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Unerfüllte Erwartungen/ Mein Partner bemüht sich nicht um mich

17. Januar um 12:48

Hallo zusammen,
ich habe hier einfach meinen Gedanken freien Lauf gelassen und sie heruntergeschrieben. Was sind Erwartungen? Warum haben wir sie und warum sind wir so sehr enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden? Es kommt mir so vor, als wären die Erwartungen an den Partner besonders wichtig und dass von ihnen und ihrer Erfüllung das Glücksgefühl in der Beziehung abhängt. Ich habe an meinen Partner sehr viele Erwartungen, die er nur zum Teil oder nur bedingt, bis hin zu gar nicht erfüllt. Die eine Erwartung ist es, dass er aktiver wird. Ich habe immer das Gefühl, dass er träge, lustlos und unmotiviert ist. Er liegt am liebsten im Bett. Sein Studium spielt fast kaum eine Rolle für ihn. Er studiert nur, um es seiner Familie und mir recht zu machen. Er zeigt kaum Interesse an seinem Fach und spricht nie darüber. Wir tauschen uns fast nie über die Inhalte unserer Studiengänge aus, er brennt für nichts, nichts fasziniert ihn. Außerdem kümmert er sich nicht um seine körperliche Gesundheit, geht nie zum Arzt um mal seine Blutwerte durchsuchen zu lassen, oder um einfach mal festzustellen, ob ihm etwas fehlt. Er ist sehr häufig müde und träge, schläft sehr lange und geht generell spät schlafen und startet, wenn überhaupt, dann sehr spät in den Tag. Er macht keinen Sport und hat generell keine Hobbies, außer das Playstationspielen oder am PC spielen, am Handy spielen und Filme zu gucken. Als einzige Freizeitbeschäftigung, die auch noch unser fortwährender Streitpunkt ist, kennt er nur das Feierngehen und Trinken. Sein Freundeskreis besteht aus Jungs (20- 22 Jahre alt) die keine feste Freundin haben, geschweige denn eine Verlobte oder Frau. Ihre Freizeit besteht häufig daraus, sich zum Trinken oder Feiern zu treffen. Und meinem Partner macht auch nur das Spaß. Er ergreift nie die Initiative zu sagen, dass wir beide mal was schönes unternehmen sollen, wie z.B. Spa, Lasertag, Kino, Zoo, Radfahren, picknicken etc. Ich habe das Gefühl, dass er im Laufe der Jahre sogar fauler geworden ist, was so was anbelangt. Zur Zeit mache ich regelmäßig Sport und achte auf meine Ernährung, da wir in weniger als 10 Monaten heiraten. Ich habe versucht, ihn mitzureißen und ihn vom Fitness und der richtigen Ernährung zu überzeugen, da er sehr dünn ist und sehr unsportlich ist und eigentlich an seinem Körper arbeiten sollte, damit er 1. mehr Selbstbewusstsein erlangt und 2. im Smoking auf unserer Hochzeit besser aussieht. Er kam einmal mit zum Sport und macht seither nichts mehr in diese Richtung. Da wären wir auch beim nächsten Thema: die Hochzeit. Er plant nichts mit mir, legt keinen Wert auf Dinge, auf die ich Wert lege, hat meiner Meinung nach keine eigene Meinung dazu und spricht nichts an, was nach seinem Geschmack laufen soll. Hat er überhaupt eine Vorstellung davon, wie unsere Hochzeit gestaltet sein soll? Das weiß ich nicht. Er sagt ja nichts und wenn ich ihn frage sagt er, dass ich doch diejenige bin, die auf solche Dinge Wert legt und dann soll ich das lieber machen. Er unterstützt mich nicht. Ich bin ein detailverliebter Mensch und ich möchte alles tun, dass unsere Hochzeit schön für die Gäste, aber vor allem für uns wird. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es ihm ziemlich egal ist, was so mit unserer Hochzeit ist. Er hat alle Dinge einfach nur mir überlassen und wenn ich ihn frage, sagt er ja das ist eine gute Idee. Das war's. Sind aber nicht an einer Hochzeit zwei Personen beteiligt? Warum muss ich das alleine machen? Mir ist es bewusst, dass die Frauen häufig das meiste diesbezüglich tun, da es wirklich ein bisschen ein Geschlechterding ist. Er tut aber rein gar nichts. Hat keine Vorstellung, keine Wünsche, keine Bedürfnisse, keine Ideen. Ich leide darunter. Wenn ich mit ihm darüber spreche, dann artet das häufig in Diskussionen aus oder ich sage nichts mehr zu seinen Kommentaren, dass ich doch die bin, die Wert auf so was legt. Mittlerweile schweige ich nur. So sind wir nun beim nächsten Thema, und zwar die Kommunikation. Mein Partner redet nicht gerne und nicht viel. Wenn er spricht, dann über wenige Dinge, die ihn interessieren. Aber über Gott und die Welt, Philosophie und noch wichtiger: unsere Zukunft, spricht er nie. Es sei denn, ich spreche mal was an. Seine Vorstellung von unserer Zukunft ist es, Kinder zu haben, ein Haus zu haben, ein gescheites Einkommen und vielleicht mal zu verreisen. Ich möchte aber mehr. Ich möchte nicht das „normale“ Leben: arbeiten, Haushalt, Kinder und mal einen Urlaub gönnen. Ich möchte aktiv sein MIT ihm zusammen. Ich möchte, dass wir uns gemeinsam etwas aufbauen, tolle Ideen haben, tolle Länder und Kulturen kennenlernen, die unterschiedlichsten Arten von Reisen unternehmen, z.B. Backpacking und Abenteuer erleben und fremde Orte kennenlernen und nicht normalen Strandurlaub zu machen und zurück in den Alltag zu starten. Sogar bezogen auf unsere Flitterwochen zeigt er keine Eigeninitiative. Ich muss ihn immer auf Dinge aufmerksam machen, die er dann vielleicht gut findet. Ich leide. Ich wünschte mir, dass mein Mann mehr aus sich herauskommt, mehr Ideen hat, kreativer ist, aktiv ist, motiviert ist und mich beeindruckt. Er ich aber der „normale“ Junge von nebenan, der von Zuhause nicht ausziehen will und irgendwie versucht, sein Geld zu verdienen und sich in das Unternehmen seiner Vater einzuarbeiten. Er hat nicht die Vorstellungen wie ich, die eigenen Grenzen zu testen, lebensfroher zu sein und sich gegenseitig zu pushen. Für ihn sind die Dinge ok, so wie sie sind. Mehr Geld wäre gut, aber der Rest ist ok. Mutti kocht und putzt, wäscht Wäsche und er braucht nicht aus seiner Komfortzone heraus. Da sind wir dann beim wehleidigen Thema des Zusammenlebens. Er möchte einfach nicht zu mir ziehen. Manchmal ist seine Ausrede, dass ich doch so wenig Platz hätte. Aber genau das schweißt doch zusammen, wenn man bei Null anfängt und später ein wunderschönes Haus hat und sich daran zurückerinnert, wie man als Studenten in einem 12qm Zimmer zusammengelebt hat. Er möchte einfach nicht. Ich habe sehr lange gebraucht, aber nun habe ich diese Erkenntnis. Ich weiß, dass er ein viel zu gemütlicher Mensch ist. Er würde am liebsten immer dort in seiner kleinen Wohnung die er kennt bleiben, bei den Leuten, die er kennt, in der Stadt, die er kennt, der Umgebung, die er kennt. Er ist kaum bereit für etwas Neues und sagt mir jedes mal, dass wir doch sowieso ab November zusammenwohnen und er doch seine Arbeit in seiner Stadt hat und doch so viel pendeln müsst, um zu arbeiten. Ich sehe das anders. Ich sehe das so, dass er 2-3 Mal die Woche rüberfährt und sich mal ein paar Stunden in sein Büro setzt, seine Dinge erledigt, sich dem Personal widmet und zeigt, dass er als Geschäftsführer was taugt und wieder in unser Zuhause zurückkehrt. Aber nein, nach über fünf Jahren Beziehung (verlobt seit Ende Juli 2018) gibt es immer noch „mein“ und „dein“. Er möchte aus dieser Komfortzone einfach nicht heraus und ich leide. Ich möchte mit ihm zusammen in den Tag starten. Jeder macht sein Ding, geht arbeiten oder zur Uni und am Ende des Tages gibt es wieder UNS. Aber er braucht das anscheinend nicht so sehr, wie ich es brauche. Wir hatten sowieso schon von Anfang an Schwierigkeiten bezüglich unserer Treffen. Ich habe nämlich schon früh (seit über 4 Jahren) alleine und in anderen Städten als er gelebt. Ich bin zum Studieren ausgezogen und habe eine räumliche Distanz zu meinen Eltern geschaffen, um MICH zu finden und weiterzuentwickeln. Er jedoch fühlt sich wohl so, wie es es. Ich sehe es aber anders. Das Zuhause seiner Eltern tut ihm nicht gut, denn er wird wie ein Kind behandelt. Ihm werden dauernd Sachen aufgetragen. Dauernd muss er hier und da was erledigen. Dauernd wird auf ihm eingeredet, dass er sein Studium fertig machen soll und aus sich herauskommen soll und sich mal Dinge trauen soll und seinen Alltag anders gestalten soll und weniger zocken soll und und und. Auch ich tue das manchmal. Und das ist das Problem. Er hat eine Blockade. Ein Schutzmechanismus. Er reagiert höchst allergisch und schaltet ab, zieht sich zurück und schließt seine Wohnungstür ab und möchte niemanden sehen. Er meldet sich an solchen Tagen auch nicht bei mir. Ich weiß dann gar nicht, was los ist. Was er macht. Wie es ihm geht. Warum er sich nicht meldet. Ich bin dann zutiefst enttäuscht und zweifle an uns. Generell zweifle ich an uns. Passen wir überhaupt zusammen? Ich möchte doch einen Mann haben, der MIR die Welt zeigt oder sie zumindest mit mir erkundet und nicht dem ICH in den Hintern treten muss, Dinge zu tun und sein Leben, angefangen bei seinem Alltag, in den Griff zu bekommen. In meinem Umfeld sagt man mir, dass ich Geduld haben muss, da er ja gut zu mir ist und er nur zu jung ist. Ich bin 25 und er 23. Ich war schon immer sehr sehr frühreif und habe extrem viel Verantwortung und er ist einfach nicht reif genug. Für sein Alter sogar ein wenig unreif. Er weiß nicht, wie man sich ausdrücken muss, er kann sich seinem Umfeld nicht anpassen, er zieht sich nicht gut an, achtet nicht auf ein gepflegtes Äußeres und ist ein eher „einfacher“ Mensch. Ich dagegen bin sogar schon fast eitel. Ich zweifle sehr an uns. Nur liebe ich ihn. Ich möchte nicht, dass wir uns nochmal trennen müssen. Ich habe mich vor zwei Jahren schon mal von ihm getrennt und wir hatten eine 6-monatige Pause. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie sehr ich ihn liebe. Er hat sich seitdem auch sehr gebessert und an sich gearbeitet. Aber eben nicht genug. Ich weiß, dass wenn wir zusammenleben, er sich nach und nach anpasst und so wird, wie ich es mir vorstelle. Aber wenn so was von außen kommt und die Motivation keine innere ist, dann kann es doch auf Dauer nicht gut gehen. Auch für ihn ist es doch dann eine Belastung. Was ist, wenn die Midlife-Crisis dann genau deshalb einsetzt und er sich denkt, dass dann erst Recht alles egal ist? Was, wenn er irgendwann im fortgeschrittenen Alter sagt, dass ich ihn geformt hätte und er das alles nicht gewollt hat? Und was, wenn wir uns trennen und diese jahrelange Kampf umsonst war? Ich habe trotz allem noch Hoffnungen, da ich häufig mit angesehen habe, dass ihm Dinge dann wichtig wurden, auf die ich ihn zB ein Jahr vorher aufmerksam gemacht habe. Ich habe mir irgendwie irgendwann mal, nachdem wir nach der Trennung zusammenkamen vorgenommen, geduldig mit ihm zu sein. Auf mich zu achten, mein Ding zu machen, meiner Karriere nachzugehen (ich bin bald mit dem Master fertig und er ist immer noch in seinem zweiten Bachelor, nachdem er den ersten abgebrochen hat). Ich habe das Gefühl, dass ich mich mehr als er traue, mehr weiß, einfach weiß was ich will und er sagt auf diese Frage nur, dass er mal reich sein möchte und selbstständig. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, ihn zu unterstützen, aber ich bin leider manchmal die Mami. Klar kann ich mich manchmal auch bei ihm fallen lassen und sehr sehr häufig bin ich auch mal albern und kindlich und er geht damit extrem süß um und hilft mir auch in Momenten der Verzweiflung. Aber nur, wenn er bei mir ist. Wenn er nicht hier ist, sondern Zuhause, dann merkt er gar nichts davon, wie es mir geht. Er ruft kaum an um sich nach mir zu erkundigen. Er fragt nicht, wie mein Tag war. Ich muss alles von alleine erzählen. Und wenn ich darauf warte, bis er fragt und er dies nicht tut, dann reden wir manchmal auch gar nicht über gewisse Erlebnisse oder Gefühle oder Erfahrungen von mir. Ich habe an seinem Alltag teil, da ich ihn immer frage. Ich durchlöchere ihn schon fast. Und er fragt ganz selten. Und das macht, dass ich wieder leide.
Kennt ihr eine solche Beziehung? Was habt ihr gemacht oder was macht ihr? Ich weiß, dass viele den ersten Gedanken an eine Trennung haben werden und mir dazu raten werden. Dies kommt aber für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Ich möchte lieber damit umgehen können und dabei zusehen, wenn er sich ändert. Wie gehe ich am besten vor?

