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(Un)glückliche Beziehung?

14. Februar um 16:47 Letzte Antwort: 14. Februar um 17:26

Hi,

das ist mein erster Beitrag. Ich hatte einfach das Bedürfnis zu sagen was ich denke und fühle, weil ich sonst alle Gedanken für mich behalte und niemand anderen teilhaben lasse. 

Ich (30 Jahre, männlich, arbeite Vollzeit als Altenpfleger) bin mit meiner Freundin (28 Jahre, arbeitet ebenfalls Vollzeit als Zahnarzthelferin, Mutter aus erster Beziehung) fast vier Jahre zusammen und wir leben in unserer gemeinsamen Wohnung.

Vor etwa mehr als drei Jahren hat es bei uns angefangen dass wir uns immer häufiger und uns heftiger gestritten haben.
Vorher war ich bis dahin mit ihr ohne Zweifel überglücklich sie zu haben, ein Leben ohne sie kann ich mir jetzt immer noch nicht vorstellen und würde ansonsten bei mir eine Leere im Herzen hinterlassen.

Das ist mir jetzt was unangenehm aber damals, als sie von der Arbeit nach Hause kam hat sie mich beim Masturbieren erwischt und ich habe mir dabei einen Porno angeschaut. Sie sagte nur, sie hätte so etwas nie von mir gedacht und seitdem wurde sie mir gegenüber distanzierter. Zur gleichen Zeit bekam ich von meiner alten Arbeitsstelle eine Kündigung, es war für mich eine pure Enttäuschung. Trotz aller Bemühungen die ich machte um dort zu bleiben waren vergebens und ich dachte damals dass ich versagt hätte, dementsprechend verhielt ich mich depressiv und hatte wenig Antrieb. Meine Freundin hat mich immer erinnert Bewerbungen zu schreiben und hat mit mir geschimpft, wenn ich das nicht getan habe. Ich wusste dass ich aktiv sein musste aber ich war da zu dem Zeitpunkt nicht dazu fähig, es hat mich nur mehr runtergezogen. Irgendwann fand ich eine neue Stelle und konnte neu anfangen, ich bekam endlich die Wertschätzung für meine Arbeit die ich vorher nie bekam. Es war das Beste das mir damals passieren konnte und ich bin jetzt noch dort beschäftigt und bekam nach der Probezeit die Festanstellung und konnte mich beruflich weiterentwickeln.
Nur war auf der neuen Arbeit nicht alles super gewesen, die Ansprüche wurden immer höher und meine Überstunden haben sich angehäuft. Ich habe mir nie darüber groß Gedanken gemacht wenn mir Kollegen gesagt haben "Guck dass du nach Hause gehst, du kriegst irgendwann noch einen Herzinfarkt! Deine Freundin wird dich irgendwann verlassen!". Nach meinen Spätdiensten kam ich dann oft erst Mitternacht nach Hause, meine Freundin war schon am schlafen und manchmal konnten wir uns gar nicht sehen durch unsere Dienstpläne. Wegen meiner Dummheit habe ich nicht immer Bescheid gegeben wann ich nach Hause komme, meine Freundin fand dass komisch und dachte ich würde Fremdgehen, darauf folgten die nächsten Streitgespräche.

Wenn es mal richtig eskaliert hat bei uns hat sie mir mit Selbstmord gedroht. Sie stand dann da mit einem Küchenmesser haltend vor ihrer Brust, ich war so überfordert mit der Situation und völlig fertig, ich habe damals bei der Seelsorge angerufen und bin mitten im Gespräch in Tränen ausgebrochen. Es folgte ein zweiter Versuch von ihr, ich habe ohne zu zögern die Polizei verständigt. Wir hatten dann auf einmal 10 Mann in der Wohnung stehen und meine Freundin und hat dann so getan als ob nichts wäre, wir bekamen einen ziemlichen Anschiss von der Polizei. 

Vor einem Jahr wurde bei mir Depression diagnostiziert, ich bekam Medikamente und bald musste ich für 10 Wochen in eine Tagesklinik. Durch die vielen Überstunden fühlte ich mich kaputt, hatte kaum Ausgleich. Ich musste viel an mir selber arbeiten, ich war durch die viele Arbeit launischer, ungeduldiger und viehielt mich aggressiver was ich hinterher bereute. Ich bin noch am lernen Grenzen zu setzen, was mir empfohlen wurde und es gelingt mir auch besser. Ich bin jetzt viel ruhiger und achtsamer mit meiner Gesundheit geworden, nach Wiedereingliederung bin ich wieder voll dabei auf der Arbeit und bin jetzt viel gelassener.

Meine Freundin und ich haben seit fast einem Jahr nur noch kaum bis gar keinen Sex mehr. Ich frage sie immer was ich besser machen kann aber ich kriege nie eine konkrete Antwort, sie nennt immer mehr neue Gründe (Stress, Periode, Müdigkeit, falsche Technik, schlechter Sex, ich sei nicht männlich genug, zerstörtes Vertrauen). Es belastet mich enorm. Ich habe mir angewöhnt weg von den Pornos zu kommen, ich musste lernen dass der Pornokonsum meinen Verstand manipuliert hat und dass zu viel gefährlich werden kann. 

