überzeugt, dass nie alles, inklusive Sex passen kann. Sex bassiert auf Reibung. Reibung entseht durch ungleichheiten. Was meinst du, woher "Gegensätze ziehen sich an komm".

Kann ich voll nicht zustimmen. Ungleichheit oder Ungleichgewicht hat IMMER zur Folge, dass versucht wird, auszugleichen. Zumindest in den Umweltsystemen und der Mensch ist da wohl nicht ganz anders. Natürlich kommt mehr Bewegung (sprich Energie, aber auch mehr Energieaufwand) in die Sache, wenn das Ausgangsniveau unterschiedlicher ist. Heftige Gewitter sind die Folge oder starker Wind. Also Gegensätze ziehen sich nicht an, weils halt so ist, sondern weil es immer eine Ausgleichsbewegung geben wird zwischen den Gegensätzen. Das erstrebte Ziel ist Gleichgewicht, immer.

So gegensätzlich wie ihr in dem Punkt seid, müsste nach deiner Schlussfolgerung ja alles hervorragend funktionieren. Aber ich entschuldige mich natürlich sofort für den Zynismus. 

Der Versuch beides in Einklang zu bringen ist unmöglich und unrealistisch. Das ist genau der Punkt, weshalb Ehen scheitern, aus falscher Erwartungshaltung, dass der Partner alles erfüllen muss.Ich habe einen Beziehung in der alles kompromisslos ist, außer der Sex.

Also eigentlich fühlt sich auch euer Sexleben kompromisslos an, oder? Es ist vielleicht ein glücklicher Zufall, dass ihr "alles andere"  gleich - also im Einklang -  seht und deswegen keine Kompromisse eingehen müsst. Aber gerade beim Sex ist es doch das kompromissloseste ever, was ihr da macht. Sie sagt nein und du akzeptierst. Ihr zu liebe leidest du an unbefriedigendem oder inexistentem Sexualleben. Das ist Kompromisslosigkeit par excellence.

Ich sage nicht, dass das schlecht ist! Ich halte nicht viel von Kompromissen, denn die führen meistens dazu dass jeder weniger glücklich ist. Würde sie sich 3 mm bewegen, ist es für dich noch immer eine ewiges Sehnen und Schluchzen nach der innigen sexuellen Verbundenheit und für sie ein riesen Aufwand, sich 3 mm zu bewegen.  Gesamtglück-betrachtend kann bei eurer momentanen Situation gesagt werden, seid ihr eben am Maximum angekommen. Mehr wirds nicht. 


Andere Menschen haben tollen Sex und müssen viele Kompromisse in der Beziehung eingehen.

Was hilft dir das jetzt? Whataboutism macht dich doch nur selbst klein. SO nach dem Motto, ich darf nicht jammern...

Gegenvorschlag: Andere Menschen haben tollen Sex und müssen wenig Kompromisse in der Beziehung eingehen. 

Ich würde nie eine Beziehung aufgeben die bei allem was wirklich zählt perfekt ist. Sex ist das, was am Ende verpufft und zurück bleibt immer die Freundschaft in einer Beziehung.

Das hoff ich ja mal nicht. Das redest du dir sicher ein, weil du sonst nämlich die Wände hochgehen würdest. Sex macht die Beziehung zu dem, was sie von einer Freundschaft unterscheidet - zumindest in meiner Welt. Und ja - Freundschaft ist wichtig und wunderschön. 

Dessen bin ich mir mehr als bewusst. Daher stelle ich auch nicht die Frage nach Veränderung, vielleicht liest du meinen Text nochmal, stattdessen stelle ich die Frage wie andere Menschen in ähnlichen Situationen dazu ihren inneren Weg gefunden haben. 

Den inneren Weg weitergehen. Ich will innige sexuelle Verbundenheit mit meinem Partner. Das ist mein innerer Weg. Darin liegt meine Erlösung. Daran ist nichts schlechtes.

Weitere Alternativen:
Zum Mönch werden
Kastration
Außenbeziehung
Tagträumen
Sehnsuchtsvoll Tagträumen

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30. Dezember 2020 um 15:56
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Manche Ratschläge hier zeigen, dass offenbar manch einer Deinen Text nicht richtig verstanden hat... 🙄

Habt ihr denn schon mal Ursachenforschung betrieben aus ärztlicher Sicht? Und was ist denn beim Psychologen herausgekommen? Hat sie Komplexe, fühlt sich unwohl mit sich selbst etc.? Dass sie sich noch nie selbst angefasst hat, ist auch eher ungewöhnlich. Asexualität ist ausgeschlossen? 

Erzwingen kann man da natürlich nichts. Ich habe aber das Gefühl, dass Du bereit bist, alles zu tun, damit EUCH BEIDEN geholfen wird. Eine Vögelei außerhalb des Hauses wird da nicht helfen. Sie kaschiert letztlich auch nur die Symptome, klärt aber nicht das Problem. Du möchtest Sex mit der Liebe Deines Lebens und das kann ich verstehen. 

EUCH BEIDEN geholfen? Die Herzensdame braucht keine Hilfe. Sie ist glücklich so wie es ist. Eine Veränderung würde nur zu einer Verschlechterung Ihrer Situation führen.

Und bei ihm würde es wahrscheinlich auch nicht gerade Extremglück hervorrufen, wenn sie sich zu etwas hinquält. Also ist die jetzige Situation innerhalb der Partnerschaft im Gleichgewicht, im Glücksmaximum, sozusagen.

Es gibt so viel zwischen Himmel und Erde an Libido. Wenn es nicht zusammenpasst, passt es nicht zusammen.

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30. Dezember 2020 um 16:01

Und wenn es einfach das autosuggestive Problem ist das ihr Vater sie Körperlich emotional abgehlent hat?

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30. Dezember 2020 um 16:27
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Manche Ratschläge hier zeigen, dass offenbar manch einer Deinen Text nicht richtig verstanden hat... 🙄

Habt ihr denn schon mal Ursachenforschung betrieben aus ärztlicher Sicht? Und was ist denn beim Psychologen herausgekommen? Hat sie Komplexe, fühlt sich unwohl mit sich selbst etc.? Dass sie sich noch nie selbst angefasst hat, ist auch eher ungewöhnlich. Asexualität ist ausgeschlossen? 

Erzwingen kann man da natürlich nichts. Ich habe aber das Gefühl, dass Du bereit bist, alles zu tun, damit EUCH BEIDEN geholfen wird. Eine Vögelei außerhalb des Hauses wird da nicht helfen. Sie kaschiert letztlich auch nur die Symptome, klärt aber nicht das Problem. Du möchtest Sex mit der Liebe Deines Lebens und das kann ich verstehen. 

es kann schon mal ne varianz geben aber in 99% der fälle muss es gar nicht irgendwas kompliziertes sein, sondern einfach nur die libido. und da bin ich ganz bei knackwupp.

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30. Dezember 2020 um 17:01
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EUCH BEIDEN geholfen? Die Herzensdame braucht keine Hilfe. Sie ist glücklich so wie es ist. Eine Veränderung würde nur zu einer Verschlechterung Ihrer Situation führen.

Und bei ihm würde es wahrscheinlich auch nicht gerade Extremglück hervorrufen, wenn sie sich zu etwas hinquält. Also ist die jetzige Situation innerhalb der Partnerschaft im Gleichgewicht, im Glücksmaximum, sozusagen.

Es gibt so viel zwischen Himmel und Erde an Libido. Wenn es nicht zusammenpasst, passt es nicht zusammen.

Falls Du richtig gelesen hast, fühlt sie sich schlecht dabei. Bietet ihm sogar an, dass er sich körperliche Liebe anderswo suchen soll, wenn es nicht anders geht. Du glaubst doch nicht, dass sie das wirklich akzeptieren könnte, ohne damit unglücklich zu werden?? Wenn Ihre Einstellung so wäre, hätte sie das vor Jahren angeboten und nicht erst aus der Not heraus.

Die beiden lieben sich, also sollte man gemeinsam schauen, ob man eine Lösung findet, mit der beide glücklich werden.

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31. Dezember 2020 um 10:31
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Falls Du richtig gelesen hast, fühlt sie sich schlecht dabei. Bietet ihm sogar an, dass er sich körperliche Liebe anderswo suchen soll, wenn es nicht anders geht. Du glaubst doch nicht, dass sie das wirklich akzeptieren könnte, ohne damit unglücklich zu werden?? Wenn Ihre Einstellung so wäre, hätte sie das vor Jahren angeboten und nicht erst aus der Not heraus.