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17. Januar um 12:54
In Antwort auf rose1809

Hallo zusammen,
ich habe hier einfach meinen Gedanken freien Lauf gelassen und sie heruntergeschrieben. Was sind Erwartungen? Warum haben wir sie und warum sind wir so sehr enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden? Es kommt mir so vor, als wären die Erwartungen an den Partner besonders wichtig und dass von ihnen und ihrer Erfüllung das Glücksgefühl in der Beziehung abhängt. Ich habe an meinen Partner sehr viele Erwartungen, die er nur zum Teil oder nur bedingt, bis hin zu gar nicht erfüllt. Die eine Erwartung ist es, dass er aktiver wird. Ich habe immer das Gefühl, dass er träge, lustlos und unmotiviert ist. Er liegt am liebsten im Bett. Sein Studium spielt fast kaum eine Rolle für ihn. Er studiert nur, um es seiner Familie und mir recht zu machen. Er zeigt kaum Interesse an seinem Fach und spricht nie darüber. Wir tauschen uns fast nie über die Inhalte unserer Studiengänge aus, er brennt für nichts, nichts fasziniert ihn. Außerdem kümmert er sich nicht um seine körperliche Gesundheit, geht nie zum Arzt um mal seine Blutwerte durchsuchen zu lassen, oder um einfach mal festzustellen, ob ihm etwas fehlt. Er ist sehr häufig müde und träge, schläft sehr lange und geht generell spät schlafen und startet, wenn überhaupt, dann sehr spät in den Tag. Er macht keinen Sport und hat generell keine Hobbies, außer das Playstationspielen oder am PC spielen, am Handy spielen und Filme zu gucken. Als einzige Freizeitbeschäftigung, die auch noch unser fortwährender Streitpunkt ist, kennt er nur das Feierngehen und Trinken. Sein Freundeskreis besteht aus Jungs (20- 22 Jahre alt) die keine feste Freundin haben, geschweige denn eine Verlobte oder Frau. Ihre Freizeit besteht häufig daraus, sich zum Trinken oder Feiern zu treffen. Und meinem Partner macht auch nur das Spaß. Er ergreift nie die Initiative zu sagen, dass wir beide mal was schönes unternehmen sollen, wie z.B. Spa, Lasertag, Kino, Zoo, Radfahren, picknicken etc. Ich habe das Gefühl, dass er im Laufe der Jahre sogar fauler geworden ist, was so was anbelangt. Zur Zeit mache ich regelmäßig Sport und achte auf meine Ernährung, da wir in weniger als 10 Monaten heiraten. Ich habe versucht, ihn mitzureißen und ihn vom Fitness und der richtigen Ernährung zu überzeugen, da er sehr dünn ist und sehr unsportlich ist und eigentlich an seinem Körper arbeiten sollte, damit er 1. mehr Selbstbewusstsein erlangt und 2. im Smoking auf unserer Hochzeit besser aussieht. Er kam einmal mit zum Sport und macht seither nichts mehr in diese Richtung. Da wären wir auch beim nächsten Thema: die Hochzeit. Er plant nichts mit mir, legt keinen Wert auf Dinge, auf die ich Wert lege, hat meiner Meinung nach keine eigene Meinung dazu und spricht nichts an, was nach seinem Geschmack laufen soll. Hat er überhaupt eine Vorstellung davon, wie unsere Hochzeit gestaltet sein soll? Das weiß ich nicht. Er sagt ja nichts und wenn ich ihn frage sagt er, dass ich doch diejenige bin, die auf solche Dinge Wert legt und dann soll ich das lieber machen. Er unterstützt mich nicht. Ich bin ein detailverliebter Mensch und ich möchte alles tun, dass unsere Hochzeit schön für die Gäste, aber vor allem für uns wird. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es ihm ziemlich egal ist, was so mit unserer Hochzeit ist. Er hat alle Dinge einfach nur mir überlassen und wenn ich ihn frage, sagt er ja das ist eine gute Idee. Das war's. Sind aber nicht an einer Hochzeit zwei Personen beteiligt? Warum muss ich das alleine machen? Mir ist es bewusst, dass die Frauen häufig das meiste diesbezüglich tun, da es wirklich ein bisschen ein Geschlechterding ist. Er tut aber rein gar nichts. Hat keine Vorstellung, keine Wünsche, keine Bedürfnisse, keine Ideen. Ich leide darunter. Wenn ich mit ihm darüber spreche, dann artet das häufig in Diskussionen aus oder ich sage nichts mehr zu seinen Kommentaren, dass ich doch die bin, die Wert auf so was legt. Mittlerweile schweige ich nur. So sind wir nun beim nächsten Thema, und zwar die Kommunikation. Mein Partner redet nicht gerne und nicht viel. Wenn er spricht, dann über wenige Dinge, die ihn interessieren. Aber über Gott und die Welt, Philosophie und noch wichtiger: unsere Zukunft, spricht er nie. Es sei denn, ich spreche mal was an. Seine Vorstellung von unserer Zukunft ist es, Kinder zu haben, ein Haus zu haben, ein gescheites Einkommen und vielleicht mal zu verreisen. Ich möchte aber mehr. Ich möchte nicht das „normale“ Leben: arbeiten, Haushalt, Kinder und mal einen Urlaub gönnen. Ich möchte aktiv sein MIT ihm zusammen. Ich möchte, dass wir uns gemeinsam etwas aufbauen, tolle Ideen haben, tolle Länder und Kulturen kennenlernen, die unterschiedlichsten Arten von Reisen unternehmen, z.B. Backpacking und Abenteuer erleben und fremde Orte kennenlernen und nicht normalen Strandurlaub zu machen und zurück in den Alltag zu starten. Sogar bezogen auf unsere Flitterwochen zeigt er keine Eigeninitiative. Ich muss ihn immer auf Dinge aufmerksam machen, die er dann vielleicht gut findet. Ich leide. Ich wünschte mir, dass mein Mann mehr aus sich herauskommt, mehr Ideen hat, kreativer ist, aktiv ist, motiviert ist und mich beeindruckt. Er ich aber der „normale“ Junge von nebenan, der von Zuhause nicht ausziehen will und irgendwie versucht, sein Geld zu verdienen und sich in das Unternehmen seiner Vater einzuarbeiten. Er hat nicht die Vorstellungen wie ich, die eigenen Grenzen zu testen, lebensfroher zu sein und sich gegenseitig zu pushen. Für ihn sind die Dinge ok, so wie sie sind. Mehr Geld wäre gut, aber der Rest ist ok. Mutti kocht und putzt, wäscht Wäsche und er braucht nicht aus seiner Komfortzone heraus. Da sind wir dann beim wehleidigen Thema des Zusammenlebens. Er möchte einfach nicht zu mir ziehen. Manchmal ist seine Ausrede, dass ich doch so wenig Platz hätte. Aber genau das schweißt doch zusammen, wenn man bei Null anfängt und später ein wunderschönes Haus hat und sich daran zurückerinnert, wie man als Studenten in einem 12qm Zimmer zusammengelebt hat. Er möchte einfach nicht. Ich habe sehr lange gebraucht, aber nun habe ich diese Erkenntnis. Ich weiß, dass er ein viel zu gemütlicher Mensch ist. Er würde am liebsten immer dort in seiner kleinen Wohnung die er kennt bleiben, bei den Leuten, die er kennt, in der Stadt, die er kennt, der Umgebung, die er kennt. Er ist kaum bereit für etwas Neues und sagt mir jedes mal, dass wir doch sowieso ab November zusammenwohnen und er doch seine Arbeit in seiner Stadt hat und doch so viel pendeln müsst, um zu arbeiten. Ich sehe das anders. Ich sehe das so, dass er 2-3 Mal die Woche rüberfährt und sich mal ein paar Stunden in sein Büro setzt, seine Dinge erledigt, sich dem Personal widmet und zeigt, dass er als Geschäftsführer was taugt und wieder in unser Zuhause zurückkehrt. Aber nein, nach über fünf Jahren Beziehung (verlobt seit Ende Juli 2018) gibt es immer noch „mein“ und „dein“. Er möchte aus dieser Komfortzone einfach nicht heraus und ich leide. Ich möchte mit ihm zusammen in den Tag starten. Jeder macht sein Ding, geht arbeiten oder zur Uni und am Ende des Tages gibt es wieder UNS. Aber er braucht das anscheinend nicht so sehr, wie ich es brauche. Wir hatten sowieso schon von Anfang an Schwierigkeiten bezüglich unserer Treffen. Ich habe nämlich schon früh (seit über 4 Jahren) alleine und in anderen Städten als er gelebt. Ich bin zum Studieren ausgezogen und habe eine räumliche Distanz zu meinen Eltern geschaffen, um MICH zu finden und weiterzuentwickeln. Er jedoch fühlt sich wohl so, wie es es. Ich sehe es aber anders. Das Zuhause seiner Eltern tut ihm nicht gut, denn er wird wie ein Kind behandelt. Ihm werden dauernd Sachen aufgetragen. Dauernd muss er hier und da was erledigen. Dauernd wird auf ihm eingeredet, dass er sein Studium fertig machen soll und aus sich herauskommen soll und sich mal Dinge trauen soll und seinen Alltag anders gestalten soll und weniger zocken soll und und und. Auch ich tue das manchmal. Und das ist das Problem. Er hat eine Blockade. Ein Schutzmechanismus. Er reagiert höchst allergisch und schaltet ab, zieht sich zurück und schließt seine Wohnungstür ab und möchte niemanden sehen. Er meldet sich an solchen Tagen auch nicht bei mir. Ich weiß dann gar nicht, was los ist. Was er macht. Wie es ihm geht. Warum er sich nicht meldet. Ich bin dann zutiefst enttäuscht und zweifle an uns. Generell zweifle ich an uns. Passen wir überhaupt zusammen? Ich möchte doch einen Mann haben, der MIR die Welt zeigt oder sie zumindest mit mir erkundet und nicht dem ICH in den Hintern treten muss, Dinge zu tun und sein Leben, angefangen bei seinem Alltag, in den Griff zu bekommen. In meinem Umfeld sagt man mir, dass ich Geduld haben muss, da er ja gut zu mir ist und er nur zu jung ist. Ich bin 25 und er 23. Ich war schon immer sehr sehr frühreif und habe extrem viel Verantwortung und er ist einfach nicht reif genug. Für sein Alter sogar ein wenig unreif. Er weiß nicht, wie man sich ausdrücken muss, er kann sich seinem Umfeld nicht anpassen, er zieht sich nicht gut an, achtet nicht auf ein gepflegtes Äußeres und ist ein eher „einfacher“ Mensch. Ich dagegen bin sogar schon fast eitel. Ich zweifle sehr an uns. Nur liebe ich ihn. Ich möchte nicht, dass wir uns nochmal trennen müssen. Ich habe mich vor zwei Jahren schon mal von ihm getrennt und wir hatten eine 6-monatige Pause. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie sehr ich ihn liebe. Er hat sich seitdem auch sehr gebessert und an sich gearbeitet. Aber eben nicht genug. Ich weiß, dass wenn wir zusammenleben, er sich nach und nach anpasst und so wird, wie ich es mir vorstelle. Aber wenn so was von außen kommt und die Motivation keine innere ist, dann kann es doch auf Dauer nicht gut gehen. Auch für ihn ist es doch dann eine Belastung. Was ist, wenn die Midlife-Crisis dann genau deshalb einsetzt und er sich denkt, dass dann erst Recht alles egal ist? Was, wenn er irgendwann im fortgeschrittenen Alter sagt, dass ich ihn geformt hätte und er das alles nicht gewollt hat? Und was, wenn wir uns trennen und diese jahrelange Kampf umsonst war? Ich habe trotz allem noch Hoffnungen, da ich häufig mit angesehen habe, dass ihm Dinge dann wichtig wurden, auf die ich ihn zB ein Jahr vorher aufmerksam gemacht habe. Ich habe mir irgendwie irgendwann mal, nachdem wir nach der Trennung zusammenkamen vorgenommen, geduldig mit ihm zu sein. Auf mich zu achten, mein Ding zu machen, meiner Karriere nachzugehen (ich bin bald mit dem Master fertig und er ist immer noch in seinem zweiten Bachelor, nachdem er den ersten abgebrochen hat). Ich habe das Gefühl, dass ich mich mehr als er traue, mehr weiß, einfach weiß was ich will und er sagt auf diese Frage nur, dass er mal reich sein möchte und selbstständig. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, ihn zu unterstützen, aber ich bin leider manchmal die Mami. Klar kann ich mich manchmal auch bei ihm fallen lassen und sehr sehr häufig bin ich auch mal albern und kindlich und er geht damit extrem süß um und hilft mir auch in Momenten der Verzweiflung. Aber nur, wenn er bei mir ist. Wenn er nicht hier ist, sondern Zuhause, dann merkt er gar nichts davon, wie es mir geht. Er ruft kaum an um sich nach mir zu erkundigen. Er fragt nicht, wie mein Tag war. Ich muss alles von alleine erzählen. Und wenn ich darauf warte, bis er fragt und er dies nicht tut, dann reden wir manchmal auch gar nicht über gewisse Erlebnisse oder Gefühle oder Erfahrungen von mir. Ich habe an seinem Alltag teil, da ich ihn immer frage. Ich durchlöchere ihn schon fast. Und er fragt ganz selten. Und das macht, dass ich wieder leide.
Kennt ihr eine solche Beziehung? Was habt ihr gemacht oder was macht ihr? Ich weiß, dass viele den ersten Gedanken an eine Trennung haben werden und mir dazu raten werden. Dies kommt aber für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Ich möchte lieber damit umgehen können und dabei zusehen, wenn er sich ändert. Wie gehe ich am besten vor?   
 

Schon mal was von Absätze gehört? Wer soll sich da bitte durcharbeiten? 

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17. Januar um 13:04

Hallo rose,

woher weißt du, dass er sich dir anpassen wird, wenn ihr erst mal zusammenwohnt?

Wenn du dich partout nicht trennen willst, dann solltest du dich vielleicht ändern. Versteh mich bitte nicht falsch, ich will damit nicht sagen, dass an dir etwas verkehrt oder änderungswürdig ist. Aber es klingt so, als würdest du für eine weitere Beziehung voraussetzen, dass sich etwas ändert - und zwar er. Nur kannst du darauf nicht bauen.

Für mich klingt es so, als wärt ihr zwei ziemlich unterschiedliche Menschen, die an ganz unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben stehen. Das ist eine schwierige Situation, für die es leider oftmals keine Lösung gibt, denn manchmal ist Liebe allein einfach nicht genug. Klar, einer von beiden kann sich verbiegen um ins Bild zu passen, aber glücklich wird man so natürlich nicht. Und von Dauer erst recht nicht.

 

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17. Januar um 13:08

Mit Absätzen wäre das lesen um einiges angenehmer gewesen, habe mir dennoch alles mal durchgelesen und da eine Frage: klingt für mich, als wäre er schon immer so gewesen, wieso willst du ihn verändern? Nicht jeder Mensch hat die selben Vorstellungen vom Leben und wenn man schon Erwartungen haben muss, dann realistische. Man wächst normalerweise in einer Partnerschaft gemeinsam in eine Richtung,  bei euch sehe ich da nichts außer frappierende Unterschiede, die nicht weniger werden. 

Überleg dir gut ob es das Richtige ist ihn zu heiraten, denn ändern wirst du ihn nicht können, genauso wenig wie er von dir verlangen kann, sich komplett zu verändern.

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17. Januar um 13:13

Weil er ein herzensguter Mensch ist und zu mir steht, egal was passiert 

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17. Januar um 13:14
In Antwort auf sphinxkitten1

Schon mal was von Absätze gehört? Wer soll sich da bitte durcharbeiten? 

Sorry, ich hatte den Text erst einfach nur heruntergeschrieben als Word-Datei und erst im Nachhinein beschlossen, ihn zu teilen 

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17. Januar um 13:18
In Antwort auf romina

Hallo rose,

woher weißt du, dass er sich dir anpassen wird, wenn ihr erst mal zusammenwohnt?