Anfang des Jahres wäre es fast dazu gekommen dass ich Schluss gemacht hätte. Nach vielem überlegen hatte ich Zweifel und wusste nicht ob ich das Richtige tun würde und fühlte mich ziemlich schlecht. Wir haben uns eine zweite Chance, wir haben uns vorgenommen ein weiteres Mal zur Paarberatung zu gehen. Nur wegen unserer Arbeit ist es schwieriger einen Termin zu vereinbaren. 

Jetzt am Valentinstag wollte ich ihr eine Überraschung machen und habe Blumen zu ihrer Arbeit verschicken lassen. Wir hatten nicht die Gelegenheit uns vor Abend zu sehen weil sie ihren Sohn abholen musste von Duisburg. 
Ich habe sie nach der Arbeit zufällig getroffen, sie sagte mir sie habe die Blumen auf der Arbeit gelassen, es war ihr zu stressig gewesen die Blumen mitzunehmen, die hätten dann bis nächsten Montag drei Tage ohne Wasser rumgelegen. Sie hätte einfach keine Zeit gehabt, sie sagte nur sie habe es eilig und müsse den Zug bekommen. Ich hatte sie paar Tage vorher zum Essen beim Italiener eingeladen, das Restaurant fand sie "nicht besonders" sagte sie und sie beschwerte weil ich sie im Anzug vor der Arbeit abgeholt habe, sie meinte ich wäre overdressed und sie hätte "scheiße" in ihren Klamotten ausgesehen.

Ich bin seit Valentinstag ziemlich verunsichert, ich weiß nicht ob ich mich enttäuscht fühle weil sie sich nicht richtig gefreut hat wie ich es erwartet hatte.

Was denkt ihr darüber?
Danke dass ihr euch die Zeit genommen habt meine Story durchzulesen.

MfG,

Patrick

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14. Februar um 17:09

Spätestens, als sie mit dem Messer herum hantierte und die Polizisten bei euch in der Wohnung standen, wäre es höchste Zeit gewesen, die Reißleine zu ziehen.

Deine Freundin tut dir nicht mehr gut. Du weißt es selber. Also handle entsprechend.

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14. Februar um 17:21
In Antwort auf user1036865470

Hi,

das ist mein erster Beitrag. Ich hatte einfach das Bedürfnis zu sagen was ich denke und fühle, weil ich sonst alle Gedanken für mich behalte und niemand anderen teilhaben lasse. 

Ich (30 Jahre, männlich, arbeite Vollzeit als Altenpfleger) bin mit meiner Freundin (28 Jahre, arbeitet ebenfalls Vollzeit als Zahnarzthelferin, Mutter aus erster Beziehung) fast vier Jahre zusammen und wir leben in unserer gemeinsamen Wohnung.

Vor etwa mehr als drei Jahren hat es bei uns angefangen dass wir uns immer häufiger und uns heftiger gestritten haben.
Vorher war ich bis dahin mit ihr ohne Zweifel überglücklich sie zu haben, ein Leben ohne sie kann ich mir jetzt immer noch nicht vorstellen und würde ansonsten bei mir eine Leere im Herzen hinterlassen.

Das ist mir jetzt was unangenehm aber damals, als sie von der Arbeit nach Hause kam hat sie mich beim Masturbieren erwischt und ich habe mir dabei einen Porno angeschaut. Sie sagte nur, sie hätte so etwas nie von mir gedacht und seitdem wurde sie mir gegenüber distanzierter. Zur gleichen Zeit bekam ich von meiner alten Arbeitsstelle eine Kündigung, es war für mich eine pure Enttäuschung. Trotz aller Bemühungen die ich machte um dort zu bleiben waren vergebens und ich dachte damals dass ich versagt hätte, dementsprechend verhielt ich mich depressiv und hatte wenig Antrieb. Meine Freundin hat mich immer erinnert Bewerbungen zu schreiben und hat mit mir geschimpft, wenn ich das nicht getan habe. Ich wusste dass ich aktiv sein musste aber ich war da zu dem Zeitpunkt nicht dazu fähig, es hat mich nur mehr runtergezogen. Irgendwann fand ich eine neue Stelle und konnte neu anfangen, ich bekam endlich die Wertschätzung für meine Arbeit die ich vorher nie bekam. Es war das Beste das mir damals passieren konnte und ich bin jetzt noch dort beschäftigt und bekam nach der Probezeit die Festanstellung und konnte mich beruflich weiterentwickeln.
Nur war auf der neuen Arbeit nicht alles super gewesen, die Ansprüche wurden immer höher und meine Überstunden haben sich angehäuft. Ich habe mir nie darüber groß Gedanken gemacht wenn mir Kollegen gesagt haben "Guck dass du nach Hause gehst, du kriegst irgendwann noch einen Herzinfarkt! Deine Freundin wird dich irgendwann verlassen!". Nach meinen Spätdiensten kam ich dann oft erst Mitternacht nach Hause, meine Freundin war schon am schlafen und manchmal konnten wir uns gar nicht sehen durch unsere Dienstpläne. Wegen meiner Dummheit habe ich nicht immer Bescheid gegeben wann ich nach Hause komme, meine Freundin fand dass komisch und dachte ich würde Fremdgehen, darauf folgten die nächsten Streitgespräche.