Die beiden lieben sich, also sollte man gemeinsam schauen, ob man eine Lösung findet, mit der beide glücklich werden.

Sie fühlt sich nicht schlecht, sie hat ein schlechtes Gewissen. Das ist nicht dasselbe.

Nur für SIE betrachtet stimmt alles. Ungemütlich wird es nur, weil ER blöderweise unerfüllte Bedürfnisse hat in dieser Konstellation. Ich schließe mich frauevi an, das kann man nicht "hinkriegen", das kann man höchstens aushalten.

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31. Dezember 2020 um 12:09
In Antwort auf

Hallo zusammen, 
meine Frau und ich sind seit 11 Jahren zusammen, die Häfte davon verheiratet mit Kind. Beide mitte 30. Wir sind ein sehr harmonisches paar. Beste Freunde, sehr starke Liebe, haben uns viel zu sagen, sind ein sehr gutes Team. Wir haben schon viele Krisen (nicht Beziehungskrisen) und viele schöne Momente durchlebt. Ich hab selbst immer daran gezweifelt, dass es so eine Art von Beziehung, in der man keine Kompromisse eingehen muss, tatsächlich gibt. Aber es scheint sie wirklich zu geben. Fast. 

Meine Frau hat nur einen sehr geringen Sexualtrieb - sie ist in den 10 Jahren nicht auch nur einmal mit Lust bei mir angekommen, auch nicht wenn ich Monate Lang warte. Auch nicht wenn ich 1 Jahr warte. Sie braucht Sex einfach nicht. Wir gehen da sehr offen miteinander um - sie macht es sich auch nicht selbst, sie hat sich noch nie selbst gestreichelt und hatte auch nie das Verlangen danach. Verklemmt ist sie nicht. Ich bin auch nicht mit dem ultra Sexualtrieb ausgestattet, aber wenn, dann sollte der Sex erfüllend sein. 
Wenn es dazu kommt, ist er es leider gar nicht. Sie kann zwar kommen und lässt auch vieles mit sich machen. Aber das ist genau der Knackpunkt. Sie ist immer unten, sie streichelt mich nicht, fässt mich nirgendwo an, mag kein aktiven Oralverkehr. Es ist ist also ein "Ich leg mich hin und du machst mal". Es darf dann auch auf keinen Fall zu sanft sein, wenn ich sie zu sinnlich streichle mag sie es gar nicht, es muss alles direkt ohne Vorspiel sein und dann auch hartes gerammeln, kein gefühlvoller sex. Dabei ist es nicht so, dass sie kein Spaß daran hat, Sie selbst empfindet den Sex dann als gut, aber sie kann sich nicht auf ihr Gegenüber einlassen und selbst aktiv werden. 
Das war in allen Beziehungen bis jetzt so. Therapie hat nichts geändert, sie hat nie negative Erfahrungen beim Sex gemacht. Ihr Kopf ist nur dauerhaft an, sie kann die Ebene nicht verlassen und selbst Lust bereiten, egal was wir versuchen. 

Sie fühlt sich natürlich schlecht dabei, lässt so etwas fallen, wie das sie nicht dagegen hat, wenn ich es mir woander hole, weil sie nicht will das ich unglücklich bin. Aber das will ich nicht. Affäre kommt für mich überhaupt nicht in Frage, weil für mich Sex mehr ist als gerammel. Die Liebe macht es ja gerade schön. Mal abgesehen von vielen anderen Punkten. 
Ich will mich aber so gern auch mal wieder fühlen, nach so langer Zeit. Fühlen wie man berührt wird, wie man sich selbst hingeben kann. Ich fühle mich wie eine Pflanze die auf der Ebene langsam vertrocknet und das macht mich wirklich traurig. 
Mich stört auch, dass es mich überhaupt stört. Ich fühl mich irgendwie schmuddelig, dass trotz unserer wirklich sehr schönen Beziehung diese Ebene so belastet. 
Ich weiß genau, dass ich mit keinem anderen Menschen alt werden möchte. Ich finde keinen Weg dies in Einklang zu bringen. Sexual und Beziehungsebene sind vollkommen entkoppelt. 

Gibt es hier Menschen die etwas ähnliches erleben, wie habt ihr es für euch gelöst? 

Ich bin da auch eher zurückhaltend und muß nicht oft Sex haben. Hab ja lannge allein gelebt und da ging es auch ohne. Ich glaube es gibt schon einige Frauen die das eher ihm zuliebe machen. Ist aber auch nicht schlimm. Ich denke das Männer das mehr brauchen,
Margot

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31. Dezember 2020 um 12:28

Der Themenstarter hier - das sind alles sehr tolle Antworten. Das muss ich sage, sehr weit gedacht, sehr tief gedacht. Viele Perspektiven betrachtet. Danke dafür. 
Ich glaube nicht, dass meine Sexualität jetzt erst erwacht, es gibt nur Phasen wie jetzt in denen man sich daran stört. Sie hat das übrigens schon vor Jahren angeboten, nicht erst jetzt.
Ich denke auch, es ist so wie hier gesagt wurde. Für sie ist das ok, sie ist nicht unglücklich weil sie so ist, sondern weil sie merkt, dass ich damit unzufrieden bin. 
Ich widerrum beneide sie darum, ich mag die Phasen in denen Sex mir nichts bedeuten, weil es die besten Momente der Klarheit sind. "Kastration" ist daher vielleicht gar nicht so eine schlechte Idee  
Was ich immer wieder erstaunlich finde ist, dass das grundsätzliche Glück einer Beziehung in Frage gestellt wird, sobald das Sex-Thema nicht stimmt. Das ist generell immer so. 
Warum eigentlich? 
Man würde denken Sex trennt Freundschaft und Beziehung, den Gedanken kann ich nachvollziehen. Aber ist das wirklich so? Ich liebe Sie wie ich noch nie einen Freund geliebt habe. Auf jeden Fall auf eine romantische Weise. Sie mich ebenfalls, das fühle ich. Sie findet mich körperlich attraktiv, das sagt sie oft von sich aus. Ich fühle mich nie ungeliebt oder ungewollt, noch nie. 
Das hat auch nichts mit "einreden" zu tun. Ich habe schon so viele Frauen in meinem Leben kennengelernt und mit keiner hätte ich mir Vorstellen können mein Leben für immer zu verbringen. Ich hätte mir noch nichtmal vorstellen können, dass es das überhaupt gibt. 
Ich flirte auch jetzt noch, weil ich gern Menschen kennenlerne. Aber auch wenn ich noch so sexuell unausgelastet bin, keine Frau hat jemals den Reiz auf mich mit ihr ins Bett zu gehen weil ich genau das brauche, was ich mit meiner Frau teile. 
Glaubt es oder nicht, aber wir haben wir haben eine sehr gute Beziehung. Eine die in unserem Umfeld gern als Referenz genommen wird und die kein Schein ist. Auch wenn es hier mancher/m widerstrebt das zu glauben. 
Schade ist, das offensichtlich der großteil der menschheit Sex als Basis über alles stellt. Das finde ich erschreckend, ich will das immer nicht glauben, aber es scheint so zu sein. 
Das merkt man auch daran, dass ich hier in meinem Eingangstext nicht die Frage nach "Soll ich fremd gehen? Wie finde ich einen Ausgleich?" gestellt habe. Es geht um die Frage der inneren Findung und die kann nur jemand beantworten ,der ebenfalls die Liebe für sein Leben gefunden hat und seinen inneren Weg in einer ähnlichen Situation gefunden hat. 

Ich weiß aber all eure Antworten, eure Zeit und Mühe zu schätzen! Auch das meine ich ernst. 