Wenn du dich partout nicht trennen willst, dann solltest du dich vielleicht ändern. Versteh mich bitte nicht falsch, ich will damit nicht sagen, dass an dir etwas verkehrt oder änderungswürdig ist. Aber es klingt so, als würdest du für eine weitere Beziehung voraussetzen, dass sich etwas ändert - und zwar er. Nur kannst du darauf nicht bauen.

Für mich klingt es so, als wärt ihr zwei ziemlich unterschiedliche Menschen, die an ganz unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben stehen. Das ist eine schwierige Situation, für die es leider oftmals keine Lösung gibt, denn manchmal ist Liebe allein einfach nicht genug. Klar, einer von beiden kann sich verbiegen um ins Bild zu passen, aber glücklich wird man so natürlich nicht. Und von Dauer erst recht nicht.

 

Du hast Recht, das kann ich nicht wissen. Ich hoffe es nur, da ich irgendwann erkannt habe, dass er bereit ist sich zu ändern und wir letztendlich nicht GANZ so unterschiedlich sind. Seine Lebensform und die fehlende Eigeninitiative hindern ihn daran, Dinge in Angriff zu nehmen. Wenn er jedoch über mehrere Tage mit mir zusammen war, dann kamen plötzlich neue Seiten und Ideen, die ich so nicht kannte. Diese Überraschungsmomente lassen mich hoffen, dass es besser wird. Seine Familie sagt immer, dass ich ihm gut tue und das merke ich. Nur tut er mir nicht so häufig gut, wie ich es mir wünschen würde. Er ist einfach faul und lässt mich mit vielen Entscheidungen alleine. 
Wir sind nicht ganz unterschiedlich. Ich bin halt aktuell an einem Punkt, an dem ich mehr vom Leben möchte. Er ist dort noch nicht angelangt. 

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17. Januar um 13:22
In Antwort auf herzchen2912

Mit Absätzen wäre das lesen um einiges angenehmer gewesen, habe mir dennoch alles mal durchgelesen und da eine Frage: klingt für mich, als wäre er schon immer so gewesen, wieso willst du ihn verändern? Nicht jeder Mensch hat die selben Vorstellungen vom Leben und wenn man schon Erwartungen haben muss, dann realistische. Man wächst normalerweise in einer Partnerschaft gemeinsam in eine Richtung,  bei euch sehe ich da nichts außer frappierende Unterschiede, die nicht weniger werden. 

Überleg dir gut ob es das Richtige ist ihn zu heiraten, denn ändern wirst du ihn nicht können, genauso wenig wie er von dir verlangen kann, sich komplett zu verändern.

Ja das tut mir Leid mit den Absätzen. Ich hatte den Text erst in einer Word-Datei, da mein Plan es gar nicht war, ihn zur Diskussion hier reinzustellen. Habe das dann letztendlich gemacht, ohne weiter über die Absätze nachzudenken. 
Danke trotzdem fürs Lesen.
Das stimmt, er war schon immer so. Erst wenn er mit mir über mehrere Tage zusammen ist habe ich das Gefühl, dass ich Dinge in ihm erwecke, die er auch so sieht und nur nicht so motiviert ist (besonders in seinem Elternhaus), die umzusetzen. Daher erhoffe ich mir einfach die Veränderung nach er Hochzeit, wenn es nur noch mich und ihn gibt und seine Familie keine Rolle mehr in seinem Alltag spielt. Es ist nicht böse gemeint, seine Familie ist toll. Die haben es aber nicht so mit Wertschätzung und Förderung der Kinder...

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17. Januar um 13:27
In Antwort auf rose1809

Du hast Recht, das kann ich nicht wissen. Ich hoffe es nur, da ich irgendwann erkannt habe, dass er bereit ist sich zu ändern und wir letztendlich nicht GANZ so unterschiedlich sind. Seine Lebensform und die fehlende Eigeninitiative hindern ihn daran, Dinge in Angriff zu nehmen. Wenn er jedoch über mehrere Tage mit mir zusammen war, dann kamen plötzlich neue Seiten und Ideen, die ich so nicht kannte. Diese Überraschungsmomente lassen mich hoffen, dass es besser wird. Seine Familie sagt immer, dass ich ihm gut tue und das merke ich. Nur tut er mir nicht so häufig gut, wie ich es mir wünschen würde. Er ist einfach faul und lässt mich mit vielen Entscheidungen alleine. 
Wir sind nicht ganz unterschiedlich. Ich bin halt aktuell an einem Punkt, an dem ich mehr vom Leben möchte. Er ist dort noch nicht angelangt. 

Was war denn der längste Zeitraum, den ihr am Stück zusammen verbracht habt?

Ich persönlich würde grundsätzlich erst einmal eine Zeit mit jemandem zusammen wohnen, bevor ich jemanden heiraten würde. Erst zu heiraten und dann zusammenziehen finde ich - zumindest heutzutage - doch recht ungewöhnlich. Man lernt jemanden ja doch nochmal anders kennen, wenn man zusammen lebt.

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17. Januar um 13:31

Sorry, das mit den Absätzen ist halt doof gelaufen

Jedenfalls ist jammern das eine, aber wenn man nur noch das negative in der Beziehung sieht, dann zweifelt man halt auch mal.
Du hast aber Recht, dass ich ihn heiraten möchte, hat ja seine Gründe.
Vielen Dank!

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17. Januar um 13:34
In Antwort auf rose1809

Hallo zusammen,
ich habe hier einfach meinen Gedanken freien Lauf gelassen und sie heruntergeschrieben. Was sind Erwartungen? Warum haben wir sie und warum sind wir so sehr enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden? Es kommt mir so vor, als wären die Erwartungen an den Partner besonders wichtig und dass von ihnen und ihrer Erfüllung das Glücksgefühl in der Beziehung abhängt. Ich habe an meinen Partner sehr viele Erwartungen, die er nur zum Teil oder nur bedingt, bis hin zu gar nicht erfüllt. Die eine Erwartung ist es, dass er aktiver wird. Ich habe immer das Gefühl, dass er träge, lustlos und unmotiviert ist. Er liegt am liebsten im Bett. Sein Studium spielt fast kaum eine Rolle für ihn. Er studiert nur, um es seiner Familie und mir recht zu machen. Er zeigt kaum Interesse an seinem Fach und spricht nie darüber. Wir tauschen uns fast nie über die Inhalte unserer Studiengänge aus, er brennt für nichts, nichts fasziniert ihn. Außerdem kümmert er sich nicht um seine körperliche Gesundheit, geht nie zum Arzt um mal seine Blutwerte durchsuchen zu lassen, oder um einfach mal festzustellen, ob ihm etwas fehlt. Er ist sehr häufig müde und träge, schläft sehr lange und geht generell spät schlafen und startet, wenn überhaupt, dann sehr spät in den Tag. Er macht keinen Sport und hat generell keine Hobbies, außer das Playstationspielen oder am PC spielen, am Handy spielen und Filme zu gucken. Als einzige Freizeitbeschäftigung, die auch noch unser fortwährender Streitpunkt ist, kennt er nur das Feierngehen und Trinken. Sein Freundeskreis besteht aus Jungs (20- 22 Jahre alt) die keine feste Freundin haben, geschweige denn eine Verlobte oder Frau. Ihre Freizeit besteht häufig daraus, sich zum Trinken oder Feiern zu treffen. Und meinem Partner macht auch nur das Spaß. Er ergreift nie die Initiative zu sagen, dass wir beide mal was schönes unternehmen sollen, wie z.B. Spa, Lasertag, Kino, Zoo, Radfahren, picknicken etc. Ich habe das Gefühl, dass er im Laufe der Jahre sogar fauler geworden ist, was so was anbelangt. Zur Zeit mache ich regelmäßig Sport und achte auf meine Ernährung, da wir in weniger als 10 Monaten heiraten. Ich habe versucht, ihn mitzureißen und ihn vom Fitness und der richtigen Ernährung zu überzeugen, da er sehr dünn ist und sehr unsportlich ist und eigentlich an seinem Körper arbeiten sollte, damit er 1. mehr Selbstbewusstsein erlangt und 2. im Smoking auf unserer Hochzeit besser aussieht. Er kam einmal mit zum Sport und macht seither nichts mehr in diese Richtung. Da wären wir auch beim nächsten Thema: die Hochzeit. Er plant nichts mit mir, legt keinen Wert auf Dinge, auf die ich Wert lege, hat meiner Meinung nach keine eigene Meinung dazu und spricht nichts an, was nach seinem Geschmack laufen soll. Hat er überhaupt eine Vorstellung davon, wie unsere Hochzeit gestaltet sein soll? Das weiß ich nicht. Er sagt ja nichts und wenn ich ihn frage sagt er, dass ich doch diejenige bin, die auf solche Dinge Wert legt und dann soll ich das lieber machen. Er unterstützt mich nicht. Ich bin ein detailverliebter Mensch und ich möchte alles tun, dass unsere Hochzeit schön für die Gäste, aber vor allem für uns wird. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es ihm ziemlich egal ist, was so mit unserer Hochzeit ist. Er hat alle Dinge einfach nur mir überlassen und wenn ich ihn frage, sagt er ja das ist eine gute Idee. Das war's. Sind aber nicht an einer Hochzeit zwei Personen beteiligt? Warum muss ich das alleine machen? Mir ist es bewusst, dass die Frauen häufig das meiste diesbezüglich tun, da es wirklich ein bisschen ein Geschlechterding ist. Er tut aber rein gar nichts. Hat keine Vorstellung, keine Wünsche, keine Bedürfnisse, keine Ideen. Ich leide darunter. Wenn ich mit ihm darüber spreche, dann artet das häufig in Diskussionen aus oder ich sage nichts mehr zu seinen Kommentaren, dass ich doch die bin, die Wert auf so was legt. Mittlerweile schweige ich nur. So sind wir nun beim nächsten Thema, und zwar die Kommunikation. Mein Partner redet nicht gerne und nicht viel. Wenn er spricht, dann über wenige Dinge, die ihn interessieren. Aber über Gott und die Welt, Philosophie und noch wichtiger: unsere Zukunft, spricht er nie. Es sei denn, ich spreche mal was an. Seine Vorstellung von unserer Zukunft ist es, Kinder zu haben, ein Haus zu haben, ein gescheites Einkommen und vielleicht mal zu verreisen. Ich möchte aber mehr. Ich möchte nicht das „normale“ Leben: arbeiten, Haushalt, Kinder und mal einen Urlaub gönnen. Ich möchte aktiv sein MIT ihm zusammen. Ich möchte, dass wir uns gemeinsam etwas aufbauen, tolle Ideen haben, tolle Länder und Kulturen kennenlernen, die unterschiedlichsten Arten von Reisen unternehmen, z.B. Backpacking und Abenteuer erleben und fremde Orte kennenlernen und nicht normalen Strandurlaub zu machen und zurück in den Alltag zu starten. Sogar bezogen auf unsere Flitterwochen zeigt er keine Eigeninitiative. Ich muss ihn immer auf Dinge aufmerksam machen, die er dann vielleicht gut findet. Ich leide. Ich wünschte mir, dass mein Mann mehr aus sich herauskommt, mehr Ideen hat, kreativer ist, aktiv ist, motiviert ist und mich beeindruckt. Er ich aber der „normale“ Junge von nebenan, der von Zuhause nicht ausziehen will und irgendwie versucht, sein Geld zu verdienen und sich in das Unternehmen seiner Vater einzuarbeiten. Er hat nicht die Vorstellungen wie ich, die eigenen Grenzen zu testen, lebensfroher zu sein und sich gegenseitig zu pushen. Für ihn sind die Dinge ok, so wie sie sind. Mehr Geld wäre gut, aber der Rest ist ok. Mutti kocht und putzt, wäscht Wäsche und er braucht nicht aus seiner Komfortzone heraus. Da sind wir dann beim wehleidigen Thema des Zusammenlebens. Er möchte einfach nicht zu mir ziehen. Manchmal ist seine Ausrede, dass ich doch so wenig Platz hätte. Aber genau das schweißt doch zusammen, wenn man bei Null anfängt und später ein wunderschönes Haus hat und sich daran zurückerinnert, wie man als Studenten in einem 12qm Zimmer zusammengelebt hat. Er möchte einfach nicht. Ich habe sehr lange gebraucht, aber nun habe ich diese Erkenntnis. Ich weiß, dass er ein viel zu gemütlicher Mensch ist. Er würde am liebsten immer dort in seiner kleinen Wohnung die er kennt bleiben, bei den Leuten, die er kennt, in der Stadt, die er kennt, der Umgebung, die er kennt. Er ist kaum bereit für etwas Neues und sagt mir jedes mal, dass wir doch sowieso ab November zusammenwohnen und er doch seine Arbeit in seiner Stadt hat und doch so viel pendeln müsst, um zu arbeiten. Ich sehe das anders. Ich sehe das so, dass er 2-3 Mal die Woche rüberfährt und sich mal ein paar Stunden in sein Büro setzt, seine Dinge erledigt, sich dem Personal widmet und zeigt, dass er als Geschäftsführer was taugt und wieder in unser Zuhause zurückkehrt. Aber nein, nach über fünf Jahren Beziehung (verlobt seit Ende Juli 2018) gibt es immer noch „mein“ und „dein“. Er möchte aus dieser Komfortzone einfach nicht heraus und ich leide. Ich möchte mit ihm zusammen in den Tag starten. Jeder macht sein Ding, geht arbeiten oder zur Uni und am Ende des Tages gibt es wieder UNS. Aber er braucht das anscheinend nicht so sehr, wie ich es brauche. Wir hatten sowieso schon von Anfang an Schwierigkeiten bezüglich unserer Treffen. Ich habe nämlich schon früh (seit über 4 Jahren) alleine und in anderen Städten als er gelebt. Ich bin zum Studieren ausgezogen und habe eine räumliche Distanz zu meinen Eltern geschaffen, um MICH zu finden und weiterzuentwickeln. Er jedoch fühlt sich wohl so, wie es es. Ich sehe es aber anders. Das Zuhause seiner Eltern tut ihm nicht gut, denn er wird wie ein Kind behandelt. Ihm werden dauernd Sachen aufgetragen. Dauernd muss er hier und da was erledigen. Dauernd wird auf ihm eingeredet, dass er sein Studium fertig machen soll und aus sich herauskommen soll und sich mal Dinge trauen soll und seinen Alltag anders gestalten soll und weniger zocken soll und und und. Auch ich tue das manchmal. Und das ist das Problem. Er hat eine Blockade. Ein Schutzmechanismus. Er reagiert höchst allergisch und schaltet ab, zieht sich zurück und schließt seine Wohnungstür ab und möchte niemanden sehen. Er meldet sich an solchen Tagen auch nicht bei mir. Ich weiß dann gar nicht, was los ist. Was er macht. Wie es ihm geht. Warum er sich nicht meldet. Ich bin dann zutiefst enttäuscht und zweifle an uns. Generell zweifle ich an uns. Passen wir überhaupt zusammen? Ich möchte doch einen Mann haben, der MIR die Welt zeigt oder sie zumindest mit mir erkundet und nicht dem ICH in den Hintern treten muss, Dinge zu tun und sein Leben, angefangen bei seinem Alltag, in den Griff zu bekommen. In meinem Umfeld sagt man mir, dass ich Geduld haben muss, da er ja gut zu mir ist und er nur zu jung ist. Ich bin 25 und er 23. Ich war schon immer sehr sehr frühreif und habe extrem viel Verantwortung und er ist einfach nicht reif genug. Für sein Alter sogar ein wenig unreif. Er weiß nicht, wie man sich ausdrücken muss, er kann sich seinem Umfeld nicht anpassen, er zieht sich nicht gut an, achtet nicht auf ein gepflegtes Äußeres und ist ein eher „einfacher“ Mensch. Ich dagegen bin sogar schon fast eitel. Ich zweifle sehr an uns. Nur liebe ich ihn. Ich möchte nicht, dass wir uns nochmal trennen müssen. Ich habe mich vor zwei Jahren schon mal von ihm getrennt und wir hatten eine 6-monatige Pause. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie sehr ich ihn liebe. Er hat sich seitdem auch sehr gebessert und an sich gearbeitet. Aber eben nicht genug. Ich weiß, dass wenn wir zusammenleben, er sich nach und nach anpasst und so wird, wie ich es mir vorstelle. Aber wenn so was von außen kommt und die Motivation keine innere ist, dann kann es doch auf Dauer nicht gut gehen. Auch für ihn ist es doch dann eine Belastung. Was ist, wenn die Midlife-Crisis dann genau deshalb einsetzt und er sich denkt, dass dann erst Recht alles egal ist? Was, wenn er irgendwann im fortgeschrittenen Alter sagt, dass ich ihn geformt hätte und er das alles nicht gewollt hat? Und was, wenn wir uns trennen und diese jahrelange Kampf umsonst war? Ich habe trotz allem noch Hoffnungen, da ich häufig mit angesehen habe, dass ihm Dinge dann wichtig wurden, auf die ich ihn zB ein Jahr vorher aufmerksam gemacht habe. Ich habe mir irgendwie irgendwann mal, nachdem wir nach der Trennung zusammenkamen vorgenommen, geduldig mit ihm zu sein. Auf mich zu achten, mein Ding zu machen, meiner Karriere nachzugehen (ich bin bald mit dem Master fertig und er ist immer noch in seinem zweiten Bachelor, nachdem er den ersten abgebrochen hat). Ich habe das Gefühl, dass ich mich mehr als er traue, mehr weiß, einfach weiß was ich will und er sagt auf diese Frage nur, dass er mal reich sein möchte und selbstständig. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, ihn zu unterstützen, aber ich bin leider manchmal die Mami. Klar kann ich mich manchmal auch bei ihm fallen lassen und sehr sehr häufig bin ich auch mal albern und kindlich und er geht damit extrem süß um und hilft mir auch in Momenten der Verzweiflung. Aber nur, wenn er bei mir ist. Wenn er nicht hier ist, sondern Zuhause, dann merkt er gar nichts davon, wie es mir geht. Er ruft kaum an um sich nach mir zu erkundigen. Er fragt nicht, wie mein Tag war. Ich muss alles von alleine erzählen. Und wenn ich darauf warte, bis er fragt und er dies nicht tut, dann reden wir manchmal auch gar nicht über gewisse Erlebnisse oder Gefühle oder Erfahrungen von mir. Ich habe an seinem Alltag teil, da ich ihn immer frage. Ich durchlöchere ihn schon fast. Und er fragt ganz selten. Und das macht, dass ich wieder leide.
Kennt ihr eine solche Beziehung? Was habt ihr gemacht oder was macht ihr? Ich weiß, dass viele den ersten Gedanken an eine Trennung haben werden und mir dazu raten werden. Dies kommt aber für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Ich möchte lieber damit umgehen können und dabei zusehen, wenn er sich ändert. Wie gehe ich am besten vor?   
 