Wenn es mal richtig eskaliert hat bei uns hat sie mir mit Selbstmord gedroht. Sie stand dann da mit einem Küchenmesser haltend vor ihrer Brust, ich war so überfordert mit der Situation und völlig fertig, ich habe damals bei der Seelsorge angerufen und bin mitten im Gespräch in Tränen ausgebrochen. Es folgte ein zweiter Versuch von ihr, ich habe ohne zu zögern die Polizei verständigt. Wir hatten dann auf einmal 10 Mann in der Wohnung stehen und meine Freundin und hat dann so getan als ob nichts wäre, wir bekamen einen ziemlichen Anschiss von der Polizei. 

Vor einem Jahr wurde bei mir Depression diagnostiziert, ich bekam Medikamente und bald musste ich für 10 Wochen in eine Tagesklinik. Durch die vielen Überstunden fühlte ich mich kaputt, hatte kaum Ausgleich. Ich musste viel an mir selber arbeiten, ich war durch die viele Arbeit launischer, ungeduldiger und viehielt mich aggressiver was ich hinterher bereute. Ich bin noch am lernen Grenzen zu setzen, was mir empfohlen wurde und es gelingt mir auch besser. Ich bin jetzt viel ruhiger und achtsamer mit meiner Gesundheit geworden, nach Wiedereingliederung bin ich wieder voll dabei auf der Arbeit und bin jetzt viel gelassener.

Meine Freundin und ich haben seit fast einem Jahr nur noch kaum bis gar keinen Sex mehr. Ich frage sie immer was ich besser machen kann aber ich kriege nie eine konkrete Antwort, sie nennt immer mehr neue Gründe (Stress, Periode, Müdigkeit, falsche Technik, schlechter Sex, ich sei nicht männlich genug, zerstörtes Vertrauen). Es belastet mich enorm. Ich habe mir angewöhnt weg von den Pornos zu kommen, ich musste lernen dass der Pornokonsum meinen Verstand manipuliert hat und dass zu viel gefährlich werden kann. 

Anfang des Jahres wäre es fast dazu gekommen dass ich Schluss gemacht hätte. Nach vielem überlegen hatte ich Zweifel und wusste nicht ob ich das Richtige tun würde und fühlte mich ziemlich schlecht. Wir haben uns eine zweite Chance, wir haben uns vorgenommen ein weiteres Mal zur Paarberatung zu gehen. Nur wegen unserer Arbeit ist es schwieriger einen Termin zu vereinbaren. 

Jetzt am Valentinstag wollte ich ihr eine Überraschung machen und habe Blumen zu ihrer Arbeit verschicken lassen. Wir hatten nicht die Gelegenheit uns vor Abend zu sehen weil sie ihren Sohn abholen musste von Duisburg. 
Ich habe sie nach der Arbeit zufällig getroffen, sie sagte mir sie habe die Blumen auf der Arbeit gelassen, es war ihr zu stressig gewesen die Blumen mitzunehmen, die hätten dann bis nächsten Montag drei Tage ohne Wasser rumgelegen. Sie hätte einfach keine Zeit gehabt, sie sagte nur sie habe es eilig und müsse den Zug bekommen. Ich hatte sie paar Tage vorher zum Essen beim Italiener eingeladen, das Restaurant fand sie "nicht besonders" sagte sie und sie beschwerte weil ich sie im Anzug vor der Arbeit abgeholt habe, sie meinte ich wäre overdressed und sie hätte "scheiße" in ihren Klamotten ausgesehen.

Ich bin seit Valentinstag ziemlich verunsichert, ich weiß nicht ob ich mich enttäuscht fühle weil sie sich nicht richtig gefreut hat wie ich es erwartet hatte.

Was denkt ihr darüber?
Danke dass ihr euch die Zeit genommen habt meine Story durchzulesen.

MfG,

Patrick

willst du gesund werden???  dann geh endlich!!!

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14. Februar um 17:26

Also ich finde es auch ziemlich heftig, dass sie mit einem Messer vor dir stand. Wenn das nicht gewesen wäre hätte ich gesagt versucht miteinander vernünftig zu sprechen und an allem zu arbeiten wenn euch etwas daran liegt. Aber das ist schon krass. Ich würde mich von ihr distanzieren 

 

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