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31. Dezember 2020 um 13:02
In Antwort auf

Der Themenstarter hier - das sind alles sehr tolle Antworten. Das muss ich sage, sehr weit gedacht, sehr tief gedacht. Viele Perspektiven betrachtet. Danke dafür. 
Ich glaube nicht, dass meine Sexualität jetzt erst erwacht, es gibt nur Phasen wie jetzt in denen man sich daran stört. Sie hat das übrigens schon vor Jahren angeboten, nicht erst jetzt.
Ich denke auch, es ist so wie hier gesagt wurde. Für sie ist das ok, sie ist nicht unglücklich weil sie so ist, sondern weil sie merkt, dass ich damit unzufrieden bin. 
Ich widerrum beneide sie darum, ich mag die Phasen in denen Sex mir nichts bedeuten, weil es die besten Momente der Klarheit sind. "Kastration" ist daher vielleicht gar nicht so eine schlechte Idee  
Was ich immer wieder erstaunlich finde ist, dass das grundsätzliche Glück einer Beziehung in Frage gestellt wird, sobald das Sex-Thema nicht stimmt. Das ist generell immer so. 
Warum eigentlich? 
Man würde denken Sex trennt Freundschaft und Beziehung, den Gedanken kann ich nachvollziehen. Aber ist das wirklich so? Ich liebe Sie wie ich noch nie einen Freund geliebt habe. Auf jeden Fall auf eine romantische Weise. Sie mich ebenfalls, das fühle ich. Sie findet mich körperlich attraktiv, das sagt sie oft von sich aus. Ich fühle mich nie ungeliebt oder ungewollt, noch nie. 
Das hat auch nichts mit "einreden" zu tun. Ich habe schon so viele Frauen in meinem Leben kennengelernt und mit keiner hätte ich mir Vorstellen können mein Leben für immer zu verbringen. Ich hätte mir noch nichtmal vorstellen können, dass es das überhaupt gibt. 
Ich flirte auch jetzt noch, weil ich gern Menschen kennenlerne. Aber auch wenn ich noch so sexuell unausgelastet bin, keine Frau hat jemals den Reiz auf mich mit ihr ins Bett zu gehen weil ich genau das brauche, was ich mit meiner Frau teile. 
Glaubt es oder nicht, aber wir haben wir haben eine sehr gute Beziehung. Eine die in unserem Umfeld gern als Referenz genommen wird und die kein Schein ist. Auch wenn es hier mancher/m widerstrebt das zu glauben. 
Schade ist, das offensichtlich der großteil der menschheit Sex als Basis über alles stellt. Das finde ich erschreckend, ich will das immer nicht glauben, aber es scheint so zu sein. 
Das merkt man auch daran, dass ich hier in meinem Eingangstext nicht die Frage nach "Soll ich fremd gehen? Wie finde ich einen Ausgleich?" gestellt habe. Es geht um die Frage der inneren Findung und die kann nur jemand beantworten ,der ebenfalls die Liebe für sein Leben gefunden hat und seinen inneren Weg in einer ähnlichen Situation gefunden hat. 

Ich weiß aber all eure Antworten, eure Zeit und Mühe zu schätzen! Auch das meine ich ernst. 

Ich schlage dir vor eine Therapie zu machen und mit Meditation anzufangen. Bisher konzentriert ihr euch ja nur auf sie mit Therapie und Gesprächen und dem Vorschlag dass die Ehe geöffnet wird. Dein Part ist da eher passiv und du hast ganz klar zu verstehen gegeben, dass du die Beziehung nicht beenden wirst und ganz sicher keinen Sex mit einem anderen Menschen willst, sondern diesen einen Sex nur mit deiner Partnerin willst, den sie dir aber nicht geben kann. Also solltest du eher was ändern und nicht sie.

Da kann eine Therapie und Meditation helfen das loszulassen, da musst du dich vielleicht nicht mal kastrieren lassen.

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31. Dezember 2020 um 19:01
In Antwort auf

Ich schlage dir vor eine Therapie zu machen und mit Meditation anzufangen. Bisher konzentriert ihr euch ja nur auf sie mit Therapie und Gesprächen und dem Vorschlag dass die Ehe geöffnet wird. Dein Part ist da eher passiv und du hast ganz klar zu verstehen gegeben, dass du die Beziehung nicht beenden wirst und ganz sicher keinen Sex mit einem anderen Menschen willst, sondern diesen einen Sex nur mit deiner Partnerin willst, den sie dir aber nicht geben kann. Also solltest du eher was ändern und nicht sie.

Da kann eine Therapie und Meditation helfen das loszulassen, da musst du dich vielleicht nicht mal kastrieren lassen.

du hast schon gelesen das er zufrieden ist auch ohne den Sex und er sogar die sexfreien Pfasen genießt

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31. Dezember 2020 um 19:10
In Antwort auf

du hast schon gelesen das er zufrieden ist auch ohne den Sex und er sogar die sexfreien Pfasen genießt

Ja aber es stresst ihn wenn er dann das verlangen hat das ist sein Problem 

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31. Dezember 2020 um 19:15

Gff garkein verlangen nach sex sondern ein missverstandenes deswegen dann der stress und das denken es müsse der sex sein

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1. Januar um 10:44

Du sprichst mir aus der Seele. Vor einer Woche hätte ich Deine Statements 1:1 übernehmen können, denn Deine Aussagen entsprechen zu 100% dem was ich in meiner Ehe fühle. Meine Frau und ich sind seit 28 Jahren ein Paar, alles passt perfekt, wir lieben uns und haben uns sehr viel gemeinsam aufgebaut.
Vor 5 Tagen aber kam Sie zu mir und sagte mir, dass sie in unserer Beziehung unglücklich ist, weil sie einen Teil von sich unterdrückt. Ich war vor 12 Jahren schonmal in diesem Forum, da hatte sie eine Affäre, wir sind zusammengeblieben und hatten nochmal 12 tolle Jahre. Inzwischen sind unsere Kinder so alt, dass sie auf eigenen Füßen stehen - das war damals noch anders. Damals suchten wir auch eine Paartherapeutin auf - wobei ich glaube, dass für meine Frau das eher ein Alibi war. Sie hatte sich damals bewusst für mich entschieden und geglaubt, ihre Triebe unter Kontrolle zu halten - und ich habe mich vermutlich dieser Illusion zu leicht hingegeben und nicht insistiert, das Thema Sex zu bearbeiten. Wir hatten Sex - hin und wieder, sie tat es wohl mir zu liebe, was ich sicher hätte merken können, wenn ich die Augen geöffnet hätte.
Auf meinen Wunsch zieht sie heute aus. Ich liebe sie sehr, ihre Nähe ist für mich die reinste Qual, und sie braucht vielleicht ein anderes Umfeld, um unsere Beziehung und ihr eigene Sinnsuche nochmal mit Distanz betrachten zu können.
Dieses Schritt hatten wir 2008 nicht gemacht, was vielleicht ein Fehler für uns war - sicher nicht für unsere Kinder.
Meiner Auffassung nach gehört Sex zu einer Ehe dazu - und zwar einer bei dem beide Partner auf ihre Kosten kommen. Meiner Auffassung nach ist dies aber auch verhandel- und entwickelbar und nicht in Stein gemeisselt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie spätestens dann, wenn sie diese Bedürfnisse spürt, mit mir ins Gespräch gekommen wäre (sie sagte mir auch, dass sie weiß, das ich dem offen gegenüber stehe), und wir uns dann professionelle Hilfe gesucht hätten. Doch das tat sie nicht - vielleicht auch den Umständen in diesem Krisenjahr geschuldet.
Deshalb kannst Du vielleicht aus meiner Situation lernen - denn, wie gesagt, vor einer Woche hätte ich Dein Statement 1:1 übernehmen können, und jetzt scheint meine Beziehung in Scherben zu liegen. Ich weiss noch nicht, wie es weiter geht - vielleicht finden wir uns wieder, vielleicht auch nicht. Ich habe am Montag meine erste Therapiesitzung und ich weiß nicht, welches Ziel ich definieren soll.
Natürlich kann ich nicht Deine Frau mit meiner Frau vergleichen - und ich hoffe für Euch, dass Euer Arrangement hält. Alles Gute!

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1. Januar um 12:37
In Antwort auf

Hallo zusammen, 
meine Frau und ich sind seit 11 Jahren zusammen, die Häfte davon verheiratet mit Kind. Beide mitte 30. Wir sind ein sehr harmonisches paar. Beste Freunde, sehr starke Liebe, haben uns viel zu sagen, sind ein sehr gutes Team. Wir haben schon viele Krisen (nicht Beziehungskrisen) und viele schöne Momente durchlebt. Ich hab selbst immer daran gezweifelt, dass es so eine Art von Beziehung, in der man keine Kompromisse eingehen muss, tatsächlich gibt. Aber es scheint sie wirklich zu geben. Fast. 