kalte Füße?

Wenn Wendepunkte im Leben anstehen und noch dazu geplante, wird man oft von Zweifeln überschwemmt und stellt in Frage, was jahrelang ok war - wichtig und richtig, aber laß auch die Kirche im Dorf dabei!

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17. Januar um 13:36
In Antwort auf romina

Was war denn der längste Zeitraum, den ihr am Stück zusammen verbracht habt?

Ich persönlich würde grundsätzlich erst einmal eine Zeit mit jemandem zusammen wohnen, bevor ich jemanden heiraten würde. Erst zu heiraten und dann zusammenziehen finde ich - zumindest heutzutage - doch recht ungewöhnlich. Man lernt jemanden ja doch nochmal anders kennen, wenn man zusammen lebt.

Das waren zwei Wochen. Und häufig sind es dann so 3-4 Tage.
Ich würde auch gerne schon jetzt mit ihm zusammenleben. Er möchte aber keine Diskussionen mit seiner Familie eingehen. Seine Mutter vor allem ist sehr konservativ und möchte das nicht. Ich habe häufig mit ihm darüber gesprochen und ihn gebeten, nicht seiner Mutter zuliebe dort zu bleiben sondern doch bitte mir zuliebe herzukommen, damit wir an UNS arbeiten. 
Er sagt aber immer, dass er nicht kann und es doch ohnehin nicht mehr lange bis zur Hochzeit dauert. 

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17. Januar um 13:38
In Antwort auf avarrassterne1

kalte Füße?

Wenn Wendepunkte im Leben anstehen und noch dazu geplante, wird man oft von Zweifeln überschwemmt und stellt in Frage, was jahrelang ok war - wichtig und richtig, aber laß auch die Kirche im Dorf dabei!

Ob kalte Füße oder Zukunftsängste... du hast schon Recht. Es hat ja seine Gründe, wieso es so weit gekommen ist. Aber ich möchte einfach jetzt an ihm arbeiten, damit wir eine gescheite Ehe führen können 

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17. Januar um 13:43
In Antwort auf rose1809

Das waren zwei Wochen. Und häufig sind es dann so 3-4 Tage.
Ich würde auch gerne schon jetzt mit ihm zusammenleben. Er möchte aber keine Diskussionen mit seiner Familie eingehen. Seine Mutter vor allem ist sehr konservativ und möchte das nicht. Ich habe häufig mit ihm darüber gesprochen und ihn gebeten, nicht seiner Mutter zuliebe dort zu bleiben sondern doch bitte mir zuliebe herzukommen, damit wir an UNS arbeiten. 
Er sagt aber immer, dass er nicht kann und es doch ohnehin nicht mehr lange bis zur Hochzeit dauert. 

Ach, er lebt noch bei seinen Eltern? Das hatte ich irgendwie überlesen.

Wenn er in seinem Freundeskreis hauptsächlich Jungs Anfang 20 hat, dann wird er vermutlich auch in etwa in diesem Alter sein?

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17. Januar um 13:43
In Antwort auf rose1809

Ob kalte Füße oder Zukunftsängste... du hast schon Recht. Es hat ja seine Gründe, wieso es so weit gekommen ist. Aber ich möchte einfach jetzt an ihm arbeiten, damit wir eine gescheite Ehe führen können 

"Aber ich möchte einfach jetzt an ihm arbeiten, damit wir eine gescheite Ehe führen können"

Stell dir mal bitte vor, dein Partner würde genau das über dich sagen, und zwar nicht nur einmal aus ner schlechten Laune heraus, sondern praktisch täglich ... würdest du dich dann geliebt und wertgeschätzt fühlen?

lg
cefeu

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17. Januar um 13:46
In Antwort auf rose1809

Ob kalte Füße oder Zukunftsängste... du hast schon Recht. Es hat ja seine Gründe, wieso es so weit gekommen ist. Aber ich möchte einfach jetzt an ihm arbeiten, damit wir eine gescheite Ehe führen können 



Du möchtest WAS?!? "an ihm arbeiten"?!?
Sorry, Mädel, wenn Du eigentlich einen anderen Mann heiraten möchtest und nicht ihn, dann würde ich Dir dringend raten, einen anderen Mann zu heiraten. Einen anderen aus ihm machen kannst, sollst und darfst Du nicht. Dazu hast Du weder als Verlobte noch als Frau das Recht.

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17. Januar um 13:56
In Antwort auf romina

Ach, er lebt noch bei seinen Eltern? Das hatte ich irgendwie überlesen.

Wenn er in seinem Freundeskreis hauptsächlich Jungs Anfang 20 hat, dann wird er vermutlich auch in etwa in diesem Alter sein?

Ja, er lebt bei seinen Eltern, hat in dem Gebäude halt aufm Dachgeschoss eine Wohnung.
Er ist 23 und ich halt 25...

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17. Januar um 13:57
In Antwort auf cefeu1

"Aber ich möchte einfach jetzt an ihm arbeiten, damit wir eine gescheite Ehe führen können"

Stell dir mal bitte vor, dein Partner würde genau das über dich sagen, und zwar nicht nur einmal aus ner schlechten Laune heraus, sondern praktisch täglich ... würdest du dich dann geliebt und wertgeschätzt fühlen?

lg
cefeu

Nein, würde ich nicht. Ich würde mich fragen, was er an mir findet. 

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17. Januar um 14:00
In Antwort auf avarrassterne1



Du möchtest WAS?!? "an ihm arbeiten"?!?
Sorry, Mädel, wenn Du eigentlich einen anderen Mann heiraten möchtest und nicht ihn, dann würde ich Dir dringend raten, einen anderen Mann zu heiraten. Einen anderen aus ihm machen kannst, sollst und darfst Du nicht. Dazu hast Du weder als Verlobte noch als Frau das Recht.

Ist vielleicht unglücklich ausgedrückt. Mit ihm zusammen daran arbeiten, dass er aus sich rauskommt und die Potenziale die in ihm schlummern zu wecken.
Ich möchte keinen anderen Mann heiraten. Ich sehe in ihm wie gesagt Dinge, die nur zum Vorschein kommen können, wenn er auszieht und seinen Alltag anders gestaltet. Das sind ja auch keine Charaktereigenschaften, die ich gerne ändern würde, sondern eher Verhaltsweisen und Lebensgestaltung....

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17. Januar um 14:01
In Antwort auf rose1809

