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Und was verbindet uns?

26. April 2017 um 13:38 Letzte Antwort: 26. April 2017 um 17:31

Hallo zusammen, ich brauche einfach mal Erfahrungen, Meinungen und auch Ratschläge, die mir vielleicht weiterhelfen.
Zu mir ich bin 40 Jahre und mein Plan vom Leben war eigentlich einmal eine Familie zu haben, zwei Kinder, ein Haus mit Garten, also das typische Bild der glücklichen Familie, eigentlich genau das, was ich so an meiner Familie (Geschwister und Eltern) liebe. Irgendwie ist die Zeit an mir vorbeigefahren und ich habe stattdessen unbewußt Jahre in meine Karriere gesteckt und mir immer wieder gesagt, morgen, morgen, morgen.
Seit 2 Jahren habe ich einen Partner an meiner Seite. Er ist 50 Jahre und möchte keine Kinder, da er bereits ein Kind von 7 Jahren hat. Wir führen eine sehr schön Beziehung auch sein Kind gehört fest in unser Leben, aber und das merke ich täglich, es ist sein Kind und ich empfinde für den Kleinen nicht mehr als für andere Kinder von Freunden.
Nun kam das Thema heiraten auf, er möchte eigentlich auch nicht heiraten, aber meinte auch, wenn es mal um z.B gesundheitliche Sachen geht oder um die Altersversorgung, dann könnte er sich vorstellen zu heiraten. Für mich alles sehr "gefühlslos" und kein Grund um dann noch zuheiraten.
Hab ihm auch ganz klar gesagt, dass ich ihn nicht heiraten möchte, obwohl es eigentlich immer ein Traum war, ein weißes Kleid, eine Feier...ach das typische Aber für mich ist die Hochzeit der erste Schritt zur Familie und ich empfinde, dass wir nie eine Familie werden, da uns nichts verbindet. 
Klar machen wir tolle Reisen, unternehmen viel und... aber das sind alles Dinge, die ich auch mit meiner besten Freundin machen kann. 
Er hat seine kleine Familie, seinen Sohn, er hat jemand für den er immer da sein darf (sicher auch kann es ärger geben, aber ich geh jetzt einfach mal vom Idealfall aus) Bereits nach der Geburt des Sohnes war die Beziehung zu seiner Ex kaputt, aber er ist geblieben, weil sie etwas vebindet- der Sohn. Es ging um das Wohl vom Kind, auch wenn es keine schöne Zeit für alle war, aber es gab etwas um das es sich lohnte zu kämpfen.
Ich sehe im Freundeskreis, dass viele Frauen ohne Kinder, aber mit Partner und Stiefkind, sich fragen, was einen verbindet. Es werden Häuser gebaut, es wird ein großes Auto gekauft, aber das ist alles materiell, aber für keinen ist es eine wirkliche Bindung.
Die Frage was uns verbindet, habe ich auch mal meinen Freund gestellt, er meinte die Liebe und unsere Freundschaft, die Antwort fand ich sehr schön, aber wird er jemals um das alles kämpfen, wenn es darauf ankommt, uns verbindet ansonsten ja nichts.
Er nimmt seinen Sohn und geht... er hat auch weiterhin seine Familie.

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26. April 2017 um 13:45

Vorweg: Ich glaube nicht dass ein gemeinsames Kind eine Beziehung dauerhafter macht oder etwas in der Hinsicht. Sonst wäre ja auch dein Freund noch mit seiner Ex zusammen.

Um die beiden Dinge getrennt zu sehen: Du hast einen Kinderwunscht, dein Partner nicht. Das ist mMn per se schon ein größeres Problem, denn da gibt es auch keine echten Kompromisse.

Zweitens fehlt dir das verbindende in der Beziehung. Ich denke das müssen nicht immer gemeinsame Kinder sein, sondern können durchaus auch gemeinsame Träume, Pläne, Visionen sein. Warum sollte das weniger stark sein als ein Kind (ohne das vergleichen zu wollen)? Wenn das aber auch fehlt, dann kann ich nachvollziehen dass dir das zu wenig ist.

Eigentlich zwei Dinge, die komplett gegen eine lange Beziehung mit diesem Mann sprechen... ob ihr trotzdem glücklich sein könnt, wisst wohl nur ihr.