Meine Frau hat nur einen sehr geringen Sexualtrieb - sie ist in den 10 Jahren nicht auch nur einmal mit Lust bei mir angekommen, auch nicht wenn ich Monate Lang warte. Auch nicht wenn ich 1 Jahr warte. Sie braucht Sex einfach nicht. Wir gehen da sehr offen miteinander um - sie macht es sich auch nicht selbst, sie hat sich noch nie selbst gestreichelt und hatte auch nie das Verlangen danach. Verklemmt ist sie nicht. Ich bin auch nicht mit dem ultra Sexualtrieb ausgestattet, aber wenn, dann sollte der Sex erfüllend sein. 
Wenn es dazu kommt, ist er es leider gar nicht. Sie kann zwar kommen und lässt auch vieles mit sich machen. Aber das ist genau der Knackpunkt. Sie ist immer unten, sie streichelt mich nicht, fässt mich nirgendwo an, mag kein aktiven Oralverkehr. Es ist ist also ein "Ich leg mich hin und du machst mal". Es darf dann auch auf keinen Fall zu sanft sein, wenn ich sie zu sinnlich streichle mag sie es gar nicht, es muss alles direkt ohne Vorspiel sein und dann auch hartes gerammeln, kein gefühlvoller sex. Dabei ist es nicht so, dass sie kein Spaß daran hat, Sie selbst empfindet den Sex dann als gut, aber sie kann sich nicht auf ihr Gegenüber einlassen und selbst aktiv werden. 
Das war in allen Beziehungen bis jetzt so. Therapie hat nichts geändert, sie hat nie negative Erfahrungen beim Sex gemacht. Ihr Kopf ist nur dauerhaft an, sie kann die Ebene nicht verlassen und selbst Lust bereiten, egal was wir versuchen. 

Sie fühlt sich natürlich schlecht dabei, lässt so etwas fallen, wie das sie nicht dagegen hat, wenn ich es mir woander hole, weil sie nicht will das ich unglücklich bin. Aber das will ich nicht. Affäre kommt für mich überhaupt nicht in Frage, weil für mich Sex mehr ist als gerammel. Die Liebe macht es ja gerade schön. Mal abgesehen von vielen anderen Punkten. 
Ich will mich aber so gern auch mal wieder fühlen, nach so langer Zeit. Fühlen wie man berührt wird, wie man sich selbst hingeben kann. Ich fühle mich wie eine Pflanze die auf der Ebene langsam vertrocknet und das macht mich wirklich traurig. 
Mich stört auch, dass es mich überhaupt stört. Ich fühl mich irgendwie schmuddelig, dass trotz unserer wirklich sehr schönen Beziehung diese Ebene so belastet. 
Ich weiß genau, dass ich mit keinem anderen Menschen alt werden möchte. Ich finde keinen Weg dies in Einklang zu bringen. Sexual und Beziehungsebene sind vollkommen entkoppelt. 

Gibt es hier Menschen die etwas ähnliches erleben, wie habt ihr es für euch gelöst? 

Hallo,

im Grunde führt ihr eine harmonische Beziehung und es ist wirklich schade, dass die sexuelle Komponente für Leid und Traurigkeit bei euch beiden verantwortlich zu sein scheint. 

Hier ist guter Rat teuer und ganz bestimmt nicht mal eben kurz behoben. Einem "normal" empfindenden Menschen kommt es vielleicht so vor, als würde er Partner sexuell ausnutzen oder benutzen, was du vielleicht als schmuddelig beschreibst. 

Es ist schade, dass deine Frau ihre Therapie anscheinend nicht weiterführt. Vielleicht war es einfach die falsche. Schlechte Erfahrungen sind nicht immer die Gründe für Schwierigkeiten in der Sexualität. Was mir wirklich sofort beim Lesen ins Auge springt bei deiner Frau ist anscheinend ein mangelndes Körpergefühl. Wer sich selbst nicht spüren kann empfindet selten Lust und kann dementsprechend auch keine Lust schenken. 

Gründe für ein mangelndes Körpergefühl können vielfältig sein und von Alltagsstress mit seinen Belastungen, über einen anstrengenden Job bis hin zu schlechten Beziehungserfahrungen oder aus der eigenen Kindheit kommend, die Erziehung betreffend. Das alles sind Themen für eine Therapie auf die man sich allerdings freiwillig einlassen muss. Wenn Kindheit viel mit Verlust einherging, mit unserer Bindung ist Loslassen oft ein zentrales Thema und das Gegenteil.

Achtsame und absichtslose Berührungen würden sie mehr zu sich selbst führen und somit auch in Kontakt mit sich selbst. Wenn sie so Selbstregulation erlernen könnte, gelänge ihr vielleicht auch ein wirklicher Kontakt mit dir, der Fühlen und Spüren intensiv erlebbar macht. 

Letztlich muss aber jeder für sich entscheiden, welchen Weg er/sie einschlagen möchte oder zu gehen bereit ist.

Lass dich hier auch bitte nicht durch Menschen irritieren, die selbst keine Antwort für sich gefunden haben.

LG Sis

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1. Januar um 12:42
In Antwort auf

Hallo,

im Grunde führt ihr eine harmonische Beziehung und es ist wirklich schade, dass die sexuelle Komponente für Leid und Traurigkeit bei euch beiden verantwortlich zu sein scheint. 

Hier ist guter Rat teuer und ganz bestimmt nicht mal eben kurz behoben. Einem "normal" empfindenden Menschen kommt es vielleicht so vor, als würde er Partner sexuell ausnutzen oder benutzen, was du vielleicht als schmuddelig beschreibst. 

Es ist schade, dass deine Frau ihre Therapie anscheinend nicht weiterführt. Vielleicht war es einfach die falsche. Schlechte Erfahrungen sind nicht immer die Gründe für Schwierigkeiten in der Sexualität. Was mir wirklich sofort beim Lesen ins Auge springt bei deiner Frau ist anscheinend ein mangelndes Körpergefühl. Wer sich selbst nicht spüren kann empfindet selten Lust und kann dementsprechend auch keine Lust schenken. 

Gründe für ein mangelndes Körpergefühl können vielfältig sein und von Alltagsstress mit seinen Belastungen, über einen anstrengenden Job bis hin zu schlechten Beziehungserfahrungen oder aus der eigenen Kindheit kommend, die Erziehung betreffend. Das alles sind Themen für eine Therapie auf die man sich allerdings freiwillig einlassen muss. Wenn Kindheit viel mit Verlust einherging, mit unserer Bindung ist Loslassen oft ein zentrales Thema und das Gegenteil.

Achtsame und absichtslose Berührungen würden sie mehr zu sich selbst führen und somit auch in Kontakt mit sich selbst. Wenn sie so Selbstregulation erlernen könnte, gelänge ihr vielleicht auch ein wirklicher Kontakt mit dir, der Fühlen und Spüren intensiv erlebbar macht. 

Letztlich muss aber jeder für sich entscheiden, welchen Weg er/sie einschlagen möchte oder zu gehen bereit ist.

Lass dich hier auch bitte nicht durch Menschen irritieren, die selbst keine Antwort für sich gefunden haben.

LG Sis

unsicherer Bindung sollte das heißen und einen Satz habe ich nicht abgeschlossen

Ich glaube, ich habe zu wenig geschlafen 

Frohes neues Jahr 
LG Sis

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1. Januar um 15:40
In Antwort auf

Hallo zusammen, 
meine Frau und ich sind seit 11 Jahren zusammen, die Häfte davon verheiratet mit Kind. Beide mitte 30. Wir sind ein sehr harmonisches paar. Beste Freunde, sehr starke Liebe, haben uns viel zu sagen, sind ein sehr gutes Team. Wir haben schon viele Krisen (nicht Beziehungskrisen) und viele schöne Momente durchlebt. Ich hab selbst immer daran gezweifelt, dass es so eine Art von Beziehung, in der man keine Kompromisse eingehen muss, tatsächlich gibt. Aber es scheint sie wirklich zu geben. Fast. 