Hallo zusammen,
ich habe hier einfach meinen Gedanken freien Lauf gelassen und sie heruntergeschrieben. Was sind Erwartungen? Warum haben wir sie und warum sind wir so sehr enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden? Es kommt mir so vor, als wären die Erwartungen an den Partner besonders wichtig und dass von ihnen und ihrer Erfüllung das Glücksgefühl in der Beziehung abhängt. Ich habe an meinen Partner sehr viele Erwartungen, die er nur zum Teil oder nur bedingt, bis hin zu gar nicht erfüllt. Die eine Erwartung ist es, dass er aktiver wird. Ich habe immer das Gefühl, dass er träge, lustlos und unmotiviert ist. Er liegt am liebsten im Bett. Sein Studium spielt fast kaum eine Rolle für ihn. Er studiert nur, um es seiner Familie und mir recht zu machen. Er zeigt kaum Interesse an seinem Fach und spricht nie darüber. Wir tauschen uns fast nie über die Inhalte unserer Studiengänge aus, er brennt für nichts, nichts fasziniert ihn. Außerdem kümmert er sich nicht um seine körperliche Gesundheit, geht nie zum Arzt um mal seine Blutwerte durchsuchen zu lassen, oder um einfach mal festzustellen, ob ihm etwas fehlt. Er ist sehr häufig müde und träge, schläft sehr lange und geht generell spät schlafen und startet, wenn überhaupt, dann sehr spät in den Tag. Er macht keinen Sport und hat generell keine Hobbies, außer das Playstationspielen oder am PC spielen, am Handy spielen und Filme zu gucken. Als einzige Freizeitbeschäftigung, die auch noch unser fortwährender Streitpunkt ist, kennt er nur das Feierngehen und Trinken. Sein Freundeskreis besteht aus Jungs (20- 22 Jahre alt) die keine feste Freundin haben, geschweige denn eine Verlobte oder Frau. Ihre Freizeit besteht häufig daraus, sich zum Trinken oder Feiern zu treffen. Und meinem Partner macht auch nur das Spaß. Er ergreift nie die Initiative zu sagen, dass wir beide mal was schönes unternehmen sollen, wie z.B. Spa, Lasertag, Kino, Zoo, Radfahren, picknicken etc. Ich habe das Gefühl, dass er im Laufe der Jahre sogar fauler geworden ist, was so was anbelangt. Zur Zeit mache ich regelmäßig Sport und achte auf meine Ernährung, da wir in weniger als 10 Monaten heiraten. Ich habe versucht, ihn mitzureißen und ihn vom Fitness und der richtigen Ernährung zu überzeugen, da er sehr dünn ist und sehr unsportlich ist und eigentlich an seinem Körper arbeiten sollte, damit er 1. mehr Selbstbewusstsein erlangt und 2. im Smoking auf unserer Hochzeit besser aussieht. Er kam einmal mit zum Sport und macht seither nichts mehr in diese Richtung. Da wären wir auch beim nächsten Thema: die Hochzeit. Er plant nichts mit mir, legt keinen Wert auf Dinge, auf die ich Wert lege, hat meiner Meinung nach keine eigene Meinung dazu und spricht nichts an, was nach seinem Geschmack laufen soll. Hat er überhaupt eine Vorstellung davon, wie unsere Hochzeit gestaltet sein soll? Das weiß ich nicht. Er sagt ja nichts und wenn ich ihn frage sagt er, dass ich doch diejenige bin, die auf solche Dinge Wert legt und dann soll ich das lieber machen. Er unterstützt mich nicht. Ich bin ein detailverliebter Mensch und ich möchte alles tun, dass unsere Hochzeit schön für die Gäste, aber vor allem für uns wird. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es ihm ziemlich egal ist, was so mit unserer Hochzeit ist. Er hat alle Dinge einfach nur mir überlassen und wenn ich ihn frage, sagt er ja das ist eine gute Idee. Das war's. Sind aber nicht an einer Hochzeit zwei Personen beteiligt? Warum muss ich das alleine machen? Mir ist es bewusst, dass die Frauen häufig das meiste diesbezüglich tun, da es wirklich ein bisschen ein Geschlechterding ist. Er tut aber rein gar nichts. Hat keine Vorstellung, keine Wünsche, keine Bedürfnisse, keine Ideen. Ich leide darunter. Wenn ich mit ihm darüber spreche, dann artet das häufig in Diskussionen aus oder ich sage nichts mehr zu seinen Kommentaren, dass ich doch die bin, die Wert auf so was legt. Mittlerweile schweige ich nur. So sind wir nun beim nächsten Thema, und zwar die Kommunikation. Mein Partner redet nicht gerne und nicht viel. Wenn er spricht, dann über wenige Dinge, die ihn interessieren. Aber über Gott und die Welt, Philosophie und noch wichtiger: unsere Zukunft, spricht er nie. Es sei denn, ich spreche mal was an. Seine Vorstellung von unserer Zukunft ist es, Kinder zu haben, ein Haus zu haben, ein gescheites Einkommen und vielleicht mal zu verreisen. Ich möchte aber mehr. Ich möchte nicht das „normale“ Leben: arbeiten, Haushalt, Kinder und mal einen Urlaub gönnen. Ich möchte aktiv sein MIT ihm zusammen. Ich möchte, dass wir uns gemeinsam etwas aufbauen, tolle Ideen haben, tolle Länder und Kulturen kennenlernen, die unterschiedlichsten Arten von Reisen unternehmen, z.B. Backpacking und Abenteuer erleben und fremde Orte kennenlernen und nicht normalen Strandurlaub zu machen und zurück in den Alltag zu starten. Sogar bezogen auf unsere Flitterwochen zeigt er keine Eigeninitiative. Ich muss ihn immer auf Dinge aufmerksam machen, die er dann vielleicht gut findet. Ich leide. Ich wünschte mir, dass mein Mann mehr aus sich herauskommt, mehr Ideen hat, kreativer ist, aktiv ist, motiviert ist und mich beeindruckt. Er ich aber der „normale“ Junge von nebenan, der von Zuhause nicht ausziehen will und irgendwie versucht, sein Geld zu verdienen und sich in das Unternehmen seiner Vater einzuarbeiten. Er hat nicht die Vorstellungen wie ich, die eigenen Grenzen zu testen, lebensfroher zu sein und sich gegenseitig zu pushen. Für ihn sind die Dinge ok, so wie sie sind. Mehr Geld wäre gut, aber der Rest ist ok. Mutti kocht und putzt, wäscht Wäsche und er braucht nicht aus seiner Komfortzone heraus. Da sind wir dann beim wehleidigen Thema des Zusammenlebens. Er möchte einfach nicht zu mir ziehen. Manchmal ist seine Ausrede, dass ich doch so wenig Platz hätte. Aber genau das schweißt doch zusammen, wenn man bei Null anfängt und später ein wunderschönes Haus hat und sich daran zurückerinnert, wie man als Studenten in einem 12qm Zimmer zusammengelebt hat. Er möchte einfach nicht. Ich habe sehr lange gebraucht, aber nun habe ich diese Erkenntnis. Ich weiß, dass er ein viel zu gemütlicher Mensch ist. Er würde am liebsten immer dort in seiner kleinen Wohnung die er kennt bleiben, bei den Leuten, die er kennt, in der Stadt, die er kennt, der Umgebung, die er kennt. Er ist kaum bereit für etwas Neues und sagt mir jedes mal, dass wir doch sowieso ab November zusammenwohnen und er doch seine Arbeit in seiner Stadt hat und doch so viel pendeln müsst, um zu arbeiten. Ich sehe das anders. Ich sehe das so, dass er 2-3 Mal die Woche rüberfährt und sich mal ein paar Stunden in sein Büro setzt, seine Dinge erledigt, sich dem Personal widmet und zeigt, dass er als Geschäftsführer was taugt und wieder in unser Zuhause zurückkehrt. Aber nein, nach über fünf Jahren Beziehung (verlobt seit Ende Juli 2018) gibt es immer noch „mein“ und „dein“. Er möchte aus dieser Komfortzone einfach nicht heraus und ich leide. Ich möchte mit ihm zusammen in den Tag starten. Jeder macht sein Ding, geht arbeiten oder zur Uni und am Ende des Tages gibt es wieder UNS. Aber er braucht das anscheinend nicht so sehr, wie ich es brauche. Wir hatten sowieso schon von Anfang an Schwierigkeiten bezüglich unserer Treffen. Ich habe nämlich schon früh (seit über 4 Jahren) alleine und in anderen Städten als er gelebt. Ich bin zum Studieren ausgezogen und habe eine räumliche Distanz zu meinen Eltern geschaffen, um MICH zu finden und weiterzuentwickeln. Er jedoch fühlt sich wohl so, wie es es. Ich sehe es aber anders. Das Zuhause seiner Eltern tut ihm nicht gut, denn er wird wie ein Kind behandelt. Ihm werden dauernd Sachen aufgetragen. Dauernd muss er hier und da was erledigen. Dauernd wird auf ihm eingeredet, dass er sein Studium fertig machen soll und aus sich herauskommen soll und sich mal Dinge trauen soll und seinen Alltag anders gestalten soll und weniger zocken soll und und und. Auch ich tue das manchmal. Und das ist das Problem. Er hat eine Blockade. Ein Schutzmechanismus. Er reagiert höchst allergisch und schaltet ab, zieht sich zurück und schließt seine Wohnungstür ab und möchte niemanden sehen. Er meldet sich an solchen Tagen auch nicht bei mir. Ich weiß dann gar nicht, was los ist. Was er macht. Wie es ihm geht. Warum er sich nicht meldet. Ich bin dann zutiefst enttäuscht und zweifle an uns. Generell zweifle ich an uns. Passen wir überhaupt zusammen? Ich möchte doch einen Mann haben, der MIR die Welt zeigt oder sie zumindest mit mir erkundet und nicht dem ICH in den Hintern treten muss, Dinge zu tun und sein Leben, angefangen bei seinem Alltag, in den Griff zu bekommen. In meinem Umfeld sagt man mir, dass ich Geduld haben muss, da er ja gut zu mir ist und er nur zu jung ist. Ich bin 25 und er 23. Ich war schon immer sehr sehr frühreif und habe extrem viel Verantwortung und er ist einfach nicht reif genug. Für sein Alter sogar ein wenig unreif. Er weiß nicht, wie man sich ausdrücken muss, er kann sich seinem Umfeld nicht anpassen, er zieht sich nicht gut an, achtet nicht auf ein gepflegtes Äußeres und ist ein eher „einfacher“ Mensch. Ich dagegen bin sogar schon fast eitel. Ich zweifle sehr an uns. Nur liebe ich ihn. Ich möchte nicht, dass wir uns nochmal trennen müssen. Ich habe mich vor zwei Jahren schon mal von ihm getrennt und wir hatten eine 6-monatige Pause. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie sehr ich ihn liebe. Er hat sich seitdem auch sehr gebessert und an sich gearbeitet. Aber eben nicht genug. Ich weiß, dass wenn wir zusammenleben, er sich nach und nach anpasst und so wird, wie ich es mir vorstelle. Aber wenn so was von außen kommt und die Motivation keine innere ist, dann kann es doch auf Dauer nicht gut gehen. Auch für ihn ist es doch dann eine Belastung. Was ist, wenn die Midlife-Crisis dann genau deshalb einsetzt und er sich denkt, dass dann erst Recht alles egal ist? Was, wenn er irgendwann im fortgeschrittenen Alter sagt, dass ich ihn geformt hätte und er das alles nicht gewollt hat? Und was, wenn wir uns trennen und diese jahrelange Kampf umsonst war? Ich habe trotz allem noch Hoffnungen, da ich häufig mit angesehen habe, dass ihm Dinge dann wichtig wurden, auf die ich ihn zB ein Jahr vorher aufmerksam gemacht habe. Ich habe mir irgendwie irgendwann mal, nachdem wir nach der Trennung zusammenkamen vorgenommen, geduldig mit ihm zu sein. Auf mich zu achten, mein Ding zu machen, meiner Karriere nachzugehen (ich bin bald mit dem Master fertig und er ist immer noch in seinem zweiten Bachelor, nachdem er den ersten abgebrochen hat). Ich habe das Gefühl, dass ich mich mehr als er traue, mehr weiß, einfach weiß was ich will und er sagt auf diese Frage nur, dass er mal reich sein möchte und selbstständig. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, ihn zu unterstützen, aber ich bin leider manchmal die Mami. Klar kann ich mich manchmal auch bei ihm fallen lassen und sehr sehr häufig bin ich auch mal albern und kindlich und er geht damit extrem süß um und hilft mir auch in Momenten der Verzweiflung. Aber nur, wenn er bei mir ist. Wenn er nicht hier ist, sondern Zuhause, dann merkt er gar nichts davon, wie es mir geht. Er ruft kaum an um sich nach mir zu erkundigen. Er fragt nicht, wie mein Tag war. Ich muss alles von alleine erzählen. Und wenn ich darauf warte, bis er fragt und er dies nicht tut, dann reden wir manchmal auch gar nicht über gewisse Erlebnisse oder Gefühle oder Erfahrungen von mir. Ich habe an seinem Alltag teil, da ich ihn immer frage. Ich durchlöchere ihn schon fast. Und er fragt ganz selten. Und das macht, dass ich wieder leide.
Kennt ihr eine solche Beziehung? Was habt ihr gemacht oder was macht ihr? Ich weiß, dass viele den ersten Gedanken an eine Trennung haben werden und mir dazu raten werden. Dies kommt aber für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Ich möchte lieber damit umgehen können und dabei zusehen, wenn er sich ändert. Wie gehe ich am besten vor?   
 

Der arme Kerl kann einem leid tun mit dir. Was willst du von ihm? Er scheint ja nichts recht machen zu können. 

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17. Januar um 14:03

Backen nicht, sondern die Dinge die er in sich trägt, endlich wecken. Aus Gesprächen weiß ich, dass er genauso denkt. Aber durch die Lebensweise in seiner Familie kennt er sowas nicht. Seine Eltern zeigen sich nicht mal in der Gegenwart ihrer Kinder die Liebe... das ist alles recht schwierig und konservativ bei ihnen und so ist er aufgewachsen. 
Wenn er aber aus dem Familienumfeld heraus ist und mit mir Zeit verbringt, dann kann er er selbst sein und deshalb weiß ich, dass er eigentlich anders ist und auch anders kann. Er tut es nur nicht dort, wo er gerade  ist...

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17. Januar um 14:04

Ich kann dafür nichts, dass wir nicht zusammenleben. Ich biete ihm das immer wieder an. Er möchte es aber nicht da er konservativ aufgewachsen ist und besonders mit seiner Mutter in Konflikte geraten würde... Und aus dieser Komfortzone, dass nun mal keine Konflikte mit der Mutter entstehen, möchte er nicht heraus

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17. Januar um 14:05
In Antwort auf rose1809

Backen nicht, sondern die Dinge die er in sich trägt, endlich wecken. Aus Gesprächen weiß ich, dass er genauso denkt. Aber durch die Lebensweise in seiner Familie kennt er sowas nicht. Seine Eltern zeigen sich nicht mal in der Gegenwart ihrer Kinder die Liebe... das ist alles recht schwierig und konservativ bei ihnen und so ist er aufgewachsen. 
Wenn er aber aus dem Familienumfeld heraus ist und mit mir Zeit verbringt, dann kann er er selbst sein und deshalb weiß ich, dass er eigentlich anders ist und auch anders kann. Er tut es nur nicht dort, wo er gerade  ist...

Dann wäre interessant zu wissen, wieso er nur mit dir sein Potential ausschöpfen kann. Hat er allein nicht den nötigen Antrieb? Oder bremst ihn seine Familie sogar aktiv aus? Und wenn ja: Wieso?

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17. Januar um 14:05

Das wäre dann die Kirsche auf dem Sahnehäubchen 

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17. Januar um 14:09
In Antwort auf romina

Dann wäre interessant zu wissen, wieso er nur mit dir sein Potential ausschöpfen kann. Hat er allein nicht den nötigen Antrieb? Oder bremst ihn seine Familie sogar aktiv aus? Und wenn ja: Wieso?

Seine Familie bremst ihn aus, aber nicht aktiv. Es ist die Erziehungsform... Seine Familie ist wi egesagt konservativ und viele Dinge gehören sich nicht, muss man anders angehen etc. 
Als wir frisch zusammen waren und er seiner Familie von mir erzählt hatte, da war die Hölle los (für seine Mutter wars ganz schlimm) weil ich nun jemand den Sohn weggenommen hat. 
Jetzt, wo ich mega in seine Familie integriert bin und alle viel von mir halten und mich lieben und seine Mutter manchmal sagt, tu doch das und das für deine Verlobte, kann er das nicht. Da braucht seine Mutter sich nicht zu wundern, wenn sie ihn jahrelang so erzogen hat...

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17. Januar um 14:11

IN seiner Nähe genieße ich jeden Moment mit ihm. Diese Nähe ist aber leider viel zu selten... Weil wir uns nur am Wochenende sehen und er sonst die Zeit nicht hier, sondern bei seiner Familie lebt 

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17. Januar um 14:12

Ja, das tue ich leider. Manchmal bremse ich mich dabei, aber das gelingr mir noch nicht immer. Ich möchte das aber unbedingt ablegen 

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17. Januar um 14:14
In Antwort auf rose1809

Seine Familie bremst ihn aus, aber nicht aktiv. Es ist die Erziehungsform... Seine Familie ist wi egesagt konservativ und viele Dinge gehören sich nicht, muss man anders angehen etc. 
Als wir frisch zusammen waren und er seiner Familie von mir erzählt hatte, da war die Hölle los (für seine Mutter wars ganz schlimm) weil ich nun jemand den Sohn weggenommen hat. 
Jetzt, wo ich mega in seine Familie integriert bin und alle viel von mir halten und mich lieben und seine Mutter manchmal sagt, tu doch das und das für deine Verlobte, kann er das nicht. Da braucht seine Mutter sich nicht zu wundern, wenn sie ihn jahrelang so erzogen hat...

Das klingt aber nach einem ganz schön toxischen Familienverhältnis

Aber im Grunde ist er ja ein erwachsener Mann - wenn er ausziehen will, dann steht ihm das ja frei, unabhängig von einer Hochzeit. So, wie seine Mutter klingt, würde sie vermutlich einen Aufstand machen, aber sie müsste ja damit klar kommen. Sie würde ihm wohl kaum verstoßen, wo sie so auf ihn fixiert scheint.

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17. Januar um 14:15
In Antwort auf rose1809

Ist vielleicht unglücklich ausgedrückt. Mit ihm zusammen daran arbeiten, dass er aus sich rauskommt und die Potenziale die in ihm schlummern zu wecken.
Ich möchte keinen anderen Mann heiraten. Ich sehe in ihm wie gesagt Dinge, die nur zum Vorschein kommen können, wenn er auszieht und seinen Alltag anders gestaltet. Das sind ja auch keine Charaktereigenschaften, die ich gerne ändern würde, sondern eher Verhaltsweisen und Lebensgestaltung....

meine Liebe, was er mit seinen Potentialen machen will - oder auch nicht, ist seine Sache. Wie er seinen Alltag gestalten will, auch. Seine Lebenseinstellung und -gestaltung auch.
Wäre er 5 Jahre alt und Du seine Mami - ok. Dann kannst, sollst und musst Dich darum kümmern, ob er Sport macht oder nicht. Dein Partner entscheidet das SELBST. Du entscheidest höchstens, ob Du jemanden zum Partner möchtest, der keinen Bock auf Sport hat. ENDE DER LISTE.