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26. April 2017 um 14:08
In Antwort auf melonchen1

Vorweg: Ich glaube nicht dass ein gemeinsames Kind eine Beziehung dauerhafter macht oder etwas in der Hinsicht. Sonst wäre ja auch dein Freund noch mit seiner Ex zusammen.

Um die beiden Dinge getrennt zu sehen: Du hast einen Kinderwunscht, dein Partner nicht. Das ist mMn per se schon ein größeres Problem, denn da gibt es auch keine echten Kompromisse.

Zweitens fehlt dir das verbindende in der Beziehung. Ich denke das müssen nicht immer gemeinsame Kinder sein, sondern können durchaus auch gemeinsame Träume, Pläne, Visionen sein. Warum sollte das weniger stark sein als ein Kind (ohne das vergleichen zu wollen)? Wenn das aber auch fehlt, dann kann ich nachvollziehen dass dir das zu wenig ist.

Eigentlich zwei Dinge, die komplett gegen eine lange Beziehung mit diesem Mann sprechen... ob ihr trotzdem glücklich sein könnt, wisst wohl nur ihr.

Danke für Deine Antwort. Ich habe versucht Dinge zu finden, die uns verbinden. Wir lieben beide das Meer und machen min einmal im Jahr eine Reise ans Meer, aber nun hat er seinem Sohn davon erzählt und der möchte jetzt gerne mit. Hab zwar gesagt, dass es UNSERE Zeit und unser Erlebnis ist, aber er sieht es einfach nicht so, er möchte einfach alle schönen Momente mit seinem Sohn teilen.
Die Zeit für ein gemeinsames Kind ist denke ich abgelaufen. Er fühlt sich zu alt und ich bin nun auch nicht mehr die jüngste, daher war es mal mein Wunsch, aber ich schließe gerade mit dem Thema ab.

 

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26. April 2017 um 14:29

Sicher ist es Liebe, die mich mit ihm verbindet, ansonsten wäre ich nicht mit meinem Freund zusammen und hätte nicht schon so viel mit ihm durchgestanden. 
Meine Karriere war nie mein Lebensziel, die ist "leider" so passiert. Vielleicht schwer zu verstehen, aber ich hatte das Glück gefördert zu werden und habe es hingenommen.
Was verbindet Dich denn mit Deinem Partner/Partnerin? Habt ihr zusammen etwas aufgebaut? Etwas nur für euch? 

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26. April 2017 um 14:39

Ich finde deine Geschichte traurig... Kann es sein dass du selbst zur Zeit keine wirklichen Träume oder Ziele mehr hast? So ganz persönlich für dich?
Vielleicht hilft es dir, wenn du dich mal damit beschäftigst. Und danach schaust ob dein Partner dabei sein möchte, ihr euch dabei überschneidet oder was auch immer.

Was sagt er denn wenn du mit ihm darüber sprichst?

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26. April 2017 um 15:02
In Antwort auf melonchen1

Ich finde deine Geschichte traurig... Kann es sein dass du selbst zur Zeit keine wirklichen Träume oder Ziele mehr hast? So ganz persönlich für dich?
Vielleicht hilft es dir, wenn du dich mal damit beschäftigst. Und danach schaust ob dein Partner dabei sein möchte, ihr euch dabei überschneidet oder was auch immer.

Was sagt er denn wenn du mit ihm darüber sprichst?

Ich denke momentan viel nach. Hab gerade vielleicht zu viel Ruhe in meinem Leben und sehe in meinem Umfeld, dass viele Beziehungen einfach aufgegeben werden, wenn es nicht mehr paßt, es wird nicht gekämpft. Frauen greifen dann kurz vor Ende noch zur Waffe Schwangerschaft, aber das bin nicht ich, das könnte ich nicht.
Meine Träume und Ziele verwirkliche ich. Ich reise auch alleine, wenn es bei ihm nicht geht, da er seinen Sohn hat oder finanziell gerade nicht klappt.
Wir überschneiden uns in vielen Sachen, aber er denkt natürlich an erster Stelle immer an seinen Sohn. Unsere Urlaube werden so geplant, dass es mit den Besuchen von seinem Sohn paßt. Er macht in den Ferien Urlaub, damit er seinen Sohn auch mal 14 Tage sieht, mir bringt der Urlaub nichts, da ich zwar dazugehöre, aber irgendwie auch nicht.
Es ist schwer zu beschreiben und oft werde ich missverstanden, so nach dem Motto, Du wußtest doch das er ein Kind hat. JA! Das wußte ich, aber wissen und mit Leben ist etwas ganz anderes. Sein Sohn wird immer da sein und in sogar mit seiner "gehaßten" Ex verbinden, vielleicht auch nicht gerade das, was man sich als Verbindung wünscht.
Ich hatte in frühren Beziehungen nie das Gefühl, dass ich etwas brauche was einem verbindet, vielleicht ist es einfach das Alter
 