Meine Frau hat nur einen sehr geringen Sexualtrieb - sie ist in den 10 Jahren nicht auch nur einmal mit Lust bei mir angekommen, auch nicht wenn ich Monate Lang warte. Auch nicht wenn ich 1 Jahr warte. Sie braucht Sex einfach nicht. Wir gehen da sehr offen miteinander um - sie macht es sich auch nicht selbst, sie hat sich noch nie selbst gestreichelt und hatte auch nie das Verlangen danach. Verklemmt ist sie nicht. Ich bin auch nicht mit dem ultra Sexualtrieb ausgestattet, aber wenn, dann sollte der Sex erfüllend sein. 
Wenn es dazu kommt, ist er es leider gar nicht. Sie kann zwar kommen und lässt auch vieles mit sich machen. Aber das ist genau der Knackpunkt. Sie ist immer unten, sie streichelt mich nicht, fässt mich nirgendwo an, mag kein aktiven Oralverkehr. Es ist ist also ein "Ich leg mich hin und du machst mal". Es darf dann auch auf keinen Fall zu sanft sein, wenn ich sie zu sinnlich streichle mag sie es gar nicht, es muss alles direkt ohne Vorspiel sein und dann auch hartes gerammeln, kein gefühlvoller sex. Dabei ist es nicht so, dass sie kein Spaß daran hat, Sie selbst empfindet den Sex dann als gut, aber sie kann sich nicht auf ihr Gegenüber einlassen und selbst aktiv werden. 
Das war in allen Beziehungen bis jetzt so. Therapie hat nichts geändert, sie hat nie negative Erfahrungen beim Sex gemacht. Ihr Kopf ist nur dauerhaft an, sie kann die Ebene nicht verlassen und selbst Lust bereiten, egal was wir versuchen. 

Sie fühlt sich natürlich schlecht dabei, lässt so etwas fallen, wie das sie nicht dagegen hat, wenn ich es mir woander hole, weil sie nicht will das ich unglücklich bin. Aber das will ich nicht. Affäre kommt für mich überhaupt nicht in Frage, weil für mich Sex mehr ist als gerammel. Die Liebe macht es ja gerade schön. Mal abgesehen von vielen anderen Punkten. 
Ich will mich aber so gern auch mal wieder fühlen, nach so langer Zeit. Fühlen wie man berührt wird, wie man sich selbst hingeben kann. Ich fühle mich wie eine Pflanze die auf der Ebene langsam vertrocknet und das macht mich wirklich traurig. 
Mich stört auch, dass es mich überhaupt stört. Ich fühl mich irgendwie schmuddelig, dass trotz unserer wirklich sehr schönen Beziehung diese Ebene so belastet. 
Ich weiß genau, dass ich mit keinem anderen Menschen alt werden möchte. Ich finde keinen Weg dies in Einklang zu bringen. Sexual und Beziehungsebene sind vollkommen entkoppelt. 

Gibt es hier Menschen die etwas ähnliches erleben, wie habt ihr es für euch gelöst? 

Unterhalte dich mal mit cosmoliner...dem geht es genau so.
Eure Fälle ähneln sich sehr genau.
Ihr könntet seelenverwandt sein bzw. Auch eure Frauen.

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1. Januar um 18:33

@Suseg, ich sehe das auch so.
@Sisteronthefly, und so wie Du... Deine Ratschläge für die Ehefrau kann ich (als Mann) nicht toppen.

Liebe Leute, wir können doch den Wert einer Beziehung nicht durch sexuelle Intensität definieren. Das ist doch so sehr individuell (und privat).
Für mich persönlich sind die drei besten Worte zur Liebe: Romantik, Erotik und Vertrauen. Nicht nur die hohe Bedeutung der zwei anderen Elemente, sondern auch sehe ich Erotik als der breitere Begriff gegenüber der Sexualität.
 
Dazu kommt noch das Kind. Ich kenne diese weit verbreitete Argumentation, dass unglückliche Eltern nicht gut sein sollen für das Kind. Aber dann muss man doch innerhalb der Ehe eine Lösung (weiter) suchen. Wo auch immer das möglich sein wird, ob für sie oder für ihn. Trennen sie sich, dann bleibt das Problem mit der Sexualität unverändert, ungelöst. Für die Frau z.B. würde es schwierig bis unmöglich jemanden zu finden, der sie so liebt wie er es heute tut. Dies währenddem es ihr tendenziell noch am besten ginge bei einer Scheidung. Denn fast immer kriegt die Frau das Sorgerecht. Und was wir über Kinder von alleinerziehenden Müttern wissen ist, dass sie viel öfters kriminell werden (speziell Jungs), Drogensüchtig oder Alkoholabhängig werden oder dass die Kinder ihrerseits künftig tendenziell gestörte, ungesunde Beziehungen eingehen (speziell Frauen).

@Fragesteller, wie ist es denn, wenn Du sehr romantisch bist, kriegst Deine Frau dann auch nicht in Stimmung? Romantisch meine ich im klassischen Sinn: mit Kerzen, Musik vielleicht ein Abendessen, usw. Oder als Beispiel, bei meiner Frau funktioniert es gut mit einer Massage. Wenn ich sie streichle, dann sagt sie schnell mal "lieber Massage". Mag Deine Frau Massage? Ich sehe das primär auch als der romantische Teil. Denn das ist mehr das was vom Mann ausgeht. Jedenfalls massiere ich meine Frau etwa im Verhältnis 10 zu 1 (ich öfters). Natürlich ist es immer auch etwas Schönes so geben zu können. Aber nicht nur das Geben, denn es ist ja auch eine sehr erotische Sache (Brückenschlag zu den drei Worte zur Liebe). Ich denke dabei also auch zurück zu bekommen. Es wird so irgendwie zur Einstellungssache. Vielleicht hat sie beim Sex dann mehr Orgasmen als ich. Vielleicht ist meiner dafür besser. Selbst wenn ich mehr gebe, kriege ich Wertschätzung im Gegenzug. Ich trage Verantwortung und kriege Lebenssinn. Über eine Abwägung brauche ich wirklich nicht nachzudenken. Denn es ist ja für beide nicht nur stimmend, sondern wunderschön. Darauf kommt es an.

Wie erwähnt schliesse ich mich Sisteronthefly an was eine Therapie Deiner Frau anbelangt. Dennoch denke ich, gerade weil Sex so individuell und privat ist, kannst Du durchwegs auch deinerseits nach einer Lösung suchen. Bzw. zur Lösung beitragen (auch wenn im Kleinen). Z.B. "hartes Gerammel" tönt doch sehr heiss. Weisst Du zu schätzen was Du hast? Ich könnte mir etwa genauso eine Frau vorstellen, welche sich permanent über Schmerzen beklagt.
Ich denke auch es liegt bisschen in unserer Natur, dass die Frau sich nur hinlegen und die Beide spreizen muss. Als Mann können wir das beneiden, jedoch Neid passt so gar nicht in Deine gute Beziehung. Den Gedanken müsstest Du verbannen. Ich will hier ganz genau nicht ein Argument machen, dass es normal wäre für die Frau nur da zu liegen. Jedoch speziell Du weisst doch wie anstrengend der aktive Teil sein kann. Dass der Mann durchschnittlich etwas kräftiger ist, dürfte Tatsache sein. Aggression hast Du ebenfalls mehr. Durchwegs schlechtgemacht in unserer Gesellschaft... mach Deinen Frieden mit Deiner Aggression und nutze das gezielt für Deinen bevorstehenden besten Sex.

Dass Du Deinerseits beitragen kannst und auch an Dir selbst arbeiten musst, bringst Du selbst zum Ausdruck, Zitat: "Ich fühl mich irgendwie schmuddelig". Sex ist natürlich und so ist auch Dein Verhalten das zu wollen, nichts Schmuddeliges. Das wurde Dir von der Natur mitgegeben, durch die Evolution. Die Natur manifestiert sich da geradezu in der weiblichen Selektion, welche Dich so erschaffen hat.
Von daher kann vielleicht Dein Selbstbild und Selbstliebe auch verbessert werden. Das wiederum könnte Grund sein, dass Du von Deiner Partnerin gestreichelt werden willst. Der natürliche Lauf ist primär (nicht ausschliesslich) jener, dass Du Deine Frau streichelst und sie Euer Kind. So ist auch die Verantwortung primär ausgerichtet. Dies ist nicht willkürlich, sondern kommt daher, dass der natürliche Bedarf gegenteilig anfällt. Der Bedarf geht vom Kind aus und von ihm aus biologisch bedingt stärker übertragen auf Deine Frau. Sei Dir Deiner Verantwortung bewusst, so kannst Du auch Deinen Selbstwert festmachen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner Familie im neuen Jahr und heisse Nächte.

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1. Januar um 19:30
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@Suseg, ich sehe das auch so.
@Sisteronthefly, und so wie Du... Deine Ratschläge für die Ehefrau kann ich (als Mann) nicht toppen.

Liebe Leute, wir können doch den Wert einer Beziehung nicht durch sexuelle Intensität definieren. Das ist doch so sehr individuell (und privat).
Für mich persönlich sind die drei besten Worte zur Liebe: Romantik, Erotik und Vertrauen. Nicht nur die hohe Bedeutung der zwei anderen Elemente, sondern auch sehe ich Erotik als der breitere Begriff gegenüber der Sexualität.
 