Also ehrlich, wenn mein Mann mir so gekommen wäre wie Du Deinem Partner, hätte ich ihn mal ganz sicher NICHT geheiratet. Ich mache keinen Sport und auch keine Diät. Wenn er das anders machen möchte - seine Entscheidung. Aber wenn er ankommen würde und mich umerziehen will, würde ich ganz sportlich seine Koffer packen, die ganz sportlich stemmen und ganz sportlich vor die Tür tragen. Und ab da könnte er dann wieder allein Sport machen

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17. Januar um 14:19
In Antwort auf romina

Das klingt aber nach einem ganz schön toxischen Familienverhältnis

Aber im Grunde ist er ja ein erwachsener Mann - wenn er ausziehen will, dann steht ihm das ja frei, unabhängig von einer Hochzeit. So, wie seine Mutter klingt, würde sie vermutlich einen Aufstand machen, aber sie müsste ja damit klar kommen. Sie würde ihm wohl kaum verstoßen, wo sie so auf ihn fixiert scheint.

Verstoßen wird sie ihn definitiv nicht, aber ich kann ihn einfach  nicht davon überzeugen, bei mir einzuziehen, bis wir eine passende Wohnung für uns finden. Er sagt immer, ich hätte doch kaum Platz und er würde doch nur eine Last sein (meine Schwester und ihr Freund wohnen auch hier) und dass er lieber mit mir zusammenzieht, wenn wir unsere eigene Wohnung haben 

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17. Januar um 14:25
In Antwort auf avarrassterne1

meine Liebe, was er mit seinen Potentialen machen will - oder auch nicht, ist seine Sache. Wie er seinen Alltag gestalten will, auch. Seine Lebenseinstellung und -gestaltung auch.
Wäre er 5 Jahre alt und Du seine Mami - ok. Dann kannst, sollst und musst Dich darum kümmern, ob er Sport macht oder nicht. Dein Partner entscheidet das SELBST. Du entscheidest höchstens, ob Du jemanden zum Partner möchtest, der keinen Bock auf Sport hat. ENDE DER LISTE.

Also ehrlich, wenn mein Mann mir so gekommen wäre wie Du Deinem Partner, hätte ich ihn mal ganz sicher NICHT geheiratet. Ich mache keinen Sport und auch keine Diät. Wenn er das anders machen möchte - seine Entscheidung. Aber wenn er ankommen würde und mich umerziehen will, würde ich ganz sportlich seine Koffer packen, die ganz sportlich stemmen und ganz sportlich vor die Tür tragen. Und ab da könnte er dann wieder allein Sport machen

Da musste ich jetzt grinsen

Aber es hört sich halt alles immer so anders an, wenn man nur einen Abschnitt und nur ein bisschen von der gesamten Geschichte kennt...

Insgesamt hast du aber natürlich Recht, dass jeder Mensch über sein Leben und Tun und Machen entscheiden kann. 
Ich finde es aber schade, dass er das ja nie getan hat. Seine Eltern haben ihm dafür keinen Raum geboten. Meine Eltern übrigens in meiner Kindheit auch nicht. Ich habe aber durch das Alleinleben und die Unabhängigkeit von der Familie gelernt, was für mich richtig ist. Und ich bin mir einfach so sicher, dass es ihm genauso gut tun würde. Wie gesagt, aus Gesprächen etc. weiß ich ja, dass er zB auch Sport machen will und viele Dinge in Angriff nehmen will. Ihm fehlt aber der Antrieb...
Und wenn nicht ich ihm dabei helfe, wer dann? Man könnte jetzt sagen er selbst, aber manche Menschen brauchen es nun mal, in die richtige Richtung geschubst zu werden. Er gehört dazu...

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17. Januar um 14:30
In Antwort auf rose1809

Da musste ich jetzt grinsen

Aber es hört sich halt alles immer so anders an, wenn man nur einen Abschnitt und nur ein bisschen von der gesamten Geschichte kennt...

Insgesamt hast du aber natürlich Recht, dass jeder Mensch über sein Leben und Tun und Machen entscheiden kann. 
Ich finde es aber schade, dass er das ja nie getan hat. Seine Eltern haben ihm dafür keinen Raum geboten. Meine Eltern übrigens in meiner Kindheit auch nicht. Ich habe aber durch das Alleinleben und die Unabhängigkeit von der Familie gelernt, was für mich richtig ist. Und ich bin mir einfach so sicher, dass es ihm genauso gut tun würde. Wie gesagt, aus Gesprächen etc. weiß ich ja, dass er zB auch Sport machen will und viele Dinge in Angriff nehmen will. Ihm fehlt aber der Antrieb...
Und wenn nicht ich ihm dabei helfe, wer dann? Man könnte jetzt sagen er selbst, aber manche Menschen brauchen es nun mal, in die richtige Richtung geschubst zu werden. Er gehört dazu...

soso und wenn Du mal seine Eltern fragst, was antworten die denn?

Dass sie ihm keinen Raum gegeben haben? Nee, die sagen, dass sie ihn immer in allen Dingen unterstützt haben und darauf geachtet haben, dass er etwas aus sich macht, weil sie nur das Beste für ihn und seine Zukunft wollten. Und sie sagen das, weil sie das ganz sicher auch aus tiefstem Herzen glauben.

Und jetzt denk mal darüber nach...

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17. Januar um 14:31

Ich kann mir keinen anderen an meiner Seite vorstellen. In unserer Trennungszeit habe ich zwei kennengelernt und einer hat mir direkt einen Heiratsantrag gemacht, aber in genau diesem Moment habe ich gemerkt, dass ich nur ihn will. Und ich habe aus der Trennungsphase wirklich so einiges mitgenommen. Es liegt nicht daran, dass ich keine Chance bei welchen habe, sagen möchte dass mich wer heiraten will oder darauf Acht gebe, was andere von mir denken.
Ich möchte an uns arbeiten und ihn nicht einfach loslassen. Loslassen ist immer leicht. Ich möchte, dass wir es gemeinsam schaffen...
Das mit dem alleine Leben ist ein guter Einwand. Habe ihm das auch schon mal gesagt. Habe sogar mit ihm und seinen ELtern darüber gesprochen. Der Vater hat es nicht gewollt und mein Partner hat dann auch nichts mehr getan...

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17. Januar um 14:33
In Antwort auf rose1809

Ich kann mir keinen anderen an meiner Seite vorstellen. In unserer Trennungszeit habe ich zwei kennengelernt und einer hat mir direkt einen Heiratsantrag gemacht, aber in genau diesem Moment habe ich gemerkt, dass ich nur ihn will. Und ich habe aus der Trennungsphase wirklich so einiges mitgenommen. Es liegt nicht daran, dass ich keine Chance bei welchen habe, sagen möchte dass mich wer heiraten will oder darauf Acht gebe, was andere von mir denken.
Ich möchte an uns arbeiten und ihn nicht einfach loslassen. Loslassen ist immer leicht. Ich möchte, dass wir es gemeinsam schaffen...
Das mit dem alleine Leben ist ein guter Einwand. Habe ihm das auch schon mal gesagt. Habe sogar mit ihm und seinen ELtern darüber gesprochen. Der Vater hat es nicht gewollt und mein Partner hat dann auch nichts mehr getan...

Ich persönlich finde ja, dass Loslassen sehr schwer ist. Aber das ist sicher eine Typ Frage.

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17. Januar um 15:53

super Beitrag, genau so sehe ich das auch.

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17. Januar um 17:26
In Antwort auf rose1809

Hallo zusammen,
ich habe hier einfach meinen Gedanken freien Lauf gelassen und sie heruntergeschrieben. Was sind Erwartungen? Warum haben wir sie und warum sind wir so sehr enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden? Es kommt mir so vor, als wären die Erwartungen an den Partner besonders wichtig und dass von ihnen und ihrer Erfüllung das Glücksgefühl in der Beziehung abhängt. Ich habe an meinen Partner sehr viele Erwartungen, die er nur zum Teil oder nur bedingt, bis hin zu gar nicht erfüllt. Die eine Erwartung ist es, dass er aktiver wird. Ich habe immer das Gefühl, dass er träge, lustlos und unmotiviert ist. Er liegt am liebsten im Bett. Sein Studium spielt fast kaum eine Rolle für ihn. Er studiert nur, um es seiner Familie und mir recht zu machen. Er zeigt kaum Interesse an seinem Fach und spricht nie darüber. Wir tauschen uns fast nie über die Inhalte unserer Studiengänge aus, er brennt für nichts, nichts fasziniert ihn. Außerdem kümmert er sich nicht um seine körperliche Gesundheit, geht nie zum Arzt um mal seine Blutwerte durchsuchen zu lassen, oder um einfach mal festzustellen, ob ihm etwas fehlt. Er ist sehr häufig müde und träge, schläft sehr lange und geht generell spät schlafen und startet, wenn überhaupt, dann sehr spät in den Tag. Er macht keinen Sport und hat generell keine Hobbies, außer das Playstationspielen oder am PC spielen, am Handy spielen und Filme zu gucken. Als einzige Freizeitbeschäftigung, die auch noch unser fortwährender Streitpunkt ist, kennt er nur das Feierngehen und Trinken. Sein Freundeskreis besteht aus Jungs (20- 22 Jahre alt) die keine feste Freundin haben, geschweige denn eine Verlobte oder Frau. Ihre Freizeit besteht häufig daraus, sich zum Trinken oder Feiern zu treffen. Und meinem Partner macht auch nur das Spaß. Er ergreift nie die Initiative zu sagen, dass wir beide mal was schönes unternehmen sollen, wie z.B. Spa, Lasertag, Kino, Zoo, Radfahren, picknicken etc. Ich habe das Gefühl, dass er im Laufe der Jahre sogar fauler geworden ist, was so was anbelangt. Zur Zeit mache ich regelmäßig Sport und achte auf meine Ernährung, da wir in weniger als 10 Monaten heiraten. Ich habe versucht, ihn mitzureißen und ihn vom Fitness und der richtigen Ernährung zu überzeugen, da er sehr dünn ist und sehr unsportlich ist und eigentlich an seinem Körper arbeiten sollte, damit er 1. mehr Selbstbewusstsein erlangt und 2. im Smoking auf unserer Hochzeit besser aussieht. Er kam einmal mit zum Sport und macht seither nichts mehr in diese Richtung. Da wären wir auch beim nächsten Thema: die Hochzeit. Er plant nichts mit mir, legt keinen Wert auf Dinge, auf die ich Wert lege, hat meiner Meinung nach keine eigene Meinung dazu und spricht nichts an, was nach seinem Geschmack laufen soll. Hat er überhaupt eine Vorstellung davon, wie unsere Hochzeit gestaltet sein soll? Das weiß ich nicht. Er sagt ja nichts und wenn ich ihn frage sagt er, dass ich doch diejenige bin, die auf solche Dinge Wert legt und dann soll ich das lieber machen. Er unterstützt mich nicht. Ich bin ein detailverliebter Mensch und ich möchte alles tun, dass unsere Hochzeit schön für die Gäste, aber vor allem für uns wird. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es ihm ziemlich egal ist, was so mit unserer Hochzeit ist. Er hat alle Dinge einfach nur mir überlassen und wenn ich ihn frage, sagt er ja das ist eine gute Idee. Das war's. Sind aber nicht an einer Hochzeit zwei Personen beteiligt? Warum muss ich das alleine machen? Mir ist es bewusst, dass die Frauen häufig das meiste diesbezüglich tun, da es wirklich ein bisschen ein Geschlechterding ist. Er tut aber rein gar nichts. Hat keine Vorstellung, keine Wünsche, keine Bedürfnisse, keine Ideen. Ich leide darunter. Wenn ich mit ihm darüber spreche, dann artet das häufig in Diskussionen aus oder ich sage nichts mehr zu seinen Kommentaren, dass ich doch die bin, die Wert auf so was legt. Mittlerweile schweige ich nur. So sind wir nun beim nächsten Thema, und zwar die Kommunikation. Mein Partner redet nicht gerne und nicht viel. Wenn er spricht, dann über wenige Dinge, die ihn interessieren. Aber über Gott und die Welt, Philosophie und noch wichtiger: unsere Zukunft, spricht er nie. Es sei denn, ich spreche mal was an. Seine Vorstellung von unserer Zukunft ist es, Kinder zu haben, ein Haus zu haben, ein gescheites Einkommen und vielleicht mal zu verreisen. Ich möchte aber mehr. Ich möchte nicht das „normale“ Leben: arbeiten, Haushalt, Kinder und mal einen Urlaub gönnen. Ich möchte aktiv sein MIT ihm zusammen. Ich möchte, dass wir uns gemeinsam etwas aufbauen, tolle Ideen haben, tolle Länder und Kulturen kennenlernen, die unterschiedlichsten Arten von Reisen unternehmen, z.B. Backpacking und Abenteuer erleben und fremde Orte kennenlernen und nicht normalen Strandurlaub zu machen und zurück in den Alltag zu starten. Sogar bezogen auf unsere Flitterwochen zeigt er keine Eigeninitiative. Ich muss ihn immer auf Dinge aufmerksam machen, die er dann vielleicht gut findet. Ich leide. Ich wünschte mir, dass mein Mann mehr aus sich herauskommt, mehr Ideen hat, kreativer ist, aktiv ist, motiviert ist und mich beeindruckt. Er ich aber der „normale“ Junge von nebenan, der von Zuhause nicht ausziehen will und irgendwie versucht, sein Geld zu verdienen und sich in das Unternehmen seiner Vater einzuarbeiten. Er hat nicht die Vorstellungen wie ich, die eigenen Grenzen zu testen, lebensfroher zu sein und sich gegenseitig zu pushen. Für ihn sind die Dinge ok, so wie sie sind. Mehr Geld wäre gut, aber der Rest ist ok. Mutti kocht und putzt, wäscht Wäsche und er braucht nicht aus seiner Komfortzone heraus. Da sind wir dann beim wehleidigen Thema des Zusammenlebens. Er möchte einfach nicht zu mir ziehen. Manchmal ist seine Ausrede, dass ich doch so wenig Platz hätte. Aber genau das schweißt doch zusammen, wenn man bei Null anfängt und später ein wunderschönes Haus hat und sich daran zurückerinnert, wie man als Studenten in einem 12qm Zimmer zusammengelebt hat. Er möchte einfach nicht. Ich habe sehr lange gebraucht, aber nun habe ich diese Erkenntnis. Ich weiß, dass er ein viel zu gemütlicher Mensch ist. Er würde am liebsten immer dort in seiner kleinen Wohnung die er kennt bleiben, bei den Leuten, die er kennt, in der Stadt, die er kennt, der Umgebung, die er kennt. Er ist kaum bereit für etwas Neues und sagt mir jedes mal, dass wir doch sowieso ab November zusammenwohnen und er doch seine Arbeit in seiner Stadt hat und doch so viel pendeln müsst, um zu arbeiten. Ich sehe das anders. Ich sehe das so, dass er 2-3 Mal die Woche rüberfährt und sich mal ein paar Stunden in sein Büro setzt, seine Dinge erledigt, sich dem Personal widmet und zeigt, dass er als Geschäftsführer was taugt und wieder in unser Zuhause zurückkehrt. Aber nein, nach über fünf Jahren Beziehung (verlobt seit Ende Juli 2018) gibt es immer noch „mein“ und „dein“. Er möchte aus dieser Komfortzone einfach nicht heraus und ich leide. Ich möchte mit ihm zusammen in den Tag starten. Jeder macht sein Ding, geht arbeiten oder zur Uni und am Ende des Tages gibt es wieder UNS. Aber er braucht das anscheinend nicht so sehr, wie ich es brauche. Wir hatten sowieso schon von Anfang an Schwierigkeiten bezüglich unserer Treffen. Ich habe nämlich schon früh (seit über 4 Jahren) alleine und in anderen Städten als er gelebt. Ich bin zum Studieren ausgezogen und habe eine räumliche Distanz zu meinen Eltern geschaffen, um MICH zu finden und weiterzuentwickeln. Er jedoch fühlt sich wohl so, wie es es. Ich sehe es aber anders. Das Zuhause seiner Eltern tut ihm nicht gut, denn er wird wie ein Kind behandelt. Ihm werden dauernd Sachen aufgetragen. Dauernd muss er hier und da was erledigen. Dauernd wird auf ihm eingeredet, dass er sein Studium fertig machen soll und aus sich herauskommen soll und sich mal Dinge trauen soll und seinen Alltag anders gestalten soll und weniger zocken soll und und und. Auch ich tue das manchmal. Und das ist das Problem. Er hat eine Blockade. Ein Schutzmechanismus. Er reagiert höchst allergisch und schaltet ab, zieht sich zurück und schließt seine Wohnungstür ab und möchte niemanden sehen. Er meldet sich an solchen Tagen auch nicht bei mir. Ich weiß dann gar nicht, was los ist. Was er macht. Wie es ihm geht. Warum er sich nicht meldet. Ich bin dann zutiefst enttäuscht und zweifle an uns. Generell zweifle ich an uns. Passen wir überhaupt zusammen? Ich möchte doch einen Mann haben, der MIR die Welt zeigt oder sie zumindest mit mir erkundet und nicht dem ICH in den Hintern treten muss, Dinge zu tun und sein Leben, angefangen bei seinem Alltag, in den Griff zu bekommen. In meinem Umfeld sagt man mir, dass ich Geduld haben muss, da er ja gut zu mir ist und er nur zu jung ist. Ich bin 25 und er 23. Ich war schon immer sehr sehr frühreif und habe extrem viel Verantwortung und er ist einfach nicht reif genug. Für sein Alter sogar ein wenig unreif. Er weiß nicht, wie man sich ausdrücken muss, er kann sich seinem Umfeld nicht anpassen, er zieht sich nicht gut an, achtet nicht auf ein gepflegtes Äußeres und ist ein eher „einfacher“ Mensch. Ich dagegen bin sogar schon fast eitel. Ich zweifle sehr an uns. Nur liebe ich ihn. Ich möchte nicht, dass wir uns nochmal trennen müssen. Ich habe mich vor zwei Jahren schon mal von ihm getrennt und wir hatten eine 6-monatige Pause. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie sehr ich ihn liebe. Er hat sich seitdem auch sehr gebessert und an sich gearbeitet. Aber eben nicht genug. Ich weiß, dass wenn wir zusammenleben, er sich nach und nach anpasst und so wird, wie ich es mir vorstelle. Aber wenn so was von außen kommt und die Motivation keine innere ist, dann kann es doch auf Dauer nicht gut gehen. Auch für ihn ist es doch dann eine Belastung. Was ist, wenn die Midlife-Crisis dann genau deshalb einsetzt und er sich denkt, dass dann erst Recht alles egal ist? Was, wenn er irgendwann im fortgeschrittenen Alter sagt, dass ich ihn geformt hätte und er das alles nicht gewollt hat? Und was, wenn wir uns trennen und diese jahrelange Kampf umsonst war? Ich habe trotz allem noch Hoffnungen, da ich häufig mit angesehen habe, dass ihm Dinge dann wichtig wurden, auf die ich ihn zB ein Jahr vorher aufmerksam gemacht habe. Ich habe mir irgendwie irgendwann mal, nachdem wir nach der Trennung zusammenkamen vorgenommen, geduldig mit ihm zu sein. Auf mich zu achten, mein Ding zu machen, meiner Karriere nachzugehen (ich bin bald mit dem Master fertig und er ist immer noch in seinem zweiten Bachelor, nachdem er den ersten abgebrochen hat). Ich habe das Gefühl, dass ich mich mehr als er traue, mehr weiß, einfach weiß was ich will und er sagt auf diese Frage nur, dass er mal reich sein möchte und selbstständig. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, ihn zu unterstützen, aber ich bin leider manchmal die Mami. Klar kann ich mich manchmal auch bei ihm fallen lassen und sehr sehr häufig bin ich auch mal albern und kindlich und er geht damit extrem süß um und hilft mir auch in Momenten der Verzweiflung. Aber nur, wenn er bei mir ist. Wenn er nicht hier ist, sondern Zuhause, dann merkt er gar nichts davon, wie es mir geht. Er ruft kaum an um sich nach mir zu erkundigen. Er fragt nicht, wie mein Tag war. Ich muss alles von alleine erzählen. Und wenn ich darauf warte, bis er fragt und er dies nicht tut, dann reden wir manchmal auch gar nicht über gewisse Erlebnisse oder Gefühle oder Erfahrungen von mir. Ich habe an seinem Alltag teil, da ich ihn immer frage. Ich durchlöchere ihn schon fast. Und er fragt ganz selten. Und das macht, dass ich wieder leide.
Kennt ihr eine solche Beziehung? Was habt ihr gemacht oder was macht ihr? Ich weiß, dass viele den ersten Gedanken an eine Trennung haben werden und mir dazu raten werden. Dies kommt aber für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Ich möchte lieber damit umgehen können und dabei zusehen, wenn er sich ändert. Wie gehe ich am besten vor?   
 