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26. April 2017 um 15:08

Das klingt richtig toll. Ihr habt also viele Dinge, die euch verbinden. 
Hauskauf oder Bau kann auch sehr verbinden , aber das habe ich schon alleine hinter mir, da ich zu dem Zeitpunkt keinen Partner hatte. Mal gucken, vielleicht finde ich auch noch etwas, was meinen Freund und mich so verbindet, wie ich es mir wünsche. 

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26. April 2017 um 15:58

Sicher kommen das auch Paare mit Kindern, doch meist stellt man sich zusammen bei einem gemeinsamen Kind darauf ein. Ich weiß, dass sich auch bei uns etwas ändern wird, wenn der Kleine groß ist.

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26. April 2017 um 16:15

Mag sein, aber bei der Antwort ging es ja auch eher darum, dass es kein Stiefmutter Problem ist, doch wenn ich mit meinem Partner zusammen ein Kind hätte, dann wüßten wir beide, dass es so ist und man hat sich ja bewußt dafür entschieden.
Vielleicht war es von mir naiv gedacht, dass ich einen Freund habe, der in der Zeit, wenn sein Sohn nicht da ist, 100 % für mich da ist, aber es ist ja immer etwas. Mal die Ex, die alle Pläne über den Tisch wirft und dann selbstverständlich die normalen Verpflichtung, die man als Vater hat, wie Elternabend, Schulveranstaltungen etc.
Heiraten kommt ja eh in der Konstellation für mich nicht in Frage, daher kann ich mit dem Thema gut leben

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26. April 2017 um 16:48

Danke für Deine Antwort. Es ist echt schwer das Richtige zu machen. Auf der einen Seite meine Lebensziele, die ich bedingt durch mein Alter eh nur schwierig erreichen werde und auf der anderen Seite mein Freund, mit dem ich bedingt durch seinen Sohn und Ex, damit verbunden finanzielle Probleme, schon viel durchgestanden haben.
Vielleicht soll auch genau das es sein, was uns verbindet. Ich suche vielleicht oder warte auf etwas, was schon längst da ist, aber was ich nicht so sehe und empfinde.

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26. April 2017 um 16:59

Das versuche ich ja gerade, daher dieser Post, um vielleicht einen Denkanstoß zu bekommen. Ich befinde mich gerade irgendwie in einer Sackgasse ohne Wendehammer. Setze ständig vor und zurück, doch komme nicht voran. 
Es ist alles nicht immer so einfach wie es sich liest und ich versuche gerade, den richtigen Weg zufinden

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26. April 2017 um 17:18

Soll ich mit 40 Jahren, also sogar fast 41 Jahren wirklich noch ein Kind bekommen? Hatte eigentlich vor mit dem Thema abzuschließen, da ich oft gehört habe, Du bist zu alt, bzw. es ist nicht so einfach schwanger zu werden und die Enttäuschung, wenn es dann nicht klappt ist wohl noch größer... ich weiß es nicht. 

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26. April 2017 um 17:29

Du hast recht! Was anders kann ich nicht schreiben und eigentlich weiß ich auch, dass nur Reden hilft. Warum es mir gerade in diesem Fall so schwer fällt, denn eigentlich bringe ich immer alle Dinge recht schnell auf den Tisch, nur wenn es um mich geht, dann drücke ich mich gerne. DANKE!

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26. April 2017 um 17:31

Ah ok oh wie schön. Ja, vielleicht sollte ich den Gedanken noch nicht verwerfen. Bei uns auf dem Dorf sind eigentlich alle mit Anfang 40 schon fast Oma und daher habe ich schon mit 38 und meinem Kinderwunsch viele komisch Kommentare geerntet

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