Dazu kommt noch das Kind. Ich kenne diese weit verbreitete Argumentation, dass unglückliche Eltern nicht gut sein sollen für das Kind. Aber dann muss man doch innerhalb der Ehe eine Lösung (weiter) suchen. Wo auch immer das möglich sein wird, ob für sie oder für ihn. Trennen sie sich, dann bleibt das Problem mit der Sexualität unverändert, ungelöst. Für die Frau z.B. würde es schwierig bis unmöglich jemanden zu finden, der sie so liebt wie er es heute tut. Dies währenddem es ihr tendenziell noch am besten ginge bei einer Scheidung. Denn fast immer kriegt die Frau das Sorgerecht. Und was wir über Kinder von alleinerziehenden Müttern wissen ist, dass sie viel öfters kriminell werden (speziell Jungs), Drogensüchtig oder Alkoholabhängig werden oder dass die Kinder ihrerseits künftig tendenziell gestörte, ungesunde Beziehungen eingehen (speziell Frauen).

@Fragesteller, wie ist es denn, wenn Du sehr romantisch bist, kriegst Deine Frau dann auch nicht in Stimmung? Romantisch meine ich im klassischen Sinn: mit Kerzen, Musik vielleicht ein Abendessen, usw. Oder als Beispiel, bei meiner Frau funktioniert es gut mit einer Massage. Wenn ich sie streichle, dann sagt sie schnell mal "lieber Massage". Mag Deine Frau Massage? Ich sehe das primär auch als der romantische Teil. Denn das ist mehr das was vom Mann ausgeht. Jedenfalls massiere ich meine Frau etwa im Verhältnis 10 zu 1 (ich öfters). Natürlich ist es immer auch etwas Schönes so geben zu können. Aber nicht nur das Geben, denn es ist ja auch eine sehr erotische Sache (Brückenschlag zu den drei Worte zur Liebe). Ich denke dabei also auch zurück zu bekommen. Es wird so irgendwie zur Einstellungssache. Vielleicht hat sie beim Sex dann mehr Orgasmen als ich. Vielleicht ist meiner dafür besser. Selbst wenn ich mehr gebe, kriege ich Wertschätzung im Gegenzug. Ich trage Verantwortung und kriege Lebenssinn. Über eine Abwägung brauche ich wirklich nicht nachzudenken. Denn es ist ja für beide nicht nur stimmend, sondern wunderschön. Darauf kommt es an.

Wie erwähnt schliesse ich mich Sisteronthefly an was eine Therapie Deiner Frau anbelangt. Dennoch denke ich, gerade weil Sex so individuell und privat ist, kannst Du durchwegs auch deinerseits nach einer Lösung suchen. Bzw. zur Lösung beitragen (auch wenn im Kleinen). Z.B. "hartes Gerammel" tönt doch sehr heiss. Weisst Du zu schätzen was Du hast? Ich könnte mir etwa genauso eine Frau vorstellen, welche sich permanent über Schmerzen beklagt.
Ich denke auch es liegt bisschen in unserer Natur, dass die Frau sich nur hinlegen und die Beide spreizen muss. Als Mann können wir das beneiden, jedoch Neid passt so gar nicht in Deine gute Beziehung. Den Gedanken müsstest Du verbannen. Ich will hier ganz genau nicht ein Argument machen, dass es normal wäre für die Frau nur da zu liegen. Jedoch speziell Du weisst doch wie anstrengend der aktive Teil sein kann. Dass der Mann durchschnittlich etwas kräftiger ist, dürfte Tatsache sein. Aggression hast Du ebenfalls mehr. Durchwegs schlechtgemacht in unserer Gesellschaft... mach Deinen Frieden mit Deiner Aggression und nutze das gezielt für Deinen bevorstehenden besten Sex.

Dass Du Deinerseits beitragen kannst und auch an Dir selbst arbeiten musst, bringst Du selbst zum Ausdruck, Zitat: "Ich fühl mich irgendwie schmuddelig". Sex ist natürlich und so ist auch Dein Verhalten das zu wollen, nichts Schmuddeliges. Das wurde Dir von der Natur mitgegeben, durch die Evolution. Die Natur manifestiert sich da geradezu in der weiblichen Selektion, welche Dich so erschaffen hat.
Von daher kann vielleicht Dein Selbstbild und Selbstliebe auch verbessert werden. Das wiederum könnte Grund sein, dass Du von Deiner Partnerin gestreichelt werden willst. Der natürliche Lauf ist primär (nicht ausschliesslich) jener, dass Du Deine Frau streichelst und sie Euer Kind. So ist auch die Verantwortung primär ausgerichtet. Dies ist nicht willkürlich, sondern kommt daher, dass der natürliche Bedarf gegenteilig anfällt. Der Bedarf geht vom Kind aus und von ihm aus biologisch bedingt stärker übertragen auf Deine Frau. Sei Dir Deiner Verantwortung bewusst, so kannst Du auch Deinen Selbstwert festmachen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg mit Deiner Familie im neuen Jahr und heisse Nächte.

Hallo,

für einen Mann mögen meine Worte seltsam klingen oder er macht sich ernsthaft Gedanken darüber, ob schneller Sex, der wenig zärtlich und sinnlich vollzogen wird das ist, was er sich wirklich wünscht. Ich meine es so verstanden zu haben, dass hier jemand Bereiche der Sexualität vermisst, nicht das alles gänzlich schlecht ist. 

Nicht jeden deiner Gedanken kann ich richtig nachvollziehen. Ich finde, ein Mann darf sich von seiner weichen Seite zeigen und Zärtlichkeiten einfordern, wie eine Frau dies tut. Warum sollte der Wunsch eines Mannes sich hinzugeben und zu genießen nicht in gleichem Maße Gültigkeit besitzen? Nur weil die Evolution bestimmt hat, dass der Mann das starke Geschlecht ist, muss der Wunsch einmal nicht stark sein zu müssen ein Selbstwertproblem darstellen. Der Wunsch berührt und gestreichelt zu werden ist keine mangelnde Selbstliebe sondern ein Beweis dafür, dass wir alle soziale Wesen sind und ohne Zuwendung verkümmern. 

Aggressionen gehören m. E. in keine sexuelle Interaktion! Dies würde mehr Schaden anrichten, als es gut macht. 

LG Sis 

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1. Januar um 23:47
In Antwort auf

Hallo,

für einen Mann mögen meine Worte seltsam klingen oder er macht sich ernsthaft Gedanken darüber, ob schneller Sex, der wenig zärtlich und sinnlich vollzogen wird das ist, was er sich wirklich wünscht. Ich meine es so verstanden zu haben, dass hier jemand Bereiche der Sexualität vermisst, nicht das alles gänzlich schlecht ist. 

Nicht jeden deiner Gedanken kann ich richtig nachvollziehen. Ich finde, ein Mann darf sich von seiner weichen Seite zeigen und Zärtlichkeiten einfordern, wie eine Frau dies tut. Warum sollte der Wunsch eines Mannes sich hinzugeben und zu genießen nicht in gleichem Maße Gültigkeit besitzen? Nur weil die Evolution bestimmt hat, dass der Mann das starke Geschlecht ist, muss der Wunsch einmal nicht stark sein zu müssen ein Selbstwertproblem darstellen. Der Wunsch berührt und gestreichelt zu werden ist keine mangelnde Selbstliebe sondern ein Beweis dafür, dass wir alle soziale Wesen sind und ohne Zuwendung verkümmern. 

Aggressionen gehören m. E. in keine sexuelle Interaktion! Dies würde mehr Schaden anrichten, als es gut macht. 

LG Sis 

Mein Beitrag soll als Frage zu verstehen sein, ob Sex zusammen mit dem Geben von Zärtlichkeit für ihn ausreichend sein könnte. Wie gesagt ist das halt sehr individuell und jeder muss so etwas selbst in seiner Beziehung herausfinden. Selbst und mit dem Partner einen Weg finden, so dass beide glücklich werden.
So wollte ich mit der Frage nichts über die Gültigkeit von Wünschen aussagen. Über diese Gültigkeit können sie nur in ihrer Partnerschaft sprechen und entscheiden.

Nein ich habe nirgends geschrieben, dass der Wunsch schwach zu sein ein Selbstwertproblem darstellt. Die Wörter Selbstbild, Selbstliebe und Selbstwert findest Du nicht mal in demselben Abschnitt, in dem es um männliche Stärke geht.