Ich habe den Text nicht zu Ende gelesen. Falls es noch nicht gesagt wurde: dann sei froh, dass du vor der Hochzeit gemerkt hast, dass ihr zwei absolut nicht zusammen passt! DU kannst ihn NICHT ändern! Versuch es gar nicht erst!

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17. Januar um 17:30
In Antwort auf rose1809

Ja das tut mir Leid mit den Absätzen. Ich hatte den Text erst in einer Word-Datei, da mein Plan es gar nicht war, ihn zur Diskussion hier reinzustellen. Habe das dann letztendlich gemacht, ohne weiter über die Absätze nachzudenken. 
Danke trotzdem fürs Lesen.
Das stimmt, er war schon immer so. Erst wenn er mit mir über mehrere Tage zusammen ist habe ich das Gefühl, dass ich Dinge in ihm erwecke, die er auch so sieht und nur nicht so motiviert ist (besonders in seinem Elternhaus), die umzusetzen. Daher erhoffe ich mir einfach die Veränderung nach er Hochzeit, wenn es nur noch mich und ihn gibt und seine Familie keine Rolle mehr in seinem Alltag spielt. Es ist nicht böse gemeint, seine Familie ist toll. Die haben es aber nicht so mit Wertschätzung und Förderung der Kinder...

WARUM sollte es nach der Hochzeit anders werden???????! Das wird es ganz sicher nicht! 

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17. Januar um 17:59

Inzwischen bin ich durch mit den Antworten. Da hast du dir echt Mühe gegeben! Aber ich bezweifle, dass sie es (ein)sieht...

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17. Januar um 18:39
In Antwort auf rose1809