Ja wenn Du nur die negative Bewertung siehst in der Aggression, dann gebe ich Dir Recht. D.h. Gewalt wollen nur wenige in der sexuellen Interaktion. Jedoch wenn wir das Abschwächen zur Dominanz und noch weiter zur Fantasie, dann sind das bereits wieder sehr weitverbreitete (sexuelle) Gedanken.
Jedoch da gibt es auch nicht ausschliesslich diese negative Bewertung. Man kann Aggression auch als eine Form der Erregung sehen. Z.B. als Hindernisbeseitigung. Nicht zu vergessen, dass uns allen das durch Testosteron gegeben ist.

Unumstritten ist sicher, dass Sex speziell für den Mann zur Entspannung beiträgt. Z.B. Stressabbau. Ist das nicht etwa gleichbedeutend mit dem Abbau von Aggressivität? Wenn ja, dann könntest Du nur noch ein Argument machen, dass das irgendwie innerlich verschwindet und nicht beim Sex etwa nach aussen kommt. Aber wenn Du einem Mann zuschaust, sieht das für Dich wirklich nicht nach Aggression aus? Wenn er nur da liegt, sieht es für mich weniger danach aus. Jedoch selbst dann, z.B. sein Gesichtsausdruck beim Orgasmus...

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2. Januar um 0:08
In Antwort auf

Hallo zusammen, 
meine Frau und ich sind seit 11 Jahren zusammen, die Häfte davon verheiratet mit Kind. Beide mitte 30. Wir sind ein sehr harmonisches paar. Beste Freunde, sehr starke Liebe, haben uns viel zu sagen, sind ein sehr gutes Team. Wir haben schon viele Krisen (nicht Beziehungskrisen) und viele schöne Momente durchlebt. Ich hab selbst immer daran gezweifelt, dass es so eine Art von Beziehung, in der man keine Kompromisse eingehen muss, tatsächlich gibt. Aber es scheint sie wirklich zu geben. Fast. 

Meine Frau hat nur einen sehr geringen Sexualtrieb - sie ist in den 10 Jahren nicht auch nur einmal mit Lust bei mir angekommen, auch nicht wenn ich Monate Lang warte. Auch nicht wenn ich 1 Jahr warte. Sie braucht Sex einfach nicht. Wir gehen da sehr offen miteinander um - sie macht es sich auch nicht selbst, sie hat sich noch nie selbst gestreichelt und hatte auch nie das Verlangen danach. Verklemmt ist sie nicht. Ich bin auch nicht mit dem ultra Sexualtrieb ausgestattet, aber wenn, dann sollte der Sex erfüllend sein. 
Wenn es dazu kommt, ist er es leider gar nicht. Sie kann zwar kommen und lässt auch vieles mit sich machen. Aber das ist genau der Knackpunkt. Sie ist immer unten, sie streichelt mich nicht, fässt mich nirgendwo an, mag kein aktiven Oralverkehr. Es ist ist also ein "Ich leg mich hin und du machst mal". Es darf dann auch auf keinen Fall zu sanft sein, wenn ich sie zu sinnlich streichle mag sie es gar nicht, es muss alles direkt ohne Vorspiel sein und dann auch hartes gerammeln, kein gefühlvoller sex. Dabei ist es nicht so, dass sie kein Spaß daran hat, Sie selbst empfindet den Sex dann als gut, aber sie kann sich nicht auf ihr Gegenüber einlassen und selbst aktiv werden. 
Das war in allen Beziehungen bis jetzt so. Therapie hat nichts geändert, sie hat nie negative Erfahrungen beim Sex gemacht. Ihr Kopf ist nur dauerhaft an, sie kann die Ebene nicht verlassen und selbst Lust bereiten, egal was wir versuchen. 

Sie fühlt sich natürlich schlecht dabei, lässt so etwas fallen, wie das sie nicht dagegen hat, wenn ich es mir woander hole, weil sie nicht will das ich unglücklich bin. Aber das will ich nicht. Affäre kommt für mich überhaupt nicht in Frage, weil für mich Sex mehr ist als gerammel. Die Liebe macht es ja gerade schön. Mal abgesehen von vielen anderen Punkten. 
Ich will mich aber so gern auch mal wieder fühlen, nach so langer Zeit. Fühlen wie man berührt wird, wie man sich selbst hingeben kann. Ich fühle mich wie eine Pflanze die auf der Ebene langsam vertrocknet und das macht mich wirklich traurig. 
Mich stört auch, dass es mich überhaupt stört. Ich fühl mich irgendwie schmuddelig, dass trotz unserer wirklich sehr schönen Beziehung diese Ebene so belastet. 
Ich weiß genau, dass ich mit keinem anderen Menschen alt werden möchte. Ich finde keinen Weg dies in Einklang zu bringen. Sexual und Beziehungsebene sind vollkommen entkoppelt. 

Gibt es hier Menschen die etwas ähnliches erleben, wie habt ihr es für euch gelöst? 

Ich habe das zum Glück noch nie erlebt, aber wirklich lösen lässt sich das nicht.

Nachdem du dich nicht trennen willst, bleibt dir nur eins übrig: zu lernen, auf Sex mit deiner Frau zu verzichten. Sie will keinen Sex, sie braucht ihn nicht und sie macht ihn - wenn überhaupt - nur dir zuliebe mit. Und genau das erfüllt dich nicht. 

Sex außerhalb der Ehe kommt auch nicht infrage, obwohl dir deine Frau das ja angeboten hat. Verstehe ich, aber dann gehen euch die Möglichkeiten aus.

Hört mit dem Sex auf und lebt zukünftig ohne. Der Sex, den deine Frau mag, magst du nicht und umgekehrt kann sie dir nicht geben, was du dir wünschst. Ich hätte ja die Trennung vorgeschlagen, aber nachdem du das nicht möchtet, hört auf mit dem Sex. Irgendwann verschwindet der Trieb bei dir schon.

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2. Januar um 0:20
In Antwort auf

Eine dritte Möglichkeit nach den beiden von knackwupp wäre eine offene Ehe. Du lernst andere Frauen kennen, um das Bedürfnis nach Nähe und körperliches Begehren zu befriedigen, du sagst deiner Frau alles, was sie wissen will. Es gibt viele Paare, die so eine offene Beziehung hinbekommen und damit alle glücklich sind.
Es könnte ein vernünftiger Ausweg sein.

Das wurde doch im Originalbeitrag schon angesprochen und das möchte der Schreiber auch nicht.

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2. Januar um 0:26
In Antwort auf

Manche Ratschläge hier zeigen, dass offenbar manch einer Deinen Text nicht richtig verstanden hat... 🙄

Habt ihr denn schon mal Ursachenforschung betrieben aus ärztlicher Sicht? Und was ist denn beim Psychologen herausgekommen? Hat sie Komplexe, fühlt sich unwohl mit sich selbst etc.? Dass sie sich noch nie selbst angefasst hat, ist auch eher ungewöhnlich. Asexualität ist ausgeschlossen? 

Erzwingen kann man da natürlich nichts. Ich habe aber das Gefühl, dass Du bereit bist, alles zu tun, damit EUCH BEIDEN geholfen wird. Eine Vögelei außerhalb des Hauses wird da nicht helfen. Sie kaschiert letztlich auch nur die Symptome, klärt aber nicht das Problem. Du möchtest Sex mit der Liebe Deines Lebens und das kann ich verstehen. 

Ich habe es so verstanden, dass sie asexuell ist. Er hat es nicht so geschrieben, aber so, wie er seine Frau beschreibt, klingt es danach. 

Da wird sich nichts ändern. Da hilft auch keine Therapie. Das wäre in etwa so, wie aus einem heterosexuellen Menschen einen homosexuellen mittels Therapie machen zu wollen oder umgekehrt. Es geht einfach nicht. Therapie ist kein Allheilmittel. 

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2. Januar um 0:34
In Antwort auf

Der Themenstarter hier - das sind alles sehr tolle Antworten. Das muss ich sage, sehr weit gedacht, sehr tief gedacht. Viele Perspektiven betrachtet. Danke dafür. 
Ich glaube nicht, dass meine Sexualität jetzt erst erwacht, es gibt nur Phasen wie jetzt in denen man sich daran stört. Sie hat das übrigens schon vor Jahren angeboten, nicht erst jetzt.
Ich denke auch, es ist so wie hier gesagt wurde. Für sie ist das ok, sie ist nicht unglücklich weil sie so ist, sondern weil sie merkt, dass ich damit unzufrieden bin. 
Ich widerrum beneide sie darum, ich mag die Phasen in denen Sex mir nichts bedeuten, weil es die besten Momente der Klarheit sind. "Kastration" ist daher vielleicht gar nicht so eine schlechte Idee  
Was ich immer wieder erstaunlich finde ist, dass das grundsätzliche Glück einer Beziehung in Frage gestellt wird, sobald das Sex-Thema nicht stimmt. Das ist generell immer so. 
Warum eigentlich? 
Man würde denken Sex trennt Freundschaft und Beziehung, den Gedanken kann ich nachvollziehen. Aber ist das wirklich so? Ich liebe Sie wie ich noch nie einen Freund geliebt habe. Auf jeden Fall auf eine romantische Weise. Sie mich ebenfalls, das fühle ich. Sie findet mich körperlich attraktiv, das sagt sie oft von sich aus. Ich fühle mich nie ungeliebt oder ungewollt, noch nie. 
Das hat auch nichts mit "einreden" zu tun. Ich habe schon so viele Frauen in meinem Leben kennengelernt und mit keiner hätte ich mir Vorstellen können mein Leben für immer zu verbringen. Ich hätte mir noch nichtmal vorstellen können, dass es das überhaupt gibt. 
Ich flirte auch jetzt noch, weil ich gern Menschen kennenlerne. Aber auch wenn ich noch so sexuell unausgelastet bin, keine Frau hat jemals den Reiz auf mich mit ihr ins Bett zu gehen weil ich genau das brauche, was ich mit meiner Frau teile. 
Glaubt es oder nicht, aber wir haben wir haben eine sehr gute Beziehung. Eine die in unserem Umfeld gern als Referenz genommen wird und die kein Schein ist. Auch wenn es hier mancher/m widerstrebt das zu glauben. 
Schade ist, das offensichtlich der großteil der menschheit Sex als Basis über alles stellt. Das finde ich erschreckend, ich will das immer nicht glauben, aber es scheint so zu sein. 
Das merkt man auch daran, dass ich hier in meinem Eingangstext nicht die Frage nach "Soll ich fremd gehen? Wie finde ich einen Ausgleich?" gestellt habe. Es geht um die Frage der inneren Findung und die kann nur jemand beantworten ,der ebenfalls die Liebe für sein Leben gefunden hat und seinen inneren Weg in einer ähnlichen Situation gefunden hat. 

Ich weiß aber all eure Antworten, eure Zeit und Mühe zu schätzen! Auch das meine ich ernst. 

Ich glaube dir das, dass ihr eine gute Beziehung habt, auch wenn ihr sexuell nicht harmoniert. 

Für viele Menschen ist Sex einfach ein Grundbedürfnis und sie können sich nicht vorstellen, ohne befriedigenden Sex auskommen zu müssen. Deshalb können diese Menschen ohne Sex oder mit schlechtem Sex einfach nicht leben und eine Beziehung, in der es sexuell nicht klappt, ist für sie daher keine funktionierende und gute Beziehung. Daran ist nichts falsch, es ist lediglich eine andere Sichtweise als deine. 

Der innere Weg kann nur der sein, dass du akzeptierst, wie deine Frau ist und nicht mehr damit haderst. Du akzeptierst das derzeit nämlich ganz und gar nicht, sonst würdest du nicht darunter leiden. Aber ohne diese Akzeptanz wirst du unglücklich bleiben. 

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2. Januar um 0:36
In Antwort auf

Ich schlage dir vor eine Therapie zu machen und mit Meditation anzufangen. Bisher konzentriert ihr euch ja nur auf sie mit Therapie und Gesprächen und dem Vorschlag dass die Ehe geöffnet wird. Dein Part ist da eher passiv und du hast ganz klar zu verstehen gegeben, dass du die Beziehung nicht beenden wirst und ganz sicher keinen Sex mit einem anderen Menschen willst, sondern diesen einen Sex nur mit deiner Partnerin willst, den sie dir aber nicht geben kann. Also solltest du eher was ändern und nicht sie.

Da kann eine Therapie und Meditation helfen das loszulassen, da musst du dich vielleicht nicht mal kastrieren lassen.

Genau, akzeptieren und loslassen, das sind die Zauberwörter. Er muss lernen, mit dieser Situation glücklich zu werden, seine Sichtweise zu ändern, denn seine Frau kann er nicht ändern und trennen möchte er sich ja nicht.

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2. Januar um 11:43
In Antwort auf

Du sprichst mir aus der Seele. Vor einer Woche hätte ich Deine Statements 1:1 übernehmen können, denn Deine Aussagen entsprechen zu 100% dem was ich in meiner Ehe fühle. Meine Frau und ich sind seit 28 Jahren ein Paar, alles passt perfekt, wir lieben uns und haben uns sehr viel gemeinsam aufgebaut.
Vor 5 Tagen aber kam Sie zu mir und sagte mir, dass sie in unserer Beziehung unglücklich ist, weil sie einen Teil von sich unterdrückt. Ich war vor 12 Jahren schonmal in diesem Forum, da hatte sie eine Affäre, wir sind zusammengeblieben und hatten nochmal 12 tolle Jahre. Inzwischen sind unsere Kinder so alt, dass sie auf eigenen Füßen stehen - das war damals noch anders. Damals suchten wir auch eine Paartherapeutin auf - wobei ich glaube, dass für meine Frau das eher ein Alibi war. Sie hatte sich damals bewusst für mich entschieden und geglaubt, ihre Triebe unter Kontrolle zu halten - und ich habe mich vermutlich dieser Illusion zu leicht hingegeben und nicht insistiert, das Thema Sex zu bearbeiten. Wir hatten Sex - hin und wieder, sie tat es wohl mir zu liebe, was ich sicher hätte merken können, wenn ich die Augen geöffnet hätte.
Auf meinen Wunsch zieht sie heute aus. Ich liebe sie sehr, ihre Nähe ist für mich die reinste Qual, und sie braucht vielleicht ein anderes Umfeld, um unsere Beziehung und ihr eigene Sinnsuche nochmal mit Distanz betrachten zu können.
Dieses Schritt hatten wir 2008 nicht gemacht, was vielleicht ein Fehler für uns war - sicher nicht für unsere Kinder.
Meiner Auffassung nach gehört Sex zu einer Ehe dazu - und zwar einer bei dem beide Partner auf ihre Kosten kommen. Meiner Auffassung nach ist dies aber auch verhandel- und entwickelbar und nicht in Stein gemeisselt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie spätestens dann, wenn sie diese Bedürfnisse spürt, mit mir ins Gespräch gekommen wäre (sie sagte mir auch, dass sie weiß, das ich dem offen gegenüber stehe), und wir uns dann professionelle Hilfe gesucht hätten. Doch das tat sie nicht - vielleicht auch den Umständen in diesem Krisenjahr geschuldet.
Deshalb kannst Du vielleicht aus meiner Situation lernen - denn, wie gesagt, vor einer Woche hätte ich Dein Statement 1:1 übernehmen können, und jetzt scheint meine Beziehung in Scherben zu liegen. Ich weiss noch nicht, wie es weiter geht - vielleicht finden wir uns wieder, vielleicht auch nicht. Ich habe am Montag meine erste Therapiesitzung und ich weiß nicht, welches Ziel ich definieren soll.
Natürlich kann ich nicht Deine Frau mit meiner Frau vergleichen - und ich hoffe für Euch, dass Euer Arrangement hält. Alles Gute!

Vielen Dank für deine Worte und das Teilen deiner Erfahrungen und Erlebnisse! 
 

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2. Januar um 12:59

Ganz auf das elementare Runtergebrochen.

Wieso schreibst du hier? Wieso in einem Forum rumdiskutieren anstatt auf der Couch mit der Frau liegen?

Weil es für dich ein fundamentales Problem ist. Weil du damit klarkommt. Du begreifst viele Aussagen als Angriff auf die Qualität deiner Beziehung und verteidigst sie. Wenn alles gut ist warum bist du hier?

Man muss leider akzeptieren dass man manches akzeptieren muss. Nicht alle Probleme verschwinden nur weil man es sich wünscht.

Manche Menschen brauchen Sex, manche nicht. Jeder kann ohne leben. Manche sind damit aber nicht glücklich.

Ob für dich sex ein Grundbedürfniss weißt nur du. Ob du wirklich ohne leben willst, entscheidest du. 

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