Hallo zusammen,
ich habe hier einfach meinen Gedanken freien Lauf gelassen und sie heruntergeschrieben. Was sind Erwartungen? Warum haben wir sie und warum sind wir so sehr enttäuscht, wenn sie nicht erfüllt werden? Es kommt mir so vor, als wären die Erwartungen an den Partner besonders wichtig und dass von ihnen und ihrer Erfüllung das Glücksgefühl in der Beziehung abhängt. Ich habe an meinen Partner sehr viele Erwartungen, die er nur zum Teil oder nur bedingt, bis hin zu gar nicht erfüllt. Die eine Erwartung ist es, dass er aktiver wird. Ich habe immer das Gefühl, dass er träge, lustlos und unmotiviert ist. Er liegt am liebsten im Bett. Sein Studium spielt fast kaum eine Rolle für ihn. Er studiert nur, um es seiner Familie und mir recht zu machen. Er zeigt kaum Interesse an seinem Fach und spricht nie darüber. Wir tauschen uns fast nie über die Inhalte unserer Studiengänge aus, er brennt für nichts, nichts fasziniert ihn. Außerdem kümmert er sich nicht um seine körperliche Gesundheit, geht nie zum Arzt um mal seine Blutwerte durchsuchen zu lassen, oder um einfach mal festzustellen, ob ihm etwas fehlt. Er ist sehr häufig müde und träge, schläft sehr lange und geht generell spät schlafen und startet, wenn überhaupt, dann sehr spät in den Tag. Er macht keinen Sport und hat generell keine Hobbies, außer das Playstationspielen oder am PC spielen, am Handy spielen und Filme zu gucken. Als einzige Freizeitbeschäftigung, die auch noch unser fortwährender Streitpunkt ist, kennt er nur das Feierngehen und Trinken. Sein Freundeskreis besteht aus Jungs (20- 22 Jahre alt) die keine feste Freundin haben, geschweige denn eine Verlobte oder Frau. Ihre Freizeit besteht häufig daraus, sich zum Trinken oder Feiern zu treffen. Und meinem Partner macht auch nur das Spaß. Er ergreift nie die Initiative zu sagen, dass wir beide mal was schönes unternehmen sollen, wie z.B. Spa, Lasertag, Kino, Zoo, Radfahren, picknicken etc. Ich habe das Gefühl, dass er im Laufe der Jahre sogar fauler geworden ist, was so was anbelangt. Zur Zeit mache ich regelmäßig Sport und achte auf meine Ernährung, da wir in weniger als 10 Monaten heiraten. Ich habe versucht, ihn mitzureißen und ihn vom Fitness und der richtigen Ernährung zu überzeugen, da er sehr dünn ist und sehr unsportlich ist und eigentlich an seinem Körper arbeiten sollte, damit er 1. mehr Selbstbewusstsein erlangt und 2. im Smoking auf unserer Hochzeit besser aussieht. Er kam einmal mit zum Sport und macht seither nichts mehr in diese Richtung. Da wären wir auch beim nächsten Thema: die Hochzeit. Er plant nichts mit mir, legt keinen Wert auf Dinge, auf die ich Wert lege, hat meiner Meinung nach keine eigene Meinung dazu und spricht nichts an, was nach seinem Geschmack laufen soll. Hat er überhaupt eine Vorstellung davon, wie unsere Hochzeit gestaltet sein soll? Das weiß ich nicht. Er sagt ja nichts und wenn ich ihn frage sagt er, dass ich doch diejenige bin, die auf solche Dinge Wert legt und dann soll ich das lieber machen. Er unterstützt mich nicht. Ich bin ein detailverliebter Mensch und ich möchte alles tun, dass unsere Hochzeit schön für die Gäste, aber vor allem für uns wird. Ich habe manchmal das Gefühl, dass es ihm ziemlich egal ist, was so mit unserer Hochzeit ist. Er hat alle Dinge einfach nur mir überlassen und wenn ich ihn frage, sagt er ja das ist eine gute Idee. Das war's. Sind aber nicht an einer Hochzeit zwei Personen beteiligt? Warum muss ich das alleine machen? Mir ist es bewusst, dass die Frauen häufig das meiste diesbezüglich tun, da es wirklich ein bisschen ein Geschlechterding ist. Er tut aber rein gar nichts. Hat keine Vorstellung, keine Wünsche, keine Bedürfnisse, keine Ideen. Ich leide darunter. Wenn ich mit ihm darüber spreche, dann artet das häufig in Diskussionen aus oder ich sage nichts mehr zu seinen Kommentaren, dass ich doch die bin, die Wert auf so was legt. Mittlerweile schweige ich nur. So sind wir nun beim nächsten Thema, und zwar die Kommunikation. Mein Partner redet nicht gerne und nicht viel. Wenn er spricht, dann über wenige Dinge, die ihn interessieren. Aber über Gott und die Welt, Philosophie und noch wichtiger: unsere Zukunft, spricht er nie. Es sei denn, ich spreche mal was an. Seine Vorstellung von unserer Zukunft ist es, Kinder zu haben, ein Haus zu haben, ein gescheites Einkommen und vielleicht mal zu verreisen. Ich möchte aber mehr. Ich möchte nicht das „normale“ Leben: arbeiten, Haushalt, Kinder und mal einen Urlaub gönnen. Ich möchte aktiv sein MIT ihm zusammen. Ich möchte, dass wir uns gemeinsam etwas aufbauen, tolle Ideen haben, tolle Länder und Kulturen kennenlernen, die unterschiedlichsten Arten von Reisen unternehmen, z.B. Backpacking und Abenteuer erleben und fremde Orte kennenlernen und nicht normalen Strandurlaub zu machen und zurück in den Alltag zu starten. Sogar bezogen auf unsere Flitterwochen zeigt er keine Eigeninitiative. Ich muss ihn immer auf Dinge aufmerksam machen, die er dann vielleicht gut findet. Ich leide. Ich wünschte mir, dass mein Mann mehr aus sich herauskommt, mehr Ideen hat, kreativer ist, aktiv ist, motiviert ist und mich beeindruckt. Er ich aber der „normale“ Junge von nebenan, der von Zuhause nicht ausziehen will und irgendwie versucht, sein Geld zu verdienen und sich in das Unternehmen seiner Vater einzuarbeiten. Er hat nicht die Vorstellungen wie ich, die eigenen Grenzen zu testen, lebensfroher zu sein und sich gegenseitig zu pushen. Für ihn sind die Dinge ok, so wie sie sind. Mehr Geld wäre gut, aber der Rest ist ok. Mutti kocht und putzt, wäscht Wäsche und er braucht nicht aus seiner Komfortzone heraus. Da sind wir dann beim wehleidigen Thema des Zusammenlebens. Er möchte einfach nicht zu mir ziehen. Manchmal ist seine Ausrede, dass ich doch so wenig Platz hätte. Aber genau das schweißt doch zusammen, wenn man bei Null anfängt und später ein wunderschönes Haus hat und sich daran zurückerinnert, wie man als Studenten in einem 12qm Zimmer zusammengelebt hat. Er möchte einfach nicht. Ich habe sehr lange gebraucht, aber nun habe ich diese Erkenntnis. Ich weiß, dass er ein viel zu gemütlicher Mensch ist. Er würde am liebsten immer dort in seiner kleinen Wohnung die er kennt bleiben, bei den Leuten, die er kennt, in der Stadt, die er kennt, der Umgebung, die er kennt. Er ist kaum bereit für etwas Neues und sagt mir jedes mal, dass wir doch sowieso ab November zusammenwohnen und er doch seine Arbeit in seiner Stadt hat und doch so viel pendeln müsst, um zu arbeiten. Ich sehe das anders. Ich sehe das so, dass er 2-3 Mal die Woche rüberfährt und sich mal ein paar Stunden in sein Büro setzt, seine Dinge erledigt, sich dem Personal widmet und zeigt, dass er als Geschäftsführer was taugt und wieder in unser Zuhause zurückkehrt. Aber nein, nach über fünf Jahren Beziehung (verlobt seit Ende Juli 2018) gibt es immer noch „mein“ und „dein“. Er möchte aus dieser Komfortzone einfach nicht heraus und ich leide. Ich möchte mit ihm zusammen in den Tag starten. Jeder macht sein Ding, geht arbeiten oder zur Uni und am Ende des Tages gibt es wieder UNS. Aber er braucht das anscheinend nicht so sehr, wie ich es brauche. Wir hatten sowieso schon von Anfang an Schwierigkeiten bezüglich unserer Treffen. Ich habe nämlich schon früh (seit über 4 Jahren) alleine und in anderen Städten als er gelebt. Ich bin zum Studieren ausgezogen und habe eine räumliche Distanz zu meinen Eltern geschaffen, um MICH zu finden und weiterzuentwickeln. Er jedoch fühlt sich wohl so, wie es es. Ich sehe es aber anders. Das Zuhause seiner Eltern tut ihm nicht gut, denn er wird wie ein Kind behandelt. Ihm werden dauernd Sachen aufgetragen. Dauernd muss er hier und da was erledigen. Dauernd wird auf ihm eingeredet, dass er sein Studium fertig machen soll und aus sich herauskommen soll und sich mal Dinge trauen soll und seinen Alltag anders gestalten soll und weniger zocken soll und und und. Auch ich tue das manchmal. Und das ist das Problem. Er hat eine Blockade. Ein Schutzmechanismus. Er reagiert höchst allergisch und schaltet ab, zieht sich zurück und schließt seine Wohnungstür ab und möchte niemanden sehen. Er meldet sich an solchen Tagen auch nicht bei mir. Ich weiß dann gar nicht, was los ist. Was er macht. Wie es ihm geht. Warum er sich nicht meldet. Ich bin dann zutiefst enttäuscht und zweifle an uns. Generell zweifle ich an uns. Passen wir überhaupt zusammen? Ich möchte doch einen Mann haben, der MIR die Welt zeigt oder sie zumindest mit mir erkundet und nicht dem ICH in den Hintern treten muss, Dinge zu tun und sein Leben, angefangen bei seinem Alltag, in den Griff zu bekommen. In meinem Umfeld sagt man mir, dass ich Geduld haben muss, da er ja gut zu mir ist und er nur zu jung ist. Ich bin 25 und er 23. Ich war schon immer sehr sehr frühreif und habe extrem viel Verantwortung und er ist einfach nicht reif genug. Für sein Alter sogar ein wenig unreif. Er weiß nicht, wie man sich ausdrücken muss, er kann sich seinem Umfeld nicht anpassen, er zieht sich nicht gut an, achtet nicht auf ein gepflegtes Äußeres und ist ein eher „einfacher“ Mensch. Ich dagegen bin sogar schon fast eitel. Ich zweifle sehr an uns. Nur liebe ich ihn. Ich möchte nicht, dass wir uns nochmal trennen müssen. Ich habe mich vor zwei Jahren schon mal von ihm getrennt und wir hatten eine 6-monatige Pause. Diese Zeit hat mir gezeigt, wie sehr ich ihn liebe. Er hat sich seitdem auch sehr gebessert und an sich gearbeitet. Aber eben nicht genug. Ich weiß, dass wenn wir zusammenleben, er sich nach und nach anpasst und so wird, wie ich es mir vorstelle. Aber wenn so was von außen kommt und die Motivation keine innere ist, dann kann es doch auf Dauer nicht gut gehen. Auch für ihn ist es doch dann eine Belastung. Was ist, wenn die Midlife-Crisis dann genau deshalb einsetzt und er sich denkt, dass dann erst Recht alles egal ist? Was, wenn er irgendwann im fortgeschrittenen Alter sagt, dass ich ihn geformt hätte und er das alles nicht gewollt hat? Und was, wenn wir uns trennen und diese jahrelange Kampf umsonst war? Ich habe trotz allem noch Hoffnungen, da ich häufig mit angesehen habe, dass ihm Dinge dann wichtig wurden, auf die ich ihn zB ein Jahr vorher aufmerksam gemacht habe. Ich habe mir irgendwie irgendwann mal, nachdem wir nach der Trennung zusammenkamen vorgenommen, geduldig mit ihm zu sein. Auf mich zu achten, mein Ding zu machen, meiner Karriere nachzugehen (ich bin bald mit dem Master fertig und er ist immer noch in seinem zweiten Bachelor, nachdem er den ersten abgebrochen hat). Ich habe das Gefühl, dass ich mich mehr als er traue, mehr weiß, einfach weiß was ich will und er sagt auf diese Frage nur, dass er mal reich sein möchte und selbstständig. Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, ihn zu unterstützen, aber ich bin leider manchmal die Mami. Klar kann ich mich manchmal auch bei ihm fallen lassen und sehr sehr häufig bin ich auch mal albern und kindlich und er geht damit extrem süß um und hilft mir auch in Momenten der Verzweiflung. Aber nur, wenn er bei mir ist. Wenn er nicht hier ist, sondern Zuhause, dann merkt er gar nichts davon, wie es mir geht. Er ruft kaum an um sich nach mir zu erkundigen. Er fragt nicht, wie mein Tag war. Ich muss alles von alleine erzählen. Und wenn ich darauf warte, bis er fragt und er dies nicht tut, dann reden wir manchmal auch gar nicht über gewisse Erlebnisse oder Gefühle oder Erfahrungen von mir. Ich habe an seinem Alltag teil, da ich ihn immer frage. Ich durchlöchere ihn schon fast. Und er fragt ganz selten. Und das macht, dass ich wieder leide.
Kennt ihr eine solche Beziehung? Was habt ihr gemacht oder was macht ihr? Ich weiß, dass viele den ersten Gedanken an eine Trennung haben werden und mir dazu raten werden. Dies kommt aber für mich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage. Ich möchte lieber damit umgehen können und dabei zusehen, wenn er sich ändert. Wie gehe ich am besten vor?   
 

1. Warum willst du ihn heiraten? Er ist noch am Anfang seiner 20er und im Studium. 
- Während des Studiums hat man völlig andere Prioriäten, als zu heiraten.

2. Warum findest du es verwerflich, dass seine Freunde (zwischen 20-22 Jahre) weder eine Verlobte, noch eine Ehefrau haben?

3. Warum heiratest du ihn, wenn ihr noch nichtmal zusammen wohnt?
- Dich stört sein Verhalten doch jetzt schon. Du sagst seine Mutter kümmert sich um alles. Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass er plötzlich Hausarbeiten erledigen wird, wenn ihr zusammen wohnt. Nein, das wird nicht passieren. Das wird alles auf dich zurückfallen.

Dafür dass du angeblich so reif bist, lese ich in deinem Text kein bisschen Reife raus. Du bist total unvernünftig und in deiner kindischen Traumwelt, wo alles nur nach deiner Nase laufen muss.

Ihr führt zwei total unterschiedliche Leben mit unterschiedlichen Vorstellungen. Er scheint zufrieden zu sein. Es ist nicht dein Recht darüber zu entscheiden, wie er sein Leben gestalten sollte. Nur weil du das komplett anders siehst, ist das nicht das richtige Lebensmodell für ihn!
Tut mir Leid, aber du bist eindeutig das Problem, nicht er. Ich sehe wirklich in deinem Text NIRGENDWO, einen Grund warum ihr zusammen seid und heiraten solltet.
Du willst mit einem komplett anderen Menschen zusammen sein. Ich verstehe nicht, wie du auf die Idee kommst, ihn ändern zu müssen, dass er so ist wie du ihn haben willst.
Das geht einfach gar nicht. Es gibt doch genug Männer, die deine Interessen teilen und viel besser zu dir passen.

Mir kommts auch so vor, als würdest du ihn richtig in eine Ehe und Beziehung drängen! Du engst ihn total ein und zwingst ihn, auch wenn er das jetzt vielleicht noch nicht merkt, weil er andere Dinge im Kopf hat. Das wird er noch. Ich garantiere dir, dass er in ein paar Jahren realisieren wird, wie sein Leben an ihm vorbei gezogen ist, weil DU ihn in irgendeine eine Rolle gedrängt hast.
Das habe ich jetzt schon öfter mal im Freundeskreis erlebt und es ist 1:1 so abgelaufen wie bei dir. Die eine Person (meistens die Frau) wollte ganz viel und hat alles alleine gemacht und geplant, die andere Person war immer desinteressiert und hat einfach mitgemacht. Am Ende hat die Person, die das einfach mitgemacht hat gesagt, dass sie das Gefühl hat etwas zu verpassen und sich austoben möchte. Dass der Partner zu früh, zu viel wollte. Und dann wurden die Leute verlassen. Jedes einzelne Mal. Die Person die sich über die Jahre hinweg so viel Mühe gemacht hat, stand alleine da und konnte sich nicht erklären warum es so gekommen ist.
Ein 23 jähriger Student der bei seinen Eltern wohnt hat 0 (!) Ahnung vom Leben und auch absolut gar keine Zukunftsvorstellungen. 
Männer sind allgemein in dem Alter wesentlich lockerer, und lassen die Dinge einfach auf sich zukommen, anstatt groß zu planen und Vorstellungen zu haben. Weil sie das schlichtweg nicht müssen. Es passiert nicht selten, dass Männer erst ab 30+ wirklich wissen, was sie wollen und dann anfangen das zu realisieren. Dein Freund ist vermutlich keine Ausnahme. Er will vermutlich einfach nur sein Studium abschließen und dann weiter schauen.

Ich sehe jetzt schon EINDEUTIGE Warnzeichen. Tu euch beiden einen gefallen, und heirate ihn nicht. Du wirst das so bitter bereuen, wenn du realisierst dass du deine besten Jahre verschwendet hast, weil du nicht sehen wolltest, dass das keine Zukunft hat.

Du hast jetzt noch die Möglichkeit dich zu trennen und jemanden zu finden, der viel besser zu dir passt. Mit dem du dir dein Leben aufbauen kannst. Nutze diese Chance, noch ist es nicht zu spät.

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17. Januar um 18:56
In Antwort auf rose1809

Ja das tut mir Leid mit den Absätzen. Ich hatte den Text erst in einer Word-Datei, da mein Plan es gar nicht war, ihn zur Diskussion hier reinzustellen. Habe das dann letztendlich gemacht, ohne weiter über die Absätze nachzudenken. 
Danke trotzdem fürs Lesen.
Das stimmt, er war schon immer so. Erst wenn er mit mir über mehrere Tage zusammen ist habe ich das Gefühl, dass ich Dinge in ihm erwecke, die er auch so sieht und nur nicht so motiviert ist (besonders in seinem Elternhaus), die umzusetzen. Daher erhoffe ich mir einfach die Veränderung nach er Hochzeit, wenn es nur noch mich und ihn gibt und seine Familie keine Rolle mehr in seinem Alltag spielt. Es ist nicht böse gemeint, seine Familie ist toll. Die haben es aber nicht so mit Wertschätzung und Förderung der Kinder...

"Erst wenn er mit mir über mehrere Tage zusammen ist habe ich das Gefühl, dass ich Dinge in ihm erwecke, die er auch so sieht"

Nachdem ich den Thread weiter verfolgt habe, hab ich da eher nen anderen Verdacht - nämlich, dass er nach ein paar Tagen Dauerfeuer von dir zu all deinen Ideen "ja" sagt, damit du ihn endlich in Ruhe lässt ... denn bequem und konfliktscheu ist der Junge höchstwahrscheinlich nicht nur bei seiner ersten Mama, sondern auch bei dir.


"Nein, würde ich nicht. Ich würde mich fragen, was er an mir findet."

Und wenn du diese Einstellung von deinem Partner dir gegenüber über Monate ertragen müsstest, dann würde das wahrscheinlich auch gewaltig an deinem Selbstwertgefühl fressen.
Ich kann mich den anderen nur anschließen - dein "Freund" ist nicht der Mann, den du dir unter ihm vorstellst. Du interpretierst wahrscheinlich jede Menge Potenzial in ihn hinein, das objektiv einfach nicht vorhanden ist. Und du willst dein Ego befriedigen, indem du an ihm rumbastelst, bis er deinen Vorstellungen entspricht. Um ihn geht's dir dabei nur an letzter Stelle, auch wenn du das jetzt sicher empört zurückweist.

Falls du gut englisch liest - hier ist noch ein lesenswerter Artikel aus meinem Lieblings-Blog darüber, warum ein Beziehungspartner kein geeignetes Heimwerkerprojekt ist: https://www.baggagereclaim.co.uk/florence-nightingale-why-needing-to-fixhealhelp-in-the-name-of-love-is-unhealthy-p1/

lg
cefeu

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17. Januar um 22:30

Ja, die Wohnung wäre für vier Personen definitv zu groß. Das ist ein guter Einwand mit dem Verschieben der Hochzeit. Ich rede mal mit ihm 

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18. Januar um 2:47
In Antwort auf rose1809

Ja, die Wohnung wäre für vier Personen definitv zu groß. Das ist ein guter Einwand mit dem Verschieben der Hochzeit. Ich rede mal mit ihm 

Warum ziehst Du nicht Mal zu ihm... . Kann auch ein längerer "Urlaub" bei ihm sein.

Du sagst es ist immer schön, wenn Ihr zusammen seid, aber es liest sich so als wärt Ihr noch nie in einer Alltagssituation gewesen.

Ich würde das nicht erst in der Ehe testen.

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